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	<title>Bahaipedia - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Leo Tolstoi</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leo Tolstoi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Graf Lew Nikolajewitsch Tolstoi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; 28 August, 1828–7 November, 1910) war ein bedeutender russischer Schriftsteller, der zu den größten Romanautoren der Welt zählt. Seine bekanntesten und umfangreichsten Werke, „Krieg und Frieden“ und „Anna Karenina“, gelten als genreprägend und gehören zu den besten Romanen aller Zeiten. Tolstoi erlangte auch als Moral- und Religionslehrer Berühm…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Leo Tolstoi&#039;&#039;&#039; (oder &#039;&#039;&#039;Graf Lew Nikolajewitsch Tolstoi&#039;&#039;&#039;; [[28 August]], [[1828]]–[[7 November]], [[1910]]) war ein bedeutender [[Russland|russischer]] Schriftsteller, der zu den größten Romanautoren der Welt zählt. Seine bekanntesten und umfangreichsten Werke, „Krieg und Frieden“ und „Anna Karenina“, gelten als genreprägend und gehören zu den besten Romanen aller Zeiten. Tolstoi erlangte auch als Moral- und [[Religion]]slehrer Berühmtheit. Seine Philosophie der Widerstandslosigkeit gegenüber dem Bösen beeinflusste später [[Mahatma Gandhi]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;brit&amp;quot;&amp;gt;{{cite web |last1=Morson |first1=Gary S. |title=Leo Tolstoy |url=https://www.britannica.com/biography/Leo-Tolstoy |website=www.britannica.com |publisher=Encyclopaedia Brittanica |access-date=17. Juni 2025 |language=en |date=4. Juni 2025}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tolstoi kannte den [[Bahá&#039;í-Religion]] und seine Lehren und schätzte sie sehr. Im Jahr [[1902]] schickte [[Abdu’l-Baha]] den [[Iran|persischen]] Bahá&#039;í Áqá Azízu&#039;l-Jadhdháb, einen jüdischen Abstammung aus Maschhad, zu Tolstoi nach Odessa. Er verkündete Tolstoi den Glauben und beantwortete ihm zahlreiche Fragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[en:Special:Recentchanges]]&lt;br /&gt;
[[es:Special:Recentchanges]]&lt;br /&gt;
[[fa:Special:Recentchanges]]&lt;br /&gt;
[[fr:Special:Recentchanges]]&lt;br /&gt;
[[ja:Special:Recentchanges]]&lt;br /&gt;
[[pt:Special:Recentchanges]]&lt;br /&gt;
[[ru:Special:Recentchanges]]&lt;br /&gt;
[[vi:Special:Recentchanges]]&lt;br /&gt;
[[zh:Special:Recentchanges]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
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		<title>Hartmut Grossmann</title>
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		<updated>2025-06-11T05:51:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: Die Seite wurde neu angelegt: „Hartmut Grossmann. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hartmut Grossmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (1933 – 17 Dezember 2017) war ein deutscher Bahá&amp;#039;í und gehörte von 2003 bis 2008 dem Universalen Haus der Gerechtigkeit an, dem obersten Leitungsgremium der Bahá&amp;#039;í-Religion. ==Biografie== Grossmann wurde in Deutschland geboren; sein Vater war Hand der Sache Hermann Grossmann. In seiner Kindheit wurde er durch das Nazi-Regime…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Mr. Hartmut Grossmann.png|thumb|right|Hartmut Grossmann.]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hartmut Grossmann&#039;&#039;&#039; ([[1933]] – [[17 Dezember]] [[2017]]) war ein deutscher Bahá&#039;í und gehörte von [[2003]] bis [[2008]] dem [[Universalen Haus der Gerechtigkeit]] an, dem obersten Leitungsgremium der [[Bahá&#039;í-Religion]].&lt;br /&gt;
==Biografie==&lt;br /&gt;
Grossmann wurde in Deutschland geboren; sein Vater war [[Hand der Sache]] [[Hermann Grossmann]]. In seiner Kindheit wurde er durch das Nazi-Regime zeitweise von seinen Eltern getrennt, doch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs fanden sie wieder zusammen. &amp;lt;ref&amp;gt;https://bahaichronicles.org/hartmutt-grossman-tara-jabbari/&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Studium erlangte er akademische Abschlüsse in Deutsch und Englisch. Von 1963 bis 1969 war er Mitglied des Nationalen Geistigen Rates Deutschlands und von 1977 bis 1980 des Nationalen Rates Finnlands. Während seiner Zeit in Finnland war er Dozent und Leiter der deutschen Abteilung des Übersetzerausbildungsinstituts der Universität Joensuu in Savonlima. &amp;lt;ref&amp;gt;https://news.bahai.org/story/622/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1980 wurde Grossmann zum Kontinentalen Berater ernannt und beriet Bahá&#039;í-Gemeinden in ganz Europa bei ihrem Wachstum und ihrer Entwicklung. Diese Funktion hatte er bis 1988 inne, als er an das Internationale Lehrzentrum berufen wurde. 2003 wurde er in das Universale Haus der Gerechtigkeit gewählt. &amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url=http://www.bahaijournal.org.uk/BJ200307/bwc.htm |title=Bahá’í World Centre |accessdate=2008-09-11 |work= |publisher=UK Bahá’í Journal |date=2003-05-07 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er gehörte dem Gremium bis 2008 an. &amp;lt;ref&amp;gt;https://news.bahai.org/story/622/&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seinem Ausscheiden aus dem Heiligen Land kehrte er nach Finnland zurück. &amp;lt;ref&amp;gt;https://news.bahai.org/story/622/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grossmann verstarb am 17. Dezember 2017 in Deutschland. &amp;lt;ref&amp;gt;http://news.bahai.org/story/1228/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
{{media|Kategorie:Hartmut Grossmann}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
	</entry>
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		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Haus_der_Gerechtigkeit&amp;diff=1127</id>
		<title>Haus der Gerechtigkeit</title>
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		<updated>2025-06-11T05:47:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: Dragfyre verschob die Seite Haus der Gerechtigkeit nach Universalen Haus der Gerechtigkeit und überschrieb dabei eine Weiterleitung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Universalen Haus der Gerechtigkeit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
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		<title>Universalen Haus der Gerechtigkeit</title>
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		<updated>2025-06-11T05:47:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: Dragfyre verschob die Seite Haus der Gerechtigkeit nach Universalen Haus der Gerechtigkeit und überschrieb dabei eine Weiterleitung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Seat of the Universal House of Justice2.JPG|mini|Der Sitz des Universalen Hauses der Gerechtigkeit in der israelischen Stadt Haifa]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Baha&#039;i arc from archives.jpg|mini|Blumenanlagen vor dem Sitz des Universalen Hauses der Gerechtigkeit]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Seat of the House of Justice.jpg|mini|Der Sitz des Universalen Hauses der Gerechtigkeit mit dem [[Karmel (Gebirge)|Berg Karmel]] im Hintergrund]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Haus der Gerechtigkeit&#039;&#039;&#039; ist eine der wichtigsten [[Bahai]]-Institutionen weltweit. Es besteht aus gewählten Räten, die auf örtlicher, nationaler und internationaler Ebene tätig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Institution des &#039;&#039;Örtlichen Hauses der Gerechtigkeit&#039;&#039; geht zurück auf [[Baha’u’llah]]s [[Kitab-i-Aqdas]]. Er schreibt dort: „Der Herr hat befohlen, dass in jeder Stadt ein Haus der Gerechtigkeit errichtet werde, in dem sich Beratende nach der Zahl Baha versammeln sollen. Wird diese Zahl überschritten, so schadet dies nicht.“ Der [[Abdschad (Zahlensystem)|Abdschad]]-Zahlenwert des arabischen Begriffs &#039;&#039;Baha&#039;&#039; ist [[neun]]. Alle Räte haben heute jeweils neun Mitglieder, die von Baha’u’llah vorgeschriebene Mindestzahl. Die örtlichen und nachgeordneten Häuser der Gerechtigkeit werden heute noch als &#039;&#039;[[Örtlicher Geistiger Rat|Örtliche]]&#039;&#039; und &#039;&#039;[[Nationaler Geistiger Rat|Nationale Geistige Räte]]&#039;&#039; bezeichnet. [[Shoghi Effendi]] sah darin eine vorläufige Bezeichnung, die „in dem Maße, wie die Stellung und die Ziele des Bahai-Glaubens besser verstanden werden und umfassender erkannt werden, nach und nach durch die endgültige, passendere Bezeichnung“ &#039;&#039;Häuser der Gerechtigkeit&#039;&#039; ersetzt werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Örtlichen Geistigen Räte werden in allen Städten, Ortschaften und Dörfern gebildet, in denen eine Bahai-Gemeinde mit mindestens neun erwachsenen Mitgliedern existiert. Das Alter der Volljährigkeit hat Shoghi Effendi für diesen Zweck vorläufig auf 21 Jahre festgelegt und bemerkt, dass es vom &#039;&#039;Universalen Haus der Gerechtigkeit&#039;&#039; in Zukunft anders geregelt werden könne. Die örtlichen Geistigen Räte werden jährlich am 1. [[Ridvan]] (20./21. April, siehe auch: [[Bahai-Kalender]]) von allen erwachsenen Gläubigen der Gemeinde direkt gewählt. Gewählt wird frei und geheim nach dem Prinzip der Mehrheitswahl im Geiste des Gebetes – ohne vorherige Kandidatenschau oder Wahlkampf. Bei genau neun Mitgliedern kann eine Wahl unterbleiben. Ridvan 2004 gab es über 9.600 &#039;&#039;Örtliche Geistige Räte&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Nationalen Geistigen Räte&#039;&#039; werden jährlich indirekt von Abgeordneten der gesamten Gemeinde gewählt. [[Abdu’l Baha]] verwendet für den Nationalen Geistigen Rat den Begriff „sekundäres Haus der Gerechtigkeit“ und macht damit deutlich, dass es trotz seiner Führungsaufgaben – von der örtlichen und von der Weltebene her gesehen – zweitrangig ist. Der Nationale Geistige Rat von Deutschland wurde 1922 zum ersten Mal gewählt. Weltweit gibt es momentan 183 &#039;&#039;Nationale Geistige Räte&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;Universale Haus der Gerechtigkeit&#039;&#039; repräsentiert das höchste internationale Gremium der Bahai-Religion mit Sitz in [[Haifa]], [[Israel]]. Es wurde von Baha’u’llah im Kitab-i-Aqdas verordnet und besteht aus neun Männern. Frauen sind auf internationaler Ebene nicht wählbar. Das &#039;&#039;Universale Haus der Gerechtigkeit&#039;&#039; wird in einem Turnus von fünf Jahren von den Delegierten der &#039;&#039;Nationalen Geistigen Räte&#039;&#039; gewählt. Das Haus der Gerechtigkeit wurde erstmals 1963 gewählt. Die Statuten dieser Institution wurden 1972 angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Baha’u’llah |Titel=Kitab-i-Aqdas – Das Heiligste Buch |Verlag=Bahai Verlag |Ort=Hofheim-Langenhain |Datum=2000 |ISBN=3-87037-339-3 |Online=[http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=SHOWTEXT&amp;amp;d=//de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt Online]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Baha’u’llah |Titel=Botschaften aus Akka. Offenbart nach dem Kitab-i-Aqdas |Verlag=Bahai-Verlag |Ort=Hofheim |Datum=1982 |ISBN=3-87037-143-9 |Online={{Webarchiv | url=http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=SHOWTEXT&amp;amp;d=%2Fde%2FBahaitum%2FAuthentisches+Schrifttum%2FBahaullah%2FBotschaften+aus+Akka.txt&amp;amp;c=true | archive-is=20120715104206 | text=Online}}}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Shoghi Effendi |Titel=Bahá&#039;í Administration |Verlag=Bahá&#039;í Publishing Trust |Ort=Wilmette, Illinois, USA |Datum=2000 |ISBN=0-87743-166-3 |Online=[http://reference.bahai.org/en/t/se/BA/ Online]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Shoghi Effendi |Titel=Principles of Bahá&#039;í Administration |Verlag=Bahá&#039;í Publishing Trust |Ort=London, UK |Datum=1976 |ISBN=0-900125-13-6}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Emanuel V. Towfigh |Titel=Die rechtliche Verfassung von Religionsgemeinschaften. Eine Untersuchung am Beispiel der Bahai |Datum=2006 |ISBN=3-16-148847-4 |Kapitel=2/3}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Die Verfassung der Bahá’í-Gemeinde |Verlag=Bahá’í-Verlag |Ort=Hofheim |Datum=2000}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Hrsg=Das Universale Haus der Gerechtigkeit |Titel=Die Verheißung des Weltfriedens: eine Botschaft des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an die Völker der Welt |Verlag=Bahá’í-Verlag |Ort=Hofheim |Datum=1985}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Hrsg=Das Universale Haus der Gerechtigkeit |Titel=Vorurteile überwinden: ein Aufruf an die Repräsentanten der Religionen der Welt |Verlag=Bahá’í-Verlag |Ort=Hofheim |Datum=2003}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Seat of the Universal House of Justice|Haus der Gerechtigkeit}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|2071260-1}}&lt;br /&gt;
* [http://info.bahai.org/universal-house-of-justice.html Offizielle Website des Universalen Hauses der Gerechtigkeit] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://info.bahai.org/article-1-3-6-1.html Die Verfassung des Universalen Haus der Gerechtigkeit] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=SHOWTEXT&amp;amp;d=//de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Universales%20Haus%20der%20Gerechtigkeit/Organisationen/NGR-Deutschland/GR%20Satzung.txt Satzung der Geistigen Räte der Bahai in Deutschland]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Heilige Stätten der Bahai in Haifa und dem westlichen Galiläa}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=32/48/49.6/N|EW=34/59/11.59/E|type=landmark|dim=1500|region=IL}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=2071260-1|REMARK=Ansetzungsform GND: „Universal House of Justice“.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bahai-Institution]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilige Stätten der Bahai in Haifa und dem westlichen Galiläa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Universal House of Justice]]&lt;br /&gt;
[[es:Casa Universal de Justicia]]&lt;br /&gt;
[[fa:بیت العدل اعظم]]&lt;br /&gt;
[[fr:Maison universelle de justice]]&lt;br /&gt;
[[pt:Casa Universal de Justiça]]&lt;br /&gt;
[[ru:Всемирный дом справедливости]]&lt;br /&gt;
[[vi:Tòa Công lý Quốc tế]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
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		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Hermann_Grossmann&amp;diff=1124</id>
		<title>Hermann Grossmann</title>
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		<updated>2025-06-11T05:44:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: Die Seite wurde neu angelegt: „Dr. Hermann Grossmann. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dr. Hermann Grossmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (16 Februar 1899 – 7 Juli 1968) war eine Hand der Sache Gottes, die 1951 von Shoghi Effendi ernannt wurde. Dr. Grossmann wurde in Argentinien geboren und diente im Deutsch-Österreichischen Nationalen Geistigen Rat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |title=Letter by Frau Anna Grossmann |url=http://bahai-library.com/pilgrims/grossm…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Hermann Grossmann.jpg|thumb|right|Dr. Hermann Grossmann.]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Hermann Grossmann&#039;&#039;&#039; (16 Februar [[1899]] – [[7 Juli]] [[1968]]) war eine [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]], die 1951 von [[Shoghi Effendi]] ernannt wurde. Dr. Grossmann wurde in [[Argentinien]] geboren und diente im Deutsch-Österreichischen [[Nationalen Geistigen Rat]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |title=Letter by Frau Anna Grossmann |url=http://bahai-library.com/pilgrims/grossmann.letter.html |date= |work= |publisher=bahai-library.com |accessdate=30 Juli 2009}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[George Ronald Publisher Ltd|George Ronald]] veröffentlicht ein Buch mit dem Titel „Hermann Grossmann – Ein Leben für den Glauben“, geschrieben von seiner Tochter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
{{media|Kategorie:Hermann Grossmann}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
*{{Buch zitieren&lt;br /&gt;
|Autor= Rabbani, Ruhiyyih (Hrsg.)&lt;br /&gt;
|Autorenlink=Rúhíyyih Khanum&lt;br /&gt;
|Jahr= 1992&lt;br /&gt;
|Titel= Das Ministerium der Hüter 1957–1963&lt;br /&gt;
|Verlag= Bahá&#039;í-Weltzentrum&lt;br /&gt;
|ISBN= 0-85398-350-X&lt;br /&gt;
|URL= http://bahai-library.com/published.uhj/ministry.custodians.toc.html&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{lückenhaft}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
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		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Vorlage:L%C3%BCckenhaft&amp;diff=1123</id>
		<title>Vorlage:Lückenhaft</title>
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		<updated>2025-06-11T04:29:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Dokumentation/Hinweis Demo}}  &amp;lt;onlyinclude&amp;gt;{{Hinweisbaustein  |noprint=1  |class=Vorlage_Lueckenhaft  |ICON=alt=  |INHALT={{#if: {{{2|}}}   |{{{2}}}  |In diesem Artikel oder Abschnitt}} {{#if: {{{1|}}} | fehlen noch folgende wichtige Informationen: &amp;lt;div style=&amp;quot;font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt;{{{1}}}&amp;lt;/div&amp;gt; | fehlen noch wichtige Informationen.}} Hilf der Bahaipedia, indem du sie Bahaipedia:Belege#Was s…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dokumentation/Hinweis Demo}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;onlyinclude&amp;gt;{{Hinweisbaustein&lt;br /&gt;
 |noprint=1&lt;br /&gt;
 |class=Vorlage_Lueckenhaft&lt;br /&gt;
 |ICON=[[Datei:Qsicon Lücke.svg|24px|verweis=Wikipedia:Lückenhaft|alt=]]&lt;br /&gt;
 |INHALT={{#if: {{{2|}}} &lt;br /&gt;
 |{{{2}}}&lt;br /&gt;
 |In diesem Artikel oder Abschnitt}} {{#if: {{{1|}}} | fehlen noch folgende wichtige Informationen: &amp;lt;div style=&amp;quot;font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt;{{{1}}}&amp;lt;/div&amp;gt; | fehlen noch wichtige Informationen.}} Hilf der Bahaipedia, indem du sie [[Bahaipedia:Belege#Was sind zuverlässige Informationsquellen?|recherchierst]] und &amp;lt;span class=&amp;quot;plainlinks&amp;quot;&amp;gt;[{{canonicalurl:{{FULLPAGENAME}}|action=edit#editform}} einfügst].&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;includeonly&amp;gt;{{#ifeq: {{NAMESPACENUMBER}} | 0 | &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bahaipedia:Lückenhaft]]&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parameterprüfung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;editoronly&amp;quot; style=&amp;quot;display:none;&amp;quot;&amp;gt;{{#invoke:TemplatePar|check&lt;br /&gt;
|opt= 1= 2=&lt;br /&gt;
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|template= [[Vorlage:Lückenhaft]]&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/includeonly&amp;gt;}}&amp;lt;/onlyinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Dokumentation}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;lt;onlyinclude&amp;gt;{{#ifeq: {{{POSITION}}} | unten | &amp;lt;nowiki /&amp;gt; &amp;lt;!-- Aufzählungen brechen --&amp;gt;}}{{#switch: {{{POSITION|innerhalb}}}   |oben|unten|innerhalb|=&amp;lt;div class=&amp;quot;hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable {{#ifeq: {{{noprint|}}} | 1 | noprint}} {{{class|}}}&amp;quot; style=&amp;quot;border{{#switch: {{{POSITION|}}}|oben=-bottom|unten=-top}}-style: solid; border{{#switch: {{{POSITION|}}}|oben=-bottom|unten=-top}}-width: 1px; {{#switch: {{{POSITION|}}} |oben=…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;onlyinclude&amp;gt;{{#ifeq: {{{POSITION}}} | unten | &amp;lt;nowiki /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{{Dokumentation}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
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		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=%60Al%C3%AD-Muhammad_Varq%C3%A1&amp;diff=1121</id>
		<title>`Alí-Muhammad Varqá</title>
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		<author><name>Dragfyre</name></author>
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		<title>‘Alí-Muhammad Varqá</title>
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&lt;div&gt;[[Bild:Dr_Ali-Muhammad_Varqa.jpg|thumb|right|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. &#039;Alí-Muhammad Varqá&#039;&#039;&#039; ([[1912]] - [[23.September]], [[2007]]) (دكتور علي محمد ورقا}}) war das letzte lebende Mitglied der Institution der Hände der Sache Gottes und gleichzeitig der Treuhänder des [[Huqúqu&#039;lláh]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Varqá wurde [[1912]] in [[Teheran]], [[Iran]] in eine bedeutende iranische [[Bahá&#039;í]] Familie geboren. Sein Großvater, von dem er seinen Namen erhielt, war ein [[Apostel Bahá&#039;u&#039;lláh]]s und sein Vater [[Valíyu&#039;lláh Varqá]], war ebenso Treuhänder des [[Huqúqu&#039;lláh]] und eine [[Hände der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Varqá machten seinen Doktor an der Sorbonne in [[Paris]] im Jahr [[1950]], lehrte im Iran an den Universitäten in [[Tabriz]] und Tehran, und diente der Bahá&#039;í-Gemeinde in verschiedenen administrativen Institutionen. [[1979]] zog er nach [[Kanada]] und apäter nach [[Haifa]], um dort am [[Bahai Welt Zentrum]] zu dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Varqá reiste in viele verschiedene Länder als Vertreter [[Shoghi Effendi]]s, und später des [[Universales Haus der Gerechtigkeit|Universalen Hauses der Gerechtigkeit]]. In dieser Aufgabe, wohnte er den ersten [[Nationaltagungen|Nationaltagung]] in Belgien, Luxemburg, dem Kongo, Mauretanien, Zentralafrika, St. Lucia, St. Vincent, der Tschechoslowakei, Grönland, der Ukraine, Belarus und Moldawien bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hinterließ drei Töchter und sechs Geschwister. Sein Begräbnis fans am Morgen des 24.September auf dem Bahá&#039;í-Friedhof in Haifa statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Hands of the Cause of God|Varqá, &#039;Alí-Muhammad]]&lt;br /&gt;
[[Category:1912 births|Varqá, &#039;Alí-Muhammad]][[Category:2007 deaths|Varqá, &#039;Alí-Muhammad]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:‘Alí-Muḥammad Varqá]]&lt;br /&gt;
[[pt:‘Alí-Muhammad Varqá]]&lt;br /&gt;
[[ru:Али-Мухаммад Варка]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
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		<updated>2025-05-15T08:59:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: &lt;/p&gt;
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		<author><name>Dragfyre</name></author>
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	<entry>
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		<title>Bahaipedia:Buch des Tages/Mai</title>
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		<updated>2025-05-11T08:06:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Kitab-i-iqan.jpg|thumb|left|100px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Kitáb-i-Iqan&#039;&#039;&#039; wurde 1862 in Akká von [[Bahá&#039;u&#039;lláh]] auf Arabisch und Persisch in Baghdad verfasst und es stellt das primäre theologische Werk der [[Bahá&#039;í-Religion]] dar. In zwei Teilen beschreibt es die der Religion zugrundeliegenden Prinzipn der Einheit Gottes und der Stufe der Manifestationen Gottes und befasst sich mit spezifischen Beweisen, theologischer und logischer Natur, für die göttliche Mission des [[Báb]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
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		<title>Der Báb</title>
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		<updated>2025-05-11T08:05:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: Dragfyre verschob die Seite Der Báb nach Báb&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Báb]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
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	<entry>
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		<title>Báb</title>
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		<updated>2025-05-11T08:05:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: Dragfyre verschob die Seite Der Báb nach Báb&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Shrine Bab North West.jpg|thumb|250px|Der Schrein des Bab (Hängende Gärten der Bahai in Haifa, Israel)]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Báb&#039;&#039;&#039; (dt. &#039;&#039;Tor&#039;&#039;) ist der religiöse Ehrentitel von &#039;&#039;&#039;Siyyid ’Alí-Muhammad &amp;lt;u&amp;gt;Sh&amp;lt;/u&amp;gt;irází&#039;&#039;&#039;, einer [[Manifestation Gottes]] und dem Religionsstifter des Bábi-Religion. Mit der Verkündigung des Báb am 23. Mai 1844 begann eine neue Ära der Religionsgeschichte. Seit Jahrhunderten erwarteten Menschen der verschiedensten Religionen einen &#039;&#039;Tag Gottes&#039;&#039;, an dem Friede und Harmonie auf Erden errichtet würden. Der Anbruch dieses Tages wurde durch zwei kurz aufeinanderfolgende Gottesoffenbarer, den Báb und [[Bahá’u’lláh]] verkündet. Ihre Offenbarungen setzten jene Kräfte frei, welche die für diese Verheißung notwendige Umgestaltung der Gesellschaft bewirken können. Im Jahr 2019 feierten Millionen Menschen weltweit den 200. Jahrestag der Geburt des Báb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Offenbarung==&lt;br /&gt;
Der Báb wurde am 20. Oktober 1819 in Schiras (Iran) mit dem Namen Siyyid ‚Alí-Muhammad geboren. Schon als Kind zeigte sich, dass Er mit angeborenem Wissen begabt war. Im Alter von 25 Jahren verkündete Er Seine Sendung als Gottesoffenbarer und Herold eines neuen Zeitalters – dieses Ereignis wird auch als „Erklärung“ des Báb bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit bestand in verschiedenen islamischen Glaubensrichtungen die Erwartung eines Verheißenen. Unter den Führern entsprechender Bewegungen Persiens war der Gelehrte Siyyid Kázim, der in der Stadt Karbilá lebte. Dieser weihte sein Leben der Aufgabe, seine Schüler auf das Kommen des von den Schiiten erwarteten 12. Imams, des &#039;&#039;Qá’im&#039;&#039; (dt. &#039;&#039;Er, der sich erhebt&#039;&#039;), vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer seiner herausragendsten Schüler war Mullá Husayn, der sich nach dem Tod seines Lehrers in die Stadt Schiras begab, um dort den erwarteten Verheißenen zu suchen. Am Vorabend des 23. Mai 1844 wurde Mullá Husayn von einem außergewöhnlichen jungen Mann angesprochen, der ihn in Sein Haus einlud. Der Gastgeber offenbarte Sich in der darauffolgenden Nacht Mullá Husayn als der &#039;&#039;Báb&#039;&#039;, als &#039;&#039;Tor zu Gott&#039;&#039;. In heiligen Versen legte Er dar, dass Er der Verheißene sei, Dessen Kommen seit langem herbeigesehnt worden sei. Gleichzeitig kündigte Er das baldige Kommen einer noch größeren Offenbarung an, die sich über Persien hinaus an die ganze Menschheit wenden würde. Die Bábi-Religion war geboren, die später in der Bahá’í-Religion aufgehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach Mullá Husayn erkannten noch siebzehn weitere Sucher unabhängig voneinander den Báb und Seine Sendung. Dieser bezeichnete Seine ersten Anhänger als die achtzehn &#039;&#039;Buchstaben des Lebendigen&#039;&#039;. Er sandte sie aus, die frohe Botschaft zu verbreiten und die Menschen auf das baldige Kommen Bahá’u’lláhs vorzubereiten. Unter den &#039;&#039;Buchstaben des Lebendigen&#039;&#039; war auch Táhirih, eine außergewöhnliche Dichterin und Frauenrechtlerin, die als erste Frau Persiens öffentlich als Zeichen der vom Báb verkündeten Gleichberechtigung von Mann und Frau ihren Schleier ablegte. Sie war es auch, die 1848 auf der Konferenz von Badascht (Iran) ausrief, dass nunmehr die Trennung vom Islam vollzogen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sein weiteres Wirken==&lt;br /&gt;
