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	<title>Bahaipedia - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Bah%C3%A1%27%C3%AD-Religion&amp;diff=305</id>
		<title>Bahá&#039;í-Religion</title>
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		<updated>2008-11-22T13:22:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Bot:  Ergänze: pt:Fé Bahá&amp;#039;í Ändere: en:Bahá’í Faith&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Bahai&#039;&#039;&#039; (arabisch: بهائي, bahāʾī) nennen sich die Mitglieder einer weltweit verbreiteten [[Religion]] (auch &#039;&#039;&#039;Bahaismus&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Bahaitum&#039;&#039;&#039; genannt), die im [[19. Jahrhundert]] von dem aus [[Persien]] stammenden [[Baha’u’llah]] gestiftet wurde. Die rund 7,5 Mio. Anhänger leben vor allem in [[Indien]], dem [[Iran]], in [[Schwarzafrika]], [[Südamerika]] und den [[USA]]. Im Mittelpunkt der Lehre steht der Glaube an einen [[Transzendenz|transzendenten]] [[Gott]], die mystische Einheit der Religionen und die Einheit der Menschheit.&lt;br /&gt;
[[Bild:Bahai-house-of-worship-delhi.jpg|thumb|300px|Das [[Haus der Andacht]] in [[Neu-Delhi]], [[Indien]], ist der meistbesuchte Sakralbau der Bahai]]&lt;br /&gt;
[[Image:Shrine-baha1.jpg|thumb|300px|Der Schrein des [[Religionsstifter]]s Baha’u’llah in Bahji bei [[Akkon]], [[Israel]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Bild:House of Worship Germany 2007.jpg|thumb|250px|[[Haus der Andacht]] in Langenhain bei [[Hofheim am Taunus]]]]&lt;br /&gt;
2004 bekannten sich rund 7,5 Millionen Menschen zum Bahai-Glauben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;World Almanac 2007&amp;quot;&amp;gt;vgl. The World Almanac and Book of Facts 2007&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Demograph]]en der Bahai-Gemeinde zählen nur offiziell registrierte Mitglieder und kommen aufgrund vorsichtiger Schätzungen auf rund fünf Millionen weltweit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BIC Anzahl&amp;quot;&amp;gt;Bahá’í International Community: &#039;&#039;[http://www.bahai.de/fileadmin/user_upload/downloads/Magazin_D_061201_Screen.pdf Die Bahá’í]&#039;&#039;, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Angaben der &#039;&#039;Bahá’í International Community&#039;&#039; stammen die Bahai aus 2112 ethnischen Gruppen&amp;lt;ref name=&amp;quot;BIC Gruppen&amp;quot;&amp;gt;Bahá’í International Community: &#039;&#039;[http://info.bahai.org/article-1-6-0-1.html A Global Community]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; und leben vor allem in Indien, dem Iran, in Schwarzafrika und Südamerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M. Hutter 119-120&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Die Weltreligionen|Auflage=2.|Verlag=C.H. Beck|Ort=München|Jahr=2006|Seiten=119-120|ISBN=978-3-406-50865-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Indien gibt es mit ungefähr 2,2 Millionen Mitgliedern die größte Bahai-Gemeinde der Welt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BoI&amp;quot;&amp;gt;The Bahá’ís of India: &#039;&#039;[http://www.bahaindia.org/ BahaIndia.org]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die größte Bahai-Gemeinde der westlichen Industriestaaten ist mit rund 830.000 Mitgliedern jene der [[USA]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;World Almanac 2007&amp;quot;&amp;gt;vgl. The World Almanac and Book of Facts 2007&amp;lt;/ref&amp;gt; Im historisch eng mit dem Bahai-Glauben verbundenen Iran leben heute noch rund 460.000 Bahai, deren Grundrechte stark eingeschränkt sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brockhaus&amp;quot;&amp;gt;Brockhaus Enzyklopädie: &#039;&#039;Band 3 - Seiten 125-126&#039;&#039;, F.A. Brockhaus, 21. Auflage Leipzig/Mannheim 2006, ISBN 9783765341038&amp;lt;/ref&amp;gt; In Bezug auf die Bevölkerungszahl sind die Bahai-Gemeinden meist sehr klein, fast überall liegen sie unter einem Promille. In [[Bolivien]] und einigen Inselstaaten wie [[Kiribati]] erreichen sie mehrere Prozent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland leben seit 1905 Bahai. Momentan sind es rund 12.000,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brockhaus&amp;quot;&amp;gt;Brockhaus Enzyklopädie: &#039;&#039;Band 3 - Seiten 125-126&#039;&#039;, F.A. Brockhaus, 21. Auflage Leipzig/Mannheim 2006, ISBN 9783765341038&amp;lt;/ref&amp;gt; die offiziellen Angaben der Bahai in Deutschland sprechen jedoch nur von rund 5000. Ihr Gemeindezentrum mit dem ersten &#039;&#039;Europäischen [[Haus der Andacht]]&#039;&#039; befindet sich in [[Hofheim am Taunus]] und gilt dort als lokale Sehenswürdigkeit. Dort werden im Bahai-Verlag deutsche Übersetzungen der Bahai-Schriften herausgegeben. Insgesamt wurden sie in mehr als 800 Sprachen übersetzt. Durch eine Entscheidung des [[Bundesverfassungsgericht]]s (→ [[Bahai-Beschluss]]) erlangte die Gemeinschaft in der deutschen [[Rechtswissenschaft]] einige Bekanntheit. In [[Österreich]] und der [[Schweiz]] leben rund 3700 Bahai.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brockhaus&amp;quot;&amp;gt;Brockhaus Enzyklopädie: &#039;&#039;Band 3 - Seiten 125-126&#039;&#039;, F.A. Brockhaus, 21. Auflage Leipzig/Mannheim 2006, ISBN 9783765341038&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Baha&#039;i star.png|thumb|125px|Der neunzackige Stern ist das am häufigsten verwendete Symbol der Bahai.]]&lt;br /&gt;
Die Bahai besitzen in den zahlreichen Originalschriften ihres Religionsstifters Baha’u’llah eine eigene zentrale Offenbarungsquelle. Neben dem &#039;&#039;[[Kitab-i-Aqdas|Heiligsten Buch]]&#039;&#039; und dem &#039;&#039;[[Buch der Gewissheit]]&#039;&#039; sind die [[Mystik|mystischen]] Schriften (wie &#039;&#039;[[Die Sieben Täler]]&#039;&#039; oder die &#039;&#039;[[Verborgene Worte|Verborgenen Worte]]&#039;&#039;) für die Gläubigen von großer Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschenbild ===&lt;br /&gt;
Für die Bahai steht der Mensch von allen Geschöpfen Gott am nächsten, somit könne nur er Gott erkennen und mit ihm einen Bund eingehen. Dieser Bund befähige den Menschen auf einer kontinuierlichen, mystischen Reise in die Nähe Gottes zu gelangen. Nach dem Tod werde diese mittels der Seele im [[Jenseits]] fortgesetzt. Himmel und Hölle sind für die Bahai nur Symbole für die Nähe oder Ferne zu Gott.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M. Hutter 110&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Die Weltreligionen|Auflage=2.|Verlag=C.H. Beck|Ort=München|Jahr=2006|Seite=110|ISBN=978-3-406-50865-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch besitzt nach dem Glauben der Bahai einen freien Willen, mit welchem er sich entscheiden kann, ob er den Pfad in die Nähe Gottes betritt oder nicht. Auf seinem Weg in die Nähe Gottes benötigt er dessen Leitung. Ein wichtiges Element der Lehre ist es, dass in dieser Welt Fähigkeiten für die darauf folgende Welt entwickelt werden müssen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE Menschenbild&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seite 122&#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Kasteiung|Selbstkasteiung]], „Einsiedelei und harte [[Askese]]“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas Erl. 61&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=61.&amp;amp;q2=3&amp;amp;c=1#phrase-3 online]}} Erläuterung 61&amp;lt;/ref&amp;gt; werden ebenso abgelehnt wie ein [[Hedonismus|hedonistisches]] Leben im Überfluss. Baha’u’llah empfiehlt, das „rechte Maß“ zu halten, und sieht im „Dienst am ganzen Menschengeschlecht“ das Kriterium wahren Menschseins.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ährenlese 117&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah, Shoghi Effendi|Titel=Ährenlese. Eine Auswahl aus den Schriften Baha’u’llahs, zusammengestellt und ins Englische übertragen von Shoghi Effendi|Auflage=5.|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2003|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Aehrenlese.txt&amp;amp;q=117&amp;amp;q2=1&amp;amp;c=1#phrase-1 online]}} Vers 117&amp;lt;/ref&amp;gt; Gesellschaftliches Engagement und soziale Verantwortung, die aktive Gestaltung der Welt, wird als natürliche Folge individueller Spiritualität betrachtet und ist von dieser nicht zu trennen. [[Bettelei]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas 147&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=147.&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Kapitel 147&amp;lt;/ref&amp;gt; und die [[Beichte]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas 34&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=34.