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	<title>Bahaipedia - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Rahmatu%27ll%C3%A1h_Muh%C3%A1jir&amp;diff=1063</id>
		<title>Rahmatu&#039;lláh Muhájir</title>
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		<updated>2020-05-27T19:05:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: /* Macht des Gebets */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dr. Muhajir, Hand der Sache Gottes  (1923 – 1979)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Familie==&lt;br /&gt;
Dr. Muhajir wurde in eine ausgezeichnete Bahai-Familie geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei seiner Vorfahren – die Dawlatabadi Brüder – erreichten die Anwesenheit Baha’u’llahs, und empfingen später ein Tablet von Abdul-Baha mit dem Grußworte „Ay Muhajiran“ , (O ihr Pioniere)  in dem Er sie ermahnte Gott zu danken, dass Er sie befähigte die Gesegnete Schönheit zu sehen und bat für ihren Erfolg bei der Erbringung immer zunehmender Dienste für den Glauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Tag an war der Name Muhajir als Familiennamen angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit==&lt;br /&gt;
Dr. Muhajir hat von früher Kindheit an, an allen in seinem Elternhaus stattgefundenen Bahai Treffen und Kamingesprächen teilgenommen und hat viele Sucher eingeladen, um von Baha’u‘llahs Lehre zu hören. Wenn es zufällig keinen gab der ihn begleitete, wurde der Verkäufer ums Eck einladen mit dem Versprechen auf ein gutes persisches Essen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat sich immer gerne an diese fröhliche Zeit in seinem Leben erinnert, während (den) er eine gründliche Bahai Ausbildung bekam, die ihm die Liebe Baha’u’llahs und die Hingabe an Seinen Glauben in sein Herz einpflanzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat sehr früh den Weg des Dienens für sein Leben gewählt und ist nicht davon abgewichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er noch auf dem Gymnasium war, war er Mitglied der lokale und nationalen Jugendausschuss. In Sommer verbrachte er die Zeit alle Heiligen Bahai-Stätten zu besuchen.  &lt;br /&gt;
Seine erste Pioniererfahrung war nach dem Abitur, nachdem er sein Unistudium verschoben hat und für zwei Jahre nach Adjirbayjan gegangen ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine bemerkenswerten Planungsfähigkeiten waren bereits in früherem Alter erkennbar. Er organisierte Kinder- und Jugendaktivitäten, unterrichtete die Erwachsenen am Abend und bereitete Lektionen vor. In dieser Umgebung war er für seine Freundlichkeit, Liebe, Menschlichkeit und seinen Sinn für Humor bekannt.  Diesen Sinn für Humor bewahrte er sein ganzes Leben und war ein Segen in vielen schwierigen Situationen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Jugend==&lt;br /&gt;
Nach dieser Pionierperiode nahm er sein Medizinstudium auf. Seine Freunde erinnern sich, dass er seine Bahai-Aktivitäten aufrecht und sogar verstärkt hat. Gut meinende Freunde haben ihm empfohlen, er solle sich mehr auf sein Studium konzentrieren, um nicht durch zu fallen. Seine Antwort war, dass Baha’u‘llah sich um sein Studium kümmern würde, wenn er sich um Seine Arbeit kümmern würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Staunen aller, unterbrach er sein Medizinstudium wenige Monate vor dem  Abschluss und widmete sich drei Monate der Unterstützung zur Erreichung der Ziele des 45 Monats-Plans des NGR Irans. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Plans kehrte zurück und schloss sein Medizinstudium mit Auszeichnung ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Mitglied des Pionierausschusses und fühlte, dass es nicht ausreichend ist nur administrative Arbeit zu leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Muhajir schreibt: Wir hatten ein paar Monate vor seinem Hochschulabschluss 1951 geheiratet, zu dessen Anlass wir ein Telegramm des geliebten Hüters - welches über meinen Vater, (Hand der Sache Gottes Herr Furutan) gesandt wurde – erhalten haben, in dem er darin seine guten Wünsche und seinen Segen übermittelte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1952 - als vom Hüter der 10-Jahreskreuzzug angekündigt wurde - hatten wir das Privileg auf Pilgerreise zu gehen und Dr. Muhajir hatte den Segen einige Male mit den Hüter allein zu sein, wo er mit ihm über die Pazifischen Inseln, die Malayische Halbinsel und die großen Potenziale dieses Teils der Welt  gesprochen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Besuch der Heiligen Schreine und das Treffen mit dem Hüter der Sache Gottes, hat im Dr. Muhajirs‘ Herz den Wunsch nach Opfer und Dienst verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pionieren==&lt;br /&gt;
Auf seiner Rückkehr in den Iran verlor er sein Interesse an seiner gut bezahlten Arbeit als Arzt im amerikanischen Krankenhaus in Isfahan. Er wollte alles hinter sich lassen, die materialistische Welt vergessen um die Wünsche seines geliebten Hüters zu erfüllen. Der Hüter hat die Bahai gebeten, die geistige Eroberung der Welt zu übernehmen. Dr. Muhajir wollte eine sofortige Antwort auf diesen Appel geben. Er fühlte, dass es da keine Zeit zu verlieren gibt. Diese Haltung des absoluten Gehorsam gegenüber dem Hüter und geführt durch seine Worte, setzte sich sein ganzes Leben lang fort. Er verschlang die Schriften und versuchte alle Anweisungen zu befolgen und umzusetzen. Das war die motivierende Kraft seines Lebens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Oktober 1953 sind er und seine Frau dem Aufruf vom NGR von Australien und Neuseeland nach Indonesien zu pionieren ohne zu zögern gefolgt. Er hat die Arbeit gekündigt und alle weltlichen Habseligkeiten verkauft. Er hat keine Ahnung gehabt, was für eine Ort Mentawai war, ob er überhaupt ein Job finden würde, und viel wichtiger, ob sie überhaupt eine Aufenthaltsgenehmigung für Indonesien bekommen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ankunft in Indonesien==&lt;br /&gt;
Dr. Muhajir war zuversichtlich, dass wenn man den Auftrag des Hüters ausführt, alle Hindernisse beseitigt werden würden. In Dezember 1953 brachen sie als Pioniere nach den Mentawai Inseln auf. Im Februar 1954 sind sie auf Muara Siberut angekommen und vom geliebten Hüter zu Rittern Baha’u‘llahs erklärt worden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Muhajir wurde beim Gesundheitsministerium angestellt und bekam eine dauerhafte Aufenthaltsvisum. Dieser Ort eröffnete ein weites und aufregendes Feld des Dienens für Dr. Muhajir. Er fühlte sich glücklich, und bedankte sich ständig beim Hüter für diese großartige Möglichkeit und Tag und Nacht betete zu Baha’u‘llah, Er möge ihm das nicht wegnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Muhajir, dessen Bereich Präventivmedizin war, begann eine systematische Methode zur Ausrottung von Malaria und anderen Krankheiten. Er hat nicht nur den Menschen den Glauben gelehrt, sondern ihnen auch geholfen ihr physisches Leben zu verbessern. Er respektierte die Menschen von Mentawi und versuchte nicht ihre Bräuche oder ihre Sitten sich zu kleiden zu ändern. Er war gekommen um eine geistige Botschaft zu vermitteln. Er liebte die tätowierten Einheimischen, als wären sie seine nächsten und liebsten Verwandten.  Er hat ihnen beigebracht wie sie Seife benutzen müssen wenn sie im Fluss baden, wie sie sich die Haare waschen oder wie sie ihre Babys pflegen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Zahl der Bahai wuchs, Dr. Muhajir half ihnen ihre Dörfer zu verlassen um neue Orte für den Bahai Glauben zu öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Kommunikation mit der Außenwelt war das Regierungspostboot, das alle sechs bis acht Monate auf Mentawai kam. Wenn die Post eine Botschaft von Hüter erhielt, stieg der Geist von Dr. Muhajir und seine Seele entzündete sich. Diese Briefe und Botschaften hielten ihn für die nächsten Monaten aufrecht. Krankheiten, wie Mangel an Nahrung und Erschöpfung spielten keine Rolle, solange der Hüter zufrieden war.&lt;br /&gt;
In vielen Briefe vermittelte Shoghi Effendi seiner Zufriedenheit mit Dr. Muhajirs Bemühungen auf den Mentawai Inseln.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
==Ernennung als Hand der Sache Gottes==&lt;br /&gt;
Dr. Muhajir wurde in den Rang einer Hand der Sache Gottes mit dem letzten Kontingent im Oktober 1957 ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein größter Wunsch war auf diesem Pionierposten für der Rest seines Lebens zu bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hinscheiden Shoghi Effendis==&lt;br /&gt;
Der plötzliche Tot des geliebten Hüters wenige Wochen nach der Ernennung vom letzten Kontingent der Hände der Sache Gottes, machte diese Entschlossenheit noch stärker. Es war jedoch notwendig für ihn, dass er die Insel verließ. Die Angelegenheiten des Glaubens waren an einem entscheidenden Punkt. Der 10 Jahreskreuzzug war in der Mitte und die Hände der Sache Gottes mussten an der weltweiten Entwicklung des Glaubens beteiligt sein. Es war nicht möglich für einen von ihnen an einem Ort zu sein, der ohne Telegramm oder Telefon-Dienste vom Rest der Welt abgeschnitten ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Reisen==&lt;br /&gt;
Es dauerte Monate der Überredung durch die Hände der Sache im Heiligen Land und lange Nächte und Tage des Gebets, bis Dr. Muhajir die Menschen, die er so sehr geliebt und so gut gedient hatte, traurig und widerwillig verlassen konnte. Sie haben Mentawai im Jahr 1958 nach vier Jahren Aufenthalt verlassen. In dieser Zeit hat Mentawai mehr als 4000 Bahai-Erklärungen. 33 Lokale Geistige Räte, gegründete Bahai Schulen, gekauftes Bahai-Stiftungsland und eine Übersetzung von eines Bahai Pamphlet in Mentawai Sprache. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre zwischen 1958 und 1979 besuchte er mehrmals alle Nationale Zentren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein großes Talent war die Massen zu lehren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine großen Erfahrungen und seine ständigen Reisen ermöglichten es ihm, sich in viele Ideen und Formulierungen der verschiedenen Pläne des Weltzentrums zu beteiligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hatte den Mut, Vorschläge voranzutreiben, und das Talent, bei denen, die sie umsetzten, Begeisterung zu erwecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Muhajir hatte völliges Vertrauen und Unterwerfung unter den Willen Gottes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war nie entmutigt. Er hat seine Vorschläge selbstlos mit Liebe und Demut angeboten und nicht darauf bestanden, dass sie akzeptiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Macht des Gebets==&lt;br /&gt;
Öfter betete er das Tablet der Begegnung von &#039;Abdul‘-Bahá, bevor er zu einer Veranstaltung gehen wollte und war überzeugt, dass die Macht des Gebets alle Unfähigkeiten überwinden würde. Gebet war der Kern seines Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er sah die Bahai Welt als eine Einheit, erschaffen vom Hüter im 10 Jahreskreuzzug und glaubte, dass der Beitritt in Scharen nicht auf die wenig entwickelten Länder der Welt beschränk sein sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Überzeugung war, dass die Menschheit durstig für die Lehre Bahá’u’lláhs ist und dass die Bahai der Welt die Fähigkeit haben, Millionen Menschen zum Glauben zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Tod kam so wie er es sich immer wünschte, während dem Dienst im Glauben, weg von zu Hause aber inmitten der Bahai Freunde. Er kam nach Ecuador um an einer speziellen Lehrkonferenz - organisiert vom Kontinentale Berateramt in Südamerika - teilzunehmen.  &lt;br /&gt;
Am zweiten Tag der Konferenz erlitt er einen Herzinfarkt. Der Berater Herr Masud Khamsi, ein enger Freund seit den Tagen seiner Jugend, war bis zuletzt bei ihm.&lt;br /&gt;
Seine letzten Worte waren Ya Bahá’ul-&#039;Abhá und er hielt eine Seidenhandtasche mit ein paar Strähnen von &#039;Abdu’l-Bahá’s kostbarem Haar in der rechten Hand, die er seit mehr als zwanzig Jahren in der Nähe seines Herzens getragen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Muhajir war ein sanfter, mutiger, bescheidener und freundlicher Mann, der dem Glauben Bahá’u’lláhs mit Demut, Selbstaufopferung und absolute Hingabe diente. Er war seiner Zeit immer voraus und drängte die Freunde zu einer Vision, die der geliebte Hüter für sie bestimmt hatte.&lt;br /&gt;
Er trug den geistigen Mantel einer Hand der Sache mit Würde und Demut und war ein wahres Beispiel für die Worte &#039;Abdu&#039;l-Bahá:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Die Hände der Sache Gottes haben die Pflicht, die göttlichen Düfte zu verbreiten, &lt;br /&gt;
&#039;&#039;die Menschenseelen zu erbauen, die Bildung zu fördern, aller Menschen zu bessern und  &lt;br /&gt;
&#039;&#039;allezeit in jeder Lage von Irdischem geheiligt und gelöst zu sein. &lt;br /&gt;
&#039;&#039;In ihrem Verhalten, ihrer Lebensart, ihren Taten und ihren Worten müssen sie Gottesfurcht offenbaren. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
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		<title>Rahmatu&#039;lláh Muhájir</title>
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		<updated>2020-05-27T17:30:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: /* Reisen= */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dr. Muhajir, Hand der Sache Gottes  (1923 – 1979)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Familie==&lt;br /&gt;
Dr. Muhajir wurde in eine ausgezeichnete Bahai-Familie geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei seiner Vorfahren – die Dawlatabadi Brüder – erreichten die Anwesenheit Baha’u’llahs, und empfingen später ein Tablet von Abdul-Baha mit dem Grußworte „Ay Muhajiran“ , (O ihr Pioniere)  in dem Er sie ermahnte Gott zu danken, dass Er sie befähigte die Gesegnete Schönheit zu sehen und bat für ihren Erfolg bei der Erbringung immer zunehmender Dienste für den Glauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Tag an war der Name Muhajir als Familiennamen angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit==&lt;br /&gt;
Dr. Muhajir hat von früher Kindheit an, an allen in seinem Elternhaus stattgefundenen Bahai Treffen und Kamingesprächen teilgenommen und hat viele Sucher eingeladen, um von Baha’u‘llahs Lehre zu hören. Wenn es zufällig keinen gab der ihn begleitete, wurde der Verkäufer ums Eck einladen mit dem Versprechen auf ein gutes persisches Essen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat sich immer gerne an diese fröhliche Zeit in seinem Leben erinnert, während (den) er eine gründliche Bahai Ausbildung bekam, die ihm die Liebe Baha’u’llahs und die Hingabe an Seinen Glauben in sein Herz einpflanzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat sehr früh den Weg des Dienens für sein Leben gewählt und ist nicht davon abgewichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er noch auf dem Gymnasium war, war er Mitglied der lokale und nationalen Jugendausschuss. In Sommer verbrachte er die Zeit alle Heiligen Bahai-Stätten zu besuchen.  &lt;br /&gt;
Seine erste Pioniererfahrung war nach dem Abitur, nachdem er sein Unistudium verschoben hat und für zwei Jahre nach Adjirbayjan gegangen ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine bemerkenswerten Planungsfähigkeiten waren bereits in früherem Alter erkennbar. Er organisierte Kinder- und Jugendaktivitäten, unterrichtete die Erwachsenen am Abend und bereitete Lektionen vor. In dieser Umgebung war er für seine Freundlichkeit, Liebe, Menschlichkeit und seinen Sinn für Humor bekannt.  Diesen Sinn für Humor bewahrte er sein ganzes Leben und war ein Segen in vielen schwierigen Situationen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Jugend==&lt;br /&gt;
Nach dieser Pionierperiode nahm er sein Medizinstudium auf. Seine Freunde erinnern sich, dass er seine Bahai-Aktivitäten aufrecht und sogar verstärkt hat. Gut meinende Freunde haben ihm empfohlen, er solle sich mehr auf sein Studium konzentrieren, um nicht durch zu fallen. Seine Antwort war, dass Baha’u‘llah sich um sein Studium kümmern würde, wenn er sich um Seine Arbeit kümmern würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Staunen aller, unterbrach er sein Medizinstudium wenige Monate vor dem  Abschluss und widmete sich drei Monate der Unterstützung zur Erreichung der Ziele des 45 Monats-Plans des NGR Irans. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Plans kehrte zurück und schloss sein Medizinstudium mit Auszeichnung ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Mitglied des Pionierausschusses und fühlte, dass es nicht ausreichend ist nur administrative Arbeit zu leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Muhajir schreibt: Wir hatten ein paar Monate vor seinem Hochschulabschluss 1951 geheiratet, zu dessen Anlass wir ein Telegramm des geliebten Hüters - welches über meinen Vater, (Hand der Sache Gottes Herr Furutan) gesandt wurde – erhalten haben, in dem er darin seine guten Wünsche und seinen Segen übermittelte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1952 - als vom Hüter der 10-Jahreskreuzzug angekündigt wurde - hatten wir das Privileg auf Pilgerreise zu gehen und Dr. Muhajir hatte den Segen einige Male mit den Hüter allein zu sein, wo er mit ihm über die Pazifischen Inseln, die Malayische Halbinsel und die großen Potenziale dieses Teils der Welt  gesprochen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Besuch der Heiligen Schreine und das Treffen mit dem Hüter der Sache Gottes, hat im Dr. Muhajirs‘ Herz den Wunsch nach Opfer und Dienst verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pionieren==&lt;br /&gt;
Auf seiner Rückkehr in den Iran verlor er sein Interesse an seiner gut bezahlten Arbeit als Arzt im amerikanischen Krankenhaus in Isfahan. Er wollte alles hinter sich lassen, die materialistische Welt vergessen um die Wünsche seines geliebten Hüters zu erfüllen. Der Hüter hat die Bahai gebeten, die geistige Eroberung der Welt zu übernehmen. Dr. Muhajir wollte eine sofortige Antwort auf diesen Appel geben. Er fühlte, dass es da keine Zeit zu verlieren gibt. Diese Haltung des absoluten Gehorsam gegenüber dem Hüter und geführt durch seine Worte, setzte sich sein ganzes Leben lang fort. Er verschlang die Schriften und versuchte alle Anweisungen zu befolgen und umzusetzen. Das war die motivierende Kraft seines Lebens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Oktober 1953 sind er und seine Frau dem Aufruf vom NGR von Australien und Neuseeland nach Indonesien zu pionieren ohne zu zögern gefolgt. Er hat die Arbeit gekündigt und alle weltlichen Habseligkeiten verkauft. Er hat keine Ahnung gehabt, was für eine Ort Mentawai war, ob er überhaupt ein Job finden würde, und viel wichtiger, ob sie überhaupt eine Aufenthaltsgenehmigung für Indonesien bekommen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ankunft in Indonesien==&lt;br /&gt;
Dr. Muhajir war zuversichtlich, dass wenn man den Auftrag des Hüters ausführt, alle Hindernisse beseitigt werden würden. In Dezember 1953 brachen sie als Pioniere nach den Mentawai Inseln auf. Im Februar 1954 sind sie auf Muara Siberut angekommen und vom geliebten Hüter zu Rittern Baha’u‘llahs erklärt worden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Muhajir wurde beim Gesundheitsministerium angestellt und bekam eine dauerhafte Aufenthaltsvisum. Dieser Ort eröffnete ein weites und aufregendes Feld des Dienens für Dr. Muhajir. Er fühlte sich glücklich, und bedankte sich ständig beim Hüter für diese großartige Möglichkeit und Tag und Nacht betete zu Baha’u‘llah, Er möge ihm das nicht wegnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Muhajir, dessen Bereich Präventivmedizin war, begann eine systematische Methode zur Ausrottung von Malaria und anderen Krankheiten. Er hat nicht nur den Menschen den Glauben gelehrt, sondern ihnen auch geholfen ihr physisches Leben zu verbessern. Er respektierte die Menschen von Mentawi und versuchte nicht ihre Bräuche oder ihre Sitten sich zu kleiden zu ändern. Er war gekommen um eine geistige Botschaft zu vermitteln. Er liebte die tätowierten Einheimischen, als wären sie seine nächsten und liebsten Verwandten.  Er hat ihnen beigebracht wie sie Seife benutzen müssen wenn sie im Fluss baden, wie sie sich die Haare waschen oder wie sie ihre Babys pflegen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Zahl der Bahai wuchs, Dr. Muhajir half ihnen ihre Dörfer zu verlassen um neue Orte für den Bahai Glauben zu öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Kommunikation mit der Außenwelt war das Regierungspostboot, das alle sechs bis acht Monate auf Mentawai kam. Wenn die Post eine Botschaft von Hüter erhielt, stieg der Geist von Dr. Muhajir und seine Seele entzündete sich. Diese Briefe und Botschaften hielten ihn für die nächsten Monaten aufrecht. Krankheiten, wie Mangel an Nahrung und Erschöpfung spielten keine Rolle, solange der Hüter zufrieden war.&lt;br /&gt;
In vielen Briefe vermittelte Shoghi Effendi seiner Zufriedenheit mit Dr. Muhajirs Bemühungen auf den Mentawai Inseln.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
==Ernennung als Hand der Sache Gottes==&lt;br /&gt;
Dr. Muhajir wurde in den Rang einer Hand der Sache Gottes mit dem letzten Kontingent im Oktober 1957 ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein größter Wunsch war auf diesem Pionierposten für der Rest seines Lebens zu bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hinscheiden Shoghi Effendis==&lt;br /&gt;
Der plötzliche Tot des geliebten Hüters wenige Wochen nach der Ernennung vom letzten Kontingent der Hände der Sache Gottes, machte diese Entschlossenheit noch stärker. Es war jedoch notwendig für ihn, dass er die Insel verließ. Die Angelegenheiten des Glaubens waren an einem entscheidenden Punkt. Der 10 Jahreskreuzzug war in der Mitte und die Hände der Sache Gottes mussten an der weltweiten Entwicklung des Glaubens beteiligt sein. Es war nicht möglich für einen von ihnen an einem Ort zu sein, der ohne Telegramm oder Telefon-Dienste vom Rest der Welt abgeschnitten ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Reisen==&lt;br /&gt;
Es dauerte Monate der Überredung durch die Hände der Sache im Heiligen Land und lange Nächte und Tage des Gebets, bis Dr. Muhajir die Menschen, die er so sehr geliebt und so gut gedient hatte, traurig und widerwillig verlassen konnte. Sie haben Mentawai im Jahr 1958 nach vier Jahren Aufenthalt verlassen. In dieser Zeit hat Mentawai mehr als 4000 Bahai-Erklärungen. 33 Lokale Geistige Räte, gegründete Bahai Schulen, gekauftes Bahai-Stiftungsland und eine Übersetzung von eines Bahai Pamphlet in Mentawai Sprache. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre zwischen 1958 und 1979 besuchte er mehrmals alle Nationale Zentren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein großes Talent war die Massen zu lehren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine großen Erfahrungen und seine ständigen Reisen ermöglichten es ihm, sich in viele Ideen und Formulierungen der verschiedenen Pläne des Weltzentrums zu beteiligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hatte den Mut, Vorschläge voranzutreiben, und das Talent, bei denen, die sie umsetzten, Begeisterung zu erwecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Muhajir hatte völliges Vertrauen und Unterwerfung unter den Willen Gottes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war nie entmutigt. Er hat seine Vorschläge selbstlos mit Liebe und Demut angeboten und nicht darauf bestanden, dass sie akzeptiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Macht des Gebets==&lt;br /&gt;
Öfter betete er das Tablet der Begegnung von &#039;Abdul‘-Bahá, bevor er zu einer Veranstaltung gehen wollte und war überzeugt, dass die Macht des Gebets alle Unfähigkeiten überwinden würde. Gebet war der Kern seines Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er sah die Bahai Welt als eine Einheit, erschaffen vom Hüter im 10 Jahreskreuzzug und glaubte, dass der Beitritt in Scharen nicht auf die wenig entwickelten Länder der Welt beschränk sein sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Überzeugung war, dass die Menschheit durstig für die Lehre Bahá’u’lláhs ist und dass die Bahai der Welt die Fähigkeit haben, Millionen Menschen zum Glauben zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Tod kam so wie er es sich immer wünschte, während dem Dienst im Glauben, weg von zu Hause aber inmitten der Bahai Freunde. Er kam nach Ecuador um an einer speziellen Lehrkonferenz - organisiert vom Kontinentale Berateramt in Südamerika - teilzunehmen.  &lt;br /&gt;
Am zweiten Tag der Konferenz erlitt er einen Herzinfarkt. Der Berater Herr Masud Khamsi, ein enger Freund seit den Tagen seiner Jugend, war bis zuletzt bei ihm.&lt;br /&gt;
Seine letzten Worte waren Ya Bahá’ul-&#039;Abhá und er hielt eine Seidenhandtasche mit ein paar Strähnen von &#039;Abdu’l-Bahá’s kostbarem Haar in der rechten Hand, die er seit mehr als zwanzig Jahren in der Nähe seines Herzens getragen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Muhajir war ein sanfter, mutiger, bescheidener und freundlicher Mann, der dem Glauben Bahá’u’lláhs mit Demut, Selbstaufopferung und absolute Hingabe diente. Er war seiner Zeit immer voraus und drängte die Freunde zu einer Vision, die der geliebte Hüter für sie bestimmt hatte.&lt;br /&gt;
Er trug den geistigen Mantel einer Hand der Sache mit Würde und Demut und war ein wahres Beispiel für die Worte &#039;Abdu&#039;l-Bahá:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hände der Sache Gottes haben die Pflicht, die göttlichen Düfte zu verbreiten, die Menschenseelen zu erbauen, die Bildung zu fördern, aller Menschen zu bessern und  allezeit in jeder Lage von Irdischem geheiligt und gelöst zu sein. In ihrem Verhalten, ihrer Lebensart, ihren Taten und ihren Worten müssen sie Gottesfurcht offenbaren. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
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		<updated>2020-05-27T17:30:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: Die Seite wurde neu angelegt: „Dr. Muhajir, Hand der Sache Gottes  (1923 – 1979)  ==Familie== Dr. Muhajir wurde in eine ausgezeichnete Bahai-Familie geboren.   Drei seiner Vorfahren – di…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Dr. Muhajir, Hand der Sache Gottes  (1923 – 1979)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Familie==&lt;br /&gt;
Dr. Muhajir wurde in eine ausgezeichnete Bahai-Familie geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei seiner Vorfahren – die Dawlatabadi Brüder – erreichten die Anwesenheit Baha’u’llahs, und empfingen später ein Tablet von Abdul-Baha mit dem Grußworte „Ay Muhajiran“ , (O ihr Pioniere)  in dem Er sie ermahnte Gott zu danken, dass Er sie befähigte die Gesegnete Schönheit zu sehen und bat für ihren Erfolg bei der Erbringung immer zunehmender Dienste für den Glauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Tag an war der Name Muhajir als Familiennamen angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit==&lt;br /&gt;
Dr. Muhajir hat von früher Kindheit an, an allen in seinem Elternhaus stattgefundenen Bahai Treffen und Kamingesprächen teilgenommen und hat viele Sucher eingeladen, um von Baha’u‘llahs Lehre zu hören. Wenn es zufällig keinen gab der ihn begleitete, wurde der Verkäufer ums Eck einladen mit dem Versprechen auf ein gutes persisches Essen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat sich immer gerne an diese fröhliche Zeit in seinem Leben erinnert, während (den) er eine gründliche Bahai Ausbildung bekam, die ihm die Liebe Baha’u’llahs und die Hingabe an Seinen Glauben in sein Herz einpflanzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hat sehr früh den Weg des Dienens für sein Leben gewählt und ist nicht davon abgewichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er noch auf dem Gymnasium war, war er Mitglied der lokale und nationalen Jugendausschuss. In Sommer verbrachte er die Zeit alle Heiligen Bahai-Stätten zu besuchen.  &lt;br /&gt;
Seine erste Pioniererfahrung war nach dem Abitur, nachdem er sein Unistudium verschoben hat und für zwei Jahre nach Adjirbayjan gegangen ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine bemerkenswerten Planungsfähigkeiten waren bereits in früherem Alter erkennbar. Er organisierte Kinder- und Jugendaktivitäten, unterrichtete die Erwachsenen am Abend und bereitete Lektionen vor. In dieser Umgebung war er für seine Freundlichkeit, Liebe, Menschlichkeit und seinen Sinn für Humor bekannt.  Diesen Sinn für Humor bewahrte er sein ganzes Leben und war ein Segen in vielen schwierigen Situationen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Jugend==&lt;br /&gt;
Nach dieser Pionierperiode nahm er sein Medizinstudium auf. Seine Freunde erinnern sich, dass er seine Bahai-Aktivitäten aufrecht und sogar verstärkt hat. Gut meinende Freunde haben ihm empfohlen, er solle sich mehr auf sein Studium konzentrieren, um nicht durch zu fallen. Seine Antwort war, dass Baha’u‘llah sich um sein Studium kümmern würde, wenn er sich um Seine Arbeit kümmern würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Staunen aller, unterbrach er sein Medizinstudium wenige Monate vor dem  Abschluss und widmete sich drei Monate der Unterstützung zur Erreichung der Ziele des 45 Monats-Plans des NGR Irans. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Plans kehrte zurück und schloss sein Medizinstudium mit Auszeichnung ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Mitglied des Pionierausschusses und fühlte, dass es nicht ausreichend ist nur administrative Arbeit zu leisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Muhajir schreibt: Wir hatten ein paar Monate vor seinem Hochschulabschluss 1951 geheiratet, zu dessen Anlass wir ein Telegramm des geliebten Hüters - welches über meinen Vater, (Hand der Sache Gottes Herr Furutan) gesandt wurde – erhalten haben, in dem er darin seine guten Wünsche und seinen Segen übermittelte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1952 - als vom Hüter der 10-Jahreskreuzzug angekündigt wurde - hatten wir das Privileg auf Pilgerreise zu gehen und Dr. Muhajir hatte den Segen einige Male mit den Hüter allein zu sein, wo er mit ihm über die Pazifischen Inseln, die Malayische Halbinsel und die großen Potenziale dieses Teils der Welt  gesprochen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Besuch der Heiligen Schreine und das Treffen mit dem Hüter der Sache Gottes, hat im Dr. Muhajirs‘ Herz den Wunsch nach Opfer und Dienst verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pionieren==&lt;br /&gt;
Auf seiner Rückkehr in den Iran verlor er sein Interesse an seiner gut bezahlten Arbeit als Arzt im amerikanischen Krankenhaus in Isfahan. Er wollte alles hinter sich lassen, die materialistische Welt vergessen um die Wünsche seines geliebten Hüters zu erfüllen. Der Hüter hat die Bahai gebeten, die geistige Eroberung der Welt zu übernehmen. Dr. Muhajir wollte eine sofortige Antwort auf diesen Appel geben. Er fühlte, dass es da keine Zeit zu verlieren gibt. Diese Haltung des absoluten Gehorsam gegenüber dem Hüter und geführt durch seine Worte, setzte sich sein ganzes Leben lang fort. Er verschlang die Schriften und versuchte alle Anweisungen zu befolgen und umzusetzen. Das war die motivierende Kraft seines Lebens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Oktober 1953 sind er und seine Frau dem Aufruf vom NGR von Australien und Neuseeland nach Indonesien zu pionieren ohne zu zögern gefolgt. Er hat die Arbeit gekündigt und alle weltlichen Habseligkeiten verkauft. Er hat keine Ahnung gehabt, was für eine Ort Mentawai war, ob er überhaupt ein Job finden würde, und viel wichtiger, ob sie überhaupt eine Aufenthaltsgenehmigung für Indonesien bekommen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ankunft in Indonesien==&lt;br /&gt;
Dr. Muhajir war zuversichtlich, dass wenn man den Auftrag des Hüters ausführt, alle Hindernisse beseitigt werden würden. In Dezember 1953 brachen sie als Pioniere nach den Mentawai Inseln auf. Im Februar 1954 sind sie auf Muara Siberut angekommen und vom geliebten Hüter zu Rittern Baha’u‘llahs erklärt worden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Muhajir wurde beim Gesundheitsministerium angestellt und bekam eine dauerhafte Aufenthaltsvisum. Dieser Ort eröffnete ein weites und aufregendes Feld des Dienens für Dr. Muhajir. Er fühlte sich glücklich, und bedankte sich ständig beim Hüter für diese großartige Möglichkeit und Tag und Nacht betete zu Baha’u‘llah, Er möge ihm das nicht wegnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Muhajir, dessen Bereich Präventivmedizin war, begann eine systematische Methode zur Ausrottung von Malaria und anderen Krankheiten. Er hat nicht nur den Menschen den Glauben gelehrt, sondern ihnen auch geholfen ihr physisches Leben zu verbessern. Er respektierte die Menschen von Mentawi und versuchte nicht ihre Bräuche oder ihre Sitten sich zu kleiden zu ändern. Er war gekommen um eine geistige Botschaft zu vermitteln. Er liebte die tätowierten Einheimischen, als wären sie seine nächsten und liebsten Verwandten.  Er hat ihnen beigebracht wie sie Seife benutzen müssen wenn sie im Fluss baden, wie sie sich die Haare waschen oder wie sie ihre Babys pflegen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Zahl der Bahai wuchs, Dr. Muhajir half ihnen ihre Dörfer zu verlassen um neue Orte für den Bahai Glauben zu öffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Kommunikation mit der Außenwelt war das Regierungspostboot, das alle sechs bis acht Monate auf Mentawai kam. Wenn die Post eine Botschaft von Hüter erhielt, stieg der Geist von Dr. Muhajir und seine Seele entzündete sich. Diese Briefe und Botschaften hielten ihn für die nächsten Monaten aufrecht. Krankheiten, wie Mangel an Nahrung und Erschöpfung spielten keine Rolle, solange der Hüter zufrieden war.&lt;br /&gt;
In vielen Briefe vermittelte Shoghi Effendi seiner Zufriedenheit mit Dr. Muhajirs Bemühungen auf den Mentawai Inseln.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
==Ernennung als Hand der Sache Gottes==&lt;br /&gt;
Dr. Muhajir wurde in den Rang einer Hand der Sache Gottes mit dem letzten Kontingent im Oktober 1957 ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein größter Wunsch war auf diesem Pionierposten für der Rest seines Lebens zu bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hinscheiden Shoghi Effendis==&lt;br /&gt;
Der plötzliche Tot des geliebten Hüters wenige Wochen nach der Ernennung vom letzten Kontingent der Hände der Sache Gottes, machte diese Entschlossenheit noch stärker. Es war jedoch notwendig für ihn, dass er die Insel verließ. Die Angelegenheiten des Glaubens waren an einem entscheidenden Punkt. Der 10 Jahreskreuzzug war in der Mitte und die Hände der Sache Gottes mussten an der weltweiten Entwicklung des Glaubens beteiligt sein. Es war nicht möglich für einen von ihnen an einem Ort zu sein, der ohne Telegramm oder Telefon-Dienste vom Rest der Welt abgeschnitten ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Reisen==&lt;br /&gt;
Es dauerte Monate der Überredung durch die Hände der Sache im Heiligen Land und lange Nächte und Tage des Gebets, bis Dr. Muhajir die Menschen, die er so sehr geliebt und so gut gedient hatte, traurig und widerwillig verlassen konnte. Sie haben Mentawai im Jahr 1958 nach vier Jahren Aufenthalt verlassen. In dieser Zeit hat Mentawai mehr als 4000 Bahai-Erklärungen. 33 Lokale Geistige Räte, gegründete Bahai Schulen, gekauftes Bahai-Stiftungsland und eine Übersetzung von eines Bahai Pamphlet in Mentawai Sprache. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre zwischen 1958 und 1979 besuchte er mehrmals alle Nationale Zentren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein großes Talent war die Massen zu lehren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine großen Erfahrungen und seine ständigen Reisen ermöglichten es ihm, sich in viele Ideen und Formulierungen der verschiedenen Pläne des Weltzentrums zu beteiligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hatte den Mut, Vorschläge voranzutreiben, und das Talent, bei denen, die sie umsetzten, Begeisterung zu erwecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Muhajir hatte völliges Vertrauen und Unterwerfung unter den Willen Gottes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war nie entmutigt. Er hat seine Vorschläge selbstlos mit Liebe und Demut angeboten und nicht darauf bestanden, dass sie akzeptiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Macht des Gebets==&lt;br /&gt;
Öfter betete er das Tablet der Begegnung von &#039;Abdul‘-Bahá, bevor er zu einer Veranstaltung gehen wollte und war überzeugt, dass die Macht des Gebets alle Unfähigkeiten überwinden würde. Gebet war der Kern seines Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er sah die Bahai Welt als eine Einheit, erschaffen vom Hüter im 10 Jahreskreuzzug und glaubte, dass der Beitritt in Scharen nicht auf die wenig entwickelten Länder der Welt beschränk sein sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Überzeugung war, dass die Menschheit durstig für die Lehre Bahá’u’lláhs ist und dass die Bahai der Welt die Fähigkeit haben, Millionen Menschen zum Glauben zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Tod kam so wie er es sich immer wünschte, während dem Dienst im Glauben, weg von zu Hause aber inmitten der Bahai Freunde. Er kam nach Ecuador um an einer speziellen Lehrkonferenz - organisiert vom Kontinentale Berateramt in Südamerika - teilzunehmen.  &lt;br /&gt;
Am zweiten Tag der Konferenz erlitt er einen Herzinfarkt. Der Berater Herr Masud Khamsi, ein enger Freund seit den Tagen seiner Jugend, war bis zuletzt bei ihm.&lt;br /&gt;
Seine letzten Worte waren Ya Bahá’ul-&#039;Abhá und er hielt eine Seidenhandtasche mit ein paar Strähnen von &#039;Abdu’l-Bahá’s kostbarem Haar in der rechten Hand, die er seit mehr als zwanzig Jahren in der Nähe seines Herzens getragen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Muhajir war ein sanfter, mutiger, bescheidener und freundlicher Mann, der dem Glauben Bahá’u’lláhs mit Demut, Selbstaufopferung und absolute Hingabe diente. Er war seiner Zeit immer voraus und drängte die Freunde zu einer Vision, die der geliebte Hüter für sie bestimmt hatte.&lt;br /&gt;
Er trug den geistigen Mantel einer Hand der Sache mit Würde und Demut und war ein wahres Beispiel für die Worte &#039;Abdu&#039;l-Bahá:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Hände der Sache Gottes haben die Pflicht, die göttlichen Düfte zu verbreiten, die Menschenseelen zu erbauen, die Bildung zu fördern, aller Menschen zu bessern und  allezeit in jeder Lage von Irdischem geheiligt und gelöst zu sein. In ihrem Verhalten, ihrer Lebensart, ihren Taten und ihren Worten müssen sie Gottesfurcht offenbaren. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1059</id>
		<title>Adelbert Mühlschlegel</title>
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		<updated>2020-05-26T04:18:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox hand of the cause&lt;br /&gt;
|name          = Adelbert Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|image         = Adelbert_Mühlschlegel.jpg&lt;br /&gt;
|image_size    = 220px&lt;br /&gt;
|caption       = &lt;br /&gt;
|birth_name    = &lt;br /&gt;
|birth_date    = 16. Juni 1897&lt;br /&gt;
|birth_place   = Berlin&lt;br /&gt;
|death_date    = 29. Juli 1980&lt;br /&gt;
|death_place   = Athen&lt;br /&gt;
|resting_place = Athen&lt;br /&gt;
|resting_place_coordinates = &lt;br /&gt;
|known_for     = &lt;br /&gt;
|education     =&lt;br /&gt;
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|nsa_member    =&lt;br /&gt;
|ibc_member    = &lt;br /&gt;
|custodian     = &lt;br /&gt;
|title         = [[Custodians|Custodian]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Hands of the Cause of God|Hand of the Cause]]&lt;br /&gt;
|appointedby   = [[Shoghi Effendi]], Februar 1952&lt;br /&gt;
|spouse        = [[Herma Mühlschlegel, geb. Weidle]], &lt;br /&gt;
                 [[Ursula Mühlschlegel, geb. Kohler]]  &lt;br /&gt;
|children      = [[Peter Mühlschlegel]], [[Ursula Nicke, geb. Mühlschlegel]], [[Gisela Liedtka, geb. Mühlschlegel]], [[Dieter Mühlschlegel]],  [[Volker Mühlschlegel]] &lt;br /&gt;
|parents       = Albert Mühlschlegel, Doris Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|footnotes     = &lt;br /&gt;
|signature     = Adelbert Mühlschlegel signature.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Adelbert Mühlschlegel&#039;&#039;&#039; (16. Juni 1897 – 29. Juli 1980)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |author = Rabbani, R. (Ed.) |authorlink = Rúhíyyih Khanum |year = 1992 |title = The Ministry of the Custodians 1957-1963 |publisher = Bahá’í World Centre |id = ISBN 085398350X |url = http://bahai-library.com/published.uhj/ministry.custodians.html#xxiii | pages = p. xxiii }}&amp;lt;/ref&amp;gt; war eine [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] und berühmter Deutscher [[Bahá’í]] aus einer evangelischen Familie.  1920 wurde er Bahá’í und übersetzte Literature und diente als Mitglied im [[Nationaler Geistiger Rat]] von Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde als [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] von [[Shoghi Effendi]] im Februar [[1952]] ernannt. Danach reiste er um die Bahá’í in vielen Ländern zu besuchen. Er starb in Athen, [[Griechenland]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
Adelbert Mühlschlegel wurde am 16. Juni 1897 in Berlin geboren. Sein Vater stand als Militärarzt in den Diensten des Königs von Württemberg, seine Mutter war Tochter des Stadtpfarrers von Biberach an der Riß. Während ihm sein Vater, der 1962 hochbetagt starb, den Sinn für Wandern und Geographie, für Ordnung und Pflichterfüllung vermittelte, weckte die Mutter, die 1923, kurz vor Entwicklung des Insulins, der Zuckerkrankheit zum Opfer fiel, in dem jungen Adelbert die Sehnsucht nach geistiger Schau, nach dem beständigen Umgang mit Dichtern, Mystikern und Philosophen und nach selbständigen Bemühungen in dieser Richtung, bei denen ihn seine jüngere Schwester Doris, die in den zwanziger Jahren nach Russland auswanderte und dort 1978 starb, aktiv begleitete. Es muss eine recht fröhliche, urschwäbische Geistigkeit geherrscht haben in diesem Stuttgarter Elternhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam der [[Erste Weltkrieg]]. Der Abiturient meldete sich freiwillig zum Sanitätsdienst in den von seinem Vater  betreuten Frontabschnitten und Lazaretten im Osten. So sammelte er erste Erfahrungen im Beruf des [[Arzt]]es, mit dem ihn später eine eigentümliche Hassliebe verband: die eine der beiden Seelen, die dem jungen Adelbert als echte m Schwaben in der Brust wohnten, schwebte n den weiten Gefilden des Geistes, fragte man den Jungen, was er werden wollte, sagte er Wanderer und Dichter. Die andere Seele setzte sich mit ihrem Sinn für das Praktische und für den Ethos des Dienstes am Nächsten durch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Neben dem [[Medizinstudium]] in Freiburg, Greifswald und Tübingen standen vielschichtige geistige Bemühungen, so vor allem die Auseinandersetzung mit der [[Anthroposophie]] Rudolf Steiners und anderer Strömungen der unruhigen zwanziger Jahre. Ein Höhepunkt, an den er sich gern erinnerte, war eine Tagung in Darmstadt, die Hermann Graf Keyserling für den indischen Dichter und Denker [[Rabindranath Tagore]] ausrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit den Lehren Bahá&#039;u&#039;lláhs==&lt;br /&gt;
Um dieselbe Zeit wurden der suchende Adelbert Mühlschlegel und seine Mutter von Fräulein Viktoria Schütz, der späteren [[Frau von Sixtfeld]], auf die Bahá&#039;í Lehren aufmerksam gemacht. Spontan war er fasziniert von dieser umfassenden Schau und schrieb an [[&#039;Abdu&#039;l-Bahá]], der ihm  mit folgendem Tablet antwortete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tablet &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel.jpg|thumb|left|160px|Sendbrief &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stuttgart zu Händen von Fräulein Viktoria Schütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herrn Adelbert Mühlschlegel - auf ihm sei die Herrlichkeit Gottes des Allherrlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist Gott!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;O Du Sohn des Königreiches!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dein Brief ist eingetroffen. Er war wie ein Duftkissen voller Moschus, und als Ich ihn öffnete, verspürte Ich den Odem der Liebe Gottes. Ich hoffe, dass dein Bächlein zu einem Meere werden und im Hauche göttlicher Führung hohe Wellen gen Osten und gen Westen schlägt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sei deiner Lehrerin höchst verbunden und bekunde ihr herzliche, geisterfüllte Dankbarkeit; denn sie hat den Ruf Gottes deinem Ohr übermittelt und dir ewige Gnade zuteil werden lassen. Erdverbunden warst du und wurdest himmlisch. Im Dunkeln warst du und wurdest erleuchtet. An die Natur warst du gefesselt und wurdet göttlich, und so erlangest du einen Teil an der ewigen Gnade. Sei voll des Glücks und freue dich der Himmlischen Heerscharen und ihrer Melodien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Meine Hoffnung ist, dass du auf dem Pfade Seiner Heiligkeit Bahá&#039;u&#039;lláh wandelst. Deine verehrte Gattin wird einst zu den Begünstigten an der Schwelle der Einheit gehören und mit dem Auge des Erbarmens angesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit dir sei die Herrlichkeit des Allherrlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(gezeichnet in lateinischen Buchstaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abdul Baha abbas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bahji, 16. Oktober 1920&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nahm Adelbert aktiv am Leben der deutschen Bahá&#039;í Gemeinde teil. Die frühesten Sporen finden wir im IV. Jahrgang der &amp;quot;[[Sonne der Wahrheit]]&amp;quot;, wo über einen öffentlichen Vortrag und ein Melodram von ihm anlässlich des dritten deutschen Bahá&#039;í Kongresses im September 1924 in Stuttgart berichtet wird. 1926 heiratet er. Seine Frau [[Herma Mühlschlegel]], geb. Weidle. schenkte ihm zwei Mädchen und drei Jungen, von denen einer als Kind starb. Sie war bis zu ihrem Tod 1964 im Beruf wie in der Bahá&#039;í Arbeit seine engste Mitarbeiterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1926 Esslingen Weltgemeinschaft.pdf|720px|rahmenlos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Ein Höhepunkt ihres Lebens im Glauben Bahá&#039;u&#039;lláhs war für Adelbert und Herma Mühlschlegel ihre Pilgerreise 1936 und ihre Begegnung mit Shoghi Effendi. In den langen Jahren des Verbots und der Verfolgung, während der Wirren des [[Zweiten Weltkrieg]]s zehrten sie von diesem tragenden Erlebnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg==&lt;br /&gt;
Den Krieg konnte Adelbert Mühlschlegel, zeitweise dienstverpflichtet, in seiner Heimatstadt [[Stuttgart]] überstehen, wenn auch mit totalem Bombenschaden und einer Beinnahe-Detonation bei Kriegsende durch die französische Besatzungsmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Dann kam die Zeit des Neubeginns und des Wiederaufbaus. Sie bedeutet für den Dichter und Sprachenfreund neben der Verantwortung im Nationalen Geistigen Rat und vielen Referaten und öffentlichen Veranstaltungen vor allem unermüdliche Übersetzertätigkeit im stillen Studierzimmer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alexanderstrasse==&lt;br /&gt;