Die Botschaft vom Anbruch eines neuen Zeitalters der Religion Persiens verbreitete sich wie ein Lauffeuer unter Theologiestudenten, Gelehrten und der breiten Bevölkerung Persiens. Seine fortschrittlichen und für die damalige Zeit revolutionären Lehren – z.B. mehr Rechte für Frauen, allgemeine Schulbildung, Auflösung des Klerus – stellten einen heftigen Bruch mit der alten islamischen Ordnung dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Báb wurde in der Folge wiederholt an verschiedene Orte Persiens verbannt, was jedoch nur dazu führte, dass sich der Ruhm Seiner Lehren und Sein gewaltiges Ansehen noch schneller verbreiteten. Von Seiner ersten Verbannungsstation in Isfahan musste er nach Täbris reisen, von wo aus Er in die Festung Máh-Kú im heutigen Aserbaidschan deportiert wurde. Dort offenbarte Er den &#039;&#039;Persischen [[Bayan|Bayán]]&#039;&#039;, das wichtigste Seiner Werke. Hierin kündigte Er unmissverständlich das Kommen einer weiteren Offenbarung an, die größer als Seine eigene sein würde und rief Seine Anhänger dazu auf, „Ihn, den Gott offenbaren wird“ (Bahá’u’lláh) zu suchen. Der Bayán enthielt außerdem die Grundlagen einer neuen gesellschaftlichen Ordnung für Persien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer weiteren Verbannung in die Festung Chihríq verkündete der Báb schließlich im Jahr 1848 in Täbris gegenüber dem versammelten Klerus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Ich bin, Ich bin, Ich bin der Verheißene! Ich bin Der, dessen Namen ihr seit tausend Jahren anruft, bei dessen Erwähnung ihr euch erhebt, dessen Kommen zu erleben ihr ersehnt und um dessen Offenbarung ihr Gott bittet, dass Er ihre Stunde beschleunige…&amp;lt;ref&amp;gt;Nábils Bericht aus den frühen Tagen der Bahá’í-Offenbarung, Hofheim-Langenhain 1975, S. 344&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Hinrichtung des Báb==&lt;br /&gt;
Nachdem der Báb diesen Anspruch erhoben hatte, trachtete der schiitische Klerus danach, Seinen Einfluss endgültig auszulöschen. Schließlich ordnete der durch den Klerus aufgewiegelte Premierminister Persiens die Hinrichtung des Báb an. Am 9. Juli 1850 erlitt der Báb zusammen mit Seinem getreuen Begleiter Anís in Täbris unter dramatischen Umständen den Märtyrertod. Drei Regimente zu je 250 Mann eröffneten auf einem Kasernenhof das Feuer auf die beiden mit Seilen angebundenen Männer. Als sich der Rauch verzog, war der Báb vor den Augen der gewaltigen Menge von Zuschauern verschwunden. Er wurde schließlich unverletzt in Seiner Zelle vorgefunden, wo Er eine zuvor begonnene Unterredung mit Seinem Sekretär beendete. Der mit der Hinrichtung beauftragte Kommandant Sám Khán war hiervon so erschüttert, dass er mit seinen Soldaten den Kasernenhof verließ. Ein anderes Regiment musste herbeigerufen werden, das die Hinrichtung durchführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit wurden mehrere zehntausend Gläubige auf gemeinsames Betreiben des schiitischen Klerus und der weltlichen Herrscher Persiens auf grausame und qualvolle Weise hingerichtet – unter ihnen auch die meisten der achtzehn „Buchstaben des Lebendigen“. Zahllose weitere Anhänger des Báb wurden gefoltert, verbannt oder enteignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kurze Leben des Báb war geprägt von großem äußerlichem Leid, aber auch von unermesslicher geistiger Herrlichkeit. Seine letzte Ruhestätte am Bahá’í-Weltzentrum in Haifa ist für die Bahá’í – nach dem Schrein Bahá’u’lláhs – einer der heiligsten Orte der Welt und jedes Jahr ersehntes Ziel für eine große Anzahl von Pilgern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
	</entry>
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		<title>Báb</title>
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		<updated>2021-01-13T12:03:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: Die Seite wurde neu angelegt: „Der Schrein des Bab (Hängende Gärten der Bahai in Haifa, Israel) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Báb&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (dt. &amp;#039;&amp;#039;Tor&amp;#039;&amp;#039;) ist der religiöse E…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Shrine Bab North West.jpg|thumb|250px|Der Schrein des Bab (Hängende Gärten der Bahai in Haifa, Israel)]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Báb&#039;&#039;&#039; (dt. &#039;&#039;Tor&#039;&#039;) ist der religiöse Ehrentitel von &#039;&#039;&#039;Siyyid ’Alí-Muhammad &amp;lt;u&amp;gt;Sh&amp;lt;/u&amp;gt;irází&#039;&#039;&#039;, einer [[Manifestation Gottes]] und dem Religionsstifter des Bábi-Religion. Mit der Verkündigung des Báb am 23. Mai 1844 begann eine neue Ära der Religionsgeschichte. Seit Jahrhunderten erwarteten Menschen der verschiedensten Religionen einen &#039;&#039;Tag Gottes&#039;&#039;, an dem Friede und Harmonie auf Erden errichtet würden. Der Anbruch dieses Tages wurde durch zwei kurz aufeinanderfolgende Gottesoffenbarer, den Báb und [[Bahá’u’lláh]] verkündet. Ihre Offenbarungen setzten jene Kräfte frei, welche die für diese Verheißung notwendige Umgestaltung der Gesellschaft bewirken können. Im Jahr 2019 feierten Millionen Menschen weltweit den 200. Jahrestag der Geburt des Báb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Offenbarung==&lt;br /&gt;
Der Báb wurde am 20. Oktober 1819 in Schiras (Iran) mit dem Namen Siyyid ‚Alí-Muhammad geboren. Schon als Kind zeigte sich, dass Er mit angeborenem Wissen begabt war. Im Alter von 25 Jahren verkündete Er Seine Sendung als Gottesoffenbarer und Herold eines neuen Zeitalters – dieses Ereignis wird auch als „Erklärung“ des Báb bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit bestand in verschiedenen islamischen Glaubensrichtungen die Erwartung eines Verheißenen. Unter den Führern entsprechender Bewegungen Persiens war der Gelehrte Siyyid Kázim, der in der Stadt Karbilá lebte. Dieser weihte sein Leben der Aufgabe, seine Schüler auf das Kommen des von den Schiiten erwarteten 12. Imams, des &#039;&#039;Qá’im&#039;&#039; (dt. &#039;&#039;Er, der sich erhebt&#039;&#039;), vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer seiner herausragendsten Schüler war Mullá Husayn, der sich nach dem Tod seines Lehrers in die Stadt Schiras begab, um dort den erwarteten Verheißenen zu suchen. Am Vorabend des 23. Mai 1844 wurde Mullá Husayn von einem außergewöhnlichen jungen Mann angesprochen, der ihn in Sein Haus einlud. Der Gastgeber offenbarte Sich in der darauffolgenden Nacht Mullá Husayn als der &#039;&#039;Báb&#039;&#039;, als &#039;&#039;Tor zu Gott&#039;&#039;. In heiligen Versen legte Er dar, dass Er der Verheißene sei, Dessen Kommen seit langem herbeigesehnt worden sei. Gleichzeitig kündigte Er das baldige Kommen einer noch größeren Offenbarung an, die sich über Persien hinaus an die ganze Menschheit wenden würde. Die Bábi-Religion war geboren, die später in der Bahá’í-Religion aufgehen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach Mullá Husayn erkannten noch siebzehn weitere Sucher unabhängig voneinander den Báb und Seine Sendung. Dieser bezeichnete Seine ersten Anhänger als die achtzehn &#039;&#039;Buchstaben des Lebendigen&#039;&#039;. Er sandte sie aus, die frohe Botschaft zu verbreiten und die Menschen auf das baldige Kommen Bahá’u’lláhs vorzubereiten. Unter den &#039;&#039;Buchstaben des Lebendigen&#039;&#039; war auch Táhirih, eine außergewöhnliche Dichterin und Frauenrechtlerin, die als erste Frau Persiens öffentlich als Zeichen der vom Báb verkündeten Gleichberechtigung von Mann und Frau ihren Schleier ablegte. Sie war es auch, die 1848 auf der Konferenz von Badascht (Iran) ausrief, dass nunmehr die Trennung vom Islam vollzogen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sein weiteres Wirken==&lt;br /&gt;
Die Botschaft vom Anbruch eines neuen Zeitalters der Religion Persiens verbreitete sich wie ein Lauffeuer unter Theologiestudenten, Gelehrten und der breiten Bevölkerung Persiens. Seine fortschrittlichen und für die damalige Zeit revolutionären Lehren – z.B. mehr Rechte für Frauen, allgemeine Schulbildung, Auflösung des Klerus – stellten einen heftigen Bruch mit der alten islamischen Ordnung dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Báb wurde in der Folge wiederholt an verschiedene Orte Persiens verbannt, was jedoch nur dazu führte, dass sich der Ruhm Seiner Lehren und Sein gewaltiges Ansehen noch schneller verbreiteten. Von Seiner ersten Verbannungsstation in Isfahan musste er nach Täbris reisen, von wo aus Er in die Festung Máh-Kú im heutigen Aserbaidschan deportiert wurde. Dort offenbarte Er den &#039;&#039;Persischen [[Bayan|Bayán]]&#039;&#039;, das wichtigste Seiner Werke. Hierin kündigte Er unmissverständlich das Kommen einer weiteren Offenbarung an, die größer als Seine eigene sein würde und rief Seine Anhänger dazu auf, „Ihn, den Gott offenbaren wird“ (Bahá’u’lláh) zu suchen. Der Bayán enthielt außerdem die Grundlagen einer neuen gesellschaftlichen Ordnung für Persien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer weiteren Verbannung in die Festung Chihríq verkündete der Báb schließlich im Jahr 1848 in Täbris gegenüber dem versammelten Klerus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Ich bin, Ich bin, Ich bin der Verheißene! Ich bin Der, dessen Namen ihr seit tausend Jahren anruft, bei dessen Erwähnung ihr euch erhebt, dessen Kommen zu erleben ihr ersehnt und um dessen Offenbarung ihr Gott bittet, dass Er ihre Stunde beschleunige…&amp;lt;ref&amp;gt;Nábils Bericht aus den frühen Tagen der Bahá’í-Offenbarung, Hofheim-Langenhain 1975, S. 344&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Hinrichtung des Báb==&lt;br /&gt;
Nachdem der Báb diesen Anspruch erhoben hatte, trachtete der schiitische Klerus danach, Seinen Einfluss endgültig auszulöschen. Schließlich ordnete der durch den Klerus aufgewiegelte Premierminister Persiens die Hinrichtung des Báb an. Am 9. Juli 1850 erlitt der Báb zusammen mit Seinem getreuen Begleiter Anís in Täbris unter dramatischen Umständen den Märtyrertod. Drei Regimente zu je 250 Mann eröffneten auf einem Kasernenhof das Feuer auf die beiden mit Seilen angebundenen Männer. Als sich der Rauch verzog, war der Báb vor den Augen der gewaltigen Menge von Zuschauern verschwunden. Er wurde schließlich unverletzt in Seiner Zelle vorgefunden, wo Er eine zuvor begonnene Unterredung mit Seinem Sekretär beendete. Der mit der Hinrichtung beauftragte Kommandant Sám Khán war hiervon so erschüttert, dass er mit seinen Soldaten den Kasernenhof verließ. Ein anderes Regiment musste herbeigerufen werden, das die Hinrichtung durchführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit wurden mehrere zehntausend Gläubige auf gemeinsames Betreiben des schiitischen Klerus und der weltlichen Herrscher Persiens auf grausame und qualvolle Weise hingerichtet – unter ihnen auch die meisten der achtzehn „Buchstaben des Lebendigen“. Zahllose weitere Anhänger des Báb wurden gefoltert, verbannt oder enteignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kurze Leben des Báb war geprägt von großem äußerlichem Leid, aber auch von unermesslicher geistiger Herrlichkeit. Seine letzte Ruhestätte am Bahá’í-Weltzentrum in Haifa ist für die Bahá’í – nach dem Schrein Bahá’u’lláhs – einer der heiligsten Orte der Welt und jedes Jahr ersehntes Ziel für eine große Anzahl von Pilgern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:The Báb]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
	</entry>
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		<title>Vorlage:Bausteindesign3</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;cellspacing=&amp;quot;8&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1&amp;quot; style=&amp;quot;font-size: 100%; border-style: solid; margin-top: 2px; margin-bottom: 2px; position:relative;{{{1|}}}&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
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		<title>Dr. &#039;Alí-Muhammad Varqá</title>
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&lt;hr /&gt;
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		<author><name>Dragfyre</name></author>
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		<title>Hände der Sache Gottes</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: Weiterleitung nach Hand der Sache Gottes erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Hand der Sache Gottes]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
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		<title>Dr. &#039;Alí-Muhammad Varqá</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Dr_Ali-Muhammad_Varqa.jpg|thumb|right|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. &#039;Alí-Muhammad Varqá&#039;&#039;&#039; ([[1912]] - [[23.September]], [[2007]]) (دكتور علي محمد ورقا}}) war das letzte lebende Mitglied der Institution der Hände der Sache Gottes und gleichzeitig der Treuhänder des [[Huqúqu&#039;lláh]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Varqá wurde [[1912]] in [[Teheran]], [[Iran]] in eine bedeutende iranische [[Bahá&#039;í]] Familie geboren. Sein Großvater, von dem er seinen Namen erhielt, war ein [[Apostel Bahá&#039;u&#039;lláh]]s und sein Vater [[Valíyu&#039;lláh Varqá]], war ebenso Treuhänder des [[Huqúqu&#039;lláh]] und eine [[Hände der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Varqá machten seinen Doktor an der Sorbonne in [[Paris]] im Jahr [[1950]], lehrte im Iran an den Universitäten in [[Tabriz]] und Tehran, und diente der Bahá&#039;í-Gemeinde in verschiedenen administrativen Institutionen. [[1979]] zog er nach [[Kanada]] und apäter nach [[Haifa]], um dort am [[Bahai Welt Zentrum]] zu dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Varqá reiste in viele verschiedene Länder als Vertreter [[Shoghi Effendi]]s, und später des [[Universales Haus der Gerechtigkeit|Universalen Hauses der Gerechtigkeit]]. In dieser Aufgabe, wohnte er den ersten [[Nationaltagungen|Nationaltagung]] in Belgien, Luxemburg, dem Kongo, Mauretanien, Zentralafrika, St. Lucia, St. Vincent, der Tschechoslowakei, Grönland, der Ukraine, Belarus und Moldawien bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hinterließ drei Töchter und sechs Geschwister. Sein Begräbnis fand am Morgen des 24.September auf dem Bahá&#039;í-Friedhof in Haifa statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Hands of the Cause of God|Varqá, &#039;Alí-Muhammad]]&lt;br /&gt;
[[Category:1912 births|Varqá, &#039;Alí-Muhammad]][[Category:2007 deaths|Varqá, &#039;Alí-Muhammad]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[ru:Али-Мухаммад Варка]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>‘Alí-Muhammad Varqá</title>
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		<updated>2018-09-03T14:19:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Dr_Ali-Muhammad_Varqa.jpg|thumb|right|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. &#039;Alí-Muhammad Varqá&#039;&#039;&#039; ([[1912]] - [[23.September]], [[2007]]) (دكتور علي محمد ورقا}}) war das letzte lebende Mitglied der Institution der Hände der Sache Gottes und gleichzeitig der Treuhänder des [[Huqúqu&#039;lláh]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Varqá wurde [[1912]] in [[Teheran]], [[Iran]] in eine bedeutende iranische [[Bahá&#039;í]] Familie geboren. Sein Großvater, von dem er seinen Namen erhielt, war ein [[Apostel Bahá&#039;u&#039;lláh]]s und sein Vater [[Valíyu&#039;lláh Varqá]], war ebenso Treuhänder des [[Huqúqu&#039;lláh]] und eine [[Hände der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Varqá machten seinen Doktor an der Sorbonne in [[Paris]] im Jahr [[1950]], lehrte im Iran an den Universitäten in [[Tabriz]] und Tehran, und diente der Bahá&#039;í-Gemeinde in verschiedenen administrativen Institutionen. [[1979]] zog er nach [[Kanada]] und apäter nach [[Haifa]], um dort am [[Bahai Welt Zentrum]] zu dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Varqá reiste in viele verschiedene Länder als Vertreter [[Shoghi Effendi]]s, und später des [[Universales Haus der Gerechtigkeit|Universalen Hauses der Gerechtigkeit]]. In dieser Aufgabe, wohnte er den ersten [[Nationaltagungen|Nationaltagung]] in Belgien, Luxemburg, dem Kongo, Mauretanien, Zentralafrika, St. Lucia, St. Vincent, der Tschechoslowakei, Grönland, der Ukraine, Belarus und Moldawien bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hinterließ drei Töchter und sechs Geschwister. Sein Begräbnis fans am Morgen des 24.September auf dem Bahá&#039;í-Friedhof in Haifa statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Hands of the Cause of God|Varqá, &#039;Alí-Muhammad]]&lt;br /&gt;
[[Category:1912 births|Varqá, &#039;Alí-Muhammad]][[Category:2007 deaths|Varqá, &#039;Alí-Muhammad]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:&#039;Alí-Muhammad Varqá]]&lt;br /&gt;
[[ru:Али-Мухаммад Варка]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=%E2%80%98Abdu%E2%80%99l-Bah%C3%A1&amp;diff=822</id>
		<title>‘Abdu’l-Bahá</title>
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		<updated>2018-09-02T10:48:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Erweitern}}&lt;br /&gt;
[[Bild:Abdulbaha.jpg|thumb|right|&#039;&#039;&#039;‘Abdu’l-Bahá&#039;&#039;&#039;, im hohen Alter.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;‘Abdu’l-Bahá&#039;&#039;&#039; (23 Mai 1844 - 28 November 1921), geboren als &#039;&#039;&#039;‘Abbás Effendí&#039;&#039;&#039;, war der älteste Sohn Bahá&#039;u&#039;lláhs, dem Gründer der [[Bahá&#039;í-Religion]]. 1892, wurde er durch das Testament seines Vaters, dem [[Kitáb-i-‘Ahd]] &#039;&#039;(Buch des Bundes)&#039;&#039;, zum [[Zentrum des Bundes]], zum Oberhaupt der Bahá&#039;í-Religion. Damit war er der legitime Nachfolger Bahá&#039;u&#039;lláhs, wenn auch nicht mit der gleichen göttlichen Kompetenz ausgestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:‘Abdu’l-Bahá]]&lt;br /&gt;
[[fr:‘Abdu’l-Bahá]]&lt;br /&gt;
[[pt:´Abdu&#039;l-Bahá]]&lt;br /&gt;
[[ru:Абдул-Баха]]&lt;br /&gt;
[[vi:Đức &#039;Abdu&#039;l-Baha]]&lt;br /&gt;
[[zh:阿博都巴哈]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Bahai-Weltzentrum&amp;diff=821</id>
		<title>Bahai-Weltzentrum</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Bahai-Weltzentrum&amp;diff=821"/>
		<updated>2018-09-02T10:13:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Israel_-_Haifa_-_Bahai_Gardens_004.jpg|thumb|right|250px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das administrative und geistige &#039;&#039;&#039;Weltzentrum der [[Bahai]]&#039;&#039;&#039; befindet sich in [[Haifa]], [[Israel]]. Neben dem Schrein des [[Bab (Religionsstifter)|Bab]] befindet sich auf dem Berg [[Karmel (Gebirge)|Karmel]] das [[Haus der Gerechtigkeit]], das Internationale Lehrzentrum, das Internationale Archiv sowie das Zentrum für das Studium der Heiligen Texte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Bahai-Weltzentrum befindet sich eine Vielzahl von heiligen Stätten der Bahai. Zu ihnen zählen die Schreine, in denen die sterblichen Überreste von [[Baha&#039;u&#039;llah]], [[`Abdu&#039;l-Bahá]] und des Bab, und ihrer nächsten Familienangehörigen verwahrt werden. Außerdem gehören hierzu die Häuser, in denen die Familie von Baha&#039;u&#039;llah während ihrer Verbannung gelebt hat oder die in besonderem Zusammenhang mit den Glaubensereignissen stehen. Viele dieser Gebäude, Monumente und Schreine befinden sich in einer aufwendig angelegten Gartenanlage am Berg Karmel und stehen neben den Bahá&#039;í-Pilgern auch Besuchern aus aller Welt offen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Berg Karmel===&lt;br /&gt;
Der Berg Karmel ist in der Religionsgeschichte in verschiedenen Quellen aufzufinden. Zum Beispiel wird im [[Buch Jesaja]] des [[Altes Testament|Alten Testaments]] prophezeit, dass es der „Berg des Herren“ sei, zu dem „alle Völker herbeiströmen werden“. Baha&#039;u&#039;llah hat viermal Haifa besucht und auf dem Berg Karmel sein Zelt aufgeschlagen. Bei einem dieser Aufenthalte zeigte er Abdu&#039;l Baha die Stelle, an der das Grabmal des Bab gebaut werden soll. Ein anderes Mal schrieb er das sog. „Sendschreiben vom Karmel“, in dem die Bedeutung dieses Berges für die zukünftige Bahai-Gemeinschaft erläutert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Schrein des Bab===&lt;br /&gt;
Dieses Mausoleum birgt die Gebeine des Bab. Der Schrein befindet sich an dem Ort, den Baha&#039;u&#039;llah selbst bei einem Aufenthalt in Haifa wählte. Abdu&#039;l Baha kam die Aufgabe zu, dieses Bauwerk zu errichten, die sterblichen Überreste des Bab nach 60 Jahren Wanderschaft von [[Teheran]]/[[Iran]] zum heiligen Berg Karmel/Israel zu bringen und sie beizusetzen. Hier befindet sich derzeit auch das Grabmal Abdu&#039;l Bahas, das zu gegebener Zeit umgesiedelt werden soll, wenn ein entsprechendes Mausoleum für ihn errichtet worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heilige Stätten in Haifa und Akko ==&lt;br /&gt;
===Der Schrein Baha&#039;u&#039;llahs===&lt;br /&gt;
Hier befinden sich die sterblichen Überreste Baha&#039;u&#039;llahs. Im Selbstverständnis der Bahai ist dieser Ort dadurch ausgezeichnet, dass hier laut [[Shoghi Effendi]] „der heiligste Staub, den je die Erde in ihrem Schoß empfing“, bestattet ist. Baha&#039;u&#039;llah wurde im nördlichsten Zimmer im Haus seines Schwiegersohnes Siyyid ’Ali Afnan am Tag seines Hinscheidens am 29. Mai 1892 kurz nach Sonnenuntergang beigesetzt. Zu diesem Zimmer wurde später ein separater überdachter Zugang gebaut. &lt;br /&gt;
Täglich kommen etliche Bahai, die meist im Rahmen ihrer Pilgerreise die Heiligen Stätte besuchen, zu stillen Gebeten und Meditationen hierher. Dieser Ort ist aber auch von großer Bedeutung für alle Bahai der Welt, weil er als „Qibla“ die Richtung für die Pflichtgebete, die Bahai angehalten sind täglich zu sprechen, und das Totengebet vorgibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Garten Ridvan===&lt;br /&gt;
Diese kleine Grüninsel inmitten eines Flusses wurde durch Baha&#039;u&#039;llah als Garten [[Ridvan]] (arab. „Paradies“) genannt (nicht zu verwechseln mit dem Garten Ridvan in [[Bagdad]], wo Baha&#039;u&#039;llah 1863 seine Sendung verkündete). Hier konnte Baha&#039;u&#039;llah nach fast einem Jahrzehnt Haft in [[Akkon|Akko]] erstmals die Gefängnisumfriedungen verlassen und die Natur erleben. Bis dahin hatten seine körperlichen Bewegungen einzig darin bestanden, fortwährend in seinem Schlafzimmer auf- und abzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bahji===&lt;br /&gt;
Das Landhaus Bahji ist auf einer Anhöhe, das in einer Gegend liegt, die früher als Al-Bahja (arab. „Ort der Freude“) bekannt war. Aus diesem ehemaligen Sommerpalast eines reichen Kaufmanns namens Udi Khammar, der ursprünglich auch die Osthälfte des Hauses Abbud besaß, flohen nach einer Epidemie die Eigentümer. 1879 erwarb Abdu&#039;l Baha dieses Landhaus und es wurde zum Wohnsitz eines Großteils seiner Familie. Verschiedene Räume dieses Hauses sind für die Bahai von besonderer historischer Bedeutung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Das Haus von Abud===&lt;br /&gt;
In dem in zwei Bereiche eingeteilten Gebäude, das als „Haus Abud“ bekannt war, lebte Baha&#039;u&#039;llah insgesamt fast sieben Jahre. Es war ein für die Anzahl der Familienangehörigen Baha&#039;u&#039;llahs viel zu kleines Gebäude, da stellenweise 13 Personen in einem Zimmer leben mussten. Trotz der widrigen Verhältnisse wurde hier 1873 das Heiligste Buch, genannt [[Kitab-i-Aqdas]] offenbart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Baha&#039;u&#039;llah, Tafel des Karmel in: [[Ährenlese]] aus den Schriften Baha&#039;u&#039;llahs, Kapitel 11, Hofheim 1980, ISBN 3870371226&lt;br /&gt;
* Bahai Holy Places at the World Centre, Haifa 1968&lt;br /&gt;
* Braun, Eunice; Krone des Karmel: die Bahai-Religion und das Heilige Land, Oxford 1982, ISBN 3900443041&lt;br /&gt;
* Giachery, Ugo, Shoghi Effendi Recollections, Oxford 1973, ISBN 0853980500&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://pilgrimage.bahai.org Offizielle Webseite der Bahá&#039;í-Gemeinde für Pilger]&lt;br /&gt;
* [http://media.bahai.org Offizielle Medien-Webseite der Bahá&#039;í-Gemeinde]&lt;br /&gt;
* [http://www.bahaipictures.com Bilder vom Bahai-Weltzentrum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:World Centre]]&lt;br /&gt;
[[pt:Centro Mundial Bahá&#039;í]]&lt;br /&gt;
[[zh:巴哈伊世界中心]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=M%C3%ADrz%C3%A1_Abu%27l-Fadl&amp;diff=820</id>
		<title>Mírzá Abu&#039;l-Fadl</title>
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		<updated>2018-08-31T15:44:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Erweitern}}&lt;br /&gt;
[[Image:Abu&#039;l-Fadl.jpg|260px|thumb|&amp;lt;center&amp;gt;Mírzá Abu&#039;l-Fadl-i-Gulpáygání&amp;lt;/center&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Mírzá Muh&amp;amp;#803;ammad-i-Gulpáygání&#039;&#039;&#039; 1844-1914 war der herausragendste [[Bahá&#039;í Faith|Bahá&#039;í]]-Gelehrte und trug in großem Maße zur Verbreitung des Bahá&#039;í-Glaubens  in [[Ägypten]], [[Turkmenistan]] und den Vereinigten Staaten bei. Als einer der wenigen [[Apostel Bahá&#039;u&#039;lláh]]s hat er Bahá&#039;u&#039;lláh selbst jedoch nie getroffen. Sein gebürtiger Name war Muhammad, er wählte den Alias &amp;quot;Abu&#039;l-Fadl&amp;quot; für sich selbst, aber auch [[`Abdu&#039;l-Bahá]] redete ihn häufig mit Abu&#039;l-Fada&#039;il an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
Mírzá Abu&#039;l-Fadl wurde in einem Dorf nahe [[Gulpaygan]], [[Iran]] zwischen [[Juni]] und [[Juli]] [[1844]] geboren. Seine Familie zählte zu den bedeutenden religiösen Gelehrten des Dorfes; sein Vater, Mirza Muhammad Rida Shari`atmadar, war ein religiöser Führer und seine Mutter, Sharafu&#039;n-Nisa, war mit dem [[Vorbeter]] der Stadt verwandt. Abu&#039;l-Fadl beendete seine Grundausbildung in Gulpaygan und vertiefte sie dann in [[Arak, Iran|Arak]], [[Karbala]] und [[Najaf]]. [[1868]] ging er nach [[Isfahan (Stadt)|Isfahan]], um [Islamwissenschaft]en an einer der religiösen Hochschulen der Stadt zu studieren. Er erhielt ein Zimmer bei einem der Vorbeter, Imam-Jum`ih, Sayyid Muhammad Sultanu&#039;l-`Ulama, der ein Freund seines Vaters war.  Abu&#039;l-Fadl besuchte diese Hochschule für drei Jahre, in denen er sich in verschiedenen Wissenszweigen bildete. Im Winter [[1871]] starb sein Vater und Abu&#039;l-Fadl&#039;s Brüder wandten sich gegen ihn und rissen das gesamte Erbe ihres Vaters an sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Oktober]] [[1873]] wurde Mírzá Abu&#039;l-Fadl nach [[Teheran]] eingeladen, um &#039;&#039;[[Kalam]]&#039;&#039;, oder spekulative Theologie an der Madrasih Hakim Hashim, einer der religiösen Hochschulen der Stadt zu lehren.  Während dieser Zeit lernte er viel über Philosophie und Mystik , oder &#039;&#039;[[Irfan]]&#039;&#039;, indem er Vorlesungen bei Mírzá Abu&#039;l-Hasan Jilvih, einer der führenden Personen zu der Thematik, besuchte. Weiterhin diskutierte er während seiner Zeit an der Madrasih Hakim HashimReligionsgeschichte mit zwei buddhistischen Gelehrten, die zur selben Zeit in Teheran waren.  Nach einer kurzen Zeit an der Madrasih Hakim Hashim wurde er zum Dekan der religiösen Hochschule gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Annahme des Bahá&#039;í-Glaubens und Verhaftungen==&lt;br /&gt;