&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Kapitel 34&amp;lt;/ref&amp;gt; ist den Bahai verboten, da dies als Erniedrigung des Menschen vor anderen Menschen gilt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas Erl. 34&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=verbietet%20dem%20Gl%C3%A4ubigen,&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Erläuterung 34&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die menschliche [[Vernunft]] allein nach den Lehren der Bahai in die Irre führt, so wird ihr trotzdem eine große Bedeutung zugemessen. Baha’u’llah verbietet den Bahai im [[Kitab-i-Aqdas]], Dinge zu konsumieren, welche sie ihres Verstandes berauben, es sei denn, es ist medizinisch notwendig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas 119&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=119.&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Kapitel 119&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie an anderer Stelle erläutert wird, sind damit auch Glücksspiel, alkoholische Getränke und Drogen gemeint.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas Erl. 144&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=144.&amp;amp;q2=1&amp;amp;c=1#phrase-1 online]}} Erläuterung 144&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bahai verstehen sich als vernunfts- und wissenschaftsgemäß.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brockhaus&amp;quot;&amp;gt;Brockhaus Enzyklopädie: &#039;&#039;Band 3 - Seiten 125-126&#039;&#039;, F.A. Brockhaus, 21. Auflage Leipzig/Mannheim 2006, ISBN 9783765341038&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schöpferischer Antrieb und Ursache allen Seins sei die göttliche Liebe. Als wichtigstes Element von Religion bezeichnete [[Abdu’l Baha]] die [[Nächstenliebe]]. Religion, die zu Zwietracht führt, verfehle ihren Zweck und es sei besser ohne sie zu leben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anspr. Paris 39.17&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Abdu’l Baha|Titel=Ansprachen in Paris|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=1983|ISBN=3-87037-062-9|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Abdul-Baha/Ansprachen%20in%20Paris.html&amp;amp;q=39.17&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Vers 39.17&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wesen des Menschen sei seine unsterbliche [[Seele]], die keine trennenden Merkmale der Rasse oder des Geschlechts trägt. Der [[Körper (Biologie)|Körper]] wird als der &#039;&#039;Tempel des Menschen&#039;&#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas 155&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=155.&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Kapitel 155&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, dem ebenfalls Wertschätzung entgegengebracht wird, was sich in den Reinheits- und Hygienegeboten Baha’u’llahs, aber beispielsweise auch im Verbot der [[Feuerbestattung]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas Erl. 149&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=149.&amp;amp;q2=2&amp;amp;c=1#phrase-2 online]}} Erläuterung 149&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gottesbild ===&lt;br /&gt;
Die Bahai-Religion hat ein [[Monotheismus|monotheistisches]] Gottesbild. Die Bahai glauben an „die Existenz und die Einheit eines persönlichen Gottes, der unerkennbar, unerreichbar, Quell aller Offenbarung, ewig, allwissend, allgegenwärtig und allmächtig ist“&amp;lt;ref name=&amp;quot;GGV 8:26&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Shoghi Effendi|Titel=Gott geht vorüber|Auflage=3.|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2001|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Shoghi%20Effendi/Gott%20geht%20vorueber.TXT&amp;amp;q=8:26&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Vers 8:26&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Wesen ist für die Menschen für alle Zeit verborgen, er kann ihn jedoch an seinen Eigenschaften erkennen, welche durch die &#039;&#039;Manifestationen Gottes&#039;&#039; (also die Religionsstifter) und in seiner Schöpfung offenbar werden. Gott ist der Schöpfer und Erhalter aller Dinge, er selbst der &#039;&#039;Selbstbestehende&#039;&#039;. Neben &#039;&#039;Allmacht&#039;&#039;, &#039;&#039;Allwissen&#039;&#039; und &#039;&#039;Allbarmherzigkeit&#039;&#039; sind auch alle anderen [[Tugend]]en bei Gott in Vollendung vorhanden. Gegenüber den Menschen übt Gott [[Gnade]] und [[Gerechtigkeit]]. Hierüber steht nur die Liebe Gottes zu seiner [[Schöpfung]], vor allem zum Menschen. Gott ist stets bereit, dem Menschen zu verzeihen und Beistand und Hilfe zu leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Ringstone.jpg|thumb|Das kalligraphische Ringsymbol (بها, bahā, Herrlichkeit), zeigt drei Ebenen: die Ebene Gottes, die Ebene der Religionsstifter und der Menschheit. Diese Ebenen werden durch die Offenbarung miteinander verbunden.]]&lt;br /&gt;
=== Religionsverständnis ===&lt;br /&gt;
Im Mittelpunkt des Religionsverständnisses der Bahai steht eine dreifache Einheit: die &#039;&#039;[[Monotheismus|Einheit Gottes]]&#039;&#039;, die &#039;&#039;mystische Einheit der göttlichen Offenbarer&#039;&#039; und die &#039;&#039;Einheit der Menschheit&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M. Hutter 108&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Die Weltreligionen|Auflage=2.|Verlag=C.H. Beck|Ort=München|Jahr=2006|Seite=108|ISBN=978-3-406-50865-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theologischer Angelpunkt der Bahai-Lehre ist das heilsgeschichtliche [[Paradigma]] der &#039;&#039;[[Fortschreitende Gottesoffenbarung|fortschreitenden Gottesoffenbarung]]&#039;&#039;: Gott offenbart sich der Menschheit nicht einmalig, sondern progressiv und zyklisch wiederkehrend. Da die Menschheit sich ständig fortentwickelt, muss die Religion eine Erneuerung erfahren, um der Situation entsprechend göttliche Führung leisten zu können. Dies geschieht, indem Gott der Menschheit in bestimmten Zeiträumen &#039;&#039;göttliche Offenbarer&#039;&#039; oder &#039;&#039;Manifestationen Gottes&#039;&#039; schickt. Folglich sind die großen Religionen allesamt göttliche Stiftungen, die seine Botschaft in jeweils abgewandelter äußerer Form wiedergeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M. Hutter 108-110&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Die Weltreligionen|Auflage=2.|Verlag=C.H. Beck|Ort=München|Jahr=2006|Seiten=108-110|ISBN=978-3-406-50865-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Glauben der Bahai ist Baha’u’llah der jüngste dieser göttlichen Offenbarer, aber nicht der letzte. Baha’u’llah ist für die Bahai der Verheißene aller anderen großen Religionen und damit der Beginn eines neuen Zyklus der Gottesoffenbarung. Er sei ebenfalls derjenige, welcher einen neuen Abschnitt in der Menschheitsentwicklung einleite, der schließlich in einem weltlichen und geistigen Frieden münden werde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE Baha’u’llah&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seite 115 &#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Gebote sollen die Grundlage für eine solche Gesellschaft bilden und dazu führen, dass &#039;&#039;„dem Körper dieser Welt eine lebendige Seele geschenkt wird und dieses zarte Kind, die Menschheit, zur Stufe der Reife gelangt“&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stufe der Reife&amp;quot;&amp;gt;Abdu’l Baha: &#039;&#039;Briefe und Botschaften&#039;&#039; 16:5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethische Grundsätze ===&lt;br /&gt;
→ &#039;&#039;[[Zwölf ethische Grundsätze der Bahai]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1912 hob [[Abdu’l Baha]] in seinen &#039;&#039;Ansprachen in Paris&#039;&#039; zwölf ethische Grundsätze aus den Lehren Baha’u’llahs besonders hervor. Diese zentralen Lehrsätze der Bahai dominierten bis in die achtziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts die Rezeption der Religion im Westen, die vor allem als humanitäre Friedensbewegung wahrgenommen wurde. Die spirituellen und philosophischen Lehren Baha’u’llahs erfuhren erst später ein größeres Interesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glaubenspraxis ==&lt;br /&gt;
[[Bild:New Delhi Lotus.jpg|thumb|250px|Das Haus der Andacht in [[Neu-Delhi]], [[Indien]] wird auch [[Lotustempel]] genannt.]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Bahai Gardens and Shrine.jpg|thumb|250px|Der Schrein des [[Bab (Religionsstifter)|Bab]] in [[Haifa]], Israel, ist eines der Pilgerziele der Bahai.]]&lt;br /&gt;