In der von Bomben verwüsteten Stadt Stuttgart war die große der Familie Mühlschlegel neu zugewiesene Wohnung zugleich ein Zentrum des Bahá&#039;í Lebens, insbesondere eine Anlaufstelle für viele junge Freunde aus Persien, die nach und nach zum Studium nach Deutschland einreisten. Sicher erinnern sich alle wohl des heiteren, humorvollen Lebens der großen Familie, bei der so manche materielle Not nach dem Krieg durch das frohe Wesen der Eltern Adelbert und Herma Mühlschlegel, auch den Kindern, die im Geiste des Dienstes aufwuchsen, zum Sprungbrett für eine höhere geistige Entwicklung wurde. Rasch war immer ein passendes Zitat aus der Weltliteratur zur Stelle, oder wurde eine eigene Hymne gedichtet - viele mögen sich hier mit Freude an die &amp;quot;Mehlpapp-Hymne&amp;quot; zum immer noch einmal der Anzahl der Hungrigen entsprechend gestreckten Sauerkraut erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sprachen==&lt;br /&gt;
Eine besondere Bereicherung waren die vielen Gäste aus dem Ausland, mit denen neben dem wohltuenden geistigen Austausch Adelbert auch immer gerne seine vielen im Selbstunterricht erlernten Sprachen übte. Oft noch gedachte er in seinen letzten Lebensjahren so mancher lustigen Episode bei gemeinsamen Überprüfen der von ihm übersetzten Bücher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlen==&lt;br /&gt;
Und auch die mit ihm arbeitenden Freunde werden sich immer wieder an Besonderheiten im Wesen dieses nie untätigen Dieners erinnern, wie zum Beispiel sein besonderes Verhältnis zu Zahlen, mit denen er bis zu seinen letzten Tagebuch-Eintragungen all seine Leistungen festhielt und sie in Prozenten auszudrücken vermochte - aber nicht nur den Zahlen blieb er so treu sondern besonders all den vielen durch gemeinsame Arbeit auf dem Pfade Bahá&#039;u&#039;lláhs innig geknüpften Freundschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung==&lt;br /&gt;
Mit seiner Ernennung zur Hand der Sache Gottes im Februar 1952 änderte sich Adelbert Mühlschlegels Leben Schritt für Schritt  bis hin zur beständigen Dienstbereitschaft und der umfassenden Hingabe an die Gesegnete Schönheit, von denen das [[Universale Haus der Gerechtigkeit]] in seiner Botschaft spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1952 02 29 Shoghi Effendi - Ernennung Adelbert Mühlschlegel zu Hand der Sache Gottes.pdf|720px|rahmenlos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Hinscheiden Shoghi Effendis]]== &lt;br /&gt;
Das Schlüsselerlebnis war für ihn der von [[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]] übermittlte Auftrag, den gesegneten Körper von [[Shoghi Effendi]], der am 4. November 1957 in London verstorben war, vor der Beerdigung zu waschen. Über sein Erlebnis dieser letzten Stunde mit dem geliebten Hüter schrieb er&lt;br /&gt;
an [[Rúḥíyyih Khánum]]:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
»Es ist in jener Stunde etwas Neues in mir aufgegangen, über das ich jetzt, nach einigen Tagen, immer noch nicht sprechen kann; wohl aber über die Liebe und Weisheit, die ich auf mich einströmen fühlte. Es war eine so starke geistige Schwingung in diesem für&lt;br /&gt;
weltliche Augen so ganz andersartigen Raum, wie ich sie wohl stärker in meinem Leben nur an den heiligen Schreinen verspürt hatte. Der erste Eindruck ·war der Gegensatz zwischen dem übrigen&lt;br /&gt;
Körper und dem majestätischen, vergeistigten Antlitz, ein die Seele erschütterndes Bild jubelnden Siegens des Ewigen über das Vergängliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite war, daß ich eine Stunde lang betend und zugleich denkend und sorgfältig handelnd war, also, wie sonst, ach, nur allzu selten, in einem bewußten Zustand heiligen, gottverbundenen&lt;br /&gt;
Tuns, als Exercitium, Sinnbild und Extrakt dessen, was ich ,mein&lt;br /&gt;
Leben lang und die Menschheit nun tausend Jahre lang tun soll, um »das Reich« hier auf Erden zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dritte war, daß ich Glied um Glied waschend und salbend dankte, daß jene geliebten Hände für unser Bündnis geschrieben und gehandelt haben, jene Beine für uns gingen, jener Mund zu uns sprach, jene Stirne für uns dachte, und daß ich dabei betete und meditierte, auch meine Glieder mögen in der kurzen Zeit, die mir noch beschieden ist, diesem Dienen nacheifern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vierte war, daß ich entsetzt fühlte, wie ich mit unwürdigen Händen diese erhabene Stirne mit Rosenöl zu salben habe, so wie es einst nur hohe Meister ihren Jüngern taten. Und doch, welches&lt;br /&gt;
Recht, welcher Auftrag kommt uns, den Lebenden zu, über alle Vergangenheit und alles Vergängliche zu walten, seien sie auch noch so erhaben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch viel Gnade, Liebe und Weisheit waren sonst in dieser Stunde verborgen ...... «&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{[[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]]: Das Hinscheiden Shoghi Effendis, Baha&#039;i Verlag, Frankfurt/Main 1958, Seiten 22/23}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interregnum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Image:Hands of the Cause at the Fourth Conclave, 1960.jpg|thumb|left|720px|Hände der Sache Gottes bei der 4. Konklave 1960]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| An den schweren Aufgaben, die den Händen der Sache Gottes als den obersten Sachwaltern des Glaubens mit dem Hinscheiden Shoghi Effendis zufielen, trug Adelbert Mühlschlegel kraftvoll mit. Seine Arztpraxis aufgebend, weilte er mehrere Monate im Heiligen Land, um dann später diejenigen europäischen &lt;br /&gt;
Länder, die noch keine eigenen Nationalen Geistigen Räte hatten, persönlich zu betreuen, bis dort 1962 elf neue Nationale Geistige Räte als weitere Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit gebildet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hand-of-the-cause.jpg|left|720px|gerahmt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Mit der ersten Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an Ridván 1963 waren die Hände der Sache Gottes von den weltweiten administrativen Aufgaben befreit, um sich wieder mit all ihren Bemühungen persönlich der Verbreitung und dem Schutz des Glaubens&lt;br /&gt;
zuzuwenden. Nach Tübingen umgesiedelt, widmete sich Adelbert Mühlschlegel zunächst der Pflege seiner inzwischen schwer erkrankten Frau Herma, die im Sommer 1964 verschied, und der Lehrarbeit im süddeutschen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Österreich==&lt;br /&gt;
Im September desselben Jahres verlegte er seinen Wohnsitz nach Österreich, wo der Glauben noch sehr auf Pioniere angewiesen war, und wo er ein Jahr später seine Frau Ursula, geb. Kohler,&lt;br /&gt;
heiratete, die von nun an seine eng vertraute Mitarbeiterin sein durfte. Von Wien aus setzte er durch seine immer zunehmende Korrespondenz und durch viele Reisen in Europa seine unentwegte&lt;br /&gt;
Ermutigung und Vertiefung der Freunde fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Entscheidung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit im Juni 1968 über die Errichtung der Kontinentalen&lt;br /&gt;
Beraterämter befreite sein Herz und erfüllte es mit großer Dankbarkeit gegenüber Bahá&#039;u&#039;lláh und dem Universalen Haus der Gerechtigkeit, dieser Institution, der von Anfang an seine tiefe Ergebenheit und Liebe gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reisen ==&lt;br /&gt;
Freudig nahm er 1969 den Auftrag des Universalen Hauses an, sich nunmehr weltweiten Aufgaben zu widmen und nach Persien, Indien, West- und Ostpakistan sowie nach Nepal zu reisen, um dort als eine Hand der Sache Gottes aus dem Westen die Freunde zu besuchen&lt;br /&gt;
und zu lehren. Dieser Reise folgten noch weitere ehrenvolle&lt;br /&gt;
Aufträge, die ihn durch einen großen Teil Afrikas und Süd-Amerikas&lt;br /&gt;
führten, zu deren Eingeborenen und Pionieren - wie zu den Freunden in Indien und überhaupt im gesamten Osten- er eine tiefe Liebe und Verehrung entwickelte, die seinem nach Wiedervereinigung sehnenden Herzen stets tief empfundene Gebete entströmen, ließ, welche sich am Ende seines Lebens ganz besonders auf die so lange leidende&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde in Persien konzentrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hatte er den Bedürfnissen entsprechend seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt, zu deren aufsteigender Gemeinde so vielfältiger menschlicher Charaktere und landschaftlicher Schönheit ihn bis zum Tode eine innige Liebe verband. Danach, noch einmal für kurze Zeit in Deutschland dienend, empfand er, daß diese, seine Muttergemeinde, durchaus in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen, wenn die Freunde nur lernten, nicht auf ihre eigenen&lt;br /&gt;
Schwächen sondern auf die Macht Bahá&#039;u&#039;lláh zu blicken - was die Freunde in Deutschland dann zu Ridván 1978 auch wirklich bewiesen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Athen==&lt;br /&gt;
Trotz nachlassender Gesundheit siedelte der achtzigjährige Adelbert Mühlschlegel mit seiner Frau nach Griechenland um, in das Land der Wiege der westlichen Zivilisation, dessen alte Philosophen Bahá&#039;u&#039;lláh so hoch gepriesen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier, durch den geschwächten Körper oft bettlägerig und nur noch wenig reisend, widmete er den Hauptteil seiner Zeit dem Studium der Schriften und seinem Buche »Werden und Reifen eines Baha&#039;i«; &amp;lt;ref&amp;gt; Selbsterziehung zum Bahá&#039;í https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/&amp;lt;/ref&amp;gt; zu dem er sich angeregt fühlte durch das dritte Hauptziel des Fünfjahresplanes »der Entwicklung der kennzeichnenden Wesensart des Bahá&#039;í-Lebens, dem umfassenden Thema, zu dem dann auch spontan seine geliebten Freunde in Luxemburg ihn um die Niederschrift seiner Gedanken baten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr sich selbst vergeistigend und seinen zahlreichen Gästen in seinem Athener Heim zur Quelle geistiger Erkenntnis während liebevoller Gespräche geworden, erlebte er einen glücklichen, sehr bewußten, geistig reichen Lebensabend, während dem er in ganz besonderem Ausmaß seine Frau Ursula mit einer Liebe umstrahlte und durchdrang, die es ihr, nun ermöglicht, den Kummer des großen persönlichen Verlustes in dieser zärtlichen Liebe dem Willen Gottes dankbar darzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese immerwährende Dankbarkeit und unbedingte, liebevolle strahlende Unterwerfung unter den Willen Gottes und die Befolgung Seiner Gebote, beherrschte so stark während der letzten Lebensjahre sein ganzes Denken und Fühlen, und es wundert nicht,&lt;br /&gt;
daß, obwohl er kaum mehr Schreiben konnte, seine letzte Eintragung im so treu geführten Tagebuch nach zwei nicht ganz klar lesbaren Zeilen mit den deutlich geschriebenen Worten »Gottes Wille« endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Willen und Ratschluss Gottes liebend durfte Adelbert Mühlschlegel während eines der Wiederholung des [[Größten Namen]]s folgenden kurzen, ruhigen Schlafes die Schwelle zur geistigen Welt überschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am 31. Juli 1980 im protestantischen Sektor des Ersten Friedhofs von Athen stattgefundene blumenreiche Beisetzung wurde von Rolf Haug, dem langjährigen persönlichen Freund des Heimgegangenen in griechischer Sprache durchgeführt und viele der neunzig, aus acht verschiedenen Ländern, anwesenden Freunde verabschiedeten sich dort zum letzten mal mit innig, in&lt;br /&gt;
vielen Sprachen gesungen und gesprochenen Gebeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Telex des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Betrübten Herzens geben wir das Hinscheiden der geliebten Hand der Sache &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gottes Adelbert Mühlschlegel bekannt. Die ganze Baha&#039;i-Welt erleidet einen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;schmerzlichen Verlust, der besonders in Europa, der hauptsächlichen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stätte seiner hervorragenden Dienste für die Sache Gottes empfunden wird.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nachdem er viele Jahre im Nationalen Geistigen Rat von Deutschland gedient&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hatte, wurde er nach seiner Erhebung in den Rang einer Hand der&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sache einer der Baumeister der allmählich sichtbar werdenden europäischen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Baha&#039;i-Gemeinde; er reiste, er ermutigte, er ließ sich nieder, wo immer das&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dienen am dringendsten nötig war, er pionierte schließlich nach Griechenland&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und gab seine Seele an seinem Pionierort auf. Seine stete Bereitschaft&lt;br /&gt;
&#039;&#039;zu dienen, seine Fähigkeit, die Zuneigung der Gläubigen und anderer gleichermaßen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;zu geWinnen durch seine liebevolle Güte, seine heitere Demut,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;~ eine strahlende Fröhlichkeit, sein nie erlahmendes Streben nach Wissen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und seine völlige Hingabe an die Gesegnete Schönheit - machen ihn zu&lt;br /&gt;
&#039;&#039;einem wunderbaren Beispiel des Baha&#039;i-Lebens.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wir ersuchen die Freunde, aus Anlaß seines Hinscheidens Gedenkfeiern&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abzuhalten und bitten um gebührende Gedenkandachten in allen Muttertempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Universale Haus der Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bücher==&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/2595/ Adelbert Mühlschlegel - Eine Biographie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/567/ Gedichte Mystische Erfahrungen in poetische Sprache gekleidet.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/ Selbsterziehung zum Bahá&#039;í Dieses Buch möchte dem Sucher ein vertrauter Freund werden, der ihm die Hand reicht, den Pfad zu finden.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/180/ Bahá&#039;í-Kinder-ABC Herausgegeben 1983, Text bearbeitet von Dr. A. Mühlschlegel und H. Berdjis]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/2872/ Held, Peter CD: Im Herzen glüht es Vertonte Gedichte von Adelbert Mühlschlegel Musik Peter Held]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{clear}}&lt;br /&gt;
==Notes==&lt;br /&gt;
{{reflist}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==References==&lt;br /&gt;
*{{cite book&lt;br /&gt;
 |first=Barron&lt;br /&gt;
 |last=Harper&lt;br /&gt;
 |year=1997&lt;br /&gt;
 |title=Lights of Fortitude&lt;br /&gt;
 |edition=Paperback&lt;br /&gt;
 |publisher=George Ronald&lt;br /&gt;
 |location=Oxford, UK&lt;br /&gt;
 |id=ISBN 0853984131&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==External link==&lt;br /&gt;
{{media|Category:Adelbert Mühlschlegel|Adelbert Mühlschlegel}}&lt;br /&gt;
*[http://www.youtube.com/watch?v=Hh8zO4Z480o Video recording of Ugo Giachery and Adelbert Mühlschlegel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hands of the Cause of God}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Muhlschlegel, Adelbert}}&lt;br /&gt;
[[Category:Hands of the Cause of God]]&lt;br /&gt;
[[Category:German Bahá’ís]]&lt;br /&gt;
[[Category:1897 births]]&lt;br /&gt;
[[Category:1980 deaths]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[fr:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[pt:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1058</id>
		<title>Adelbert Mühlschlegel</title>
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		<updated>2020-05-26T04:17:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox hand of the cause&lt;br /&gt;
|name          = Adelbert Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|image         = Adelbert_Mühlschlegel.jpg&lt;br /&gt;
|image_size    = 220px&lt;br /&gt;
|caption       = &lt;br /&gt;
|birth_name    = &lt;br /&gt;
|birth_date    = 16. Juni 1897&lt;br /&gt;
|birth_place   = Berlin&lt;br /&gt;
|death_date    = 29. Juli 1980&lt;br /&gt;
|death_place   = Athen&lt;br /&gt;
|resting_place = Athen&lt;br /&gt;
|resting_place_coordinates = &lt;br /&gt;
|known_for     = &lt;br /&gt;
|education     =&lt;br /&gt;
|occupation    = &lt;br /&gt;
|nsa_member    =&lt;br /&gt;
|ibc_member    = &lt;br /&gt;
|custodian     = &lt;br /&gt;
|title         = [[Custodians|Custodian]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Hands of the Cause of God|Hand of the Cause]]&lt;br /&gt;
|appointedby   = [[Shoghi Effendi]], Februar 1952&lt;br /&gt;
|spouse        = [[Herma Mühlschlegel, geb. Weidle]], &lt;br /&gt;
                 [[Ursula Mühlschlegel, geb. Kohler]]  &lt;br /&gt;
|children      = [[Peter Mühlschlegel]], [[Ursula Nicke, geb. Mühlschlegel]], [[Gisela Liedtka, geb. Mühlschlegel]], [[Dieter Mühlschlegel]],  [[Volker Mühlschlegel]] &lt;br /&gt;
|parents       = Albert Mühlschlegel, Doris Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|footnotes     = &lt;br /&gt;
|signature     = Adelbert Mühlschlegel signature.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Adelbert Mühlschlegel&#039;&#039;&#039; (16. Juni 1897 – 29. Juli 1980)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |author = Rabbani, R. (Ed.) |authorlink = Rúhíyyih Khanum |year = 1992 |title = The Ministry of the Custodians 1957-1963 |publisher = Bahá’í World Centre |id = ISBN 085398350X |url = http://bahai-library.com/published.uhj/ministry.custodians.html#xxiii | pages = p. xxiii }}&amp;lt;/ref&amp;gt; war eine [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] und berühmter Deutscher [[Bahá’í]] aus einer evangelischen Familie.  1920 wurde er Bahá’í und übersetzte Literature und diente als Mitglied im [[Nationaler Geistiger Rat]] von Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde als [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] von [[Shoghi Effendi]] im Februar [[1952]] ernannt. Danach reiste er um die Bahá’í in vielen Ländern zu besuchen. Er starb in Athen, [[Griechenland]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
Adelbert Mühlschlegel wurde am 16. Juni 1897 in Berlin geboren. Sein Vater stand als Militärarzt in den Diensten des Königs von Württemberg, seine Mutter war Tochter des Stadtpfarrers von Biberach an der Riß. Während ihm sein Vater, der 1962 hochbetagt starb, den Sinn für Wandern und Geographie, für Ordnung und Pflichterfüllung vermittelte, weckte die Mutter, die 1923, kurz vor Entwicklung des Insulins, der Zuckerkrankheit zum Opfer fiel, in dem jungen Adelbert die Sehnsucht nach geistiger Schau, nach dem beständigen Umgang mit Dichtern, Mystikern und Philosophen und nach selbständigen Bemühungen in dieser Richtung, bei denen ihn seine jüngere Schwester Doris, die in den zwanziger Jahren nach Russland auswanderte und dort 1978 starb, aktiv begleitete. Es muss eine recht fröhliche, urschwäbische Geistigkeit geherrscht haben in diesem Stuttgarter Elternhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam der [[Erste Weltkrieg]]. Der Abiturient meldete sich freiwillig zum Sanitätsdienst in den von seinem Vater  betreuten Frontabschnitten und Lazaretten im Osten. So sammelte er erste Erfahrungen im Beruf des [[Arzt]]es, mit dem ihn später eine eigentümliche Hassliebe verband: die eine der beiden Seelen, die dem jungen Adelbert als echte m Schwaben in der Brust wohnten, schwebte n den weiten Gefilden des Geistes, fragte man den Jungen, was er werden wollte, sagte er Wanderer und Dichter. Die andere Seele setzte sich mit ihrem Sinn für das Praktische und für den Ethos des Dienstes am Nächsten durch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Neben dem [[Medizinstudium]] in Freiburg, Greifswald und Tübingen standen vielschichtige geistige Bemühungen, so vor allem die Auseinandersetzung mit der [[Anthroposophie]] Rudolf Steiners und anderer Strömungen der unruhigen zwanziger Jahre. Ein Höhepunkt, an den er sich gern erinnerte, war eine Tagung in Darmstadt, die Hermann Graf Keyserling für den indischen Dichter und Denker [[Rabindranath Tagore]] ausrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit den Lehren Bahá&#039;u&#039;lláhs==&lt;br /&gt;
Um dieselbe Zeit wurden der suchende Adelbert Mühlschlegel und seine Mutter von Fräulein Viktoria Schütz, der späteren [[Frau von Sixtfeld]], auf die Bahá&#039;í Lehren aufmerksam gemacht. Spontan war er fasziniert von dieser umfassenden Schau und schrieb an [[&#039;Abdu&#039;l-Bahá]], der ihm  mit folgendem Tablet antwortete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tablet &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel.jpg|thumb|left|160px|Sendbrief &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stuttgart zu Händen von Fräulein Viktoria Schütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herrn Adelbert Mühlschlegel - auf ihm sei die Herrlichkeit Gottes des Allherrlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist Gott!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;O Du Sohn des Königreiches!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dein Brief ist eingetroffen. Er war wie ein Duftkissen voller Moschus, und als Ich ihn öffnete, verspürte Ich den Odem der Liebe Gottes. Ich hoffe, dass dein Bächlein zu einem Meere werden und im Hauche göttlicher Führung hohe Wellen gen Osten und gen Westen schlägt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sei deiner Lehrerin höchst verbunden und bekunde ihr herzliche, geisterfüllte Dankbarkeit; denn sie hat den Ruf Gottes deinem Ohr übermittelt und dir ewige Gnade zuteil werden lassen. Erdverbunden warst du und wurdest himmlisch. Im Dunkeln warst du und wurdest erleuchtet. An die Natur warst du gefesselt und wurdet göttlich, und so erlangest du einen Teil an der ewigen Gnade. Sei voll des Glücks und freue dich der Himmlischen Heerscharen und ihrer Melodien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Meine Hoffnung ist, dass du auf dem Pfade Seiner Heiligkeit Bahá&#039;u&#039;lláh wandelst. Deine verehrte Gattin wird einst zu den Begünstigten an der Schwelle der Einheit gehören und mit dem Auge des Erbarmens angesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit dir sei die Herrlichkeit des Allherrlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(gezeichnet in lateinischen Buchstaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abdul Baha abbas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bahji, 16. Oktober 1920&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nahm Adelbert aktiv am Leben der deutschen Bahá&#039;í Gemeinde teil. Die frühesten Sporen finden wir im IV. Jahrgang der &amp;quot;[[Sonne der Wahrheit]]&amp;quot;, wo über einen öffentlichen Vortrag und ein Melodram von ihm anlässlich des dritten deutschen Bahá&#039;í Kongresses im September 1924 in Stuttgart berichtet wird. 1926 heiratet er. Seine Frau [[Herma Mühlschlegel]], geb. Weidle. schenkte ihm zwei Mädchen und drei Jungen, von denen einer als Kind starb. Sie war bis zu ihrem Tod 1964 im Beruf wie in der Bahá&#039;í Arbeit seine engste Mitarbeiterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1926 Esslingen Weltgemeinschaft.pdf|720px|rahmenlos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Ein Höhepunkt ihres Lebens im Glauben Bahá&#039;u&#039;lláhs war für Adelbert und Herma Mühlschlegel ihre Pilgerreise 1936 und ihre Begegnung mit Shoghi Effendi. In den langen Jahren des Verbots und der Verfolgung, während der Wirren des [[Zweiten Weltkrieg]]s zehrten sie von diesem tragenden Erlebnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg==&lt;br /&gt;
Den Krieg konnte Adelbert Mühlschlegel, zeitweise dienstverpflichtet, in seiner Heimatstadt [[Stuttgart]] überstehen, wenn auch mit totalem Bombenschaden und einer Beinnahe-Detonation bei Kriegsende durch die französische Besatzungsmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Dann kam die Zeit des Neubeginns und des Wiederaufbaus. Sie bedeutet für den Dichter und Sprachenfreund neben der Verantwortung im Nationalen Geistigen Rat und vielen Referaten und öffentlichen Veranstaltungen vor allem unermüdliche Übersetzertätigkeit im stillen Studierzimmer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alexanderstrasse==&lt;br /&gt;
In der von Bomben verwüsteten Stadt Stuttgart war die große der Familie Mühlschlegel neu zugewiesene Wohnung zugleich ein Zentrum des Bahá&#039;í Lebens, insbesondere eine Anlaufstelle für viele junge Freunde aus Persien, die nach und nach zum Studium nach Deutschland einreisten. Sicher erinnern sich alle wohl des heiteren, humorvollen Lebens der großen Familie, bei der so manche materielle Not nach dem Krieg durch das frohe Wesen der Eltern Adelbert und Herma Mühlschlegel, auch den Kindern, die im Geiste des Dienstes aufwuchsen, zum Sprungbrett für eine höhere geistige Entwicklung wurde. Rasch war immer ein passendes Zitat aus der Weltliteratur zur Stelle, oder wurde eine eigene Hymne gedichtet - viele mögen sich hier mit Freude an die &amp;quot;Mehlpapp-Hymne&amp;quot; zum immer noch einmal der Anzahl der Hungrigen entsprechend gestreckten Sauerkraut erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sprachen==&lt;br /&gt;
Eine besondere Bereicherung waren die vielen Gäste aus dem Ausland, mit denen neben dem wohltuenden geistigen Austausch Adelbert auch immer gerne seine vielen im Selbstunterricht erlernten Sprachen übte. Oft noch gedachte er in seinen letzten Lebensjahren so mancher lustigen Episode bei gemeinsamen Überprüfen der von ihm übersetzten Bücher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlen==&lt;br /&gt;
Und auch die mit ihm arbeitenden Freunde werden sich immer wieder an Besonderheiten im Wesen dieses nie untätigen Dieners erinnern, wie zum Beispiel sein besonderes Verhältnis zu Zahlen, mit denen er bis zu seinen letzten Tagebuch-Eintragungen all seine Leistungen festhielt und sie in Prozenten auszudrücken vermochte - aber nicht nur den Zahlen blieb er so treu sondern besonders all den vielen durch gemeinsame Arbeit auf dem Pfade Bahá&#039;u&#039;lláhs innig geknüpften Freundschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung==&lt;br /&gt;
Mit seiner Ernennung zur Hand der Sache Gottes im Februar 1952 änderte sich Adelbert Mühlschlegels Leben Schritt für Schritt  bis hin zur beständigen Dienstbereitschaft und der umfassenden Hingabe an die Gesegnete Schönheit, von denen das [[Universale Haus der Gerechtigkeit]] in seiner Botschaft spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1952 02 29 Shoghi Effendi - Ernennung Adelbert Mühlschlegel zu Hand der Sache Gottes.pdf|720px|rahmenlos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Hinscheiden Shoghi Effendis]]== &lt;br /&gt;
Das Schlüsselerlebnis war für ihn der von [[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]] übermittlte Auftrag, den gesegneten Körper von [[Shoghi Effendi]], der am 4. November 1957 in London verstorben war, vor der Beerdigung zu waschen. Über sein Erlebnis dieser letzten Stunde mit dem geliebten Hüter schrieb er&lt;br /&gt;
an [[Rúḥíyyih Khánum]]:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
»Es ist in jener Stunde etwas Neues in mir aufgegangen, über das ich jetzt, nach einigen Tagen, immer noch nicht sprechen kann; wohl aber über die Liebe und Weisheit, die ich auf mich einströmen fühlte. Es war eine so starke geistige Schwingung in diesem für&lt;br /&gt;
weltliche Augen so ganz andersartigen Raum, wie ich sie wohl stärker in meinem Leben nur an den heiligen Schreinen verspürt hatte. Der erste Eindruck ·war der Gegensatz zwischen dem übrigen&lt;br /&gt;
Körper und dem majestätischen, vergeistigten Antlitz, ein die Seele erschütterndes Bild jubelnden Siegens des Ewigen über das Vergängliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite war, daß ich eine Stunde lang betend und zugleich denkend und sorgfältig handelnd war, also, wie sonst, ach, nur allzu selten, in einem bewußten Zustand heiligen, gottverbundenen&lt;br /&gt;
Tuns, als Exercitium, Sinnbild und Extrakt dessen, was ich ,mein&lt;br /&gt;
Leben lang und die Menschheit nun tausend Jahre lang tun soll, um »das Reich« hier auf Erden zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dritte war, daß ich Glied um Glied waschend und salbend dankte, daß jene geliebten Hände für unser Bündnis geschrieben und gehandelt haben, jene Beine für uns gingen, jener Mund zu uns sprach, jene Stirne für uns dachte, und daß ich dabei betete und meditierte, auch meine Glieder mögen in der kurzen Zeit, die mir noch beschieden ist, diesem Dienen nacheifern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vierte war, daß ich entsetzt fühlte, wie ich mit unwürdigen Händen diese erhabene Stirne mit Rosenöl zu salben habe, so wie es einst nur hohe Meister ihren Jüngern taten. Und doch, welches&lt;br /&gt;
Recht, welcher Auftrag kommt uns, den Lebenden zu, über alle Vergangenheit und alles Vergängliche zu walten, seien sie auch noch so erhaben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch viel Gnade, Liebe und Weisheit waren sonst in dieser Stunde verborgen ...... «&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{[[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]]: Das Hinscheiden Shoghi Effendis, Baha&#039;i Verlag, Frankfurt/Main 1958, Seiten 22/23}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interregnum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Image:Hands of the Cause at the Fourth Conclave, 1960.jpg|thumb|left|320px|Hände der Sache Gottes bei der 4. Konklave 1960]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| An den schweren Aufgaben, die den Händen der Sache Gottes als den obersten Sachwaltern des Glaubens mit dem Hinscheiden Shoghi Effendis zufielen, trug Adelbert Mühlschlegel kraftvoll mit. Seine Arztpraxis aufgebend, weilte er mehrere Monate im Heiligen Land, um dann später diejenigen europäischen &lt;br /&gt;
Länder, die noch keine eigenen Nationalen Geistigen Räte hatten, persönlich zu betreuen, bis dort 1962 elf neue Nationale Geistige Räte als weitere Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit gebildet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hand-of-the-cause.jpg|left|gerahmt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Mit der ersten Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an Ridván 1963 waren die Hände der Sache Gottes von den weltweiten administrativen Aufgaben befreit, um sich wieder mit all ihren Bemühungen persönlich der Verbreitung und dem Schutz des Glaubens&lt;br /&gt;
zuzuwenden. Nach Tübingen umgesiedelt, widmete sich Adelbert Mühlschlegel zunächst der Pflege seiner inzwischen schwer erkrankten Frau Herma, die im Sommer 1964 verschied, und der Lehrarbeit im süddeutschen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Österreich==&lt;br /&gt;
Im September desselben Jahres verlegte er seinen Wohnsitz nach Österreich, wo der Glauben noch sehr auf Pioniere angewiesen war, und wo er ein Jahr später seine Frau Ursula, geb. Kohler,&lt;br /&gt;
heiratete, die von nun an seine eng vertraute Mitarbeiterin sein durfte. Von Wien aus setzte er durch seine immer zunehmende Korrespondenz und durch viele Reisen in Europa seine unentwegte&lt;br /&gt;
Ermutigung und Vertiefung der Freunde fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Entscheidung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit im Juni 1968 über die Errichtung der Kontinentalen&lt;br /&gt;
Beraterämter befreite sein Herz und erfüllte es mit großer Dankbarkeit gegenüber Bahá&#039;u&#039;lláh und dem Universalen Haus der Gerechtigkeit, dieser Institution, der von Anfang an seine tiefe Ergebenheit und Liebe gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reisen ==&lt;br /&gt;
Freudig nahm er 1969 den Auftrag des Universalen Hauses an, sich nunmehr weltweiten Aufgaben zu widmen und nach Persien, Indien, West- und Ostpakistan sowie nach Nepal zu reisen, um dort als eine Hand der Sache Gottes aus dem Westen die Freunde zu besuchen&lt;br /&gt;
und zu lehren. Dieser Reise folgten noch weitere ehrenvolle&lt;br /&gt;
Aufträge, die ihn durch einen großen Teil Afrikas und Süd-Amerikas&lt;br /&gt;
führten, zu deren Eingeborenen und Pionieren - wie zu den Freunden in Indien und überhaupt im gesamten Osten- er eine tiefe Liebe und Verehrung entwickelte, die seinem nach Wiedervereinigung sehnenden Herzen stets tief empfundene Gebete entströmen, ließ, welche sich am Ende seines Lebens ganz besonders auf die so lange leidende&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde in Persien konzentrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hatte er den Bedürfnissen entsprechend seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt, zu deren aufsteigender Gemeinde so vielfältiger menschlicher Charaktere und landschaftlicher Schönheit ihn bis zum Tode eine innige Liebe verband. Danach, noch einmal für kurze Zeit in Deutschland dienend, empfand er, daß diese, seine Muttergemeinde, durchaus in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen, wenn die Freunde nur lernten, nicht auf ihre eigenen&lt;br /&gt;
Schwächen sondern auf die Macht Bahá&#039;u&#039;lláh zu blicken - was die Freunde in Deutschland dann zu Ridván 1978 auch wirklich bewiesen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Athen==&lt;br /&gt;
Trotz nachlassender Gesundheit siedelte der achtzigjährige Adelbert Mühlschlegel mit seiner Frau nach Griechenland um, in das Land der Wiege der westlichen Zivilisation, dessen alte Philosophen Bahá&#039;u&#039;lláh so hoch gepriesen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier, durch den geschwächten Körper oft bettlägerig und nur noch wenig reisend, widmete er den Hauptteil seiner Zeit dem Studium der Schriften und seinem Buche »Werden und Reifen eines Baha&#039;i«; &amp;lt;ref&amp;gt; Selbsterziehung zum Bahá&#039;í https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/&amp;lt;/ref&amp;gt; zu dem er sich angeregt fühlte durch das dritte Hauptziel des Fünfjahresplanes »der Entwicklung der kennzeichnenden Wesensart des Bahá&#039;í-Lebens, dem umfassenden Thema, zu dem dann auch spontan seine geliebten Freunde in Luxemburg ihn um die Niederschrift seiner Gedanken baten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr sich selbst vergeistigend und seinen zahlreichen Gästen in seinem Athener Heim zur Quelle geistiger Erkenntnis während liebevoller Gespräche geworden, erlebte er einen glücklichen, sehr bewußten, geistig reichen Lebensabend, während dem er in ganz besonderem Ausmaß seine Frau Ursula mit einer Liebe umstrahlte und durchdrang, die es ihr, nun ermöglicht, den Kummer des großen persönlichen Verlustes in dieser zärtlichen Liebe dem Willen Gottes dankbar darzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese immerwährende Dankbarkeit und unbedingte, liebevolle strahlende Unterwerfung unter den Willen Gottes und die Befolgung Seiner Gebote, beherrschte so stark während der letzten Lebensjahre sein ganzes Denken und Fühlen, und es wundert nicht,&lt;br /&gt;
daß, obwohl er kaum mehr Schreiben konnte, seine letzte Eintragung im so treu geführten Tagebuch nach zwei nicht ganz klar lesbaren Zeilen mit den deutlich geschriebenen Worten »Gottes Wille« endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Willen und Ratschluss Gottes liebend durfte Adelbert Mühlschlegel während eines der Wiederholung des [[Größten Namen]]s folgenden kurzen, ruhigen Schlafes die Schwelle zur geistigen Welt überschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am 31. Juli 1980 im protestantischen Sektor des Ersten Friedhofs von Athen stattgefundene blumenreiche Beisetzung wurde von Rolf Haug, dem langjährigen persönlichen Freund des Heimgegangenen in griechischer Sprache durchgeführt und viele der neunzig, aus acht verschiedenen Ländern, anwesenden Freunde verabschiedeten sich dort zum letzten mal mit innig, in&lt;br /&gt;
vielen Sprachen gesungen und gesprochenen Gebeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Telex des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Betrübten Herzens geben wir das Hinscheiden der geliebten Hand der Sache &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gottes Adelbert Mühlschlegel bekannt. Die ganze Baha&#039;i-Welt erleidet einen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;schmerzlichen Verlust, der besonders in Europa, der hauptsächlichen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stätte seiner hervorragenden Dienste für die Sache Gottes empfunden wird.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nachdem er viele Jahre im Nationalen Geistigen Rat von Deutschland gedient&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hatte, wurde er nach seiner Erhebung in den Rang einer Hand der&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sache einer der Baumeister der allmählich sichtbar werdenden europäischen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Baha&#039;i-Gemeinde; er reiste, er ermutigte, er ließ sich nieder, wo immer das&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dienen am dringendsten nötig war, er pionierte schließlich nach Griechenland&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und gab seine Seele an seinem Pionierort auf. Seine stete Bereitschaft&lt;br /&gt;
&#039;&#039;zu dienen, seine Fähigkeit, die Zuneigung der Gläubigen und anderer gleichermaßen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;zu geWinnen durch seine liebevolle Güte, seine heitere Demut,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;~ eine strahlende Fröhlichkeit, sein nie erlahmendes Streben nach Wissen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und seine völlige Hingabe an die Gesegnete Schönheit - machen ihn zu&lt;br /&gt;
&#039;&#039;einem wunderbaren Beispiel des Baha&#039;i-Lebens.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wir ersuchen die Freunde, aus Anlaß seines Hinscheidens Gedenkfeiern&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abzuhalten und bitten um gebührende Gedenkandachten in allen Muttertempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Universale Haus der Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bücher==&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/2595/ Adelbert Mühlschlegel - Eine Biographie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/567/ Gedichte Mystische Erfahrungen in poetische Sprache gekleidet.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/ Selbsterziehung zum Bahá&#039;í Dieses Buch möchte dem Sucher ein vertrauter Freund werden, der ihm die Hand reicht, den Pfad zu finden.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/180/ Bahá&#039;í-Kinder-ABC Herausgegeben 1983, Text bearbeitet von Dr. A. Mühlschlegel und H. Berdjis]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/2872/ Held, Peter CD: Im Herzen glüht es Vertonte Gedichte von Adelbert Mühlschlegel Musik Peter Held]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{clear}}&lt;br /&gt;
==Notes==&lt;br /&gt;
{{reflist}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==References==&lt;br /&gt;
*{{cite book&lt;br /&gt;
 |first=Barron&lt;br /&gt;
 |last=Harper&lt;br /&gt;
 |year=1997&lt;br /&gt;
 |title=Lights of Fortitude&lt;br /&gt;
 |edition=Paperback&lt;br /&gt;
 |publisher=George Ronald&lt;br /&gt;
 |location=Oxford, UK&lt;br /&gt;
 |id=ISBN 0853984131&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==External link==&lt;br /&gt;
{{media|Category:Adelbert Mühlschlegel|Adelbert Mühlschlegel}}&lt;br /&gt;
*[http://www.youtube.com/watch?v=Hh8zO4Z480o Video recording of Ugo Giachery and Adelbert Mühlschlegel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hands of the Cause of God}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Muhlschlegel, Adelbert}}&lt;br /&gt;
[[Category:Hands of the Cause of God]]&lt;br /&gt;
[[Category:German Bahá’ís]]&lt;br /&gt;
[[Category:1897 births]]&lt;br /&gt;
[[Category:1980 deaths]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[fr:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[pt:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1057</id>
		<title>Adelbert Mühlschlegel</title>
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		<updated>2020-05-26T04:16:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox hand of the cause&lt;br /&gt;
|name          = Adelbert Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|image         = Adelbert_Mühlschlegel.jpg&lt;br /&gt;
|image_size    = 220px&lt;br /&gt;
|caption       = &lt;br /&gt;
|birth_name    = &lt;br /&gt;
|birth_date    = 16. Juni 1897&lt;br /&gt;
|birth_place   = Berlin&lt;br /&gt;
|death_date    = 29. Juli 1980&lt;br /&gt;
|death_place   = Athen&lt;br /&gt;
|resting_place = Athen&lt;br /&gt;
|resting_place_coordinates = &lt;br /&gt;
|known_for     = &lt;br /&gt;
|education     =&lt;br /&gt;
|occupation    = &lt;br /&gt;
|nsa_member    =&lt;br /&gt;
|ibc_member    = &lt;br /&gt;
|custodian     = &lt;br /&gt;
|title         = [[Custodians|Custodian]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Hands of the Cause of God|Hand of the Cause]]&lt;br /&gt;
|appointedby   = [[Shoghi Effendi]], Februar 1952&lt;br /&gt;
|spouse        = [[Herma Mühlschlegel, geb. Weidle]], &lt;br /&gt;
                 [[Ursula Mühlschlegel, geb. Kohler]]  &lt;br /&gt;
|children      = [[Peter Mühlschlegel]], [[Ursula Nicke, geb. Mühlschlegel]], [[Gisela Liedtka, geb. Mühlschlegel]], [[Dieter Mühlschlegel]],  [[Volker Mühlschlegel]] &lt;br /&gt;
|parents       = Albert Mühlschlegel, Doris Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|footnotes     = &lt;br /&gt;
|signature     = Adelbert Mühlschlegel signature.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Adelbert Mühlschlegel&#039;&#039;&#039; (16. Juni 1897 – 29. Juli 1980)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |author = Rabbani, R. (Ed.) |authorlink = Rúhíyyih Khanum |year = 1992 |title = The Ministry of the Custodians 1957-1963 |publisher = Bahá’í World Centre |id = ISBN 085398350X |url = http://bahai-library.com/published.uhj/ministry.custodians.html#xxiii | pages = p. xxiii }}&amp;lt;/ref&amp;gt; war eine [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] und berühmter Deutscher [[Bahá’í]] aus einer evangelischen Familie.  1920 wurde er Bahá’í und übersetzte Literature und diente als Mitglied im [[Nationaler Geistiger Rat]] von Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde als [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] von [[Shoghi Effendi]] im Februar [[1952]] ernannt. Danach reiste er um die Bahá’í in vielen Ländern zu besuchen. Er starb in Athen, [[Griechenland]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
Adelbert Mühlschlegel wurde am 16. Juni 1897 in Berlin geboren. Sein Vater stand als Militärarzt in den Diensten des Königs von Württemberg, seine Mutter war Tochter des Stadtpfarrers von Biberach an der Riß. Während ihm sein Vater, der 1962 hochbetagt starb, den Sinn für Wandern und Geographie, für Ordnung und Pflichterfüllung vermittelte, weckte die Mutter, die 1923, kurz vor Entwicklung des Insulins, der Zuckerkrankheit zum Opfer fiel, in dem jungen Adelbert die Sehnsucht nach geistiger Schau, nach dem beständigen Umgang mit Dichtern, Mystikern und Philosophen und nach selbständigen Bemühungen in dieser Richtung, bei denen ihn seine jüngere Schwester Doris, die in den zwanziger Jahren nach Russland auswanderte und dort 1978 starb, aktiv begleitete. Es muss eine recht fröhliche, urschwäbische Geistigkeit geherrscht haben in diesem Stuttgarter Elternhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam der [[Erste Weltkrieg]]. Der Abiturient meldete sich freiwillig zum Sanitätsdienst in den von seinem Vater  betreuten Frontabschnitten und Lazaretten im Osten. So sammelte er erste Erfahrungen im Beruf des [[Arzt]]es, mit dem ihn später eine eigentümliche Hassliebe verband: die eine der beiden Seelen, die dem jungen Adelbert als echte m Schwaben in der Brust wohnten, schwebte n den weiten Gefilden des Geistes, fragte man den Jungen, was er werden wollte, sagte er Wanderer und Dichter. Die andere Seele setzte sich mit ihrem Sinn für das Praktische und für den Ethos des Dienstes am Nächsten durch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Neben dem [[Medizinstudium]] in Freiburg, Greifswald und Tübingen standen vielschichtige geistige Bemühungen, so vor allem die Auseinandersetzung mit der [[Anthroposophie]] Rudolf Steiners und anderer Strömungen der unruhigen zwanziger Jahre. Ein Höhepunkt, an den er sich gern erinnerte, war eine Tagung in Darmstadt, die Hermann Graf Keyserling für den indischen Dichter und Denker [[Rabindranath Tagore]] ausrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit den Lehren Bahá&#039;u&#039;lláhs==&lt;br /&gt;
Um dieselbe Zeit wurden der suchende Adelbert Mühlschlegel und seine Mutter von Fräulein Viktoria Schütz, der späteren [[Frau von Sixtfeld]], auf die Bahá&#039;í Lehren aufmerksam gemacht. Spontan war er fasziniert von dieser umfassenden Schau und schrieb an [[&#039;Abdu&#039;l-Bahá]], der ihm  mit folgendem Tablet antwortete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tablet &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel.jpg|thumb|left|160px|Sendbrief &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stuttgart zu Händen von Fräulein Viktoria Schütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herrn Adelbert Mühlschlegel - auf ihm sei die Herrlichkeit Gottes des Allherrlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist Gott!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;O Du Sohn des Königreiches!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dein Brief ist eingetroffen. Er war wie ein Duftkissen voller Moschus, und als Ich ihn öffnete, verspürte Ich den Odem der Liebe Gottes. Ich hoffe, dass dein Bächlein zu einem Meere werden und im Hauche göttlicher Führung hohe Wellen gen Osten und gen Westen schlägt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sei deiner Lehrerin höchst verbunden und bekunde ihr herzliche, geisterfüllte Dankbarkeit; denn sie hat den Ruf Gottes deinem Ohr übermittelt und dir ewige Gnade zuteil werden lassen. Erdverbunden warst du und wurdest himmlisch. Im Dunkeln warst du und wurdest erleuchtet. An die Natur warst du gefesselt und wurdet göttlich, und so erlangest du einen Teil an der ewigen Gnade. Sei voll des Glücks und freue dich der Himmlischen Heerscharen und ihrer Melodien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Meine Hoffnung ist, dass du auf dem Pfade Seiner Heiligkeit Bahá&#039;u&#039;lláh wandelst. Deine verehrte Gattin wird einst zu den Begünstigten an der Schwelle der Einheit gehören und mit dem Auge des Erbarmens angesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit dir sei die Herrlichkeit des Allherrlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(gezeichnet in lateinischen Buchstaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abdul Baha abbas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bahji, 16. Oktober 1920&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nahm Adelbert aktiv am Leben der deutschen Bahá&#039;í Gemeinde teil. Die frühesten Sporen finden wir im IV. Jahrgang der &amp;quot;[[Sonne der Wahrheit]]&amp;quot;, wo über einen öffentlichen Vortrag und ein Melodram von ihm anlässlich des dritten deutschen Bahá&#039;í Kongresses im September 1924 in Stuttgart berichtet wird. 1926 heiratet er. Seine Frau [[Herma Mühlschlegel]], geb. Weidle. schenkte ihm zwei Mädchen und drei Jungen, von denen einer als Kind starb. Sie war bis zu ihrem Tod 1964 im Beruf wie in der Bahá&#039;í Arbeit seine engste Mitarbeiterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1926 Esslingen Weltgemeinschaft.pdf|320px|rahmenlos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Ein Höhepunkt ihres Lebens im Glauben Bahá&#039;u&#039;lláhs war für Adelbert und Herma Mühlschlegel ihre Pilgerreise 1936 und ihre Begegnung mit Shoghi Effendi. In den langen Jahren des Verbots und der Verfolgung, während der Wirren des [[Zweiten Weltkrieg]]s zehrten sie von diesem tragenden Erlebnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg==&lt;br /&gt;