Mírzá Abu&#039;l-Fadl&#039;s erster Kontakt mit [[Bahá&#039;í Faith|Bahá&#039;ís]] kam zu Beginn des Jahres [[1876]], während seiner Zeit in Teheran, zustande. Abu&#039;l-Fadl traf eines Tages einen ungebildeten Kleidungverkäufer mit dem Namen Aqa `Abdu&#039;l-Karim, mit dem er über schwierige religiöse Fragen diskutierte. Mit der Zeit lernte Abu&#039;l-Fadl das scharfe Verständnis und die Aufrichtigkeit seines Gegenüber schätzen , aber als er schließlich erfuhr, dass `Abdu&#039;l-Karim ein Bahá&#039;í war und dass seine Argumente hauptsächlich den [Bahá&#039;í-Schriften] entsprangen, war er tief betrübt. Nichts desto trotz begann er sich für den Bahá&#039;í-Glauben zu interessieren  und wollte andere Bahá&#039;ís kennenlernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Monaten traf sich Abu&#039;l-Fadl mit einigen der führenden Bahá&#039;ís, inklusive [[Nabíl-i-Akbar]], Mirza Isma`il Dhabih und Aqa Mirza Haydar `Ali Ardistani. Während er bei Mirza Isma`il Dhabih&#039;s war, las er zwei [Tablets] von Bahá&#039;u&#039;lláh: The &#039;&#039;[[Summons of the Lord of Hosts#Lawh-i-Ra&#039;ís (Tablet of the Chief)|Lawh-i-Ra&#039;ís]]&#039;&#039; (Tablet of the Chief) und &#039;&#039;[[Summons of the Lord of Hosts#Lawh-i-Fu&#039;ád (Tablet of Fu&#039;ád Páshá)|Lawh-i-Fu&#039;ád]]&#039;&#039; (Tablet of Fu&#039;ad Pasha), welches Prophezeiungen über den Fall des Ottomanischen Imperiums und den Verlust [[Adrianopel]]s voraussagte. Er beschloss an Bahá&#039;u&#039;lláh zu glauben, sollten diese Ereignisse eintreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Monate später, als genau diese vorhergesagten Ereignisse eintrafen, nahm Mírzá Abu&#039;l-Fadl den Bahá&#039;í-Glauben am [[20.September]], [[1876]] an. Sobald er Bahá&#039;í geworden war, begann er seinen neuen Glauben zu lehren und als sich seine Bekehrung vom Islam herumsprach, wurde er von seinem Posten an der religiösen Universität entlassen.  Er fand eine neue Anstellung als Lehrer an einer Schule für zoroastrische Kinder, die von [[Mánikchí Limjí Hataria|Mánik&amp;lt;u&amp;gt;ch&amp;lt;/u&amp;gt;i Sáhib]], einem Inder [[Parsi]] gegründet worden war. Während seiner Zeit an dieser Schule konvertierten einige Zoroastrier zum Bahá&#039;í-Glauben, u.a. auch Ustad Javanmard und Mulla Bahram Akhtar-Khavari.  Er lehrte seinen neuen Glauben über die folgenden zehn Jahre, die er in Teheran verbrachte und half Mírzá Husyan Hamadani einen Bericht über die Geschichte des [[Bábismus|Bábí]] und der Bahá&#039;í-Religion, &#039;&#039;Tarikh-i-Jadid&#039;&#039; (&#039;&#039;The New History&#039;&#039;), zu verfassen. Ebenfalls in Teheran wurde er dreimal verhaftet. Das erste Mal ging er im Dezember 1876 ins Gefängnis, als herauskam, dass er zum Bahá&#039;í-Glauben konvertiert war. Er wurde nach fünf Monaten freigelassen. Das nächste Mal war er für 19 Monate in den Jahren 1882-83 mit ungefähr 50 weiteren Gläubigen in Teheran inhaftiert, als der Statthalter, Kamran Mirza, ihre Verhaftung als Folge der Aufwiegelung gegen Sayyid Sadiq Sanglaji, einen religiösen Führer der Stadt, anordnete. Im Oktober 1885 wurde er zum dritten Mal für sechs Monate inhaftiert, erneut auf Anordnung von Kamran Mirza.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Reisen==&lt;br /&gt;
Nach seiner Freilassung im Jahr 1882 begann er ausgedehnte Reisen durch das gesamte persische Imperium zu machen, besonders  nachdem er 1886 Briefe von Bahá&#039;u&#039;lláh erhalten hatte, in denen er gebeten wurde Lehrreisen zu unternehmen. Der neue Glaube wurde den Juden im Iran hauptsächlich durch seine Schriften vermittelt, was dazu beitrug, dass große Zahlen jüdischer Gläubiger Bahá&#039;u&#039;lláh akkzeptierte. Während seiner Reisen durch den Iran, besuchte er [[Kashan]], [[Isfahan (Stadt)|Isfahan]], [[Yazd]] und [[Tabriz]]. 1888 und in den drei darauf folgenden Jahren reiste er nach [[Ashkabat]], [[Samarkand]], und [[Bukhara]].  Während seiner Zeit in&lt;br /&gt;
Ashkabat wurde Haji Muhammad Rida Isfahani, ein bekannter Bahá&#039;í, umgebracht. Abu&#039;l-Fadl agierte als Redner für die Bahá&#039;í bei der Verhandlung gegen die Mörderer. und half die Unabhängigkeit des Bahá&#039;í-Glaubens vom Islam unter der russischen Regierung herbeizuführen. In Samarkand trugen seine Lehrbemühungen zu der ersten Erklärung eines afghanischen Bahá&#039;í, Dr. `Ata&#039;u&#039;llah Khan, bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 verbrachte Abu&#039;l-Fadl zehn Monate mit [[`Abdu&#039;l-Bahá]] in [[Acre, Israel|&#039;Akká]], um dann 1894 nach [[Kairo]] zu reisen, wo er sich für einige Jahre niederließ. In Ägypten trug er dazu bei, dass einige 30 Studenten der [[Al-Azhar Universität]], der bedeutendsten Lehrinstitution des Sunni Islam, den Bahá&#039;í-Glauben annahmen. Abu&#039;l-Fadl freundete sich auch mit Schriftstellern und Herausgebern an und viele seiner Artikel erschienen in der ägyptischen Presse. Als 1896 [[Nasser-al-Din Shah|Nasiru&#039;d-Din Shah]] im Iran umgebracht wurde, nutzte Za`imu&#039;d-Dawlih, ein Gegner der Bahá&#039;í, die Gerüchte um eine Beteiligung der Bahá&#039;í an dem Mord dazu, ein Massaker in Ägypten zu provozieren. Als Abu&#039;l-Fadl sich für die Verteidigung der Bahá&#039;ís erhob, wurde öffentlich bekannt, dass er selbst Bahá&#039;í war. Nach der Veröffentlichung seiner zwei Bücher &#039;&#039;Fara&#039;id&#039;&#039; und &#039;&#039;Al-Duraru&#039;l-Bahiyyih&#039;&#039; in den Jahren 1897-1900 erklärte ihn die Al-Azhar University zum Ungläubigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1900 und 1904 reiste er im Auftrag `Abdu&#039;l-Bahás nach [[Paris]] und in die Vereinigten Staaten, wo er Reden hielt und seine Schriften den jungen Bahá&#039;í-Gemeinden Selbstvertrauen gab und ihnen ein klares Verständnis der Religion vermittelten. Während dieser Reisen wurde er von [[Laura Clifford Barney]], einer amerikanischen Bahá&#039;í, begleitet.  In [[Paris]] wurden seine Reden von , Anton Haddad übersetzt und mehr als 30 Personen erklärten sich als Bahá&#039;ís.  Im Herbst 1901 reiste er nach [[Chicago]], wo sich die größte Bahá&#039;í-Gemeinde befand und hielt eine Vielzahl an Reden.  Als er im Dezember 1901 nach [[Washington D.C.]] reiste, weitete er seine Reden aus und es nahmen nun Bahá&#039;í und Nicht-Bahá&#039;í teil. Während dieser Zeit arbeitete er auch unablässig an einer Einführung in den Bahá&#039;í-Glauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abu&#039;l-Fadl reiste zur [[Green Acre|Green Acre Bahá&#039;í School]] in [[Eliot, Maine|Eliot]], [[Maine]] wo er im Juli und August 1903 verweilte und vor einem Bahá&#039;í-Publikum Vorlesungen hielt. 1904 bat `Abdu&#039;l-Bahá ihn in den Nahen Osten zurückzukehren und die Bahá&#039;ís bereiteten ihm am 29.November 1904 ein großes Abschiedsfest in [[New York]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Mírzá Abu&#039;l-Fadl]]&lt;br /&gt;
[[pt:Mírzá Abu&#039;l-Fadl]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Akka&amp;diff=819</id>
		<title>Akka</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;‘Akká&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;&#039;Acre&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Akko&#039;&#039;&#039;) ist eine Stadt im Norden [[Israel]]s, gegenüber der Bucht von [[Haifa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[en:‘Akká]]&lt;br /&gt;
[[pt:Akká]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
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&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;‘Akká&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;&#039;Acre&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Akko&#039;&#039;&#039;) ist eine Stadt im Norden [[Israel]]s, gegenüber der Bucht von [[Haifa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{stub}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:&#039;Akká]]&lt;br /&gt;
[[pt:Akká]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
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	<entry>
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		<title>Irak</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Irak wurde durch die Baha’i Geschichte bereits in den ersten Jahren der Babí und Bahá&#039;í Religion berührt. Erstmalig fand der Irak Erwähnung in der Bahá&#039;í Literatur, &#039;&#039;&#039;Mullá Ḥusayn&#039;&#039;&#039; ([[1813]] – [[1849]]) für neun Jahre Student von [[Siyyid Kázim]] in Karbila war. Noch bevor Siyyid Kázim starb, schickte er seine Schüler in die Welt, um den Verheißenen zu finden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Image:Ridvan-garden-baghdad.jpg|thumb|280px|Garden of Ridván, Baghdad]] Mullá Ḥusayn schließlich fand einen jungen Kaufmann aus Shiraz, Persien, der im Alter von 24 (am 23.Mai 1844) beanspruchte, der Verheißene Qá&#039;im (or Mahdi)zu sein und Mullá Ḥusayn fand bei Ihm, dem Báb, seine Erleuchtung und wurde Sein Anhänger. Später wurden einige frühe Bahá&#039;í, inklusive [[Bahá’u’lláh]] und Seiner Familie nach Baghdad ausgewiesen [[1853]] und dort im [[Garten Ridván]] nahe Baghdad erklärte [[Bahá’u’lláh]] schließlich auch offiziell seine Stufe als Verheißener Gottes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{stub}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Iraq]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Universalen_Haus_der_Gerechtigkeit&amp;diff=816</id>
		<title>Universalen Haus der Gerechtigkeit</title>
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		<updated>2018-08-31T14:50:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: Die Seite wurde neu angelegt: „Der Sitz des Universalen Hauses der Gerechtigkeit in der israelischen Stadt Haifa Datei:Baha&amp;#039;i arc…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Seat of the Universal House of Justice2.JPG|mini|Der Sitz des Universalen Hauses der Gerechtigkeit in der israelischen Stadt Haifa]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Baha&#039;i arc from archives.jpg|mini|Blumenanlagen vor dem Sitz des Universalen Hauses der Gerechtigkeit]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Seat of the House of Justice.jpg|mini|Der Sitz des Universalen Hauses der Gerechtigkeit mit dem [[Karmel (Gebirge)|Berg Karmel]] im Hintergrund]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Haus der Gerechtigkeit&#039;&#039;&#039; ist eine der wichtigsten [[Bahai]]-Institutionen weltweit. Es besteht aus gewählten Räten, die auf örtlicher, nationaler und internationaler Ebene tätig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Institution des &#039;&#039;Örtlichen Hauses der Gerechtigkeit&#039;&#039; geht zurück auf [[Baha’u’llah]]s [[Kitab-i-Aqdas]]. Er schreibt dort: „Der Herr hat befohlen, dass in jeder Stadt ein Haus der Gerechtigkeit errichtet werde, in dem sich Beratende nach der Zahl Baha versammeln sollen. Wird diese Zahl überschritten, so schadet dies nicht.“ Der [[Abdschad (Zahlensystem)|Abdschad]]-Zahlenwert des arabischen Begriffs &#039;&#039;Baha&#039;&#039; ist [[neun]]. Alle Räte haben heute jeweils neun Mitglieder, die von Baha’u’llah vorgeschriebene Mindestzahl. Die örtlichen und nachgeordneten Häuser der Gerechtigkeit werden heute noch als &#039;&#039;[[Örtlicher Geistiger Rat|Örtliche]]&#039;&#039; und &#039;&#039;[[Nationaler Geistiger Rat|Nationale Geistige Räte]]&#039;&#039; bezeichnet. [[Shoghi Effendi]] sah darin eine vorläufige Bezeichnung, die „in dem Maße, wie die Stellung und die Ziele des Bahai-Glaubens besser verstanden werden und umfassender erkannt werden, nach und nach durch die endgültige, passendere Bezeichnung“ &#039;&#039;Häuser der Gerechtigkeit&#039;&#039; ersetzt werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Örtlichen Geistigen Räte werden in allen Städten, Ortschaften und Dörfern gebildet, in denen eine Bahai-Gemeinde mit mindestens neun erwachsenen Mitgliedern existiert. Das Alter der Volljährigkeit hat Shoghi Effendi für diesen Zweck vorläufig auf 21 Jahre festgelegt und bemerkt, dass es vom &#039;&#039;Universalen Haus der Gerechtigkeit&#039;&#039; in Zukunft anders geregelt werden könne. Die örtlichen Geistigen Räte werden jährlich am 1. [[Ridvan]] (20./21. April, siehe auch: [[Bahai-Kalender]]) von allen erwachsenen Gläubigen der Gemeinde direkt gewählt. Gewählt wird frei und geheim nach dem Prinzip der Mehrheitswahl im Geiste des Gebetes – ohne vorherige Kandidatenschau oder Wahlkampf. Bei genau neun Mitgliedern kann eine Wahl unterbleiben. Ridvan 2004 gab es über 9.600 &#039;&#039;Örtliche Geistige Räte&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;Nationalen Geistigen Räte&#039;&#039; werden jährlich indirekt von Abgeordneten der gesamten Gemeinde gewählt. [[Abdu’l Baha]] verwendet für den Nationalen Geistigen Rat den Begriff „sekundäres Haus der Gerechtigkeit“ und macht damit deutlich, dass es trotz seiner Führungsaufgaben – von der örtlichen und von der Weltebene her gesehen – zweitrangig ist. Der Nationale Geistige Rat von Deutschland wurde 1922 zum ersten Mal gewählt. Weltweit gibt es momentan 183 &#039;&#039;Nationale Geistige Räte&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;Universale Haus der Gerechtigkeit&#039;&#039; repräsentiert das höchste internationale Gremium der Bahai-Religion mit Sitz in [[Haifa]], [[Israel]]. Es wurde von Baha’u’llah im Kitab-i-Aqdas verordnet und besteht aus neun Männern. Frauen sind auf internationaler Ebene nicht wählbar. Das &#039;&#039;Universale Haus der Gerechtigkeit&#039;&#039; wird in einem Turnus von fünf Jahren von den Delegierten der &#039;&#039;Nationalen Geistigen Räte&#039;&#039; gewählt. Das Haus der Gerechtigkeit wurde erstmals 1963 gewählt. Die Statuten dieser Institution wurden 1972 angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Baha’u’llah |Titel=Kitab-i-Aqdas – Das Heiligste Buch |Verlag=Bahai Verlag |Ort=Hofheim-Langenhain |Datum=2000 |ISBN=3-87037-339-3 |Online=[http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=SHOWTEXT&amp;amp;d=//de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt Online]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Baha’u’llah |Titel=Botschaften aus Akka. Offenbart nach dem Kitab-i-Aqdas |Verlag=Bahai-Verlag |Ort=Hofheim |Datum=1982 |ISBN=3-87037-143-9 |Online={{Webarchiv | url=http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=SHOWTEXT&amp;amp;d=%2Fde%2FBahaitum%2FAuthentisches+Schrifttum%2FBahaullah%2FBotschaften+aus+Akka.txt&amp;amp;c=true | archive-is=20120715104206 | text=Online}}}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Shoghi Effendi |Titel=Bahá&#039;í Administration |Verlag=Bahá&#039;í Publishing Trust |Ort=Wilmette, Illinois, USA |Datum=2000 |ISBN=0-87743-166-3 |Online=[http://reference.bahai.org/en/t/se/BA/ Online]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Shoghi Effendi |Titel=Principles of Bahá&#039;í Administration |Verlag=Bahá&#039;í Publishing Trust |Ort=London, UK |Datum=1976 |ISBN=0-900125-13-6}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Emanuel V. Towfigh |Titel=Die rechtliche Verfassung von Religionsgemeinschaften. Eine Untersuchung am Beispiel der Bahai |Datum=2006 |ISBN=3-16-148847-4 |Kapitel=2/3}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Die Verfassung der Bahá’í-Gemeinde |Verlag=Bahá’í-Verlag |Ort=Hofheim |Datum=2000}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Hrsg=Das Universale Haus der Gerechtigkeit |Titel=Die Verheißung des Weltfriedens: eine Botschaft des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an die Völker der Welt |Verlag=Bahá’í-Verlag |Ort=Hofheim |Datum=1985}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Hrsg=Das Universale Haus der Gerechtigkeit |Titel=Vorurteile überwinden: ein Aufruf an die Repräsentanten der Religionen der Welt |Verlag=Bahá’í-Verlag |Ort=Hofheim |Datum=2003}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Seat of the Universal House of Justice|Haus der Gerechtigkeit}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|2071260-1}}&lt;br /&gt;
* [http://info.bahai.org/universal-house-of-justice.html Offizielle Website des Universalen Hauses der Gerechtigkeit] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://info.bahai.org/article-1-3-6-1.html Die Verfassung des Universalen Haus der Gerechtigkeit] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=SHOWTEXT&amp;amp;d=//de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Universales%20Haus%20der%20Gerechtigkeit/Organisationen/NGR-Deutschland/GR%20Satzung.txt Satzung der Geistigen Räte der Bahai in Deutschland]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Heilige Stätten der Bahai in Haifa und dem westlichen Galiläa}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=32/48/49.6/N|EW=34/59/11.59/E|type=landmark|dim=1500|region=IL}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=2071260-1|REMARK=Ansetzungsform GND: „Universal House of Justice“.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bahai-Institution]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilige Stätten der Bahai in Haifa und dem westlichen Galiläa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Universal House of Justice]]&lt;br /&gt;
[[fr:Maison universelle de justice]]&lt;br /&gt;
[[pt:Casa Universal de Justiça]]&lt;br /&gt;
[[vi:Toà Công lý Quốc tế]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Bah%C3%A1%27%C3%AD-Religion&amp;diff=815</id>
		<title>Bahá&#039;í-Religion</title>
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		<updated>2018-08-31T07:41:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Bahai&#039;&#039;&#039; (arabisch: بهائي, bahāʾī) nennen sich die Mitglieder einer weltweit verbreiteten [[Religion]] (auch &#039;&#039;&#039;Bahaismus&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Bahaitum&#039;&#039;&#039; genannt), die im [[19. Jahrhundert]] von dem aus [[Persien]] stammenden [[Baha’u’llah]] gestiftet wurde. Die rund 7,5 Mio. Anhänger leben vor allem in [[Indien]], dem [[Iran]], in [[Schwarzafrika]], [[Südamerika]] und den [[USA]]. Im Mittelpunkt der Lehre steht der Glaube an einen [[Transzendenz|transzendenten]] [[Gott]], die mystische Einheit der Religionen und die Einheit der Menschheit.&lt;br /&gt;
[[Bild:Bahai-house-of-worship-delhi.jpg|thumb|300px|Das [[Haus der Andacht]] in [[Neu-Delhi]], [[Indien]], ist der meistbesuchte Sakralbau der Bahai]]&lt;br /&gt;
[[Image:Shrine-baha1.jpg|thumb|300px|Der Schrein des [[Religionsstifter]]s Baha’u’llah in Bahji bei [[Akkon]], [[Israel]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Bild:House of Worship Germany 2007.jpg|thumb|250px|[[Haus der Andacht]] in Langenhain bei [[Hofheim am Taunus]]]]&lt;br /&gt;
2004 bekannten sich rund 7,5 Millionen Menschen zum Bahai-Glauben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;World Almanac 2007&amp;quot;&amp;gt;vgl. The World Almanac and Book of Facts 2007&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Demograph]]en der Bahai-Gemeinde zählen nur offiziell registrierte Mitglieder und kommen aufgrund vorsichtiger Schätzungen auf rund fünf Millionen weltweit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BIC Anzahl&amp;quot;&amp;gt;Bahá’í International Community: &#039;&#039;[http://www.bahai.de/fileadmin/user_upload/downloads/Magazin_D_061201_Screen.pdf Die Bahá’í]&#039;&#039;, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Angaben der &#039;&#039;Bahá’í International Community&#039;&#039; stammen die Bahai aus 2112 ethnischen Gruppen&amp;lt;ref name=&amp;quot;BIC Gruppen&amp;quot;&amp;gt;Bahá’í International Community: &#039;&#039;[http://info.bahai.org/article-1-6-0-1.html A Global Community]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; und leben vor allem in Indien, dem Iran, in Schwarzafrika und Südamerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M. Hutter 119-120&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Die Weltreligionen|Auflage=2.|Verlag=C.H. Beck|Ort=München|Jahr=2006|Seiten=119-120|ISBN=978-3-406-50865-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Indien gibt es mit ungefähr 2,2 Millionen Mitgliedern die größte Bahai-Gemeinde der Welt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BoI&amp;quot;&amp;gt;The Bahá’ís of India: &#039;&#039;[http://www.bahaindia.org/ BahaIndia.org]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die größte Bahai-Gemeinde der westlichen Industriestaaten ist mit rund 830.000 Mitgliedern jene der [[USA]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;World Almanac 2007&amp;quot;&amp;gt;vgl. The World Almanac and Book of Facts 2007&amp;lt;/ref&amp;gt; Im historisch eng mit dem Bahai-Glauben verbundenen Iran leben heute noch rund 460.000 Bahai, deren Grundrechte stark eingeschränkt sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brockhaus&amp;quot;&amp;gt;Brockhaus Enzyklopädie: &#039;&#039;Band 3 - Seiten 125-126&#039;&#039;, F.A. Brockhaus, 21. Auflage Leipzig/Mannheim 2006, ISBN 9783765341038&amp;lt;/ref&amp;gt; In Bezug auf die Bevölkerungszahl sind die Bahai-Gemeinden meist sehr klein, fast überall liegen sie unter einem Promille. In [[Bolivien]] und einigen Inselstaaten wie [[Kiribati]] erreichen sie mehrere Prozent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland leben seit 1905 Bahai. Momentan sind es rund 12.000,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brockhaus&amp;quot;&amp;gt;Brockhaus Enzyklopädie: &#039;&#039;Band 3 - Seiten 125-126&#039;&#039;, F.A. Brockhaus, 21. Auflage Leipzig/Mannheim 2006, ISBN 9783765341038&amp;lt;/ref&amp;gt; die offiziellen Angaben der Bahai in Deutschland sprechen jedoch nur von rund 5000. Ihr Gemeindezentrum mit dem ersten &#039;&#039;Europäischen [[Haus der Andacht]]&#039;&#039; befindet sich in [[Hofheim am Taunus]] und gilt dort als lokale Sehenswürdigkeit. Dort werden im Bahai-Verlag deutsche Übersetzungen der Bahai-Schriften herausgegeben. Insgesamt wurden sie in mehr als 800 Sprachen übersetzt. Durch eine Entscheidung des [[Bundesverfassungsgericht]]s (→ [[Bahai-Beschluss]]) erlangte die Gemeinschaft in der deutschen [[Rechtswissenschaft]] einige Bekanntheit. In [[Österreich]] und der [[Schweiz]] leben rund 3700 Bahai.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brockhaus&amp;quot;&amp;gt;Brockhaus Enzyklopädie: &#039;&#039;Band 3 - Seiten 125-126&#039;&#039;, F.A. Brockhaus, 21. Auflage Leipzig/Mannheim 2006, ISBN 9783765341038&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Baha&#039;i star.png|thumb|125px|Der neunzackige Stern ist das am häufigsten verwendete Symbol der Bahai.]]&lt;br /&gt;
Die Bahai besitzen in den zahlreichen Originalschriften ihres Religionsstifters Baha’u’llah eine eigene zentrale Offenbarungsquelle. Neben dem &#039;&#039;[[Kitab-i-Aqdas|Heiligsten Buch]]&#039;&#039; und dem &#039;&#039;[[Buch der Gewissheit]]&#039;&#039; sind die [[Mystik|mystischen]] Schriften (wie &#039;&#039;[[Die Sieben Täler]]&#039;&#039; oder die &#039;&#039;[[Verborgene Worte|Verborgenen Worte]]&#039;&#039;) für die Gläubigen von großer Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschenbild ===&lt;br /&gt;
Für die Bahai steht der Mensch von allen Geschöpfen Gott am nächsten, somit könne nur er Gott erkennen und mit ihm einen Bund eingehen. Dieser Bund befähige den Menschen auf einer kontinuierlichen, mystischen Reise in die Nähe Gottes zu gelangen. Nach dem Tod werde diese mittels der Seele im [[Jenseits]] fortgesetzt. Himmel und Hölle sind für die Bahai nur Symbole für die Nähe oder Ferne zu Gott.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M. Hutter 110&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Die Weltreligionen|Auflage=2.|Verlag=C.H. Beck|Ort=München|Jahr=2006|Seite=110|ISBN=978-3-406-50865-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch besitzt nach dem Glauben der Bahai einen freien Willen, mit welchem er sich entscheiden kann, ob er den Pfad in die Nähe Gottes betritt oder nicht. Auf seinem Weg in die Nähe Gottes benötigt er dessen Leitung. Ein wichtiges Element der Lehre ist es, dass in dieser Welt Fähigkeiten für die darauf folgende Welt entwickelt werden müssen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE Menschenbild&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seite 122&#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Kasteiung|Selbstkasteiung]], „Einsiedelei und harte [[Askese]]“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas Erl. 61&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=61.&amp;amp;q2=3&amp;amp;c=1#phrase-3 online]}} Erläuterung 61&amp;lt;/ref&amp;gt; werden ebenso abgelehnt wie ein [[Hedonismus|hedonistisches]] Leben im Überfluss. Baha’u’llah empfiehlt, das „rechte Maß“ zu halten, und sieht im „Dienst am ganzen Menschengeschlecht“ das Kriterium wahren Menschseins.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ährenlese 117&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah, Shoghi Effendi|Titel=Ährenlese. Eine Auswahl aus den Schriften Baha’u’llahs, zusammengestellt und ins Englische übertragen von Shoghi Effendi|Auflage=5.|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2003|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Aehrenlese.txt&amp;amp;q=117&amp;amp;q2=1&amp;amp;c=1#phrase-1 online]}} Vers 117&amp;lt;/ref&amp;gt; Gesellschaftliches Engagement und soziale Verantwortung, die aktive Gestaltung der Welt, wird als natürliche Folge individueller Spiritualität betrachtet und ist von dieser nicht zu trennen. [[Bettelei]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas 147&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=147.&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Kapitel 147&amp;lt;/ref&amp;gt; und die [[Beichte]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas 34&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=34.&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Kapitel 34&amp;lt;/ref&amp;gt; ist den Bahai verboten, da dies als Erniedrigung des Menschen vor anderen Menschen gilt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas Erl. 34&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=verbietet%20dem%20Gl%C3%A4ubigen,&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Erläuterung 34&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die menschliche [[Vernunft]] allein nach den Lehren der Bahai in die Irre führt, so wird ihr trotzdem eine große Bedeutung zugemessen. Baha’u’llah verbietet den Bahai im [[Kitab-i-Aqdas]], Dinge zu konsumieren, welche sie ihres Verstandes berauben, es sei denn, es ist medizinisch notwendig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas 119&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=119.&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Kapitel 119&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie an anderer Stelle erläutert wird, sind damit auch Glücksspiel, alkoholische Getränke und Drogen gemeint.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas Erl. 144&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=144.&amp;amp;q2=1&amp;amp;c=1#phrase-1 online]}} Erläuterung 144&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bahai verstehen sich als vernunfts- und wissenschaftsgemäß.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brockhaus&amp;quot;&amp;gt;Brockhaus Enzyklopädie: &#039;&#039;Band 3 - Seiten 125-126&#039;&#039;, F.A. Brockhaus, 21. Auflage Leipzig/Mannheim 2006, ISBN 9783765341038&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schöpferischer Antrieb und Ursache allen Seins sei die göttliche Liebe. Als wichtigstes Element von Religion bezeichnete [[Abdu’l Baha]] die [[Nächstenliebe]]. Religion, die zu Zwietracht führt, verfehle ihren Zweck und es sei besser ohne sie zu leben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anspr. Paris 39.17&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Abdu’l Baha|Titel=Ansprachen in Paris|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=1983|ISBN=3-87037-062-9|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Abdul-Baha/Ansprachen%20in%20Paris.html&amp;amp;q=39.17&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Vers 39.17&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wesen des Menschen sei seine unsterbliche [[Seele]], die keine trennenden Merkmale der Rasse oder des Geschlechts trägt. Der [[Körper (Biologie)|Körper]] wird als der &#039;&#039;Tempel des Menschen&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas 155&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=155.&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Kapitel 155&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, dem ebenfalls Wertschätzung entgegengebracht wird, was sich in den Reinheits- und Hygienegeboten Baha’u’llahs, aber beispielsweise auch im Verbot der [[Feuerbestattung]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas Erl. 149&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=149.&amp;amp;q2=2&amp;amp;c=1#phrase-2 online]}} Erläuterung 149&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gottesbild ===&lt;br /&gt;