Die Bahai-Religion schreibt relativ wenige Riten vor, individueller Gestaltungsfreiraum ist gegeben und [[Inkulturation]] wird begrüßt. Adressat fast aller Gebote ist der Gläubige, nicht die Gemeinde. Einen unmittelbar erlösenden oder heilsbringenden Charakter haben die Riten nicht. Was zählt, ist die geistige Grundhaltung und nicht die äußere Form. Eine Etablierung kultischer Traditionen jenseits der von Baha’u’llah vorgeschriebenen Riten, wird aufgrund der Gefahr der „Verkrustung der Religion“ abgelehnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE S. 126&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seiten 126&#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Haus der Andacht]] ist die vorgeschriebene Andachtsstätte der Bahai. Es handelt sich um einen neunseitigen Kuppelbau, welcher an jeder Seite ein Eingangstor besitzt. Dieses soll im Idealzustand von Gärten und sozialen Einrichtungen umgeben sein. Die Gottesdienste darin sind reine Andachten, eine [[Liturgie]] oder [[Predigt]] existiert nicht, es werden Schriften aus allen Offenbarungsreligionen vorgetragen. Als musikalisches Element dienen gesungene Rezitationen und Gebete, Soloimprovisationen sowie Chorgesang. Musikinstrumente sind nicht vorgesehen, da die Häuser der Andacht allein dem Wort Gottes und der menschlichen Stimme vorbehalten sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE S. 126&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seiten 126&#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Bahai sind das [[Gebet]] und das [[Fasten]] die Pfeiler der von Baha’u’llah offenbarten Vorschriften. Das Gebet gilt als Kommunikationsmöglichkeit mit Gott und sei daher unabdingbar. Eine besondere Rolle haben die Pflichtgebete, welche in drei unterschiedlichen Längen und Formen zur Auswahl stehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pflichtgebete&amp;quot;&amp;gt;Zur Wahl stehen das lange Pflichtgebet (einmal in 24 Stunden), das mittlere Pflichtgebet (zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, zwischen Mittag und Sonnenuntergang und zwischen Sonnenuntergang und zwei Stunden danach) und das kurze Pflichtgebet (zwischen Mittag und Sonnenuntergang).&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Fasten findet im letzten Monat des [[Bahai-Kalender]]s statt und dauert den ganzen Bahai-Monat, also 19&amp;amp;nbsp;Tage, an. Fasten bedeutet für die Bahai völlige Enthaltung von Speisen und Getränken zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Vom Fasten ausgenommen sind Menschen, welche aus gesundheitlichen Gründen dazu nicht in der Lage sind. Zu den Geboten Baha’u’llahs gehört das tägliche Lesen oder Rezitieren der Heiligen Schriften und die persönliche Umsetzung dieser ethischen Richtlinien im täglichen Leben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE S. 126&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seiten 126&#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Heiratszeremonie, welche als Form nur eine einfache Trauformel kennt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas F&amp;amp;A 3&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=3.&amp;amp;q2=24&amp;amp;c=1#phrase-24 online]}} Fragen &amp;amp; Antworten 3&amp;lt;/ref&amp;gt; ist nur zwischen Frau und Mann möglich&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas 63&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=63.&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Kapitel 63&amp;lt;/ref&amp;gt; und erfordert die Zustimmung aller noch lebenden Elternteile, was vor allem die Einheit innerhalb der Familie stärken soll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas 65&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=65.&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Kapitel 65&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gläubigen haben die Gesetze ihres jeweiligen Landes zu respektieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kitab-i-Aqdas IÜ D,1,m&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Kitab-i-Aqdas. Das heiligste Buch|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=2000|ISBN=3-87037-379-2|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Kitab-i-Aqdas.txt&amp;amp;q=m)&amp;amp;q2=2&amp;amp;c=1#phrase-2 online]}} Inhaltsübersicht D,1,m&amp;lt;/ref&amp;gt; Parteipolitischer Aktivitäten sollten Bahai sich enthalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KGG 9:6&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Shoghi Effendi|Titel=Das Kommen göttlicher Gerechtigkeit|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Frankfurt a.M.|Jahr=1969|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/index.php?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Shoghi%20Effendi/Das%20Kommen%20Goettlicher%20Gerechtigkeit.TXT&amp;amp;q=9:6&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 online]}} Vers 9:6&amp;lt;/ref&amp;gt; Engagement in Jugendgruppen, Friedensbewegungen, interreligiösen Initiativen und Umweltschutzbewegungen und dergleichen außerhalb der Bahai-Gemeinde, sofern parteipolitisch neutral, wird ausdrücklich gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeinde ==&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Festtage der Bahai-Gemeinde sind &#039;&#039;Naw-Ruz&#039;&#039; (Neujahrsfest am 21. März), &#039;&#039;Ridvan&#039;&#039; (die Verkündigung Baha’u’llahs vom 21. April bis zum 2. Mai), die &#039;&#039;Verkündigung des Bab und Geburtstag Abdu’l Bahas&#039;&#039; (am 23. Mai), das &#039;&#039;Hinscheiden Baha’u’llahs&#039;&#039; (29. Mai), der &#039;&#039;Märtyrertod des Bab&#039;&#039; (9. Juli), der &#039;&#039;Geburtstag des Bab&#039;&#039; (20. Oktober) und der &#039;&#039;Geburtstag Baha’u’llahs&#039;&#039; (12. November).&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE Festtage&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seite 130&#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die örtliche Gemeinde trifft sich alle 19&amp;amp;nbsp;Tage zu ihrer monatlichen Versammlung, welche von den Bahai &#039;&#039;Neunzehntagefest&#039;&#039; genannt wird. Der [[Bahai-Kalender]] teilt das Jahr in 19 mal 19&amp;amp;nbsp;Tage ein. Das Neunzehntagefest markiert den Monatsbeginn. Das Fest besteht aus drei Teilen: einem besinnlichen Andachtsteil, bei welchem aus den heiligen Schriften gelesen wird, einem Beratungsteil, bei welchem die Gemeinde über ihre Tätigkeiten berät und einem geselligen Teil, welcher mit einem Festmahl einhergeht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE 19-Tagefest&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seiten 129 - 130&#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brockhaus&amp;quot;&amp;gt;Brockhaus Enzyklopädie: &#039;&#039;Band 3 - Seiten 125-126&#039;&#039;, F.A. Brockhaus, 21. Auflage Leipzig/Mannheim 2006, ISBN 9783765341038&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Wilmette how side.jpg|thumb|[[Symbol]]e verschiedener Religionen auf einem Pfeiler des [[Haus der Andacht|Hauses der Andacht]] in Wilmette, [[Illinois]], [[USA]], zeigen die Offenheit der Bahai gegenüber den Anhängern anderer Religionsgemeinschaften.]]&lt;br /&gt;
Mancherorts werden öffentliche Andachten veranstaltet, welche gemeinsam mit den Anhängern anderer Religionsgemeinschaften gestaltet werden. Bei &#039;&#039;Gebeten der Weltreligionen&#039;&#039; rezitieren und singen die Repräsentanten der Religionen nacheinander Gebete ihrer heiligen Schriften. Als verbindendes Element dient die Musik. Weitere Veranstaltungen der Bahai sind u. a. Gebetsversammlungen, Lesungen aus religiösen Schriften, Studienkurse, Kinderklassen, Vorträge oder Tagungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Klerus gibt es nicht. Jeder offiziell erklärte Bahai kann ab dem 21. Lebensjahr grundsätzlich jedes Amt bekleiden. Bei Verstoß gegen eine administrative Regel oder bei offensichtlichem Verstoß gegen zentrale Glaubensgebote in der Öffentlichkeit können allerdings die &#039;&#039;administrativen Rechte&#039;&#039; zeitlich begrenzt entzogen werden. Das bedeutet, dass man in dieser Zeit von der Teilnahme im Neunzehntagefest ausgeschlossen ist und sein aktives und passives Wahlrecht in der Gemeinde verliert. Spaltungsversuche und massive interne Angriffe, die das Gemeindeleben ernsthaft gefährden würden, können durch das internationale [[Haus der Gerechtigkeit]] als &#039;&#039;Bundesbruch&#039;&#039; festgestellt werden. Folge sind der vollständige Ausschluss aus der Gemeinde und der Abbruch aller Kontakte zum Bundesbrecher. Fälle von Bundesbruch gab es in Europa extrem selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Struktur der Gemeindeordnung unterteilt sich in zwei Bereiche. In einen gewählten und in einen ernannten Zweig. Die gesamte Ordnung basiert auf dem &#039;&#039;Beratungsprinzip&#039;&#039; und der freien, geheimen und unabhängigen Wahl.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE S. 128f&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie, Studienausgabe Teil 1, Band V, S. 128f&#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin/New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Seat of the Universal House of Justice.JPG|thumb|250px|right|Sitz des [[Haus der Gerechtigkeit|Universalen Hauses der Gerechtigkeit]], dem höchsten Gremium der Bahai, in [[Haifa]], [[Israel]]]]&lt;br /&gt;