Den Krieg konnte Adelbert Mühlschlegel, zeitweise dienstverpflichtet, in seiner Heimatstadt [[Stuttgart]] überstehen, wenn auch mit totalem Bombenschaden und einer Beinnahe-Detonation bei Kriegsende durch die französische Besatzungsmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Dann kam die Zeit des Neubeginns und des Wiederaufbaus. Sie bedeutet für den Dichter und Sprachenfreund neben der Verantwortung im Nationalen Geistigen Rat und vielen Referaten und öffentlichen Veranstaltungen vor allem unermüdliche Übersetzertätigkeit im stillen Studierzimmer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alexanderstrasse==&lt;br /&gt;
In der von Bomben verwüsteten Stadt Stuttgart war die große der Familie Mühlschlegel neu zugewiesene Wohnung zugleich ein Zentrum des Bahá&#039;í Lebens, insbesondere eine Anlaufstelle für viele junge Freunde aus Persien, die nach und nach zum Studium nach Deutschland einreisten. Sicher erinnern sich alle wohl des heiteren, humorvollen Lebens der großen Familie, bei der so manche materielle Not nach dem Krieg durch das frohe Wesen der Eltern Adelbert und Herma Mühlschlegel, auch den Kindern, die im Geiste des Dienstes aufwuchsen, zum Sprungbrett für eine höhere geistige Entwicklung wurde. Rasch war immer ein passendes Zitat aus der Weltliteratur zur Stelle, oder wurde eine eigene Hymne gedichtet - viele mögen sich hier mit Freude an die &amp;quot;Mehlpapp-Hymne&amp;quot; zum immer noch einmal der Anzahl der Hungrigen entsprechend gestreckten Sauerkraut erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sprachen==&lt;br /&gt;
Eine besondere Bereicherung waren die vielen Gäste aus dem Ausland, mit denen neben dem wohltuenden geistigen Austausch Adelbert auch immer gerne seine vielen im Selbstunterricht erlernten Sprachen übte. Oft noch gedachte er in seinen letzten Lebensjahren so mancher lustigen Episode bei gemeinsamen Überprüfen der von ihm übersetzten Bücher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlen==&lt;br /&gt;
Und auch die mit ihm arbeitenden Freunde werden sich immer wieder an Besonderheiten im Wesen dieses nie untätigen Dieners erinnern, wie zum Beispiel sein besonderes Verhältnis zu Zahlen, mit denen er bis zu seinen letzten Tagebuch-Eintragungen all seine Leistungen festhielt und sie in Prozenten auszudrücken vermochte - aber nicht nur den Zahlen blieb er so treu sondern besonders all den vielen durch gemeinsame Arbeit auf dem Pfade Bahá&#039;u&#039;lláhs innig geknüpften Freundschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung==&lt;br /&gt;
Mit seiner Ernennung zur Hand der Sache Gottes im Februar 1952 änderte sich Adelbert Mühlschlegels Leben Schritt für Schritt  bis hin zur beständigen Dienstbereitschaft und der umfassenden Hingabe an die Gesegnete Schönheit, von denen das [[Universale Haus der Gerechtigkeit]] in seiner Botschaft spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1952 02 29 Shoghi Effendi - Ernennung Adelbert Mühlschlegel zu Hand der Sache Gottes.pdf|320px|rahmenlos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Hinscheiden Shoghi Effendis]]== &lt;br /&gt;
Das Schlüsselerlebnis war für ihn der von [[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]] übermittlte Auftrag, den gesegneten Körper von [[Shoghi Effendi]], der am 4. November 1957 in London verstorben war, vor der Beerdigung zu waschen. Über sein Erlebnis dieser letzten Stunde mit dem geliebten Hüter schrieb er&lt;br /&gt;
an [[Rúḥíyyih Khánum]]:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
»Es ist in jener Stunde etwas Neues in mir aufgegangen, über das ich jetzt, nach einigen Tagen, immer noch nicht sprechen kann; wohl aber über die Liebe und Weisheit, die ich auf mich einströmen fühlte. Es war eine so starke geistige Schwingung in diesem für&lt;br /&gt;
weltliche Augen so ganz andersartigen Raum, wie ich sie wohl stärker in meinem Leben nur an den heiligen Schreinen verspürt hatte. Der erste Eindruck ·war der Gegensatz zwischen dem übrigen&lt;br /&gt;
Körper und dem majestätischen, vergeistigten Antlitz, ein die Seele erschütterndes Bild jubelnden Siegens des Ewigen über das Vergängliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite war, daß ich eine Stunde lang betend und zugleich denkend und sorgfältig handelnd war, also, wie sonst, ach, nur allzu selten, in einem bewußten Zustand heiligen, gottverbundenen&lt;br /&gt;
Tuns, als Exercitium, Sinnbild und Extrakt dessen, was ich ,mein&lt;br /&gt;
Leben lang und die Menschheit nun tausend Jahre lang tun soll, um »das Reich« hier auf Erden zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dritte war, daß ich Glied um Glied waschend und salbend dankte, daß jene geliebten Hände für unser Bündnis geschrieben und gehandelt haben, jene Beine für uns gingen, jener Mund zu uns sprach, jene Stirne für uns dachte, und daß ich dabei betete und meditierte, auch meine Glieder mögen in der kurzen Zeit, die mir noch beschieden ist, diesem Dienen nacheifern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vierte war, daß ich entsetzt fühlte, wie ich mit unwürdigen Händen diese erhabene Stirne mit Rosenöl zu salben habe, so wie es einst nur hohe Meister ihren Jüngern taten. Und doch, welches&lt;br /&gt;
Recht, welcher Auftrag kommt uns, den Lebenden zu, über alle Vergangenheit und alles Vergängliche zu walten, seien sie auch noch so erhaben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch viel Gnade, Liebe und Weisheit waren sonst in dieser Stunde verborgen ...... «&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{[[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]]: Das Hinscheiden Shoghi Effendis, Baha&#039;i Verlag, Frankfurt/Main 1958, Seiten 22/23}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interregnum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Image:Hands of the Cause at the Fourth Conclave, 1960.jpg|thumb|left|320px|Hände der Sache Gottes bei der 4. Konklave 1960]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| An den schweren Aufgaben, die den Händen der Sache Gottes als den obersten Sachwaltern des Glaubens mit dem Hinscheiden Shoghi Effendis zufielen, trug Adelbert Mühlschlegel kraftvoll mit. Seine Arztpraxis aufgebend, weilte er mehrere Monate im Heiligen Land, um dann später diejenigen europäischen &lt;br /&gt;
Länder, die noch keine eigenen Nationalen Geistigen Räte hatten, persönlich zu betreuen, bis dort 1962 elf neue Nationale Geistige Räte als weitere Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit gebildet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hand-of-the-cause.jpg|left|gerahmt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Mit der ersten Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an Ridván 1963 waren die Hände der Sache Gottes von den weltweiten administrativen Aufgaben befreit, um sich wieder mit all ihren Bemühungen persönlich der Verbreitung und dem Schutz des Glaubens&lt;br /&gt;
zuzuwenden. Nach Tübingen umgesiedelt, widmete sich Adelbert Mühlschlegel zunächst der Pflege seiner inzwischen schwer erkrankten Frau Herma, die im Sommer 1964 verschied, und der Lehrarbeit im süddeutschen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Österreich==&lt;br /&gt;
Im September desselben Jahres verlegte er seinen Wohnsitz nach Österreich, wo der Glauben noch sehr auf Pioniere angewiesen war, und wo er ein Jahr später seine Frau Ursula, geb. Kohler,&lt;br /&gt;
heiratete, die von nun an seine eng vertraute Mitarbeiterin sein durfte. Von Wien aus setzte er durch seine immer zunehmende Korrespondenz und durch viele Reisen in Europa seine unentwegte&lt;br /&gt;
Ermutigung und Vertiefung der Freunde fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Entscheidung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit im Juni 1968 über die Errichtung der Kontinentalen&lt;br /&gt;
Beraterämter befreite sein Herz und erfüllte es mit großer Dankbarkeit gegenüber Bahá&#039;u&#039;lláh und dem Universalen Haus der Gerechtigkeit, dieser Institution, der von Anfang an seine tiefe Ergebenheit und Liebe gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reisen ==&lt;br /&gt;
Freudig nahm er 1969 den Auftrag des Universalen Hauses an, sich nunmehr weltweiten Aufgaben zu widmen und nach Persien, Indien, West- und Ostpakistan sowie nach Nepal zu reisen, um dort als eine Hand der Sache Gottes aus dem Westen die Freunde zu besuchen&lt;br /&gt;
und zu lehren. Dieser Reise folgten noch weitere ehrenvolle&lt;br /&gt;
Aufträge, die ihn durch einen großen Teil Afrikas und Süd-Amerikas&lt;br /&gt;
führten, zu deren Eingeborenen und Pionieren - wie zu den Freunden in Indien und überhaupt im gesamten Osten- er eine tiefe Liebe und Verehrung entwickelte, die seinem nach Wiedervereinigung sehnenden Herzen stets tief empfundene Gebete entströmen, ließ, welche sich am Ende seines Lebens ganz besonders auf die so lange leidende&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde in Persien konzentrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hatte er den Bedürfnissen entsprechend seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt, zu deren aufsteigender Gemeinde so vielfältiger menschlicher Charaktere und landschaftlicher Schönheit ihn bis zum Tode eine innige Liebe verband. Danach, noch einmal für kurze Zeit in Deutschland dienend, empfand er, daß diese, seine Muttergemeinde, durchaus in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen, wenn die Freunde nur lernten, nicht auf ihre eigenen&lt;br /&gt;
Schwächen sondern auf die Macht Bahá&#039;u&#039;lláh zu blicken - was die Freunde in Deutschland dann zu Ridván 1978 auch wirklich bewiesen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Athen==&lt;br /&gt;
Trotz nachlassender Gesundheit siedelte der achtzigjährige Adelbert Mühlschlegel mit seiner Frau nach Griechenland um, in das Land der Wiege der westlichen Zivilisation, dessen alte Philosophen Bahá&#039;u&#039;lláh so hoch gepriesen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier, durch den geschwächten Körper oft bettlägerig und nur noch wenig reisend, widmete er den Hauptteil seiner Zeit dem Studium der Schriften und seinem Buche »Werden und Reifen eines Baha&#039;i«; &amp;lt;ref&amp;gt; Selbsterziehung zum Bahá&#039;í https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/&amp;lt;/ref&amp;gt; zu dem er sich angeregt fühlte durch das dritte Hauptziel des Fünfjahresplanes »der Entwicklung der kennzeichnenden Wesensart des Bahá&#039;í-Lebens, dem umfassenden Thema, zu dem dann auch spontan seine geliebten Freunde in Luxemburg ihn um die Niederschrift seiner Gedanken baten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr sich selbst vergeistigend und seinen zahlreichen Gästen in seinem Athener Heim zur Quelle geistiger Erkenntnis während liebevoller Gespräche geworden, erlebte er einen glücklichen, sehr bewußten, geistig reichen Lebensabend, während dem er in ganz besonderem Ausmaß seine Frau Ursula mit einer Liebe umstrahlte und durchdrang, die es ihr, nun ermöglicht, den Kummer des großen persönlichen Verlustes in dieser zärtlichen Liebe dem Willen Gottes dankbar darzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese immerwährende Dankbarkeit und unbedingte, liebevolle strahlende Unterwerfung unter den Willen Gottes und die Befolgung Seiner Gebote, beherrschte so stark während der letzten Lebensjahre sein ganzes Denken und Fühlen, und es wundert nicht,&lt;br /&gt;
daß, obwohl er kaum mehr Schreiben konnte, seine letzte Eintragung im so treu geführten Tagebuch nach zwei nicht ganz klar lesbaren Zeilen mit den deutlich geschriebenen Worten »Gottes Wille« endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Willen und Ratschluss Gottes liebend durfte Adelbert Mühlschlegel während eines der Wiederholung des [[Größten Namen]]s folgenden kurzen, ruhigen Schlafes die Schwelle zur geistigen Welt überschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am 31. Juli 1980 im protestantischen Sektor des Ersten Friedhofs von Athen stattgefundene blumenreiche Beisetzung wurde von Rolf Haug, dem langjährigen persönlichen Freund des Heimgegangenen in griechischer Sprache durchgeführt und viele der neunzig, aus acht verschiedenen Ländern, anwesenden Freunde verabschiedeten sich dort zum letzten mal mit innig, in&lt;br /&gt;
vielen Sprachen gesungen und gesprochenen Gebeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Telex des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Betrübten Herzens geben wir das Hinscheiden der geliebten Hand der Sache &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gottes Adelbert Mühlschlegel bekannt. Die ganze Baha&#039;i-Welt erleidet einen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;schmerzlichen Verlust, der besonders in Europa, der hauptsächlichen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stätte seiner hervorragenden Dienste für die Sache Gottes empfunden wird.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nachdem er viele Jahre im Nationalen Geistigen Rat von Deutschland gedient&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hatte, wurde er nach seiner Erhebung in den Rang einer Hand der&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sache einer der Baumeister der allmählich sichtbar werdenden europäischen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Baha&#039;i-Gemeinde; er reiste, er ermutigte, er ließ sich nieder, wo immer das&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dienen am dringendsten nötig war, er pionierte schließlich nach Griechenland&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und gab seine Seele an seinem Pionierort auf. Seine stete Bereitschaft&lt;br /&gt;
&#039;&#039;zu dienen, seine Fähigkeit, die Zuneigung der Gläubigen und anderer gleichermaßen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;zu geWinnen durch seine liebevolle Güte, seine heitere Demut,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;~ eine strahlende Fröhlichkeit, sein nie erlahmendes Streben nach Wissen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und seine völlige Hingabe an die Gesegnete Schönheit - machen ihn zu&lt;br /&gt;
&#039;&#039;einem wunderbaren Beispiel des Baha&#039;i-Lebens.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wir ersuchen die Freunde, aus Anlaß seines Hinscheidens Gedenkfeiern&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abzuhalten und bitten um gebührende Gedenkandachten in allen Muttertempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Universale Haus der Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bücher==&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/2595/ Adelbert Mühlschlegel - Eine Biographie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/567/ Gedichte Mystische Erfahrungen in poetische Sprache gekleidet.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/ Selbsterziehung zum Bahá&#039;í Dieses Buch möchte dem Sucher ein vertrauter Freund werden, der ihm die Hand reicht, den Pfad zu finden.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/180/ Bahá&#039;í-Kinder-ABC Herausgegeben 1983, Text bearbeitet von Dr. A. Mühlschlegel und H. Berdjis]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/2872/ Held, Peter CD: Im Herzen glüht es Vertonte Gedichte von Adelbert Mühlschlegel Musik Peter Held]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{clear}}&lt;br /&gt;
==Notes==&lt;br /&gt;
{{reflist}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==References==&lt;br /&gt;
*{{cite book&lt;br /&gt;
 |first=Barron&lt;br /&gt;
 |last=Harper&lt;br /&gt;
 |year=1997&lt;br /&gt;
 |title=Lights of Fortitude&lt;br /&gt;
 |edition=Paperback&lt;br /&gt;
 |publisher=George Ronald&lt;br /&gt;
 |location=Oxford, UK&lt;br /&gt;
 |id=ISBN 0853984131&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==External link==&lt;br /&gt;
{{media|Category:Adelbert Mühlschlegel|Adelbert Mühlschlegel}}&lt;br /&gt;
*[http://www.youtube.com/watch?v=Hh8zO4Z480o Video recording of Ugo Giachery and Adelbert Mühlschlegel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hands of the Cause of God}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Muhlschlegel, Adelbert}}&lt;br /&gt;
[[Category:Hands of the Cause of God]]&lt;br /&gt;
[[Category:German Bahá’ís]]&lt;br /&gt;
[[Category:1897 births]]&lt;br /&gt;
[[Category:1980 deaths]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[fr:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[pt:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1056</id>
		<title>Adelbert Mühlschlegel</title>
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		<updated>2020-05-26T04:15:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox hand of the cause&lt;br /&gt;
|name          = Adelbert Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|image         = Adelbert_Mühlschlegel.jpg&lt;br /&gt;
|image_size    = 220px&lt;br /&gt;
|caption       = &lt;br /&gt;
|birth_name    = &lt;br /&gt;
|birth_date    = 16. Juni 1897&lt;br /&gt;
|birth_place   = Berlin&lt;br /&gt;
|death_date    = 29. Juli 1980&lt;br /&gt;
|death_place   = Athen&lt;br /&gt;
|resting_place = Athen&lt;br /&gt;
|resting_place_coordinates = &lt;br /&gt;
|known_for     = &lt;br /&gt;
|education     =&lt;br /&gt;
|occupation    = &lt;br /&gt;
|nsa_member    =&lt;br /&gt;
|ibc_member    = &lt;br /&gt;
|custodian     = &lt;br /&gt;
|title         = [[Custodians|Custodian]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Hands of the Cause of God|Hand of the Cause]]&lt;br /&gt;
|appointedby   = [[Shoghi Effendi]], Februar 1952&lt;br /&gt;
|spouse        = [[Herma Mühlschlegel, geb. Weidle]], &lt;br /&gt;
                 [[Ursula Mühlschlegel, geb. Kohler]]  &lt;br /&gt;
|children      = [[Peter Mühlschlegel]], [[Ursula Nicke, geb. Mühlschlegel]], [[Gisela Liedtka, geb. Mühlschlegel]], [[Dieter Mühlschlegel]],  [[Volker Mühlschlegel]] &lt;br /&gt;
|parents       = Albert Mühlschlegel, Doris Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|footnotes     = &lt;br /&gt;
|signature     = Adelbert Mühlschlegel signature.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Adelbert Mühlschlegel&#039;&#039;&#039; (16. Juni 1897 – 29. Juli 1980)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |author = Rabbani, R. (Ed.) |authorlink = Rúhíyyih Khanum |year = 1992 |title = The Ministry of the Custodians 1957-1963 |publisher = Bahá’í World Centre |id = ISBN 085398350X |url = http://bahai-library.com/published.uhj/ministry.custodians.html#xxiii | pages = p. xxiii }}&amp;lt;/ref&amp;gt; war eine [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] und berühmter Deutscher [[Bahá’í]] aus einer evangelischen Familie.  1920 wurde er Bahá’í und übersetzte Literature und diente als Mitglied im [[Nationaler Geistiger Rat]] von Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde als [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] von [[Shoghi Effendi]] im Februar [[1952]] ernannt. Danach reiste er um die Bahá’í in vielen Ländern zu besuchen. Er starb in Athen, [[Griechenland]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
Adelbert Mühlschlegel wurde am 16. Juni 1897 in Berlin geboren. Sein Vater stand als Militärarzt in den Diensten des Königs von Württemberg, seine Mutter war Tochter des Stadtpfarrers von Biberach an der Riß. Während ihm sein Vater, der 1962 hochbetagt starb, den Sinn für Wandern und Geographie, für Ordnung und Pflichterfüllung vermittelte, weckte die Mutter, die 1923, kurz vor Entwicklung des Insulins, der Zuckerkrankheit zum Opfer fiel, in dem jungen Adelbert die Sehnsucht nach geistiger Schau, nach dem beständigen Umgang mit Dichtern, Mystikern und Philosophen und nach selbständigen Bemühungen in dieser Richtung, bei denen ihn seine jüngere Schwester Doris, die in den zwanziger Jahren nach Russland auswanderte und dort 1978 starb, aktiv begleitete. Es muss eine recht fröhliche, urschwäbische Geistigkeit geherrscht haben in diesem Stuttgarter Elternhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam der [[Erste Weltkrieg]]. Der Abiturient meldete sich freiwillig zum Sanitätsdienst in den von seinem Vater  betreuten Frontabschnitten und Lazaretten im Osten. So sammelte er erste Erfahrungen im Beruf des [[Arzt]]es, mit dem ihn später eine eigentümliche Hassliebe verband: die eine der beiden Seelen, die dem jungen Adelbert als echte m Schwaben in der Brust wohnten, schwebte n den weiten Gefilden des Geistes, fragte man den Jungen, was er werden wollte, sagte er Wanderer und Dichter. Die andere Seele setzte sich mit ihrem Sinn für das Praktische und für den Ethos des Dienstes am Nächsten durch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Neben dem [[Medizinstudium]] in Freiburg, Greifswald und Tübingen standen vielschichtige geistige Bemühungen, so vor allem die Auseinandersetzung mit der [[Anthroposophie]] Rudolf Steiners und anderer Strömungen der unruhigen zwanziger Jahre. Ein Höhepunkt, an den er sich gern erinnerte, war eine Tagung in Darmstadt, die Hermann Graf Keyserling für den indischen Dichter und Denker [[Rabindranath Tagore]] ausrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit den Lehren Bahá&#039;u&#039;lláhs==&lt;br /&gt;
Um dieselbe Zeit wurden der suchende Adelbert Mühlschlegel und seine Mutter von Fräulein Viktoria Schütz, der späteren [[Frau von Sixtfeld]], auf die Bahá&#039;í Lehren aufmerksam gemacht. Spontan war er fasziniert von dieser umfassenden Schau und schrieb an [[&#039;Abdu&#039;l-Bahá]], der ihm  mit folgendem Tablet antwortete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tablet &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel.jpg|thumb|left|160px|Sendbrief &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stuttgart zu Händen von Fräulein Viktoria Schütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herrn Adelbert Mühlschlegel - auf ihm sei die Herrlichkeit Gottes des Allherrlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist Gott!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;O Du Sohn des Königreiches!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dein Brief ist eingetroffen. Er war wie ein Duftkissen voller Moschus, und als Ich ihn öffnete, verspürte Ich den Odem der Liebe Gottes. Ich hoffe, dass dein Bächlein zu einem Meere werden und im Hauche göttlicher Führung hohe Wellen gen Osten und gen Westen schlägt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sei deiner Lehrerin höchst verbunden und bekunde ihr herzliche, geisterfüllte Dankbarkeit; denn sie hat den Ruf Gottes deinem Ohr übermittelt und dir ewige Gnade zuteil werden lassen. Erdverbunden warst du und wurdest himmlisch. Im Dunkeln warst du und wurdest erleuchtet. An die Natur warst du gefesselt und wurdet göttlich, und so erlangest du einen Teil an der ewigen Gnade. Sei voll des Glücks und freue dich der Himmlischen Heerscharen und ihrer Melodien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Meine Hoffnung ist, dass du auf dem Pfade Seiner Heiligkeit Bahá&#039;u&#039;lláh wandelst. Deine verehrte Gattin wird einst zu den Begünstigten an der Schwelle der Einheit gehören und mit dem Auge des Erbarmens angesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit dir sei die Herrlichkeit des Allherrlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(gezeichnet in lateinischen Buchstaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abdul Baha abbas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bahji, 16. Oktober 1920&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nahm Adelbert aktiv am Leben der deutschen Bahá&#039;í Gemeinde teil. Die frühesten Sporen finden wir im IV. Jahrgang der &amp;quot;[[Sonne der Wahrheit]]&amp;quot;, wo über einen öffentlichen Vortrag und ein Melodram von ihm anlässlich des dritten deutschen Bahá&#039;í Kongresses im September 1924 in Stuttgart berichtet wird. 1926 heiratet er. Seine Frau [[Herma Mühlschlegel]], geb. Weidle. schenkte ihm zwei Mädchen und drei Jungen, von denen einer als Kind starb. Sie war bis zu ihrem Tod 1964 im Beruf wie in der Bahá&#039;í Arbeit seine engste Mitarbeiterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1926 Esslingen Weltgemeinschaft.pdf|rahmenlos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Ein Höhepunkt ihres Lebens im Glauben Bahá&#039;u&#039;lláhs war für Adelbert und Herma Mühlschlegel ihre Pilgerreise 1936 und ihre Begegnung mit Shoghi Effendi. In den langen Jahren des Verbots und der Verfolgung, während der Wirren des [[Zweiten Weltkrieg]]s zehrten sie von diesem tragenden Erlebnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg==&lt;br /&gt;
Den Krieg konnte Adelbert Mühlschlegel, zeitweise dienstverpflichtet, in seiner Heimatstadt [[Stuttgart]] überstehen, wenn auch mit totalem Bombenschaden und einer Beinnahe-Detonation bei Kriegsende durch die französische Besatzungsmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Dann kam die Zeit des Neubeginns und des Wiederaufbaus. Sie bedeutet für den Dichter und Sprachenfreund neben der Verantwortung im Nationalen Geistigen Rat und vielen Referaten und öffentlichen Veranstaltungen vor allem unermüdliche Übersetzertätigkeit im stillen Studierzimmer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alexanderstrasse==&lt;br /&gt;
In der von Bomben verwüsteten Stadt Stuttgart war die große der Familie Mühlschlegel neu zugewiesene Wohnung zugleich ein Zentrum des Bahá&#039;í Lebens, insbesondere eine Anlaufstelle für viele junge Freunde aus Persien, die nach und nach zum Studium nach Deutschland einreisten. Sicher erinnern sich alle wohl des heiteren, humorvollen Lebens der großen Familie, bei der so manche materielle Not nach dem Krieg durch das frohe Wesen der Eltern Adelbert und Herma Mühlschlegel, auch den Kindern, die im Geiste des Dienstes aufwuchsen, zum Sprungbrett für eine höhere geistige Entwicklung wurde. Rasch war immer ein passendes Zitat aus der Weltliteratur zur Stelle, oder wurde eine eigene Hymne gedichtet - viele mögen sich hier mit Freude an die &amp;quot;Mehlpapp-Hymne&amp;quot; zum immer noch einmal der Anzahl der Hungrigen entsprechend gestreckten Sauerkraut erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sprachen==&lt;br /&gt;
Eine besondere Bereicherung waren die vielen Gäste aus dem Ausland, mit denen neben dem wohltuenden geistigen Austausch Adelbert auch immer gerne seine vielen im Selbstunterricht erlernten Sprachen übte. Oft noch gedachte er in seinen letzten Lebensjahren so mancher lustigen Episode bei gemeinsamen Überprüfen der von ihm übersetzten Bücher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlen==&lt;br /&gt;
Und auch die mit ihm arbeitenden Freunde werden sich immer wieder an Besonderheiten im Wesen dieses nie untätigen Dieners erinnern, wie zum Beispiel sein besonderes Verhältnis zu Zahlen, mit denen er bis zu seinen letzten Tagebuch-Eintragungen all seine Leistungen festhielt und sie in Prozenten auszudrücken vermochte - aber nicht nur den Zahlen blieb er so treu sondern besonders all den vielen durch gemeinsame Arbeit auf dem Pfade Bahá&#039;u&#039;lláhs innig geknüpften Freundschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung==&lt;br /&gt;
Mit seiner Ernennung zur Hand der Sache Gottes im Februar 1952 änderte sich Adelbert Mühlschlegels Leben Schritt für Schritt  bis hin zur beständigen Dienstbereitschaft und der umfassenden Hingabe an die Gesegnete Schönheit, von denen das [[Universale Haus der Gerechtigkeit]] in seiner Botschaft spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1952 02 29 Shoghi Effendi - Ernennung Adelbert Mühlschlegel zu Hand der Sache Gottes.pdf|rahmenlos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Hinscheiden Shoghi Effendis]]== &lt;br /&gt;
Das Schlüsselerlebnis war für ihn der von [[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]] übermittlte Auftrag, den gesegneten Körper von [[Shoghi Effendi]], der am 4. November 1957 in London verstorben war, vor der Beerdigung zu waschen. Über sein Erlebnis dieser letzten Stunde mit dem geliebten Hüter schrieb er&lt;br /&gt;
an [[Rúḥíyyih Khánum]]:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
»Es ist in jener Stunde etwas Neues in mir aufgegangen, über das ich jetzt, nach einigen Tagen, immer noch nicht sprechen kann; wohl aber über die Liebe und Weisheit, die ich auf mich einströmen fühlte. Es war eine so starke geistige Schwingung in diesem für&lt;br /&gt;
weltliche Augen so ganz andersartigen Raum, wie ich sie wohl stärker in meinem Leben nur an den heiligen Schreinen verspürt hatte. Der erste Eindruck ·war der Gegensatz zwischen dem übrigen&lt;br /&gt;
Körper und dem majestätischen, vergeistigten Antlitz, ein die Seele erschütterndes Bild jubelnden Siegens des Ewigen über das Vergängliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite war, daß ich eine Stunde lang betend und zugleich denkend und sorgfältig handelnd war, also, wie sonst, ach, nur allzu selten, in einem bewußten Zustand heiligen, gottverbundenen&lt;br /&gt;
Tuns, als Exercitium, Sinnbild und Extrakt dessen, was ich ,mein&lt;br /&gt;
Leben lang und die Menschheit nun tausend Jahre lang tun soll, um »das Reich« hier auf Erden zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dritte war, daß ich Glied um Glied waschend und salbend dankte, daß jene geliebten Hände für unser Bündnis geschrieben und gehandelt haben, jene Beine für uns gingen, jener Mund zu uns sprach, jene Stirne für uns dachte, und daß ich dabei betete und meditierte, auch meine Glieder mögen in der kurzen Zeit, die mir noch beschieden ist, diesem Dienen nacheifern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vierte war, daß ich entsetzt fühlte, wie ich mit unwürdigen Händen diese erhabene Stirne mit Rosenöl zu salben habe, so wie es einst nur hohe Meister ihren Jüngern taten. Und doch, welches&lt;br /&gt;
Recht, welcher Auftrag kommt uns, den Lebenden zu, über alle Vergangenheit und alles Vergängliche zu walten, seien sie auch noch so erhaben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch viel Gnade, Liebe und Weisheit waren sonst in dieser Stunde verborgen ...... «&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{[[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]]: Das Hinscheiden Shoghi Effendis, Baha&#039;i Verlag, Frankfurt/Main 1958, Seiten 22/23}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interregnum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Image:Hands of the Cause at the Fourth Conclave, 1960.jpg|thumb|left|320px|Hände der Sache Gottes bei der 4. Konklave 1960]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| An den schweren Aufgaben, die den Händen der Sache Gottes als den obersten Sachwaltern des Glaubens mit dem Hinscheiden Shoghi Effendis zufielen, trug Adelbert Mühlschlegel kraftvoll mit. Seine Arztpraxis aufgebend, weilte er mehrere Monate im Heiligen Land, um dann später diejenigen europäischen &lt;br /&gt;
Länder, die noch keine eigenen Nationalen Geistigen Räte hatten, persönlich zu betreuen, bis dort 1962 elf neue Nationale Geistige Räte als weitere Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit gebildet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hand-of-the-cause.jpg|left|gerahmt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Mit der ersten Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an Ridván 1963 waren die Hände der Sache Gottes von den weltweiten administrativen Aufgaben befreit, um sich wieder mit all ihren Bemühungen persönlich der Verbreitung und dem Schutz des Glaubens&lt;br /&gt;
zuzuwenden. Nach Tübingen umgesiedelt, widmete sich Adelbert Mühlschlegel zunächst der Pflege seiner inzwischen schwer erkrankten Frau Herma, die im Sommer 1964 verschied, und der Lehrarbeit im süddeutschen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Österreich==&lt;br /&gt;
Im September desselben Jahres verlegte er seinen Wohnsitz nach Österreich, wo der Glauben noch sehr auf Pioniere angewiesen war, und wo er ein Jahr später seine Frau Ursula, geb. Kohler,&lt;br /&gt;
heiratete, die von nun an seine eng vertraute Mitarbeiterin sein durfte. Von Wien aus setzte er durch seine immer zunehmende Korrespondenz und durch viele Reisen in Europa seine unentwegte&lt;br /&gt;
Ermutigung und Vertiefung der Freunde fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Entscheidung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit im Juni 1968 über die Errichtung der Kontinentalen&lt;br /&gt;
Beraterämter befreite sein Herz und erfüllte es mit großer Dankbarkeit gegenüber Bahá&#039;u&#039;lláh und dem Universalen Haus der Gerechtigkeit, dieser Institution, der von Anfang an seine tiefe Ergebenheit und Liebe gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reisen ==&lt;br /&gt;
Freudig nahm er 1969 den Auftrag des Universalen Hauses an, sich nunmehr weltweiten Aufgaben zu widmen und nach Persien, Indien, West- und Ostpakistan sowie nach Nepal zu reisen, um dort als eine Hand der Sache Gottes aus dem Westen die Freunde zu besuchen&lt;br /&gt;
und zu lehren. Dieser Reise folgten noch weitere ehrenvolle&lt;br /&gt;
Aufträge, die ihn durch einen großen Teil Afrikas und Süd-Amerikas&lt;br /&gt;
führten, zu deren Eingeborenen und Pionieren - wie zu den Freunden in Indien und überhaupt im gesamten Osten- er eine tiefe Liebe und Verehrung entwickelte, die seinem nach Wiedervereinigung sehnenden Herzen stets tief empfundene Gebete entströmen, ließ, welche sich am Ende seines Lebens ganz besonders auf die so lange leidende&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde in Persien konzentrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hatte er den Bedürfnissen entsprechend seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt, zu deren aufsteigender Gemeinde so vielfältiger menschlicher Charaktere und landschaftlicher Schönheit ihn bis zum Tode eine innige Liebe verband. Danach, noch einmal für kurze Zeit in Deutschland dienend, empfand er, daß diese, seine Muttergemeinde, durchaus in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen, wenn die Freunde nur lernten, nicht auf ihre eigenen&lt;br /&gt;
Schwächen sondern auf die Macht Bahá&#039;u&#039;lláh zu blicken - was die Freunde in Deutschland dann zu Ridván 1978 auch wirklich bewiesen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Athen==&lt;br /&gt;
Trotz nachlassender Gesundheit siedelte der achtzigjährige Adelbert Mühlschlegel mit seiner Frau nach Griechenland um, in das Land der Wiege der westlichen Zivilisation, dessen alte Philosophen Bahá&#039;u&#039;lláh so hoch gepriesen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier, durch den geschwächten Körper oft bettlägerig und nur noch wenig reisend, widmete er den Hauptteil seiner Zeit dem Studium der Schriften und seinem Buche »Werden und Reifen eines Baha&#039;i«; &amp;lt;ref&amp;gt; Selbsterziehung zum Bahá&#039;í https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/&amp;lt;/ref&amp;gt; zu dem er sich angeregt fühlte durch das dritte Hauptziel des Fünfjahresplanes »der Entwicklung der kennzeichnenden Wesensart des Bahá&#039;í-Lebens, dem umfassenden Thema, zu dem dann auch spontan seine geliebten Freunde in Luxemburg ihn um die Niederschrift seiner Gedanken baten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr sich selbst vergeistigend und seinen zahlreichen Gästen in seinem Athener Heim zur Quelle geistiger Erkenntnis während liebevoller Gespräche geworden, erlebte er einen glücklichen, sehr bewußten, geistig reichen Lebensabend, während dem er in ganz besonderem Ausmaß seine Frau Ursula mit einer Liebe umstrahlte und durchdrang, die es ihr, nun ermöglicht, den Kummer des großen persönlichen Verlustes in dieser zärtlichen Liebe dem Willen Gottes dankbar darzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese immerwährende Dankbarkeit und unbedingte, liebevolle strahlende Unterwerfung unter den Willen Gottes und die Befolgung Seiner Gebote, beherrschte so stark während der letzten Lebensjahre sein ganzes Denken und Fühlen, und es wundert nicht,&lt;br /&gt;
daß, obwohl er kaum mehr Schreiben konnte, seine letzte Eintragung im so treu geführten Tagebuch nach zwei nicht ganz klar lesbaren Zeilen mit den deutlich geschriebenen Worten »Gottes Wille« endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Willen und Ratschluss Gottes liebend durfte Adelbert Mühlschlegel während eines der Wiederholung des [[Größten Namen]]s folgenden kurzen, ruhigen Schlafes die Schwelle zur geistigen Welt überschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am 31. Juli 1980 im protestantischen Sektor des Ersten Friedhofs von Athen stattgefundene blumenreiche Beisetzung wurde von Rolf Haug, dem langjährigen persönlichen Freund des Heimgegangenen in griechischer Sprache durchgeführt und viele der neunzig, aus acht verschiedenen Ländern, anwesenden Freunde verabschiedeten sich dort zum letzten mal mit innig, in&lt;br /&gt;
vielen Sprachen gesungen und gesprochenen Gebeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Telex des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Betrübten Herzens geben wir das Hinscheiden der geliebten Hand der Sache &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gottes Adelbert Mühlschlegel bekannt. Die ganze Baha&#039;i-Welt erleidet einen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;schmerzlichen Verlust, der besonders in Europa, der hauptsächlichen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stätte seiner hervorragenden Dienste für die Sache Gottes empfunden wird.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nachdem er viele Jahre im Nationalen Geistigen Rat von Deutschland gedient&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hatte, wurde er nach seiner Erhebung in den Rang einer Hand der&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sache einer der Baumeister der allmählich sichtbar werdenden europäischen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Baha&#039;i-Gemeinde; er reiste, er ermutigte, er ließ sich nieder, wo immer das&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dienen am dringendsten nötig war, er pionierte schließlich nach Griechenland&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und gab seine Seele an seinem Pionierort auf. Seine stete Bereitschaft&lt;br /&gt;
&#039;&#039;zu dienen, seine Fähigkeit, die Zuneigung der Gläubigen und anderer gleichermaßen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;zu geWinnen durch seine liebevolle Güte, seine heitere Demut,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;~ eine strahlende Fröhlichkeit, sein nie erlahmendes Streben nach Wissen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und seine völlige Hingabe an die Gesegnete Schönheit - machen ihn zu&lt;br /&gt;
&#039;&#039;einem wunderbaren Beispiel des Baha&#039;i-Lebens.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wir ersuchen die Freunde, aus Anlaß seines Hinscheidens Gedenkfeiern&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abzuhalten und bitten um gebührende Gedenkandachten in allen Muttertempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Universale Haus der Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bücher==&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/2595/ Adelbert Mühlschlegel - Eine Biographie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/567/ Gedichte Mystische Erfahrungen in poetische Sprache gekleidet.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/ Selbsterziehung zum Bahá&#039;í Dieses Buch möchte dem Sucher ein vertrauter Freund werden, der ihm die Hand reicht, den Pfad zu finden.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/180/ Bahá&#039;í-Kinder-ABC Herausgegeben 1983, Text bearbeitet von Dr. A. Mühlschlegel und H. Berdjis]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/2872/ Held, Peter CD: Im Herzen glüht es Vertonte Gedichte von Adelbert Mühlschlegel Musik Peter Held]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{clear}}&lt;br /&gt;
==Notes==&lt;br /&gt;
{{reflist}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==References==&lt;br /&gt;
*{{cite book&lt;br /&gt;
 |first=Barron&lt;br /&gt;
 |last=Harper&lt;br /&gt;
 |year=1997&lt;br /&gt;
 |title=Lights of Fortitude&lt;br /&gt;
 |edition=Paperback&lt;br /&gt;
 |publisher=George Ronald&lt;br /&gt;
 |location=Oxford, UK&lt;br /&gt;
 |id=ISBN 0853984131&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==External link==&lt;br /&gt;
{{media|Category:Adelbert Mühlschlegel|Adelbert Mühlschlegel}}&lt;br /&gt;
*[http://www.youtube.com/watch?v=Hh8zO4Z480o Video recording of Ugo Giachery and Adelbert Mühlschlegel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hands of the Cause of God}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Muhlschlegel, Adelbert}}&lt;br /&gt;
[[Category:Hands of the Cause of God]]&lt;br /&gt;
[[Category:German Bahá’ís]]&lt;br /&gt;
[[Category:1897 births]]&lt;br /&gt;
[[Category:1980 deaths]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[fr:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[pt:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Datei:1926_Esslingen_Weltgemeinschaft.pdf&amp;diff=1055</id>
		<title>Datei:1926 Esslingen Weltgemeinschaft.pdf</title>
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		<updated>2020-05-26T04:14:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;24.5.1926 Sommerschule in Esslingen&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Datei:1952_02_29_Shoghi_Effendi_-_Ernennung_Adelbert_M%C3%BChlschlegel_zu_Hand_der_Sache_Gottes.pdf&amp;diff=1054</id>
		<title>Datei:1952 02 29 Shoghi Effendi - Ernennung Adelbert Mühlschlegel zu Hand der Sache Gottes.pdf</title>
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		<updated>2020-05-26T04:13:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Telegramm Ernennung&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Enoch_Olinga&amp;diff=1053</id>
		<title>Enoch Olinga</title>
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		<updated>2020-05-25T13:54:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Enoch Olinga  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Enoch Olinga.jpg|gerahmt|rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
wurde am 24. Juni 1926 in eine christliche Familie der Ethnie Iteso als zweiter Sohn von Samusan Okadakina und Eseza lyamitai Soroti County, Uganda geboren.&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren hingebungsvolle Mitglieder der einheimischen Anglican Church von Uganda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 zog die ganze Familie in das Dorf Tilling um, wo er vor Ort und in der Nachbarstadt Ngora seine Schulbildung bekam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später besuchte er die Oberschule in Mbale. 1941, mit 15 Jahren ging er zum &#039;Britischen Army Education Corps&#039; in Nairobi/Kenya. Später wechselte er zu dem &#039;East African King&#039;s Rifles Corps&#039; in Südostasien und besuchte u.a. Burma, Bangladesh (damals Ost-Pakistan), Ceylon und Indien. Mit 20 kehrte er in seine Heimat zurück und schloss sich dem „Regierungsdepartement für Beziehung und Sozialhilfe“, stationiert in Soroti und Mbale, an. &lt;br /&gt;
Um 1950 zog er nach Kampala, der Hauptstadt von Uganda um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war nun verheiratet und hatte Kinder. Er entwickelte persönliche Probleme, war vom Leben desillusioniert und wurde – trotz seines jahrelangen Dienstes und bekannten Leistungsfähigkeit - wegen Alkoholproblemen entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit der Bahá&#039;í Religion==&lt;br /&gt;
1951 kam er in Kontakt mit der Bahá&#039;í-Religion durch &#039;Ali Nakhiavani, dem Schwiegersohn von Familie Bananis, persischen Bahá&#039;í-Pionieren, und mit der Erklärung 1952  - als dritter ugandischer Bahá&#039;í und erster seines Stammes in Kampala, konnte Enoch seine Alkoholprobleme aufgeben. Allerdings war es zu spät um seine Regierungskarriere zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde ein enger Freund von &#039;Ali Nakhiavani und war regelmäßiger Besucher der Bahá&#039;í-Treffen im Heim von Familie Banani. Aufgrund seiner unglaublichen Wandlung wurde seine Frau auch bald Bahá&#039;ì. Viele folgten nach und an Ridván 1952 konnten die ersten Lokalen Geistigen Räte in Uganda gebildet werden. Kurz darauf kehrte Enoch in Dorf Tilling zurück, um die Glücksbotschaft Bahá&#039;u&#039;lláhs zu verbreiten. Im folgenden Jahr wurden neun weitere Geistige Räte gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 12. - 18. Februar 1953 wurden die ersten vier Interkontinentalen Konferenzen in Kampala abgehalten und Shoghi Effendi bejubelte die große Anzahl der neuen Gläubigen mit einem “erfreuten Herzen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pionieren==&lt;br /&gt;
Auf die Aufforderung neue Gebiete als Pionier zu öffnen, reagierte Enoch sofort und wurde 1953 der erste Pionier für Britisch-Kamerun (Teil der ehemaligen deutschen Kolonie) und hielt für 10 Jahre diesen Posten.  &lt;br /&gt;
Von Shoghi Effendi bekam er den Titel „Ritter Bahá&#039;u&#039;lláhs“ und wurde in den Nationalen Geistigen Rat von Nord-West Afrika gewählt. Innerhalb von drei Jahren wurden 29 der 33 Territorien dem Glauben geöffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Zahl der Bahá&#039;í anstieg verließen viele die Region, um in den umliegenden Ländern zu pionieren (Ghana, Togo). Es wurden davon sehr viele als Ritter Bahá&#039;u&#039;lláhs ernannt. So gab Shoghi Effendi Enoch Olinga den Titel &#039;Abd&#039;l-Futuh&#039;, „Der Vater der Siege/des Triumphes“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Mit der Hilfe von Dr. Ugo Giachery, bekam Enoch einen befristeten Pass und ein Visum, um den Hüter in Haifa zu besuchen. Am 3. Februar 1957 erreichte er Haifa und blieb 10 Tage. Die Liebe, die ihm von Shoghi Effendi entgegengebracht wurde beeinflusste ihn für den Rest seines Lebens.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Völlig entzündet kehrte er nach West-Afrika zurück und mit der Liebe Bahá&#039;u&#039;lláhs im Herzen traf er Vorkehrungen, um seine Familie umzuziehen. Seine Lehrarbeit in den Britischen Territorien setzte er fort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung zur Hand der Sache Gottes==&lt;br /&gt;
Es war bei einem Besuch in Uganda am 2. Oktober 1957, dass ihm, in einem Telegramm an Herrn Banani, mitgeteilt wurde, dass er mit John Roberts und William Sears als Hände der Sache Gottes ernannt wurden. Sie gehörten zu den letzten von Shoghi Effendi ernannten Hände der Sache Gottes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Hand-of-the-cause.jpg|left|gerahmt]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hinscheiden Shoghi Effendis==&lt;br /&gt;
Einen Monat später erreichten ihn die Worte vom Hinscheiden Shoghi Effendis. Es war ihm nicht möglich an der Beisetzung in London teilzunehmen, da er Teilnehmer des ersten Treffens der Hände der Sache Gottes in Bahji am 18. November 1957 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. April 1963 führte er den Vorsitz der Eröffnungsfeier des ersten Bahá&#039;í-Weltkongresses in London, wo auch die Wahl des ersten Universalen Hauses der Gerechtigkeit angekündigt wurde (sie wurden aus 56 Nationalen Geistigen Räten gewählt) und damit endet der Zehn-Jahres-Plan und die Hundertjahrfeier zur Erklärung Bahá&#039;u&#039;lláhs im Garten Ridván.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbot der Sache in Uganda==&lt;br /&gt;
Unter der Herrschaft von Idi Amin wurde der Bahá&#039;í-Glaube eine zeitlang verboten. In dieser Zeit kehrte er nach Uganda zurück, um seine Gemeinde in dieser schwierigen Zeit zu beschützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermordung Enoch Olingas==&lt;br /&gt;