Die Bahai-Religion hat ein [[Monotheismus|monotheistisches]] Gottesbild. Die Bahai glauben an „die Existenz und die Einheit eines persönlichen Gottes, der unerkennbar, unerreichbar, Quell aller Offenbarung, ewig, allwissend, allgegenwärtig und allmächtig ist“&amp;lt;ref name=&amp;quot;GGV 8:26&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Shoghi Effendi|Titel=Gott geht vorüber|Auflage=3.|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2001|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Shoghi%20Effendi/Gott%20geht%20vorueber.TXT&amp;amp;q=8:26&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Vers 8:26&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Wesen ist für die Menschen für alle Zeit verborgen, er kann ihn jedoch an seinen Eigenschaften erkennen, welche durch die &#039;&#039;Manifestationen Gottes&#039;&#039; (also die Religionsstifter) und in seiner Schöpfung offenbar werden. Gott ist der Schöpfer und Erhalter aller Dinge, er selbst der &#039;&#039;Selbstbestehende&#039;&#039;. Neben &#039;&#039;Allmacht&#039;&#039;, &#039;&#039;Allwissen&#039;&#039; und &#039;&#039;Allbarmherzigkeit&#039;&#039; sind auch alle anderen [[Tugend]]en bei Gott in Vollendung vorhanden. Gegenüber den Menschen übt Gott [[Gnade]] und [[Gerechtigkeit]]. Hierüber steht nur die Liebe Gottes zu seiner [[Schöpfung]], vor allem zum Menschen. Gott ist stets bereit, dem Menschen zu verzeihen und Beistand und Hilfe zu leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Ringstone.jpg|thumb|Das kalligraphische Ringsymbol (بها, bahā, Herrlichkeit), zeigt drei Ebenen: die Ebene Gottes, die Ebene der Religionsstifter und der Menschheit. Diese Ebenen werden durch die Offenbarung miteinander verbunden.]]&lt;br /&gt;
=== Religionsverständnis ===&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt des Religionsverständnisses der Bahai steht eine dreifache Einheit: die &#039;&#039;[[Monotheismus|Einheit Gottes]]&#039;&#039;, die &#039;&#039;mystische Einheit der göttlichen Offenbarer&#039;&#039; und die &#039;&#039;Einheit der Menschheit&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M. Hutter 108&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Die Weltreligionen|Auflage=2.|Verlag=C.H. Beck|Ort=München|Jahr=2006|Seite=108|ISBN=978-3-406-50865-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theologischer Angelpunkt der Bahai-Lehre ist das heilsgeschichtliche [[Paradigma]] der &#039;&#039;[[Fortschreitende Gottesoffenbarung|fortschreitenden Gottesoffenbarung]]&#039;&#039;: Gott offenbart sich der Menschheit nicht einmalig, sondern progressiv und zyklisch wiederkehrend. Da die Menschheit sich ständig fortentwickelt, muss die Religion eine Erneuerung erfahren, um der Situation entsprechend göttliche Führung leisten zu können. Dies geschieht, indem Gott der Menschheit in bestimmten Zeiträumen &#039;&#039;göttliche Offenbarer&#039;&#039; oder &#039;&#039;Manifestationen Gottes&#039;&#039; schickt. Folglich sind die großen Religionen allesamt göttliche Stiftungen, die seine Botschaft in jeweils abgewandelter äußerer Form wiedergeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M. Hutter 108-110&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Die Weltreligionen|Auflage=2.|Verlag=C.H. Beck|Ort=München|Jahr=2006|Seiten=108-110|ISBN=978-3-406-50865-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Glauben der Bahai ist Baha’u’llah der jüngste dieser göttlichen Offenbarer, aber nicht der letzte. Baha’u’llah ist für die Bahai der Verheißene aller anderen großen Religionen und damit der Beginn eines neuen Zyklus der Gottesoffenbarung. Er sei ebenfalls derjenige, welcher einen neuen Abschnitt in der Menschheitsentwicklung einleite, der schließlich in einem weltlichen und geistigen Frieden münden werde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE Baha’u’llah&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seite 115 &#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Gebote sollen die Grundlage für eine solche Gesellschaft bilden und dazu führen, dass &#039;&#039;„dem Körper dieser Welt eine lebendige Seele geschenkt wird und dieses zarte Kind, die Menschheit, zur Stufe der Reife gelangt“&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stufe der Reife&amp;quot;&amp;gt;Abdu’l Baha: &#039;&#039;Briefe und Botschaften&#039;&#039; 16:5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Grundsätze ===&lt;br /&gt;
→ &#039;&#039;[[Zwölf ethische Grundsätze der Bahai]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1912 hob [[Abdu’l Baha]] in seinen &#039;&#039;Ansprachen in Paris&#039;&#039; zwölf ethische Grundsätze aus den Lehren Baha’u’llahs besonders hervor. Diese zentralen Lehrsätze der Bahai dominierten bis in die achtziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts die Rezeption der Religion im Westen, die vor allem als humanitäre Friedensbewegung wahrgenommen wurde. Die spirituellen und philosophischen Lehren Baha’u’llahs erfuhren erst später ein größeres Interesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glaubenspraxis ==&lt;br /&gt;
[[Bild:New Delhi Lotus.jpg|thumb|250px|Das Haus der Andacht in [[Neu-Delhi]], [[Indien]] wird auch [[Lotustempel]] genannt.]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Bahai Gardens and Shrine.jpg|thumb|250px|Der Schrein des [[Bab (Religionsstifter)|Bab]] in [[Haifa]], Israel, ist eines der Pilgerziele der Bahai.]]&lt;br /&gt;
Die Bahai-Religion schreibt relativ wenige Riten vor, individueller Gestaltungsfreiraum ist gegeben und [[Inkulturation]] wird begrüßt. Adressat fast aller Gebote ist der Gläubige, nicht die Gemeinde. Einen unmittelbar erlösenden oder heilsbringenden Charakter haben die Riten nicht. Was zählt, ist die geistige Grundhaltung und nicht die äußere Form. Eine Etablierung kultischer Traditionen jenseits der von Baha’u’llah vorgeschriebenen Riten, wird aufgrund der Gefahr der „Verkrustung der Religion“ abgelehnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE S. 126&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seiten 126&#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Haus der Andacht]] ist die vorgeschriebene Andachtsstätte der Bahai. Es handelt sich um einen neunseitigen Kuppelbau, welcher an jeder Seite ein Eingangstor besitzt. Dieses soll im Idealzustand von Gärten und sozialen Einrichtungen umgeben sein. Die Gottesdienste darin sind reine Andachten, eine [[Liturgie]] oder [[Predigt]] existiert nicht, es werden Schriften aus allen Offenbarungsreligionen vorgetragen. Als musikalisches Element dienen gesungene Rezitationen und Gebete, Soloimprovisationen sowie Chorgesang. Musikinstrumente sind nicht vorgesehen, da die Häuser der Andacht allein dem Wort Gottes und der menschlichen Stimme vorbehalten sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE S. 126&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seiten 126&#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Bahai sind das [[Gebet]] und das [[Fasten]] die Pfeiler der von Baha’u’llah offenbarten Vorschriften. Das Gebet gilt als Kommunikationsmöglichkeit mit Gott und sei daher unabdingbar. Eine besondere Rolle haben die Pflichtgebete, welche in drei unterschiedlichen Längen und Formen zur Auswahl stehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pflichtgebete&amp;quot;&amp;gt;Zur Wahl stehen das lange Pflichtgebet (einmal in 24 Stunden), das mittlere Pflichtgebet (zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, zwischen Mittag und Sonnenuntergang und zwischen Sonnenuntergang und zwei Stunden danach) und das kurze Pflichtgebet (zwischen Mittag und Sonnenuntergang).&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Fasten findet im letzten Monat des [[Bahai-Kalender]]s statt und dauert den ganzen Bahai-Monat, also 19&amp;amp;nbsp;Tage, an. Fasten bedeutet für die Bahai völlige Enthaltung von Speisen und Getränken zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Vom Fasten ausgenommen sind Menschen, welche aus gesundheitlichen Gründen dazu nicht in der Lage sind. Zu den Geboten Baha’u’llahs gehört das tägliche Lesen oder Rezitieren der Heiligen Schriften und die persönliche Umsetzung dieser ethischen Richtlinien im täglichen Leben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE S. 126&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seiten 126&#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Heiratszeremonie, welche als Form nur eine einfache Trauformel kennt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas F&amp;amp;A 3&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=3.&amp;amp;q2=24&amp;amp;c=1#phrase-24 online]}} Fragen &amp;amp; Antworten 3&amp;lt;/ref&amp;gt; ist nur zwischen Frau und Mann möglich&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas 63&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=63.&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Kapitel 63&amp;lt;/ref&amp;gt; und erfordert die Zustimmung aller noch lebenden Elternteile, was vor allem die Einheit innerhalb der Familie stärken soll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas 65&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=65.&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Kapitel 65&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gläubigen haben die Gesetze ihres jeweiligen Landes zu respektieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas IÜ D,1,m&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=m)&amp;amp;q2=2&amp;amp;c=1#phrase-2 online]}} Inhaltsübersicht D,1,m&amp;lt;/ref&amp;gt; Parteipolitischer Aktivitäten sollten Bahai sich enthalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KGG 9:6&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Shoghi Effendi|Titel=Das Kommen göttlicher Gerechtigkeit|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Frankfurt a.M.|Jahr=1969|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Shoghi%20Effendi/Das%20Kommen%20Goettlicher%20Gerechtigkeit.TXT&amp;amp;q=9:6&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Vers 9:6&amp;lt;/ref&amp;gt; Engagement in Jugendgruppen, Friedensbewegungen, interreligiösen Initiativen und Umweltschutzbewegungen und dergleichen außerhalb der Bahai-Gemeinde, sofern parteipolitisch neutral, wird ausdrücklich gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeinde ==&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Festtage der Bahai-Gemeinde sind &#039;&#039;Naw-Ruz&#039;&#039; (Neujahrsfest am 21. März), &#039;&#039;Ridvan&#039;&#039; (die Verkündigung Baha’u’llahs vom 21. April bis zum 2. Mai), die &#039;&#039;Verkündigung des Bab und Geburtstag Abdu’l Bahas&#039;&#039; (am 23. Mai), das &#039;&#039;Hinscheiden Baha’u’llahs&#039;&#039; (29. Mai), der &#039;&#039;Märtyrertod des Bab&#039;&#039; (9. Juli), der &#039;&#039;Geburtstag des Bab&#039;&#039; (20. Oktober) und der &#039;&#039;Geburtstag Baha’u’llahs&#039;&#039; (12. November).&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE Festtage&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seite 130&#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die örtliche Gemeinde trifft sich alle 19&amp;amp;nbsp;Tage zu ihrer monatlichen Versammlung, welche von den Bahai &#039;&#039;Neunzehntagefest&#039;&#039; genannt wird. Der [[Bahai-Kalender]] teilt das Jahr in 19 mal 19&amp;amp;nbsp;Tage ein. Das Neunzehntagefest markiert den Monatsbeginn. Das Fest besteht aus drei Teilen: einem besinnlichen Andachtsteil, bei welchem aus den heiligen Schriften gelesen wird, einem Beratungsteil, bei welchem die Gemeinde über ihre Tätigkeiten berät und einem geselligen Teil, welcher mit einem Festmahl einhergeht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE 19-Tagefest&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seiten 129 - 130&#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brockhaus&amp;quot;&amp;gt;Brockhaus Enzyklopädie: &#039;&#039;Band 3 - Seiten 125-126&#039;&#039;, F.A. Brockhaus, 21. Auflage Leipzig/Mannheim 2006, ISBN 9783765341038&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Wilmette how side.jpg|thumb|[[Symbol]]e verschiedener Religionen auf einem Pfeiler des [[Haus der Andacht|Hauses der Andacht]] in Wilmette, [[Illinois]], [[USA]], zeigen die Offenheit der Bahai gegenüber den Anhängern anderer Religionsgemeinschaften.]]&lt;br /&gt;
Mancherorts werden öffentliche Andachten veranstaltet, welche gemeinsam mit den Anhängern anderer Religionsgemeinschaften gestaltet werden. Bei &#039;&#039;Gebeten der Weltreligionen&#039;&#039; rezitieren und singen die Repräsentanten der Religionen nacheinander Gebete ihrer heiligen Schriften. Als verbindendes Element dient die Musik. Weitere Veranstaltungen der Bahai sind u. a. Gebetsversammlungen, Lesungen aus religiösen Schriften, Studienkurse, Kinderklassen, Vorträge oder Tagungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Klerus gibt es nicht. Jeder offiziell erklärte Bahai kann ab dem 21. Lebensjahr grundsätzlich jedes Amt bekleiden. Bei Verstoß gegen eine administrative Regel oder bei offensichtlichem Verstoß gegen zentrale Glaubensgebote in der Öffentlichkeit können allerdings die &#039;&#039;administrativen Rechte&#039;&#039; zeitlich begrenzt entzogen werden. Das bedeutet, dass man in dieser Zeit von der Teilnahme im Neunzehntagefest ausgeschlossen ist und sein aktives und passives Wahlrecht in der Gemeinde verliert. Spaltungsversuche und massive interne Angriffe, die das Gemeindeleben ernsthaft gefährden würden, können durch das internationale [[Haus der Gerechtigkeit]] als &#039;&#039;Bundesbruch&#039;&#039; festgestellt werden. Folge sind der vollständige Ausschluss aus der Gemeinde und der Abbruch aller Kontakte zum Bundesbrecher. Fälle von Bundesbruch gab es in Europa extrem selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur der Gemeindeordnung unterteilt sich in zwei Bereiche. In einen gewählten und in einen ernannten Zweig. Die gesamte Ordnung basiert auf dem &#039;&#039;Beratungsprinzip&#039;&#039; und der freien, geheimen und unabhängigen Wahl.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE S. 128f&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie, Studienausgabe Teil 1, Band V, S. 128f&#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin/New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Seat of the House of Justice.jpg|thumb|250px|right|Sitz des [[Haus der Gerechtigkeit|Universalen Hauses der Gerechtigkeit]], dem höchsten Gremium der Bahai, in [[Haifa]], [[Israel]]]]&lt;br /&gt;
Entscheidungsträger sind die gewählten Gremien mit neun Mitgliedern, welche die Aktivitäten der Gemeinde leiten und koordinieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE Seiten 128 - 129&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seiten 128-129&#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt; Der &#039;&#039;ernannte Zweig&#039;&#039; besteht aus verschiedenen Stufen von Beratern, welche von den gewählten Gremien ernannt werden, diese haben keine Entscheidungsgewalt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE S. 128f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die örtlichen Geistigen Räte werden einmal im Jahr durch die ganze Gemeinde gewählt. Jedes Land ist in bestimmte Wahleinheiten eingeteilt, wo Delegierte gewählt werden, die ihrerseits bei einer jährlichen Tagung die Geistigen Räte auf nationaler Ebene wählen. Der internationale Rat, das Universale Haus der Gerechtigkeit in [[Haifa]], wird alle fünf Jahre durch die männlichen und weiblichen Mitglieder aller nationalen Räte aus der Gesamtheit aller männlichen Gläubigen gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl die Wahl der Gremien als auch das Prinzip der Beratung sind für die Bahai ein Ideal. Eine &#039;&#039;Bahai-Wahl&#039;&#039; ist ein Akt demokratischer Willensbildung, sie ist allgemein, frei, gleich und geheim, enthält aber auch einen spirituellen Charakter. Aktiv und passiv wahlberechtigt ist jeder Bahai, welcher sich offiziell erklärt hat und das 21. Lebensjahr vollendet hat und dem seine administrativen Rechte nicht entzogen wurden. Es soll die Person gewählt werden, welche man als am geeignetsten empfindet, nicht jene Person, welche die eigenen Wünsche am Besten vertritt. Qualität des Charakters geht vor intellektueller Qualifikation, andere Maßstäbe wie Alter, Geschlecht, Stand und weiterem soll keine Bedeutung zugemessen werden. Absprachen, Empfehlungen, Kandidaten, Parteien und Wahlkampf sind untersagt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE S. 128f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Beratungsprinzip soll sicherstellen, dass die Erfahrung und das Wissen aller für die gemeinsame Willensbildung nutzbar wird. Freie und uneingeschränkte Meinungsäußerung sind dabei unerlässlich. &#039;&#039;„Erst wenn die Meinungen aufeinanderprallen“&#039;&#039;, so [[Abdu’l Baha]], &#039;&#039;„kann der Funke der Wahrheit sprühen“&#039;&#039;. Bei Entscheidungen wird nicht publiziert, welches Mitglied, wie gestimmt hat. Parteibildung und Lobbyarbeit sollen durch lösungsorientierte Arbeit ersetzt werden. Voraussetzung für diese Form der Entscheidungsfindung ist, dass alle Ratsmitglieder als gleichberechtigt betrachtet werden. Meinungsbeiträge für eine Beratung werden nicht als persönliches „Eigentum“ betrachtet, sondern werden in dem Moment, in welchem sie in die Diskussion eingebracht werden, zum Gemeingut, über das alle gemeinsam befinden. Entscheidungsgrundlage ist die Heilige Schrift, die durch den Rat – je nach Beratungsgegenstand – stets neu anzuwenden ist. Jede Beratung im Geistigen Rat wird mit Gebeten begonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde finanziert sich über freiwillige und anonyme Spenden, die ausschließlich von Bahai angenommen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bahai.de - Finanzen&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bahai.de/bahai-religion/faq/#c462 Bahai.de]: &#039;&#039;Häufig gestellte Fragen&#039;&#039; Wie finanzieren sich die Bahá’í?&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Bild:009-434.jpg|thumb|Dass sich die Grabstätte des aus Shiras (Iran) stammenden Bab heute in Haifa (Israel) befindet, hat historische Gründe.]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Bahai-Gemeinde geht auf das Wirken zweier Stiftergestalten zurück: [[Sayyid]] Ali Muhammad (1819-1850), genannt „der [[Bab (Religionsstifter)|Bab]]“ (arab. „das Tor“), und Mirza Husayn Ali Nuri (1817-1892), genannt „Baha’u’llah“ (arab. „Herrlichkeit Gottes“). Der eigentliche Stifter ist Baha’u’llah. Der Bab wird von den Bahai als dessen Wegbereiter und zugleich als eigenständiger Religionsstifter des [[Babismus]] betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Bab ===&lt;br /&gt;
Der Bab wurde 1819 in [[Schiras]], [[Iran]] geboren. Am Abend des 22. Mai 1844 erhob er erstmals den Anspruch einer göttlichen Offenbarung. Als Titel greift er den schiitisch-eschatologischen Begriff des „Bab“ auf. Er deutet ihn um als „Tor zu Gott“&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe etwa {{Literatur|Autor=Armin Eschraghi|Titel=Der Anspruch des Bab in seinen frühen Schriften|Sammelwerk=Beiträge des Irfan-Kolloquiums 2004|Ort=Hofheim|Jahr=2005|Seiten=47-81|ISBN=3-87037-437-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Todd Lawson|Titel=The Terms &#039;Remembrance&#039; and &#039;Gate&#039; in the Bab&#039;s Commentary of the Sura of Joseph|Herausgeber=Momen|Sammelwerk=Studies in the Babi and Baha’i Religions|Band=Volume 5|Ort=Los Angeles|Jahr=1988|Seiten=1 ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, d.h. als Anspruch einer nachislamischen Offenbarung und als Wegbereiter einer weiteren Offenbarungsgestalt. Der Babismus gewann schnell Anhänger aus dem schiitischen Umfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe {{Literatur|Autor=Abbas Amanat|Titel=Resurrection and Renewal. The Making of the Babi Movement in Iran, 1844-1850|Verlag=Cornell University Press|Ort=Ithaca/London|Jahr=1989|ISBN=0-8014-2098-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter schiitischen Gelehrten und Geistlichen stieß der Offenbarungsanspruch des Bab und seine Interpretation des Islam auf Ablehnung; insbesondere stellte der Bab die Rolle der Religionsgelehrten in Frage und trat für die Rechte der Frau und größere gesellschaftliche Gleichheit ein. Anfang 1847 wurde er verhaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die formelle Trennung vom Islam erfolgte im Juli 1848 in Badascht&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iranica.com/newsite/articles/v3f4/v3f4a018.html Stichwort] in [[Encyclopædia Iranica]]&amp;lt;/ref&amp;gt; am [[Kaspisches Meer|Kaspischen Meer]]. Sie war das Ergebnis eines Konzils der einflussreichsten Anhänger des Bab. Eine der Wortführerinnen, [[Qurat al-Ayn]], legte als Zeichen der Emanzipation der Frau erstmals in der Öffentlichkeit ihren Schleier ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Abbas Amanat|Titel=Qurrat al-&#039;Ayn: The Remover of the Veil|Sammelwerk=Resurrection and Renewal. The Making of the Babi Movement in Iran, 1844-1850|Kommentar=Kap. 7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zunehmende Missionstätigkeit der Babi führte rasch zum Widerstand schiitischer Gruppen, bald zu (auch staatlich) organisierter Verfolgung der Gemeinde. Als Gegenreaktion kam es vereinzelt zu Revolten gegen die iranische Regierung. Schiitische Vorstellungen des Dschihad blieben unter den Babi zunächst erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M. Hutter 106&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Die Weltreligionen|Auflage=2.|Verlag=C.H. Beck|Ort=München|Jahr=2006|Seite=106|ISBN=978-3-406-50865-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 9. Juli 1850 wurde der Bab in [[Täbris]] öffentlich [[Füsilieren|füsiliert]]. Die Verfolgungen dauerten bis 1853 an. Tausende Anhänger des Bab wurden getötet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Gunnar Heinsohn]]|Titel=Lexikon der Völkermorde|Verlag=Rowohlt|Jahr=1998|Seiten=87|ISBN=3-499-22338-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1848 hatten v. a. zwei der Anhänger des Bab an Bedeutung gewonnen: die Söhne eines Staatsministers in Teheran, die Halbbrüder Mirza Husayn Ali Nuri, später Baha’u’llah genannt, und Mirza Yahya Nuri, später bekannt als [[Subh-i-Azal]]. Wie vom Bab vorgesehen, übernahm nach dem Tod des Bab nominell der kaum neunzehnjährige Subh-i-Azal die Leitung der Babi-Gemeinde, war dieser Aufgabe aber kaum gewachsen. Auf Anraten Baha’u’llahs und anderer hatte ihn der Bab 1849 zum Sachwalter bestimmt für die Übergangszeit bis zum Auftreten „Dessen, den Gott offenbaren wird“, der im Babismus erwarteten messianischen Gestalt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Theologische Realenzyklopädie]], Bd. 5, Stichwort Baha’ismus, S. 117; zum Ganzen: {{Literatur|Autor=Nicola Towfigh|Herausgeber=[[Udo Schaefer]] et al.|Titel=Einige Aspekte der Babi- und Baha’i-Geschichte|Sammelwerk=Desinformation als Methode. Die Bahāʾīsmus-Monographie des F. Ficicchia|Band=Religionswissenschaftliche Texte und Studien, Bd. 6|Verlag=Georg Olms Verlag|Ort=Hildesheim|Jahr=1995|Seiten=478 ff, 503 ff|ISBN=3-487-10041-X}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baha’u’llah ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baha’u’llah wurde im Zuge der Verfolgungen 1852 in [[Teheran]] im Siyah-Chal („Schwarzes Loch“), einem berüchtigten Verließ, inhaftiert. Viele seiner Mithäftlinge wurden hingerichtet. Von einer Hinrichtung Baha’u’llahs wurde abgesehen, da er großes öffentliches Ansehen genoss und sich westliche Botschafter für ihn einsetzten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Kent Beveridge|Titel=Frühe Begegnungen Mitteleuropas mit der Baha’i-Geschichte|Band=Schriftenreihe der Gesellschaft für Bahá’í-Studien, Bd. 1|Ort=Hofheim|Jahr=1995|Seiten=9 f|ISBN=3-87037-311-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Baha’u’llahs mystische Erlebnisse während dieser Kerkerhaft sehen die Bahai als die ersten Anfänge seiner prophetischen Sendung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Alessandro Bausani]]|Titel=Stichwort Bahā Allāh|Sammelwerk=[[Encyclopaedia of Islam]]|Band=Bd. 1|Verlag=Brill|Ort=Leyden/London|Jahr=1960|Seiten=911}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bagdad, Edirne und Istanbul ====&lt;br /&gt;