Entscheidungsträger sind die gewählten Gremien mit neun Mitgliedern, welche die Aktivitäten der Gemeinde leiten und koordinieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE Seiten 128 - 129&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Theologische Realenzyklopädie - Studienausgabe Teil 1 - Band V - Seiten 128-129&#039;&#039; Walter de Gruyter, 1993 Berlin / New York, ISBN 3110138980&amp;lt;/ref&amp;gt; Der &#039;&#039;ernannte Zweig&#039;&#039; besteht aus verschiedenen Stufen von Beratern, welche von den gewählten Gremien ernannt werden, diese haben keine Entscheidungsgewalt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE S. 128f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die örtlichen Geistigen Räte werden einmal im Jahr durch die ganze Gemeinde gewählt. Jedes Land ist in bestimmte Wahleinheiten eingeteilt, wo Delegierte gewählt werden, die ihrerseits bei einer jährlichen Tagung die Geistigen Räte auf nationaler Ebene wählen. Der internationale Rat, das Universale Haus der Gerechtigkeit in [[Haifa]], wird alle fünf Jahre durch die männlichen und weiblichen Mitglieder aller nationalen Räte aus der Gesamtheit aller männlichen Gläubigen gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl die Wahl der Gremien als auch das Prinzip der Beratung sind für die Bahai ein Ideal. Eine &#039;&#039;Bahai-Wahl&#039;&#039; ist ein Akt demokratischer Willensbildung, sie ist allgemein, frei, gleich und geheim, enthält aber auch einen spirituellen Charakter. Aktiv und passiv wahlberechtigt ist jeder Bahai, welcher sich offiziell erklärt hat und das 21. Lebensjahr vollendet hat und dem seine administrativen Rechte nicht entzogen wurden. Es soll die Person gewählt werden, welche man als am geeignetsten empfindet, nicht jene Person, welche die eigenen Wünsche am Besten vertritt. Qualität des Charakters geht vor intellektueller Qualifikation, andere Maßstäbe wie Alter, Geschlecht, Stand und weiterem soll keine Bedeutung zugemessen werden. Absprachen, Empfehlungen, Kandidaten, Parteien und Wahlkampf sind untersagt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE S. 128f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Beratungsprinzip soll sicherstellen, dass die Erfahrung und das Wissen aller für die gemeinsame Willensbildung nutzbar wird. Freie und uneingeschränkte Meinungsäußerung sind dabei unerlässlich. &#039;&#039;„Erst wenn die Meinungen aufeinanderprallen“&#039;&#039;, so [[Abdu’l Baha]], &#039;&#039;„kann der Funke der Wahrheit sprühen“&#039;&#039;. Bei Entscheidungen wird nicht publiziert, welches Mitglied, wie gestimmt hat. Parteibildung und Lobbyarbeit sollen durch lösungsorientierte Arbeit ersetzt werden. Voraussetzung für diese Form der Entscheidungsfindung ist, dass alle Ratsmitglieder als gleichberechtigt betrachtet werden. Meinungsbeiträge für eine Beratung werden nicht als persönliches „Eigentum“ betrachtet, sondern werden in dem Moment, in welchem sie in die Diskussion eingebracht werden, zum Gemeingut, über das alle gemeinsam befinden. Entscheidungsgrundlage ist die Heilige Schrift, die durch den Rat – je nach Beratungsgegenstand – stets neu anzuwenden ist. Jede Beratung im Geistigen Rat wird mit Gebeten begonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde finanziert sich über freiwillige und anonyme Spenden, die ausschließlich von Bahai angenommen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bahai.de - Finanzen&amp;quot;&amp;gt;[http://www.bahai.de/bahai-religion/faq/#c462 Bahai.de]: &#039;&#039;Häufig gestellte Fragen&#039;&#039; Wie finanzieren sich die Bahá’í?&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Bild:009-434.jpg|thumb|Dass sich die Grabstätte des aus Shiras (Iran) stammenden Bab heute in Haifa (Israel) befindet, hat historische Gründe.]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Bahai-Gemeinde geht auf das Wirken zweier Stiftergestalten zurück: [[Sayyid]] Ali Muhammad (1819-1850), genannt „der [[Bab (Religionsstifter)|Bab]]“ (arab. „das Tor“), und Mirza Husayn Ali Nuri (1817-1892), genannt „Baha’u’llah“ (arab. „Herrlichkeit Gottes“). Der eigentliche Stifter ist Baha’u’llah. Der Bab wird von den Bahai als dessen Wegbereiter und zugleich als eigenständiger Religionsstifter des [[Babismus]] betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Bab ===&lt;br /&gt;
Der Bab wurde 1819 in [[Schiras]], [[Iran]] geboren. Am Abend des 22. Mai 1844 erhob er erstmals den Anspruch einer göttlichen Offenbarung. Als Titel greift er den schiitisch-eschatologischen Begriff des „Bab“ auf. Er deutet ihn um als „Tor zu Gott“&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe etwa {{Literatur|Autor=Armin Eschraghi|Titel=Der Anspruch des Bab in seinen frühen Schriften|Sammelwerk=Beiträge des Irfan-Kolloquiums 2004|Ort=Hofheim|Jahr=2005|Seiten=47-81|ISBN=3-87037-437-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Todd Lawson|Titel=The Terms &#039;Remembrance&#039; and &#039;Gate&#039; in the Bab&#039;s Commentary of the Sura of Joseph|Herausgeber=Momen|Sammelwerk=Studies in the Babi and Baha’i Religions|Band=Volume 5|Ort=Los Angeles|Jahr=1988|Seiten=1 ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, d.h. als Anspruch einer nachislamischen Offenbarung und als Wegbereiter einer weiteren Offenbarungsgestalt. Der Babismus gewann schnell Anhänger aus dem schiitischen Umfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe {{Literatur|Autor=Abbas Amanat|Titel=Resurrection and Renewal. The Making of the Babi Movement in Iran, 1844-1850|Verlag=Cornell University Press|Ort=Ithaca/London|Jahr=1989|ISBN=0-8014-2098-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter schiitischen Gelehrten und Geistlichen stieß der Offenbarungsanspruch des Bab und seine Interpretation des Islam auf Ablehnung; insbesondere stellte der Bab die Rolle der Religionsgelehrten in Frage und trat für die Rechte der Frau und größere gesellschaftliche Gleichheit ein. Anfang 1847 wurde er verhaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die formelle Trennung vom Islam erfolgte im Juli 1848 in Badascht&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iranica.com/newsite/articles/v3f4/v3f4a018.html Stichwort] in [[Encyclopædia Iranica]]&amp;lt;/ref&amp;gt; am [[Kaspisches Meer|Kaspischen Meer]]. Sie war das Ergebnis eines Konzils der einflussreichsten Anhänger des Bab. Eine der Wortführerinnen, [[Qurat al-Ayn]], legte als Zeichen der Emanzipation der Frau erstmals in der Öffentlichkeit ihren Schleier ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Abbas Amanat|Titel=Qurrat al-&#039;Ayn: The Remover of the Veil|Sammelwerk=Resurrection and Renewal. The Making of the Babi Movement in Iran, 1844-1850|Kommentar=Kap. 7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zunehmende Missionstätigkeit der Babi führte rasch zum Widerstand schiitischer Gruppen, bald zu (auch staatlich) organisierter Verfolgung der Gemeinde. Als Gegenreaktion kam es vereinzelt zu Revolten gegen die iranische Regierung. Schiitische Vorstellungen des Dschihad blieben unter den Babi zunächst erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M. Hutter 106&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Die Weltreligionen|Auflage=2.|Verlag=C.H. Beck|Ort=München|Jahr=2006|Seite=106|ISBN=978-3-406-50865-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 9. Juli 1850 wurde der Bab in [[Täbris]] öffentlich [[Füsilieren|füsiliert]]. Die Verfolgungen dauerten bis 1853 an. Tausende Anhänger des Bab wurden getötet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Gunnar Heinsohn]]|Titel=Lexikon der Völkermorde|Verlag=Rowohlt|Jahr=1998|Seiten=87|ISBN=3-499-22338-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1848 hatten v. a. zwei der Anhänger des Bab an Bedeutung gewonnen: die Söhne eines Staatsministers in Teheran, die Halbbrüder Mirza Husayn Ali Nuri, später Baha’u’llah genannt, und Mirza Yahya Nuri, später bekannt als [[Subh-i-Azal]]. Wie vom Bab vorgesehen, übernahm nach dem Tod des Bab nominell der kaum neunzehnjährige Subh-i-Azal die Leitung der Babi-Gemeinde, war dieser Aufgabe aber kaum gewachsen. Auf Anraten Baha’u’llahs und anderer hatte ihn der Bab 1849 zum Sachwalter bestimmt für die Übergangszeit bis zum Auftreten „Dessen, den Gott offenbaren wird“, der im Babismus erwarteten messianischen Gestalt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Theologische Realenzyklopädie]], Bd. 5, Stichwort Baha’ismus, S. 117; zum Ganzen: {{Literatur|Autor=Nicola Towfigh|Herausgeber=[[Udo Schaefer]] et al.|Titel=Einige Aspekte der Babi- und Baha’i-Geschichte|Sammelwerk=Desinformation als Methode. Die Bahāʾīsmus-Monographie des F. Ficicchia|Band=Religionswissenschaftliche Texte und Studien, Bd. 6|Verlag=Georg Olms Verlag|Ort=Hildesheim|Jahr=1995|Seiten=478 ff, 503 ff|ISBN=3-487-10041-X}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baha’u’llah ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baha’u’llah wurde im Zuge der Verfolgungen 1852 in [[Teheran]] im Siyah-Chal („Schwarzes Loch“), einem berüchtigten Verließ, inhaftiert. Viele seiner Mithäftlinge wurden hingerichtet. Von einer Hinrichtung Baha’u’llahs wurde abgesehen, da er großes öffentliches Ansehen genoss und sich westliche Botschafter für ihn einsetzten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Kent Beveridge|Titel=Frühe Begegnungen Mitteleuropas mit der Baha’i-Geschichte|Band=Schriftenreihe der Gesellschaft für Bahá’í-Studien, Bd. 1|Ort=Hofheim|Jahr=1995|Seiten=9 f|ISBN=3-87037-311-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Baha’u’llahs mystische Erlebnisse während dieser Kerkerhaft sehen die Bahai als die ersten Anfänge seiner prophetischen Sendung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Alessandro Bausani]]|Titel=Stichwort Bahā Allāh|Sammelwerk=[[Encyclopaedia of Islam]]|Band=Bd. 1|Verlag=Brill|Ort=Leyden/London|Jahr=1960|Seiten=911}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bagdad, Edirne und Istanbul ====&lt;br /&gt;