Aufgrund der Situation des Sturzes von Idi Amin und seiner Nachwirkungen wurden er, seine Frau und drei ihrer fünf Kinder am Morgen des 16. September 1979 von fünf Soldaten in nicht bekannten Uniformen ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rúhíyyih Khánum erinnert sich an Enoch Olingas liebenswertesten Eigenschaften: „eine große Fröhlichkeit, ausfüllendes und ansteckendes Lachen“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sein Grab==&lt;br /&gt;
Sein Grab liegt neben dem Grab von seinem Freund und auch Hand der Sache Gottes Musa Banani auf einem Friedhof in der Nähe des Hauses der Andacht&lt;br /&gt;
Seit 2000 gibt es die Olinga Stiftung für Menschliche Entwicklung, die für abgelegene Gebiete Trainings für Grund- und Oberschulen in Ghanas West-Region anbieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Bahai Library Online, by Richard Francis 1998 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==zu Teso==&lt;br /&gt;
Die Iteso oder Teso sind mit einem Bevölkerungsanteil von schätzungsweise 8,1 %, also etwa 2.500.000 Individuen, die zweitgrößte Volksgruppe in Uganda, daneben gibt es auch im angrenzenden Kenia etwa 280.000 Iteso. Sie gehören zu den nilotischen Völkern. Ihre ostnilotische Sprache wird Ateso genannt.&lt;br /&gt;
In Uganda erstreckt sich das Siedlungsgebiet der Iteso von Karamoja bis an den Kyogasee und umfasst die Distrikte Soroti, Kumi, Katakwi, Amuria und Kaberamaido. In Kenia leben sie im Busia-Distrikt, auch um die Grenzstadt Malaba. Die Iteso betreiben Ackerbau, seit der Einführung von Cash Crops um 1912 bauen sie auch Kaffee und Baumwolle zum Verkauf an. Ihre Gesellschaft ist einerseits in lose organisierten Clans mit Ältesten an der Spitze, andererseits in Altersklassen organisiert.&lt;br /&gt;
Ein bekannter Teso ist der katholische Bischof von Kakamega in Kenia, Philip Sulumeti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Britisch-Kamerun: Teil der ehemaligen deutschen Kolonie. Wurde nach dem 1. Weltkrieg britisches Völkerbundsmandat und später UN-Treuhandgebiet und zusammen mit Nigeria verwaltet)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Enoch_Olinga&amp;diff=1052</id>
		<title>Enoch Olinga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Enoch_Olinga&amp;diff=1052"/>
		<updated>2020-05-25T13:53:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: /* Ernennung zur Hand der Sache Gottes */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Enoch Olinga  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Enoch Olinga.jpg|gerahmt|rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
wurde am 24. Juni 1926 in eine christliche Familie der Ethnie Iteso als zweiter Sohn von Samusan Okadakina und Eseza lyamitai Soroti County, Uganda geboren.&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren hingebungsvolle Mitglieder der einheimischen Anglican Church von Uganda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 zog die ganze Familie in das Dorf Tilling um, wo er vor Ort und in der Nachbarstadt Ngora seine Schulbildung bekam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später besuchte er die Oberschule in Mbale. 1941, mit 15 Jahren ging er zum &#039;Britischen Army Education Corps&#039; in Nairobi/Kenya. Später wechselte er zu dem &#039;East African King&#039;s Rifles Corps&#039; in Südostasien und besuchte u.a. Burma, Bangladesh (damals Ost-Pakistan), Ceylon und Indien. Mit 20 kehrte er in seine Heimat zurück und schloss sich dem „Regierungsdepartement für Beziehung und Sozialhilfe“, stationiert in Soroti und Mbale, an. &lt;br /&gt;
Um 1950 zog er nach Kampala, der Hauptstadt von Uganda um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war nun verheiratet und hatte Kinder. Er entwickelte persönliche Probleme, war vom Leben desillusioniert und wurde – trotz seines jahrelangen Dienstes und bekannten Leistungsfähigkeit - wegen Alkoholproblemen entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit der Bahá&#039;í Religion==&lt;br /&gt;
1951 kam er in Kontakt mit der Bahá&#039;í-Religion durch &#039;Ali Nakhiavani, dem Schwiegersohn von Familie Bananis, persischen Bahá&#039;í-Pionieren, und mit der Erklärung 1952  - als dritter ugandischer Bahá&#039;í und erster seines Stammes in Kampala, konnte Enoch seine Alkoholprobleme aufgeben. Allerdings war es zu spät um seine Regierungskarriere zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde ein enger Freund von &#039;Ali Nakhiavani und war regelmäßiger Besucher der Bahá&#039;í-Treffen im Heim von Familie Banani. Aufgrund seiner unglaublichen Wandlung wurde seine Frau auch bald Bahá&#039;ì. Viele folgten nach und an Ridván 1952 konnten die ersten Lokalen Geistigen Räte in Uganda gebildet werden. Kurz darauf kehrte Enoch in Dorf Tilling zurück, um die Glücksbotschaft Bahá&#039;u&#039;lláhs zu verbreiten. Im folgenden Jahr wurden neun weitere Geistige Räte gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 12. - 18. Februar 1953 wurden die ersten vier Interkontinentalen Konferenzen in Kampala abgehalten und Shoghi Effendi bejubelte die große Anzahl der neuen Gläubigen mit einem “erfreuten Herzen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pionieren==&lt;br /&gt;
Auf die Aufforderung neue Gebiete als Pionier zu öffnen, reagierte Enoch sofort und wurde 1953 der erste Pionier für Britisch-Kamerun (Teil der ehemaligen deutschen Kolonie) und hielt für 10 Jahre diesen Posten.  &lt;br /&gt;
Von Shoghi Effendi bekam er den Titel „Ritter Bahá&#039;u&#039;lláhs“ und wurde in den Nationalen Geistigen Rat von Nord-West Afrika gewählt. Innerhalb von drei Jahren wurden 29 der 33 Territorien dem Glauben geöffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Zahl der Bahá&#039;í anstieg verließen viele die Region, um in den umliegenden Ländern zu pionieren (Ghana, Togo). Es wurden davon sehr viele als Ritter Bahá&#039;u&#039;lláhs ernannt. So gab Shoghi Effendi Enoch Olinga den Titel &#039;Abd&#039;l-Futuh&#039;, „Der Vater der Siege/des Triumphes“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Mit der Hilfe von Dr. Ugo Giachery, bekam Enoch einen befristeten Pass und ein Visum, um den Hüter in Haifa zu besuchen. Am 3. Februar 1957 erreichte er Haifa und blieb 10 Tage. Die Liebe, die ihm von Shoghi Effendi entgegengebracht wurde beeinflusste ihn für den Rest seines Lebens.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Völlig entzündet kehrte er nach West-Afrika zurück und mit der Liebe Bahá&#039;u&#039;lláhs im Herzen traf er Vorkehrungen, um seine Familie umzuziehen. Seine Lehrarbeit in den Britischen Territorien setzte er fort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung zur Hand der Sache Gottes==&lt;br /&gt;
Es war bei einem Besuch in Uganda am 2. Oktober 1957, dass ihm, in einem Telegramm an Herrn Banani, mitgeteilt wurde, dass er mit John Roberts und William Sears als Hände der Sache Gottes ernannt wurden. Sie gehörten zu den letzten von Shoghi Effendi ernannten Hände der Sache Gottes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Hand-of-the-cause.jpg|left|gerahmt]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hinscheiden Shoghi Effendis==&lt;br /&gt;
Einen Monat später erreichten ihn die Worte vom Hinscheiden Shoghi Effendis. Es war ihm nicht möglich an der Beisetzung in London teilzunehmen, da er Teilnehmer des ersten Treffens der Hände der Sache Gottes in Bahji am 18. November 1957 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. April 1963 führte er den Vorsitz der Eröffnungsfeier des ersten Bahá&#039;í-Weltkongresses in London, wo auch die Wahl des ersten Universalen Hauses der Gerechtigkeit angekündigt wurde (sie wurden aus 56 Nationalen Geistigen Räten gewählt) und damit endet der Zehn-Jahres-Plan und die Hundertjahrfeier zur Erklärung Bahá&#039;u&#039;lláhs im Garten Ridván.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbot der Sache in Uganda==&lt;br /&gt;
Unter der Herrschaft von Idi Amin wurde der Bahá&#039;í-Glaube eine zeitlang verboten. In dieser Zeit kehrte er nach Uganda zurück, um seine Gemeinde in dieser schwierigen Zeit zu beschützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermordung Enoch Olingas==&lt;br /&gt;
Aufgrund der Situation des Sturzes von Idi Amin und seiner Nachwirkungen wurden er, seine Frau und drei ihrer fünf Kinder am Morgen des 16. September 1979 von fünf Soldaten in nicht bekannten Uniformen ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rúhíyyih Khánum erinnert sich an Enoch Olingas liebenswertesten Eigenschaften: „eine große Fröhlichkeit, ausfüllendes und ansteckendes Lachen“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sein Grab==&lt;br /&gt;
Sein Grab liegt neben dem Grab von seinem Freund und auch Hand der Sache Gottes Musa Banani auf einem Friedhof in der Nähe des Hauses der Andacht&lt;br /&gt;
Seit 2000 gibt es die Olinga Stiftung für Menschliche Entwicklung, die für abgelegene Gebiete Trainings für Grund- und Oberschulen in Ghanas West-Region anbieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Bahai Library Online, by Richard Francis 1998 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==zu Teso==&lt;br /&gt;
Die Iteso oder Teso sind mit einem Bevölkerungsanteil von schätzungsweise 8,1 %, also etwa 2.500.000 Individuen, die zweitgrößte Volksgruppe in Uganda, daneben gibt es auch im angrenzenden Kenia etwa 280.000 Iteso. Sie gehören zu den nilotischen Völkern. Ihre ostnilotische Sprache wird Ateso genannt.&lt;br /&gt;
In Uganda erstreckt sich das Siedlungsgebiet der Iteso von Karamoja bis an den Kyogasee und umfasst die Distrikte Soroti, Kumi, Katakwi, Amuria und Kaberamaido. In Kenia leben sie im Busia-Distrikt, auch um die Grenzstadt Malaba. Die Iteso betreiben Ackerbau, seit der Einführung von Cash Crops um 1912 bauen sie auch Kaffee und Baumwolle zum Verkauf an. Ihre Gesellschaft ist einerseits in lose organisierten Clans mit Ältesten an der Spitze, andererseits in Altersklassen organisiert.&lt;br /&gt;
Ein bekannter Teso ist der katholische Bischof von Kakamega in Kenia, Philip Sulumeti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Britisch-Kamerun: Teil der ehemaligen deutschen Kolonie. Wurde nach dem 1. Weltkrieg britisches Völkerbundsmandat und später UN-Treuhandgebiet und zusammen mit Nigeria verwaltet)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Enoch_Olinga&amp;diff=1051</id>
		<title>Enoch Olinga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Enoch_Olinga&amp;diff=1051"/>
		<updated>2020-05-25T13:52:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Enoch Olinga  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Enoch Olinga.jpg|gerahmt|rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
wurde am 24. Juni 1926 in eine christliche Familie der Ethnie Iteso als zweiter Sohn von Samusan Okadakina und Eseza lyamitai Soroti County, Uganda geboren.&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren hingebungsvolle Mitglieder der einheimischen Anglican Church von Uganda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 zog die ganze Familie in das Dorf Tilling um, wo er vor Ort und in der Nachbarstadt Ngora seine Schulbildung bekam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später besuchte er die Oberschule in Mbale. 1941, mit 15 Jahren ging er zum &#039;Britischen Army Education Corps&#039; in Nairobi/Kenya. Später wechselte er zu dem &#039;East African King&#039;s Rifles Corps&#039; in Südostasien und besuchte u.a. Burma, Bangladesh (damals Ost-Pakistan), Ceylon und Indien. Mit 20 kehrte er in seine Heimat zurück und schloss sich dem „Regierungsdepartement für Beziehung und Sozialhilfe“, stationiert in Soroti und Mbale, an. &lt;br /&gt;
Um 1950 zog er nach Kampala, der Hauptstadt von Uganda um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war nun verheiratet und hatte Kinder. Er entwickelte persönliche Probleme, war vom Leben desillusioniert und wurde – trotz seines jahrelangen Dienstes und bekannten Leistungsfähigkeit - wegen Alkoholproblemen entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit der Bahá&#039;í Religion==&lt;br /&gt;
1951 kam er in Kontakt mit der Bahá&#039;í-Religion durch &#039;Ali Nakhiavani, dem Schwiegersohn von Familie Bananis, persischen Bahá&#039;í-Pionieren, und mit der Erklärung 1952  - als dritter ugandischer Bahá&#039;í und erster seines Stammes in Kampala, konnte Enoch seine Alkoholprobleme aufgeben. Allerdings war es zu spät um seine Regierungskarriere zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde ein enger Freund von &#039;Ali Nakhiavani und war regelmäßiger Besucher der Bahá&#039;í-Treffen im Heim von Familie Banani. Aufgrund seiner unglaublichen Wandlung wurde seine Frau auch bald Bahá&#039;ì. Viele folgten nach und an Ridván 1952 konnten die ersten Lokalen Geistigen Räte in Uganda gebildet werden. Kurz darauf kehrte Enoch in Dorf Tilling zurück, um die Glücksbotschaft Bahá&#039;u&#039;lláhs zu verbreiten. Im folgenden Jahr wurden neun weitere Geistige Räte gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 12. - 18. Februar 1953 wurden die ersten vier Interkontinentalen Konferenzen in Kampala abgehalten und Shoghi Effendi bejubelte die große Anzahl der neuen Gläubigen mit einem “erfreuten Herzen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pionieren==&lt;br /&gt;
Auf die Aufforderung neue Gebiete als Pionier zu öffnen, reagierte Enoch sofort und wurde 1953 der erste Pionier für Britisch-Kamerun (Teil der ehemaligen deutschen Kolonie) und hielt für 10 Jahre diesen Posten.  &lt;br /&gt;
Von Shoghi Effendi bekam er den Titel „Ritter Bahá&#039;u&#039;lláhs“ und wurde in den Nationalen Geistigen Rat von Nord-West Afrika gewählt. Innerhalb von drei Jahren wurden 29 der 33 Territorien dem Glauben geöffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Zahl der Bahá&#039;í anstieg verließen viele die Region, um in den umliegenden Ländern zu pionieren (Ghana, Togo). Es wurden davon sehr viele als Ritter Bahá&#039;u&#039;lláhs ernannt. So gab Shoghi Effendi Enoch Olinga den Titel &#039;Abd&#039;l-Futuh&#039;, „Der Vater der Siege/des Triumphes“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Mit der Hilfe von Dr. Ugo Giachery, bekam Enoch einen befristeten Pass und ein Visum, um den Hüter in Haifa zu besuchen. Am 3. Februar 1957 erreichte er Haifa und blieb 10 Tage. Die Liebe, die ihm von Shoghi Effendi entgegengebracht wurde beeinflusste ihn für den Rest seines Lebens.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Völlig entzündet kehrte er nach West-Afrika zurück und mit der Liebe Bahá&#039;u&#039;lláhs im Herzen traf er Vorkehrungen, um seine Familie umzuziehen. Seine Lehrarbeit in den Britischen Territorien setzte er fort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung zur Hand der Sache Gottes==&lt;br /&gt;
Es war bei einem Besuch in Uganda am 2. Oktober 1957, dass ihm, in einem Telegramm an Herrn Banani, mitgeteilt wurde, dass er mit John Roberts und William Sears als Hände der Sache Gottes ernannt wurden. Sie gehörten zu den letzten von Shoghi Effendi ernannten Hände der Sache Gottes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hand-of-the-cause.jpg|left|gerahmt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hinscheiden Shoghi Effendis==&lt;br /&gt;
Einen Monat später erreichten ihn die Worte vom Hinscheiden Shoghi Effendis. Es war ihm nicht möglich an der Beisetzung in London teilzunehmen, da er Teilnehmer des ersten Treffens der Hände der Sache Gottes in Bahji am 18. November 1957 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. April 1963 führte er den Vorsitz der Eröffnungsfeier des ersten Bahá&#039;í-Weltkongresses in London, wo auch die Wahl des ersten Universalen Hauses der Gerechtigkeit angekündigt wurde (sie wurden aus 56 Nationalen Geistigen Räten gewählt) und damit endet der Zehn-Jahres-Plan und die Hundertjahrfeier zur Erklärung Bahá&#039;u&#039;lláhs im Garten Ridván.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbot der Sache in Uganda==&lt;br /&gt;
Unter der Herrschaft von Idi Amin wurde der Bahá&#039;í-Glaube eine zeitlang verboten. In dieser Zeit kehrte er nach Uganda zurück, um seine Gemeinde in dieser schwierigen Zeit zu beschützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermordung Enoch Olingas==&lt;br /&gt;
Aufgrund der Situation des Sturzes von Idi Amin und seiner Nachwirkungen wurden er, seine Frau und drei ihrer fünf Kinder am Morgen des 16. September 1979 von fünf Soldaten in nicht bekannten Uniformen ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rúhíyyih Khánum erinnert sich an Enoch Olingas liebenswertesten Eigenschaften: „eine große Fröhlichkeit, ausfüllendes und ansteckendes Lachen“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sein Grab==&lt;br /&gt;
Sein Grab liegt neben dem Grab von seinem Freund und auch Hand der Sache Gottes Musa Banani auf einem Friedhof in der Nähe des Hauses der Andacht&lt;br /&gt;
Seit 2000 gibt es die Olinga Stiftung für Menschliche Entwicklung, die für abgelegene Gebiete Trainings für Grund- und Oberschulen in Ghanas West-Region anbieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Bahai Library Online, by Richard Francis 1998 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==zu Teso==&lt;br /&gt;
Die Iteso oder Teso sind mit einem Bevölkerungsanteil von schätzungsweise 8,1 %, also etwa 2.500.000 Individuen, die zweitgrößte Volksgruppe in Uganda, daneben gibt es auch im angrenzenden Kenia etwa 280.000 Iteso. Sie gehören zu den nilotischen Völkern. Ihre ostnilotische Sprache wird Ateso genannt.&lt;br /&gt;
In Uganda erstreckt sich das Siedlungsgebiet der Iteso von Karamoja bis an den Kyogasee und umfasst die Distrikte Soroti, Kumi, Katakwi, Amuria und Kaberamaido. In Kenia leben sie im Busia-Distrikt, auch um die Grenzstadt Malaba. Die Iteso betreiben Ackerbau, seit der Einführung von Cash Crops um 1912 bauen sie auch Kaffee und Baumwolle zum Verkauf an. Ihre Gesellschaft ist einerseits in lose organisierten Clans mit Ältesten an der Spitze, andererseits in Altersklassen organisiert.&lt;br /&gt;
Ein bekannter Teso ist der katholische Bischof von Kakamega in Kenia, Philip Sulumeti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Britisch-Kamerun: Teil der ehemaligen deutschen Kolonie. Wurde nach dem 1. Weltkrieg britisches Völkerbundsmandat und später UN-Treuhandgebiet und zusammen mit Nigeria verwaltet)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Enoch_Olinga&amp;diff=1050</id>
		<title>Enoch Olinga</title>
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		<updated>2020-05-25T13:52:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Enoch Olinga  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Enoch Olinga.jpg|gerahmt|rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
wurde am 24. Juni 1926 in eine christliche Familie der Ethnie Iteso als zweiter Sohn von Samusan Okadakina und Eseza lyamitai Soroti County, Uganda geboren.&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren hingebungsvolle Mitglieder der einheimischen Anglican Church von Uganda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 zog die ganze Familie in das Dorf Tilling um, wo er vor Ort und in der Nachbarstadt Ngora seine Schulbildung bekam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später besuchte er die Oberschule in Mbale. 1941, mit 15 Jahren ging er zum &#039;Britischen Army Education Corps&#039; in Nairobi/Kenya. Später wechselte er zu dem &#039;East African King&#039;s Rifles Corps&#039; in Südostasien und besuchte u.a. Burma, Bangladesh (damals Ost-Pakistan), Ceylon und Indien. Mit 20 kehrte er in seine Heimat zurück und schloss sich dem „Regierungsdepartement für Beziehung und Sozialhilfe“, stationiert in Soroti und Mbale, an. &lt;br /&gt;
Um 1950 zog er nach Kampala, der Hauptstadt von Uganda um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war nun verheiratet und hatte Kinder. Er entwickelte persönliche Probleme, war vom Leben desillusioniert und wurde – trotz seines jahrelangen Dienstes und bekannten Leistungsfähigkeit - wegen Alkoholproblemen entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit der Bahá&#039;í Religion==&lt;br /&gt;
1951 kam er in Kontakt mit der Bahá&#039;í-Religion durch &#039;Ali Nakhiavani, dem Schwiegersohn von Familie Bananis, persischen Bahá&#039;í-Pionieren, und mit der Erklärung 1952  - als dritter ugandischer Bahá&#039;í und erster seines Stammes in Kampala, konnte Enoch seine Alkoholprobleme aufgeben. Allerdings war es zu spät um seine Regierungskarriere zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde ein enger Freund von &#039;Ali Nakhiavani und war regelmäßiger Besucher der Bahá&#039;í-Treffen im Heim von Familie Banani. Aufgrund seiner unglaublichen Wandlung wurde seine Frau auch bald Bahá&#039;ì. Viele folgten nach und an Ridván 1952 konnten die ersten Lokalen Geistigen Räte in Uganda gebildet werden. Kurz darauf kehrte Enoch in Dorf Tilling zurück, um die Glücksbotschaft Bahá&#039;u&#039;lláhs zu verbreiten. Im folgenden Jahr wurden neun weitere Geistige Räte gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 12. - 18. Februar 1953 wurden die ersten vier Interkontinentalen Konferenzen in Kampala abgehalten und Shoghi Effendi bejubelte die große Anzahl der neuen Gläubigen mit einem “erfreuten Herzen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pionieren==&lt;br /&gt;
Auf die Aufforderung neue Gebiete als Pionier zu öffnen, reagierte Enoch sofort und wurde 1953 der erste Pionier für Britisch-Kamerun (Teil der ehemaligen deutschen Kolonie) und hielt für 10 Jahre diesen Posten.  &lt;br /&gt;
Von Shoghi Effendi bekam er den Titel „Ritter Bahá&#039;u&#039;lláhs“ und wurde in den Nationalen Geistigen Rat von Nord-West Afrika gewählt. Innerhalb von drei Jahren wurden 29 der 33 Territorien dem Glauben geöffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Zahl der Bahá&#039;í anstieg verließen viele die Region, um in den umliegenden Ländern zu pionieren (Ghana, Togo). Es wurden davon sehr viele als Ritter Bahá&#039;u&#039;lláhs ernannt. So gab Shoghi Effendi Enoch Olinga den Titel &#039;Abd&#039;l-Futuh&#039;, „Der Vater der Siege/des Triumphes“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Mit der Hilfe von Dr. Ugo Giachery, bekam Enoch einen befristeten Pass und ein Visum, um den Hüter in Haifa zu besuchen. Am 3. Februar 1957 erreichte er Haifa und blieb 10 Tage. Die Liebe, die ihm von Shoghi Effendi entgegengebracht wurde beeinflusste ihn für den Rest seines Lebens.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Völlig entzündet kehrte er nach West-Afrika zurück und mit der Liebe Bahá&#039;u&#039;lláhs im Herzen traf er Vorkehrungen, um seine Familie umzuziehen. Seine Lehrarbeit in den Britischen Territorien setzte er fort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung zur Hand der Sache Gottes==&lt;br /&gt;
Es war bei einem Besuch in Uganda am 2. Oktober 1957, dass ihm, in einem Telegramm an Herrn Banani, mitgeteilt wurde, dass er mit John Roberts und William Sears als Hände der Sache Gottes ernannt wurden. Sie gehörten zu den letzten von Shoghi Effendi ernannten Hände der Sache Gottes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hand-of-the-cause.jpg|left|gerahmt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Hinscheiden Shoghi Effendis==&lt;br /&gt;
Einen Monat später erreichten ihn die Worte vom Hinscheiden Shoghi Effendis. Es war ihm nicht möglich an der Beisetzung in London teilzunehmen, da er Teilnehmer des ersten Treffens der Hände der Sache Gottes in Bahji am 18. November 1957 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. April 1963 führte er den Vorsitz der Eröffnungsfeier des ersten Bahá&#039;í-Weltkongresses in London, wo auch die Wahl des ersten Universalen Hauses der Gerechtigkeit angekündigt wurde (sie wurden aus 56 Nationalen Geistigen Räten gewählt) und damit endet der Zehn-Jahres-Plan und die Hundertjahrfeier zur Erklärung Bahá&#039;u&#039;lláhs im Garten Ridván.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbot der Sache in Uganda==&lt;br /&gt;
Unter der Herrschaft von Idi Amin wurde der Bahá&#039;í-Glaube eine zeitlang verboten. In dieser Zeit kehrte er nach Uganda zurück, um seine Gemeinde in dieser schwierigen Zeit zu beschützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermordung Enoch Olingas==&lt;br /&gt;
Aufgrund der Situation des Sturzes von Idi Amin und seiner Nachwirkungen wurden er, seine Frau und drei ihrer fünf Kinder am Morgen des 16. September 1979 von fünf Soldaten in nicht bekannten Uniformen ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rúhíyyih Khánum erinnert sich an Enoch Olingas liebenswertesten Eigenschaften: „eine große Fröhlichkeit, ausfüllendes und ansteckendes Lachen“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sein Grab==&lt;br /&gt;
Sein Grab liegt neben dem Grab von seinem Freund und auch Hand der Sache Gottes Musa Banani auf einem Friedhof in der Nähe des Hauses der Andacht&lt;br /&gt;
Seit 2000 gibt es die Olinga Stiftung für Menschliche Entwicklung, die für abgelegene Gebiete Trainings für Grund- und Oberschulen in Ghanas West-Region anbieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Bahai Library Online, by Richard Francis 1998 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==zu Teso==&lt;br /&gt;
Die Iteso oder Teso sind mit einem Bevölkerungsanteil von schätzungsweise 8,1 %, also etwa 2.500.000 Individuen, die zweitgrößte Volksgruppe in Uganda, daneben gibt es auch im angrenzenden Kenia etwa 280.000 Iteso. Sie gehören zu den nilotischen Völkern. Ihre ostnilotische Sprache wird Ateso genannt.&lt;br /&gt;
In Uganda erstreckt sich das Siedlungsgebiet der Iteso von Karamoja bis an den Kyogasee und umfasst die Distrikte Soroti, Kumi, Katakwi, Amuria und Kaberamaido. In Kenia leben sie im Busia-Distrikt, auch um die Grenzstadt Malaba. Die Iteso betreiben Ackerbau, seit der Einführung von Cash Crops um 1912 bauen sie auch Kaffee und Baumwolle zum Verkauf an. Ihre Gesellschaft ist einerseits in lose organisierten Clans mit Ältesten an der Spitze, andererseits in Altersklassen organisiert.&lt;br /&gt;
Ein bekannter Teso ist der katholische Bischof von Kakamega in Kenia, Philip Sulumeti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Britisch-Kamerun: Teil der ehemaligen deutschen Kolonie. Wurde nach dem 1. Weltkrieg britisches Völkerbundsmandat und später UN-Treuhandgebiet und zusammen mit Nigeria verwaltet)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
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		<title>Enoch Olinga</title>
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		<updated>2020-05-25T13:51:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Enoch Olinga  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Enoch Olinga.jpg|gerahmt|rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
wurde am 24. Juni 1926 in eine christliche Familie der Ethnie Iteso als zweiter Sohn von Samusan Okadakina und Eseza lyamitai Soroti County, Uganda geboren.&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren hingebungsvolle Mitglieder der einheimischen Anglican Church von Uganda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 zog die ganze Familie in das Dorf Tilling um, wo er vor Ort und in der Nachbarstadt Ngora seine Schulbildung bekam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später besuchte er die Oberschule in Mbale. 1941, mit 15 Jahren ging er zum &#039;Britischen Army Education Corps&#039; in Nairobi/Kenya. Später wechselte er zu dem &#039;East African King&#039;s Rifles Corps&#039; in Südostasien und besuchte u.a. Burma, Bangladesh (damals Ost-Pakistan), Ceylon und Indien. Mit 20 kehrte er in seine Heimat zurück und schloss sich dem „Regierungsdepartement für Beziehung und Sozialhilfe“, stationiert in Soroti und Mbale, an. &lt;br /&gt;
Um 1950 zog er nach Kampala, der Hauptstadt von Uganda um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war nun verheiratet und hatte Kinder. Er entwickelte persönliche Probleme, war vom Leben desillusioniert und wurde – trotz seines jahrelangen Dienstes und bekannten Leistungsfähigkeit - wegen Alkoholproblemen entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit der Bahá&#039;í Religion==&lt;br /&gt;
1951 kam er in Kontakt mit der Bahá&#039;í-Religion durch &#039;Ali Nakhiavani, dem Schwiegersohn von Familie Bananis, persischen Bahá&#039;í-Pionieren, und mit der Erklärung 1952  - als dritter ugandischer Bahá&#039;í und erster seines Stammes in Kampala, konnte Enoch seine Alkoholprobleme aufgeben. Allerdings war es zu spät um seine Regierungskarriere zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde ein enger Freund von &#039;Ali Nakhiavani und war regelmäßiger Besucher der Bahá&#039;í-Treffen im Heim von Familie Banani. Aufgrund seiner unglaublichen Wandlung wurde seine Frau auch bald Bahá&#039;ì. Viele folgten nach und an Ridván 1952 konnten die ersten Lokalen Geistigen Räte in Uganda gebildet werden. Kurz darauf kehrte Enoch in Dorf Tilling zurück, um die Glücksbotschaft Bahá&#039;u&#039;lláhs zu verbreiten. Im folgenden Jahr wurden neun weitere Geistige Räte gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 12. - 18. Februar 1953 wurden die ersten vier Interkontinentalen Konferenzen in Kampala abgehalten und Shoghi Effendi bejubelte die große Anzahl der neuen Gläubigen mit einem “erfreuten Herzen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pionieren==&lt;br /&gt;
Auf die Aufforderung neue Gebiete als Pionier zu öffnen, reagierte Enoch sofort und wurde 1953 der erste Pionier für Britisch-Kamerun (Teil der ehemaligen deutschen Kolonie) und hielt für 10 Jahre diesen Posten.  &lt;br /&gt;
Von Shoghi Effendi bekam er den Titel „Ritter Bahá&#039;u&#039;lláhs“ und wurde in den Nationalen Geistigen Rat von Nord-West Afrika gewählt. Innerhalb von drei Jahren wurden 29 der 33 Territorien dem Glauben geöffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Zahl der Bahá&#039;í anstieg verließen viele die Region, um in den umliegenden Ländern zu pionieren (Ghana, Togo). Es wurden davon sehr viele als Ritter Bahá&#039;u&#039;lláhs ernannt. So gab Shoghi Effendi Enoch Olinga den Titel &#039;Abd&#039;l-Futuh&#039;, „Der Vater der Siege/des Triumphes“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Mit der Hilfe von Dr. Ugo Giachery, bekam Enoch einen befristeten Pass und ein Visum, um den Hüter in Haifa zu besuchen. Am 3. Februar 1957 erreichte er Haifa und blieb 10 Tage. Die Liebe, die ihm von Shoghi Effendi entgegengebracht wurde beeinflusste ihn für den Rest seines Lebens.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Völlig entzündet kehrte er nach West-Afrika zurück und mit der Liebe Bahá&#039;u&#039;lláhs im Herzen traf er Vorkehrungen, um seine Familie umzuziehen. Seine Lehrarbeit in den Britischen Territorien setzte er fort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung zur Hand der Sache Gottes==&lt;br /&gt;
Es war bei einem Besuch in Uganda am 2. Oktober 1957, dass ihm, in einem Telegramm an Herrn Banani, mitgeteilt wurde, dass er mit John Roberts und William Sears als Hände der Sache Gottes ernannt wurden. Sie gehörten zu den letzten von Shoghi Effendi ernannten Hände der Sache Gottes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hand-of-the-cause.jpg|left|gerahmt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hinscheiden Shoghi Effendis==&lt;br /&gt;
Einen Monat später erreichten ihn die Worte vom Hinscheiden Shoghi Effendis. Es war ihm nicht möglich an der Beisetzung in London teilzunehmen, da er Teilnehmer des ersten Treffens der Hände der Sache Gottes in Bahji am 18. November 1957 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. April 1963 führte er den Vorsitz der Eröffnungsfeier des ersten Bahá&#039;í-Weltkongresses in London, wo auch die Wahl des ersten Universalen Hauses der Gerechtigkeit angekündigt wurde (sie wurden aus 56 Nationalen Geistigen Räten gewählt) und damit endet der Zehn-Jahres-Plan und die Hundertjahrfeier zur Erklärung Bahá&#039;u&#039;lláhs im Garten Ridván.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbot der Sache in Uganda==&lt;br /&gt;
Unter der Herrschaft von Idi Amin wurde der Bahá&#039;í-Glaube eine zeitlang verboten. In dieser Zeit kehrte er nach Uganda zurück, um seine Gemeinde in dieser schwierigen Zeit zu beschützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermordung Enoch Olingas==&lt;br /&gt;
Aufgrund der Situation des Sturzes von Idi Amin und seiner Nachwirkungen wurden er, seine Frau und drei ihrer fünf Kinder am Morgen des 16. September 1979 von fünf Soldaten in nicht bekannten Uniformen ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rúhíyyih Khánum erinnert sich an Enoch Olingas liebenswertesten Eigenschaften: „eine große Fröhlichkeit, ausfüllendes und ansteckendes Lachen“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sein Grab==&lt;br /&gt;
Sein Grab liegt neben dem Grab von seinem Freund und auch Hand der Sache Gottes Musa Banani auf einem Friedhof in der Nähe des Hauses der Andacht&lt;br /&gt;
Seit 2000 gibt es die Olinga Stiftung für Menschliche Entwicklung, die für abgelegene Gebiete Trainings für Grund- und Oberschulen in Ghanas West-Region anbieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Bahai Library Online, by Richard Francis 1998 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==zu Teso==&lt;br /&gt;
Die Iteso oder Teso sind mit einem Bevölkerungsanteil von schätzungsweise 8,1 %, also etwa 2.500.000 Individuen, die zweitgrößte Volksgruppe in Uganda, daneben gibt es auch im angrenzenden Kenia etwa 280.000 Iteso. Sie gehören zu den nilotischen Völkern. Ihre ostnilotische Sprache wird Ateso genannt.&lt;br /&gt;
In Uganda erstreckt sich das Siedlungsgebiet der Iteso von Karamoja bis an den Kyogasee und umfasst die Distrikte Soroti, Kumi, Katakwi, Amuria und Kaberamaido. In Kenia leben sie im Busia-Distrikt, auch um die Grenzstadt Malaba. Die Iteso betreiben Ackerbau, seit der Einführung von Cash Crops um 1912 bauen sie auch Kaffee und Baumwolle zum Verkauf an. Ihre Gesellschaft ist einerseits in lose organisierten Clans mit Ältesten an der Spitze, andererseits in Altersklassen organisiert.&lt;br /&gt;
Ein bekannter Teso ist der katholische Bischof von Kakamega in Kenia, Philip Sulumeti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Britisch-Kamerun: Teil der ehemaligen deutschen Kolonie. Wurde nach dem 1. Weltkrieg britisches Völkerbundsmandat und später UN-Treuhandgebiet und zusammen mit Nigeria verwaltet)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
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		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1048</id>
		<title>Adelbert Mühlschlegel</title>
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		<updated>2020-05-25T13:50:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox hand of the cause&lt;br /&gt;
|name          = Adelbert Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|image         = Adelbert_Mühlschlegel.jpg&lt;br /&gt;
|image_size    = 220px&lt;br /&gt;
|caption       = &lt;br /&gt;
|birth_name    = &lt;br /&gt;
|birth_date    = 16. Juni 1897&lt;br /&gt;
|birth_place   = Berlin&lt;br /&gt;
|death_date    = 29. Juli 1980&lt;br /&gt;
|death_place   = Athen&lt;br /&gt;
|resting_place = Athen&lt;br /&gt;
|resting_place_coordinates = &lt;br /&gt;
|known_for     = &lt;br /&gt;
|education     =&lt;br /&gt;
|occupation    = &lt;br /&gt;
|nsa_member    =&lt;br /&gt;
|ibc_member    = &lt;br /&gt;
|custodian     = &lt;br /&gt;
|title         = [[Custodians|Custodian]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Hands of the Cause of God|Hand of the Cause]]&lt;br /&gt;
|appointedby   = [[Shoghi Effendi]], Februar 1952&lt;br /&gt;
|spouse        = [[Herma Mühlschlegel, geb. Weidle]], &lt;br /&gt;
                 [[Ursula Mühlschlegel, geb. Kohler]]  &lt;br /&gt;
|children      = [[Peter Mühlschlegel]], [[Ursula Nicke, geb. Mühlschlegel]], [[Gisela Liedtka, geb. Mühlschlegel]], [[Dieter Mühlschlegel]],  [[Volker Mühlschlegel]] &lt;br /&gt;
|parents       = Albert Mühlschlegel, Doris Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|footnotes     = &lt;br /&gt;
|signature     = Adelbert Mühlschlegel signature.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Adelbert Mühlschlegel&#039;&#039;&#039; (16. Juni 1897 – 29. Juli 1980)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |author = Rabbani, R. (Ed.) |authorlink = Rúhíyyih Khanum |year = 1992 |title = The Ministry of the Custodians 1957-1963 |publisher = Bahá’í World Centre |id = ISBN 085398350X |url = http://bahai-library.com/published.uhj/ministry.custodians.html#xxiii | pages = p. xxiii }}&amp;lt;/ref&amp;gt; war eine [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] und berühmter Deutscher [[Bahá’í]] aus einer evangelischen Familie.  1920 wurde er Bahá’í und übersetzte Literature und diente als Mitglied im [[Nationaler Geistiger Rat]] von Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde als [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] von [[Shoghi Effendi]] im Februar [[1952]] ernannt. Danach reiste er um die Bahá’í in vielen Ländern zu besuchen. Er starb in Athen, [[Griechenland]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
Adelbert Mühlschlegel wurde am 16. Juni 1897 in Berlin geboren. Sein Vater stand als Militärarzt in den Diensten des Königs von Württemberg, seine Mutter war Tochter des Stadtpfarrers von Biberach an der Riß. Während ihm sein Vater, der 1962 hochbetagt starb, den Sinn für Wandern und Geographie, für Ordnung und Pflichterfüllung vermittelte, weckte die Mutter, die 1923, kurz vor Entwicklung des Insulins, der Zuckerkrankheit zum Opfer fiel, in dem jungen Adelbert die Sehnsucht nach geistiger Schau, nach dem beständigen Umgang mit Dichtern, Mystikern und Philosophen und nach selbständigen Bemühungen in dieser Richtung, bei denen ihn seine jüngere Schwester Doris, die in den zwanziger Jahren nach Russland auswanderte und dort 1978 starb, aktiv begleitete. Es muss eine recht fröhliche, urschwäbische Geistigkeit geherrscht haben in diesem Stuttgarter Elternhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam der [[Erste Weltkrieg]]. Der Abiturient meldete sich freiwillig zum Sanitätsdienst in den von seinem Vater  betreuten Frontabschnitten und Lazaretten im Osten. So sammelte er erste Erfahrungen im Beruf des [[Arzt]]es, mit dem ihn später eine eigentümliche Hassliebe verband: die eine der beiden Seelen, die dem jungen Adelbert als echte m Schwaben in der Brust wohnten, schwebte n den weiten Gefilden des Geistes, fragte man den Jungen, was er werden wollte, sagte er Wanderer und Dichter. Die andere Seele setzte sich mit ihrem Sinn für das Praktische und für den Ethos des Dienstes am Nächsten durch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Neben dem [[Medizinstudium]] in Freiburg, Greifswald und Tübingen standen vielschichtige geistige Bemühungen, so vor allem die Auseinandersetzung mit der [[Anthroposophie]] Rudolf Steiners und anderer Strömungen der unruhigen zwanziger Jahre. Ein Höhepunkt, an den er sich gern erinnerte, war eine Tagung in Darmstadt, die Hermann Graf Keyserling für den indischen Dichter und Denker [[Rabindranath Tagore]] ausrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit den Lehren Bahá&#039;u&#039;lláhs==&lt;br /&gt;
Um dieselbe Zeit wurden der suchende Adelbert Mühlschlegel und seine Mutter von Fräulein Viktoria Schütz, der späteren [[Frau von Sixtfeld]], auf die Bahá&#039;í Lehren aufmerksam gemacht. Spontan war er fasziniert von dieser umfassenden Schau und schrieb an [[&#039;Abdu&#039;l-Bahá]], der ihm  mit folgendem Tablet antwortete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tablet &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel.jpg|thumb|left|160px|Sendbrief &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stuttgart zu Händen von Fräulein Viktoria Schütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herrn Adelbert Mühlschlegel - auf ihm sei die Herrlichkeit Gottes des Allherrlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist Gott!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;O Du Sohn des Königreiches!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dein Brief ist eingetroffen. Er war wie ein Duftkissen voller Moschus, und als Ich ihn öffnete, verspürte Ich den Odem der Liebe Gottes. Ich hoffe, dass dein Bächlein zu einem Meere werden und im Hauche göttlicher Führung hohe Wellen gen Osten und gen Westen schlägt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sei deiner Lehrerin höchst verbunden und bekunde ihr herzliche, geisterfüllte Dankbarkeit; denn sie hat den Ruf Gottes deinem Ohr übermittelt und dir ewige Gnade zuteil werden lassen. Erdverbunden warst du und wurdest himmlisch. Im Dunkeln warst du und wurdest erleuchtet. An die Natur warst du gefesselt und wurdet göttlich, und so erlangest du einen Teil an der ewigen Gnade. Sei voll des Glücks und freue dich der Himmlischen Heerscharen und ihrer Melodien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Meine Hoffnung ist, dass du auf dem Pfade Seiner Heiligkeit Bahá&#039;u&#039;lláh wandelst. Deine verehrte Gattin wird einst zu den Begünstigten an der Schwelle der Einheit gehören und mit dem Auge des Erbarmens angesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit dir sei die Herrlichkeit des Allherrlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(gezeichnet in lateinischen Buchstaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abdul Baha abbas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bahji, 16. Oktober 1920&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nahm Adelbert aktiv am Leben der deutschen Bahá&#039;í Gemeinde teil. Die frühesten Sporen finden wir im IV. Jahrgang der &amp;quot;[[Sonne der Wahrheit]]&amp;quot;, wo über einen öffentlichen Vortrag und ein Melodram von ihm anlässlich des dritten deutschen Bahá&#039;í Kongresses im September 1924 in Stuttgart berichtet wird. 1926 heiratet er. Seine Frau [[Herma Mühlschlegel]], geb. Weidle. schenkte ihm zwei Mädchen und drei Jungen, von denen einer als Kind starb. Sie war bis zu ihrem Tod 1964 im Beruf wie in der Bahá&#039;í Arbeit seine engste Mitarbeiterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Ein Höhepunkt ihres Lebens im Glauben Bahá&#039;u&#039;lláhs war für Adelbert und Herma Mühlschlegel ihre Pilgerreise 1936 und ihre Begegnung mit Shoghi Effendi. In den langen Jahren des Verbots und der Verfolgung, während der Wirren des [[Zweiten Weltkrieg]]s zehrten sie von diesem tragenden Erlebnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg==&lt;br /&gt;
Den Krieg konnte Adelbert Mühlschlegel, zeitweise dienstverpflichtet, in seiner Heimatstadt [[Stuttgart]] überstehen, wenn auch mit totalem Bombenschaden und einer Beinnahe-Detonation bei Kriegsende durch die französische Besatzungsmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Dann kam die Zeit des Neubeginns und des Wiederaufbaus. Sie bedeutet für den Dichter und Sprachenfreund neben der Verantwortung im Nationalen Geistigen Rat und vielen Referaten und öffentlichen Veranstaltungen vor allem unermüdliche Übersetzertätigkeit im stillen Studierzimmer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alexanderstrasse==&lt;br /&gt;
In der von Bomben verwüsteten Stadt Stuttgart war die große der Familie Mühlschlegel neu zugewiesene Wohnung zugleich ein Zentrum des Bahá&#039;í Lebens, insbesondere eine Anlaufstelle für viele junge Freunde aus Persien, die nach und nach zum Studium nach Deutschland einreisten. Sicher erinnern sich alle wohl des heiteren, humorvollen Lebens der großen Familie, bei der so manche materielle Not nach dem Krieg durch das frohe Wesen der Eltern Adelbert und Herma Mühlschlegel, auch den Kindern, die im Geiste des Dienstes aufwuchsen, zum Sprungbrett für eine höhere geistige Entwicklung wurde. Rasch war immer ein passendes Zitat aus der Weltliteratur zur Stelle, oder wurde eine eigene Hymne gedichtet - viele mögen sich hier mit Freude an die &amp;quot;Mehlpapp-Hymne&amp;quot; zum immer noch einmal der Anzahl der Hungrigen entsprechend gestreckten Sauerkraut erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sprachen==&lt;br /&gt;
Eine besondere Bereicherung waren die vielen Gäste aus dem Ausland, mit denen neben dem wohltuenden geistigen Austausch Adelbert auch immer gerne seine vielen im Selbstunterricht erlernten Sprachen übte. Oft noch gedachte er in seinen letzten Lebensjahren so mancher lustigen Episode bei gemeinsamen Überprüfen der von ihm übersetzten Bücher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlen==&lt;br /&gt;
Und auch die mit ihm arbeitenden Freunde werden sich immer wieder an Besonderheiten im Wesen dieses nie untätigen Dieners erinnern, wie zum Beispiel sein besonderes Verhältnis zu Zahlen, mit denen er bis zu seinen letzten Tagebuch-Eintragungen all seine Leistungen festhielt und sie in Prozenten auszudrücken vermochte - aber nicht nur den Zahlen blieb er so treu sondern besonders all den vielen durch gemeinsame Arbeit auf dem Pfade Bahá&#039;u&#039;lláhs innig geknüpften Freundschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung==&lt;br /&gt;
Mit seiner Ernennung zur Hand der Sache Gottes im Februar 1952 änderte sich Adelbert Mühlschlegels Leben Schritt für Schritt  bis hin zur beständigen Dienstbereitschaft und der umfassenden Hingabe an die Gesegnete Schönheit, von denen das [[Universale Haus der Gerechtigkeit]] in seiner Botschaft spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Hinscheiden Shoghi Effendis]]== &lt;br /&gt;
Das Schlüsselerlebnis war für ihn der von [[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]] übermittlte Auftrag, den gesegneten Körper von [[Shoghi Effendi]], der am 4. November 1957 in London verstorben war, vor der Beerdigung zu waschen. Über sein Erlebnis dieser letzten Stunde mit dem geliebten Hüter schrieb er&lt;br /&gt;
an [[Rúḥíyyih Khánum]]:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
»Es ist in jener Stunde etwas Neues in mir aufgegangen, über das ich jetzt, nach einigen Tagen, immer noch nicht sprechen kann; wohl aber über die Liebe und Weisheit, die ich auf mich einströmen fühlte. Es war eine so starke geistige Schwingung in diesem für&lt;br /&gt;
weltliche Augen so ganz andersartigen Raum, wie ich sie wohl stärker in meinem Leben nur an den heiligen Schreinen verspürt hatte. Der erste Eindruck ·war der Gegensatz zwischen dem übrigen&lt;br /&gt;
Körper und dem majestätischen, vergeistigten Antlitz, ein die Seele erschütterndes Bild jubelnden Siegens des Ewigen über das Vergängliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite war, daß ich eine Stunde lang betend und zugleich denkend und sorgfältig handelnd war, also, wie sonst, ach, nur allzu selten, in einem bewußten Zustand heiligen, gottverbundenen&lt;br /&gt;
Tuns, als Exercitium, Sinnbild und Extrakt dessen, was ich ,mein&lt;br /&gt;
Leben lang und die Menschheit nun tausend Jahre lang tun soll, um »das Reich« hier auf Erden zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dritte war, daß ich Glied um Glied waschend und salbend dankte, daß jene geliebten Hände für unser Bündnis geschrieben und gehandelt haben, jene Beine für uns gingen, jener Mund zu uns sprach, jene Stirne für uns dachte, und daß ich dabei betete und meditierte, auch meine Glieder mögen in der kurzen Zeit, die mir noch beschieden ist, diesem Dienen nacheifern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vierte war, daß ich entsetzt fühlte, wie ich mit unwürdigen Händen diese erhabene Stirne mit Rosenöl zu salben habe, so wie es einst nur hohe Meister ihren Jüngern taten. Und doch, welches&lt;br /&gt;
Recht, welcher Auftrag kommt uns, den Lebenden zu, über alle Vergangenheit und alles Vergängliche zu walten, seien sie auch noch so erhaben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch viel Gnade, Liebe und Weisheit waren sonst in dieser Stunde verborgen ...... «&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{[[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]]: Das Hinscheiden Shoghi Effendis, Baha&#039;i Verlag, Frankfurt/Main 1958, Seiten 22/23}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interregnum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Image:Hands of the Cause at the Fourth Conclave, 1960.jpg|thumb|left|320px|Hände der Sache Gottes bei der 4. Konklave 1960]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| An den schweren Aufgaben, die den Händen der Sache Gottes als den obersten Sachwaltern des Glaubens mit dem Hinscheiden Shoghi Effendis zufielen, trug Adelbert Mühlschlegel kraftvoll mit. Seine Arztpraxis aufgebend, weilte er mehrere Monate im Heiligen Land, um dann später diejenigen europäischen &lt;br /&gt;