Nach den Monaten der Einkerkerung wurde der schwer erkrankte Baha’u’llah ins Exil geschickt. Er wählte [[Bagdad]] als Verbannungsort. Ihm folgten Subh-i-Azal und andere Anhänger des Bab. In Bagdad kam es zu ersten Spannungen zwischen den beiden Halbbrüdern. In der Folge zog Baha’u’llah für rund zwei Jahre als [[Derwisch]] ins kurdische Bergland der [[Provinz Silêmanî]], wo er sich Gebet und Meditation widmete, ehe er 1856 nach Bagdad zurückkehrte. Aus dieser Zeit stammen wichtige mystische Werke Baha’u’llahs, wie &#039;&#039;[[Die Sieben Täler]]&#039;&#039; oder die &#039;&#039;[[Verborgene Worte|Verborgenen Worte]]&#039;&#039;. Sein erstes theologisches Werk ist das 1862 veröffentlichte &#039;&#039;[[Buch der Gewissheit]] (Kitab-i-Iqan)&#039;&#039;, in dem Baha’u’llah das Konzept der [[Fortschreitende Gottesoffenbarung|Fortschreitenden Offenbarung]] und die Rolle des Bab als Stifter einer neuen Religion nach dem Islam erläutert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Herausgeber=[[Udo Tworuschka]]|Titel=Heilige Schriften der Baha’i|Sammelwerk=Heilige Schriften, Eine Einführung|Seiten=261 f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zurück in Bagdad gewann Baha’u’llah rasch an Ansehen und Einfluss. Der persische Konsul in Bagdad suchte dem entgegenzutreten und bewirkte schließlich zusammen mit einigen Geistlichen vor Ort, dass Baha’u’llah nach Istanbul beordert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar vor seiner erzwungenen Abreise, am 8. April 1863 im Garten [[Ridvan]], erklärte er vor einem kleinen Kreis seiner Anhänger, dass er der vom Bab Verheißene sei, „den Gott offenbare werde“. Subh-i-Azal war bei diesem Ereignis, dessen heute als [[Ridvan]]fest gedacht wird, nicht anwesend. Von der osmanischen Hauptstadt Istanbul wurde Baha’u’llah nach vier Monaten nach [[Edirne]] weiterverbannt. Öffentlich erhob Baha’u’llah seinen Anspruch ab dem Frühjahr 1866, so in Sendschreiben an die einflussreichsten weltlichen und religiösen Führer seiner Zeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iranica.com/newsite/articles/v3f4/v3f4a085.html Artikel &#039;&#039;Bahāʾ-Allāh&#039;&#039;] in [[Encyclopædia Iranica]], S. 426 der gedruckten Ausgabe (Bd. 3); siehe insbesondere {{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Súratu&#039;l-Mulúk und die Súratu&#039;l-Haykal|Sammelwerk=Anspruch und Verkündigung. Sendbriefe aus Edirne und &#039;Akká|Ort=Hofheim|Jahr=2007|ISBN=978-3-87037-419-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Subhi-i-Azal beantwortete dies mit dem Gegenanspruch, selbst der vom Bab Verheißene zu sein. Nach und nach bekannte sich die überwiegende Mehrheit der Babi zu Baha’u’llah und verstand sich nun als Bahai. Die Anhänger Subh-i-Azals (Azali) versuchten die Bahai gegenüber der osmanischen Regierung als politisch subversiv darzustellen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Paula Hartz|Titel=Baha’i Faith. World Religion Series|Auflage=Zweite|Verlag=Facts On File|Ort=New York|Jahr=2006|Seiten=44|ISBN=0-8160-6608-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Baha’u’llah zu beseitigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Ganzen: {{Literatur|Autor=Stephan A. Towfigh, Wafa Enayati|Titel=Die Baha’i-Religion. Ein Überblick|Ort=München|Jahr=2005|Seiten=43|ISBN=3-7892-8163-8}}; vgl. {{Literatur|Autor=[[Udo Schaefer]] et al.|Titel=Desinformation als Methode. Die Bahāʾīsmus-Monographie des F. Ficicchia|Band=Religionswissenschaftliche Texte und Studien, Bd. 6|Verlag=Georg Olms Verlag|Ort=Hildesheim|Jahr=1995|Seiten=492 ff und 534 ff|ISBN=3-487-10041-X}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Folge der Auseinandersetzungen verbannte die osmanische Regierung Subh-i-Azal 1868 nach [[Zypern]] und Baha’u’llah in die Festungsstadt [[Akkon]] im heutigen [[Israel]]. Der Babismus ist heute bis auf eine verschwindend kleine Gruppe mit etwa 2000 Mitgliedern (Azali-Babi) in der neuen Religion Baha’u’llahs aufgegangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Monika Gronke|Titel=Geschichte Irans. Von der Islamisierung bis zur Gegenwart|Auflage=Zweite|Verlag=Beck|Ort=München|Jahr=2006|Seiten=94 f|ISBN=3-406-48021-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Akkon und Bahji ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Acre.JPG|thumb|Die Festungsstadt [[Akkon]] zählt heute zu den Pilgerzielen der Bahai.]]&lt;br /&gt;
Während der mehr als zwei Jahrzehnte in Akkon und Umgebung entstand der größere Teil des umfangreichen Schrifttums Baha’u’llahs in arabischer und persischer Sprache, worin die grundlegenden Lehren weiter ausgeführt werden, insbesondere der Gedanke der Einheit der Menschheit und die Versöhnung der Religionen. Hinzu kommen Religionsgesetz und Gemeindeordnung. Der wichtigste Text der Bahai ist der [[Kitab-i-Aqdas]], das &#039;&#039;Heiligste Buch&#039;&#039;, aus dem Jahr 1873.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Herausgeber=[[Udo Tworuschka]]|Titel=Heilige Schriften der Baha’i|Sammelwerk=Heilige Schriften, Eine Einführung|Seiten=264 ff}}; siehe auch Artikel [[Kitab-i-Aqdas]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch dieses Buch wurden die &#039;&#039;weltlichen&#039;&#039; Gesetze, die der Bab im [[Bayan]] festgelegt hatte, endgültig aufgehoben. Der arabische Text des &#039;&#039;Kitab-i-Aqdas&#039;&#039; ähnelt stilistisch dem klassischen Stil des [[Koran]]. Am 29. Mai 1892 starb Baha’u’llah in Bahji bei [[Haifa]], wo sich heute das [[Bahai-Weltzentrum|geistige Zentrum]] der Bahai-Gemeinde befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abdu’l Baha und die Folgezeit ===&lt;br /&gt;
Die Leitung der Gemeinde ging testamentarisch&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Baha’u’llah, &#039;&#039;Kitab-i-Ahd&#039;&#039;, in &#039;&#039;Botschaften aus Akka&#039;&#039;, Hofheim 1982; siehe auch {{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Herausgeber=[[Udo Tworuschka]]|Titel=Heilige Schriften der Baha’i|Sammelwerk=Heilige Schriften, Eine Einführung|Seiten=266 f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; auf Baha’u’llahs ältesten Sohn [[Abdu’l Baha]] (1844-1921) über. Dies impliziert auch die autoritative Auslegung seiner Schriften. Bis zur [[Jungtürken|Jungtürkischen Revolution]] 1908 blieb Abdu’l Baha in Akkon interniert. Seit 1892 bildeten sich erste Bahai-Gemeinden in Nordamerika und Europa. Diese Gemeinden besuchte Abdu’l Baha zwischen 1910 und 1913, um für den Frieden unter den Religionen und Nationen zu werben.&amp;lt;ref&amp;gt;Seine Ansprachen auf diesen Reisen sind in mehreren Büchern gesammelt, vgl. Artikel [[Abdu’l Baha]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Frühjahr 1913 besuchte er auch Deutschland. Durch sein humanitäres Engagement, vor allem während der Kriegsjahre (1914-1918) in Haifa, erlangte er große öffentliche Anerkennung. Er starb 1921 in Haifa.&lt;br /&gt;
[[Bild:Israel - Haifa - Bahai Gardens 004.jpg|thumb|250px|Die ersten Gärten am Bahai-Weltzentrum in Haifa wurden von Shoghi Effendi angelegt. Die Hängenden Gärten in ihrer heutigen Form wurden im Jahr 2001 eröffnet.]]&lt;br /&gt;
Testamentarisch ernannte Abdu’l Baha seinen Enkel [[Shoghi Effendi]] (1897-1957) zum „Hüter“ der Bahai-Gemeinde. Shoghi Effendi übersetzte einige der wichtigsten Schriften Baha’u’llahs ins Englische. Unter seiner Leitung verbreitete sich die Bahai-Gemeinde in nahezu alle Länder der Erde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Statistik&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Herausgeber=Peter Smith|Titel=Stichwort Expansion|Sammelwerk=A Concise Encyclopedia of the Bahá’í Faith|Ort=Oxford|Jahr=2000|ISBN=1-85-168-184-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit Shoghi Effendi wurde die autoritative (verbindliche) Auslegung der Schriften Baha’u’llahs abgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Herausgeber=[[Udo Tworuschka]]|Titel=Heilige Schriften der Baha’i|Sammelwerk=Heilige Schriften, Eine Einführung|Seiten=268 f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1963 führt das [[Haus der Gerechtigkeit]] die internationale Gemeinde. Es hat seinen Sitz in Haifa. Hier befindet sich daher auch das administrative [[Bahai-Weltzentrum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bahá’í International Community (BIC) ===&lt;br /&gt;
Seit 1948 ist die Bahá’í International Community bei den [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]] als [[nichtstaatliche Organisation]] anerkannt. Seit 1970 hat sie beratenden Status beim [[ECOSOC|Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen]], seit 1976 beratenden Status beim [[UNICEF|Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen]]. Sie arbeitet mit der [[Weltgesundheitsorganisation]], dem [[United Nations Development Programme|Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen]], dem [[United Nations Environment Programme|Umweltprogramm der Vereinten Nationen]], dem [[UNFPA|Bevölkerungsfond der Vereinten Nationen]] und dem [[UNIFEM|Entwicklungsfond der Vereinten Nationen für Frauen]] zusammen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BIC UN&amp;quot;&amp;gt;Bahá’í International Community: &#039;&#039;[http://info.bahai.org/article-1-6-0-6.html The Bahá’í International Community and the United Nations]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BIC AoW&amp;quot;&amp;gt;Bahá’í International Community: &#039;&#039;[http://info.bahai.org/article-1-8-0-4.html Advancement of Women]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem hat die Bahá’í International Community 1992 in New York das weltweit tätige „Büro für Frauenförderung“ eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahá’í International Community betreut weltweit 1714 soziale und wirtschaftliche Entwicklungsprojekte, sowie 348 Schulen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BIC Projekte&amp;quot;&amp;gt;Bahá’í International Community: &#039;&#039;[http://info.bahai.org/article-1-8-1-1.html Bahá’í Development Projects: A Global Process of Learning]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Demographische Entwicklungen ===&lt;br /&gt;
In den letzten fünf Jahrzehnten hat die Bahai-Religion einen signifikanten Zuwachs an der Zahl der Gläubigen erlebt. 1954 gab es weltweit rund 213.000 Bahai, von denen 94 Prozent im Iran lebten und rund 10.000 in Europa und Nordamerika. Ab den sechziger Jahren  kam es zu einer größeren Verbreitung in einigen [[Dritte Welt|Ländern der dritten Welt]] und zu einem Anwachsen der Zahl der Gläubigen, ein Trend welcher sich bis in die Gegenwart fortsetzt. 1968 gab es rund 1,1 Millionen Bahai, wovon 22 Prozent im Iran und 26 Prozent in Indien lebten, in Europa und Nordamerika rund 30.000. 1988 gab es weltweit rund 4,5 Millionen Bahai, nur 6 Prozent im Iran und 40 Prozent in Indien, rund 200.000 in Europa und Nordamerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M. Hutter (1994) 30&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Die Bahá’í. Geschichte und Lehre einer nachislamischen Weltreligion|Sammelwerk=Religion in der Gegenwart. Religionswissenschaftliche Einführung|Band=2|Verlag=Religionswissenschaftlicher Medien- und Informationsdienst e.V.|Ort=Marburg|Jahr=2006|Seite=30|ISBN=3-9802994-5-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2004 gab es rund 7,5 Millionen Bahai während der prozentuale Anteil der iranischen und indischen Bahai gleich geblieben ist. Bemerkenswert ist jedoch, dass es nun rund eine Millionen Bahai in Europa und Nordamerika gibt, welche damit 13 Prozent der Bahai weltweit ausmachen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;World Almanac 2007&amp;quot;&amp;gt;vgl. The World Almanac and Book of Facts 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konversion ==&lt;br /&gt;
=== Beitritt ===&lt;br /&gt;
Maßgeblich für die Konversion zum Bahai-Glauben ist die Akzeptanz Baha’u’llahs als [[Fortschreitende Gottesoffenbarung|Manifestation Gottes]] und der Wunsch, nach seinen Lehren zu leben und der Bahai-Gemeinde anzugehören. Formell wird dies in Deutschland durch die Unterzeichnung einer Karte bekundet, dem die Aufnahme des neuen Mitglieds durch den Nationalen Geistigen Rat folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konversion zum Bahai-Glauben kennt keinerlei Zeremonie oder Feierlichkeiten und ist frühestens ab dem vollendeten 15. Lebensjahr möglich. Kinder aus Bahai-Familien verstehen sich zwar oft schon vorher als Bahai, müssen aber zu ihrem 15. Geburtstag die bewusste persönliche Entscheidung treffen, ob sie künftig der Gemeinde angehören möchten oder nicht. Eine Taufe oder dergleichen gibt es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Austritt ===&lt;br /&gt;
Der Austritt aus der Gemeinschaft erfolgt durch eine ähnliche Prozedur wie die Aufnahme. Man formuliert schriftlich seinen Willen aus der Bahai-Gemeinde auszutreten und sendet diesen an den Nationalen Geistigen Rat. Wenn naheliegt, dass der Austrittswunsch voreilig formuliert wurde, versuchen die Bahai-Gremien mit dem Antragsteller darüber zu beraten. Wenn dies abgelehnt wird oder der Wunsch aufrecht bleibt, so ist der Austritt vollzogen. Die Austrittsgründe müssen dabei nicht angeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontroversen ==&lt;br /&gt;
Eine Regel der Bahai in den [[USA|Vereinigten Staaten]], die einige intellektuelle Bahai als interne [[Zensur (Informationskontrolle)|Zensur]] kritisieren, ist, dass dort schriftliche Arbeiten über den Bahai-Glauben vor der Publikation einer internen Prüfung unterzogen werden. Diese Praxis, die noch aus der Zeit [[Shoghi Effendi]]s stammt, wird heute kontrovers diskutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Barney Leith: [http://bahai-library.com/index.php5?file=leith_bahai_review_repealed Baha’i Review - Should the “red flag” law be repealed?]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den achtziger Jahren gab es eine Kontroverse zwischen der [[Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen|Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen]] (EZW) und der deutschen Bahai-Gemeinde, die durch die EZW-Veröffentlichung einer Bahai-Monographie&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Francesco Ficicchia|Herausgeber=Eine Publikation der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen|Titel=Der Bahā’ismus − Weltreligion der Zukunft? Geschichte, Lehre und Organisation in kritischer Anfrage|Verlag=Quell Verlag|Ort=Stuttgart|Jahr=1981|ISBN=3-7918-6009-7|Kommentar=vergriffen}} Viele seiner damaligen Thesen hat Ficicchia heute revidiert, einige vertritt er noch heute auf seiner [http://www.bahai-kritik.ch Website]&amp;lt;/ref&amp;gt; eines Ex-Mitglieds ausgelöst wurde, welche die Bahai-Gemeinde als Verleumdung ihrer Zentralgestalten und Institutionen betrachtete. Nach der Veröffentlichung einer umfassenden Erwiderung&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Udo Schaefer]] et al.|Titel=Desinformation als Methode. Die Bahāʾīsmus-Monographie des F. Ficicchia|Sammelwerk=Religionswissenschaftliche Texte und Studien|Band=Bd. 6|Verlag=Georg Olms Verlag|Ort=Hildesheim|Jahr=1995|ISBN=3-487-10041-X}}&amp;lt;/ref&amp;gt; durch den Bahai-Theologen [[Udo Schaefer]] und zwei weitere Bahai-Autoren wurde diese Kontroverse beigelegt und man kehrte zurück zum Dialog. Kennzeichnend für den neuen Umgangsstil war die Aussage Ulrich Dehns, dass die EZW – in Bezugnahme auf einen durch den Religionswissenschaftler Manfred Hutter geprägten Begriff – die Bahai fortan als „nachislamische Weltreligion“ betrachte.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Dehn in &#039;&#039;Materialdienst der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW)&#039;&#039;, 1/1997, S. 14-17: “Baha’i und EZW”&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionswissenschaftliche Einordnung ==&lt;br /&gt;
In der neueren Forschung wird die Bahai-Religion fast durchweg als eigenständige Universalreligion betrachtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einordnung&amp;quot;&amp;gt;Vgl. etwa {{Literatur|Herausgeber=Walter de Gruyter|Titel=Theologische Realenzyklopädie|Band=Studienausgabe, Teil 1, Band V|Ort=Berlin/New York|Jahr=1993|Seiten=130 f|ISBN=3-110-13898-0}} {{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Die Weltreligionen|Seiten=105|Kommentar=vgl. Literaturangaben}} {{Literatur|Titel=Religion in Geschichte und Gegenwart|Band=Bd. 1|Verlag=Mohr Siebeck|Ort=Tübingen|Jahr=1998|Seiten=1061 f|ISBN=3-161-46941-0}} {{Literatur|Titel=Evangelisches Kirchenlexikon|Band=Erster Band|Verlag=Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht|Ort=Göttingen|Jahr=1986|Seiten=352 ff|ISBN=3-525-50128-5}} {{Literatur|Titel=The Encyclopedia of Islam|Band=New Edition, Volume I|Verlag=E. J. Brill|Ort=Leiden (Niederlande)|Jahr=1986|Seiten=911, 915 ff|ISBN=9-004-08114-3}} {{Literatur|Titel=Metzler Lexikon Religion|Band=Bd. 1|Verlag=Verlag J.B. Metzler|Ort=Stuttgart/Weimar|Jahr=1999|Seiten=122 ff|ISBN=3-476-01551-3}} {{Literatur|Titel=The Encyclopedia of Religion|Band=Volume 2|Verlag=Macmillan Publishing Company|Ort=New York/London|Jahr=1987|Seiten=40 ff|ISBN=0-029-09710-X}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der älteren Forschung sah dieses Bild teilweise anders aus und lieferte ein Zerrbild. Dies mag daran liegen, dass die ersten Werke über die Bahai-Religion im deutschsprachigen Raum von christlichen [[Apologetik|Apologeten]] verfasst wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Herausgeber=Walter de Gruyter|Titel=Theologische Realenzyklopädie|Band=Studienausgabe, Teil 1, Band V|Ort=Berlin/New York|Jahr=1993|Seiten=130 f|ISBN=3-110-13898-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahai-Religion ist in einem islamischen Kulturraum entstanden. Dies verleitete in der älteren Forschung dazu, diese als islamische Sekte zu betiteln. Diese Fehleinschätzung wurde durch den unkritischen, unwissenschaftlichen und zum Teil apologetischen Gebrauch des Wortes Sekte begünstigt. Verkannt wurde, dass sich die Bahai-Religion auf eigene heilige Texte stützt, einen eigenen universalen Anspruch hat und das islamische Religionsgesetz bereits 1848 aufgehoben wurde. Das Verhältnis zwischen der Bahai-Religion und dem Islam ist vergleichbar mit dem zwischen Christentum und Judentum.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfolgung ==&lt;br /&gt;
→ &#039;&#039;[[Verfolgung der Bahai]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Muslime [[Mohammed]] als das „Siegel der Propheten“ bezeichnen und ihn damit als den letzten einer ganzen Reihe von [[Prophet]]en betrachten, kann es nach ihrem Glauben bis zum [[Jüngster Tag|Jüngsten Tag]] keine weiteren [[Offenbarung]]en mehr geben. Baha’u’llah vertritt jedoch den Anspruch, die Reihe der Propheten fortzusetzen. Im Kampf um Einfluss und Macht innerhalb des Iran dienten und dienen die Bahai, zu Erzfeinden des Schiitentums und des Nationalstolzes stilisiert, immer wieder als Sündenböcke, die instrumentalisiert werden, um die emotionale Unterstützung der Massen zu gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Mitte 1981 wurde den Bahai bis heute die Aufnahme in höheren Bildungseinrichtungen, in manchen Orten auch in Schulen, verweigert, Studenten und Lehrkräfte wurden entlassen, Angestellte im öffentlichen Dienst ohne Sozialversicherung und Rente aus dem Dienst geworfen, Gehälter und Ausbildungskosten mussten unter Androhung von Gefängnis zurückgezahlt werden. Bahai-Eigentum wurde enteignet, Geschäftsverkehr mit Bahai-Angehörigen verboten, Läden und Geschäfte geschlossen, Geschäfts- und Privatkonten gesperrt und somit die Existenzgrundlage zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Bericht der UNO-Sonderbeauftragten der Menschenrechtskommission, Asma Jahangir, vom Oktober 2005 hat der Oberste Revolutionsführer Chamenei die Oberbefehlshaber der Armee, die Geheimdienste, die Organisation der Revolutionswächter und die Polizei angewiesen, alle Menschen, die der Religionsgemeinschaft der Bahai angehören, „zu identifizieren, zu registrieren und dauerhaft zu überwachen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;references-small&amp;quot; style=&amp;quot;-moz-column-count: 2; column-count: 2;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Stephan A. Towfigh, Wafa Enayati|Titel=Die Baha’i-Religion. Ein Überblick|Auflage=3.|Verlag=Olzog Verlag|Ort=München|Jahr=2007|ISBN=978-3-789-28231-7}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Die Weltreligionen|Auflage=2.|Verlag=C.H. Beck|Ort=München|Jahr=2006|ISBN=978-3-406-50865-3}}&lt;br /&gt;
*{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Heilige Schriften der Baha’i}} in {{Literatur|Herausgeber=Udo Tworuschka|Titel=Heilige Schriften. Eine Einführung|Verlag=Wissenschaftliche Buchgesellschaft|Ort=Darmstadt|Jahr=2000|ISBN=3-534-13594-6}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Herausgeber=Der Nationale Geistige Rat der Bahá’í in Deutschland e.V.|Titel=Integration als Herausforderung und Chance. Eine Initiative der Baha’i|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=1998|ISBN=3-87037-350-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Architektur und Kunst ===&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Julie Badiee|Titel=An earthly paradise. Bahá’í houses of worship around the world|Verlag=Oxford|Ort=George Ronald|Jahr=1992|ISBN=0-85398-316-X}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Roger White, Raghu Rai|Titel=Forever in Bloom. The Lotus of Bahapur|Verlag=Time Books International|Ort=New Delhi|Jahr=1992}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=A. Mooghen|Titel=Mishkin Qalam. XIX Century Artist &amp;amp; Calligrapher.|Verlag=Reyhani|Ort=Darmstadt|Jahr=1992|ISBN=3-906714-01-2}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Zur Zurich, Ruhi Vargha|Titel=Baha&#039;i Shrine and Gardens on Mount Carmel, Haifa, Israel. A Visual Journey|Verlag=Haifa Tourist Board|Ort=Haifa|Jahr=2001|ISBN=978-9-650-51105-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Magazine und Zeitschriften ===&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Herausgeber=Der Nationale Geistige Rat der Bahá&#039;í in Deutschland e.V.|Titel=Tempora|Verlag=Bahá&#039;í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=ab 1997|ISSN=1433-2078|Online=[http://www.tempora.org/ Internetpräsenz mit Leseproben etc.]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Herausgeber=Der Nationale Geistige Rat der Bahá&#039;í in Deutschland e.V.|Titel=One country. Nachrichtenmagazin der Bahá&#039;í International Community. Deutsche Ausgabe|Verlag=Bahá&#039;í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=ab 1994|ISSN=0945-7062}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Herausgeber=Bahá&#039;í International Community|Titel=One country. Newsletter of the Bahá&#039;í International Community|Verlag=Bahá&#039;í International Community|Ort=New York|Jahr=ab 1989|ISSN=1018-9300|Online=[http://www.onecountry.org/ Internetpräsenz mit weitreichendem Archiv etc.]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Bahá&#039;í Faith]]&lt;br /&gt;
[[fr:Foi bahá’íe]]&lt;br /&gt;
[[pt:Fé Bahá&#039;í]]&lt;br /&gt;
[[ru:Вера Бахаи]]&lt;br /&gt;
[[vi:Tôn giáo Baha&#039;i]]&lt;br /&gt;
[[zh:巴哈伊信仰]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
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		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Baha%E2%80%99u%E2%80%99llah&amp;diff=814</id>
		<title>Baha’u’llah</title>
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		<updated>2018-08-31T07:36:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Bahá&#039;u&#039;lláh&#039;&#039;&#039; (12. November 1817 - 29. Mai 1892), geboren als &#039;&#039;&#039;Mírzá Ḥusayn-`Alí Nuri&#039;&#039;&#039;, war der [[Religionsstifter|Stifter]] der [[Bahá&#039;í-Religion]]. Am 22. April 1863 erklärte er, dass er der vom [[Der Báb|Báb]] verheißene [[Ihn, den Gott offenbaren wird]] und &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;die höchste Manifestation Gottes&#039;&#039; &amp;lt;sup&amp;gt;[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Aehrenlese.txt&amp;amp;q=78:3&amp;amp;q2=1&amp;amp;c=1#phrase-1 Ährenlese 78:3]&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
{{Erweitern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bild ==&lt;br /&gt;
Bahai sollen das Bild Baha&#039;u&#039;llahs nur unter größter Achtung und Respekt betrachten. In der Regel schaut ein Bahai nur während der Pilgerreise auf ein Bildnis Baha&#039;u&#039;llahs. Es gibt jedoch ein zweites Bild, welches der christliche [[Missionar]] und [[Apologet]] William McElwee Miller in seinem Buch „The Baha&#039;i Faith: Its history and teachings.“ veröffentlicht hat. Bahai vermeiden es sich dieses Bild anzuschauen und finden es stimmt nicht mit den Beschreibungen von Augenzeugen, wie zum Beispiel im folgenden Zitat, überein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|In der Ecke, wo der Diwan an die Wand stieß, saß eine hoheitsvolle, ehrwürdige Gestalt mit jener Kopfbedeckung, wie sie bei den Derwischen Táj genannt wird (aber von ungewöhnlicher Höhe und Form), und um deren unteren Teil ein kleiner weißer Turban gewunden war. Das Antlitz, in das ich nun blickte, kann ich nie vergessen, obgleich ich nicht imstande bin, es zu beschreiben. Diese durchdringenden Augen schienen auf dem Grunde der Seele zu lesen. Macht und Würde lagen über diesen breiten Augenbrauen; die tiefen Falten auf Seiner Stirne und Seinem Gesicht verrieten ein Alter, das Sein tiefschwarzes Haar und der in üppiger Fülle bis zur Leibesmitte herabwallende Bart Lügen zu strafen schienen. Unnötig zu fragen, in wessen Gegenwart ich stand, als ich mich vor Dem verneigte, Der das Ziel einer Verehrung und Liebe ist, um die Ihn Könige beneiden könnten und nach der sich Kaiser vergeblich sehnen.|[[Edward Granville Browne]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=J. E. Esslemont|Titel=Bahá&#039;u&#039;lláh und das Neue Zeitalter|Auflage=8.|Verlag=Bahá&#039;í-Verlag|Ort=Hofheim-Langenhain|Jahr=1986|ISBN=3-87037-184-6|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Bahai-Studien/Sonstiges/Bahaullah%20und%20das%20Neue%20Zeitalter.txt&amp;amp;q=3:11&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 URL]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anspruch ==&lt;br /&gt;
Bahá&#039;u&#039;lláh erklärte, dass er der Versprochene aller vorhergehenden Religionen sei und somit die Erfüllung aller messianischen Prophezeiungen. All diese Prophezeiungen sind allegorisch und symbolisch zu verstehen. Bahá&#039;u&#039;lláh ist zum Beispiel der von [[Jesaja]] prophezeite „Herr der Heerscharen“, der „Zehnte Avatar“ des [[Hinduismus]], der „Maitreya“ des [[Buddhismus]], die „Wiederkunft Christi in der Herrlichkeit des Vaters“ des [[Christentum]]s und des [[Islam]]s, „Ihn, den Gott offenbaren wird“ des [[Bábi-Religion]] oder auch der „Shah Bahram“ des [[Zarathustrismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre ==&lt;br /&gt;
{{Erweitern}}&lt;br /&gt;
→ [[Lehren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schrifttum ==&lt;br /&gt;
{{Erweitern}}&lt;br /&gt;
→ [[Literatur#Bahá&#039;u&#039;lláh]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Erweitern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentralgestalten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manifestation Gottes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Bahá’u’lláh]]&lt;br /&gt;
[[fr:Bahá&#039;u&#039;lláh]]&lt;br /&gt;
[[pt:Bahá&#039;u&#039;lláh]]&lt;br /&gt;
[[ru:Бахаулла]]&lt;br /&gt;
[[vi:Đức Baha&#039;u&#039;llah]]&lt;br /&gt;
[[zh:巴哈欧拉]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Bah%C3%A1%27%C3%AD-Religion&amp;diff=813</id>
		<title>Bahá&#039;í-Religion</title>