Nach den Monaten der Einkerkerung wurde der schwer erkrankte Baha’u’llah ins Exil geschickt. Er wählte [[Bagdad]] als Verbannungsort. Ihm folgten Subh-i-Azal und andere Anhänger des Bab. In Bagdad kam es zu ersten Spannungen zwischen den beiden Halbbrüdern. In der Folge zog Baha’u’llah für rund zwei Jahre als [[Derwisch]] ins kurdische Bergland der [[Provinz Silêmanî]], wo er sich Gebet und Meditation widmete, ehe er 1856 nach Bagdad zurückkehrte. Aus dieser Zeit stammen wichtige mystische Werke Baha’u’llahs, wie &#039;&#039;[[Die Sieben Täler]]&#039;&#039; oder die &#039;&#039;[[Verborgene Worte|Verborgenen Worte]]&#039;&#039;. Sein erstes theologisches Werk ist das 1862 veröffentlichte &#039;&#039;[[Buch der Gewissheit]] (Kitab-i-Iqan)&#039;&#039;, in dem Baha’u’llah das Konzept der [[Fortschreitende Gottesoffenbarung|Fortschreitenden Offenbarung]] und die Rolle des Bab als Stifter einer neuen Religion nach dem Islam erläutert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Herausgeber=[[Udo Tworuschka]]|Titel=Heilige Schriften der Baha’i|Sammelwerk=Heilige Schriften, Eine Einführung|Seiten=261 f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zurück in Bagdad gewann Baha’u’llah rasch an Ansehen und Einfluss. Der persische Konsul in Bagdad suchte dem entgegenzutreten und bewirkte schließlich zusammen mit einigen Geistlichen vor Ort, dass Baha’u’llah nach Istanbul beordert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar vor seiner erzwungenen Abreise, am 8. April 1863 im Garten [[Ridvan]], erklärte er vor einem kleinen Kreis seiner Anhänger, dass er der vom Bab Verheißene sei, „den Gott offenbare werde“. Subh-i-Azal war bei diesem Ereignis, dessen heute als [[Ridvan]]fest gedacht wird, nicht anwesend. Von der osmanischen Hauptstadt Istanbul wurde Baha’u’llah nach vier Monaten nach [[Edirne]] weiterverbannt. Öffentlich erhob Baha’u’llah seinen Anspruch ab dem Frühjahr 1866, so in Sendschreiben an die einflussreichsten weltlichen und religiösen Führer seiner Zeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iranica.com/newsite/articles/v3f4/v3f4a085.html Artikel &#039;&#039;Bahāʾ-Allāh&#039;&#039;] in [[Encyclopædia Iranica]], S. 426 der gedruckten Ausgabe (Bd. 3); siehe insbesondere {{Literatur|Autor=Baha’u’llah|Titel=Súratu&#039;l-Mulúk und die Súratu&#039;l-Haykal|Sammelwerk=Anspruch und Verkündigung. Sendbriefe aus Edirne und &#039;Akká|Ort=Hofheim|Jahr=2007|ISBN=978-3-87037-419-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Subhi-i-Azal beantwortete dies mit dem Gegenanspruch, selbst der vom Bab Verheißene zu sein. Nach und nach bekannte sich die überwiegende Mehrheit der Babi zu Baha’u’llah und verstand sich nun als Bahai. Die Anhänger Subh-i-Azals (Azali) versuchten die Bahai gegenüber der osmanischen Regierung als politisch subversiv darzustellen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Paula Hartz|Titel=Baha’i Faith. World Religion Series|Auflage=Zweite|Verlag=Facts On File|Ort=New York|Jahr=2006|Seiten=44|ISBN=0-8160-6608-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Baha’u’llah zu beseitigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Ganzen: {{Literatur|Autor=Stephan A. Towfigh, Wafa Enayati|Titel=Die Baha’i-Religion. Ein Überblick|Ort=München|Jahr=2005|Seiten=43|ISBN=3-7892-8163-8}}; vgl. {{Literatur|Autor=[[Udo Schaefer]] et al.|Titel=Desinformation als Methode. Die Bahāʾīsmus-Monographie des F. Ficicchia|Band=Religionswissenschaftliche Texte und Studien, Bd. 6|Verlag=Georg Olms Verlag|Ort=Hildesheim|Jahr=1995|Seiten=492 ff und 534 ff|ISBN=3-487-10041-X}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Folge der Auseinandersetzungen verbannte die osmanische Regierung Subh-i-Azal 1868 nach [[Zypern]] und Baha’u’llah in die Festungsstadt [[Akkon]] im heutigen [[Israel]]. Der Babismus ist heute bis auf eine verschwindend kleine Gruppe mit etwa 2000 Mitgliedern (Azali-Babi) in der neuen Religion Baha’u’llahs aufgegangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Monika Gronke|Titel=Geschichte Irans. Von der Islamisierung bis zur Gegenwart|Auflage=Zweite|Verlag=Beck|Ort=München|Jahr=2006|Seiten=94 f|ISBN=3-406-48021-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Akkon und Bahji ====&lt;br /&gt;
[[Bild:Acre.JPG|thumb|Die Festungsstadt [[Akkon]] zählt heute zu den Pilgerzielen der Bahai.]]&lt;br /&gt;
Während der mehr als zwei Jahrzehnte in Akkon und Umgebung entstand der größere Teil des umfangreichen Schrifttums Baha’u’llahs in arabischer und persischer Sprache, worin die grundlegenden Lehren weiter ausgeführt werden, insbesondere der Gedanke der Einheit der Menschheit und die Versöhnung der Religionen. Hinzu kommen Religionsgesetz und Gemeindeordnung. Der wichtigste Text der Bahai ist der [[Kitab-i-Aqdas]], das &#039;&#039;Heiligste Buch&#039;&#039;, aus dem Jahr 1873.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Herausgeber=[[Udo Tworuschka]]|Titel=Heilige Schriften der Baha’i|Sammelwerk=Heilige Schriften, Eine Einführung|Seiten=264 ff}}; siehe auch Artikel [[Kitab-i-Aqdas]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch dieses Buch wurden die &#039;&#039;weltlichen&#039;&#039; Gesetze, die der Bab im [[Bayan]] festgelegt hatte, endgültig aufgehoben. Der arabische Text des &#039;&#039;Kitab-i-Aqdas&#039;&#039; ähnelt stilistisch dem klassischen Stil des [[Koran]]. Am 29. Mai 1892 starb Baha’u’llah in Bahji bei [[Haifa]], wo sich heute das [[Bahai-Weltzentrum|geistige Zentrum]] der Bahai-Gemeinde befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abdu’l Baha und die Folgezeit ===&lt;br /&gt;
Die Leitung der Gemeinde ging testamentarisch&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Baha’u’llah, &#039;&#039;Kitab-i-Ahd&#039;&#039;, in &#039;&#039;Botschaften aus Akka&#039;&#039;, Hofheim 1982; siehe auch {{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Herausgeber=[[Udo Tworuschka]]|Titel=Heilige Schriften der Baha’i|Sammelwerk=Heilige Schriften, Eine Einführung|Seiten=266 f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; auf Baha’u’llahs ältesten Sohn [[Abdu’l Baha]] (1844-1921) über. Dies impliziert auch die autoritative Auslegung seiner Schriften. Bis zur [[Jungtürken|Jungtürkischen Revolution]] 1908 blieb Abdu’l Baha in Akkon interniert. Seit 1892 bildeten sich erste Bahai-Gemeinden in Nordamerika und Europa. Diese Gemeinden besuchte Abdu’l Baha zwischen 1910 und 1913, um für den Frieden unter den Religionen und Nationen zu werben.&amp;lt;ref&amp;gt;Seine Ansprachen auf diesen Reisen sind in mehreren Büchern gesammelt, vgl. Artikel [[Abdu’l Baha]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Frühjahr 1913 besuchte er auch Deutschland. Durch sein humanitäres Engagement, vor allem während der Kriegsjahre (1914-1918) in Haifa, erlangte er große öffentliche Anerkennung. Er starb 1921 in Haifa.&lt;br /&gt;
[[Bild:Israel - Haifa - Bahai Gardens 004.jpg|thumb|250px|Die ersten Gärten am Bahai-Weltzentrum in Haifa wurden von Shoghi Effendi angelegt. Die Hängenden Gärten in ihrer heutigen Form wurden im Jahr 2001 eröffnet.]]&lt;br /&gt;
Testamentarisch ernannte Abdu’l Baha seinen Enkel [[Shoghi Effendi]] (1897-1957) zum „Hüter“ der Bahai-Gemeinde. Shoghi Effendi übersetzte einige der wichtigsten Schriften Baha’u’llahs ins Englische. Unter seiner Leitung verbreitete sich die Bahai-Gemeinde in nahezu alle Länder der Erde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Statistik&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Herausgeber=Peter Smith|Titel=Stichwort Expansion|Sammelwerk=A Concise Encyclopedia of the Bahá’í Faith|Ort=Oxford|Jahr=2000|ISBN=1-85-168-184-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit Shoghi Effendi wurde die autoritative (verbindliche) Auslegung der Schriften Baha’u’llahs abgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Herausgeber=[[Udo Tworuschka]]|Titel=Heilige Schriften der Baha’i|Sammelwerk=Heilige Schriften, Eine Einführung|Seiten=268 f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1963 führt das [[Haus der Gerechtigkeit]] die internationale Gemeinde. Es hat seinen Sitz in Haifa. Hier befindet sich daher auch das administrative [[Bahai-Weltzentrum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bahá’í International Community (BIC) ===&lt;br /&gt;
