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Das administrative und geistige Weltzentrum der Bahai befindet sich in Haifa, Israel. Neben dem Schrein des Bab befindet sich auf dem Berg Karmel das Haus der Gerechtigkeit, das Internationale Lehrzentrum, das Internationale Archiv sowie das Zentrum für das Studium der Heiligen Texte. Am Bahai-Weltzentrum befindet sich eine Vielzahl von heiligen Stätten der Bahai. Zu ihnen zählen die Schreine, in denen die sterblichen Überreste von Baha'u'llah, Abdu'l Baha und des Bab, und ihrer nächsten Familienangehörigen verwahrt werden. Außerdem gehören hierzu die Häuser, in denen die Familie von Baha'u'llah während ihrer Verbannung gelebt hat oder die in besonderem Zusammenhang mit den Glaubensereignissen stehen. Viele dieser Gebäude, Monumente und Schreine befinden sich in einer aufwendig angelegten Gartenanlage am Berg Karmel und stehen neben den Bahá'í-Pilgern auch Besuchern aus aller Welt offen.(weiter...)
`Abdu'l-Bahá (23 Mai 1844 - 28 November 1921), geboren als `Abbás Effendí, war der älteste Sohn Bahá'u'lláhs, dem Gründer der Bahá'í-Religion. 1892, wurde er durch das Testament seines Vaters, dem Kitáb-i-‘Ahd(Buch des Bundes), zum Zentrum des Bundes, zum Oberhaupt der Bahá'í-Religion. Damit war er der legitime Nachfolger Bahá'u'lláhs, wenn auch nicht mit der gleichen göttlichen Kompetenz ausgestattet.
Das Kitáb-i-Aqdas wurde 1873 in Akká von Baha'u'llah auf Arabisch verfasst und es stellt das religiöse Gesetzbuch der Bahai dar, die darin die Charta einer künftigen Weltkultur sehen, die zu errichten Baha'u'llah als Bote Gottes gekommen sei.
Im Kitáb-i-Aqdas sind u.a. die Gebote zu den Pflichtgebeten, dem Fasten, dem Kalender, den Sozialabgaben, 19-Tagefesten, Feiertagen und zum Mashriqu'l-Adhkar niedergeschrieben. Daneben befasst sich Bahá'u'lláh in diesem Buch jedoch auch mit den weltlichen und geistigen Führern der Welt und ruft sie auf , „auf die Stimme Gottes zu hören“ und seinem Ruf Beachtung zu schenken.