Länder, die noch keine eigenen Nationalen Geistigen Räte hatten, persönlich zu betreuen, bis dort 1962 elf neue Nationale Geistige Räte als weitere Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit gebildet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hand-of-the-cause.jpg|left|gerahmt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Mit der ersten Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an Ridván 1963 waren die Hände der Sache Gottes von den weltweiten administrativen Aufgaben befreit, um sich wieder mit all ihren Bemühungen persönlich der Verbreitung und dem Schutz des Glaubens&lt;br /&gt;
zuzuwenden. Nach Tübingen umgesiedelt, widmete sich Adelbert Mühlschlegel zunächst der Pflege seiner inzwischen schwer erkrankten Frau Herma, die im Sommer 1964 verschied, und der Lehrarbeit im süddeutschen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Österreich==&lt;br /&gt;
Im September desselben Jahres verlegte er seinen Wohnsitz nach Österreich, wo der Glauben noch sehr auf Pioniere angewiesen war, und wo er ein Jahr später seine Frau Ursula, geb. Kohler,&lt;br /&gt;
heiratete, die von nun an seine eng vertraute Mitarbeiterin sein durfte. Von Wien aus setzte er durch seine immer zunehmende Korrespondenz und durch viele Reisen in Europa seine unentwegte&lt;br /&gt;
Ermutigung und Vertiefung der Freunde fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Entscheidung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit im Juni 1968 über die Errichtung der Kontinentalen&lt;br /&gt;
Beraterämter befreite sein Herz und erfüllte es mit großer Dankbarkeit gegenüber Bahá&#039;u&#039;lláh und dem Universalen Haus der Gerechtigkeit, dieser Institution, der von Anfang an seine tiefe Ergebenheit und Liebe gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reisen ==&lt;br /&gt;
Freudig nahm er 1969 den Auftrag des Universalen Hauses an, sich nunmehr weltweiten Aufgaben zu widmen und nach Persien, Indien, West- und Ostpakistan sowie nach Nepal zu reisen, um dort als eine Hand der Sache Gottes aus dem Westen die Freunde zu besuchen&lt;br /&gt;
und zu lehren. Dieser Reise folgten noch weitere ehrenvolle&lt;br /&gt;
Aufträge, die ihn durch einen großen Teil Afrikas und Süd-Amerikas&lt;br /&gt;
führten, zu deren Eingeborenen und Pionieren - wie zu den Freunden in Indien und überhaupt im gesamten Osten- er eine tiefe Liebe und Verehrung entwickelte, die seinem nach Wiedervereinigung sehnenden Herzen stets tief empfundene Gebete entströmen, ließ, welche sich am Ende seines Lebens ganz besonders auf die so lange leidende&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde in Persien konzentrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hatte er den Bedürfnissen entsprechend seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt, zu deren aufsteigender Gemeinde so vielfältiger menschlicher Charaktere und landschaftlicher Schönheit ihn bis zum Tode eine innige Liebe verband. Danach, noch einmal für kurze Zeit in Deutschland dienend, empfand er, daß diese, seine Muttergemeinde, durchaus in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen, wenn die Freunde nur lernten, nicht auf ihre eigenen&lt;br /&gt;
Schwächen sondern auf die Macht Bahá&#039;u&#039;lláh zu blicken - was die Freunde in Deutschland dann zu Ridván 1978 auch wirklich bewiesen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Athen==&lt;br /&gt;
Trotz nachlassender Gesundheit siedelte der achtzigjährige Adelbert Mühlschlegel mit seiner Frau nach Griechenland um, in das Land der Wiege der westlichen Zivilisation, dessen alte Philosophen Bahá&#039;u&#039;lláh so hoch gepriesen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier, durch den geschwächten Körper oft bettlägerig und nur noch wenig reisend, widmete er den Hauptteil seiner Zeit dem Studium der Schriften und seinem Buche »Werden und Reifen eines Baha&#039;i«; &amp;lt;ref&amp;gt; Selbsterziehung zum Bahá&#039;í https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/&amp;lt;/ref&amp;gt; zu dem er sich angeregt fühlte durch das dritte Hauptziel des Fünfjahresplanes »der Entwicklung der kennzeichnenden Wesensart des Bahá&#039;í-Lebens, dem umfassenden Thema, zu dem dann auch spontan seine geliebten Freunde in Luxemburg ihn um die Niederschrift seiner Gedanken baten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr sich selbst vergeistigend und seinen zahlreichen Gästen in seinem Athener Heim zur Quelle geistiger Erkenntnis während liebevoller Gespräche geworden, erlebte er einen glücklichen, sehr bewußten, geistig reichen Lebensabend, während dem er in ganz besonderem Ausmaß seine Frau Ursula mit einer Liebe umstrahlte und durchdrang, die es ihr, nun ermöglicht, den Kummer des großen persönlichen Verlustes in dieser zärtlichen Liebe dem Willen Gottes dankbar darzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese immerwährende Dankbarkeit und unbedingte, liebevolle strahlende Unterwerfung unter den Willen Gottes und die Befolgung Seiner Gebote, beherrschte so stark während der letzten Lebensjahre sein ganzes Denken und Fühlen, und es wundert nicht,&lt;br /&gt;
daß, obwohl er kaum mehr Schreiben konnte, seine letzte Eintragung im so treu geführten Tagebuch nach zwei nicht ganz klar lesbaren Zeilen mit den deutlich geschriebenen Worten »Gottes Wille« endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Willen und Ratschluss Gottes liebend durfte Adelbert Mühlschlegel während eines der Wiederholung des [[Größten Namen]]s folgenden kurzen, ruhigen Schlafes die Schwelle zur geistigen Welt überschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am 31. Juli 1980 im protestantischen Sektor des Ersten Friedhofs von Athen stattgefundene blumenreiche Beisetzung wurde von Rolf Haug, dem langjährigen persönlichen Freund des Heimgegangenen in griechischer Sprache durchgeführt und viele der neunzig, aus acht verschiedenen Ländern, anwesenden Freunde verabschiedeten sich dort zum letzten mal mit innig, in&lt;br /&gt;
vielen Sprachen gesungen und gesprochenen Gebeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Telex des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Betrübten Herzens geben wir das Hinscheiden der geliebten Hand der Sache &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gottes Adelbert Mühlschlegel bekannt. Die ganze Baha&#039;i-Welt erleidet einen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;schmerzlichen Verlust, der besonders in Europa, der hauptsächlichen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stätte seiner hervorragenden Dienste für die Sache Gottes empfunden wird.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nachdem er viele Jahre im Nationalen Geistigen Rat von Deutschland gedient&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hatte, wurde er nach seiner Erhebung in den Rang einer Hand der&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sache einer der Baumeister der allmählich sichtbar werdenden europäischen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Baha&#039;i-Gemeinde; er reiste, er ermutigte, er ließ sich nieder, wo immer das&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dienen am dringendsten nötig war, er pionierte schließlich nach Griechenland&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und gab seine Seele an seinem Pionierort auf. Seine stete Bereitschaft&lt;br /&gt;
&#039;&#039;zu dienen, seine Fähigkeit, die Zuneigung der Gläubigen und anderer gleichermaßen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;zu geWinnen durch seine liebevolle Güte, seine heitere Demut,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;~ eine strahlende Fröhlichkeit, sein nie erlahmendes Streben nach Wissen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und seine völlige Hingabe an die Gesegnete Schönheit - machen ihn zu&lt;br /&gt;
&#039;&#039;einem wunderbaren Beispiel des Baha&#039;i-Lebens.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wir ersuchen die Freunde, aus Anlaß seines Hinscheidens Gedenkfeiern&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abzuhalten und bitten um gebührende Gedenkandachten in allen Muttertempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Universale Haus der Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bücher==&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/2595/ Adelbert Mühlschlegel - Eine Biographie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/567/ Gedichte Mystische Erfahrungen in poetische Sprache gekleidet.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/ Selbsterziehung zum Bahá&#039;í Dieses Buch möchte dem Sucher ein vertrauter Freund werden, der ihm die Hand reicht, den Pfad zu finden.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/180/ Bahá&#039;í-Kinder-ABC Herausgegeben 1983, Text bearbeitet von Dr. A. Mühlschlegel und H. Berdjis]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/2872/ Held, Peter CD: Im Herzen glüht es Vertonte Gedichte von Adelbert Mühlschlegel Musik Peter Held]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{clear}}&lt;br /&gt;
==Notes==&lt;br /&gt;
{{reflist}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==References==&lt;br /&gt;
*{{cite book&lt;br /&gt;
 |first=Barron&lt;br /&gt;
 |last=Harper&lt;br /&gt;
 |year=1997&lt;br /&gt;
 |title=Lights of Fortitude&lt;br /&gt;
 |edition=Paperback&lt;br /&gt;
 |publisher=George Ronald&lt;br /&gt;
 |location=Oxford, UK&lt;br /&gt;
 |id=ISBN 0853984131&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==External link==&lt;br /&gt;
{{media|Category:Adelbert Mühlschlegel|Adelbert Mühlschlegel}}&lt;br /&gt;
*[http://www.youtube.com/watch?v=Hh8zO4Z480o Video recording of Ugo Giachery and Adelbert Mühlschlegel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hands of the Cause of God}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Muhlschlegel, Adelbert}}&lt;br /&gt;
[[Category:Hands of the Cause of God]]&lt;br /&gt;
[[Category:German Bahá’ís]]&lt;br /&gt;
[[Category:1897 births]]&lt;br /&gt;
[[Category:1980 deaths]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[fr:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[pt:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1047</id>
		<title>Adelbert Mühlschlegel</title>
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		<updated>2020-05-25T13:50:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox hand of the cause&lt;br /&gt;
|name          = Adelbert Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|image         = Adelbert_Mühlschlegel.jpg&lt;br /&gt;
|image_size    = 220px&lt;br /&gt;
|caption       = &lt;br /&gt;
|birth_name    = &lt;br /&gt;
|birth_date    = 16. Juni 1897&lt;br /&gt;
|birth_place   = Berlin&lt;br /&gt;
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|death_place   = Athen&lt;br /&gt;
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|resting_place_coordinates = &lt;br /&gt;
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|education     =&lt;br /&gt;
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|nsa_member    =&lt;br /&gt;
|ibc_member    = &lt;br /&gt;
|custodian     = &lt;br /&gt;
|title         = [[Custodians|Custodian]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Hands of the Cause of God|Hand of the Cause]]&lt;br /&gt;
|appointedby   = [[Shoghi Effendi]], Februar 1952&lt;br /&gt;
|spouse        = [[Herma Mühlschlegel, geb. Weidle]], &lt;br /&gt;
                 [[Ursula Mühlschlegel, geb. Kohler]]  &lt;br /&gt;
|children      = [[Peter Mühlschlegel]], [[Ursula Nicke, geb. Mühlschlegel]], [[Gisela Liedtka, geb. Mühlschlegel]], [[Dieter Mühlschlegel]],  [[Volker Mühlschlegel]] &lt;br /&gt;
|parents       = Albert Mühlschlegel, Doris Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|footnotes     = &lt;br /&gt;
|signature     = Adelbert Mühlschlegel signature.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Adelbert Mühlschlegel&#039;&#039;&#039; (16. Juni 1897 – 29. Juli 1980)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |author = Rabbani, R. (Ed.) |authorlink = Rúhíyyih Khanum |year = 1992 |title = The Ministry of the Custodians 1957-1963 |publisher = Bahá’í World Centre |id = ISBN 085398350X |url = http://bahai-library.com/published.uhj/ministry.custodians.html#xxiii | pages = p. xxiii }}&amp;lt;/ref&amp;gt; war eine [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] und berühmter Deutscher [[Bahá’í]] aus einer evangelischen Familie.  1920 wurde er Bahá’í und übersetzte Literature und diente als Mitglied im [[Nationaler Geistiger Rat]] von Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde als [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] von [[Shoghi Effendi]] im Februar [[1952]] ernannt. Danach reiste er um die Bahá’í in vielen Ländern zu besuchen. Er starb in Athen, [[Griechenland]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
Adelbert Mühlschlegel wurde am 16. Juni 1897 in Berlin geboren. Sein Vater stand als Militärarzt in den Diensten des Königs von Württemberg, seine Mutter war Tochter des Stadtpfarrers von Biberach an der Riß. Während ihm sein Vater, der 1962 hochbetagt starb, den Sinn für Wandern und Geographie, für Ordnung und Pflichterfüllung vermittelte, weckte die Mutter, die 1923, kurz vor Entwicklung des Insulins, der Zuckerkrankheit zum Opfer fiel, in dem jungen Adelbert die Sehnsucht nach geistiger Schau, nach dem beständigen Umgang mit Dichtern, Mystikern und Philosophen und nach selbständigen Bemühungen in dieser Richtung, bei denen ihn seine jüngere Schwester Doris, die in den zwanziger Jahren nach Russland auswanderte und dort 1978 starb, aktiv begleitete. Es muss eine recht fröhliche, urschwäbische Geistigkeit geherrscht haben in diesem Stuttgarter Elternhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam der [[Erste Weltkrieg]]. Der Abiturient meldete sich freiwillig zum Sanitätsdienst in den von seinem Vater  betreuten Frontabschnitten und Lazaretten im Osten. So sammelte er erste Erfahrungen im Beruf des [[Arzt]]es, mit dem ihn später eine eigentümliche Hassliebe verband: die eine der beiden Seelen, die dem jungen Adelbert als echte m Schwaben in der Brust wohnten, schwebte n den weiten Gefilden des Geistes, fragte man den Jungen, was er werden wollte, sagte er Wanderer und Dichter. Die andere Seele setzte sich mit ihrem Sinn für das Praktische und für den Ethos des Dienstes am Nächsten durch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Neben dem [[Medizinstudium]] in Freiburg, Greifswald und Tübingen standen vielschichtige geistige Bemühungen, so vor allem die Auseinandersetzung mit der [[Anthroposophie]] Rudolf Steiners und anderer Strömungen der unruhigen zwanziger Jahre. Ein Höhepunkt, an den er sich gern erinnerte, war eine Tagung in Darmstadt, die Hermann Graf Keyserling für den indischen Dichter und Denker [[Rabindranath Tagore]] ausrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit den Lehren Bahá&#039;u&#039;lláhs==&lt;br /&gt;
Um dieselbe Zeit wurden der suchende Adelbert Mühlschlegel und seine Mutter von Fräulein Viktoria Schütz, der späteren [[Frau von Sixtfeld]], auf die Bahá&#039;í Lehren aufmerksam gemacht. Spontan war er fasziniert von dieser umfassenden Schau und schrieb an [[&#039;Abdu&#039;l-Bahá]], der ihm  mit folgendem Tablet antwortete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tablet &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel.jpg|thumb|left|160px|Sendbrief &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stuttgart zu Händen von Fräulein Viktoria Schütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herrn Adelbert Mühlschlegel - auf ihm sei die Herrlichkeit Gottes des Allherrlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist Gott!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;O Du Sohn des Königreiches!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dein Brief ist eingetroffen. Er war wie ein Duftkissen voller Moschus, und als Ich ihn öffnete, verspürte Ich den Odem der Liebe Gottes. Ich hoffe, dass dein Bächlein zu einem Meere werden und im Hauche göttlicher Führung hohe Wellen gen Osten und gen Westen schlägt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sei deiner Lehrerin höchst verbunden und bekunde ihr herzliche, geisterfüllte Dankbarkeit; denn sie hat den Ruf Gottes deinem Ohr übermittelt und dir ewige Gnade zuteil werden lassen. Erdverbunden warst du und wurdest himmlisch. Im Dunkeln warst du und wurdest erleuchtet. An die Natur warst du gefesselt und wurdet göttlich, und so erlangest du einen Teil an der ewigen Gnade. Sei voll des Glücks und freue dich der Himmlischen Heerscharen und ihrer Melodien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Meine Hoffnung ist, dass du auf dem Pfade Seiner Heiligkeit Bahá&#039;u&#039;lláh wandelst. Deine verehrte Gattin wird einst zu den Begünstigten an der Schwelle der Einheit gehören und mit dem Auge des Erbarmens angesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit dir sei die Herrlichkeit des Allherrlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(gezeichnet in lateinischen Buchstaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abdul Baha abbas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bahji, 16. Oktober 1920&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nahm Adelbert aktiv am Leben der deutschen Bahá&#039;í Gemeinde teil. Die frühesten Sporen finden wir im IV. Jahrgang der &amp;quot;[[Sonne der Wahrheit]]&amp;quot;, wo über einen öffentlichen Vortrag und ein Melodram von ihm anlässlich des dritten deutschen Bahá&#039;í Kongresses im September 1924 in Stuttgart berichtet wird. 1926 heiratet er. Seine Frau [[Herma Mühlschlegel]], geb. Weidle. schenkte ihm zwei Mädchen und drei Jungen, von denen einer als Kind starb. Sie war bis zu ihrem Tod 1964 im Beruf wie in der Bahá&#039;í Arbeit seine engste Mitarbeiterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Ein Höhepunkt ihres Lebens im Glauben Bahá&#039;u&#039;lláhs war für Adelbert und Herma Mühlschlegel ihre Pilgerreise 1936 und ihre Begegnung mit Shoghi Effendi. In den langen Jahren des Verbots und der Verfolgung, während der Wirren des [[Zweiten Weltkrieg]]s zehrten sie von diesem tragenden Erlebnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg==&lt;br /&gt;
Den Krieg konnte Adelbert Mühlschlegel, zeitweise dienstverpflichtet, in seiner Heimatstadt [[Stuttgart]] überstehen, wenn auch mit totalem Bombenschaden und einer Beinnahe-Detonation bei Kriegsende durch die französische Besatzungsmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Dann kam die Zeit des Neubeginns und des Wiederaufbaus. Sie bedeutet für den Dichter und Sprachenfreund neben der Verantwortung im Nationalen Geistigen Rat und vielen Referaten und öffentlichen Veranstaltungen vor allem unermüdliche Übersetzertätigkeit im stillen Studierzimmer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alexanderstrasse==&lt;br /&gt;
In der von Bomben verwüsteten Stadt Stuttgart war die große der Familie Mühlschlegel neu zugewiesene Wohnung zugleich ein Zentrum des Bahá&#039;í Lebens, insbesondere eine Anlaufstelle für viele junge Freunde aus Persien, die nach und nach zum Studium nach Deutschland einreisten. Sicher erinnern sich alle wohl des heiteren, humorvollen Lebens der großen Familie, bei der so manche materielle Not nach dem Krieg durch das frohe Wesen der Eltern Adelbert und Herma Mühlschlegel, auch den Kindern, die im Geiste des Dienstes aufwuchsen, zum Sprungbrett für eine höhere geistige Entwicklung wurde. Rasch war immer ein passendes Zitat aus der Weltliteratur zur Stelle, oder wurde eine eigene Hymne gedichtet - viele mögen sich hier mit Freude an die &amp;quot;Mehlpapp-Hymne&amp;quot; zum immer noch einmal der Anzahl der Hungrigen entsprechend gestreckten Sauerkraut erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sprachen==&lt;br /&gt;
Eine besondere Bereicherung waren die vielen Gäste aus dem Ausland, mit denen neben dem wohltuenden geistigen Austausch Adelbert auch immer gerne seine vielen im Selbstunterricht erlernten Sprachen übte. Oft noch gedachte er in seinen letzten Lebensjahren so mancher lustigen Episode bei gemeinsamen Überprüfen der von ihm übersetzten Bücher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlen==&lt;br /&gt;
Und auch die mit ihm arbeitenden Freunde werden sich immer wieder an Besonderheiten im Wesen dieses nie untätigen Dieners erinnern, wie zum Beispiel sein besonderes Verhältnis zu Zahlen, mit denen er bis zu seinen letzten Tagebuch-Eintragungen all seine Leistungen festhielt und sie in Prozenten auszudrücken vermochte - aber nicht nur den Zahlen blieb er so treu sondern besonders all den vielen durch gemeinsame Arbeit auf dem Pfade Bahá&#039;u&#039;lláhs innig geknüpften Freundschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung==&lt;br /&gt;
Mit seiner Ernennung zur Hand der Sache Gottes im Februar 1952 änderte sich Adelbert Mühlschlegels Leben Schritt für Schritt  bis hin zur beständigen Dienstbereitschaft und der umfassenden Hingabe an die Gesegnete Schönheit, von denen das [[Universale Haus der Gerechtigkeit]] in seiner Botschaft spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Hinscheiden Shoghi Effendis]]== &lt;br /&gt;
Das Schlüsselerlebnis war für ihn der von [[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]] übermittlte Auftrag, den gesegneten Körper von [[Shoghi Effendi]], der am 4. November 1957 in London verstorben war, vor der Beerdigung zu waschen. Über sein Erlebnis dieser letzten Stunde mit dem geliebten Hüter schrieb er&lt;br /&gt;
an [[Rúḥíyyih Khánum]]:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
»Es ist in jener Stunde etwas Neues in mir aufgegangen, über das ich jetzt, nach einigen Tagen, immer noch nicht sprechen kann; wohl aber über die Liebe und Weisheit, die ich auf mich einströmen fühlte. Es war eine so starke geistige Schwingung in diesem für&lt;br /&gt;
weltliche Augen so ganz andersartigen Raum, wie ich sie wohl stärker in meinem Leben nur an den heiligen Schreinen verspürt hatte. Der erste Eindruck ·war der Gegensatz zwischen dem übrigen&lt;br /&gt;
Körper und dem majestätischen, vergeistigten Antlitz, ein die Seele erschütterndes Bild jubelnden Siegens des Ewigen über das Vergängliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite war, daß ich eine Stunde lang betend und zugleich denkend und sorgfältig handelnd war, also, wie sonst, ach, nur allzu selten, in einem bewußten Zustand heiligen, gottverbundenen&lt;br /&gt;
Tuns, als Exercitium, Sinnbild und Extrakt dessen, was ich ,mein&lt;br /&gt;
Leben lang und die Menschheit nun tausend Jahre lang tun soll, um »das Reich« hier auf Erden zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dritte war, daß ich Glied um Glied waschend und salbend dankte, daß jene geliebten Hände für unser Bündnis geschrieben und gehandelt haben, jene Beine für uns gingen, jener Mund zu uns sprach, jene Stirne für uns dachte, und daß ich dabei betete und meditierte, auch meine Glieder mögen in der kurzen Zeit, die mir noch beschieden ist, diesem Dienen nacheifern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vierte war, daß ich entsetzt fühlte, wie ich mit unwürdigen Händen diese erhabene Stirne mit Rosenöl zu salben habe, so wie es einst nur hohe Meister ihren Jüngern taten. Und doch, welches&lt;br /&gt;
Recht, welcher Auftrag kommt uns, den Lebenden zu, über alle Vergangenheit und alles Vergängliche zu walten, seien sie auch noch so erhaben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch viel Gnade, Liebe und Weisheit waren sonst in dieser Stunde verborgen ...... «&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{[[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]]: Das Hinscheiden Shoghi Effendis, Baha&#039;i Verlag, Frankfurt/Main 1958, Seiten 22/23}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interregnum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Image:Hands of the Cause at the Fourth Conclave, 1960.jpg|thumb|left|320px|Hände der Sache Gottes bei der 4. Konklave 1960]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| An den schweren Aufgaben, die den Händen der Sache Gottes als den obersten Sachwaltern des Glaubens mit dem Hinscheiden Shoghi Effendis zufielen, trug Adelbert Mühlschlegel kraftvoll mit. Seine Arztpraxis aufgebend, weilte er mehrere Monate im Heiligen Land, um dann später diejenigen europäischen &lt;br /&gt;
Länder, die noch keine eigenen Nationalen Geistigen Räte hatten, persönlich zu betreuen, bis dort 1962 elf neue Nationale Geistige Räte als weitere Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit gebildet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hand-of-the-cause.jpg|gerahmt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Mit der ersten Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an Ridván 1963 waren die Hände der Sache Gottes von den weltweiten administrativen Aufgaben befreit, um sich wieder mit all ihren Bemühungen persönlich der Verbreitung und dem Schutz des Glaubens&lt;br /&gt;
zuzuwenden. Nach Tübingen umgesiedelt, widmete sich Adelbert Mühlschlegel zunächst der Pflege seiner inzwischen schwer erkrankten Frau Herma, die im Sommer 1964 verschied, und der Lehrarbeit im süddeutschen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Österreich==&lt;br /&gt;
Im September desselben Jahres verlegte er seinen Wohnsitz nach Österreich, wo der Glauben noch sehr auf Pioniere angewiesen war, und wo er ein Jahr später seine Frau Ursula, geb. Kohler,&lt;br /&gt;
heiratete, die von nun an seine eng vertraute Mitarbeiterin sein durfte. Von Wien aus setzte er durch seine immer zunehmende Korrespondenz und durch viele Reisen in Europa seine unentwegte&lt;br /&gt;
Ermutigung und Vertiefung der Freunde fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Entscheidung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit im Juni 1968 über die Errichtung der Kontinentalen&lt;br /&gt;
Beraterämter befreite sein Herz und erfüllte es mit großer Dankbarkeit gegenüber Bahá&#039;u&#039;lláh und dem Universalen Haus der Gerechtigkeit, dieser Institution, der von Anfang an seine tiefe Ergebenheit und Liebe gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reisen ==&lt;br /&gt;
Freudig nahm er 1969 den Auftrag des Universalen Hauses an, sich nunmehr weltweiten Aufgaben zu widmen und nach Persien, Indien, West- und Ostpakistan sowie nach Nepal zu reisen, um dort als eine Hand der Sache Gottes aus dem Westen die Freunde zu besuchen&lt;br /&gt;
und zu lehren. Dieser Reise folgten noch weitere ehrenvolle&lt;br /&gt;
Aufträge, die ihn durch einen großen Teil Afrikas und Süd-Amerikas&lt;br /&gt;
führten, zu deren Eingeborenen und Pionieren - wie zu den Freunden in Indien und überhaupt im gesamten Osten- er eine tiefe Liebe und Verehrung entwickelte, die seinem nach Wiedervereinigung sehnenden Herzen stets tief empfundene Gebete entströmen, ließ, welche sich am Ende seines Lebens ganz besonders auf die so lange leidende&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde in Persien konzentrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hatte er den Bedürfnissen entsprechend seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt, zu deren aufsteigender Gemeinde so vielfältiger menschlicher Charaktere und landschaftlicher Schönheit ihn bis zum Tode eine innige Liebe verband. Danach, noch einmal für kurze Zeit in Deutschland dienend, empfand er, daß diese, seine Muttergemeinde, durchaus in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen, wenn die Freunde nur lernten, nicht auf ihre eigenen&lt;br /&gt;
Schwächen sondern auf die Macht Bahá&#039;u&#039;lláh zu blicken - was die Freunde in Deutschland dann zu Ridván 1978 auch wirklich bewiesen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Athen==&lt;br /&gt;
Trotz nachlassender Gesundheit siedelte der achtzigjährige Adelbert Mühlschlegel mit seiner Frau nach Griechenland um, in das Land der Wiege der westlichen Zivilisation, dessen alte Philosophen Bahá&#039;u&#039;lláh so hoch gepriesen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier, durch den geschwächten Körper oft bettlägerig und nur noch wenig reisend, widmete er den Hauptteil seiner Zeit dem Studium der Schriften und seinem Buche »Werden und Reifen eines Baha&#039;i«; &amp;lt;ref&amp;gt; Selbsterziehung zum Bahá&#039;í https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/&amp;lt;/ref&amp;gt; zu dem er sich angeregt fühlte durch das dritte Hauptziel des Fünfjahresplanes »der Entwicklung der kennzeichnenden Wesensart des Bahá&#039;í-Lebens, dem umfassenden Thema, zu dem dann auch spontan seine geliebten Freunde in Luxemburg ihn um die Niederschrift seiner Gedanken baten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr sich selbst vergeistigend und seinen zahlreichen Gästen in seinem Athener Heim zur Quelle geistiger Erkenntnis während liebevoller Gespräche geworden, erlebte er einen glücklichen, sehr bewußten, geistig reichen Lebensabend, während dem er in ganz besonderem Ausmaß seine Frau Ursula mit einer Liebe umstrahlte und durchdrang, die es ihr, nun ermöglicht, den Kummer des großen persönlichen Verlustes in dieser zärtlichen Liebe dem Willen Gottes dankbar darzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese immerwährende Dankbarkeit und unbedingte, liebevolle strahlende Unterwerfung unter den Willen Gottes und die Befolgung Seiner Gebote, beherrschte so stark während der letzten Lebensjahre sein ganzes Denken und Fühlen, und es wundert nicht,&lt;br /&gt;
daß, obwohl er kaum mehr Schreiben konnte, seine letzte Eintragung im so treu geführten Tagebuch nach zwei nicht ganz klar lesbaren Zeilen mit den deutlich geschriebenen Worten »Gottes Wille« endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Willen und Ratschluss Gottes liebend durfte Adelbert Mühlschlegel während eines der Wiederholung des [[Größten Namen]]s folgenden kurzen, ruhigen Schlafes die Schwelle zur geistigen Welt überschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am 31. Juli 1980 im protestantischen Sektor des Ersten Friedhofs von Athen stattgefundene blumenreiche Beisetzung wurde von Rolf Haug, dem langjährigen persönlichen Freund des Heimgegangenen in griechischer Sprache durchgeführt und viele der neunzig, aus acht verschiedenen Ländern, anwesenden Freunde verabschiedeten sich dort zum letzten mal mit innig, in&lt;br /&gt;
vielen Sprachen gesungen und gesprochenen Gebeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Telex des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Betrübten Herzens geben wir das Hinscheiden der geliebten Hand der Sache &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gottes Adelbert Mühlschlegel bekannt. Die ganze Baha&#039;i-Welt erleidet einen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;schmerzlichen Verlust, der besonders in Europa, der hauptsächlichen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stätte seiner hervorragenden Dienste für die Sache Gottes empfunden wird.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nachdem er viele Jahre im Nationalen Geistigen Rat von Deutschland gedient&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hatte, wurde er nach seiner Erhebung in den Rang einer Hand der&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sache einer der Baumeister der allmählich sichtbar werdenden europäischen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Baha&#039;i-Gemeinde; er reiste, er ermutigte, er ließ sich nieder, wo immer das&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dienen am dringendsten nötig war, er pionierte schließlich nach Griechenland&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und gab seine Seele an seinem Pionierort auf. Seine stete Bereitschaft&lt;br /&gt;
&#039;&#039;zu dienen, seine Fähigkeit, die Zuneigung der Gläubigen und anderer gleichermaßen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;zu geWinnen durch seine liebevolle Güte, seine heitere Demut,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;~ eine strahlende Fröhlichkeit, sein nie erlahmendes Streben nach Wissen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und seine völlige Hingabe an die Gesegnete Schönheit - machen ihn zu&lt;br /&gt;
&#039;&#039;einem wunderbaren Beispiel des Baha&#039;i-Lebens.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wir ersuchen die Freunde, aus Anlaß seines Hinscheidens Gedenkfeiern&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abzuhalten und bitten um gebührende Gedenkandachten in allen Muttertempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Universale Haus der Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bücher==&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/2595/ Adelbert Mühlschlegel - Eine Biographie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/567/ Gedichte Mystische Erfahrungen in poetische Sprache gekleidet.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/ Selbsterziehung zum Bahá&#039;í Dieses Buch möchte dem Sucher ein vertrauter Freund werden, der ihm die Hand reicht, den Pfad zu finden.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/180/ Bahá&#039;í-Kinder-ABC Herausgegeben 1983, Text bearbeitet von Dr. A. Mühlschlegel und H. Berdjis]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/2872/ Held, Peter CD: Im Herzen glüht es Vertonte Gedichte von Adelbert Mühlschlegel Musik Peter Held]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{clear}}&lt;br /&gt;
==Notes==&lt;br /&gt;
{{reflist}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==References==&lt;br /&gt;
*{{cite book&lt;br /&gt;
 |first=Barron&lt;br /&gt;
 |last=Harper&lt;br /&gt;
 |year=1997&lt;br /&gt;
 |title=Lights of Fortitude&lt;br /&gt;
 |edition=Paperback&lt;br /&gt;
 |publisher=George Ronald&lt;br /&gt;
 |location=Oxford, UK&lt;br /&gt;
 |id=ISBN 0853984131&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==External link==&lt;br /&gt;
{{media|Category:Adelbert Mühlschlegel|Adelbert Mühlschlegel}}&lt;br /&gt;
*[http://www.youtube.com/watch?v=Hh8zO4Z480o Video recording of Ugo Giachery and Adelbert Mühlschlegel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hands of the Cause of God}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Muhlschlegel, Adelbert}}&lt;br /&gt;
[[Category:Hands of the Cause of God]]&lt;br /&gt;
[[Category:German Bahá’ís]]&lt;br /&gt;
[[Category:1897 births]]&lt;br /&gt;
[[Category:1980 deaths]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[fr:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[pt:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1046</id>
		<title>Adelbert Mühlschlegel</title>
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		<updated>2020-05-25T13:48:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox hand of the cause&lt;br /&gt;
|name          = Adelbert Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|image         = Adelbert_Mühlschlegel.jpg&lt;br /&gt;
|image_size    = 220px&lt;br /&gt;
|caption       = &lt;br /&gt;
|birth_name    = &lt;br /&gt;
|birth_date    = 16. Juni 1897&lt;br /&gt;
|birth_place   = Berlin&lt;br /&gt;
|death_date    = 29. Juli 1980&lt;br /&gt;
|death_place   = Athen&lt;br /&gt;
|resting_place = Athen&lt;br /&gt;
|resting_place_coordinates = &lt;br /&gt;
|known_for     = &lt;br /&gt;
|education     =&lt;br /&gt;
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|nsa_member    =&lt;br /&gt;
|ibc_member    = &lt;br /&gt;
|custodian     = &lt;br /&gt;
|title         = [[Custodians|Custodian]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Hands of the Cause of God|Hand of the Cause]]&lt;br /&gt;
|appointedby   = [[Shoghi Effendi]], Februar 1952&lt;br /&gt;
|spouse        = [[Herma Mühlschlegel, geb. Weidle]], &lt;br /&gt;
                 [[Ursula Mühlschlegel, geb. Kohler]]  &lt;br /&gt;
|children      = [[Peter Mühlschlegel]], [[Ursula Nicke, geb. Mühlschlegel]], [[Gisela Liedtka, geb. Mühlschlegel]], [[Dieter Mühlschlegel]],  [[Volker Mühlschlegel]] &lt;br /&gt;
|parents       = Albert Mühlschlegel, Doris Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|footnotes     = &lt;br /&gt;
|signature     = Adelbert Mühlschlegel signature.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Adelbert Mühlschlegel&#039;&#039;&#039; (16. Juni 1897 – 29. Juli 1980)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |author = Rabbani, R. (Ed.) |authorlink = Rúhíyyih Khanum |year = 1992 |title = The Ministry of the Custodians 1957-1963 |publisher = Bahá’í World Centre |id = ISBN 085398350X |url = http://bahai-library.com/published.uhj/ministry.custodians.html#xxiii | pages = p. xxiii }}&amp;lt;/ref&amp;gt; war eine [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] und berühmter Deutscher [[Bahá’í]] aus einer evangelischen Familie.  1920 wurde er Bahá’í und übersetzte Literature und diente als Mitglied im [[Nationaler Geistiger Rat]] von Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde als [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] von [[Shoghi Effendi]] im Februar [[1952]] ernannt. Danach reiste er um die Bahá’í in vielen Ländern zu besuchen. Er starb in Athen, [[Griechenland]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
Adelbert Mühlschlegel wurde am 16. Juni 1897 in Berlin geboren. Sein Vater stand als Militärarzt in den Diensten des Königs von Württemberg, seine Mutter war Tochter des Stadtpfarrers von Biberach an der Riß. Während ihm sein Vater, der 1962 hochbetagt starb, den Sinn für Wandern und Geographie, für Ordnung und Pflichterfüllung vermittelte, weckte die Mutter, die 1923, kurz vor Entwicklung des Insulins, der Zuckerkrankheit zum Opfer fiel, in dem jungen Adelbert die Sehnsucht nach geistiger Schau, nach dem beständigen Umgang mit Dichtern, Mystikern und Philosophen und nach selbständigen Bemühungen in dieser Richtung, bei denen ihn seine jüngere Schwester Doris, die in den zwanziger Jahren nach Russland auswanderte und dort 1978 starb, aktiv begleitete. Es muss eine recht fröhliche, urschwäbische Geistigkeit geherrscht haben in diesem Stuttgarter Elternhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam der [[Erste Weltkrieg]]. Der Abiturient meldete sich freiwillig zum Sanitätsdienst in den von seinem Vater  betreuten Frontabschnitten und Lazaretten im Osten. So sammelte er erste Erfahrungen im Beruf des [[Arzt]]es, mit dem ihn später eine eigentümliche Hassliebe verband: die eine der beiden Seelen, die dem jungen Adelbert als echte m Schwaben in der Brust wohnten, schwebte n den weiten Gefilden des Geistes, fragte man den Jungen, was er werden wollte, sagte er Wanderer und Dichter. Die andere Seele setzte sich mit ihrem Sinn für das Praktische und für den Ethos des Dienstes am Nächsten durch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Neben dem [[Medizinstudium]] in Freiburg, Greifswald und Tübingen standen vielschichtige geistige Bemühungen, so vor allem die Auseinandersetzung mit der [[Anthroposophie]] Rudolf Steiners und anderer Strömungen der unruhigen zwanziger Jahre. Ein Höhepunkt, an den er sich gern erinnerte, war eine Tagung in Darmstadt, die Hermann Graf Keyserling für den indischen Dichter und Denker [[Rabindranath Tagore]] ausrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit den Lehren Bahá&#039;u&#039;lláhs==&lt;br /&gt;
Um dieselbe Zeit wurden der suchende Adelbert Mühlschlegel und seine Mutter von Fräulein Viktoria Schütz, der späteren [[Frau von Sixtfeld]], auf die Bahá&#039;í Lehren aufmerksam gemacht. Spontan war er fasziniert von dieser umfassenden Schau und schrieb an [[&#039;Abdu&#039;l-Bahá]], der ihm  mit folgendem Tablet antwortete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tablet &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel.jpg|thumb|left|160px|Sendbrief &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stuttgart zu Händen von Fräulein Viktoria Schütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herrn Adelbert Mühlschlegel - auf ihm sei die Herrlichkeit Gottes des Allherrlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist Gott!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;O Du Sohn des Königreiches!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dein Brief ist eingetroffen. Er war wie ein Duftkissen voller Moschus, und als Ich ihn öffnete, verspürte Ich den Odem der Liebe Gottes. Ich hoffe, dass dein Bächlein zu einem Meere werden und im Hauche göttlicher Führung hohe Wellen gen Osten und gen Westen schlägt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sei deiner Lehrerin höchst verbunden und bekunde ihr herzliche, geisterfüllte Dankbarkeit; denn sie hat den Ruf Gottes deinem Ohr übermittelt und dir ewige Gnade zuteil werden lassen. Erdverbunden warst du und wurdest himmlisch. Im Dunkeln warst du und wurdest erleuchtet. An die Natur warst du gefesselt und wurdet göttlich, und so erlangest du einen Teil an der ewigen Gnade. Sei voll des Glücks und freue dich der Himmlischen Heerscharen und ihrer Melodien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Meine Hoffnung ist, dass du auf dem Pfade Seiner Heiligkeit Bahá&#039;u&#039;lláh wandelst. Deine verehrte Gattin wird einst zu den Begünstigten an der Schwelle der Einheit gehören und mit dem Auge des Erbarmens angesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit dir sei die Herrlichkeit des Allherrlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(gezeichnet in lateinischen Buchstaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abdul Baha abbas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bahji, 16. Oktober 1920&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nahm Adelbert aktiv am Leben der deutschen Bahá&#039;í Gemeinde teil. Die frühesten Sporen finden wir im IV. Jahrgang der &amp;quot;[[Sonne der Wahrheit]]&amp;quot;, wo über einen öffentlichen Vortrag und ein Melodram von ihm anlässlich des dritten deutschen Bahá&#039;í Kongresses im September 1924 in Stuttgart berichtet wird. 1926 heiratet er. Seine Frau [[Herma Mühlschlegel]], geb. Weidle. schenkte ihm zwei Mädchen und drei Jungen, von denen einer als Kind starb. Sie war bis zu ihrem Tod 1964 im Beruf wie in der Bahá&#039;í Arbeit seine engste Mitarbeiterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Ein Höhepunkt ihres Lebens im Glauben Bahá&#039;u&#039;lláhs war für Adelbert und Herma Mühlschlegel ihre Pilgerreise 1936 und ihre Begegnung mit Shoghi Effendi. In den langen Jahren des Verbots und der Verfolgung, während der Wirren des [[Zweiten Weltkrieg]]s zehrten sie von diesem tragenden Erlebnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg==&lt;br /&gt;
Den Krieg konnte Adelbert Mühlschlegel, zeitweise dienstverpflichtet, in seiner Heimatstadt [[Stuttgart]] überstehen, wenn auch mit totalem Bombenschaden und einer Beinnahe-Detonation bei Kriegsende durch die französische Besatzungsmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Dann kam die Zeit des Neubeginns und des Wiederaufbaus. Sie bedeutet für den Dichter und Sprachenfreund neben der Verantwortung im Nationalen Geistigen Rat und vielen Referaten und öffentlichen Veranstaltungen vor allem unermüdliche Übersetzertätigkeit im stillen Studierzimmer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alexanderstrasse==&lt;br /&gt;
In der von Bomben verwüsteten Stadt Stuttgart war die große der Familie Mühlschlegel neu zugewiesene Wohnung zugleich ein Zentrum des Bahá&#039;í Lebens, insbesondere eine Anlaufstelle für viele junge Freunde aus Persien, die nach und nach zum Studium nach Deutschland einreisten. Sicher erinnern sich alle wohl des heiteren, humorvollen Lebens der großen Familie, bei der so manche materielle Not nach dem Krieg durch das frohe Wesen der Eltern Adelbert und Herma Mühlschlegel, auch den Kindern, die im Geiste des Dienstes aufwuchsen, zum Sprungbrett für eine höhere geistige Entwicklung wurde. Rasch war immer ein passendes Zitat aus der Weltliteratur zur Stelle, oder wurde eine eigene Hymne gedichtet - viele mögen sich hier mit Freude an die &amp;quot;Mehlpapp-Hymne&amp;quot; zum immer noch einmal der Anzahl der Hungrigen entsprechend gestreckten Sauerkraut erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sprachen==&lt;br /&gt;
Eine besondere Bereicherung waren die vielen Gäste aus dem Ausland, mit denen neben dem wohltuenden geistigen Austausch Adelbert auch immer gerne seine vielen im Selbstunterricht erlernten Sprachen übte. Oft noch gedachte er in seinen letzten Lebensjahren so mancher lustigen Episode bei gemeinsamen Überprüfen der von ihm übersetzten Bücher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlen==&lt;br /&gt;
Und auch die mit ihm arbeitenden Freunde werden sich immer wieder an Besonderheiten im Wesen dieses nie untätigen Dieners erinnern, wie zum Beispiel sein besonderes Verhältnis zu Zahlen, mit denen er bis zu seinen letzten Tagebuch-Eintragungen all seine Leistungen festhielt und sie in Prozenten auszudrücken vermochte - aber nicht nur den Zahlen blieb er so treu sondern besonders all den vielen durch gemeinsame Arbeit auf dem Pfade Bahá&#039;u&#039;lláhs innig geknüpften Freundschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung==&lt;br /&gt;
Mit seiner Ernennung zur Hand der Sache Gottes im Februar 1952 änderte sich Adelbert Mühlschlegels Leben Schritt für Schritt  bis hin zur beständigen Dienstbereitschaft und der umfassenden Hingabe an die Gesegnete Schönheit, von denen das [[Universale Haus der Gerechtigkeit]] in seiner Botschaft spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Hinscheiden Shoghi Effendis]]== &lt;br /&gt;
Das Schlüsselerlebnis war für ihn der von [[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]] übermittlte Auftrag, den gesegneten Körper von [[Shoghi Effendi]], der am 4. November 1957 in London verstorben war, vor der Beerdigung zu waschen. Über sein Erlebnis dieser letzten Stunde mit dem geliebten Hüter schrieb er&lt;br /&gt;
an [[Rúḥíyyih Khánum]]:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
»Es ist in jener Stunde etwas Neues in mir aufgegangen, über das ich jetzt, nach einigen Tagen, immer noch nicht sprechen kann; wohl aber über die Liebe und Weisheit, die ich auf mich einströmen fühlte. Es war eine so starke geistige Schwingung in diesem für&lt;br /&gt;
weltliche Augen so ganz andersartigen Raum, wie ich sie wohl stärker in meinem Leben nur an den heiligen Schreinen verspürt hatte. Der erste Eindruck ·war der Gegensatz zwischen dem übrigen&lt;br /&gt;
Körper und dem majestätischen, vergeistigten Antlitz, ein die Seele erschütterndes Bild jubelnden Siegens des Ewigen über das Vergängliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite war, daß ich eine Stunde lang betend und zugleich denkend und sorgfältig handelnd war, also, wie sonst, ach, nur allzu selten, in einem bewußten Zustand heiligen, gottverbundenen&lt;br /&gt;
Tuns, als Exercitium, Sinnbild und Extrakt dessen, was ich ,mein&lt;br /&gt;
Leben lang und die Menschheit nun tausend Jahre lang tun soll, um »das Reich« hier auf Erden zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dritte war, daß ich Glied um Glied waschend und salbend dankte, daß jene geliebten Hände für unser Bündnis geschrieben und gehandelt haben, jene Beine für uns gingen, jener Mund zu uns sprach, jene Stirne für uns dachte, und daß ich dabei betete und meditierte, auch meine Glieder mögen in der kurzen Zeit, die mir noch beschieden ist, diesem Dienen nacheifern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vierte war, daß ich entsetzt fühlte, wie ich mit unwürdigen Händen diese erhabene Stirne mit Rosenöl zu salben habe, so wie es einst nur hohe Meister ihren Jüngern taten. Und doch, welches&lt;br /&gt;