Seit 1948 ist die Bahá’í International Community bei den [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]] als [[nichtstaatliche Organisation]] anerkannt. Seit 1970 hat sie beratenden Status beim [[ECOSOC|Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen]], seit 1976 beratenden Status beim [[UNICEF|Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen]]. Sie arbeitet mit der [[Weltgesundheitsorganisation]], dem [[United Nations Development Programme|Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen]], dem [[United Nations Environment Programme|Umweltprogramm der Vereinten Nationen]], dem [[UNFPA|Bevölkerungsfond der Vereinten Nationen]] und dem [[UNIFEM|Entwicklungsfond der Vereinten Nationen für Frauen]] zusammen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BIC UN&amp;quot;&amp;gt;Bahá’í International Community: &#039;&#039;[http://info.bahai.org/article-1-6-0-6.html The Bahá’í International Community and the United Nations]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BIC AoW&amp;quot;&amp;gt;Bahá’í International Community: &#039;&#039;[http://info.bahai.org/article-1-8-0-4.html Advancement of Women]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem hat die Bahá’í International Community 1992 in New York das weltweit tätige „Büro für Frauenförderung“ eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahá’í International Community betreut weltweit 1714 soziale und wirtschaftliche Entwicklungsprojekte, sowie 348 Schulen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BIC Projekte&amp;quot;&amp;gt;Bahá’í International Community: &#039;&#039;[http://info.bahai.org/article-1-8-1-1.html Bahá’í Development Projects: A Global Process of Learning]&#039;&#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Demographische Entwicklungen ===&lt;br /&gt;
In den letzten fünf Jahrzehnten hat die Bahai-Religion einen signifikanten Zuwachs an der Zahl der Gläubigen erlebt. 1954 gab es weltweit rund 213.000 Bahai, von denen 94 Prozent im Iran lebten und rund 10.000 in Europa und Nordamerika. Ab den sechziger Jahren  kam es zu einer größeren Verbreitung in einigen [[Dritte Welt|Ländern der dritten Welt]] und zu einem Anwachsen der Zahl der Gläubigen, ein Trend welcher sich bis in die Gegenwart fortsetzt. 1968 gab es rund 1,1 Millionen Bahai, wovon 22 Prozent im Iran und 26 Prozent in Indien lebten, in Europa und Nordamerika rund 30.000. 1988 gab es weltweit rund 4,5 Millionen Bahai, nur 6 Prozent im Iran und 40 Prozent in Indien, rund 200.000 in Europa und Nordamerika.&amp;lt;ref name=&amp;quot;M. Hutter (1994) 30&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Die Bahá’í. Geschichte und Lehre einer nachislamischen Weltreligion|Sammelwerk=Religion in der Gegenwart. Religionswissenschaftliche Einführung|Band=2|Verlag=Religionswissenschaftlicher Medien- und Informationsdienst e.V.|Ort=Marburg|Jahr=2006|Seite=30|ISBN=3-9802994-5-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2004 gab es rund 7,5 Millionen Bahai während der prozentuale Anteil der iranischen und indischen Bahai gleich geblieben ist. Bemerkenswert ist jedoch, dass es nun rund eine Millionen Bahai in Europa und Nordamerika gibt, welche damit 13 Prozent der Bahai weltweit ausmachen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;World Almanac 2007&amp;quot;&amp;gt;vgl. The World Almanac and Book of Facts 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konversion ==&lt;br /&gt;
=== Beitritt ===&lt;br /&gt;
Maßgeblich für die Konversion zum Bahai-Glauben ist die Akzeptanz Baha’u’llahs als [[Fortschreitende Gottesoffenbarung|Manifestation Gottes]] und der Wunsch, nach seinen Lehren zu leben und der Bahai-Gemeinde anzugehören. Formell wird dies in Deutschland durch die Unterzeichnung einer Karte bekundet, dem die Aufnahme des neuen Mitglieds durch den Nationalen Geistigen Rat folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konversion zum Bahai-Glauben kennt keinerlei Zeremonie oder Feierlichkeiten und ist frühestens ab dem vollendeten 15. Lebensjahr möglich. Kinder aus Bahai-Familien verstehen sich zwar oft schon vorher als Bahai, müssen aber zu ihrem 15. Geburtstag die bewusste persönliche Entscheidung treffen, ob sie künftig der Gemeinde angehören möchten oder nicht. Eine Taufe oder dergleichen gibt es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Austritt ===&lt;br /&gt;
Der Austritt aus der Gemeinschaft erfolgt durch eine ähnliche Prozedur wie die Aufnahme. Man formuliert schriftlich seinen Willen aus der Bahai-Gemeinde auszutreten und sendet diesen an den Nationalen Geistigen Rat. Wenn naheliegt, dass der Austrittswunsch voreilig formuliert wurde, versuchen die Bahai-Gremien mit dem Antragsteller darüber zu beraten. Wenn dies abgelehnt wird oder der Wunsch aufrecht bleibt, so ist der Austritt vollzogen. Die Austrittsgründe müssen dabei nicht angeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontroversen ==&lt;br /&gt;
Eine Regel der Bahai in den [[USA|Vereinigten Staaten]], die einige intellektuelle Bahai als interne [[Zensur (Informationskontrolle)|Zensur]] kritisieren, ist, dass dort schriftliche Arbeiten über den Bahai-Glauben vor der Publikation einer internen Prüfung unterzogen werden. Diese Praxis, die noch aus der Zeit [[Shoghi Effendi]]s stammt, wird heute kontrovers diskutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Barney Leith: [http://bahai-library.com/index.php5?file=leith_bahai_review_repealed Baha’i Review - Should the “red flag” law be repealed?]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den achtziger Jahren gab es eine Kontroverse zwischen der [[Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen|Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen]] (EZW) und der deutschen Bahai-Gemeinde, die durch die EZW-Veröffentlichung einer Bahai-Monographie&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Francesco Ficicchia|Herausgeber=Eine Publikation der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen|Titel=Der Bahā’ismus − Weltreligion der Zukunft? Geschichte, Lehre und Organisation in kritischer Anfrage|Verlag=Quell Verlag|Ort=Stuttgart|Jahr=1981|ISBN=3-7918-6009-7|Kommentar=vergriffen}} Viele seiner damaligen Thesen hat Ficicchia heute revidiert, einige vertritt er noch heute auf seiner [http://www.bahai-kritik.ch Website]&amp;lt;/ref&amp;gt; eines Ex-Mitglieds ausgelöst wurde, welche die Bahai-Gemeinde als Verleumdung ihrer Zentralgestalten und Institutionen betrachtete. Nach der Veröffentlichung einer umfassenden Erwiderung&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Udo Schaefer]] et al.|Titel=Desinformation als Methode. Die Bahāʾīsmus-Monographie des F. Ficicchia|Sammelwerk=Religionswissenschaftliche Texte und Studien|Band=Bd. 6|Verlag=Georg Olms Verlag|Ort=Hildesheim|Jahr=1995|ISBN=3-487-10041-X}}&amp;lt;/ref&amp;gt; durch den Bahai-Theologen [[Udo Schaefer]] und zwei weitere Bahai-Autoren wurde diese Kontroverse beigelegt und man kehrte zurück zum Dialog. Kennzeichnend für den neuen Umgangsstil war die Aussage Ulrich Dehns, dass die EZW – in Bezugnahme auf einen durch den Religionswissenschaftler Manfred Hutter geprägten Begriff – die Bahai fortan als „nachislamische Weltreligion“ betrachte.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Dehn in &#039;&#039;Materialdienst der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW)&#039;&#039;, 1/1997, S. 14-17: “Baha’i und EZW”&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionswissenschaftliche Einordnung ==&lt;br /&gt;
In der neueren Forschung wird die Bahai-Religion fast durchweg als eigenständige Universalreligion betrachtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einordnung&amp;quot;&amp;gt;Vgl. etwa {{Literatur|Herausgeber=Walter de Gruyter|Titel=Theologische Realenzyklopädie|Band=Studienausgabe, Teil 1, Band V|Ort=Berlin/New York|Jahr=1993|Seiten=130 f|ISBN=3-110-13898-0}} {{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Die Weltreligionen|Seiten=105|Kommentar=vgl. Literaturangaben}} {{Literatur|Titel=Religion in Geschichte und Gegenwart|Band=Bd. 1|Verlag=Mohr Siebeck|Ort=Tübingen|Jahr=1998|Seiten=1061 f|ISBN=3-161-46941-0}} {{Literatur|Titel=Evangelisches Kirchenlexikon|Band=Erster Band|Verlag=Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht|Ort=Göttingen|Jahr=1986|Seiten=352 ff|ISBN=3-525-50128-5}} {{Literatur|Titel=The Encyclopedia of Islam|Band=New Edition, Volume I|Verlag=E. J. Brill|Ort=Leiden (Niederlande)|Jahr=1986|Seiten=911, 915 ff|ISBN=9-004-08114-3}} {{Literatur|Titel=Metzler Lexikon Religion|Band=Bd. 1|Verlag=Verlag J.B. Metzler|Ort=Stuttgart/Weimar|Jahr=1999|Seiten=122 ff|ISBN=3-476-01551-3}} {{Literatur|Titel=The Encyclopedia of Religion|Band=Volume 2|Verlag=Macmillan Publishing Company|Ort=New York/London|Jahr=1987|Seiten=40 ff|ISBN=0-029-09710-X}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der älteren Forschung sah dieses Bild teilweise anders aus und lieferte ein Zerrbild. Dies mag daran liegen, dass die ersten Werke über die Bahai-Religion im deutschsprachigen Raum von christlichen [[Apologetik|Apologeten]] verfasst wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Herausgeber=Walter de Gruyter|Titel=Theologische Realenzyklopädie|Band=Studienausgabe, Teil 1, Band V|Ort=Berlin/New York|Jahr=1993|Seiten=130 f|ISBN=3-110-13898-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bahai-Religion ist in einem islamischen Kulturraum entstanden. Dies verleitete in der älteren Forschung dazu, diese als islamische Sekte zu betiteln. Diese Fehleinschätzung wurde durch den unkritischen, unwissenschaftlichen und zum Teil apologetischen Gebrauch des Wortes Sekte begünstigt. Verkannt wurde, dass sich die Bahai-Religion auf eigene heilige Texte stützt, einen eigenen universalen Anspruch hat und das islamische Religionsgesetz bereits 1848 aufgehoben wurde. Das Verhältnis zwischen der Bahai-Religion und dem Islam ist vergleichbar mit dem zwischen Christentum und Judentum.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfolgung ==&lt;br /&gt;