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		<updated>2018-08-31T07:32:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: /* Magazine und Zeitschriften */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Bahai&#039;&#039;&#039; (arabisch: بهائي, bahāʾī) nennen sich die Mitglieder einer weltweit verbreiteten [[Religion]] (auch &#039;&#039;&#039;Bahaismus&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Bahaitum&#039;&#039;&#039; genannt), die im [[19. Jahrhundert]] von dem aus [[Persien]] stammenden [[Baha’u’llah]] gestiftet wurde. Die rund 7,5 Mio. Anhänger leben vor allem in [[Indien]], dem [[Iran]], in [[Schwarzafrika]], [[Südamerika]] und den [[USA]]. Im Mittelpunkt der Lehre steht der Glaube an einen [[Transzendenz|transzendenten]] [[Gott]], die mystische Einheit der Religionen und die Einheit der Menschheit.&lt;br /&gt;
[[Bild:Bahai-house-of-worship-delhi.jpg|thumb|300px|Das [[Haus der Andacht]] in [[Neu-Delhi]], [[Indien]], ist der meistbesuchte Sakralbau der Bahai]]&lt;br /&gt;
[[Image:Shrine-baha1.jpg|thumb|300px|Der Schrein des [[Religionsstifter]]s Baha’u’llah in Bahji bei [[Akkon]], [[Israel]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Bild:House of Worship Germany 2007.jpg|thumb|250px|[[Haus der Andacht]] in Langenhain bei [[Hofheim am Taunus]]]]&lt;br /&gt;
2004 bekannten sich rund 7,5 Millionen Menschen zum Bahai-Glauben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;World Almanac 2007&amp;quot;&amp;gt;vgl. The World Almanac and Book of Facts 2007&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Demograph]]en der Bahai-Gemeinde zählen nur offiziell registrierte Mitglieder und kommen aufgrund vorsichtiger Schätzungen auf rund fünf Millionen weltweit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BIC Anzahl&amp;quot;&amp;gt;Bahá’í International Community: &#039;&#039;[http://www.bahai.de/fileadmin/user_upload/downloads/Magazin_D_061201_Screen.pdf Die Bahá’í]&#039;&#039;, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Angaben der &#039;&#039;Bahá’í International Community&#039;&#039; stammen die Bahai aus 2112 ethnischen Gruppen&amp;lt;ref name=&amp;quot;BIC Gruppen&amp;quot;&amp;gt;Bahá’í International Community: &#039;&#039;[http://info.bahai.org/article-1-6-0-1.html A Global Community]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; und leben vor allem in Indien, dem Iran, in Schwarzafrika und Südamerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M. Hutter 119-120&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Die Weltreligionen|Auflage=2.|Verlag=C.H. Beck|Ort=München|Jahr=2006|Seiten=119-120|ISBN=978-3-406-50865-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Indien gibt es mit ungefähr 2,2 Millionen Mitgliedern die größte Bahai-Gemeinde der Welt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BoI&amp;quot;&amp;gt;The Bahá’ís of India: &#039;&#039;[http://www.bahaindia.org/ BahaIndia.org]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die größte Bahai-Gemeinde der westlichen Industriestaaten ist mit rund 830.000 Mitgliedern jene der [[USA]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;World Almanac 2007&amp;quot;&amp;gt;vgl. The World Almanac and Book of Facts 2007&amp;lt;/ref&amp;gt; Im historisch eng mit dem Bahai-Glauben verbundenen Iran leben heute noch rund 460.000 Bahai, deren Grundrechte stark eingeschränkt sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brockhaus&amp;quot;&amp;gt;Brockhaus Enzyklopädie: &#039;&#039;Band 3 - Seiten 125-126&#039;&#039;, F.A. Brockhaus, 21. Auflage Leipzig/Mannheim 2006, ISBN 9783765341038&amp;lt;/ref&amp;gt; In Bezug auf die Bevölkerungszahl sind die Bahai-Gemeinden meist sehr klein, fast überall liegen sie unter einem Promille. In [[Bolivien]] und einigen Inselstaaten wie [[Kiribati]] erreichen sie mehrere Prozent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland leben seit 1905 Bahai. Momentan sind es rund 12.000,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brockhaus&amp;quot;&amp;gt;Brockhaus Enzyklopädie: &#039;&#039;Band 3 - Seiten 125-126&#039;&#039;, F.A. Brockhaus, 21. Auflage Leipzig/Mannheim 2006, ISBN 9783765341038&amp;lt;/ref&amp;gt; die offiziellen Angaben der Bahai in Deutschland sprechen jedoch nur von rund 5000. Ihr Gemeindezentrum mit dem ersten &#039;&#039;Europäischen [[Haus der Andacht]]&#039;&#039; befindet sich in [[Hofheim am Taunus]] und gilt dort als lokale Sehenswürdigkeit. Dort werden im Bahai-Verlag deutsche Übersetzungen der Bahai-Schriften herausgegeben. Insgesamt wurden sie in mehr als 800 Sprachen übersetzt. Durch eine Entscheidung des [[Bundesverfassungsgericht]]s (→ [[Bahai-Beschluss]]) erlangte die Gemeinschaft in der deutschen [[Rechtswissenschaft]] einige Bekanntheit. In [[Österreich]] und der [[Schweiz]] leben rund 3700 Bahai.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brockhaus&amp;quot;&amp;gt;Brockhaus Enzyklopädie: &#039;&#039;Band 3 - Seiten 125-126&#039;&#039;, F.A. Brockhaus, 21. Auflage Leipzig/Mannheim 2006, ISBN 9783765341038&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Baha&#039;i star.png|thumb|125px|Der neunzackige Stern ist das am häufigsten verwendete Symbol der Bahai.]]&lt;br /&gt;
Die Bahai besitzen in den zahlreichen Originalschriften ihres Religionsstifters Baha’u’llah eine eigene zentrale Offenbarungsquelle. Neben dem &#039;&#039;[[Kitab-i-Aqdas|Heiligsten Buch]]&#039;&#039; und dem &#039;&#039;[[Buch der Gewissheit]]&#039;&#039; sind die [[Mystik|mystischen]] Schriften (wie &#039;&#039;[[Die Sieben Täler]]&#039;&#039; oder die &#039;&#039;[[Verborgene Worte|Verborgenen Worte]]&#039;&#039;) für die Gläubigen von großer Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschenbild ===&lt;br /&gt;
Für die Bahai steht der Mensch von allen Geschöpfen Gott am nächsten, somit könne nur er Gott erkennen und mit ihm einen Bund eingehen. Dieser Bund befähige den Menschen auf einer kontinuierlichen, mystischen Reise in die Nähe Gottes zu gelangen. Nach dem Tod werde diese mittels der Seele im [[Jenseits]] fortgesetzt. Himmel und Hölle sind für die Bahai nur Symbole für die Nähe oder Ferne zu Gott.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M. Hutter 110&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Die Weltreligionen|Auflage=2.|Verlag=C.H. Beck|Ort=München|Jahr=2006|Seite=110|ISBN=978-3-406-50865-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch besitzt nach dem Glauben der Bahai einen freien Willen, mit welchem er sich entscheiden kann, ob er den Pfad in die Nähe Gottes betritt oder nicht. Auf seinem Weg in die Nähe Gottes benötigt er dessen Leitung. Ein wichtiges Element der Lehre ist es, dass in dieser Welt Fähigkeiten für die darauf folgende Welt entwickelt werden müssen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE Menschenbild&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seite 122&#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Kasteiung|Selbstkasteiung]], „Einsiedelei und harte [[Askese]]“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas Erl. 61&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=61.&amp;amp;q2=3&amp;amp;c=1#phrase-3 online]}} Erläuterung 61&amp;lt;/ref&amp;gt; werden ebenso abgelehnt wie ein [[Hedonismus|hedonistisches]] Leben im Überfluss. Baha’u’llah empfiehlt, das „rechte Maß“ zu halten, und sieht im „Dienst am ganzen Menschengeschlecht“ das Kriterium wahren Menschseins.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ährenlese 117&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah, Shoghi Effendi|Titel=Ährenlese. Eine Auswahl aus den Schriften Baha’u’llahs, zusammengestellt und ins Englische übertragen von Shoghi Effendi|Auflage=5.|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2003|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Aehrenlese.txt&amp;amp;q=117&amp;amp;q2=1&amp;amp;c=1#phrase-1 online]}} Vers 117&amp;lt;/ref&amp;gt; Gesellschaftliches Engagement und soziale Verantwortung, die aktive Gestaltung der Welt, wird als natürliche Folge individueller Spiritualität betrachtet und ist von dieser nicht zu trennen. [[Bettelei]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas 147&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=147.&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Kapitel 147&amp;lt;/ref&amp;gt; und die [[Beichte]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas 34&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=34.&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Kapitel 34&amp;lt;/ref&amp;gt; ist den Bahai verboten, da dies als Erniedrigung des Menschen vor anderen Menschen gilt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas Erl. 34&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=verbietet%20dem%20Gl%C3%A4ubigen,&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Erläuterung 34&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die menschliche [[Vernunft]] allein nach den Lehren der Bahai in die Irre führt, so wird ihr trotzdem eine große Bedeutung zugemessen. Baha’u’llah verbietet den Bahai im [[Kitab-i-Aqdas]], Dinge zu konsumieren, welche sie ihres Verstandes berauben, es sei denn, es ist medizinisch notwendig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas 119&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=119.&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Kapitel 119&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie an anderer Stelle erläutert wird, sind damit auch Glücksspiel, alkoholische Getränke und Drogen gemeint.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas Erl. 144&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=144.&amp;amp;q2=1&amp;amp;c=1#phrase-1 online]}} Erläuterung 144&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bahai verstehen sich als vernunfts- und wissenschaftsgemäß.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brockhaus&amp;quot;&amp;gt;Brockhaus Enzyklopädie: &#039;&#039;Band 3 - Seiten 125-126&#039;&#039;, F.A. Brockhaus, 21. Auflage Leipzig/Mannheim 2006, ISBN 9783765341038&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schöpferischer Antrieb und Ursache allen Seins sei die göttliche Liebe. Als wichtigstes Element von Religion bezeichnete [[Abdu’l Baha]] die [[Nächstenliebe]]. Religion, die zu Zwietracht führt, verfehle ihren Zweck und es sei besser ohne sie zu leben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anspr. Paris 39.17&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Abdu’l Baha|Titel=Ansprachen in Paris|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=1983|ISBN=3-87037-062-9|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Abdul-Baha/Ansprachen%20in%20Paris.html&amp;amp;q=39.17&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Vers 39.17&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wesen des Menschen sei seine unsterbliche [[Seele]], die keine trennenden Merkmale der Rasse oder des Geschlechts trägt. Der [[Körper (Biologie)|Körper]] wird als der &#039;&#039;Tempel des Menschen&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas 155&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=155.&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Kapitel 155&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, dem ebenfalls Wertschätzung entgegengebracht wird, was sich in den Reinheits- und Hygienegeboten Baha’u’llahs, aber beispielsweise auch im Verbot der [[Feuerbestattung]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas Erl. 149&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=149.&amp;amp;q2=2&amp;amp;c=1#phrase-2 online]}} Erläuterung 149&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gottesbild ===&lt;br /&gt;
Die Bahai-Religion hat ein [[Monotheismus|monotheistisches]] Gottesbild. Die Bahai glauben an „die Existenz und die Einheit eines persönlichen Gottes, der unerkennbar, unerreichbar, Quell aller Offenbarung, ewig, allwissend, allgegenwärtig und allmächtig ist“&amp;lt;ref name=&amp;quot;GGV 8:26&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Shoghi Effendi|Titel=Gott geht vorüber|Auflage=3.|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2001|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Shoghi%20Effendi/Gott%20geht%20vorueber.TXT&amp;amp;q=8:26&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Vers 8:26&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Wesen ist für die Menschen für alle Zeit verborgen, er kann ihn jedoch an seinen Eigenschaften erkennen, welche durch die &#039;&#039;Manifestationen Gottes&#039;&#039; (also die Religionsstifter) und in seiner Schöpfung offenbar werden. Gott ist der Schöpfer und Erhalter aller Dinge, er selbst der &#039;&#039;Selbstbestehende&#039;&#039;. Neben &#039;&#039;Allmacht&#039;&#039;, &#039;&#039;Allwissen&#039;&#039; und &#039;&#039;Allbarmherzigkeit&#039;&#039; sind auch alle anderen [[Tugend]]en bei Gott in Vollendung vorhanden. Gegenüber den Menschen übt Gott [[Gnade]] und [[Gerechtigkeit]]. Hierüber steht nur die Liebe Gottes zu seiner [[Schöpfung]], vor allem zum Menschen. Gott ist stets bereit, dem Menschen zu verzeihen und Beistand und Hilfe zu leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Ringstone.jpg|thumb|Das kalligraphische Ringsymbol (بها, bahā, Herrlichkeit), zeigt drei Ebenen: die Ebene Gottes, die Ebene der Religionsstifter und der Menschheit. Diese Ebenen werden durch die Offenbarung miteinander verbunden.]]&lt;br /&gt;
=== Religionsverständnis ===&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt des Religionsverständnisses der Bahai steht eine dreifache Einheit: die &#039;&#039;[[Monotheismus|Einheit Gottes]]&#039;&#039;, die &#039;&#039;mystische Einheit der göttlichen Offenbarer&#039;&#039; und die &#039;&#039;Einheit der Menschheit&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M. Hutter 108&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Die Weltreligionen|Auflage=2.|Verlag=C.H. Beck|Ort=München|Jahr=2006|Seite=108|ISBN=978-3-406-50865-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theologischer Angelpunkt der Bahai-Lehre ist das heilsgeschichtliche [[Paradigma]] der &#039;&#039;[[Fortschreitende Gottesoffenbarung|fortschreitenden Gottesoffenbarung]]&#039;&#039;: Gott offenbart sich der Menschheit nicht einmalig, sondern progressiv und zyklisch wiederkehrend. Da die Menschheit sich ständig fortentwickelt, muss die Religion eine Erneuerung erfahren, um der Situation entsprechend göttliche Führung leisten zu können. Dies geschieht, indem Gott der Menschheit in bestimmten Zeiträumen &#039;&#039;göttliche Offenbarer&#039;&#039; oder &#039;&#039;Manifestationen Gottes&#039;&#039; schickt. Folglich sind die großen Religionen allesamt göttliche Stiftungen, die seine Botschaft in jeweils abgewandelter äußerer Form wiedergeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M. Hutter 108-110&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Die Weltreligionen|Auflage=2.|Verlag=C.H. Beck|Ort=München|Jahr=2006|Seiten=108-110|ISBN=978-3-406-50865-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Glauben der Bahai ist Baha’u’llah der jüngste dieser göttlichen Offenbarer, aber nicht der letzte. Baha’u’llah ist für die Bahai der Verheißene aller anderen großen Religionen und damit der Beginn eines neuen Zyklus der Gottesoffenbarung. Er sei ebenfalls derjenige, welcher einen neuen Abschnitt in der Menschheitsentwicklung einleite, der schließlich in einem weltlichen und geistigen Frieden münden werde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE Baha’u’llah&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seite 115 &#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Gebote sollen die Grundlage für eine solche Gesellschaft bilden und dazu führen, dass &#039;&#039;„dem Körper dieser Welt eine lebendige Seele geschenkt wird und dieses zarte Kind, die Menschheit, zur Stufe der Reife gelangt“&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stufe der Reife&amp;quot;&amp;gt;Abdu’l Baha: &#039;&#039;Briefe und Botschaften&#039;&#039; 16:5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Grundsätze ===&lt;br /&gt;
→ &#039;&#039;[[Zwölf ethische Grundsätze der Bahai]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1912 hob [[Abdu’l Baha]] in seinen &#039;&#039;Ansprachen in Paris&#039;&#039; zwölf ethische Grundsätze aus den Lehren Baha’u’llahs besonders hervor. Diese zentralen Lehrsätze der Bahai dominierten bis in die achtziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts die Rezeption der Religion im Westen, die vor allem als humanitäre Friedensbewegung wahrgenommen wurde. Die spirituellen und philosophischen Lehren Baha’u’llahs erfuhren erst später ein größeres Interesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glaubenspraxis ==&lt;br /&gt;
[[Bild:New Delhi Lotus.jpg|thumb|250px|Das Haus der Andacht in [[Neu-Delhi]], [[Indien]] wird auch [[Lotustempel]] genannt.]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Bahai Gardens and Shrine.jpg|thumb|250px|Der Schrein des [[Bab (Religionsstifter)|Bab]] in [[Haifa]], Israel, ist eines der Pilgerziele der Bahai.]]&lt;br /&gt;
Die Bahai-Religion schreibt relativ wenige Riten vor, individueller Gestaltungsfreiraum ist gegeben und [[Inkulturation]] wird begrüßt. Adressat fast aller Gebote ist der Gläubige, nicht die Gemeinde. Einen unmittelbar erlösenden oder heilsbringenden Charakter haben die Riten nicht. Was zählt, ist die geistige Grundhaltung und nicht die äußere Form. Eine Etablierung kultischer Traditionen jenseits der von Baha’u’llah vorgeschriebenen Riten, wird aufgrund der Gefahr der „Verkrustung der Religion“ abgelehnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE S. 126&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seiten 126&#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Haus der Andacht]] ist die vorgeschriebene Andachtsstätte der Bahai. Es handelt sich um einen neunseitigen Kuppelbau, welcher an jeder Seite ein Eingangstor besitzt. Dieses soll im Idealzustand von Gärten und sozialen Einrichtungen umgeben sein. Die Gottesdienste darin sind reine Andachten, eine [[Liturgie]] oder [[Predigt]] existiert nicht, es werden Schriften aus allen Offenbarungsreligionen vorgetragen. Als musikalisches Element dienen gesungene Rezitationen und Gebete, Soloimprovisationen sowie Chorgesang. Musikinstrumente sind nicht vorgesehen, da die Häuser der Andacht allein dem Wort Gottes und der menschlichen Stimme vorbehalten sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE S. 126&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seiten 126&#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Bahai sind das [[Gebet]] und das [[Fasten]] die Pfeiler der von Baha’u’llah offenbarten Vorschriften. Das Gebet gilt als Kommunikationsmöglichkeit mit Gott und sei daher unabdingbar. Eine besondere Rolle haben die Pflichtgebete, welche in drei unterschiedlichen Längen und Formen zur Auswahl stehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pflichtgebete&amp;quot;&amp;gt;Zur Wahl stehen das lange Pflichtgebet (einmal in 24 Stunden), das mittlere Pflichtgebet (zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, zwischen Mittag und Sonnenuntergang und zwischen Sonnenuntergang und zwei Stunden danach) und das kurze Pflichtgebet (zwischen Mittag und Sonnenuntergang).&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Fasten findet im letzten Monat des [[Bahai-Kalender]]s statt und dauert den ganzen Bahai-Monat, also 19&amp;amp;nbsp;Tage, an. Fasten bedeutet für die Bahai völlige Enthaltung von Speisen und Getränken zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Vom Fasten ausgenommen sind Menschen, welche aus gesundheitlichen Gründen dazu nicht in der Lage sind. Zu den Geboten Baha’u’llahs gehört das tägliche Lesen oder Rezitieren der Heiligen Schriften und die persönliche Umsetzung dieser ethischen Richtlinien im täglichen Leben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE S. 126&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seiten 126&#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Heiratszeremonie, welche als Form nur eine einfache Trauformel kennt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas F&amp;amp;A 3&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=3.&amp;amp;q2=24&amp;amp;c=1#phrase-24 online]}} Fragen &amp;amp; Antworten 3&amp;lt;/ref&amp;gt; ist nur zwischen Frau und Mann möglich&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas 63&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=63.&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Kapitel 63&amp;lt;/ref&amp;gt; und erfordert die Zustimmung aller noch lebenden Elternteile, was vor allem die Einheit innerhalb der Familie stärken soll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas 65&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=65.&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Kapitel 65&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gläubigen haben die Gesetze ihres jeweiligen Landes zu respektieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas IÜ D,1,m&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=m)&amp;amp;q2=2&amp;amp;c=1#phrase-2 online]}} Inhaltsübersicht D,1,m&amp;lt;/ref&amp;gt; Parteipolitischer Aktivitäten sollten Bahai sich enthalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KGG 9:6&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Shoghi Effendi|Titel=Das Kommen göttlicher Gerechtigkeit|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Frankfurt a.M.|Jahr=1969|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Shoghi%20Effendi/Das%20Kommen%20Goettlicher%20Gerechtigkeit.TXT&amp;amp;q=9:6&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Vers 9:6&amp;lt;/ref&amp;gt; Engagement in Jugendgruppen, Friedensbewegungen, interreligiösen Initiativen und Umweltschutzbewegungen und dergleichen außerhalb der Bahai-Gemeinde, sofern parteipolitisch neutral, wird ausdrücklich gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeinde ==&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Festtage der Bahai-Gemeinde sind &#039;&#039;Naw-Ruz&#039;&#039; (Neujahrsfest am 21. März), &#039;&#039;Ridvan&#039;&#039; (die Verkündigung Baha’u’llahs vom 21. April bis zum 2. Mai), die &#039;&#039;Verkündigung des Bab und Geburtstag Abdu’l Bahas&#039;&#039; (am 23. Mai), das &#039;&#039;Hinscheiden Baha’u’llahs&#039;&#039; (29. Mai), der &#039;&#039;Märtyrertod des Bab&#039;&#039; (9. Juli), der &#039;&#039;Geburtstag des Bab&#039;&#039; (20. Oktober) und der &#039;&#039;Geburtstag Baha’u’llahs&#039;&#039; (12. November).&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE Festtage&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seite 130&#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die örtliche Gemeinde trifft sich alle 19&amp;amp;nbsp;Tage zu ihrer monatlichen Versammlung, welche von den Bahai &#039;&#039;Neunzehntagefest&#039;&#039; genannt wird. Der [[Bahai-Kalender]] teilt das Jahr in 19 mal 19&amp;amp;nbsp;Tage ein. Das Neunzehntagefest markiert den Monatsbeginn. Das Fest besteht aus drei Teilen: einem besinnlichen Andachtsteil, bei welchem aus den heiligen Schriften gelesen wird, einem Beratungsteil, bei welchem die Gemeinde über ihre Tätigkeiten berät und einem geselligen Teil, welcher mit einem Festmahl einhergeht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE 19-Tagefest&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seiten 129 - 130&#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brockhaus&amp;quot;&amp;gt;Brockhaus Enzyklopädie: &#039;&#039;Band 3 - Seiten 125-126&#039;&#039;, F.A. Brockhaus, 21. Auflage Leipzig/Mannheim 2006, ISBN 9783765341038&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Wilmette how side.jpg|thumb|[[Symbol]]e verschiedener Religionen auf einem Pfeiler des [[Haus der Andacht|Hauses der Andacht]] in Wilmette, [[Illinois]], [[USA]], zeigen die Offenheit der Bahai gegenüber den Anhängern anderer Religionsgemeinschaften.]]&lt;br /&gt;
Mancherorts werden öffentliche Andachten veranstaltet, welche gemeinsam mit den Anhängern anderer Religionsgemeinschaften gestaltet werden. Bei &#039;&#039;Gebeten der Weltreligionen&#039;&#039; rezitieren und singen die Repräsentanten der Religionen nacheinander Gebete ihrer heiligen Schriften. Als verbindendes Element dient die Musik. Weitere Veranstaltungen der Bahai sind u. a. Gebetsversammlungen, Lesungen aus religiösen Schriften, Studienkurse, Kinderklassen, Vorträge oder Tagungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Klerus gibt es nicht. Jeder offiziell erklärte Bahai kann ab dem 21. Lebensjahr grundsätzlich jedes Amt bekleiden. Bei Verstoß gegen eine administrative Regel oder bei offensichtlichem Verstoß gegen zentrale Glaubensgebote in der Öffentlichkeit können allerdings die &#039;&#039;administrativen Rechte&#039;&#039; zeitlich begrenzt entzogen werden. Das bedeutet, dass man in dieser Zeit von der Teilnahme im Neunzehntagefest ausgeschlossen ist und sein aktives und passives Wahlrecht in der Gemeinde verliert. Spaltungsversuche und massive interne Angriffe, die das Gemeindeleben ernsthaft gefährden würden, können durch das internationale [[Haus der Gerechtigkeit]] als &#039;&#039;Bundesbruch&#039;&#039; festgestellt werden. Folge sind der vollständige Ausschluss aus der Gemeinde und der Abbruch aller Kontakte zum Bundesbrecher. Fälle von Bundesbruch gab es in Europa extrem selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur der Gemeindeordnung unterteilt sich in zwei Bereiche. In einen gewählten und in einen ernannten Zweig. Die gesamte Ordnung basiert auf dem &#039;&#039;Beratungsprinzip&#039;&#039; und der freien, geheimen und unabhängigen Wahl.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE S. 128f&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie, Studienausgabe Teil 1, Band V, S. 128f&#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin/New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Seat of the House of Justice.jpg|thumb|250px|right|Sitz des [[Haus der Gerechtigkeit|Universalen Hauses der Gerechtigkeit]], dem höchsten Gremium der Bahai, in [[Haifa]], [[Israel]]]]&lt;br /&gt;