Recht, welcher Auftrag kommt uns, den Lebenden zu, über alle Vergangenheit und alles Vergängliche zu walten, seien sie auch noch so erhaben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch viel Gnade, Liebe und Weisheit waren sonst in dieser Stunde verborgen ...... «&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{[[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]]: Das Hinscheiden Shoghi Effendis, Baha&#039;i Verlag, Frankfurt/Main 1958, Seiten 22/23}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interregnum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Image:Hands of the Cause at the Fourth Conclave, 1960.jpg|thumb|left|320px|Hände der Sache Gottes bei der 4. Konklave 1960]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| An den schweren Aufgaben, die den Händen der Sache Gottes als den obersten Sachwaltern des Glaubens mit dem Hinscheiden Shoghi Effendis zufielen, trug Adelbert Mühlschlegel kraftvoll mit. Seine Arztpraxis aufgebend, weilte er mehrere Monate im Heiligen Land, um dann später diejenigen europäischen &lt;br /&gt;
Länder, die noch keine eigenen Nationalen Geistigen Räte hatten, persönlich zu betreuen, bis dort 1962 elf neue Nationale Geistige Räte als weitere Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit gebildet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Enoch Olinga.jpg|gerahmt|rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Mit der ersten Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an Ridván 1963 waren die Hände der Sache Gottes von den weltweiten administrativen Aufgaben befreit, um sich wieder mit all ihren Bemühungen persönlich der Verbreitung und dem Schutz des Glaubens&lt;br /&gt;
zuzuwenden. Nach Tübingen umgesiedelt, widmete sich Adelbert Mühlschlegel zunächst der Pflege seiner inzwischen schwer erkrankten Frau Herma, die im Sommer 1964 verschied, und der Lehrarbeit im süddeutschen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Österreich==&lt;br /&gt;
Im September desselben Jahres verlegte er seinen Wohnsitz nach Österreich, wo der Glauben noch sehr auf Pioniere angewiesen war, und wo er ein Jahr später seine Frau Ursula, geb. Kohler,&lt;br /&gt;
heiratete, die von nun an seine eng vertraute Mitarbeiterin sein durfte. Von Wien aus setzte er durch seine immer zunehmende Korrespondenz und durch viele Reisen in Europa seine unentwegte&lt;br /&gt;
Ermutigung und Vertiefung der Freunde fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Entscheidung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit im Juni 1968 über die Errichtung der Kontinentalen&lt;br /&gt;
Beraterämter befreite sein Herz und erfüllte es mit großer Dankbarkeit gegenüber Bahá&#039;u&#039;lláh und dem Universalen Haus der Gerechtigkeit, dieser Institution, der von Anfang an seine tiefe Ergebenheit und Liebe gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reisen ==&lt;br /&gt;
Freudig nahm er 1969 den Auftrag des Universalen Hauses an, sich nunmehr weltweiten Aufgaben zu widmen und nach Persien, Indien, West- und Ostpakistan sowie nach Nepal zu reisen, um dort als eine Hand der Sache Gottes aus dem Westen die Freunde zu besuchen&lt;br /&gt;
und zu lehren. Dieser Reise folgten noch weitere ehrenvolle&lt;br /&gt;
Aufträge, die ihn durch einen großen Teil Afrikas und Süd-Amerikas&lt;br /&gt;
führten, zu deren Eingeborenen und Pionieren - wie zu den Freunden in Indien und überhaupt im gesamten Osten- er eine tiefe Liebe und Verehrung entwickelte, die seinem nach Wiedervereinigung sehnenden Herzen stets tief empfundene Gebete entströmen, ließ, welche sich am Ende seines Lebens ganz besonders auf die so lange leidende&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde in Persien konzentrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hatte er den Bedürfnissen entsprechend seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt, zu deren aufsteigender Gemeinde so vielfältiger menschlicher Charaktere und landschaftlicher Schönheit ihn bis zum Tode eine innige Liebe verband. Danach, noch einmal für kurze Zeit in Deutschland dienend, empfand er, daß diese, seine Muttergemeinde, durchaus in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen, wenn die Freunde nur lernten, nicht auf ihre eigenen&lt;br /&gt;
Schwächen sondern auf die Macht Bahá&#039;u&#039;lláh zu blicken - was die Freunde in Deutschland dann zu Ridván 1978 auch wirklich bewiesen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Athen==&lt;br /&gt;
Trotz nachlassender Gesundheit siedelte der achtzigjährige Adelbert Mühlschlegel mit seiner Frau nach Griechenland um, in das Land der Wiege der westlichen Zivilisation, dessen alte Philosophen Bahá&#039;u&#039;lláh so hoch gepriesen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier, durch den geschwächten Körper oft bettlägerig und nur noch wenig reisend, widmete er den Hauptteil seiner Zeit dem Studium der Schriften und seinem Buche »Werden und Reifen eines Baha&#039;i«; &amp;lt;ref&amp;gt; Selbsterziehung zum Bahá&#039;í https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/&amp;lt;/ref&amp;gt; zu dem er sich angeregt fühlte durch das dritte Hauptziel des Fünfjahresplanes »der Entwicklung der kennzeichnenden Wesensart des Bahá&#039;í-Lebens, dem umfassenden Thema, zu dem dann auch spontan seine geliebten Freunde in Luxemburg ihn um die Niederschrift seiner Gedanken baten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr sich selbst vergeistigend und seinen zahlreichen Gästen in seinem Athener Heim zur Quelle geistiger Erkenntnis während liebevoller Gespräche geworden, erlebte er einen glücklichen, sehr bewußten, geistig reichen Lebensabend, während dem er in ganz besonderem Ausmaß seine Frau Ursula mit einer Liebe umstrahlte und durchdrang, die es ihr, nun ermöglicht, den Kummer des großen persönlichen Verlustes in dieser zärtlichen Liebe dem Willen Gottes dankbar darzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese immerwährende Dankbarkeit und unbedingte, liebevolle strahlende Unterwerfung unter den Willen Gottes und die Befolgung Seiner Gebote, beherrschte so stark während der letzten Lebensjahre sein ganzes Denken und Fühlen, und es wundert nicht,&lt;br /&gt;
daß, obwohl er kaum mehr Schreiben konnte, seine letzte Eintragung im so treu geführten Tagebuch nach zwei nicht ganz klar lesbaren Zeilen mit den deutlich geschriebenen Worten »Gottes Wille« endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Willen und Ratschluss Gottes liebend durfte Adelbert Mühlschlegel während eines der Wiederholung des [[Größten Namen]]s folgenden kurzen, ruhigen Schlafes die Schwelle zur geistigen Welt überschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am 31. Juli 1980 im protestantischen Sektor des Ersten Friedhofs von Athen stattgefundene blumenreiche Beisetzung wurde von Rolf Haug, dem langjährigen persönlichen Freund des Heimgegangenen in griechischer Sprache durchgeführt und viele der neunzig, aus acht verschiedenen Ländern, anwesenden Freunde verabschiedeten sich dort zum letzten mal mit innig, in&lt;br /&gt;
vielen Sprachen gesungen und gesprochenen Gebeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Telex des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Betrübten Herzens geben wir das Hinscheiden der geliebten Hand der Sache &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gottes Adelbert Mühlschlegel bekannt. Die ganze Baha&#039;i-Welt erleidet einen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;schmerzlichen Verlust, der besonders in Europa, der hauptsächlichen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stätte seiner hervorragenden Dienste für die Sache Gottes empfunden wird.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nachdem er viele Jahre im Nationalen Geistigen Rat von Deutschland gedient&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hatte, wurde er nach seiner Erhebung in den Rang einer Hand der&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sache einer der Baumeister der allmählich sichtbar werdenden europäischen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Baha&#039;i-Gemeinde; er reiste, er ermutigte, er ließ sich nieder, wo immer das&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dienen am dringendsten nötig war, er pionierte schließlich nach Griechenland&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und gab seine Seele an seinem Pionierort auf. Seine stete Bereitschaft&lt;br /&gt;
&#039;&#039;zu dienen, seine Fähigkeit, die Zuneigung der Gläubigen und anderer gleichermaßen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;zu geWinnen durch seine liebevolle Güte, seine heitere Demut,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;~ eine strahlende Fröhlichkeit, sein nie erlahmendes Streben nach Wissen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und seine völlige Hingabe an die Gesegnete Schönheit - machen ihn zu&lt;br /&gt;
&#039;&#039;einem wunderbaren Beispiel des Baha&#039;i-Lebens.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wir ersuchen die Freunde, aus Anlaß seines Hinscheidens Gedenkfeiern&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abzuhalten und bitten um gebührende Gedenkandachten in allen Muttertempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Universale Haus der Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bücher==&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/2595/ Adelbert Mühlschlegel - Eine Biographie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/567/ Gedichte Mystische Erfahrungen in poetische Sprache gekleidet.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/ Selbsterziehung zum Bahá&#039;í Dieses Buch möchte dem Sucher ein vertrauter Freund werden, der ihm die Hand reicht, den Pfad zu finden.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/180/ Bahá&#039;í-Kinder-ABC Herausgegeben 1983, Text bearbeitet von Dr. A. Mühlschlegel und H. Berdjis]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/2872/ Held, Peter CD: Im Herzen glüht es Vertonte Gedichte von Adelbert Mühlschlegel Musik Peter Held]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{clear}}&lt;br /&gt;
==Notes==&lt;br /&gt;
{{reflist}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==References==&lt;br /&gt;
*{{cite book&lt;br /&gt;
 |first=Barron&lt;br /&gt;
 |last=Harper&lt;br /&gt;
 |year=1997&lt;br /&gt;
 |title=Lights of Fortitude&lt;br /&gt;
 |edition=Paperback&lt;br /&gt;
 |publisher=George Ronald&lt;br /&gt;
 |location=Oxford, UK&lt;br /&gt;
 |id=ISBN 0853984131&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==External link==&lt;br /&gt;
{{media|Category:Adelbert Mühlschlegel|Adelbert Mühlschlegel}}&lt;br /&gt;
*[http://www.youtube.com/watch?v=Hh8zO4Z480o Video recording of Ugo Giachery and Adelbert Mühlschlegel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hands of the Cause of God}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Muhlschlegel, Adelbert}}&lt;br /&gt;
[[Category:Hands of the Cause of God]]&lt;br /&gt;
[[Category:German Bahá’ís]]&lt;br /&gt;
[[Category:1897 births]]&lt;br /&gt;
[[Category:1980 deaths]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[fr:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[pt:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Enoch_Olinga&amp;diff=1045</id>
		<title>Enoch Olinga</title>
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		<updated>2020-05-25T13:47:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Enoch Olinga  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Enoch Olinga.jpg|gerahmt|rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
wurde am 24. Juni 1926 in eine christliche Familie der Ethnie Iteso als zweiter Sohn von Samusan Okadakina und Eseza lyamitai Soroti County, Uganda geboren.&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren hingebungsvolle Mitglieder der einheimischen Anglican Church von Uganda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 zog die ganze Familie in das Dorf Tilling um, wo er vor Ort und in der Nachbarstadt Ngora seine Schulbildung bekam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später besuchte er die Oberschule in Mbale. 1941, mit 15 Jahren ging er zum &#039;Britischen Army Education Corps&#039; in Nairobi/Kenya. Später wechselte er zu dem &#039;East African King&#039;s Rifles Corps&#039; in Südostasien und besuchte u.a. Burma, Bangladesh (damals Ost-Pakistan), Ceylon und Indien. Mit 20 kehrte er in seine Heimat zurück und schloss sich dem „Regierungsdepartement für Beziehung und Sozialhilfe“, stationiert in Soroti und Mbale, an. &lt;br /&gt;
Um 1950 zog er nach Kampala, der Hauptstadt von Uganda um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war nun verheiratet und hatte Kinder. Er entwickelte persönliche Probleme, war vom Leben desillusioniert und wurde – trotz seines jahrelangen Dienstes und bekannten Leistungsfähigkeit - wegen Alkoholproblemen entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit der Bahá&#039;í Religion==&lt;br /&gt;
1951 kam er in Kontakt mit der Bahá&#039;í-Religion durch &#039;Ali Nakhiavani, dem Schwiegersohn von Familie Bananis, persischen Bahá&#039;í-Pionieren, und mit der Erklärung 1952  - als dritter ugandischer Bahá&#039;í und erster seines Stammes in Kampala, konnte Enoch seine Alkoholprobleme aufgeben. Allerdings war es zu spät um seine Regierungskarriere zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde ein enger Freund von &#039;Ali Nakhiavani und war regelmäßiger Besucher der Bahá&#039;í-Treffen im Heim von Familie Banani. Aufgrund seiner unglaublichen Wandlung wurde seine Frau auch bald Bahá&#039;ì. Viele folgten nach und an Ridván 1952 konnten die ersten Lokalen Geistigen Räte in Uganda gebildet werden. Kurz darauf kehrte Enoch in Dorf Tilling zurück, um die Glücksbotschaft Bahá&#039;u&#039;lláhs zu verbreiten. Im folgenden Jahr wurden neun weitere Geistige Räte gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 12. - 18. Februar 1953 wurden die ersten vier Interkontinentalen Konferenzen in Kampala abgehalten und Shoghi Effendi bejubelte die große Anzahl der neuen Gläubigen mit einem “erfreuten Herzen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pionieren==&lt;br /&gt;
Auf die Aufforderung neue Gebiete als Pionier zu öffnen, reagierte Enoch sofort und wurde 1953 der erste Pionier für Britisch-Kamerun (Teil der ehemaligen deutschen Kolonie) und hielt für 10 Jahre diesen Posten.  &lt;br /&gt;
Von Shoghi Effendi bekam er den Titel „Ritter Bahá&#039;u&#039;lláhs“ und wurde in den Nationalen Geistigen Rat von Nord-West Afrika gewählt. Innerhalb von drei Jahren wurden 29 der 33 Territorien dem Glauben geöffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Zahl der Bahá&#039;í anstieg verließen viele die Region, um in den umliegenden Ländern zu pionieren (Ghana, Togo). Es wurden davon sehr viele als Ritter Bahá&#039;u&#039;lláhs ernannt. So gab Shoghi Effendi Enoch Olinga den Titel &#039;Abd&#039;l-Futuh&#039;, „Der Vater der Siege/des Triumphes“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Mit der Hilfe von Dr. Ugo Giachery, bekam Enoch einen befristeten Pass und ein Visum, um den Hüter in Haifa zu besuchen. Am 3. Februar 1957 erreichte er Haifa und blieb 10 Tage. Die Liebe, die ihm von Shoghi Effendi entgegengebracht wurde beeinflusste ihn für den Rest seines Lebens.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Völlig entzündet kehrte er nach West-Afrika zurück und mit der Liebe Bahá&#039;u&#039;lláhs im Herzen traf er Vorkehrungen, um seine Familie umzuziehen. Seine Lehrarbeit in den Britischen Territorien setzte er fort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung zur Hand der Sache Gottes==&lt;br /&gt;
Es war bei einem Besuch in Uganda am 2. Oktober 1957, dass ihm, in einem Telegramm an Herrn Banani, mitgeteilt wurde, dass er mit John Roberts und William Sears als Hände der Sache Gottes ernannt wurden. Sie gehörten zu den letzten von Shoghi Effendi ernannten Hände der Sache Gottes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hand-of-the-cause.jpg|gerahmt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hinscheiden Shoghi Effendis==&lt;br /&gt;
Einen Monat später erreichten ihn die Worte vom Hinscheiden Shoghi Effendis. Es war ihm nicht möglich an der Beisetzung in London teilzunehmen, da er Teilnehmer des ersten Treffens der Hände der Sache Gottes in Bahji am 18. November 1957 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. April 1963 führte er den Vorsitz der Eröffnungsfeier des ersten Bahá&#039;í-Weltkongresses in London, wo auch die Wahl des ersten Universalen Hauses der Gerechtigkeit angekündigt wurde (sie wurden aus 56 Nationalen Geistigen Räten gewählt) und damit endet der Zehn-Jahres-Plan und die Hundertjahrfeier zur Erklärung Bahá&#039;u&#039;lláhs im Garten Ridván.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbot der Sache in Uganda==&lt;br /&gt;
Unter der Herrschaft von Idi Amin wurde der Bahá&#039;í-Glaube eine zeitlang verboten. In dieser Zeit kehrte er nach Uganda zurück, um seine Gemeinde in dieser schwierigen Zeit zu beschützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermordung Enoch Olingas==&lt;br /&gt;
Aufgrund der Situation des Sturzes von Idi Amin und seiner Nachwirkungen wurden er, seine Frau und drei ihrer fünf Kinder am Morgen des 16. September 1979 von fünf Soldaten in nicht bekannten Uniformen ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rúhíyyih Khánum erinnert sich an Enoch Olingas liebenswertesten Eigenschaften: „eine große Fröhlichkeit, ausfüllendes und ansteckendes Lachen“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sein Grab==&lt;br /&gt;
Sein Grab liegt neben dem Grab von seinem Freund und auch Hand der Sache Gottes Musa Banani auf einem Friedhof in der Nähe des Hauses der Andacht&lt;br /&gt;
Seit 2000 gibt es die Olinga Stiftung für Menschliche Entwicklung, die für abgelegene Gebiete Trainings für Grund- und Oberschulen in Ghanas West-Region anbieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Bahai Library Online, by Richard Francis 1998 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==zu Teso==&lt;br /&gt;
Die Iteso oder Teso sind mit einem Bevölkerungsanteil von schätzungsweise 8,1 %, also etwa 2.500.000 Individuen, die zweitgrößte Volksgruppe in Uganda, daneben gibt es auch im angrenzenden Kenia etwa 280.000 Iteso. Sie gehören zu den nilotischen Völkern. Ihre ostnilotische Sprache wird Ateso genannt.&lt;br /&gt;
In Uganda erstreckt sich das Siedlungsgebiet der Iteso von Karamoja bis an den Kyogasee und umfasst die Distrikte Soroti, Kumi, Katakwi, Amuria und Kaberamaido. In Kenia leben sie im Busia-Distrikt, auch um die Grenzstadt Malaba. Die Iteso betreiben Ackerbau, seit der Einführung von Cash Crops um 1912 bauen sie auch Kaffee und Baumwolle zum Verkauf an. Ihre Gesellschaft ist einerseits in lose organisierten Clans mit Ältesten an der Spitze, andererseits in Altersklassen organisiert.&lt;br /&gt;
Ein bekannter Teso ist der katholische Bischof von Kakamega in Kenia, Philip Sulumeti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Britisch-Kamerun: Teil der ehemaligen deutschen Kolonie. Wurde nach dem 1. Weltkrieg britisches Völkerbundsmandat und später UN-Treuhandgebiet und zusammen mit Nigeria verwaltet)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Enoch_Olinga&amp;diff=1044</id>
		<title>Enoch Olinga</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Enoch_Olinga&amp;diff=1044"/>
		<updated>2020-05-25T13:46:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Enoch Olinga  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Enoch Olinga.jpg|gerahmt|rechts]]&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
wurde am 24. Juni 1926 in eine christliche Familie der Ethnie Iteso als zweiter Sohn von Samusan Okadakina und Eseza lyamitai Soroti County, Uganda geboren.&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren hingebungsvolle Mitglieder der einheimischen Anglican Church von Uganda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 zog die ganze Familie in das Dorf Tilling um, wo er vor Ort und in der Nachbarstadt Ngora seine Schulbildung bekam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später besuchte er die Oberschule in Mbale. 1941, mit 15 Jahren ging er zum &#039;Britischen Army Education Corps&#039; in Nairobi/Kenya. Später wechselte er zu dem &#039;East African King&#039;s Rifles Corps&#039; in Südostasien und besuchte u.a. Burma, Bangladesh (damals Ost-Pakistan), Ceylon und Indien. Mit 20 kehrte er in seine Heimat zurück und schloss sich dem „Regierungsdepartement für Beziehung und Sozialhilfe“, stationiert in Soroti und Mbale, an. &lt;br /&gt;
Um 1950 zog er nach Kampala, der Hauptstadt von Uganda um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war nun verheiratet und hatte Kinder. Er entwickelte persönliche Probleme, war vom Leben desillusioniert und wurde – trotz seines jahrelangen Dienstes und bekannten Leistungsfähigkeit - wegen Alkoholproblemen entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit der Bahá&#039;í Religion==&lt;br /&gt;
1951 kam er in Kontakt mit der Bahá&#039;í-Religion durch &#039;Ali Nakhiavani, dem Schwiegersohn von Familie Bananis, persischen Bahá&#039;í-Pionieren, und mit der Erklärung 1952  - als dritter ugandischer Bahá&#039;í und erster seines Stammes in Kampala, konnte Enoch seine Alkoholprobleme aufgeben. Allerdings war es zu spät um seine Regierungskarriere zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde ein enger Freund von &#039;Ali Nakhiavani und war regelmäßiger Besucher der Bahá&#039;í-Treffen im Heim von Familie Banani. Aufgrund seiner unglaublichen Wandlung wurde seine Frau auch bald Bahá&#039;ì. Viele folgten nach und an Ridván 1952 konnten die ersten Lokalen Geistigen Räte in Uganda gebildet werden. Kurz darauf kehrte Enoch in Dorf Tilling zurück, um die Glücksbotschaft Bahá&#039;u&#039;lláhs zu verbreiten. Im folgenden Jahr wurden neun weitere Geistige Räte gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 12. - 18. Februar 1953 wurden die ersten vier Interkontinentalen Konferenzen in Kampala abgehalten und Shoghi Effendi bejubelte die große Anzahl der neuen Gläubigen mit einem “erfreuten Herzen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pionieren==&lt;br /&gt;
Auf die Aufforderung neue Gebiete als Pionier zu öffnen, reagierte Enoch sofort und wurde 1953 der erste Pionier für Britisch-Kamerun (Teil der ehemaligen deutschen Kolonie) und hielt für 10 Jahre diesen Posten.  &lt;br /&gt;
Von Shoghi Effendi bekam er den Titel „Ritter Bahá&#039;u&#039;lláhs“ und wurde in den Nationalen Geistigen Rat von Nord-West Afrika gewählt. Innerhalb von drei Jahren wurden 29 der 33 Territorien dem Glauben geöffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Zahl der Bahá&#039;í anstieg verließen viele die Region, um in den umliegenden Ländern zu pionieren (Ghana, Togo). Es wurden davon sehr viele als Ritter Bahá&#039;u&#039;lláhs ernannt. So gab Shoghi Effendi Enoch Olinga den Titel &#039;Abd&#039;l-Futuh&#039;, „Der Vater der Siege/des Triumphes“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Mit der Hilfe von Dr. Ugo Giachery, bekam Enoch einen befristeten Pass und ein Visum, um den Hüter in Haifa zu besuchen. Am 3. Februar 1957 erreichte er Haifa und blieb 10 Tage. Die Liebe, die ihm von Shoghi Effendi entgegengebracht wurde beeinflusste ihn für den Rest seines Lebens.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Völlig entzündet kehrte er nach West-Afrika zurück und mit der Liebe Bahá&#039;u&#039;lláhs im Herzen traf er Vorkehrungen, um seine Familie umzuziehen. Seine Lehrarbeit in den Britischen Territorien setzte er fort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung zur Hand der Sache Gottes==&lt;br /&gt;
Es war bei einem Besuch in Uganda am 2. Oktober 1957, dass ihm, in einem Telegramm an Herrn Banani, mitgeteilt wurde, dass er mit John Roberts und William Sears als Hände der Sache Gottes ernannt wurden. Sie gehörten zu den letzten von Shoghi Effendi ernannten Hände der Sache Gottes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hand-of-the-cause.jpg|gerahmt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hinscheiden Shoghi Effendis==&lt;br /&gt;
Einen Monat später erreichten ihn die Worte vom Hinscheiden Shoghi Effendis. Es war ihm nicht möglich an der Beisetzung in London teilzunehmen, da er Teilnehmer des ersten Treffens der Hände der Sache Gottes in Bahji am 18. November 1957 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. April 1963 führte er den Vorsitz der Eröffnungsfeier des ersten Bahá&#039;í-Weltkongresses in London, wo auch die Wahl des ersten Universalen Hauses der Gerechtigkeit angekündigt wurde (sie wurden aus 56 Nationalen Geistigen Räten gewählt) und damit endet der Zehn-Jahres-Plan und die Hundertjahrfeier zur Erklärung Bahá&#039;u&#039;lláhs im Garten Ridván.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbot der Sache in Uganda==&lt;br /&gt;
Unter der Herrschaft von Idi Amin wurde der Bahá&#039;í-Glaube eine zeitlang verboten. In dieser Zeit kehrte er nach Uganda zurück, um seine Gemeinde in dieser schwierigen Zeit zu beschützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermordung Enoch Olingas==&lt;br /&gt;
Aufgrund der Situation des Sturzes von Idi Amin und seiner Nachwirkungen wurden er, seine Frau und drei ihrer fünf Kinder am Morgen des 16. September 1979 von fünf Soldaten in nicht bekannten Uniformen ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rúhíyyih Khánum erinnert sich an Enoch Olingas liebenswertesten Eigenschaften: „eine große Fröhlichkeit, ausfüllendes und ansteckendes Lachen“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sein Grab==&lt;br /&gt;
Sein Grab liegt neben dem Grab von seinem Freund und auch Hand der Sache Gottes Musa Banani auf einem Friedhof in der Nähe des Hauses der Andacht&lt;br /&gt;
Seit 2000 gibt es die Olinga Stiftung für Menschliche Entwicklung, die für abgelegene Gebiete Trainings für Grund- und Oberschulen in Ghanas West-Region anbieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Bahai Library Online, by Richard Francis 1998 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==zu Teso==&lt;br /&gt;
Die Iteso oder Teso sind mit einem Bevölkerungsanteil von schätzungsweise 8,1 %, also etwa 2.500.000 Individuen, die zweitgrößte Volksgruppe in Uganda, daneben gibt es auch im angrenzenden Kenia etwa 280.000 Iteso. Sie gehören zu den nilotischen Völkern. Ihre ostnilotische Sprache wird Ateso genannt.&lt;br /&gt;
In Uganda erstreckt sich das Siedlungsgebiet der Iteso von Karamoja bis an den Kyogasee und umfasst die Distrikte Soroti, Kumi, Katakwi, Amuria und Kaberamaido. In Kenia leben sie im Busia-Distrikt, auch um die Grenzstadt Malaba. Die Iteso betreiben Ackerbau, seit der Einführung von Cash Crops um 1912 bauen sie auch Kaffee und Baumwolle zum Verkauf an. Ihre Gesellschaft ist einerseits in lose organisierten Clans mit Ältesten an der Spitze, andererseits in Altersklassen organisiert.&lt;br /&gt;
Ein bekannter Teso ist der katholische Bischof von Kakamega in Kenia, Philip Sulumeti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Britisch-Kamerun: Teil der ehemaligen deutschen Kolonie. Wurde nach dem 1. Weltkrieg britisches Völkerbundsmandat und später UN-Treuhandgebiet und zusammen mit Nigeria verwaltet)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
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		<title>Datei:Hand-of-the-cause.jpg</title>
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		<updated>2020-05-25T13:45:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;zu dritt Hand in Hand&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
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		<updated>2020-05-25T13:38:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Enoch Olinga&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
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		<title>Enoch Olinga</title>
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		<updated>2020-05-25T13:37:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: Die Seite wurde neu angelegt: „Enoch Olinga    ==Kindheit und Jugend== wurde am 24. Juni 1926 in eine christliche Familie der Ethnie Iteso als zweiter Sohn von Samusan Okadakina und Eseza ly…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Enoch Olinga  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
wurde am 24. Juni 1926 in eine christliche Familie der Ethnie Iteso als zweiter Sohn von Samusan Okadakina und Eseza lyamitai Soroti County, Uganda geboren.&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren hingebungsvolle Mitglieder der einheimischen Anglican Church von Uganda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 zog die ganze Familie in das Dorf Tilling um, wo er vor Ort und in der Nachbarstadt Ngora seine Schulbildung bekam. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später besuchte er die Oberschule in Mbale. 1941, mit 15 Jahren ging er zum &#039;Britischen Army Education Corps&#039; in Nairobi/Kenya. Später wechselte er zu dem &#039;East African King&#039;s Rifles Corps&#039; in Südostasien und besuchte u.a. Burma, Bangladesh (damals Ost-Pakistan), Ceylon und Indien. Mit 20 kehrte er in seine Heimat zurück und schloss sich dem „Regierungsdepartement für Beziehung und Sozialhilfe“, stationiert in Soroti und Mbale, an. &lt;br /&gt;
Um 1950 zog er nach Kampala, der Hauptstadt von Uganda um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war nun verheiratet und hatte Kinder. Er entwickelte persönliche Probleme, war vom Leben desillusioniert und wurde – trotz seines jahrelangen Dienstes und bekannten Leistungsfähigkeit - wegen Alkoholproblemen entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit der Bahá&#039;í Religion==&lt;br /&gt;
1951 kam er in Kontakt mit der Bahá&#039;í-Religion durch &#039;Ali Nakhiavani, dem Schwiegersohn von Familie Bananis, persischen Bahá&#039;í-Pionieren, und mit der Erklärung 1952  - als dritter ugandischer Bahá&#039;í und erster seines Stammes in Kampala, konnte Enoch seine Alkoholprobleme aufgeben. Allerdings war es zu spät um seine Regierungskarriere zu retten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde ein enger Freund von &#039;Ali Nakhiavani und war regelmäßiger Besucher der Bahá&#039;í-Treffen im Heim von Familie Banani. Aufgrund seiner unglaublichen Wandlung wurde seine Frau auch bald Bahá&#039;ì. Viele folgten nach und an Ridván 1952 konnten die ersten Lokalen Geistigen Räte in Uganda gebildet werden. Kurz darauf kehrte Enoch in Dorf Tilling zurück, um die Glücksbotschaft Bahá&#039;u&#039;lláhs zu verbreiten. Im folgenden Jahr wurden neun weitere Geistige Räte gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 12. - 18. Februar 1953 wurden die ersten vier Interkontinentalen Konferenzen in Kampala abgehalten und Shoghi Effendi bejubelte die große Anzahl der neuen Gläubigen mit einem “erfreuten Herzen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pionieren==&lt;br /&gt;
Auf die Aufforderung neue Gebiete als Pionier zu öffnen, reagierte Enoch sofort und wurde 1953 der erste Pionier für Britisch-Kamerun (Teil der ehemaligen deutschen Kolonie) und hielt für 10 Jahre diesen Posten.  &lt;br /&gt;
Von Shoghi Effendi bekam er den Titel „Ritter Bahá&#039;u&#039;lláhs“ und wurde in den Nationalen Geistigen Rat von Nord-West Afrika gewählt. Innerhalb von drei Jahren wurden 29 der 33 Territorien dem Glauben geöffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Zahl der Bahá&#039;í anstieg verließen viele die Region, um in den umliegenden Ländern zu pionieren (Ghana, Togo). Es wurden davon sehr viele als Ritter Bahá&#039;u&#039;lláhs ernannt. So gab Shoghi Effendi Enoch Olinga den Titel &#039;Abd&#039;l-Futuh&#039;, „Der Vater der Siege/des Triumphes“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Mit der Hilfe von Dr. Ugo Giachery, bekam Enoch einen befristeten Pass und ein Visum, um den Hüter in Haifa zu besuchen. Am 3. Februar 1957 erreichte er Haifa und blieb 10 Tage. Die Liebe, die ihm von Shoghi Effendi entgegengebracht wurde beeinflusste ihn für den Rest seines Lebens.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Völlig entzündet kehrte er nach West-Afrika zurück und mit der Liebe Bahá&#039;u&#039;lláhs im Herzen traf er Vorkehrungen, um seine Familie umzuziehen. Seine Lehrarbeit in den Britischen Territorien setzte er fort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung zur Hand der Sache Gottes==&lt;br /&gt;
Es war bei einem Besuch in Uganda am 2. Oktober 1957, dass ihm, in einem Telegramm an Herrn Banani, mitgeteilt wurde, dass er mit John Roberts und William Sears als Hände der Sache Gottes ernannt wurden. Sie gehörten zu den letzten von Shoghi Effendi ernannten Hände der Sache Gottes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hinscheiden Shoghi Effendis==&lt;br /&gt;
Einen Monat später erreichten ihn die Worte vom Hinscheiden Shoghi Effendis. Es war ihm nicht möglich an der Beisetzung in London teilzunehmen, da er Teilnehmer des ersten Treffens der Hände der Sache Gottes in Bahji am 18. November 1957 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. April 1963 führte er den Vorsitz der Eröffnungsfeier des ersten Bahá&#039;í-Weltkongresses in London, wo auch die Wahl des ersten Universalen Hauses der Gerechtigkeit angekündigt wurde (sie wurden aus 56 Nationalen Geistigen Räten gewählt) und damit endet der Zehn-Jahres-Plan und die Hundertjahrfeier zur Erklärung Bahá&#039;u&#039;lláhs im Garten Ridván.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verbot der Sache in Uganda==&lt;br /&gt;
Unter der Herrschaft von Idi Amin wurde der Bahá&#039;í-Glaube eine zeitlang verboten. In dieser Zeit kehrte er nach Uganda zurück, um seine Gemeinde in dieser schwierigen Zeit zu beschützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ermordung Enoch Olingas==&lt;br /&gt;
Aufgrund der Situation des Sturzes von Idi Amin und seiner Nachwirkungen wurden er, seine Frau und drei ihrer fünf Kinder am Morgen des 16. September 1979 von fünf Soldaten in nicht bekannten Uniformen ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rúhíyyih Khánum erinnert sich an Enoch Olingas liebenswertesten Eigenschaften: „eine große Fröhlichkeit, ausfüllendes und ansteckendes Lachen“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sein Grab==&lt;br /&gt;
Sein Grab liegt neben dem Grab von seinem Freund und auch Hand der Sache Gottes Musa Banani auf einem Friedhof in der Nähe des Hauses der Andacht&lt;br /&gt;
Seit 2000 gibt es die Olinga Stiftung für Menschliche Entwicklung, die für abgelegene Gebiete Trainings für Grund- und Oberschulen in Ghanas West-Region anbieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Bahai Library Online, by Richard Francis 1998 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==zu Teso==&lt;br /&gt;
Die Iteso oder Teso sind mit einem Bevölkerungsanteil von schätzungsweise 8,1 %, also etwa 2.500.000 Individuen, die zweitgrößte Volksgruppe in Uganda, daneben gibt es auch im angrenzenden Kenia etwa 280.000 Iteso. Sie gehören zu den nilotischen Völkern. Ihre ostnilotische Sprache wird Ateso genannt.&lt;br /&gt;
In Uganda erstreckt sich das Siedlungsgebiet der Iteso von Karamoja bis an den Kyogasee und umfasst die Distrikte Soroti, Kumi, Katakwi, Amuria und Kaberamaido. In Kenia leben sie im Busia-Distrikt, auch um die Grenzstadt Malaba. Die Iteso betreiben Ackerbau, seit der Einführung von Cash Crops um 1912 bauen sie auch Kaffee und Baumwolle zum Verkauf an. Ihre Gesellschaft ist einerseits in lose organisierten Clans mit Ältesten an der Spitze, andererseits in Altersklassen organisiert.&lt;br /&gt;
Ein bekannter Teso ist der katholische Bischof von Kakamega in Kenia, Philip Sulumeti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Britisch-Kamerun: Teil der ehemaligen deutschen Kolonie. Wurde nach dem 1. Weltkrieg britisches Völkerbundsmandat und später UN-Treuhandgebiet und zusammen mit Nigeria verwaltet)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
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		<title>Adelbert Mühlschlegel</title>
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		<updated>2020-05-25T11:44:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: /* Telex des Universalen Hauses der Gerechtigkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox hand of the cause&lt;br /&gt;
|name          = Adelbert Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|image         = Adelbert_Mühlschlegel.jpg&lt;br /&gt;
|image_size    = 220px&lt;br /&gt;
|caption       = &lt;br /&gt;
|birth_name    = &lt;br /&gt;
|birth_date    = 16. Juni 1897&lt;br /&gt;
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|death_place   = Athen&lt;br /&gt;
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|education     =&lt;br /&gt;
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|nsa_member    =&lt;br /&gt;
|ibc_member    = &lt;br /&gt;
|custodian     = &lt;br /&gt;
|title         = [[Custodians|Custodian]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Hands of the Cause of God|Hand of the Cause]]&lt;br /&gt;
|appointedby   = [[Shoghi Effendi]], Februar 1952&lt;br /&gt;
|spouse        = [[Herma Mühlschlegel, geb. Weidle]], &lt;br /&gt;
                 [[Ursula Mühlschlegel, geb. Kohler]]  &lt;br /&gt;
|children      = [[Peter Mühlschlegel]], [[Ursula Nicke, geb. Mühlschlegel]], [[Gisela Liedtka, geb. Mühlschlegel]], [[Dieter Mühlschlegel]],  [[Volker Mühlschlegel]] &lt;br /&gt;
|parents       = Albert Mühlschlegel, Doris Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|footnotes     = &lt;br /&gt;
|signature     = Adelbert Mühlschlegel signature.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Adelbert Mühlschlegel&#039;&#039;&#039; (16. Juni 1897 – 29. Juli 1980)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |author = Rabbani, R. (Ed.) |authorlink = Rúhíyyih Khanum |year = 1992 |title = The Ministry of the Custodians 1957-1963 |publisher = Bahá’í World Centre |id = ISBN 085398350X |url = http://bahai-library.com/published.uhj/ministry.custodians.html#xxiii | pages = p. xxiii }}&amp;lt;/ref&amp;gt; war eine [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] und berühmter Deutscher [[Bahá’í]] aus einer evangelischen Familie.  1920 wurde er Bahá’í und übersetzte Literature und diente als Mitglied im [[Nationaler Geistiger Rat]] von Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde als [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] von [[Shoghi Effendi]] im Februar [[1952]] ernannt. Danach reiste er um die Bahá’í in vielen Ländern zu besuchen. Er starb in Athen, [[Griechenland]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
Adelbert Mühlschlegel wurde am 16. Juni 1897 in Berlin geboren. Sein Vater stand als Militärarzt in den Diensten des Königs von Württemberg, seine Mutter war Tochter des Stadtpfarrers von Biberach an der Riß. Während ihm sein Vater, der 1962 hochbetagt starb, den Sinn für Wandern und Geographie, für Ordnung und Pflichterfüllung vermittelte, weckte die Mutter, die 1923, kurz vor Entwicklung des Insulins, der Zuckerkrankheit zum Opfer fiel, in dem jungen Adelbert die Sehnsucht nach geistiger Schau, nach dem beständigen Umgang mit Dichtern, Mystikern und Philosophen und nach selbständigen Bemühungen in dieser Richtung, bei denen ihn seine jüngere Schwester Doris, die in den zwanziger Jahren nach Russland auswanderte und dort 1978 starb, aktiv begleitete. Es muss eine recht fröhliche, urschwäbische Geistigkeit geherrscht haben in diesem Stuttgarter Elternhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam der [[Erste Weltkrieg]]. Der Abiturient meldete sich freiwillig zum Sanitätsdienst in den von seinem Vater  betreuten Frontabschnitten und Lazaretten im Osten. So sammelte er erste Erfahrungen im Beruf des [[Arzt]]es, mit dem ihn später eine eigentümliche Hassliebe verband: die eine der beiden Seelen, die dem jungen Adelbert als echte m Schwaben in der Brust wohnten, schwebte n den weiten Gefilden des Geistes, fragte man den Jungen, was er werden wollte, sagte er Wanderer und Dichter. Die andere Seele setzte sich mit ihrem Sinn für das Praktische und für den Ethos des Dienstes am Nächsten durch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Neben dem [[Medizinstudium]] in Freiburg, Greifswald und Tübingen standen vielschichtige geistige Bemühungen, so vor allem die Auseinandersetzung mit der [[Anthroposophie]] Rudolf Steiners und anderer Strömungen der unruhigen zwanziger Jahre. Ein Höhepunkt, an den er sich gern erinnerte, war eine Tagung in Darmstadt, die Hermann Graf Keyserling für den indischen Dichter und Denker [[Rabindranath Tagore]] ausrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit den Lehren Bahá&#039;u&#039;lláhs==&lt;br /&gt;
Um dieselbe Zeit wurden der suchende Adelbert Mühlschlegel und seine Mutter von Fräulein Viktoria Schütz, der späteren [[Frau von Sixtfeld]], auf die Bahá&#039;í Lehren aufmerksam gemacht. Spontan war er fasziniert von dieser umfassenden Schau und schrieb an [[&#039;Abdu&#039;l-Bahá]], der ihm  mit folgendem Tablet antwortete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tablet &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel.jpg|thumb|left|160px|Sendbrief &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stuttgart zu Händen von Fräulein Viktoria Schütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herrn Adelbert Mühlschlegel - auf ihm sei die Herrlichkeit Gottes des Allherrlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist Gott!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;O Du Sohn des Königreiches!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dein Brief ist eingetroffen. Er war wie ein Duftkissen voller Moschus, und als Ich ihn öffnete, verspürte Ich den Odem der Liebe Gottes. Ich hoffe, dass dein Bächlein zu einem Meere werden und im Hauche göttlicher Führung hohe Wellen gen Osten und gen Westen schlägt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sei deiner Lehrerin höchst verbunden und bekunde ihr herzliche, geisterfüllte Dankbarkeit; denn sie hat den Ruf Gottes deinem Ohr übermittelt und dir ewige Gnade zuteil werden lassen. Erdverbunden warst du und wurdest himmlisch. Im Dunkeln warst du und wurdest erleuchtet. An die Natur warst du gefesselt und wurdet göttlich, und so erlangest du einen Teil an der ewigen Gnade. Sei voll des Glücks und freue dich der Himmlischen Heerscharen und ihrer Melodien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Meine Hoffnung ist, dass du auf dem Pfade Seiner Heiligkeit Bahá&#039;u&#039;lláh wandelst. Deine verehrte Gattin wird einst zu den Begünstigten an der Schwelle der Einheit gehören und mit dem Auge des Erbarmens angesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit dir sei die Herrlichkeit des Allherrlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(gezeichnet in lateinischen Buchstaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abdul Baha abbas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bahji, 16. Oktober 1920&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nahm Adelbert aktiv am Leben der deutschen Bahá&#039;í Gemeinde teil. Die frühesten Sporen finden wir im IV. Jahrgang der &amp;quot;[[Sonne der Wahrheit]]&amp;quot;, wo über einen öffentlichen Vortrag und ein Melodram von ihm anlässlich des dritten deutschen Bahá&#039;í Kongresses im September 1924 in Stuttgart berichtet wird. 1926 heiratet er. Seine Frau [[Herma Mühlschlegel]], geb. Weidle. schenkte ihm zwei Mädchen und drei Jungen, von denen einer als Kind starb. Sie war bis zu ihrem Tod 1964 im Beruf wie in der Bahá&#039;í Arbeit seine engste Mitarbeiterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Ein Höhepunkt ihres Lebens im Glauben Bahá&#039;u&#039;lláhs war für Adelbert und Herma Mühlschlegel ihre Pilgerreise 1936 und ihre Begegnung mit Shoghi Effendi. In den langen Jahren des Verbots und der Verfolgung, während der Wirren des [[Zweiten Weltkrieg]]s zehrten sie von diesem tragenden Erlebnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg==&lt;br /&gt;
Den Krieg konnte Adelbert Mühlschlegel, zeitweise dienstverpflichtet, in seiner Heimatstadt [[Stuttgart]] überstehen, wenn auch mit totalem Bombenschaden und einer Beinnahe-Detonation bei Kriegsende durch die französische Besatzungsmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Dann kam die Zeit des Neubeginns und des Wiederaufbaus. Sie bedeutet für den Dichter und Sprachenfreund neben der Verantwortung im Nationalen Geistigen Rat und vielen Referaten und öffentlichen Veranstaltungen vor allem unermüdliche Übersetzertätigkeit im stillen Studierzimmer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alexanderstrasse==&lt;br /&gt;
In der von Bomben verwüsteten Stadt Stuttgart war die große der Familie Mühlschlegel neu zugewiesene Wohnung zugleich ein Zentrum des Bahá&#039;í Lebens, insbesondere eine Anlaufstelle für viele junge Freunde aus Persien, die nach und nach zum Studium nach Deutschland einreisten. Sicher erinnern sich alle wohl des heiteren, humorvollen Lebens der großen Familie, bei der so manche materielle Not nach dem Krieg durch das frohe Wesen der Eltern Adelbert und Herma Mühlschlegel, auch den Kindern, die im Geiste des Dienstes aufwuchsen, zum Sprungbrett für eine höhere geistige Entwicklung wurde. Rasch war immer ein passendes Zitat aus der Weltliteratur zur Stelle, oder wurde eine eigene Hymne gedichtet - viele mögen sich hier mit Freude an die &amp;quot;Mehlpapp-Hymne&amp;quot; zum immer noch einmal der Anzahl der Hungrigen entsprechend gestreckten Sauerkraut erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sprachen==&lt;br /&gt;
Eine besondere Bereicherung waren die vielen Gäste aus dem Ausland, mit denen neben dem wohltuenden geistigen Austausch Adelbert auch immer gerne seine vielen im Selbstunterricht erlernten Sprachen übte. Oft noch gedachte er in seinen letzten Lebensjahren so mancher lustigen Episode bei gemeinsamen Überprüfen der von ihm übersetzten Bücher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlen==&lt;br /&gt;
Und auch die mit ihm arbeitenden Freunde werden sich immer wieder an Besonderheiten im Wesen dieses nie untätigen Dieners erinnern, wie zum Beispiel sein besonderes Verhältnis zu Zahlen, mit denen er bis zu seinen letzten Tagebuch-Eintragungen all seine Leistungen festhielt und sie in Prozenten auszudrücken vermochte - aber nicht nur den Zahlen blieb er so treu sondern besonders all den vielen durch gemeinsame Arbeit auf dem Pfade Bahá&#039;u&#039;lláhs innig geknüpften Freundschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung==&lt;br /&gt;
Mit seiner Ernennung zur Hand der Sache Gottes im Februar 1952 änderte sich Adelbert Mühlschlegels Leben Schritt für Schritt  bis hin zur beständigen Dienstbereitschaft und der umfassenden Hingabe an die Gesegnete Schönheit, von denen das [[Universale Haus der Gerechtigkeit]] in seiner Botschaft spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Hinscheiden Shoghi Effendis]]== &lt;br /&gt;
Das Schlüsselerlebnis war für ihn der von [[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]] übermittlte Auftrag, den gesegneten Körper von [[Shoghi Effendi]], der am 4. November 1957 in London verstorben war, vor der Beerdigung zu waschen. Über sein Erlebnis dieser letzten Stunde mit dem geliebten Hüter schrieb er&lt;br /&gt;
an [[Rúḥíyyih Khánum]]:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
»Es ist in jener Stunde etwas Neues in mir aufgegangen, über das ich jetzt, nach einigen Tagen, immer noch nicht sprechen kann; wohl aber über die Liebe und Weisheit, die ich auf mich einströmen fühlte. Es war eine so starke geistige Schwingung in diesem für&lt;br /&gt;
weltliche Augen so ganz andersartigen Raum, wie ich sie wohl stärker in meinem Leben nur an den heiligen Schreinen verspürt hatte. Der erste Eindruck ·war der Gegensatz zwischen dem übrigen&lt;br /&gt;