→ &#039;&#039;[[Verfolgung der Bahai]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Muslime [[Mohammed]] als das „Siegel der Propheten“ bezeichnen und ihn damit als den letzten einer ganzen Reihe von [[Prophet]]en betrachten, kann es nach ihrem Glauben bis zum [[Jüngster Tag|Jüngsten Tag]] keine weiteren [[Offenbarung]]en mehr geben. Baha’u’llah vertritt jedoch den Anspruch, die Reihe der Propheten fortzusetzen. Im Kampf um Einfluss und Macht innerhalb des Iran dienten und dienen die Bahai, zu Erzfeinden des Schiitentums und des Nationalstolzes stilisiert, immer wieder als Sündenböcke, die instrumentalisiert werden, um die emotionale Unterstützung der Massen zu gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Mitte 1981 wurde den Bahai bis heute die Aufnahme in höheren Bildungseinrichtungen, in manchen Orten auch in Schulen, verweigert, Studenten und Lehrkräfte wurden entlassen, Angestellte im öffentlichen Dienst ohne Sozialversicherung und Rente aus dem Dienst geworfen, Gehälter und Ausbildungskosten mussten unter Androhung von Gefängnis zurückgezahlt werden. Bahai-Eigentum wurde enteignet, Geschäftsverkehr mit Bahai-Angehörigen verboten, Läden und Geschäfte geschlossen, Geschäfts- und Privatkonten gesperrt und somit die Existenzgrundlage zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Bericht der UNO-Sonderbeauftragten der Menschenrechtskommission, Asma Jahangir, vom Oktober 2005 hat der Oberste Revolutionsführer Chamenei die Oberbefehlshaber der Armee, die Geheimdienste, die Organisation der Revolutionswächter und die Polizei angewiesen, alle Menschen, die der Religionsgemeinschaft der Bahai angehören, „zu identifizieren, zu registrieren und dauerhaft zu überwachen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;references-small&amp;quot; style=&amp;quot;-moz-column-count: 2; column-count: 2;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Stephan A. Towfigh, Wafa Enayati|Titel=Die Baha’i-Religion. Ein Überblick|Auflage=3.|Verlag=Olzog Verlag|Ort=München|Jahr=2007|ISBN=978-3-789-28231-7}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Die Weltreligionen|Auflage=2.|Verlag=C.H. Beck|Ort=München|Jahr=2006|ISBN=978-3-406-50865-3}}&lt;br /&gt;
*{{Literatur|Autor=Manfred Hutter|Titel=Heilige Schriften der Baha’i}} in {{Literatur|Herausgeber=Udo Tworuschka|Titel=Heilige Schriften. Eine Einführung|Verlag=Wissenschaftliche Buchgesellschaft|Ort=Darmstadt|Jahr=2000|ISBN=3-534-13594-6}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Herausgeber=Der Nationale Geistige Rat der Bahá’í in Deutschland e.V.|Titel=Integration als Herausforderung und Chance. Eine Initiative der Baha’i|Verlag=Bahá’í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=1998|ISBN=3-87037-350-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Architektur und Kunst ===&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Julie Badiee|Titel=An earthly paradise. Bahá’í houses of worship around the world|Verlag=Oxford|Ort=George Ronald|Jahr=1992|ISBN=0-85398-316-X}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Roger White, Raghu Rai|Titel=Forever in Bloom. The Lotus of Bahapur|Verlag=Time Books International|Ort=New Delhi|Jahr=1992}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=A. Mooghen|Titel=Mishkin Qalam. XIX Century Artist &amp;amp; Calligrapher.|Verlag=Reyhani|Ort=Darmstadt|Jahr=1992|ISBN=3-906714-01-2}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Zur Zurich, Ruhi Vargha|Titel=Baha&#039;i Shrine and Gardens on Mount Carmel, Haifa, Israel. A Visual Journey|Verlag=Haifa Tourist Board|Ort=Haifa|Jahr=2001|ISBN=978-9-650-51105-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Magazine und Zeitschriften ===&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Herausgeber=Der Nationale Geistige Rat der Bahá&#039;í in Deutschland e.V.|Titel=Tempora|Verlag=Bahá&#039;í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=ab 1997|ISSN=1433-2078|Online=[http://www.tempora.org/ Internetpräsenz mit Leseproben etc.]}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Herausgeber=Der Nationale Geistige Rat der Bahá&#039;í in Deutschland e.V.|Titel=One country. Nachrichtenmagazin der Bahá&#039;í International Community. Deutsche Ausgabe|Verlag=Bahá&#039;í-Verlag|Ort=Hofheim|Jahr=ab 1994|ISSN=0945-7062}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Herausgeber=Bahá&#039;í International Community|Titel=One country. Newsletter of the Bahá&#039;í International Community|Verlag=Bahá&#039;í International Community|Ort=New York|Jahr=ab 1989|ISSN=1018-9300|Online=[http://www.onecountry.org/ Internetpräsenz mit weitreichendem Archiv etc.]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Offizielle Seiten der Bahai-Gemeinden in [http://www.bahai.de/ Deutschland], [http://www.at.bahai.org/ Österreich] und der [http://www.bahai.ch/ Schweiz]&lt;br /&gt;
* [http://www.bahai-studien.de/ Gesellschaft für Bahá&#039;í-Studien für das deutschsprachige Europa], Quellentexte mehrsprachig verfügbar&lt;br /&gt;
* Offizielle internationale Seiten: [http://www.bahaiworldnews.org/ Bahá&#039;í World News Service] und [http://www.bahai.org/ The Bahá&#039;ís], beide englisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Bahá’í Faith]]&lt;br /&gt;
[[fr:Foi bahá’íe]]&lt;br /&gt;
[[pt:Fé Bahá&#039;í]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Bot</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=H%C3%A4nde_der_Sache_Gottes&amp;diff=303</id>
		<title>Hände der Sache Gottes</title>
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		<updated>2008-11-12T20:58:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Bot:  Ändere: en:Hands of the Cause of God&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Hände der Sache Gottes&#039;&#039;&#039; waren [[Bahá&#039;í|Bahá&#039;ís]], die durch [[Bahá&#039;u&#039;lláh]], [[&#039;Abdu&#039;l-Bahá]] oder [[Shoghi Effendi]] ernannt wurden den Glauben international zu schützen und zu verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden keine weiteren Hände der Sache Gottes ernannt und seit dem Hinscheiden des letzten Mitglieds dieser Institution, Dr. &#039;Alí-Muhammad Varqá, wird ihr Dienst von dem [[Berateramt]] und den [[Hilfsamtsmitglied]]ern erfüllt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab insgesamt fünfzig Hände der Sache Gottes, von denen vier von [[Bahá&#039;u&#039;lláh]], vier von [[&#039;Abdu&#039;l-Bahá]] und zweiundvierzig von [[Shoghi Effendi]] ernannt wurden (inklusive zehn posthume Ernennungen). Am Tage des Hinscheidens des letzten Hüters der Bahá&#039;í-Religion, [[Shoghi Effendi]], lebten noch siebenundzwanzig Hände der Sache Gottes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bislang umfassendste Liste aller Hände der Sache Gottes stammt aus &amp;quot;The Bahá&#039;í World: Vol XIV&amp;quot;. [[Das Universale Hause der Gerechtigkeit]] bestätigte, dass diese Liste vermutlich nicht komplett sei und die Studien der Briefe und Archive weitere Namen hervorbringen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennungen durch Bahá&#039;u&#039;lláh==&lt;br /&gt;
*[[Hají Ákhúnd|Hají Mullá `Alí-Akbar]] (1842-1910), bekannt als Hají Ákhúnd &lt;br /&gt;
*[[Ibn-i-Abhar|Hájí Mírzá Muhammad-Taqí]] (↑ 1917), bekannt als Ibn-i-Abhar&lt;br /&gt;
*[[Adíb|Mírzá Muhammad-Hasan]] (1848-1919), bekannt als Adíb&lt;br /&gt;
*[[Ibn-i-Asdaq|Mírzá `Ali-Muhammad]] (↑ 1928), bekannt als Ibn-i-Asdaq&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennungen durch &#039;Abdu&#039;l-Bahá==&lt;br /&gt;
*[[Nabíl-i-Akbar|Aqa Muhammad-i-Qa&#039;ini]] (1829-1892), bekannt als Nabíl-i-Akbar&lt;br /&gt;
*[[Varqá|Mirza &#039;Alí-Muhammad Varqá]] (↑ 1896), der Vater von Rúhu&#039;lláh&lt;br /&gt;
*Mulla Sadiq-i-Muqaddas, mit dem Titel Ismu&#039;llahu&#039;l-Asdaq&lt;br /&gt;
*Shaykh Muhammad-Riday-i-Yazdi&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Shoghi Effendi==&lt;br /&gt;
===Ernennungen Posthum===&lt;br /&gt;
*[[John Esslemont|John Ebenezer Esslemont]] (1874-1925)&lt;br /&gt;
*[[Hájí Amín]] (1817-1928)&lt;br /&gt;
*[[Keith Ransom-Kehler]] (1876-1933)&lt;br /&gt;
*[[Martha Root]] (1872-1939) &lt;br /&gt;