Entscheidungsträger sind die gewählten Gremien mit neun Mitgliedern, welche die Aktivitäten der Gemeinde leiten und koordinieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE Seiten 128 - 129&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seiten 128-129&#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt; Der &#039;&#039;ernannte Zweig&#039;&#039; besteht aus verschiedenen Stufen von Beratern, welche von den gewählten Gremien ernannt werden, diese haben keine Entscheidungsgewalt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE S. 128f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die örtlichen Geistigen Räte werden einmal im Jahr durch die ganze Gemeinde gewählt. Jedes Land ist in bestimmte Wahleinheiten eingeteilt, wo Delegierte gewählt werden, die ihrerseits bei einer jährlichen Tagung die Geistigen Räte auf nationaler Ebene wählen. Der internationale Rat, das Universale Haus der Gerechtigkeit in [[Haifa]], wird alle fünf Jahre durch die männlichen und weiblichen Mitglieder aller nationalen Räte aus der Gesamtheit aller männlichen Gläubigen gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl die Wahl der Gremien als auch das Prinzip der Beratung sind für die Bahai ein Ideal. Eine &#039;&#039;Bahai-Wahl&#039;&#039; ist ein Akt demokratischer Willensbildung, sie ist allgemein, frei, gleich und geheim, enthält aber auch einen spirituellen Charakter. Aktiv und passiv wahlberechtigt ist jeder Bahai, welcher sich offiziell erklärt hat und das 21. Lebensjahr vollendet hat und dem seine administrativen Rechte nicht entzogen wurden. Es soll die Person gewählt werden, welche man als am geeignetsten empfindet, nicht jene Person, welche die eigenen Wünsche am Besten vertritt. Qualität des Charakters geht vor intellektueller Qualifikation, andere Maßstäbe wie Alter, Geschlecht, Stand und weiterem soll keine Bedeutung zugemessen werden. Absprachen, Empfehlungen, Kandidaten, Parteien und Wahlkampf sind untersagt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE S. 128f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Beratungsprinzip soll sicherstellen, dass die Erfahrung und das Wissen aller für die gemeinsame Willensbildung nutzbar wird. Freie und uneingeschränkte Meinungsäußerung sind dabei unerlässlich. &#039;&#039;„Erst wenn die Meinungen aufeinanderprallen“&#039;&#039;, so [[Abdu’l Baha]], &#039;&#039;„kann der Funke der Wahrheit sprühen“&#039;&#039;. Bei Entscheidungen wird nicht publiziert, welches Mitglied, wie gestimmt hat. Parteibildung und Lobbyarbeit sollen durch lösungsorientierte Arbeit ersetzt werden. Voraussetzung für diese Form der Entscheidungsfindung ist, dass alle Ratsmitglieder als gleichberechtigt betrachtet werden. Meinungsbeiträge für eine Beratung werden nicht als persönliches „Eigentum“ betrachtet, sondern werden in dem Moment, in welchem sie in die Diskussion eingebracht werden, zum Gemeingut, über das alle gemeinsam befinden. Entscheidungsgrundlage ist die Heilige Schrift, die durch den Rat – je nach Beratungsgegenstand – stets neu anzuwenden ist. Jede Beratung im Geistigen Rat wird mit Gebeten begonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde finanziert sich über freiwillige und anonyme Spenden, die ausschließlich von Bahai angenommen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bahai.de - Finanzen&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bahai.de/bahai-religion/faq/#c462 Bahai.de]: &#039;&#039;Häufig gestellte Fragen&#039;&#039; Wie finanzieren sich die Bahá’í?&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Bild:009-434.jpg|thumb|Dass sich die Grabstätte des aus Shiras (Iran) stammenden Bab heute in Haifa (Israel) befindet, hat historische Gründe.]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Bahai-Gemeinde geht auf das Wirken zweier Stiftergestalten zurück: [[Sayyid]] Ali Muhammad (1819-1850), genannt „der [[Bab (Religionsstifter)|Bab]]“ (arab. „das Tor“), und Mirza Husayn Ali Nuri (1817-1892), genannt „Baha’u’llah“ (arab. „Herrlichkeit Gottes“). Der eigentliche Stifter ist Baha’u’llah. Der Bab wird von den Bahai als dessen Wegbereiter und zugleich als eigenständiger Religionsstifter des [[Babismus]] betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Bab ===&lt;br /&gt;
Der Bab wurde 1819 in [[Schiras]], [[Iran]] geboren. Am Abend des 22. Mai 1844 erhob er erstmals den Anspruch einer göttlichen Offenbarung. Als Titel greift er den schiitisch-eschatologischen Begriff des „Bab“ auf. Er deutet ihn um als „Tor zu Gott“&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe etwa {{Literatur|Autor=Armin Eschraghi|Titel=Der Anspruch des Bab in seinen frühen Schriften|Sammelwerk=Beiträge des Irfan-Kolloquiums 2004|Ort=Hofheim|Jahr=2005|Seiten=47-81|ISBN=3-87037-437-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Todd Lawson|Titel=The Terms &#039;Remembrance&#039; and &#039;Gate&#039; in the Bab&#039;s Commentary of the Sura of Joseph|Herausgeber=Momen|Sammelwerk=Studies in the Babi and Baha’i Religions|Band=Volume 5|Ort=Los Angeles|Jahr=1988|Seiten=1 ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, d.h. als Anspruch einer nachislamischen Offenbarung und als Wegbereiter einer weiteren Offenbarungsgestalt. Der Babismus gewann schnell Anhänger aus dem schiitischen Umfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe {{Literatur|Autor=Abbas Amanat|Titel=Resurrection and Renewal. The Making of the Babi Movement in Iran, 1844-1850|Verlag=Cornell University Press|Ort=Ithaca/London|Jahr=1989|ISBN=0-8014-2098-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter schiitischen Gelehrten und Geistlichen stieß der Offenbarungsanspruch des Bab und seine Interpretation des Islam auf Ablehnung; insbesondere stellte der Bab die Rolle der Religionsgelehrten in Frage und trat für die Rechte der Frau und größere gesellschaftliche Gleichheit ein. Anfang 1847 wurde er verhaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die formelle Trennung vom Islam erfolgte im Juli 1848 in Badascht&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iranica.com/newsite/articles/v3f4/v3f4a018.html Stichwort] in [[Encyclopædia Iranica]]&amp;lt;/ref&amp;gt; am [[Kaspisches Meer|Kaspischen Meer]]. Sie war das Ergebnis eines Konzils der einflussreichsten Anhänger des Bab. Eine der Wortführerinnen, [[Qurat al-Ayn]], legte als Zeichen der Emanzipation der Frau erstmals in der Öffentlichkeit ihren Schleier ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Abbas Amanat|Titel=Qurrat al-&#039;Ayn: The Remover of the Veil|Sammelwerk=Resurrection and Renewal. The Making of the Babi Movement in Iran, 1844-1850|Kommentar=Kap. 7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zunehmende Missionstätigkeit der Babi führte rasch zum Widerstand schiitischer Gruppen, bald zu (auch staatlich) organisierter Verfolgung der Gemeinde. Als Gegenreaktion kam es vereinzelt zu Revolten gegen die iranische Regierung. Schiitische Vorstellungen des Dschihad blieben unter den Babi zunächst erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M. Hutter 106&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Die Weltreligionen|Auflage=2.|Verlag=C.H. Beck|Ort=München|Jahr=2006|Seite=106|ISBN=978-3-406-50865-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 9. Juli 1850 wurde der Bab in [[Täbris]] öffentlich [[Füsilieren|füsiliert]]. Die Verfolgungen dauerten bis 1853 an. Tausende Anhänger des Bab wurden getötet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Gunnar Heinsohn]]|Titel=Lexikon der Völkermorde|Verlag=Rowohlt|Jahr=1998|Seiten=87|ISBN=3-499-22338-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1848 hatten v. a. zwei der Anhänger des Bab an Bedeutung gewonnen: die Söhne eines Staatsministers in Teheran, die Halbbrüder Mirza Husayn Ali Nuri, später Baha’u’llah genannt, und Mirza Yahya Nuri, später bekannt als [[Subh-i-Azal]]. Wie vom Bab vorgesehen, übernahm nach dem Tod des Bab nominell der kaum neunzehnjährige Subh-i-Azal die Leitung der Babi-Gemeinde, war dieser Aufgabe aber kaum gewachsen. Auf Anraten Baha’u’llahs und anderer hatte ihn der Bab 1849 zum Sachwalter bestimmt für die Übergangszeit bis zum Auftreten „Dessen, den Gott offenbaren wird“, der im Babismus erwarteten messianischen Gestalt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Theologische Realenzyklopädie]], Bd. 5, Stichwort Baha’ismus, S. 117; zum Ganzen: {{Literatur|Autor=Nicola Towfigh|Herausgeber=[[Udo Schaefer]] et al.|Titel=Einige Aspekte der Babi- und Baha’i-Geschichte|Sammelwerk=Desinformation als Methode. Die Bahāʾīsmus-Monographie des F. Ficicchia|Band=Religionswissenschaftliche Texte und Studien, Bd. 6|Verlag=Georg Olms Verlag|Ort=Hildesheim|Jahr=1995|Seiten=478 ff, 503 ff|ISBN=3-487-10041-X}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baha’u’llah ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baha’u’llah wurde im Zuge der Verfolgungen 1852 in [[Teheran]] im Siyah-Chal („Schwarzes Loch“), einem berüchtigten Verließ, inhaftiert. Viele seiner Mithäftlinge wurden hingerichtet. Von einer Hinrichtung Baha’u’llahs wurde abgesehen, da er großes öffentliches Ansehen genoss und sich westliche Botschafter für ihn einsetzten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Kent Beveridge|Titel=Frühe Begegnungen Mitteleuropas mit der Baha’i-Geschichte|Band=Schriftenreihe der Gesellschaft für Bahá’í-Studien, Bd. 1|Ort=Hofheim|Jahr=1995|Seiten=9 f|ISBN=3-87037-311-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Baha’u’llahs mystische Erlebnisse während dieser Kerkerhaft sehen die Bahai als die ersten Anfänge seiner prophetischen Sendung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Alessandro Bausani]]|Titel=Stichwort Bahā Allāh|Sammelwerk=[[Encyclopaedia of Islam]]|Band=Bd. 1|Verlag=Brill|Ort=Leyden/London|Jahr=1960|Seiten=911}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bagdad, Edirne und Istanbul ====&lt;br /&gt;
Nach den Monaten der Einkerkerung wurde der schwer erkrankte Baha’u’llah ins Exil geschickt. Er wählte [[Bagdad]] als Verbannungsort. Ihm folgten Subh-i-Azal und andere Anhänger des Bab. In Bagdad kam es zu ersten Spannungen zwischen den beiden Halbbrüdern. In der Folge zog Baha’u’llah für rund zwei Jahre als [[Derwisch]] ins kurdische Bergland der [[Provinz Silêmanî]], wo er sich Gebet und Meditation widmete, ehe er 1856 nach Bagdad zurückkehrte. Aus dieser Zeit stammen wichtige mystische Werke Baha’u’llahs, wie &#039;&#039;[[Die Sieben Täler]]&#039;&#039; oder die &#039;&#039;[[Verborgene Worte|Verborgenen Worte]]&#039;&#039;. Sein erstes theologisches Werk ist das 1862 veröffentlichte &#039;&#039;[[Buch der Gewissheit]] (Kitab-i-Iqan)&#039;&#039;, in dem Baha’u’llah das Konzept der [[Fortschreitende Gottesoffenbarung|Fortschreitenden Offenbarung]] und die Rolle des Bab als Stifter einer neuen Religion nach dem Islam erläutert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Herausgeber=[[Udo Tworuschka]]|Titel=Heilige Schriften der Baha’i|Sammelwerk=Heilige Schriften, Eine Einführung|Seiten=261 f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zurück in Bagdad gewann Baha’u’llah rasch an Ansehen und Einfluss. Der persische Konsul in Bagdad suchte dem entgegenzutreten und bewirkte schließlich zusammen mit einigen Geistlichen vor Ort, dass Baha’u’llah nach Istanbul beordert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar vor seiner erzwungenen Abreise, am 8. April 1863 im Garten [[Ridvan]], erklärte er vor einem kleinen Kreis seiner Anhänger, dass er der vom Bab Verheißene sei, „den Gott offenbare werde“. Subh-i-Azal war bei diesem Ereignis, dessen heute als [[Ridvan]]fest gedacht wird, nicht anwesend. Von der osmanischen Hauptstadt Istanbul wurde Baha’u’llah nach vier Monaten nach [[Edirne]] weiterverbannt. Öffentlich erhob Baha’u’llah seinen Anspruch ab dem Frühjahr 1866, so in Sendschreiben an die einflussreichsten weltlichen und religiösen Führer seiner Zeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iranica.com/newsite/articles/v3f4/v3f4a085.html Artikel &#039;&#039;Bahāʾ-Allāh&#039;&#039;] in [[Encyclopædia Iranica]], S. 426 der gedruckten Ausgabe (Bd. 3); siehe insbesondere {{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Súratu&#039;l-Mulúk und die Súratu&#039;l-Haykal|Sammelwerk=Anspruch und Verkündigung. Sendbriefe aus Edirne und &#039;Akká|Ort=Hofheim|Jahr=2007|ISBN=978-3-87037-419-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Subhi-i-Azal beantwortete dies mit dem Gegenanspruch, selbst der vom Bab Verheißene zu sein. Nach und nach bekannte sich die überwiegende Mehrheit der Babi zu Baha’u’llah und verstand sich nun als Bahai. Die Anhänger Subh-i-Azals (Azali) versuchten die Bahai gegenüber der osmanischen Regierung als politisch subversiv darzustellen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Paula Hartz|Titel=Baha’i Faith. World Religion Series|Auflage=Zweite|Verlag=Facts On File|Ort=New York|Jahr=2006|Seiten=44|ISBN=0-8160-6608-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Baha’u’llah zu beseitigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Ganzen: {{Literatur|Autor=Stephan A. Towfigh, Wafa Enayati|Titel=Die Baha’i-Religion. Ein Überblick|Ort=München|Jahr=2005|Seiten=43|ISBN=3-7892-8163-8}}; vgl. {{Literatur|Autor=[[Udo Schaefer]] et al.|Titel=Desinformation als Methode. Die Bahāʾīsmus-Monographie des F. Ficicchia|Band=Religionswissenschaftliche Texte und Studien, Bd. 6|Verlag=Georg Olms Verlag|Ort=Hildesheim|Jahr=1995|Seiten=492 ff und 534 ff|ISBN=3-487-10041-X}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Folge der Auseinandersetzungen verbannte die osmanische Regierung Subh-i-Azal 1868 nach [[Zypern]] und Baha’u’llah in die Festungsstadt [[Akkon]] im heutigen [[Israel]]. Der Babismus ist heute bis auf eine verschwindend kleine Gruppe mit etwa 2000 Mitgliedern (Azali-Babi) in der neuen Religion Baha’u’llahs aufgegangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Monika Gronke|Titel=Geschichte Irans. Von der Islamisierung bis zur Gegenwart|Auflage=Zweite|Verlag=Beck|Ort=München|Jahr=2006|Seiten=94 f|ISBN=3-406-48021-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Akkon und Bahji ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Acre.JPG|thumb|Die Festungsstadt [[Akkon]] zählt heute zu den Pilgerzielen der Bahai.]]&lt;br /&gt;
Während der mehr als zwei Jahrzehnte in Akkon und Umgebung entstand der größere Teil des umfangreichen Schrifttums Baha’u’llahs in arabischer und persischer Sprache, worin die grundlegenden Lehren weiter ausgeführt werden, insbesondere der Gedanke der Einheit der Menschheit und die Versöhnung der Religionen. Hinzu kommen Religionsgesetz und Gemeindeordnung. Der wichtigste Text der Bahai ist der [[Kitab-i-Aqdas]], das &#039;&#039;Heiligste Buch&#039;&#039;, aus dem Jahr 1873.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Herausgeber=[[Udo Tworuschka]]|Titel=Heilige Schriften der Baha’i|Sammelwerk=Heilige Schriften, Eine Einführung|Seiten=264 ff}}; siehe auch Artikel [[Kitab-i-Aqdas]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch dieses Buch wurden die &#039;&#039;weltlichen&#039;&#039; Gesetze, die der Bab im [[Bayan]] festgelegt hatte, endgültig aufgehoben. Der arabische Text des &#039;&#039;Kitab-i-Aqdas&#039;&#039; ähnelt stilistisch dem klassischen Stil des [[Koran]]. Am 29. Mai 1892 starb Baha’u’llah in Bahji bei [[Haifa]], wo sich heute das [[Bahai-Weltzentrum|geistige Zentrum]] der Bahai-Gemeinde befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abdu’l Baha und die Folgezeit ===&lt;br /&gt;
Die Leitung der Gemeinde ging testamentarisch&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Baha’u’llah, &#039;&#039;Kitab-i-Ahd&#039;&#039;, in &#039;&#039;Botschaften aus Akka&#039;&#039;, Hofheim 1982; siehe auch {{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Herausgeber=[[Udo Tworuschka]]|Titel=Heilige Schriften der Baha’i|Sammelwerk=Heilige Schriften, Eine Einführung|Seiten=266 f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; auf Baha’u’llahs ältesten Sohn [[Abdu’l Baha]] (1844-1921) über. Dies impliziert auch die autoritative Auslegung seiner Schriften. Bis zur [[Jungtürken|Jungtürkischen Revolution]] 1908 blieb Abdu’l Baha in Akkon interniert. Seit 1892 bildeten sich erste Bahai-Gemeinden in Nordamerika und Europa. Diese Gemeinden besuchte Abdu’l Baha zwischen 1910 und 1913, um für den Frieden unter den Religionen und Nationen zu werben.&amp;lt;ref&amp;gt;Seine Ansprachen auf diesen Reisen sind in mehreren Büchern gesammelt, vgl. Artikel [[Abdu’l Baha]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Frühjahr 1913 besuchte er auch Deutschland. Durch sein humanitäres Engagement, vor allem während der Kriegsjahre (1914-1918) in Haifa, erlangte er große öffentliche Anerkennung. Er starb 1921 in Haifa.&lt;br /&gt;
[[Bild:Israel - Haifa - Bahai Gardens 004.jpg|thumb|250px|Die ersten Gärten am Bahai-Weltzentrum in Haifa wurden von Shoghi Effendi angelegt. Die Hängenden Gärten in ihrer heutigen Form wurden im Jahr 2001 eröffnet.]]&lt;br /&gt;
Testamentarisch ernannte Abdu’l Baha seinen Enkel [[Shoghi Effendi]] (1897-1957) zum „Hüter“ der Bahai-Gemeinde. Shoghi Effendi übersetzte einige der wichtigsten Schriften Baha’u’llahs ins Englische. Unter seiner Leitung verbreitete sich die Bahai-Gemeinde in nahezu alle Länder der Erde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Statistik&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Herausgeber=Peter Smith|Titel=Stichwort Expansion|Sammelwerk=A Concise Encyclopedia of the Bahá’í Faith|Ort=Oxford|Jahr=2000|ISBN=1-85-168-184-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit Shoghi Effendi wurde die autoritative (verbindliche) Auslegung der Schriften Baha’u’llahs abgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Herausgeber=[[Udo Tworuschka]]|Titel=Heilige Schriften der Baha’i|Sammelwerk=Heilige Schriften, Eine Einführung|Seiten=268 f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1963 führt das [[Haus der Gerechtigkeit]] die internationale Gemeinde. Es hat seinen Sitz in Haifa. Hier befindet sich daher auch das administrative [[Bahai-Weltzentrum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bahá’í International Community (BIC) ===&lt;br /&gt;
Seit 1948 ist die Bahá’í International Community bei den [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]] als [[nichtstaatliche Organisation]] anerkannt. Seit 1970 hat sie beratenden Status beim [[ECOSOC|Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen]], seit 1976 beratenden Status beim [[UNICEF|Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen]]. Sie arbeitet mit der [[Weltgesundheitsorganisation]], dem [[United Nations Development Programme|Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen]], dem [[United Nations Environment Programme|Umweltprogramm der Vereinten Nationen]], dem [[UNFPA|Bevölkerungsfond der Vereinten Nationen]] und dem [[UNIFEM|Entwicklungsfond der Vereinten Nationen für Frauen]] zusammen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BIC UN&amp;quot;&amp;gt;Bahá’í International Community: &#039;&#039;[http://info.bahai.org/article-1-6-0-6.html The Bahá’í International Community and the United Nations]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BIC AoW&amp;quot;&amp;gt;Bahá’í International Community: &#039;&#039;[http://info.bahai.org/article-1-8-0-4.html Advancement of Women]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem hat die Bahá’í International Community 1992 in New York das weltweit tätige „Büro für Frauenförderung“ eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahá’í International Community betreut weltweit 1714 soziale und wirtschaftliche Entwicklungsprojekte, sowie 348 Schulen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BIC Projekte&amp;quot;&amp;gt;Bahá’í International Community: &#039;&#039;[http://info.bahai.org/article-1-8-1-1.html Bahá’í Development Projects: A Global Process of Learning]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Demographische Entwicklungen ===&lt;br /&gt;
In den letzten fünf Jahrzehnten hat die Bahai-Religion einen signifikanten Zuwachs an der Zahl der Gläubigen erlebt. 1954 gab es weltweit rund 213.000 Bahai, von denen 94 Prozent im Iran lebten und rund 10.000 in Europa und Nordamerika. Ab den sechziger Jahren  kam es zu einer größeren Verbreitung in einigen [[Dritte Welt|Ländern der dritten Welt]] und zu einem Anwachsen der Zahl der Gläubigen, ein Trend welcher sich bis in die Gegenwart fortsetzt. 1968 gab es rund 1,1 Millionen Bahai, wovon 22 Prozent im Iran und 26 Prozent in Indien lebten, in Europa und Nordamerika rund 30.000. 1988 gab es weltweit rund 4,5 Millionen Bahai, nur 6 Prozent im Iran und 40 Prozent in Indien, rund 200.000 in Europa und Nordamerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M. Hutter (1994) 30&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Die Bahá’í. Geschichte und Lehre einer nachislamischen Weltreligion|Sammelwerk=Religion in der Gegenwart. Religionswissenschaftliche Einführung|Band=2|Verlag=Religionswissenschaftlicher Medien- und Informationsdienst e.V.|Ort=Marburg|Jahr=2006|Seite=30|ISBN=3-9802994-5-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2004 gab es rund 7,5 Millionen Bahai während der prozentuale Anteil der iranischen und indischen Bahai gleich geblieben ist. Bemerkenswert ist jedoch, dass es nun rund eine Millionen Bahai in Europa und Nordamerika gibt, welche damit 13 Prozent der Bahai weltweit ausmachen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;World Almanac 2007&amp;quot;&amp;gt;vgl. The World Almanac and Book of Facts 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konversion ==&lt;br /&gt;
=== Beitritt ===&lt;br /&gt;
Maßgeblich für die Konversion zum Bahai-Glauben ist die Akzeptanz Baha’u’llahs als [[Fortschreitende Gottesoffenbarung|Manifestation Gottes]] und der Wunsch, nach seinen Lehren zu leben und der Bahai-Gemeinde anzugehören. Formell wird dies in Deutschland durch die Unterzeichnung einer Karte bekundet, dem die Aufnahme des neuen Mitglieds durch den Nationalen Geistigen Rat folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konversion zum Bahai-Glauben kennt keinerlei Zeremonie oder Feierlichkeiten und ist frühestens ab dem vollendeten 15. Lebensjahr möglich. Kinder aus Bahai-Familien verstehen sich zwar oft schon vorher als Bahai, müssen aber zu ihrem 15. Geburtstag die bewusste persönliche Entscheidung treffen, ob sie künftig der Gemeinde angehören möchten oder nicht. Eine Taufe oder dergleichen gibt es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Austritt ===&lt;br /&gt;
Der Austritt aus der Gemeinschaft erfolgt durch eine ähnliche Prozedur wie die Aufnahme. Man formuliert schriftlich seinen Willen aus der Bahai-Gemeinde auszutreten und sendet diesen an den Nationalen Geistigen Rat. Wenn naheliegt, dass der Austrittswunsch voreilig formuliert wurde, versuchen die Bahai-Gremien mit dem Antragsteller darüber zu beraten. Wenn dies abgelehnt wird oder der Wunsch aufrecht bleibt, so ist der Austritt vollzogen. Die Austrittsgründe müssen dabei nicht angeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontroversen ==&lt;br /&gt;
Eine Regel der Bahai in den [[USA|Vereinigten Staaten]], die einige intellektuelle Bahai als interne [[Zensur (Informationskontrolle)|Zensur]] kritisieren, ist, dass dort schriftliche Arbeiten über den Bahai-Glauben vor der Publikation einer internen Prüfung unterzogen werden. Diese Praxis, die noch aus der Zeit [[Shoghi Effendi]]s stammt, wird heute kontrovers diskutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Barney Leith: [http://bahai-library.com/index.php5?file=leith_bahai_review_repealed Baha’i Review - Should the “red flag” law be repealed?]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den achtziger Jahren gab es eine Kontroverse zwischen der [[Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen|Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen]] (EZW) und der deutschen Bahai-Gemeinde, die durch die EZW-Veröffentlichung einer Bahai-Monographie&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Francesco Ficicchia|Herausgeber=Eine Publikation der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen|Titel=Der Bahā’ismus − Weltreligion der Zukunft? Geschichte, Lehre und Organisation in kritischer Anfrage|Verlag=Quell Verlag|Ort=Stuttgart|Jahr=1981|ISBN=3-7918-6009-7|Kommentar=vergriffen}} Viele seiner damaligen Thesen hat Ficicchia heute revidiert, einige vertritt er noch heute auf seiner [http://www.bahai-kritik.ch Website]&amp;lt;/ref&amp;gt; eines Ex-Mitglieds ausgelöst wurde, welche die Bahai-Gemeinde als Verleumdung ihrer Zentralgestalten und Institutionen betrachtete. Nach der Veröffentlichung einer umfassenden Erwiderung&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Udo Schaefer]] et al.|Titel=Desinformation als Methode. Die Bahāʾīsmus-Monographie des F. Ficicchia|Sammelwerk=Religionswissenschaftliche Texte und Studien|Band=Bd. 6|Verlag=Georg Olms Verlag|Ort=Hildesheim|Jahr=1995|ISBN=3-487-10041-X}}&amp;lt;/ref&amp;gt; durch den Bahai-Theologen [[Udo Schaefer]] und zwei weitere Bahai-Autoren wurde diese Kontroverse beigelegt und man kehrte zurück zum Dialog. Kennzeichnend für den neuen Umgangsstil war die Aussage Ulrich Dehns, dass die EZW – in Bezugnahme auf einen durch den Religionswissenschaftler Manfred Hutter geprägten Begriff – die Bahai fortan als „nachislamische Weltreligion“ betrachte.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Dehn in &#039;&#039;Materialdienst der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW)&#039;&#039;, 1/1997, S. 14-17: “Baha’i und EZW”&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionswissenschaftliche Einordnung ==&lt;br /&gt;
In der neueren Forschung wird die Bahai-Religion fast durchweg als eigenständige Universalreligion betrachtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einordnung&amp;quot;&amp;gt;Vgl. etwa {{Literatur|Herausgeber=Walter de Gruyter|Titel=Theologische Realenzyklopädie|Band=Studienausgabe, Teil 1, Band V|Ort=Berlin/New York|Jahr=1993|Seiten=130 f|ISBN=3-110-13898-0}} {{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Die Weltreligionen|Seiten=105|Kommentar=vgl. Literaturangaben}} {{Literatur|Titel=Religion in Geschichte und Gegenwart|Band=Bd. 1|Verlag=Mohr Siebeck|Ort=Tübingen|Jahr=1998|Seiten=1061 f|ISBN=3-161-46941-0}} {{Literatur|Titel=Evangelisches Kirchenlexikon|Band=Erster Band|Verlag=Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht|Ort=Göttingen|Jahr=1986|Seiten=352 ff|ISBN=3-525-50128-5}} {{Literatur|Titel=The Encyclopedia of Islam|Band=New Edition, Volume I|Verlag=E. J. Brill|Ort=Leiden (Niederlande)|Jahr=1986|Seiten=911, 915 ff|ISBN=9-004-08114-3}} {{Literatur|Titel=Metzler Lexikon Religion|Band=Bd. 1|Verlag=Verlag J.B. Metzler|Ort=Stuttgart/Weimar|Jahr=1999|Seiten=122 ff|ISBN=3-476-01551-3}} {{Literatur|Titel=The Encyclopedia of Religion|Band=Volume 2|Verlag=Macmillan Publishing Company|Ort=New York/London|Jahr=1987|Seiten=40 ff|ISBN=0-029-09710-X}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der älteren Forschung sah dieses Bild teilweise anders aus und lieferte ein Zerrbild. Dies mag daran liegen, dass die ersten Werke über die Bahai-Religion im deutschsprachigen Raum von christlichen [[Apologetik|Apologeten]] verfasst wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Herausgeber=Walter de Gruyter|Titel=Theologische Realenzyklopädie|Band=Studienausgabe, Teil 1, Band V|Ort=Berlin/New York|Jahr=1993|Seiten=130 f|ISBN=3-110-13898-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahai-Religion ist in einem islamischen Kulturraum entstanden. Dies verleitete in der älteren Forschung dazu, diese als islamische Sekte zu betiteln. Diese Fehleinschätzung wurde durch den unkritischen, unwissenschaftlichen und zum Teil apologetischen Gebrauch des Wortes Sekte begünstigt. Verkannt wurde, dass sich die Bahai-Religion auf eigene heilige Texte stützt, einen eigenen universalen Anspruch hat und das islamische Religionsgesetz bereits 1848 aufgehoben wurde. Das Verhältnis zwischen der Bahai-Religion und dem Islam ist vergleichbar mit dem zwischen Christentum und Judentum.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfolgung ==&lt;br /&gt;