Körper und dem majestätischen, vergeistigten Antlitz, ein die Seele erschütterndes Bild jubelnden Siegens des Ewigen über das Vergängliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite war, daß ich eine Stunde lang betend und zugleich denkend und sorgfältig handelnd war, also, wie sonst, ach, nur allzu selten, in einem bewußten Zustand heiligen, gottverbundenen&lt;br /&gt;
Tuns, als Exercitium, Sinnbild und Extrakt dessen, was ich ,mein&lt;br /&gt;
Leben lang und die Menschheit nun tausend Jahre lang tun soll, um »das Reich« hier auf Erden zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dritte war, daß ich Glied um Glied waschend und salbend dankte, daß jene geliebten Hände für unser Bündnis geschrieben und gehandelt haben, jene Beine für uns gingen, jener Mund zu uns sprach, jene Stirne für uns dachte, und daß ich dabei betete und meditierte, auch meine Glieder mögen in der kurzen Zeit, die mir noch beschieden ist, diesem Dienen nacheifern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vierte war, daß ich entsetzt fühlte, wie ich mit unwürdigen Händen diese erhabene Stirne mit Rosenöl zu salben habe, so wie es einst nur hohe Meister ihren Jüngern taten. Und doch, welches&lt;br /&gt;
Recht, welcher Auftrag kommt uns, den Lebenden zu, über alle Vergangenheit und alles Vergängliche zu walten, seien sie auch noch so erhaben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch viel Gnade, Liebe und Weisheit waren sonst in dieser Stunde verborgen ...... «&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{[[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]]: Das Hinscheiden Shoghi Effendis, Baha&#039;i Verlag, Frankfurt/Main 1958, Seiten 22/23}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interregnum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Image:Hands of the Cause at the Fourth Conclave, 1960.jpg|thumb|left|320px|Hände der Sache Gottes bei der 4. Konklave 1960]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| An den schweren Aufgaben, die den Händen der Sache Gottes als den obersten Sachwaltern des Glaubens mit dem Hinscheiden Shoghi Effendis zufielen, trug Adelbert Mühlschlegel kraftvoll mit. Seine Arztpraxis aufgebend, weilte er mehrere Monate im Heiligen Land, um dann später diejenigen europäischen &lt;br /&gt;
Länder, die noch keine eigenen Nationalen Geistigen Räte hatten, persönlich zu betreuen, bis dort 1962 elf neue Nationale Geistige Räte als weitere Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit gebildet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Mit der ersten Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an Ridván 1963 waren die Hände der Sache Gottes von den weltweiten administrativen Aufgaben befreit, um sich wieder mit all ihren Bemühungen persönlich der Verbreitung und dem Schutz des Glaubens&lt;br /&gt;
zuzuwenden. Nach Tübingen umgesiedelt, widmete sich Adelbert Mühlschlegel zunächst der Pflege seiner inzwischen schwer erkrankten Frau Herma, die im Sommer 1964 verschied, und der Lehrarbeit im süddeutschen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Österreich==&lt;br /&gt;
Im September desselben Jahres verlegte er seinen Wohnsitz nach Österreich, wo der Glauben noch sehr auf Pioniere angewiesen war, und wo er ein Jahr später seine Frau Ursula, geb. Kohler,&lt;br /&gt;
heiratete, die von nun an seine eng vertraute Mitarbeiterin sein durfte. Von Wien aus setzte er durch seine immer zunehmende Korrespondenz und durch viele Reisen in Europa seine unentwegte&lt;br /&gt;
Ermutigung und Vertiefung der Freunde fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Entscheidung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit im Juni 1968 über die Errichtung der Kontinentalen&lt;br /&gt;
Beraterämter befreite sein Herz und erfüllte es mit großer Dankbarkeit gegenüber Bahá&#039;u&#039;lláh und dem Universalen Haus der Gerechtigkeit, dieser Institution, der von Anfang an seine tiefe Ergebenheit und Liebe gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reisen ==&lt;br /&gt;
Freudig nahm er 1969 den Auftrag des Universalen Hauses an, sich nunmehr weltweiten Aufgaben zu widmen und nach Persien, Indien, West- und Ostpakistan sowie nach Nepal zu reisen, um dort als eine Hand der Sache Gottes aus dem Westen die Freunde zu besuchen&lt;br /&gt;
und zu lehren. Dieser Reise folgten noch weitere ehrenvolle&lt;br /&gt;
Aufträge, die ihn durch einen großen Teil Afrikas und Süd-Amerikas&lt;br /&gt;
führten, zu deren Eingeborenen und Pionieren - wie zu den Freunden in Indien und überhaupt im gesamten Osten- er eine tiefe Liebe und Verehrung entwickelte, die seinem nach Wiedervereinigung sehnenden Herzen stets tief empfundene Gebete entströmen, ließ, welche sich am Ende seines Lebens ganz besonders auf die so lange leidende&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde in Persien konzentrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hatte er den Bedürfnissen entsprechend seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt, zu deren aufsteigender Gemeinde so vielfältiger menschlicher Charaktere und landschaftlicher Schönheit ihn bis zum Tode eine innige Liebe verband. Danach, noch einmal für kurze Zeit in Deutschland dienend, empfand er, daß diese, seine Muttergemeinde, durchaus in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen, wenn die Freunde nur lernten, nicht auf ihre eigenen&lt;br /&gt;
Schwächen sondern auf die Macht Bahá&#039;u&#039;lláh zu blicken - was die Freunde in Deutschland dann zu Ridván 1978 auch wirklich bewiesen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Athen==&lt;br /&gt;
Trotz nachlassender Gesundheit siedelte der achtzigjährige Adelbert Mühlschlegel mit seiner Frau nach Griechenland um, in das Land der Wiege der westlichen Zivilisation, dessen alte Philosophen Bahá&#039;u&#039;lláh so hoch gepriesen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier, durch den geschwächten Körper oft bettlägerig und nur noch wenig reisend, widmete er den Hauptteil seiner Zeit dem Studium der Schriften und seinem Buche »Werden und Reifen eines Baha&#039;i«; &amp;lt;ref&amp;gt; Selbsterziehung zum Bahá&#039;í https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/&amp;lt;/ref&amp;gt; zu dem er sich angeregt fühlte durch das dritte Hauptziel des Fünfjahresplanes »der Entwicklung der kennzeichnenden Wesensart des Bahá&#039;í-Lebens, dem umfassenden Thema, zu dem dann auch spontan seine geliebten Freunde in Luxemburg ihn um die Niederschrift seiner Gedanken baten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr sich selbst vergeistigend und seinen zahlreichen Gästen in seinem Athener Heim zur Quelle geistiger Erkenntnis während liebevoller Gespräche geworden, erlebte er einen glücklichen, sehr bewußten, geistig reichen Lebensabend, während dem er in ganz besonderem Ausmaß seine Frau Ursula mit einer Liebe umstrahlte und durchdrang, die es ihr, nun ermöglicht, den Kummer des großen persönlichen Verlustes in dieser zärtlichen Liebe dem Willen Gottes dankbar darzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese immerwährende Dankbarkeit und unbedingte, liebevolle strahlende Unterwerfung unter den Willen Gottes und die Befolgung Seiner Gebote, beherrschte so stark während der letzten Lebensjahre sein ganzes Denken und Fühlen, und es wundert nicht,&lt;br /&gt;
daß, obwohl er kaum mehr Schreiben konnte, seine letzte Eintragung im so treu geführten Tagebuch nach zwei nicht ganz klar lesbaren Zeilen mit den deutlich geschriebenen Worten »Gottes Wille« endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Willen und Ratschluss Gottes liebend durfte Adelbert Mühlschlegel während eines der Wiederholung des [[Größten Namen]]s folgenden kurzen, ruhigen Schlafes die Schwelle zur geistigen Welt überschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am 31. Juli 1980 im protestantischen Sektor des Ersten Friedhofs von Athen stattgefundene blumenreiche Beisetzung wurde von Rolf Haug, dem langjährigen persönlichen Freund des Heimgegangenen in griechischer Sprache durchgeführt und viele der neunzig, aus acht verschiedenen Ländern, anwesenden Freunde verabschiedeten sich dort zum letzten mal mit innig, in&lt;br /&gt;
vielen Sprachen gesungen und gesprochenen Gebeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Telex des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Betrübten Herzens geben wir das Hinscheiden der geliebten Hand der Sache &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gottes Adelbert Mühlschlegel bekannt. Die ganze Baha&#039;i-Welt erleidet einen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;schmerzlichen Verlust, der besonders in Europa, der hauptsächlichen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stätte seiner hervorragenden Dienste für die Sache Gottes empfunden wird.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nachdem er viele Jahre im Nationalen Geistigen Rat von Deutschland gedient&lt;br /&gt;
&#039;&#039;hatte, wurde er nach seiner Erhebung in den Rang einer Hand der&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sache einer der Baumeister der allmählich sichtbar werdenden europäischen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Baha&#039;i-Gemeinde; er reiste, er ermutigte, er ließ sich nieder, wo immer das&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dienen am dringendsten nötig war, er pionierte schließlich nach Griechenland&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und gab seine Seele an seinem Pionierort auf. Seine stete Bereitschaft&lt;br /&gt;
&#039;&#039;zu dienen, seine Fähigkeit, die Zuneigung der Gläubigen und anderer gleichermaßen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;zu geWinnen durch seine liebevolle Güte, seine heitere Demut,&lt;br /&gt;
&#039;&#039;~ eine strahlende Fröhlichkeit, sein nie erlahmendes Streben nach Wissen&lt;br /&gt;
&#039;&#039;und seine völlige Hingabe an die Gesegnete Schönheit - machen ihn zu&lt;br /&gt;
&#039;&#039;einem wunderbaren Beispiel des Baha&#039;i-Lebens.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wir ersuchen die Freunde, aus Anlaß seines Hinscheidens Gedenkfeiern&lt;br /&gt;
&#039;&#039;abzuhalten und bitten um gebührende Gedenkandachten in allen Muttertempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Universale Haus der Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bücher==&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/2595/ Adelbert Mühlschlegel - Eine Biographie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/567/ Gedichte Mystische Erfahrungen in poetische Sprache gekleidet.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/ Selbsterziehung zum Bahá&#039;í Dieses Buch möchte dem Sucher ein vertrauter Freund werden, der ihm die Hand reicht, den Pfad zu finden.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/180/ Bahá&#039;í-Kinder-ABC Herausgegeben 1983, Text bearbeitet von Dr. A. Mühlschlegel und H. Berdjis]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/2872/ Held, Peter CD: Im Herzen glüht es Vertonte Gedichte von Adelbert Mühlschlegel Musik Peter Held]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{clear}}&lt;br /&gt;
==Notes==&lt;br /&gt;
{{reflist}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==References==&lt;br /&gt;
*{{cite book&lt;br /&gt;
 |first=Barron&lt;br /&gt;
 |last=Harper&lt;br /&gt;
 |year=1997&lt;br /&gt;
 |title=Lights of Fortitude&lt;br /&gt;
 |edition=Paperback&lt;br /&gt;
 |publisher=George Ronald&lt;br /&gt;
 |location=Oxford, UK&lt;br /&gt;
 |id=ISBN 0853984131&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==External link==&lt;br /&gt;
{{media|Category:Adelbert Mühlschlegel|Adelbert Mühlschlegel}}&lt;br /&gt;
*[http://www.youtube.com/watch?v=Hh8zO4Z480o Video recording of Ugo Giachery and Adelbert Mühlschlegel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hands of the Cause of God}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Muhlschlegel, Adelbert}}&lt;br /&gt;
[[Category:Hands of the Cause of God]]&lt;br /&gt;
[[Category:German Bahá’ís]]&lt;br /&gt;
[[Category:1897 births]]&lt;br /&gt;
[[Category:1980 deaths]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[fr:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[pt:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1039</id>
		<title>Adelbert Mühlschlegel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1039"/>
		<updated>2020-05-25T11:43:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: /* Telex des Universalen Hauses der Gerechtigkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox hand of the cause&lt;br /&gt;
|name          = Adelbert Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|image         = Adelbert_Mühlschlegel.jpg&lt;br /&gt;
|image_size    = 220px&lt;br /&gt;
|caption       = &lt;br /&gt;
|birth_name    = &lt;br /&gt;
|birth_date    = 16. Juni 1897&lt;br /&gt;
|birth_place   = Berlin&lt;br /&gt;
|death_date    = 29. Juli 1980&lt;br /&gt;
|death_place   = Athen&lt;br /&gt;
|resting_place = Athen&lt;br /&gt;
|resting_place_coordinates = &lt;br /&gt;
|known_for     = &lt;br /&gt;
|education     =&lt;br /&gt;
|occupation    = &lt;br /&gt;
|nsa_member    =&lt;br /&gt;
|ibc_member    = &lt;br /&gt;
|custodian     = &lt;br /&gt;
|title         = [[Custodians|Custodian]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Hands of the Cause of God|Hand of the Cause]]&lt;br /&gt;
|appointedby   = [[Shoghi Effendi]], Februar 1952&lt;br /&gt;
|spouse        = [[Herma Mühlschlegel, geb. Weidle]], &lt;br /&gt;
                 [[Ursula Mühlschlegel, geb. Kohler]]  &lt;br /&gt;
|children      = [[Peter Mühlschlegel]], [[Ursula Nicke, geb. Mühlschlegel]], [[Gisela Liedtka, geb. Mühlschlegel]], [[Dieter Mühlschlegel]],  [[Volker Mühlschlegel]] &lt;br /&gt;
|parents       = Albert Mühlschlegel, Doris Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|footnotes     = &lt;br /&gt;
|signature     = Adelbert Mühlschlegel signature.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Adelbert Mühlschlegel&#039;&#039;&#039; (16. Juni 1897 – 29. Juli 1980)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |author = Rabbani, R. (Ed.) |authorlink = Rúhíyyih Khanum |year = 1992 |title = The Ministry of the Custodians 1957-1963 |publisher = Bahá’í World Centre |id = ISBN 085398350X |url = http://bahai-library.com/published.uhj/ministry.custodians.html#xxiii | pages = p. xxiii }}&amp;lt;/ref&amp;gt; war eine [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] und berühmter Deutscher [[Bahá’í]] aus einer evangelischen Familie.  1920 wurde er Bahá’í und übersetzte Literature und diente als Mitglied im [[Nationaler Geistiger Rat]] von Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde als [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] von [[Shoghi Effendi]] im Februar [[1952]] ernannt. Danach reiste er um die Bahá’í in vielen Ländern zu besuchen. Er starb in Athen, [[Griechenland]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
Adelbert Mühlschlegel wurde am 16. Juni 1897 in Berlin geboren. Sein Vater stand als Militärarzt in den Diensten des Königs von Württemberg, seine Mutter war Tochter des Stadtpfarrers von Biberach an der Riß. Während ihm sein Vater, der 1962 hochbetagt starb, den Sinn für Wandern und Geographie, für Ordnung und Pflichterfüllung vermittelte, weckte die Mutter, die 1923, kurz vor Entwicklung des Insulins, der Zuckerkrankheit zum Opfer fiel, in dem jungen Adelbert die Sehnsucht nach geistiger Schau, nach dem beständigen Umgang mit Dichtern, Mystikern und Philosophen und nach selbständigen Bemühungen in dieser Richtung, bei denen ihn seine jüngere Schwester Doris, die in den zwanziger Jahren nach Russland auswanderte und dort 1978 starb, aktiv begleitete. Es muss eine recht fröhliche, urschwäbische Geistigkeit geherrscht haben in diesem Stuttgarter Elternhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam der [[Erste Weltkrieg]]. Der Abiturient meldete sich freiwillig zum Sanitätsdienst in den von seinem Vater  betreuten Frontabschnitten und Lazaretten im Osten. So sammelte er erste Erfahrungen im Beruf des [[Arzt]]es, mit dem ihn später eine eigentümliche Hassliebe verband: die eine der beiden Seelen, die dem jungen Adelbert als echte m Schwaben in der Brust wohnten, schwebte n den weiten Gefilden des Geistes, fragte man den Jungen, was er werden wollte, sagte er Wanderer und Dichter. Die andere Seele setzte sich mit ihrem Sinn für das Praktische und für den Ethos des Dienstes am Nächsten durch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Neben dem [[Medizinstudium]] in Freiburg, Greifswald und Tübingen standen vielschichtige geistige Bemühungen, so vor allem die Auseinandersetzung mit der [[Anthroposophie]] Rudolf Steiners und anderer Strömungen der unruhigen zwanziger Jahre. Ein Höhepunkt, an den er sich gern erinnerte, war eine Tagung in Darmstadt, die Hermann Graf Keyserling für den indischen Dichter und Denker [[Rabindranath Tagore]] ausrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit den Lehren Bahá&#039;u&#039;lláhs==&lt;br /&gt;
Um dieselbe Zeit wurden der suchende Adelbert Mühlschlegel und seine Mutter von Fräulein Viktoria Schütz, der späteren [[Frau von Sixtfeld]], auf die Bahá&#039;í Lehren aufmerksam gemacht. Spontan war er fasziniert von dieser umfassenden Schau und schrieb an [[&#039;Abdu&#039;l-Bahá]], der ihm  mit folgendem Tablet antwortete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tablet &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel.jpg|thumb|left|160px|Sendbrief &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stuttgart zu Händen von Fräulein Viktoria Schütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herrn Adelbert Mühlschlegel - auf ihm sei die Herrlichkeit Gottes des Allherrlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist Gott!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;O Du Sohn des Königreiches!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dein Brief ist eingetroffen. Er war wie ein Duftkissen voller Moschus, und als Ich ihn öffnete, verspürte Ich den Odem der Liebe Gottes. Ich hoffe, dass dein Bächlein zu einem Meere werden und im Hauche göttlicher Führung hohe Wellen gen Osten und gen Westen schlägt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sei deiner Lehrerin höchst verbunden und bekunde ihr herzliche, geisterfüllte Dankbarkeit; denn sie hat den Ruf Gottes deinem Ohr übermittelt und dir ewige Gnade zuteil werden lassen. Erdverbunden warst du und wurdest himmlisch. Im Dunkeln warst du und wurdest erleuchtet. An die Natur warst du gefesselt und wurdet göttlich, und so erlangest du einen Teil an der ewigen Gnade. Sei voll des Glücks und freue dich der Himmlischen Heerscharen und ihrer Melodien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Meine Hoffnung ist, dass du auf dem Pfade Seiner Heiligkeit Bahá&#039;u&#039;lláh wandelst. Deine verehrte Gattin wird einst zu den Begünstigten an der Schwelle der Einheit gehören und mit dem Auge des Erbarmens angesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit dir sei die Herrlichkeit des Allherrlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(gezeichnet in lateinischen Buchstaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abdul Baha abbas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bahji, 16. Oktober 1920&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nahm Adelbert aktiv am Leben der deutschen Bahá&#039;í Gemeinde teil. Die frühesten Sporen finden wir im IV. Jahrgang der &amp;quot;[[Sonne der Wahrheit]]&amp;quot;, wo über einen öffentlichen Vortrag und ein Melodram von ihm anlässlich des dritten deutschen Bahá&#039;í Kongresses im September 1924 in Stuttgart berichtet wird. 1926 heiratet er. Seine Frau [[Herma Mühlschlegel]], geb. Weidle. schenkte ihm zwei Mädchen und drei Jungen, von denen einer als Kind starb. Sie war bis zu ihrem Tod 1964 im Beruf wie in der Bahá&#039;í Arbeit seine engste Mitarbeiterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Ein Höhepunkt ihres Lebens im Glauben Bahá&#039;u&#039;lláhs war für Adelbert und Herma Mühlschlegel ihre Pilgerreise 1936 und ihre Begegnung mit Shoghi Effendi. In den langen Jahren des Verbots und der Verfolgung, während der Wirren des [[Zweiten Weltkrieg]]s zehrten sie von diesem tragenden Erlebnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg==&lt;br /&gt;
Den Krieg konnte Adelbert Mühlschlegel, zeitweise dienstverpflichtet, in seiner Heimatstadt [[Stuttgart]] überstehen, wenn auch mit totalem Bombenschaden und einer Beinnahe-Detonation bei Kriegsende durch die französische Besatzungsmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Dann kam die Zeit des Neubeginns und des Wiederaufbaus. Sie bedeutet für den Dichter und Sprachenfreund neben der Verantwortung im Nationalen Geistigen Rat und vielen Referaten und öffentlichen Veranstaltungen vor allem unermüdliche Übersetzertätigkeit im stillen Studierzimmer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alexanderstrasse==&lt;br /&gt;
In der von Bomben verwüsteten Stadt Stuttgart war die große der Familie Mühlschlegel neu zugewiesene Wohnung zugleich ein Zentrum des Bahá&#039;í Lebens, insbesondere eine Anlaufstelle für viele junge Freunde aus Persien, die nach und nach zum Studium nach Deutschland einreisten. Sicher erinnern sich alle wohl des heiteren, humorvollen Lebens der großen Familie, bei der so manche materielle Not nach dem Krieg durch das frohe Wesen der Eltern Adelbert und Herma Mühlschlegel, auch den Kindern, die im Geiste des Dienstes aufwuchsen, zum Sprungbrett für eine höhere geistige Entwicklung wurde. Rasch war immer ein passendes Zitat aus der Weltliteratur zur Stelle, oder wurde eine eigene Hymne gedichtet - viele mögen sich hier mit Freude an die &amp;quot;Mehlpapp-Hymne&amp;quot; zum immer noch einmal der Anzahl der Hungrigen entsprechend gestreckten Sauerkraut erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sprachen==&lt;br /&gt;
Eine besondere Bereicherung waren die vielen Gäste aus dem Ausland, mit denen neben dem wohltuenden geistigen Austausch Adelbert auch immer gerne seine vielen im Selbstunterricht erlernten Sprachen übte. Oft noch gedachte er in seinen letzten Lebensjahren so mancher lustigen Episode bei gemeinsamen Überprüfen der von ihm übersetzten Bücher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlen==&lt;br /&gt;
Und auch die mit ihm arbeitenden Freunde werden sich immer wieder an Besonderheiten im Wesen dieses nie untätigen Dieners erinnern, wie zum Beispiel sein besonderes Verhältnis zu Zahlen, mit denen er bis zu seinen letzten Tagebuch-Eintragungen all seine Leistungen festhielt und sie in Prozenten auszudrücken vermochte - aber nicht nur den Zahlen blieb er so treu sondern besonders all den vielen durch gemeinsame Arbeit auf dem Pfade Bahá&#039;u&#039;lláhs innig geknüpften Freundschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung==&lt;br /&gt;
Mit seiner Ernennung zur Hand der Sache Gottes im Februar 1952 änderte sich Adelbert Mühlschlegels Leben Schritt für Schritt  bis hin zur beständigen Dienstbereitschaft und der umfassenden Hingabe an die Gesegnete Schönheit, von denen das [[Universale Haus der Gerechtigkeit]] in seiner Botschaft spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Hinscheiden Shoghi Effendis]]== &lt;br /&gt;
Das Schlüsselerlebnis war für ihn der von [[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]] übermittlte Auftrag, den gesegneten Körper von [[Shoghi Effendi]], der am 4. November 1957 in London verstorben war, vor der Beerdigung zu waschen. Über sein Erlebnis dieser letzten Stunde mit dem geliebten Hüter schrieb er&lt;br /&gt;
an [[Rúḥíyyih Khánum]]:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
»Es ist in jener Stunde etwas Neues in mir aufgegangen, über das ich jetzt, nach einigen Tagen, immer noch nicht sprechen kann; wohl aber über die Liebe und Weisheit, die ich auf mich einströmen fühlte. Es war eine so starke geistige Schwingung in diesem für&lt;br /&gt;
weltliche Augen so ganz andersartigen Raum, wie ich sie wohl stärker in meinem Leben nur an den heiligen Schreinen verspürt hatte. Der erste Eindruck ·war der Gegensatz zwischen dem übrigen&lt;br /&gt;
Körper und dem majestätischen, vergeistigten Antlitz, ein die Seele erschütterndes Bild jubelnden Siegens des Ewigen über das Vergängliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite war, daß ich eine Stunde lang betend und zugleich denkend und sorgfältig handelnd war, also, wie sonst, ach, nur allzu selten, in einem bewußten Zustand heiligen, gottverbundenen&lt;br /&gt;
Tuns, als Exercitium, Sinnbild und Extrakt dessen, was ich ,mein&lt;br /&gt;
Leben lang und die Menschheit nun tausend Jahre lang tun soll, um »das Reich« hier auf Erden zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dritte war, daß ich Glied um Glied waschend und salbend dankte, daß jene geliebten Hände für unser Bündnis geschrieben und gehandelt haben, jene Beine für uns gingen, jener Mund zu uns sprach, jene Stirne für uns dachte, und daß ich dabei betete und meditierte, auch meine Glieder mögen in der kurzen Zeit, die mir noch beschieden ist, diesem Dienen nacheifern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vierte war, daß ich entsetzt fühlte, wie ich mit unwürdigen Händen diese erhabene Stirne mit Rosenöl zu salben habe, so wie es einst nur hohe Meister ihren Jüngern taten. Und doch, welches&lt;br /&gt;
Recht, welcher Auftrag kommt uns, den Lebenden zu, über alle Vergangenheit und alles Vergängliche zu walten, seien sie auch noch so erhaben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch viel Gnade, Liebe und Weisheit waren sonst in dieser Stunde verborgen ...... «&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{[[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]]: Das Hinscheiden Shoghi Effendis, Baha&#039;i Verlag, Frankfurt/Main 1958, Seiten 22/23}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interregnum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Image:Hands of the Cause at the Fourth Conclave, 1960.jpg|thumb|left|320px|Hände der Sache Gottes bei der 4. Konklave 1960]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| An den schweren Aufgaben, die den Händen der Sache Gottes als den obersten Sachwaltern des Glaubens mit dem Hinscheiden Shoghi Effendis zufielen, trug Adelbert Mühlschlegel kraftvoll mit. Seine Arztpraxis aufgebend, weilte er mehrere Monate im Heiligen Land, um dann später diejenigen europäischen &lt;br /&gt;
Länder, die noch keine eigenen Nationalen Geistigen Räte hatten, persönlich zu betreuen, bis dort 1962 elf neue Nationale Geistige Räte als weitere Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit gebildet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Mit der ersten Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an Ridván 1963 waren die Hände der Sache Gottes von den weltweiten administrativen Aufgaben befreit, um sich wieder mit all ihren Bemühungen persönlich der Verbreitung und dem Schutz des Glaubens&lt;br /&gt;
zuzuwenden. Nach Tübingen umgesiedelt, widmete sich Adelbert Mühlschlegel zunächst der Pflege seiner inzwischen schwer erkrankten Frau Herma, die im Sommer 1964 verschied, und der Lehrarbeit im süddeutschen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Österreich==&lt;br /&gt;
Im September desselben Jahres verlegte er seinen Wohnsitz nach Österreich, wo der Glauben noch sehr auf Pioniere angewiesen war, und wo er ein Jahr später seine Frau Ursula, geb. Kohler,&lt;br /&gt;
heiratete, die von nun an seine eng vertraute Mitarbeiterin sein durfte. Von Wien aus setzte er durch seine immer zunehmende Korrespondenz und durch viele Reisen in Europa seine unentwegte&lt;br /&gt;
Ermutigung und Vertiefung der Freunde fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Entscheidung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit im Juni 1968 über die Errichtung der Kontinentalen&lt;br /&gt;
Beraterämter befreite sein Herz und erfüllte es mit großer Dankbarkeit gegenüber Bahá&#039;u&#039;lláh und dem Universalen Haus der Gerechtigkeit, dieser Institution, der von Anfang an seine tiefe Ergebenheit und Liebe gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reisen ==&lt;br /&gt;
Freudig nahm er 1969 den Auftrag des Universalen Hauses an, sich nunmehr weltweiten Aufgaben zu widmen und nach Persien, Indien, West- und Ostpakistan sowie nach Nepal zu reisen, um dort als eine Hand der Sache Gottes aus dem Westen die Freunde zu besuchen&lt;br /&gt;
und zu lehren. Dieser Reise folgten noch weitere ehrenvolle&lt;br /&gt;
Aufträge, die ihn durch einen großen Teil Afrikas und Süd-Amerikas&lt;br /&gt;
führten, zu deren Eingeborenen und Pionieren - wie zu den Freunden in Indien und überhaupt im gesamten Osten- er eine tiefe Liebe und Verehrung entwickelte, die seinem nach Wiedervereinigung sehnenden Herzen stets tief empfundene Gebete entströmen, ließ, welche sich am Ende seines Lebens ganz besonders auf die so lange leidende&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde in Persien konzentrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hatte er den Bedürfnissen entsprechend seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt, zu deren aufsteigender Gemeinde so vielfältiger menschlicher Charaktere und landschaftlicher Schönheit ihn bis zum Tode eine innige Liebe verband. Danach, noch einmal für kurze Zeit in Deutschland dienend, empfand er, daß diese, seine Muttergemeinde, durchaus in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen, wenn die Freunde nur lernten, nicht auf ihre eigenen&lt;br /&gt;
Schwächen sondern auf die Macht Bahá&#039;u&#039;lláh zu blicken - was die Freunde in Deutschland dann zu Ridván 1978 auch wirklich bewiesen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Athen==&lt;br /&gt;
Trotz nachlassender Gesundheit siedelte der achtzigjährige Adelbert Mühlschlegel mit seiner Frau nach Griechenland um, in das Land der Wiege der westlichen Zivilisation, dessen alte Philosophen Bahá&#039;u&#039;lláh so hoch gepriesen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier, durch den geschwächten Körper oft bettlägerig und nur noch wenig reisend, widmete er den Hauptteil seiner Zeit dem Studium der Schriften und seinem Buche »Werden und Reifen eines Baha&#039;i«; &amp;lt;ref&amp;gt; Selbsterziehung zum Bahá&#039;í https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/&amp;lt;/ref&amp;gt; zu dem er sich angeregt fühlte durch das dritte Hauptziel des Fünfjahresplanes »der Entwicklung der kennzeichnenden Wesensart des Bahá&#039;í-Lebens, dem umfassenden Thema, zu dem dann auch spontan seine geliebten Freunde in Luxemburg ihn um die Niederschrift seiner Gedanken baten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr sich selbst vergeistigend und seinen zahlreichen Gästen in seinem Athener Heim zur Quelle geistiger Erkenntnis während liebevoller Gespräche geworden, erlebte er einen glücklichen, sehr bewußten, geistig reichen Lebensabend, während dem er in ganz besonderem Ausmaß seine Frau Ursula mit einer Liebe umstrahlte und durchdrang, die es ihr, nun ermöglicht, den Kummer des großen persönlichen Verlustes in dieser zärtlichen Liebe dem Willen Gottes dankbar darzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese immerwährende Dankbarkeit und unbedingte, liebevolle strahlende Unterwerfung unter den Willen Gottes und die Befolgung Seiner Gebote, beherrschte so stark während der letzten Lebensjahre sein ganzes Denken und Fühlen, und es wundert nicht,&lt;br /&gt;
daß, obwohl er kaum mehr Schreiben konnte, seine letzte Eintragung im so treu geführten Tagebuch nach zwei nicht ganz klar lesbaren Zeilen mit den deutlich geschriebenen Worten »Gottes Wille« endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Willen und Ratschluss Gottes liebend durfte Adelbert Mühlschlegel während eines der Wiederholung des [[Größten Namen]]s folgenden kurzen, ruhigen Schlafes die Schwelle zur geistigen Welt überschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am 31. Juli 1980 im protestantischen Sektor des Ersten Friedhofs von Athen stattgefundene blumenreiche Beisetzung wurde von Rolf Haug, dem langjährigen persönlichen Freund des Heimgegangenen in griechischer Sprache durchgeführt und viele der neunzig, aus acht verschiedenen Ländern, anwesenden Freunde verabschiedeten sich dort zum letzten mal mit innig, in&lt;br /&gt;
vielen Sprachen gesungen und gesprochenen Gebeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Telex des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Betrübten Herzens geben wir das Hinscheiden der geliebten Hand der Sache&lt;br /&gt;
Gottes Adelbert Mühlschlegel bekannt. Die ganze Baha&#039;i-Welt erleidet einen&lt;br /&gt;
schmerzlichen Verlust, der besonders in Europa, der hauptsächlichen&lt;br /&gt;
Stätte seiner hervorragenden Dienste für die Sache Gottes empfunden wird.&lt;br /&gt;
Nachdem er viele Jahre im Nationalen Geistigen Rat von Deutschland gedient&lt;br /&gt;
hatte, wurde er nach seiner Erhebung in den Rang einer Hand der&lt;br /&gt;
Sache einer der Baumeister der allmählich sichtbar werdenden europäischen&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde; er reiste, er ermutigte, er ließ sich nieder, wo immer das&lt;br /&gt;
Dienen am dringendsten nötig war, er pionierte schließlich nach Griechenland&lt;br /&gt;
und gab seine Seele an seinem Pionierort auf. Seine stete Bereitschaft&lt;br /&gt;
zu dienen, seine Fähigkeit, die Zuneigung der Gläubigen und anderer gleichermaßen&lt;br /&gt;
zu geWinnen durch seine liebevolle Güte, seine heitere Demut,&lt;br /&gt;
~eine strahlende Fröhlichkeit, sein nie erlahmendes Streben nach Wissen&lt;br /&gt;
und seine völlige Hingabe an die Gesegnete Schönheit - machen ihn zu&lt;br /&gt;
einem wunderbaren Beispiel des Baha&#039;i-Lebens.&lt;br /&gt;
Wir ersuchen die Freunde, aus Anlaß seines Hinscheidens Gedenkfeiern&lt;br /&gt;
abZuhalten und bitten um gebührende Gedenkandachten in allen Muttertempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Universale Haus der Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bücher==&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/2595/ Adelbert Mühlschlegel - Eine Biographie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/567/ Gedichte Mystische Erfahrungen in poetische Sprache gekleidet.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/ Selbsterziehung zum Bahá&#039;í Dieses Buch möchte dem Sucher ein vertrauter Freund werden, der ihm die Hand reicht, den Pfad zu finden.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/180/ Bahá&#039;í-Kinder-ABC Herausgegeben 1983, Text bearbeitet von Dr. A. Mühlschlegel und H. Berdjis]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/2872/ Held, Peter CD: Im Herzen glüht es Vertonte Gedichte von Adelbert Mühlschlegel Musik Peter Held]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{clear}}&lt;br /&gt;
==Notes==&lt;br /&gt;
{{reflist}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==References==&lt;br /&gt;
*{{cite book&lt;br /&gt;
 |first=Barron&lt;br /&gt;
 |last=Harper&lt;br /&gt;
 |year=1997&lt;br /&gt;
 |title=Lights of Fortitude&lt;br /&gt;
 |edition=Paperback&lt;br /&gt;
 |publisher=George Ronald&lt;br /&gt;
 |location=Oxford, UK&lt;br /&gt;
 |id=ISBN 0853984131&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==External link==&lt;br /&gt;
{{media|Category:Adelbert Mühlschlegel|Adelbert Mühlschlegel}}&lt;br /&gt;
*[http://www.youtube.com/watch?v=Hh8zO4Z480o Video recording of Ugo Giachery and Adelbert Mühlschlegel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hands of the Cause of God}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Muhlschlegel, Adelbert}}&lt;br /&gt;
[[Category:Hands of the Cause of God]]&lt;br /&gt;
[[Category:German Bahá’ís]]&lt;br /&gt;
[[Category:1897 births]]&lt;br /&gt;
[[Category:1980 deaths]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[fr:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[pt:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1037</id>
		<title>Adelbert Mühlschlegel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1037"/>
		<updated>2020-05-22T20:08:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox hand of the cause&lt;br /&gt;
|name          = Adelbert Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|image         = Adelbert_Mühlschlegel.jpg&lt;br /&gt;
|image_size    = 220px&lt;br /&gt;
|caption       = &lt;br /&gt;
|birth_name    = &lt;br /&gt;
|birth_date    = 16. Juni 1897&lt;br /&gt;
|birth_place   = Berlin&lt;br /&gt;
|death_date    = 29. Juli 1980&lt;br /&gt;
|death_place   = Athen&lt;br /&gt;
|resting_place = Athen&lt;br /&gt;
|resting_place_coordinates = &lt;br /&gt;
|known_for     = &lt;br /&gt;
|education     =&lt;br /&gt;
|occupation    = &lt;br /&gt;
|nsa_member    =&lt;br /&gt;
|ibc_member    = &lt;br /&gt;
|custodian     = &lt;br /&gt;
|title         = [[Custodians|Custodian]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Hands of the Cause of God|Hand of the Cause]]&lt;br /&gt;
|appointedby   = [[Shoghi Effendi]], Februar 1952&lt;br /&gt;
|spouse        = [[Herma Mühlschlegel, geb. Weidle]], &lt;br /&gt;
                 [[Ursula Mühlschlegel, geb. Kohler]]  &lt;br /&gt;
|children      = [[Peter Mühlschlegel]], [[Ursula Nicke, geb. Mühlschlegel]], [[Gisela Liedtka, geb. Mühlschlegel]], [[Dieter Mühlschlegel]],  [[Volker Mühlschlegel]] &lt;br /&gt;
|parents       = Albert Mühlschlegel, Doris Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|footnotes     = &lt;br /&gt;
|signature     = Adelbert Mühlschlegel signature.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Adelbert Mühlschlegel&#039;&#039;&#039; (16. Juni 1897 – 29. Juli 1980)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |author = Rabbani, R. (Ed.) |authorlink = Rúhíyyih Khanum |year = 1992 |title = The Ministry of the Custodians 1957-1963 |publisher = Bahá’í World Centre |id = ISBN 085398350X |url = http://bahai-library.com/published.uhj/ministry.custodians.html#xxiii | pages = p. xxiii }}&amp;lt;/ref&amp;gt; war eine [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] und berühmter Deutscher [[Bahá’í]] aus einer evangelischen Familie.  1920 wurde er Bahá’í und übersetzte Literature und diente als Mitglied im [[Nationaler Geistiger Rat]] von Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde als [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] von [[Shoghi Effendi]] im Februar [[1952]] ernannt. Danach reiste er um die Bahá’í in vielen Ländern zu besuchen. Er starb in Athen, [[Griechenland]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
Adelbert Mühlschlegel wurde am 16. Juni 1897 in Berlin geboren. Sein Vater stand als Militärarzt in den Diensten des Königs von Württemberg, seine Mutter war Tochter des Stadtpfarrers von Biberach an der Riß. Während ihm sein Vater, der 1962 hochbetagt starb, den Sinn für Wandern und Geographie, für Ordnung und Pflichterfüllung vermittelte, weckte die Mutter, die 1923, kurz vor Entwicklung des Insulins, der Zuckerkrankheit zum Opfer fiel, in dem jungen Adelbert die Sehnsucht nach geistiger Schau, nach dem beständigen Umgang mit Dichtern, Mystikern und Philosophen und nach selbständigen Bemühungen in dieser Richtung, bei denen ihn seine jüngere Schwester Doris, die in den zwanziger Jahren nach Russland auswanderte und dort 1978 starb, aktiv begleitete. Es muss eine recht fröhliche, urschwäbische Geistigkeit geherrscht haben in diesem Stuttgarter Elternhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam der [[Erste Weltkrieg]]. Der Abiturient meldete sich freiwillig zum Sanitätsdienst in den von seinem Vater  betreuten Frontabschnitten und Lazaretten im Osten. So sammelte er erste Erfahrungen im Beruf des [[Arzt]]es, mit dem ihn später eine eigentümliche Hassliebe verband: die eine der beiden Seelen, die dem jungen Adelbert als echte m Schwaben in der Brust wohnten, schwebte n den weiten Gefilden des Geistes, fragte man den Jungen, was er werden wollte, sagte er Wanderer und Dichter. Die andere Seele setzte sich mit ihrem Sinn für das Praktische und für den Ethos des Dienstes am Nächsten durch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Neben dem [[Medizinstudium]] in Freiburg, Greifswald und Tübingen standen vielschichtige geistige Bemühungen, so vor allem die Auseinandersetzung mit der [[Anthroposophie]] Rudolf Steiners und anderer Strömungen der unruhigen zwanziger Jahre. Ein Höhepunkt, an den er sich gern erinnerte, war eine Tagung in Darmstadt, die Hermann Graf Keyserling für den indischen Dichter und Denker [[Rabindranath Tagore]] ausrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit den Lehren Bahá&#039;u&#039;lláhs==&lt;br /&gt;
Um dieselbe Zeit wurden der suchende Adelbert Mühlschlegel und seine Mutter von Fräulein Viktoria Schütz, der späteren [[Frau von Sixtfeld]], auf die Bahá&#039;í Lehren aufmerksam gemacht. Spontan war er fasziniert von dieser umfassenden Schau und schrieb an [[&#039;Abdu&#039;l-Bahá]], der ihm  mit folgendem Tablet antwortete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tablet &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel.jpg|thumb|left|160px|Sendbrief &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stuttgart zu Händen von Fräulein Viktoria Schütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herrn Adelbert Mühlschlegel - auf ihm sei die Herrlichkeit Gottes des Allherrlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist Gott!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;O Du Sohn des Königreiches!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dein Brief ist eingetroffen. Er war wie ein Duftkissen voller Moschus, und als Ich ihn öffnete, verspürte Ich den Odem der Liebe Gottes. Ich hoffe, dass dein Bächlein zu einem Meere werden und im Hauche göttlicher Führung hohe Wellen gen Osten und gen Westen schlägt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sei deiner Lehrerin höchst verbunden und bekunde ihr herzliche, geisterfüllte Dankbarkeit; denn sie hat den Ruf Gottes deinem Ohr übermittelt und dir ewige Gnade zuteil werden lassen. Erdverbunden warst du und wurdest himmlisch. Im Dunkeln warst du und wurdest erleuchtet. An die Natur warst du gefesselt und wurdet göttlich, und so erlangest du einen Teil an der ewigen Gnade. Sei voll des Glücks und freue dich der Himmlischen Heerscharen und ihrer Melodien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Meine Hoffnung ist, dass du auf dem Pfade Seiner Heiligkeit Bahá&#039;u&#039;lláh wandelst. Deine verehrte Gattin wird einst zu den Begünstigten an der Schwelle der Einheit gehören und mit dem Auge des Erbarmens angesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit dir sei die Herrlichkeit des Allherrlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(gezeichnet in lateinischen Buchstaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abdul Baha abbas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bahji, 16. Oktober 1920&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nahm Adelbert aktiv am Leben der deutschen Bahá&#039;í Gemeinde teil. Die frühesten Sporen finden wir im IV. Jahrgang der &amp;quot;[[Sonne der Wahrheit]]&amp;quot;, wo über einen öffentlichen Vortrag und ein Melodram von ihm anlässlich des dritten deutschen Bahá&#039;í Kongresses im September 1924 in Stuttgart berichtet wird. 1926 heiratet er. Seine Frau [[Herma Mühlschlegel]], geb. Weidle. schenkte ihm zwei Mädchen und drei Jungen, von denen einer als Kind starb. Sie war bis zu ihrem Tod 1964 im Beruf wie in der Bahá&#039;í Arbeit seine engste Mitarbeiterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Ein Höhepunkt ihres Lebens im Glauben Bahá&#039;u&#039;lláhs war für Adelbert und Herma Mühlschlegel ihre Pilgerreise 1936 und ihre Begegnung mit Shoghi Effendi. In den langen Jahren des Verbots und der Verfolgung, während der Wirren des [[Zweiten Weltkrieg]]s zehrten sie von diesem tragenden Erlebnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg==&lt;br /&gt;
Den Krieg konnte Adelbert Mühlschlegel, zeitweise dienstverpflichtet, in seiner Heimatstadt [[Stuttgart]] überstehen, wenn auch mit totalem Bombenschaden und einer Beinnahe-Detonation bei Kriegsende durch die französische Besatzungsmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Dann kam die Zeit des Neubeginns und des Wiederaufbaus. Sie bedeutet für den Dichter und Sprachenfreund neben der Verantwortung im Nationalen Geistigen Rat und vielen Referaten und öffentlichen Veranstaltungen vor allem unermüdliche Übersetzertätigkeit im stillen Studierzimmer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alexanderstrasse==&lt;br /&gt;
In der von Bomben verwüsteten Stadt Stuttgart war die große der Familie Mühlschlegel neu zugewiesene Wohnung zugleich ein Zentrum des Bahá&#039;í Lebens, insbesondere eine Anlaufstelle für viele junge Freunde aus Persien, die nach und nach zum Studium nach Deutschland einreisten. Sicher erinnern sich alle wohl des heiteren, humorvollen Lebens der großen Familie, bei der so manche materielle Not nach dem Krieg durch das frohe Wesen der Eltern Adelbert und Herma Mühlschlegel, auch den Kindern, die im Geiste des Dienstes aufwuchsen, zum Sprungbrett für eine höhere geistige Entwicklung wurde. Rasch war immer ein passendes Zitat aus der Weltliteratur zur Stelle, oder wurde eine eigene Hymne gedichtet - viele mögen sich hier mit Freude an die &amp;quot;Mehlpapp-Hymne&amp;quot; zum immer noch einmal der Anzahl der Hungrigen entsprechend gestreckten Sauerkraut erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sprachen==&lt;br /&gt;
Eine besondere Bereicherung waren die vielen Gäste aus dem Ausland, mit denen neben dem wohltuenden geistigen Austausch Adelbert auch immer gerne seine vielen im Selbstunterricht erlernten Sprachen übte. Oft noch gedachte er in seinen letzten Lebensjahren so mancher lustigen Episode bei gemeinsamen Überprüfen der von ihm übersetzten Bücher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlen==&lt;br /&gt;
Und auch die mit ihm arbeitenden Freunde werden sich immer wieder an Besonderheiten im Wesen dieses nie untätigen Dieners erinnern, wie zum Beispiel sein besonderes Verhältnis zu Zahlen, mit denen er bis zu seinen letzten Tagebuch-Eintragungen all seine Leistungen festhielt und sie in Prozenten auszudrücken vermochte - aber nicht nur den Zahlen blieb er so treu sondern besonders all den vielen durch gemeinsame Arbeit auf dem Pfade Bahá&#039;u&#039;lláhs innig geknüpften Freundschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung==&lt;br /&gt;
Mit seiner Ernennung zur Hand der Sache Gottes im Februar 1952 änderte sich Adelbert Mühlschlegels Leben Schritt für Schritt  bis hin zur beständigen Dienstbereitschaft und der umfassenden Hingabe an die Gesegnete Schönheit, von denen das [[Universale Haus der Gerechtigkeit]] in seiner Botschaft spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Hinscheiden Shoghi Effendis]]== &lt;br /&gt;
Das Schlüsselerlebnis war für ihn der von [[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]] übermittlte Auftrag, den gesegneten Körper von [[Shoghi Effendi]], der am 4. November 1957 in London verstorben war, vor der Beerdigung zu waschen. Über sein Erlebnis dieser letzten Stunde mit dem geliebten Hüter schrieb er&lt;br /&gt;
an [[Rúḥíyyih Khánum]]:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
»Es ist in jener Stunde etwas Neues in mir aufgegangen, über das ich jetzt, nach einigen Tagen, immer noch nicht sprechen kann; wohl aber über die Liebe und Weisheit, die ich auf mich einströmen fühlte. Es war eine so starke geistige Schwingung in diesem für&lt;br /&gt;
weltliche Augen so ganz andersartigen Raum, wie ich sie wohl stärker in meinem Leben nur an den heiligen Schreinen verspürt hatte. Der erste Eindruck ·war der Gegensatz zwischen dem übrigen&lt;br /&gt;
Körper und dem majestätischen, vergeistigten Antlitz, ein die Seele erschütterndes Bild jubelnden Siegens des Ewigen über das Vergängliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite war, daß ich eine Stunde lang betend und zugleich denkend und sorgfältig handelnd war, also, wie sonst, ach, nur allzu selten, in einem bewußten Zustand heiligen, gottverbundenen&lt;br /&gt;