*Hyde Dunn (1855-1941)&lt;br /&gt;
*Siyyid Mustafá Rúmí (d. 1942)&lt;br /&gt;
*Abdu&#039;l-Jalil Bey Sa&#039;d (d. 1942)&lt;br /&gt;
*Muhammed Taqiy-i-Isfahani (d. 1946)&lt;br /&gt;
*Roy C. Wilhelm (1875-1951)&lt;br /&gt;
*[[Louis Gregory]] (1874-1951)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die ersten Ernennungen vom 24.Dezember 1951===&lt;br /&gt;
*[[Dorothy Baker]] (1898-1954)&lt;br /&gt;
*[[Amelia Collins]] (1873-1962)&lt;br /&gt;
*[[`Alí-Akbar Furútan]] (1905-2003)&lt;br /&gt;
*[[Ugo Giachery]] (1896-1989)&lt;br /&gt;
*[[Hermann Grossmann]] (1899-1968)&lt;br /&gt;
*[[Horace Holley|Horace Hotchkiss Holley]] (1887-1960)&lt;br /&gt;
*[[Leroy Ioas|Leroy C. Ioas]] (1896-1965)&lt;br /&gt;
*[[William Sutherland Maxwell]] (1874-1952)&lt;br /&gt;
*[[Taráz&#039;u&#039;lláh Samandarí]] (1874-1968) &lt;br /&gt;
*[[Valíyu&#039;lláh Varqá]] (1884-1955)&lt;br /&gt;
*[[George Townshend]] (1876-1957)&lt;br /&gt;
*[[Mason Remey|Charles Mason Remey]] (1874-1974)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die zweiten Ernennungen vom 29.Februar 1952===&lt;br /&gt;
*[[Siegfried Schopflocher]] (1877-1953)&lt;br /&gt;
*&amp;lt;u&amp;gt;Sh&amp;lt;/u&amp;gt;u&#039;á&#039;u&#039;lláh `Alá&#039;í (1889-1984)&lt;br /&gt;
*Músá Banání (1886-1971)&lt;br /&gt;
*Clara Dunn (1869-1960)&lt;br /&gt;
*[[Dhikru&#039;llah Khadem|&amp;lt;u&amp;gt;Dh&amp;lt;/u&amp;gt;ikru&#039;lláh &amp;lt;u&amp;gt;Kh&amp;lt;/u&amp;gt;ádim]] (1904-1986)&lt;br /&gt;
*[[Adelbert Mühlschlegel]] (1897-1980)&lt;br /&gt;
*[[Corinne True|Corinne Knight True]] (1861-1961)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennungen durch Shoghi Effendi  [Jahr der Ernennung]==&lt;br /&gt;
*[[Rúhíyyih Khanum|Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih &amp;lt;u&amp;gt;Kh&amp;lt;/u&amp;gt;ánum]] (1910-2000)  [1952]&lt;br /&gt;
*Jalál Kháḍih (1897-1990) [1953] (auch Jalal Khazeh)&lt;br /&gt;
*Paul Edmond Haney (1909-1982) [1954]&lt;br /&gt;
*[[`Alí-Muhammad Varqá]] (b.1912-2007) [1955]&lt;br /&gt;
*[[Agnes Alexander]] (1875-1971) [1957]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die letzten Ernennungen vom 2.October 1957== &lt;br /&gt;
*[[Hasan Balyuzi|Hasan Muvaqqar Balyúzí]] (1908-1980)&lt;br /&gt;
*[[Abu&#039;l-Qásim Faizi]] (1906-1980)&lt;br /&gt;
*[[John Ferraby|John Graham Ferraby]] (1914-1973) &lt;br /&gt;
*[[Collis Featherstone|Harold Collis Featherstone]] (1913-1990)&lt;br /&gt;
*[[Rahmatu&#039;lláh Muhájir]] (1923-1979)&lt;br /&gt;
*[[Enoch Olinga]] (1926-1979)&lt;br /&gt;
*[[John Robarts|John Aldham Robarts]] (1901-1991) &lt;br /&gt;
*[[William Sears]] (1911-1992)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Links==&lt;br /&gt;
*[http://www.planetbahai.org/cgi-bin/linklibrary.pl?pageid=400 Hands of the Cause of God] - links to biographies&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://bahai-library.com/?file=uhj_mazandarani_hand_cause Fadil-i-Mazandarani] - House of Justice message of 1998 concerning the status and rank of Fadil-i-Mazandarani. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://bahai-library.com/writings/shoghieffendi/mbw/sec-15.html The Guardian Announces Appointment of Hands of the Cause] - Announcement of the first contingent of 12 Hands in 1951.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://bahai-library.com/writings/shoghieffendi/mbw/sec-16.html Second Appointment of Hands of the Cause] - Announcement of the second contingent, appointing 7 new hands in 1952.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.bahai-library.com/books/bw18/515-520.html A Tribute to the Hands of the Cause of God] - History, appointments, and other details.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sorting==&lt;br /&gt;
[[Category:Articles]] [[Category:Notable Bahá&#039;ís|*]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Hands of the Cause of God]]&lt;br /&gt;
[[pt:Mãos da Causa de Deus]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>‘Abdu’l-Bahá</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Erweitern}}&lt;br /&gt;
[[Bild:Abdulbaha.jpg|thumb|right|&#039;&#039;&#039;‘Abdu’l-Bahá&#039;&#039;&#039;, im hohen Alter.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;‘Abdu’l-Bahá&#039;&#039;&#039; (23 Mai 1844 - 28 November 1921), geboren als &#039;&#039;&#039;‘Abbás Effendí&#039;&#039;&#039;, war der älteste Sohn Bahá&#039;u&#039;lláhs, dem Gründer der [[Bahá&#039;í-Religion]]. 1892, wurde er durch das Testament seines Vaters, dem [[Kitáb-i-‘Ahd]] &#039;&#039;(Buch des Bundes)&#039;&#039;, zum [[Zentrum des Bundes]], zum Oberhaupt der Bahá&#039;í-Religion. Damit war er der legitime Nachfolger Bahá&#039;u&#039;lláhs, wenn auch nicht mit der gleichen göttlichen Kompetenz ausgestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:‘Abdu’l-Bahá]]&lt;br /&gt;
[[fr:‘Abdu’l-Bahá]]&lt;br /&gt;
[[pt:´Abdu&#039;l-Bahá]]&lt;br /&gt;
[[zh:阿博都巴哈]]&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Bahá&#039;u&#039;lláh&#039;&#039;&#039; (12. November 1817 - 29. Mai 1892), geboren als &#039;&#039;&#039;Mírzá Ḥusayn-`Alí Nuri&#039;&#039;&#039;, war der [[Religionsstifter|Stifter]] der [[Bahá&#039;í-Religion]]. Am 22. April 1863 erklärte er, dass er der vom [[Der Báb|Báb]] verheißene [[Ihn, den Gott offenbaren wird]] und &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;die höchste Manifestation Gottes&#039;&#039; &amp;lt;sup&amp;gt;[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Authentisches%20Schrifttum/Bahaullah/Aehrenlese.txt&amp;amp;q=78:3&amp;amp;q2=1&amp;amp;c=1#phrase-1 Ährenlese 78:3]&amp;lt;/sup&amp;gt;&#039;&#039;&#039; ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
{{Erweitern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bild ==&lt;br /&gt;
Bahai sollen das Bild Baha&#039;u&#039;llahs nur unter größter Achtung und Respekt betrachten. In der Regel schaut ein Bahai nur während der Pilgerreise auf ein Bildnis Baha&#039;u&#039;llahs. Es gibt jedoch ein zweites Bild, welches der christliche [[Missionar]] und [[Apologet]] William McElwee Miller in seinem Buch „The Baha&#039;i Faith: Its history and teachings.“ veröffentlicht hat. Bahai vermeiden es sich dieses Bild anzuschauen und finden es stimmt nicht mit den Beschreibungen von Augenzeugen, wie zum Beispiel im folgenden Zitat, überein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|In der Ecke, wo der Diwan an die Wand stieß, saß eine hoheitsvolle, ehrwürdige Gestalt mit jener Kopfbedeckung, wie sie bei den Derwischen Táj genannt wird (aber von ungewöhnlicher Höhe und Form), und um deren unteren Teil ein kleiner weißer Turban gewunden war. Das Antlitz, in das ich nun blickte, kann ich nie vergessen, obgleich ich nicht imstande bin, es zu beschreiben. Diese durchdringenden Augen schienen auf dem Grunde der Seele zu lesen. Macht und Würde lagen über diesen breiten Augenbrauen; die tiefen Falten auf Seiner Stirne und Seinem Gesicht verrieten ein Alter, das Sein tiefschwarzes Haar und der in üppiger Fülle bis zur Leibesmitte herabwallende Bart Lügen zu strafen schienen. Unnötig zu fragen, in wessen Gegenwart ich stand, als ich mich vor Dem verneigte, Der das Ziel einer Verehrung und Liebe ist, um die Ihn Könige beneiden könnten und nach der sich Kaiser vergeblich sehnen.|[[Edward Granville Browne]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=J. E. Esslemont|Titel=Bahá&#039;u&#039;lláh und das Neue Zeitalter|Auflage=8.|Verlag=Bahá&#039;í-Verlag|Ort=Hofheim-Langenhain|Jahr=1986|ISBN=3-87037-184-6|Online=[http://recherche.bahai-studien.de/?a=RESULT&amp;amp;d=/de/Bahaitum/Bahai-Studien/Sonstiges/Bahaullah%20und%20das%20Neue%20Zeitalter.txt&amp;amp;q=3:11&amp;amp;q2=0&amp;amp;c=1#phrase-0 URL]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anspruch ==&lt;br /&gt;
Bahá&#039;u&#039;lláh erklärte, dass er der Versprochene aller vorhergehenden Religionen sei und somit die Erfüllung aller messianischen Prophezeiungen. All diese Prophezeiungen sind allegorisch und symbolisch zu verstehen. Bahá&#039;u&#039;lláh ist zum Beispiel der von [[Jesaja]] prophezeite „Herr der Heerscharen“, der „Zehnte Avatar“ des [[Hinduismus]], der „Maitreya“ des [[Buddhismus]], die „Wiederkunft Christi in der Herrlichkeit des Vaters“ des [[Christentum]]s und des [[Islam]]s, „Ihn, den Gott offenbaren wird“ des [[Bábi-Religion]] oder auch der „Shah Bahram“ des [[Zarathustrismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre ==&lt;br /&gt;
{{Erweitern}}&lt;br /&gt;
→ [[Lehren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schrifttum ==&lt;br /&gt;
{{Erweitern}}&lt;br /&gt;
→ [[Literatur#Bahá&#039;u&#039;lláh]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Erweitern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentralgestalten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manifestation Gottes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Bahá’u’lláh]]&lt;br /&gt;
[[fr:Bahá&#039;u&#039;lláh]]&lt;br /&gt;
[[pt:Bahá&#039;u&#039;lláh]]&lt;br /&gt;
[[zh:巴哈欧拉]]&lt;/div&gt;</summary>
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