→ &#039;&#039;[[Verfolgung der Bahai]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Muslime [[Mohammed]] als das „Siegel der Propheten“ bezeichnen und ihn damit als den letzten einer ganzen Reihe von [[Prophet]]en betrachten, kann es nach ihrem Glauben bis zum [[Jüngster Tag|Jüngsten Tag]] keine weiteren [[Offenbarung]]en mehr geben. Baha’u’llah vertritt jedoch den Anspruch, die Reihe der Propheten fortzusetzen. Im Kampf um Einfluss und Macht innerhalb des Iran dienten und dienen die Bahai, zu Erzfeinden des Schiitentums und des Nationalstolzes stilisiert, immer wieder als Sündenböcke, die instrumentalisiert werden, um die emotionale Unterstützung der Massen zu gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Mitte 1981 wurde den Bahai bis heute die Aufnahme in höheren Bildungseinrichtungen, in manchen Orten auch in Schulen, verweigert, Studenten und Lehrkräfte wurden entlassen, Angestellte im öffentlichen Dienst ohne Sozialversicherung und Rente aus dem Dienst geworfen, Gehälter und Ausbildungskosten mussten unter Androhung von Gefängnis zurückgezahlt werden. Bahai-Eigentum wurde enteignet, Geschäftsverkehr mit Bahai-Angehörigen verboten, Läden und Geschäfte geschlossen, Geschäfts- und Privatkonten gesperrt und somit die Existenzgrundlage zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Bericht der UNO-Sonderbeauftragten der Menschenrechtskommission, Asma Jahangir, vom Oktober 2005 hat der Oberste Revolutionsführer Chamenei die Oberbefehlshaber der Armee, die Geheimdienste, die Organisation der Revolutionswächter und die Polizei angewiesen, alle Menschen, die der Religionsgemeinschaft der Bahai angehören, „zu identifizieren, zu registrieren und dauerhaft zu überwachen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;references-small&amp;quot; style=&amp;quot;-moz-column-count: 2; column-count: 2;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Stephan A. Towfigh, Wafa Enayati|Titel=Die Baha’i-Religion. Ein Überblick|Auflage=3.|Verlag=Olzog Verlag|Ort=München|Jahr=2007|ISBN=978-3-789-28231-7}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Die Weltreligionen|Auflage=2.|Verlag=C.H. Beck|Ort=München|Jahr=2006|ISBN=978-3-406-50865-3}}&lt;br /&gt;
*{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Heilige Schriften der Baha’i}} in {{Literatur|Herausgeber=Udo Tworuschka|Titel=Heilige Schriften. Eine Einführung|Verlag=Wissenschaftliche Buchgesellschaft|Ort=Darmstadt|Jahr=2000|ISBN=3-534-13594-6}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Herausgeber=Der Nationale Geistige Rat der Bahá’í in Deutschland e.V.|Titel=Integration als Herausforderung und Chance. Eine Initiative der Baha’i|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=1998|ISBN=3-87037-350-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Architektur und Kunst ===&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Julie Badiee|Titel=An earthly paradise. Bahá’í houses of worship around the world|Verlag=Oxford|Ort=George Ronald|Jahr=1992|ISBN=0-85398-316-X}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Roger White, Raghu Rai|Titel=Forever in Bloom. The Lotus of Bahapur|Verlag=Time Books International|Ort=New Delhi|Jahr=1992}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=A. Mooghen|Titel=Mishkin Qalam. XIX Century Artist &amp;amp; Calligrapher.|Verlag=Reyhani|Ort=Darmstadt|Jahr=1992|ISBN=3-906714-01-2}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Zur Zurich, Ruhi Vargha|Titel=Baha&#039;i Shrine and Gardens on Mount Carmel, Haifa, Israel. A Visual Journey|Verlag=Haifa Tourist Board|Ort=Haifa|Jahr=2001|ISBN=978-9-650-51105-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Magazine und Zeitschriften ===&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Herausgeber=Der Nationale Geistige Rat der Bahá&#039;í in Deutschland e.V.|Titel=Tempora|Verlag=Bahá&#039;í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=ab 1997|ISSN=1433-2078|Online=[http://www.tempora.org/ Internetpräsenz mit Leseproben etc.]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Herausgeber=Der Nationale Geistige Rat der Bahá&#039;í in Deutschland e.V.|Titel=One country. Nachrichtenmagazin der Bahá&#039;í International Community. Deutsche Ausgabe|Verlag=Bahá&#039;í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=ab 1994|ISSN=0945-7062}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Herausgeber=Bahá&#039;í International Community|Titel=One country. Newsletter of the Bahá&#039;í International Community|Verlag=Bahá&#039;í International Community|Ort=New York|Jahr=ab 1989|ISSN=1018-9300|Online=[http://www.onecountry.org/ Internetpräsenz mit weitreichendem Archiv etc.]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Bahá&#039;í Faith]]&lt;br /&gt;
[[fr:Foi bahá&#039;íe]]&lt;br /&gt;
[[vi:Tôn giáo Baha&#039;i]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
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		<updated>2018-08-31T03:28:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: &lt;/p&gt;
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&amp;lt;div style=&amp;quot;top:+0.2em;font-size: 95%&amp;quot;&amp;gt;Die [[Bahá&#039;í-Religion|Bahá&#039;í­]] Enzyklopädie.&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;hr /&amp;gt;Erinnerst du dich an ein bedeutendes Ereignis für das heutige Datum in der Bahá&#039;í-Geschichte?  &#039;&#039;&#039;[[Bahaikipedia:Heute in der Bahá&#039;í-Geschichte|Ergänze es bei Bahaikipedia]]&#039;&#039;&#039;!&lt;br /&gt;
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! &amp;lt;h2 style=&amp;quot;margin:0; background:#ddcef2; font-size:120%; font-weight:bold; border:1px solid #afa3bf; text-align:left; color:#000; padding:0.2em 0.4em;&amp;quot;&amp;gt;[[Bahaikipedia:Bild des Tages|Bild des Tages]]&amp;lt;/h2&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[zh:]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dragfyre</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Ritter_Bah%C3%A1%E2%80%99u%E2%80%99ll%C3%A1hs&amp;diff=811</id>
		<title>Ritter Bahá’u’lláhs</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Ritter_Bah%C3%A1%E2%80%99u%E2%80%99ll%C3%A1hs&amp;diff=811"/>
		<updated>2018-08-30T07:46:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dragfyre: Änderung 446 von 212.111.208.2 (Diskussion) rückgängig gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Bezeichnung &#039;&#039;&#039;Ritter Bahá’u’lláhs&#039;&#039;&#039; wurde von [[Shoghi Effendi]] an [[Bahá’í Faith|Bahá’í]]s vergeben, die sich erhoben und während des 10 Jahres Planes neue Gebiete für den Glauben eröffneten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Shoghi Effendi schrieb eine Ehrenliste aller Ritter Bahá’u’lláhs. Am 28 Mai 1992, während der Gedenkfeierlichkeiten zum 100.jährigen Hinscheiden Bahá’u’lláhs wurde die Liste von [[Rúhíyyih Khánum]] am Eingang zum [[Shrein Bahá’u’lláhs]] vergraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__NOEDITSECTION__&lt;br /&gt;
==Liste der Ritter Bahá’u’lláhs==&lt;br /&gt;
===Afrika===&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
====Ashanti Protektorat====&lt;br /&gt;
*Benedict Eballa, April 1954&lt;br /&gt;
====Basutoland====&lt;br /&gt;
*Frederick Laws, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Elizabeth Laws, Oktober 1953 (geboren: 20 September 1888 in St. Louis, Missouri - verstorben:24 Juni 1977 in Washington State)&lt;br /&gt;
====Bechuanaland====&lt;br /&gt;
*[[John Robarts]], Februar 1954&lt;br /&gt;
*Audrey Robarts, Februar 1954&lt;br /&gt;
*Patrick Robarts, Februar 1954&lt;br /&gt;
====Britisch Kameroon====&lt;br /&gt;
*[[Enoch Olinga]], Oktober 1953 (geboren:24 Juni 1926 - verstorben:16 September 1979)&lt;br /&gt;
====Britisch Togoland====&lt;br /&gt;
*Edward Tabe, April 1954&lt;br /&gt;
*Albert Buapiah, April 1954&lt;br /&gt;
====Kapverdische Inseln====&lt;br /&gt;
*Howard Menking, Januar 1954&lt;br /&gt;
*Joanne Menking, Januar 1954&lt;br /&gt;
====Archipel der Komoren====&lt;br /&gt;
*Mihribán Suhailí, 1954&lt;br /&gt;
====Französisch Kameroon====&lt;br /&gt;
*Samuel Njiki, April 1954&lt;br /&gt;
*Meherangiz Munsiff, April 1954&lt;br /&gt;
====Französisch Äquatorial Afrika====&lt;br /&gt;
*Max Kenyerezi, Oktober 1953&lt;br /&gt;
====Dschibuti====&lt;br /&gt;
*Fred Schechter, August 1953&lt;br /&gt;
*Fahimah Elias, Mai 1954&lt;br /&gt;
*Sabri Elias, Mai 1954&lt;br /&gt;
====Französisch Togoland====&lt;br /&gt;
*David Tanyi, April 1954&lt;br /&gt;
*Mavis Nymon, Mai 1954&lt;br /&gt;
*Vivian Wesson, Mai 1954&lt;br /&gt;
====Französisch West Afrika====&lt;br /&gt;
*Labíb Isfahání, November 1953&lt;br /&gt;
*Habíb Isfahání, April 1954&lt;br /&gt;
====Gambia====&lt;br /&gt;
*Faríburz Rúzbihíyán, Februar 1954&lt;br /&gt;
====Italienisch Somaliland====&lt;br /&gt;
*Suhayi Samandarí, März 1953&lt;br /&gt;
*Mihdí Samandarí, November 1953&lt;br /&gt;
*Ursula Samandarí, November 1953&lt;br /&gt;
====Mauritius====&lt;br /&gt;
*Otillie Rhein, November 1953 (geboren:1903 - verstorben:29 Oktober 1979 in San Mateo, California)&lt;br /&gt;
====Morokko, Internationale Zone====&lt;br /&gt;
*Manúchihr Hizárí, September 1953&lt;br /&gt;
*Hurmuz Zindih, September 1953&lt;br /&gt;
*[[Elsie Austin]], Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Muhammad `Alí Jalálí, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Husayn Ardikání, November 1953&lt;br /&gt;
*Nusrat Ardikání, November 1953&lt;br /&gt;
*[[&#039;Alí Akbar Rafí&#039;í Rafsanjání]], November 1953&lt;br /&gt;
*Sháyistih Rafí&#039;í, November 1953 (geboren:1882 in Kirmán, Iran - verstorben:27 27 Juni 1965 in Meknes)&lt;br /&gt;
*`Abbás Rafí&#039;í, November 1953&lt;br /&gt;
*Richard Walters, April 1954&lt;br /&gt;
*Evelyn Walters, April 1954&lt;br /&gt;
*Richard Suhm, April 1954&lt;br /&gt;
*Mary Suhm, April 1954&lt;br /&gt;
====Northern Territories Protectorate====&lt;br /&gt;
*Julius Edwards, September 1953&lt;br /&gt;
*Martin Manga, April 1954&lt;br /&gt;
====Réunion====&lt;br /&gt;
*Opal Jensen, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Leland Jensen, März 1954&lt;br /&gt;
====Rio de Oro====&lt;br /&gt;
*Amín Battáh, Oktober 1953&lt;br /&gt;
====Ruanda-Urundi====&lt;br /&gt;
*Rex Collison, Mai 1953 (geboren:1892 - verstorben:1970)&lt;br /&gt;
*Dunduzu Chisiza, Juni 1953&lt;br /&gt;
====Seychellen====&lt;br /&gt;
*Abbás Kamil, November 1953&lt;br /&gt;
*Abdu&#039;l Rahman Zarqani, Januar 1954&lt;br /&gt;
====Süd Rhodesien====&lt;br /&gt;
*`Izzatu&#039;lláh Zahrá&#039;í, Juni 1953&lt;br /&gt;
*Claire Gung, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Kenneth Christian, Januar 1954&lt;br /&gt;
*Roberta K. Christian, Januar 1954 (geboren:1913 - verstorben:1971)&lt;br /&gt;
*Joan Powis, Februar 1954&lt;br /&gt;
*`Aynu&#039;d-Dín `Alá&#039;í, Dezember 1955&lt;br /&gt;
*Táhirih `Alá&#039;í, Dezember 1955&lt;br /&gt;
====Südwestafrika====&lt;br /&gt;
*Ted Cardell, Oktober 1953&lt;br /&gt;
====Spanisch Guinea====&lt;br /&gt;
*Elsie Schreiber, Mai 1954&lt;br /&gt;
====Spanisch Marokko====&lt;br /&gt;
*Fawzí Zaynu&#039;l-`Ábidín, Oktober 1953 (b. 28 Januar 1911 in Kairo - d. 23 März 1975 in Glendale, Kalifornien)&lt;br /&gt;
*Bahía Zaynu&#039;l-`Ábidín, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Luella McKay, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*John Fleming, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Erleta Fleming, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*[[Alyce Janssen|Alyce Barbara May Janssen]], Oktober 1953 (b. 1900 - d. 10 Dezember 1964 in Santa Rosa, Kalifornien)&lt;br /&gt;
====Spanisch Sahara====&lt;br /&gt;
*Muhammad Mustafá Sulaymán, Oktober 1953 (b. 1898 in Ägypten - d. 14 August 1981)&lt;br /&gt;
====St. Helena Inseln====&lt;br /&gt;
*Elizabeth Stamp, Mai 1954 (b. 1887 - d. 1970)&lt;br /&gt;
====Swaziland====&lt;br /&gt;
*Bula Mott Stewart, April 1954&lt;br /&gt;
*John Allen, April 1954 (b. 16 May 1907 in Auburn, Kalifornien - d. 1 September 1980 in Stanford, Kalifornien)&lt;br /&gt;
*Valera Allen, April 1954&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Amerika===&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
====Aleuten====&lt;br /&gt;
*Elaine Caldwell, Juli 1953&lt;br /&gt;
*[[Jenabe Caldwell]], Juli 1953&lt;br /&gt;
*Elinore Putney, Mai 1954&lt;br /&gt;
====Anticosti====&lt;br /&gt;
*Mary Zabolotny, April 1956&lt;br /&gt;
====Bahamas====&lt;br /&gt;
*Gail Curwin, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Gerald Curwin, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Leeanna Curwin, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Maurice Holmes, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Ethel May Bowman Holmes, Oktober 1953 (b. 1904 - d. 1972)&lt;br /&gt;
*Andrew F. Matthisen, Januar 1954 (b. 1885 - d. 1961)&lt;br /&gt;
*Mina B. Matthisen, Januar 1954 (b. 1895 - d. 1972)&lt;br /&gt;
====Baranof Islands====&lt;br /&gt;
*Helen Robinson, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Gail Avery, Februar 1954&lt;br /&gt;
*Grace Bahovec&lt;br /&gt;
====Britisch Guiana====&lt;br /&gt;
*[[Malcolm King]], Oktober 1953 (b. 1885 - d. 19 October 1966 in Jamaica)&lt;br /&gt;
====Britisch Honduras====&lt;br /&gt;
*Cora Oliver, September 1953&lt;br /&gt;
*Shirley Warde, Oktober 1953&lt;br /&gt;
====Cape Breton Island====&lt;br /&gt;
*Frederick Allen, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Jeanne Gwendolin Allen, Oktober 1953 (b. 1911 - d. 1969)&lt;br /&gt;
*Irving Geary, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*[[Mabel Grace Geary]], Oktober 1953 (b. 1888 - d. 1965)&lt;br /&gt;
====Chiloé====&lt;br /&gt;
*Zunilde de Palacios, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Louise Groger, Juni 1954&lt;br /&gt;
====Niederländisch Guayani====&lt;br /&gt;
*Elinor Wolff, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Robert Wolff, Oktober 1953&lt;br /&gt;
====Niederländische Antillen====&lt;br /&gt;
*Matthew W. Bullock, November 1953 (b. 1881 - d. 1972)&lt;br /&gt;
*John Kellberg, April 1954&lt;br /&gt;
*Marjorie Kellberg, April 1954&lt;br /&gt;
====Falklandinseln====&lt;br /&gt;
*John Leonard, Februar 1954&lt;br /&gt;
====Franklin====&lt;br /&gt;
*Gale Bone, November 1953&lt;br /&gt;
*Jameson Bond, November 1953&lt;br /&gt;
====Französisch Guiana====&lt;br /&gt;
*Eberhard Friedland, Oktober 1953&lt;br /&gt;
====Galapagos Inseln====&lt;br /&gt;
*Gayle Woolson, April 1954&lt;br /&gt;
*Haik Kevorkian, Mai 1954 (b. 1916 - d. 1970)&lt;br /&gt;
====Grand Manan Island====&lt;br /&gt;
*Doris Richardson, November 1953 (b. 1901 - d. 13 Mai 1976)&lt;br /&gt;
====Gulf Islands====&lt;br /&gt;
*[[Catherine Huxtable]], September 1959 (b. 6 Januar 1932 in England - d. 25 Oktober 1967 in St. Helena)&lt;br /&gt;
====Keewatin====&lt;br /&gt;
*Dick Stanton, September 1953&lt;br /&gt;
====Key West====&lt;br /&gt;
*Arthur Crane, Juli 1953&lt;br /&gt;
*Ethel Crane, Juli 1953&lt;br /&gt;
*Howard J. Snider, September 1953 (b. 1884 - d. 1970)&lt;br /&gt;
====Kodiak Island====&lt;br /&gt;
*Jack Hoffman, Juli 1953&lt;br /&gt;
*Rose Perkal, Juli 1953&lt;br /&gt;
*Bernard Guhrke, Februar 1954&lt;br /&gt;
====Labrador====&lt;br /&gt;
*Bruce Matthew, April 1954&lt;br /&gt;
*Howard Gilliland, April 1954&lt;br /&gt;
====Leeward Islands====&lt;br /&gt;
*Benjamin Weeden, Oktober 1953 (b. 1892 - d. 1970)&lt;br /&gt;
*Earle Render, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Gladys Anderson Weeden, Oktober 1953 (b. 1906 - d. 13 September 1979 in Hebron, New Hampshire)&lt;br /&gt;
*David Schreiber, Februar 1954&lt;br /&gt;
*Charles Dayton, Februar 1954&lt;br /&gt;
*Mary Dayton, Februar 1954&lt;br /&gt;
====Magdalen Islands====&lt;br /&gt;
*Kathleen Weston, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Kay Zinky, April 1954&lt;br /&gt;
====Margarita Island====&lt;br /&gt;
*[[Ruth Katharine Meyer|Katharine Meyer]], Oktober 1953&lt;br /&gt;
====Miquelon Island &amp;amp; St. Pierre Island====&lt;br /&gt;
*[[Ola Pawlowska]], Oktober 1953&lt;br /&gt;
====Portuguese Guiana====&lt;br /&gt;
*Jose Xavier Rodrigues, September 1953&lt;br /&gt;
*Hilda Xavier Rodrigues, September 1953&lt;br /&gt;
====Queen Charlotte Islands====&lt;br /&gt;
*Edythe MacArthur, August 1953&lt;br /&gt;
====St. Thomas Island====&lt;br /&gt;
*Elsie Schreiber, Februar 1954&lt;br /&gt;
====Windward Islands====&lt;br /&gt;
*Esther Evans, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Lillian Middlemast, Oktober 1953&lt;br /&gt;
====Yukon====&lt;br /&gt;
*R. Ted Anderson, September 1953&lt;br /&gt;
*Joan Anderson, September 1953&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Asien===&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
====Andaman Islands====&lt;br /&gt;
*K. Fozdar, November 1953&lt;br /&gt;
====Bhutan====&lt;br /&gt;
*Shápúr Rawhání, Juni 1954&lt;br /&gt;
*Ardishír Furúdí, Juni 1954&lt;br /&gt;
====Brunei====&lt;br /&gt;
*Harry Clark, Februar 1954&lt;br /&gt;
*Charles Duncan, Februar 1954&lt;br /&gt;
*John Fozdar, April 1954&lt;br /&gt;
====Chagos Archipelago====&lt;br /&gt;
*Pouva Murday, Mai 1957&lt;br /&gt;
====Daman====&lt;br /&gt;
*Ghulám-`Alí Kurlawala, Juni 1953 (b. 1896 - d. 1978)&lt;br /&gt;
====Diu Island====&lt;br /&gt;
*Kaykhusraw Dahamobedi, Dezember 1953&lt;br /&gt;
*Bahíyyih Rawhání, Dzcember 1953&lt;br /&gt;
*Gulnár Áftábí, Dezember 1953&lt;br /&gt;
====Niederländisch Guinea====&lt;br /&gt;
*Elly Becking, Oktober 1953&lt;br /&gt;
====Goa====&lt;br /&gt;
*Rawshan Áftábí, Juli 1953&lt;br /&gt;
*Fírúzih Yigánigí, Juli 1953&lt;br /&gt;
====Hadhramut====&lt;br /&gt;
*Adíb Baghdádí, Dezember 1953&lt;br /&gt;
*Husayn Halabí, Februar 1954&lt;br /&gt;
====Hainan Island====&lt;br /&gt;
*John Z.T. Chang, August 1959&lt;br /&gt;
====Karikal====&lt;br /&gt;
*Salisa Kirmání, August 1953&lt;br /&gt;
*Shírín Núrání, August 1953&lt;br /&gt;
====Kuria-Muria Islands====&lt;br /&gt;
*Munír Vakíl, Januar 1954 (b. 1900 in Baghdád - d. 14 Februar 1976)&lt;br /&gt;
====Macao Island====&lt;br /&gt;
*Frances Heller, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Loretta and Carl Scherer, Dezember, 1953&lt;br /&gt;
====Mahé====&lt;br /&gt;
*Lionell Peraji, Oktober 1954&lt;br /&gt;
*Qudratu&#039;lláh Rawhání, März 1954&lt;br /&gt;
*Khudá-Rahm Muzhgání, März 1954&lt;br /&gt;
====Mentawai Islands====&lt;br /&gt;
*[[Rahmatu&#039;lláh Muhájir]], Februar 1954 (b. 1923 - d. 1979 in Ecuador)&lt;br /&gt;
*Írán Muhájir, Februar 1954&lt;br /&gt;
====Mongolia====&lt;br /&gt;
*Sean Hinton, Dezember 1988&lt;br /&gt;
====Nicobar Islands====&lt;br /&gt;
*Jeanne Frankel, Juli 1957&lt;br /&gt;
*Margaret Bates, Juli 1957&lt;br /&gt;
====Pondicherry====&lt;br /&gt;
*Sa&#039;íd Nahví, Juli 1953&lt;br /&gt;
*Shawkat Nahví, Mai 1954&lt;br /&gt;
*Shiyam Behari Lal, August 1953&lt;br /&gt;
====Portugiesisch Timor====&lt;br /&gt;
*Harold Thomas Fitzner, Juni 1954 (b. 1893 - d. 1969)&lt;br /&gt;
*Florence Fitzner, Juni 1954&lt;br /&gt;
*Jose Marques, Juli 1954&lt;br /&gt;
====Sakhalin Insel====&lt;br /&gt;
*Abbas Katirai, Dezember 1990&lt;br /&gt;
*Kezvanieh Katirai, Dezember 1990&lt;br /&gt;
====Socotra Island====&lt;br /&gt;
*Mirzá Áqá Kamálí Sarvistání, März 1955 (b. Juni 1924 in Sarvistán, Iran - d. 1 Februar 1983)&lt;br /&gt;
====Tibet====&lt;br /&gt;
*Udai Narain Singh, September 1955&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Australasien &amp;amp; Ozeanien===&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
====Admiralty Islands====&lt;br /&gt;
*[[Violet Hoehnke]], Juli 1954&lt;br /&gt;
====Caroline Islands====&lt;br /&gt;
*Virginia Breaks, Januar 1954&lt;br /&gt;
====Cocos Islands====&lt;br /&gt;
*Frank Wyss, Juni 1955&lt;br /&gt;
====Cook Inseln====&lt;br /&gt;
*Edith Danielson, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Dulcie Dive, Januar 1954&lt;br /&gt;
====Gilbert &amp;amp; Ellis Islands====&lt;br /&gt;
*[[Roy Fernie]], März 1954 (b. 20 Januar 1922 - d. 21 Oktober 1964)&lt;br /&gt;
*Elena Fernie, März 1954&lt;br /&gt;
====Juan Fernández Islands====&lt;br /&gt;
*Salvador Tormo, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Adela Tormo, Oktober 1953&lt;br /&gt;
====Loyalty Islands====&lt;br /&gt;
*Daniel Haumond, Oktober 1955&lt;br /&gt;
====Mariana Islands====&lt;br /&gt;
*Robert Powers, Jr., April 1954&lt;br /&gt;
*Cynthia Olson, Mai 1954&lt;br /&gt;
====Marquesas Islands====&lt;br /&gt;
*Greta Jankko, März 1954 (b. 1902 - d. 1973)&lt;br /&gt;
====Marshall Inseln====&lt;br /&gt;
*[[Marcia Steward de Matamores]] Atwater, August 1954 (b. 1904 in Pasadena, Kalifornien - d. 1966)&lt;br /&gt;
====New Hebrides Islands====&lt;br /&gt;
*Bertha Dobbins, Oktober 1953&lt;br /&gt;
====Samoa====&lt;br /&gt;
*Lilian Wyss, Januar 1954&lt;br /&gt;
====Society Islands====&lt;br /&gt;
*Gretta Stevens Lamprill, Oktober 1953 (b. 1890 - d. 1972)&lt;br /&gt;
*Gladys Irene Parke, Oktober 1953 (d. 1969)&lt;br /&gt;
====Solomon Islands====&lt;br /&gt;
*[[Gertrude Blum]], März 1954&lt;br /&gt;
*Alvin Blum, März 1954 (b. 1912 - d. 1968)&lt;br /&gt;
====Tonga Islands====&lt;br /&gt;
*Stanley Bolton, Jr., Januar 1954&lt;br /&gt;
*Dudley Blakily, Juli 1954 (b. Oktober 1902 - d. 19 Dezember 1982 in St. Simons Island, Georgia)&lt;br /&gt;
*Esla Blakily, Juli 1954&lt;br /&gt;
====Tuamotu====&lt;br /&gt;
*Jean Sevin, Januar 1954&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Europa===&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
====Andora====&lt;br /&gt;
*William Danjon, Oktober 1953&lt;br /&gt;
====Azoren====&lt;br /&gt;
*[[Richard Nolen]], Oktober 1953 (b. 14 März 1914 in Almont, Michigan - d. 5 Mai 1964 in Washington State)&lt;br /&gt;
*Lois Nolen, Oktober 1953&lt;br /&gt;
====Balearic Islands====&lt;br /&gt;
*Virginia Orbison, August 1953 (d. 20 November 1985)&lt;br /&gt;
*Jean Deleuran, Dezember 1953&lt;br /&gt;
*Tove Deleuran, Dezember 1953&lt;br /&gt;
*Charles Ioas, Januar 1954&lt;br /&gt;
====Kanarische Inseln====&lt;br /&gt;
*Gertrude Eisenburg, November 1953&lt;br /&gt;
*George True, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Marguerite True, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Shawghí Rawhání, Juni 1954&lt;br /&gt;
====Channel Islands====&lt;br /&gt;
*Diá&#039;u&#039;lláh Asgharzádih, September 1953&lt;br /&gt;
*Evelyn Baxter, September 1953 (b. 1883 - d. 1969)&lt;br /&gt;
====Kreta====&lt;br /&gt;
*Rolf Haug, Oktober 1953&lt;br /&gt;
====Zypern====&lt;br /&gt;
*Abbas Vakil, August 1953&lt;br /&gt;
*Robert McKinley, September 1953&lt;br /&gt;
*[[Violet McKinley]], November 1953&lt;br /&gt;
*Samira Vakil, November 1953&lt;br /&gt;
====Faröer Inseln====&lt;br /&gt;
*Eskil Ljungberg, Juli 1953&lt;br /&gt;
====Frisian Islands====&lt;br /&gt;
*Elsa Maria Grossman, November 1953 (b. 19 Juli 1896 in Rosario, Argentinien - d. 6 August 1977)&lt;br /&gt;
*Geertrui Ankersmit, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Ursula von Brunn, Oktober 1953&lt;br /&gt;
====Griechenland====&lt;br /&gt;
*Amín Banání, August 1953&lt;br /&gt;
*Sheila Banání, August 1953&lt;br /&gt;
*Carole Allen, November 1953&lt;br /&gt;
*Dwight Allen, November 1953&lt;br /&gt;
====Hebriden====&lt;br /&gt;
*Geraldine Graney, Oktober 1953&lt;br /&gt;
====Liechtenstein====&lt;br /&gt;
*Amír Húshmand Manúchihrí, August 1953&lt;br /&gt;
====Lofoten Islands====&lt;br /&gt;
*[[Mildred Clark]], August 1953 (b. 24 Mai 1892 in Manchester, Illinois - d. 27 Mai 1967 in Turku, Finnland)&lt;br /&gt;
====Madeira====&lt;br /&gt;
*Ada Schott, November 1953&lt;br /&gt;
*[[Elizabeth Hopper]], November 1953&lt;br /&gt;
*Sara M. Kenny, November 1953 (b. 1900 - d. 1968)&lt;br /&gt;
*Ella Duffield, November 1953&lt;br /&gt;
====Malta====&lt;br /&gt;
*Una Townshend, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Mary Olga Katherine Mills, November 1953 (b. 24 Oktober 1882 - d. 2 Mai 1974)&lt;br /&gt;
*John Mitchell, Juli 1954&lt;br /&gt;
====Moldawien====&lt;br /&gt;
*Annemarie Krüger&lt;br /&gt;
====Monacco====&lt;br /&gt;
*Mellie French, September 1953&lt;br /&gt;
*`Azízu&#039;lláh Navídí, Februar 1954&lt;br /&gt;
*Shamshí Navídí, Februar 1954&lt;br /&gt;
*Olivia Kelsey, März 1954 (b. 9 Februar 1889 in Delaware County, Ohio - d. 13 Oktober 1981 in Yellow Spring, Ohio)&lt;br /&gt;
====Orkney Inseln====&lt;br /&gt;
*[[Charles Dunning]], Oktober 1953&lt;br /&gt;
====Rhodos====&lt;br /&gt;
*Elizabeth Bevan, Januar 1954&lt;br /&gt;
====Rumänien====&lt;br /&gt;
*Fereidun Khazrai, November 1968&lt;br /&gt;
====San Marino====&lt;br /&gt;
*Tábandih Paymán, November 1953&lt;br /&gt;
*Suhráb Paymán, April 1954&lt;br /&gt;
====Sardinien====&lt;br /&gt;
*Marie Ciocca Holmlund, Oktober 1953 (b. 1929 - d. 1968)&lt;br /&gt;
====Shetland Inseln====&lt;br /&gt;
*[[Brigitte Lundblade]] (nee Hasselblatt), September 1953 (b. 1923 - d. 17 Mai 2008)&lt;br /&gt;
====Sizilien====&lt;br /&gt;
*Emma Rice, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Stanley Bagley, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Florence Bagley, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Carol Bagley, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Gerrold Bagley, Oktober 1953&lt;br /&gt;
*Susan Bagley, Oktober 1953&lt;br /&gt;
====Spitzbergen====&lt;br /&gt;
*Paul Adams, Juni 1958&lt;br /&gt;
====Belarus====&lt;br /&gt;
*Helmut Winkelbach, Dezember 1978&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Referenzen==&lt;br /&gt;
*[http://bahai-library.com/writings/shoghieffendi/mbw/mbwall.html Messages to the Bahá’í World 1950-1957 ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere links==&lt;br /&gt;
*[http://bahai-library.com/?file=roll_honor_knights_bahaullah Roll of Honor listing the names of the Knights of Bahá’u’lláh]&lt;br /&gt;
*[http://bahai-library.com/index.php5?file=virgin_territories_knights_bahaullah Virgin Territories Opened by the Knights of Bahá’u’lláh]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Articles]] [[Category:Notable Bahá’ís|*]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Knights of Bahá’u’lláh]]&lt;br /&gt;
[[fr:Chevaliers de Bahá’u’lláh]]&lt;br /&gt;
[[pt:Cavaleiros de Bahá&#039;u&#039;lláh]]&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;[[Januar 2]]:&lt;br /&gt;
*[[1986]]: Abschluss der [[Berater]]-Konferenz. Das [[Universale Haus der Gerechtigkeit]] verkündet einige Besonderheiten des [[6-Jahres-Plans]] und Möglichkeiten mit denen die nationalen Ziele durch Beratung der [[Nationalen Geistigen Räte]] mit dem [[Berateramt]] erreicht werden können. (Quelle: The Universal House of Justice, Messages 1963 to 1986, p. 717)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sorting==&lt;br /&gt;
[[Category:Januar|Januar 2]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:January 2]]&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Erweitern}}&lt;br /&gt;
[[Bild:Shoghi-Effendi.jpg|thumb|right|&#039;&#039;&#039;Sho&amp;lt;u&amp;gt;gh&amp;lt;/u&amp;gt;í Effendí Rabbání&#039;&#039;&#039;, einige Monate vor seinem Tod.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sho&amp;lt;u&amp;gt;gh&amp;lt;/u&amp;gt;í Effendí Rabbání&#039;&#039;&#039; (1. März 1897 - 4. November 1957), besser bekannt als &#039;&#039;&#039;Shoghi Effendi&#039;&#039;&#039;, war ein Enkel [[`Abdu&#039;l-Bahá]]s. Ab 1921 wurde er durch den [[Wille und Testament|Willen und Testament]] `Abdu&#039;l-Bahás zum [[Hüter]] der [[Bahá&#039;í-Religion]]. Er hatte dieses Amt bis zu seinem Tod im Jahre 1957 inne. Mit ihm begann und endete Institution des Hütertums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Shoghi Effendi]]&lt;br /&gt;
[[fr:Shoghi Effendi]]&lt;br /&gt;
[[pt:Shoghi Effendi]]&lt;/div&gt;</summary>
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