Tuns, als Exercitium, Sinnbild und Extrakt dessen, was ich ,mein&lt;br /&gt;
Leben lang und die Menschheit nun tausend Jahre lang tun soll, um »das Reich« hier auf Erden zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dritte war, daß ich Glied um Glied waschend und salbend dankte, daß jene geliebten Hände für unser Bündnis geschrieben und gehandelt haben, jene Beine für uns gingen, jener Mund zu uns sprach, jene Stirne für uns dachte, und daß ich dabei betete und meditierte, auch meine Glieder mögen in der kurzen Zeit, die mir noch beschieden ist, diesem Dienen nacheifern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vierte war, daß ich entsetzt fühlte, wie ich mit unwürdigen Händen diese erhabene Stirne mit Rosenöl zu salben habe, so wie es einst nur hohe Meister ihren Jüngern taten. Und doch, welches&lt;br /&gt;
Recht, welcher Auftrag kommt uns, den Lebenden zu, über alle Vergangenheit und alles Vergängliche zu walten, seien sie auch noch so erhaben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch viel Gnade, Liebe und Weisheit waren sonst in dieser Stunde verborgen ...... «&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{[[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]]: Das Hinscheiden Shoghi Effendis, Baha&#039;i Verlag, Frankfurt/Main 1958, Seiten 22/23}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interregnum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Image:Hands of the Cause at the Fourth Conclave, 1960.jpg|thumb|left|320px|Hände der Sache Gottes bei der 4. Konklave 1960]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| An den schweren Aufgaben, die den Händen der Sache Gottes als den obersten Sachwaltern des Glaubens mit dem Hinscheiden Shoghi Effendis zufielen, trug Adelbert Mühlschlegel kraftvoll mit. Seine Arztpraxis aufgebend, weilte er mehrere Monate im Heiligen Land, um dann später diejenigen europäischen &lt;br /&gt;
Länder, die noch keine eigenen Nationalen Geistigen Räte hatten, persönlich zu betreuen, bis dort 1962 elf neue Nationale Geistige Räte als weitere Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit gebildet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Mit der ersten Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an Ridván 1963 waren die Hände der Sache Gottes von den weltweiten administrativen Aufgaben befreit, um sich wieder mit all ihren Bemühungen persönlich der Verbreitung und dem Schutz des Glaubens&lt;br /&gt;
zuzuwenden. Nach Tübingen umgesiedelt, widmete sich Adelbert Mühlschlegel zunächst der Pflege seiner inzwischen schwer erkrankten Frau Herma, die im Sommer 1964 verschied, und der Lehrarbeit im süddeutschen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Österreich==&lt;br /&gt;
Im September desselben Jahres verlegte er seinen Wohnsitz nach Österreich, wo der Glauben noch sehr auf Pioniere angewiesen war, und wo er ein Jahr später seine Frau Ursula, geb. Kohler,&lt;br /&gt;
heiratete, die von nun an seine eng vertraute Mitarbeiterin sein durfte. Von Wien aus setzte er durch seine immer zunehmende Korrespondenz und durch viele Reisen in Europa seine unentwegte&lt;br /&gt;
Ermutigung und Vertiefung der Freunde fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Entscheidung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit im Juni 1968 über die Errichtung der Kontinentalen&lt;br /&gt;
Beraterämter befreite sein Herz und erfüllte es mit großer Dankbarkeit gegenüber Bahá&#039;u&#039;lláh und dem Universalen Haus der Gerechtigkeit, dieser Institution, der von Anfang an seine tiefe Ergebenheit und Liebe gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reisen ==&lt;br /&gt;
Freudig nahm er 1969 den Auftrag des Universalen Hauses an, sich nunmehr weltweiten Aufgaben zu widmen und nach Persien, Indien, West- und Ostpakistan sowie nach Nepal zu reisen, um dort als eine Hand der Sache Gottes aus dem Westen die Freunde zu besuchen&lt;br /&gt;
und zu lehren. Dieser Reise folgten noch weitere ehrenvolle&lt;br /&gt;
Aufträge, die ihn durch einen großen Teil Afrikas und Süd-Amerikas&lt;br /&gt;
führten, zu deren Eingeborenen und Pionieren - wie zu den Freunden in Indien und überhaupt im gesamten Osten- er eine tiefe Liebe und Verehrung entwickelte, die seinem nach Wiedervereinigung sehnenden Herzen stets tief empfundene Gebete entströmen, ließ, welche sich am Ende seines Lebens ganz besonders auf die so lange leidende&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde in Persien konzentrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hatte er den Bedürfnissen entsprechend seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt, zu deren aufsteigender Gemeinde so vielfältiger menschlicher Charaktere und landschaftlicher Schönheit ihn bis zum Tode eine innige Liebe verband. Danach, noch einmal für kurze Zeit in Deutschland dienend, empfand er, daß diese, seine Muttergemeinde, durchaus in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen, wenn die Freunde nur lernten, nicht auf ihre eigenen&lt;br /&gt;
Schwächen sondern auf die Macht Bahá&#039;u&#039;lláh zu blicken - was die Freunde in Deutschland dann zu Ridván 1978 auch wirklich bewiesen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Athen==&lt;br /&gt;
Trotz nachlassender Gesundheit siedelte der achtzigjährige Adelbert Mühlschlegel mit seiner Frau nach Griechenland um, in das Land der Wiege der westlichen Zivilisation, dessen alte Philosophen Bahá&#039;u&#039;lláh so hoch gepriesen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier, durch den geschwächten Körper oft bettlägerig und nur noch wenig reisend, widmete er den Hauptteil seiner Zeit dem Studium der Schriften und seinem Buche »Werden und Reifen eines Baha&#039;i«; &amp;lt;ref&amp;gt; Selbsterziehung zum Bahá&#039;í https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/&amp;lt;/ref&amp;gt; zu dem er sich angeregt fühlte durch das dritte Hauptziel des Fünfjahresplanes »der Entwicklung der kennzeichnenden Wesensart des Bahá&#039;í-Lebens, dem umfassenden Thema, zu dem dann auch spontan seine geliebten Freunde in Luxemburg ihn um die Niederschrift seiner Gedanken baten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr sich selbst vergeistigend und seinen zahlreichen Gästen in seinem Athener Heim zur Quelle geistiger Erkenntnis während liebevoller Gespräche geworden, erlebte er einen glücklichen, sehr bewußten, geistig reichen Lebensabend, während dem er in ganz besonderem Ausmaß seine Frau Ursula mit einer Liebe umstrahlte und durchdrang, die es ihr, nun ermöglicht, den Kummer des großen persönlichen Verlustes in dieser zärtlichen Liebe dem Willen Gottes dankbar darzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese immerwährende Dankbarkeit und unbedingte, liebevolle strahlende Unterwerfung unter den Willen Gottes und die Befolgung Seiner Gebote, beherrschte so stark während der letzten Lebensjahre sein ganzes Denken und Fühlen, und es wundert nicht,&lt;br /&gt;
daß, obwohl er kaum mehr Schreiben konnte, seine letzte Eintragung im so treu geführten Tagebuch nach zwei nicht ganz klar lesbaren Zeilen mit den deutlich geschriebenen Worten »Gottes Wille« endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Willen und Ratschluss Gottes liebend durfte Adelbert Mühlschlegel während eines der Wiederholung des [[Größten Namen]]s folgenden kurzen, ruhigen Schlafes die Schwelle zur geistigen Welt überschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am 31. Juli 1980 im protestantischen Sektor des Ersten Friedhofs von Athen stattgefundene blumenreiche Beisetzung wurde von Rolf Haug, dem langjährigen persönlichen Freund des Heimgegangenen in griechischer Sprache durchgeführt und viele der neunzig, aus acht verschiedenen Ländern, anwesenden Freunde verabschiedeten sich dort zum letzten mal mit innig, in&lt;br /&gt;
vielen Sprachen gesungen und gesprochenen Gebeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Telex des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrübten Herzens geben wir das Hinscheiden der geliebten Hand der Sache&lt;br /&gt;
Gottes Adelbert Mühlschlegel bekannt. Die ganze Baha&#039;i-Welt erleidet einen&lt;br /&gt;
schmerzlichen Verlust, der besonders in Europa, der hauptsächlichen&lt;br /&gt;
Stätte seiner hervorragenden Dienste für die Sache Gottes empfunden wird.&lt;br /&gt;
Nachdem er viele Jahre im Nationalen Geistigen Rat von Deutschland gedient&lt;br /&gt;
hatte, wurde er nach seiner Erhebung in den Rang einer Hand der&lt;br /&gt;
Sache einer der Baumeister der allmählich sichtbar werdenden europäischen&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde; er reiste, er ermutigte, er ließ sich nieder, wo immer das&lt;br /&gt;
Dienen am dringendsten nötig war, er pionierte schließlich nach Griechenland&lt;br /&gt;
und gab seine Seele an seinem Pionierort auf. Seine stete Bereitschaft&lt;br /&gt;
zu dienen, seine Fähigkeit, die Zuneigung der Gläubigen und anderer gleichermaßen&lt;br /&gt;
zu geWinnen durch seine liebevolle Güte, seine heitere Demut,&lt;br /&gt;
~eine strahlende Fröhlichkeit, sein nie erlahmendes Streben nach Wissen&lt;br /&gt;
und seine völlige Hingabe an die Gesegnete Schönheit - machen ihn zu&lt;br /&gt;
einem wunderbaren Beispiel des Baha&#039;i-Lebens.&lt;br /&gt;
Wir ersuchen die Freunde, aus Anlaß seines Hinscheidens Gedenkfeiern&lt;br /&gt;
abZuhalten und bitten um gebührende Gedenkandachten in allen Muttertempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Universale Haus der Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bücher==&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/2595/ Adelbert Mühlschlegel - Eine Biographie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/567/ Gedichte Mystische Erfahrungen in poetische Sprache gekleidet.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/ Selbsterziehung zum Bahá&#039;í Dieses Buch möchte dem Sucher ein vertrauter Freund werden, der ihm die Hand reicht, den Pfad zu finden.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/180/ Bahá&#039;í-Kinder-ABC Herausgegeben 1983, Text bearbeitet von Dr. A. Mühlschlegel und H. Berdjis]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/2872/ Held, Peter CD: Im Herzen glüht es Vertonte Gedichte von Adelbert Mühlschlegel Musik Peter Held]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{clear}}&lt;br /&gt;
==Notes==&lt;br /&gt;
{{reflist}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==References==&lt;br /&gt;
*{{cite book&lt;br /&gt;
 |first=Barron&lt;br /&gt;
 |last=Harper&lt;br /&gt;
 |year=1997&lt;br /&gt;
 |title=Lights of Fortitude&lt;br /&gt;
 |edition=Paperback&lt;br /&gt;
 |publisher=George Ronald&lt;br /&gt;
 |location=Oxford, UK&lt;br /&gt;
 |id=ISBN 0853984131&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==External link==&lt;br /&gt;
{{media|Category:Adelbert Mühlschlegel|Adelbert Mühlschlegel}}&lt;br /&gt;
*[http://www.youtube.com/watch?v=Hh8zO4Z480o Video recording of Ugo Giachery and Adelbert Mühlschlegel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hands of the Cause of God}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Muhlschlegel, Adelbert}}&lt;br /&gt;
[[Category:Hands of the Cause of God]]&lt;br /&gt;
[[Category:German Bahá’ís]]&lt;br /&gt;
[[Category:1897 births]]&lt;br /&gt;
[[Category:1980 deaths]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[fr:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[pt:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
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		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=%27Al%C3%AD-Akbar_Fur%C3%BAtan&amp;diff=1036</id>
		<title>&#039;Alí-Akbar Furútan</title>
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		<updated>2020-05-22T19:59:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Hand der Sache Gottes]] - Ali Akbar Furutan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ali Akbar Furutan.jpg|gerahmt]]&lt;br /&gt;
Geboren 29. April 1905 in Sabzevar, Iran, im damaligen Khurasan. Schon als Kind bekam er mit wie seine Familie und andere wegen dem Glauben verfolgt worden sind.&lt;br /&gt;
Aus Sicherheitsgründen zog die Familie 1914 nach [[Ashkhabad]] in Turkestan, das damals Teil des russischen Reiches war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Russland==&lt;br /&gt;
1926 erhielt er mit 21 Jahren ein Stipendium an der Universität Moskau, wo er Pädagogik und Kinderpsychologie studierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 1. Jahr wo er in Moskau studierte, erhielt er ein Brief vom Teaching Committee von [[Ishqabad]] ein Brief, worin er gebeten wurde sein Studium zu lassen und seine Lehraktivitäten weiter fortzusetzen. Herr Furutan war davon so verwirrt, dass er sich mit dem Lokalen Geistigen Rat Moskau beriet und sie sagten ihm, dass er sich an Shoghi Effendi wenden soll und fragen, was er tun solle. Der Hüter antwortete ihm, dass man stets unter allen Umständen dem Glauben dienen kann und er sich an den Lokalen Geistigen Rat wenden und mit ihm beraten soll und dem Beschluss folgen soll. Das tat er und der Geistige Rat beschloss einstimmig, dass er seine Studien weiter fortsetzen soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 wurde er in den Geistigen Rat Moskau gewählt. Er unterrichtete viele Bahai Kinderklassen und gab persisch Unterricht. &lt;br /&gt;
Als er in Russland war, reiste er viel, was sein Leben lang so blieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb von 4 Jahren wurde er aufgrund seiner Baha’i Aktivitäten aus der Sowjetunion ausgewiesen und kehrte 1930 in den Iran zurück. Zuvor hatte er jedoch noch sein Studium beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==zurück in Iran==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr in den Iran halfen er und seine Frau bei der Verwaltung und Eröffnung der Tarbiyat-Schule in Zusammenarbeit mit dem Lokalen Geistigen Rat, die später von der Regierung Pahlavi geschlossen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Heirat==&lt;br /&gt;
1931 heiratete er Ata’iyyih Khanum.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1934 wurde Ali-Akbar Furutan in den 1. Nationalen Geistigen Rat im Iran gewählt worden und war bis 1957 sein Sekretär. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
1941 machte Herr Furutan mit seiner Frau und 8 Jahren alten Tochter seine 1. Pilgerreise nach Haifa, wo ihm der Hüter sagte, dass er der Sekretär des Lokalen und Nationalen Geistigen Rates ist. Derzeit dient er auf lokaler und nationaler Ebene und in der Zukunft auch international. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 wurde er vom iranischen Radiosender regelmässig eingeladen um über Kinderpsychologie und Kindererziehung zu sprechen. Er half beim Aufbau der administrativen Struktur der iranischen Bahai Gemeinde. Der Hüter betonte auch wie wichtig das 19 Tage Fest ist. Es ist nicht nur ein Fest. Ist ein Parlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung zur Hand der Sache Gottes==&lt;br /&gt;
1951 wurde er von Shoghi Effendi in den Rang einer Hand der Sache Gottes erhoben. Einer seiner ersten Angaben war es, in der iranischen Gemeinde Spenden für den Schrein des Báb zu organisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zehnjahreskreuzzug==&lt;br /&gt;
1953, als der 10 Jahres Kreuzzug begann, wurden seine Aufgaben dann international. Er besuchte alle Interkontinentalen Lehrkonferenzen, die damals einberufen worden waren. Er war bei der Einweihung vom Haus der Andacht in Wollmette. Er besuchte die Konferenz in Neu Delhi und Shoghi Effendi schickte ihn noch nach Australien und Neu Seeland. Er besuchte in einem Jahr 16 Länder in Australasien, Nordamerika und Europa. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==2. Pilgerreise==&lt;br /&gt;
1954 machte er seine 2. Pilgerreise im heiligen Land, wo er von Shoghi Effendi die Instruktionen bekam, in den Iran zurück zu kehren und alle größere Städte und Bahá’í Zentren im Land zu besuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1955 eine Reihe von Hinrichtungen im Iran begannen, engagierte er sich sehr und reichte Petitionen ein, und unterstütze den NGR im Iran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1956 wurde er vom Hüter in die Türkei geschickt und anschließend nach Indonesien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1957 erhielt er von Ruhiyyih Khanum einen Brief worin er vom Hinscheiden des Hüters unterrichtet und gebeten wurde nicht an der Beerdigung teilzunehmen, sondern stattdessen in den Iran zu reisen um dort dem NGR zu helfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Haifa==&lt;br /&gt;
1959 bis 1963 war er einer der 9 Hände der Sache Gottes, die in Haifa blieben um sich dort um die Verwaltung kümmerte und 1963 bei der Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit half.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er reiste noch in vielen Ländern um diese bei der Ausbreitung des Glaubens zu helfen. U.a. war er bei der Grundsteinlegung in Langenhain anwesend.&lt;br /&gt;
1965 reiste er in den Iran und Türkei um den Bahá’ís zur Erfüllung der Ziele vom 9 Jahres Plan zu helfen. 1967 bis 1969 besuchte er zahlreiche Konferenzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindererziehung==&lt;br /&gt;
Während seines gesamtes Lebens unterrichtete Ali-Akbar Furutan Bahai Kurse für Kinder und Jugendliche und veröffentlichte auch Werke zum Thema Kindererziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hatte 2 Töchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1990 und 1991 besuchte Herr Furutan noch die ehem. Sowjetunion wo sich die Bahai Gemeinde wieder neu aufbaute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestorben am 26. November 2003, mit 98 Jahren in Haifa, Israel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bücher==&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/4041/ Hand of the Cause of God Furútan]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/916/ Mit dem Herzen dabei - Lebenserinnerungen von Hand der Sache &#039;Alí-Akhbar Furútan]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3221/ Stories of Bahá&#039;u&#039;lláh An inspiring collection of remembrances told by a well-loved Hand of the Cause of God]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3618/ The human soul and its immortality The Human Soul &amp;amp; Its Immortality by A.A. Furutan]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/68/ Athár-i-Guharbár Bahá&#039;í lessons for the Youth by Hand of the Cause Ali Akbar Foroutan]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/73/ Aus dem Leben Bahá&#039;u&#039;lláhs Berichte aus dem Leben Bahá&#039;u&#039;lláh von Gefährten Bahá&#039;u&#039;lláhs und Pilgerns.]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
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		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Datei:Ali_Akbar_Furutan.jpg&amp;diff=1035</id>
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		<updated>2020-05-22T19:58:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ali Akbar Furutan&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
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	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=%27Al%C3%AD-Akbar_Fur%C3%BAtan&amp;diff=1034</id>
		<title>&#039;Alí-Akbar Furútan</title>
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		<updated>2020-05-22T19:57:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Hand der Sache Gottes]] - Ali Akbar Furutan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geboren 29. April 1905 in Sabzevar, Iran, im damaligen Khurasan. Schon als Kind bekam er mit wie seine Familie und andere wegen dem Glauben verfolgt worden sind.&lt;br /&gt;
Aus Sicherheitsgründen zog die Familie 1914 nach [[Ashkhabad]] in Turkestan, das damals Teil des russischen Reiches war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Russland==&lt;br /&gt;
1926 erhielt er mit 21 Jahren ein Stipendium an der Universität Moskau, wo er Pädagogik und Kinderpsychologie studierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 1. Jahr wo er in Moskau studierte, erhielt er ein Brief vom Teaching Committee von [[Ishqabad]] ein Brief, worin er gebeten wurde sein Studium zu lassen und seine Lehraktivitäten weiter fortzusetzen. Herr Furutan war davon so verwirrt, dass er sich mit dem Lokalen Geistigen Rat Moskau beriet und sie sagten ihm, dass er sich an Shoghi Effendi wenden soll und fragen, was er tun solle. Der Hüter antwortete ihm, dass man stets unter allen Umständen dem Glauben dienen kann und er sich an den Lokalen Geistigen Rat wenden und mit ihm beraten soll und dem Beschluss folgen soll. Das tat er und der Geistige Rat beschloss einstimmig, dass er seine Studien weiter fortsetzen soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 wurde er in den Geistigen Rat Moskau gewählt. Er unterrichtete viele Bahai Kinderklassen und gab persisch Unterricht. &lt;br /&gt;
Als er in Russland war, reiste er viel, was sein Leben lang so blieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb von 4 Jahren wurde er aufgrund seiner Baha’i Aktivitäten aus der Sowjetunion ausgewiesen und kehrte 1930 in den Iran zurück. Zuvor hatte er jedoch noch sein Studium beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==zurück in Iran==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr in den Iran halfen er und seine Frau bei der Verwaltung und Eröffnung der Tarbiyat-Schule in Zusammenarbeit mit dem Lokalen Geistigen Rat, die später von der Regierung Pahlavi geschlossen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Heirat==&lt;br /&gt;
1931 heiratete er Ata’iyyih Khanum.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1934 wurde Ali-Akbar Furutan in den 1. Nationalen Geistigen Rat im Iran gewählt worden und war bis 1957 sein Sekretär. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
1941 machte Herr Furutan mit seiner Frau und 8 Jahren alten Tochter seine 1. Pilgerreise nach Haifa, wo ihm der Hüter sagte, dass er der Sekretär des Lokalen und Nationalen Geistigen Rates ist. Derzeit dient er auf lokaler und nationaler Ebene und in der Zukunft auch international. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 wurde er vom iranischen Radiosender regelmässig eingeladen um über Kinderpsychologie und Kindererziehung zu sprechen. Er half beim Aufbau der administrativen Struktur der iranischen Bahai Gemeinde. Der Hüter betonte auch wie wichtig das 19 Tage Fest ist. Es ist nicht nur ein Fest. Ist ein Parlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung zur Hand der Sache Gottes==&lt;br /&gt;
1951 wurde er von Shoghi Effendi in den Rang einer Hand der Sache Gottes erhoben. Einer seiner ersten Angaben war es, in der iranischen Gemeinde Spenden für den Schrein des Báb zu organisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zehnjahreskreuzzug==&lt;br /&gt;
1953, als der 10 Jahres Kreuzzug begann, wurden seine Aufgaben dann international. Er besuchte alle Interkontinentalen Lehrkonferenzen, die damals einberufen worden waren. Er war bei der Einweihung vom Haus der Andacht in Wollmette. Er besuchte die Konferenz in Neu Delhi und Shoghi Effendi schickte ihn noch nach Australien und Neu Seeland. Er besuchte in einem Jahr 16 Länder in Australasien, Nordamerika und Europa. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==2. Pilgerreise==&lt;br /&gt;
1954 machte er seine 2. Pilgerreise im heiligen Land, wo er von Shoghi Effendi die Instruktionen bekam, in den Iran zurück zu kehren und alle größere Städte und Bahá’í Zentren im Land zu besuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1955 eine Reihe von Hinrichtungen im Iran begannen, engagierte er sich sehr und reichte Petitionen ein, und unterstütze den NGR im Iran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1956 wurde er vom Hüter in die Türkei geschickt und anschließend nach Indonesien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1957 erhielt er von Ruhiyyih Khanum einen Brief worin er vom Hinscheiden des Hüters unterrichtet und gebeten wurde nicht an der Beerdigung teilzunehmen, sondern stattdessen in den Iran zu reisen um dort dem NGR zu helfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Haifa==&lt;br /&gt;
1959 bis 1963 war er einer der 9 Hände der Sache Gottes, die in Haifa blieben um sich dort um die Verwaltung kümmerte und 1963 bei der Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit half.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er reiste noch in vielen Ländern um diese bei der Ausbreitung des Glaubens zu helfen. U.a. war er bei der Grundsteinlegung in Langenhain anwesend.&lt;br /&gt;
1965 reiste er in den Iran und Türkei um den Bahá’ís zur Erfüllung der Ziele vom 9 Jahres Plan zu helfen. 1967 bis 1969 besuchte er zahlreiche Konferenzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindererziehung==&lt;br /&gt;
Während seines gesamtes Lebens unterrichtete Ali-Akbar Furutan Bahai Kurse für Kinder und Jugendliche und veröffentlichte auch Werke zum Thema Kindererziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hatte 2 Töchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1990 und 1991 besuchte Herr Furutan noch die ehem. Sowjetunion wo sich die Bahai Gemeinde wieder neu aufbaute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestorben am 26. November 2003, mit 98 Jahren in Haifa, Israel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bücher==&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/4041/ Hand of the Cause of God Furútan]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/916/ Mit dem Herzen dabei - Lebenserinnerungen von Hand der Sache &#039;Alí-Akhbar Furútan]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3221/ Stories of Bahá&#039;u&#039;lláh An inspiring collection of remembrances told by a well-loved Hand of the Cause of God]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3618/ The human soul and its immortality The Human Soul &amp;amp; Its Immortality by A.A. Furutan]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/68/ Athár-i-Guharbár Bahá&#039;í lessons for the Youth by Hand of the Cause Ali Akbar Foroutan]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/73/ Aus dem Leben Bahá&#039;u&#039;lláhs Berichte aus dem Leben Bahá&#039;u&#039;lláh von Gefährten Bahá&#039;u&#039;lláhs und Pilgerns.]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=%27Al%C3%AD-Akbar_Fur%C3%BAtan&amp;diff=1033</id>
		<title>&#039;Alí-Akbar Furútan</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.bahaipedia.org/index.php?title=%27Al%C3%AD-Akbar_Fur%C3%BAtan&amp;diff=1033"/>
		<updated>2020-05-22T19:56:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Hand der Sache Gottes]] - Ali Akbar Furutan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geboren 29. April 1905 in Sabzevar, Iran, im damaligen Khurasan. Schon als Kind bekam er mit wie seine Familie und andere wegen dem Glauben verfolgt worden sind.&lt;br /&gt;
Aus Sicherheitsgründen zog die Familie 1914 nach [[Ashkhabad]] in Turkestan, das damals Teil des russischen Reiches war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Russland==&lt;br /&gt;
1926 erhielt er mit 21 Jahren ein Stipendium an der Universität Moskau, wo er Pädagogik und Kinderpsychologie studierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 1. Jahr wo er in Moskau studierte, erhielt er ein Brief vom Teaching Committee von [[Ishqabad]] ein Brief, worin er gebeten wurde sein Studium zu lassen und seine Lehraktivitäten weiter fortzusetzen. Herr Furutan war davon so verwirrt, dass er sich mit dem Lokalen Geistigen Rat Moskau beriet und sie sagten ihm, dass er sich an Shoghi Effendi wenden soll und fragen, was er tun solle. Der Hüter antwortete ihm, dass man stets unter allen Umständen dem Glauben dienen kann und er sich an den Lokalen Geistigen Rat wenden und mit ihm beraten soll und dem Beschluss folgen soll. Das tat er und der Geistige Rat beschloss einstimmig, dass er seine Studien weiter fortsetzen soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 wurde er in den Geistigen Rat Moskau gewählt. Er unterrichtete viele Bahai Kinderklassen und gab persisch Unterricht. &lt;br /&gt;
Als er in Russland war, reiste er viel, was sein Leben lang so blieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb von 4 Jahren wurde er aufgrund seiner Baha’i Aktivitäten aus der Sowjetunion ausgewiesen und kehrte 1930 in den Iran zurück. Zuvor hatte er jedoch noch sein Studium beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==zurück in Iran==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr in den Iran halfen er und seine Frau bei der Verwaltung und Eröffnung der Tarbiyat-Schule in Zusammenarbeit mit dem Lokalen Geistigen Rat, die später von der Regierung Pahlavi geschlossen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Heirat==&lt;br /&gt;
1931 heiratete er Ata’iyyih Khanum.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1934 wurde Ali-Akbar Furutan in den 1. Nationalen Geistigen Rat im Iran gewählt worden und war bis 1957 sein Sekretär. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
1941 machte Herr Furutan mit seiner Frau und 8 Jahren alten Tochter seine 1. Pilgerreise nach Haifa, wo ihm der Hüter sagte, dass er der Sekretär des Lokalen und Nationalen Geistigen Rates ist. Derzeit dient er auf lokaler und nationaler Ebene und in der Zukunft auch international. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 wurde er vom iranischen Radiosender regelmässig eingeladen um über Kinderpsychologie und Kindererziehung zu sprechen. Er half beim Aufbau der administrativen Struktur der iranischen Bahai Gemeinde. Der Hüter betonte auch wie wichtig das 19 Tage Fest ist. Es ist nicht nur ein Fest. Ist ein Parlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung zur Hand der Sache Gottes==&lt;br /&gt;
1951 wurde er von Shoghi Effendi in den Rang einer Hand der Sache Gottes erhoben. Einer seiner ersten Angaben war es, in der iranischen Gemeinde Spenden für den Schrein des Báb zu organisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zehnjahreskreuzzug==&lt;br /&gt;
1953, als der 10 Jahres Kreuzzug begann, wurden seine Aufgaben dann international. Er besuchte alle Interkontinentalen Lehrkonferenzen, die damals einberufen worden waren. Er war bei der Einweihung vom Haus der Andacht in Wollmette. Er besuchte die Konferenz in Neu Delhi und Shoghi Effendi schickte ihn noch nach Australien und Neu Seeland. Er besuchte in einem Jahr 16 Länder in Australasien, Nordamerika und Europa. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==2. Pilgerreise==&lt;br /&gt;
1954 machte er seine 2. Pilgerreise im heiligen Land, wo er von Shoghi Effendi die Instruktionen bekam, in den Iran zurück zu kehren und alle größere Städte und Bahá’í Zentren im Land zu besuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1955 eine Reihe von Hinrichtungen im Iran begannen, engagierte er sich sehr und reichte Petitionen ein, und unterstütze den NGR im Iran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1956 wurde er vom Hüter in die Türkei geschickt und anschließend nach Indonesien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1957 erhielt er von Ruhiyyih Khanum einen Brief worin er vom Hinscheiden des Hüters unterrichtet und gebeten wurde nicht an der Beerdigung teilzunehmen, sondern stattdessen in den Iran zu reisen um dort dem NGR zu helfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Haifa==&lt;br /&gt;
1959 bis 1963 war er einer der 9 Hände der Sache Gottes, die in Haifa blieben um sich dort um die Verwaltung kümmerte und 1963 bei der Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit half.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er reiste noch in vielen Ländern um diese bei der Ausbreitung des Glaubens zu helfen. U.a. war er bei der Grundsteinlegung in Langenhain anwesend.&lt;br /&gt;
1965 reiste er in den Iran und Türkei um den Bahá’ís zur Erfüllung der Ziele vom 9 Jahres Plan zu helfen. 1967 bis 1969 besuchte er zahlreiche Konferenzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindererziehung==&lt;br /&gt;
Während seines gesamtes Lebens unterrichtete Ali-Akbar Furutan Bahai Kurse für Kinder und Jugendliche und veröffentlichte auch Werke zum Thema Kindererziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hatte 2 Töchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1990 und 1991 besuchte Herr Furutan noch die ehem. Sowjetunion wo sich die Bahai Gemeinde wieder neu aufbaute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestorben am 26. November 2003, mit 98 Jahren in Haifa, Israel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bücher==&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/4041/ Hand of the Cause of God Furútan]&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/916/ Mit dem Herzen dabei - Lebenserinnerungen von Hand der Sache &#039;Alí-Akhbar Furútan]&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3221/ Stories of Bahá&#039;u&#039;lláh An inspiring collection of remembrances told by a well-loved Hand of the Cause of God]&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3618/ The human soul and its immortality The Human Soul &amp;amp; Its Immortality by A.A. Furutan]&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/68/ Athár-i-Guharbár Bahá&#039;í lessons for the Youth by Hand of the Cause Ali Akbar Foroutan]&lt;br /&gt;
[https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/73/ Aus dem Leben Bahá&#039;u&#039;lláhs Berichte aus dem Leben Bahá&#039;u&#039;lláh von Gefährten Bahá&#039;u&#039;lláhs und Pilgerns.]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=%27Al%C3%AD-Akbar_Fur%C3%BAtan&amp;diff=1032</id>
		<title>&#039;Alí-Akbar Furútan</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.bahaipedia.org/index.php?title=%27Al%C3%AD-Akbar_Fur%C3%BAtan&amp;diff=1032"/>
		<updated>2020-05-22T19:49:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: Die Seite wurde neu angelegt: „Hand der Sache Gottes - Ali Akbar Furutan   Geboren 29. April 1905 in Sabzevar, Iran, im damaligen Khurasan. Schon als Kind bekam er mit wie seine Familie…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Hand der Sache Gottes]] - Ali Akbar Furutan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geboren 29. April 1905 in Sabzevar, Iran, im damaligen Khurasan. Schon als Kind bekam er mit wie seine Familie und andere wegen dem Glauben verfolgt worden sind.&lt;br /&gt;
Aus Sicherheitsgründen zog die Familie 1914 nach [[Ashkhabad]] in Turkestan, das damals Teil des russischen Reiches war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Russland==&lt;br /&gt;
1926 erhielt er mit 21 Jahren ein Stipendium an der Universität Moskau, wo er Pädagogik und Kinderpsychologie studierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 1. Jahr wo er in Moskau studierte, erhielt er ein Brief vom Teaching Committee von [[Ishqabad]] ein Brief, worin er gebeten wurde sein Studium zu lassen und seine Lehraktivitäten weiter fortzusetzen. Herr Furutan war davon so verwirrt, dass er sich mit dem Lokalen Geistigen Rat Moskau beriet und sie sagten ihm, dass er sich an Shoghi Effendi wenden soll und fragen, was er tun solle. Der Hüter antwortete ihm, dass man stets unter allen Umständen dem Glauben dienen kann und er sich an den Lokalen Geistigen Rat wenden und mit ihm beraten soll und dem Beschluss folgen soll. Das tat er und der Geistige Rat beschloss einstimmig, dass er seine Studien weiter fortsetzen soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 wurde er in den Geistigen Rat Moskau gewählt. Er unterrichtete viele Bahai Kinderklassen und gab persisch Unterricht. &lt;br /&gt;
Als er in Russland war, reiste er viel, was sein Leben lang so blieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb von 4 Jahren wurde er aufgrund seiner Baha’i Aktivitäten aus der Sowjetunion ausgewiesen und kehrte 1930 in den Iran zurück. Zuvor hatte er jedoch noch sein Studium beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==zurück in Iran==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr in den Iran halfen er und seine Frau bei der Verwaltung und Eröffnung der Tarbiyat-Schule in Zusammenarbeit mit dem Lokalen Geistigen Rat, die später von der Regierung Pahlavi geschlossen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Heirat==&lt;br /&gt;
1931 heiratete er Ata’iyyih Khanum.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1934 wurde Ali-Akbar Furutan in den 1. Nationalen Geistigen Rat im Iran gewählt worden und war bis 1957 sein Sekretär. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
1941 machte Herr Furutan mit seiner Frau und 8 Jahren alten Tochter seine 1. Pilgerreise nach Haifa, wo ihm der Hüter sagte, dass er der Sekretär des Lokalen und Nationalen Geistigen Rates ist. Derzeit dient er auf lokaler und nationaler Ebene und in der Zukunft auch international. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 wurde er vom iranischen Radiosender regelmässig eingeladen um über Kinderpsychologie und Kindererziehung zu sprechen. Er half beim Aufbau der administrativen Struktur der iranischen Bahai Gemeinde. Der Hüter betonte auch wie wichtig das 19 Tage Fest ist. Es ist nicht nur ein Fest. Ist ein Parlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung zur Hand der Sache Gottes==&lt;br /&gt;
1951 wurde er von Shoghi Effendi in den Rang einer Hand der Sache Gottes erhoben. Einer seiner ersten Angaben war es, in der iranischen Gemeinde Spenden für den Schrein des Báb zu organisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zehnjahreskreuzzug==&lt;br /&gt;
1953, als der 10 Jahres Kreuzzug begann, wurden seine Aufgaben dann international. Er besuchte alle Interkontinentalen Lehrkonferenzen, die damals einberufen worden waren. Er war bei der Einweihung vom Haus der Andacht in Wollmette. Er besuchte die Konferenz in Neu Delhi und Shoghi Effendi schickte ihn noch nach Australien und Neu Seeland. Er besuchte in einem Jahr 16 Länder in Australasien, Nordamerika und Europa. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==2. Pilgerreise==&lt;br /&gt;
1954 machte er seine 2. Pilgerreise im heiligen Land, wo er von Shoghi Effendi die Instruktionen bekam, in den Iran zurück zu kehren und alle größere Städte und Bahá’í Zentren im Land zu besuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1955 eine Reihe von Hinrichtungen im Iran begannen, engagierte er sich sehr und reichte Petitionen ein, und unterstütze den NGR im Iran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1956 wurde er vom Hüter in die Türkei geschickt und anschließend nach Indonesien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1957 erhielt er von Ruhiyyih Khanum einen Brief worin er vom Hinscheiden des Hüters unterrichtet und gebeten wurde nicht an der Beerdigung teilzunehmen, sondern stattdessen in den Iran zu reisen um dort dem NGR zu helfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Haifa==&lt;br /&gt;
1959 bis 1963 war er einer der 9 Hände der Sache Gottes, die in Haifa blieben um sich dort um die Verwaltung kümmerte und 1963 bei der Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit half.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er reiste noch in vielen Ländern um diese bei der Ausbreitung des Glaubens zu helfen. U.a. war er bei der Grundsteinlegung in Langenhain anwesend.&lt;br /&gt;
1965 reiste er in den Iran und Türkei um den Bahá’ís zur Erfüllung der Ziele vom 9 Jahres Plan zu helfen. 1967 bis 1969 besuchte er zahlreiche Konferenzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindererziehung==&lt;br /&gt;
Während seines gesamtes Lebens unterrichtete Ali-Akbar Furutan Bahai Kurse für Kinder und Jugendliche und veröffentlichte auch Werke zum Thema Kindererziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hatte 2 Töchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1990 und 1991 besuchte Herr Furutan noch die ehem. Sowjetunion wo sich die Bahai Gemeinde wieder neu aufbaute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestorben am 26. November 2003, mit 98 Jahren in Haifa, Israel&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Haj%C3%AD_%C3%81kh%C3%BAnd&amp;diff=1031</id>
		<title>Hají Ákhúnd</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Haj%C3%AD_%C3%81kh%C3%BAnd&amp;diff=1031"/>
		<updated>2020-05-22T19:45:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Haji Akhund.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ḥají Mullá ʻAlí-Akbar S͟hahmírzádí (Persisch: حاج ملا على أكبر أكبر 1842 - 1910), bekannt als Ḥají Ák͟húnd, war ein bedeutender Anhänger von Baháʼu&#039;lláh, dem Gründer des Baháʼí Glaubens. Er wurde zur [[Hand der Sache Gottes]] ernannt und als einer der neunzehn [[Apostel Baháʼu&#039;lláhs]] aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hintergrund==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hají Ákhúnd wurde im Dorf S͟hahmírzád, Iran, geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;Balyuzi, Hasan (1985). Eminent Baháʼís in the time of Baháʼu&#039;lláh. The Camelot Press Ltd, Southampton. pp. 265–266. ISBN 0-85398-152-3&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war der Sohn eines Mullá, und nach einigen Vorstudien ging er nach Mashhad, um eine religiöse Hochschule zu besuchen. Im Jahr 1861 begegnete er den Bábís und konvertierte zur Religion des Báb&#039;s, was seinen sofortigen Ausschluss aus dem Hochschulstudium und der Stadt zur Folge hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Balyuzi, Hasan (1985). Eminent Baháʼís in the time of Baháʼu&#039;lláh. The Camelot Press Ltd, Southampton. pp. 265–266. ISBN 0-85398-152-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhaftierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr in sein Heimatdorf wurde auch er von den örtlichen Geistlichen vertrieben und weggeschickt. Er ließ sich in Tihrán nieder, wo er Baháʼu&#039;lláh akzeptierte und ein Baháʼí wurde. Es ist aufgezeichnet, dass er bei einem Ausbruch gegen die Baháʼís in Tihrán seinen Mantel um sich wickelte und darauf wartete, dass die Wachen kamen und ihn verhafteten. &amp;lt;ref&amp;gt;Memorials of the Faithful, p. 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde in Tihrán mehrfach verhaftet: &lt;br /&gt;
1886 auf Befehl von Mulla ʻAli Kani, &lt;br /&gt;
1872 für sieben Monate von Nayibu&#039;s-Saltanih, &lt;br /&gt;
1882 für zwei Jahre von Nayibu&#039;s-Saltanih, &lt;br /&gt;
1887 und 1891 für zwei Jahre mit Hájí Amín. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Balyuzi, Hasan (1985). Eminent Baháʼís in the time of Baháʼu&#039;lláh. The Camelot Press Ltd, Southampton. pp. 265–266. ISBN 0-85398-152-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Reisen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er besuchte ʻAkká, wo Baháʼu&#039;lláh und seine Familie gefangen gehalten wurden, bei drei Gelegenheiten: 1873, 1888 und 1899. Er erhielt die Aufgabe, die Überreste des Báb von verschiedenen geheimen Orten nach ʻAkká zu überführen, wo sie mehrere Jahre blieben, bis sie schließlich im Schrein des Báb begraben wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Balyuzi, Hasan (1985). Eminent Baháʼís in the time of Baháʼu&#039;lláh. The Camelot Press Ltd, Southampton. pp. 265–266. ISBN 0-85398-152-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war einer der vier Hände der Sache, die von Baháʼu&#039;lláh selbst ernannt wurden, und war bis zu seinem Tod am 4. März 1910 für einen Großteil der Aktivitäten von Baháʼí im Iran verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Haji-Akhund.jpg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Datei:Haji-Akhund.jpg&amp;diff=1030</id>
		<title>Datei:Haji-Akhund.jpg</title>
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		<updated>2020-05-22T19:45:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Haji Akhund gefangen&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Haj%C3%AD_%C3%81kh%C3%BAnd&amp;diff=1029</id>
		<title>Hají Ákhúnd</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Haj%C3%AD_%C3%81kh%C3%BAnd&amp;diff=1029"/>
		<updated>2020-05-22T19:44:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Haji Akhund.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ḥají Mullá ʻAlí-Akbar S͟hahmírzádí (Persisch: حاج ملا على أكبر أكبر 1842 - 1910), bekannt als Ḥají Ák͟húnd, war ein bedeutender Anhänger von Baháʼu&#039;lláh, dem Gründer des Baháʼí Glaubens. Er wurde zur [[Hand der Sache Gottes]] ernannt und als einer der neunzehn [[Apostel Baháʼu&#039;lláhs]] aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hintergrund==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hají Ákhúnd wurde im Dorf S͟hahmírzád, Iran, geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;Balyuzi, Hasan (1985). Eminent Baháʼís in the time of Baháʼu&#039;lláh. The Camelot Press Ltd, Southampton. pp. 265–266. ISBN 0-85398-152-3&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war der Sohn eines Mullá, und nach einigen Vorstudien ging er nach Mashhad, um eine religiöse Hochschule zu besuchen. Im Jahr 1861 begegnete er den Bábís und konvertierte zur Religion des Báb&#039;s, was seinen sofortigen Ausschluss aus dem Hochschulstudium und der Stadt zur Folge hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Balyuzi, Hasan (1985). Eminent Baháʼís in the time of Baháʼu&#039;lláh. The Camelot Press Ltd, Southampton. pp. 265–266. ISBN 0-85398-152-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhaftierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr in sein Heimatdorf wurde auch er von den örtlichen Geistlichen vertrieben und weggeschickt. Er ließ sich in Tihrán nieder, wo er Baháʼu&#039;lláh akzeptierte und ein Baháʼí wurde. Es ist aufgezeichnet, dass er bei einem Ausbruch gegen die Baháʼís in Tihrán seinen Mantel um sich wickelte und darauf wartete, dass die Wachen kamen und ihn verhafteten. &amp;lt;ref&amp;gt;Memorials of the Faithful, p. 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde in Tihrán mehrfach verhaftet: &lt;br /&gt;
1886 auf Befehl von Mulla ʻAli Kani, &lt;br /&gt;
1872 für sieben Monate von Nayibu&#039;s-Saltanih, &lt;br /&gt;
1882 für zwei Jahre von Nayibu&#039;s-Saltanih, &lt;br /&gt;
1887 und 1891 für zwei Jahre mit Hájí Amín. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Balyuzi, Hasan (1985). Eminent Baháʼís in the time of Baháʼu&#039;lláh. The Camelot Press Ltd, Southampton. pp. 265–266. ISBN 0-85398-152-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Reisen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er besuchte ʻAkká, wo Baháʼu&#039;lláh und seine Familie gefangen gehalten wurden, bei drei Gelegenheiten: 1873, 1888 und 1899. Er erhielt die Aufgabe, die Überreste des Báb von verschiedenen geheimen Orten nach ʻAkká zu überführen, wo sie mehrere Jahre blieben, bis sie schließlich im Schrein des Báb begraben wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Balyuzi, Hasan (1985). Eminent Baháʼís in the time of Baháʼu&#039;lláh. The Camelot Press Ltd, Southampton. pp. 265–266. ISBN 0-85398-152-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war einer der vier Hände der Sache, die von Baháʼu&#039;lláh selbst ernannt wurden, und war bis zu seinem Tod am 4. März 1910 für einen Großteil der Aktivitäten von Baháʼí im Iran verantwortlich.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
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		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Haj%C3%AD_%C3%81kh%C3%BAnd&amp;diff=1028</id>
		<title>Hají Ákhúnd</title>
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		<updated>2020-05-22T19:43:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Haji Akhund.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ḥají Mullá ʻAlí-Akbar S͟hahmírzádí (Persisch: حاج ملا على أكبر أكبر 1842 - 1910), bekannt als Ḥají Ák͟húnd, war ein bedeutender Anhänger von Baháʼu&#039;lláh, dem Gründer des Baháʼí Glaubens. Er wurde zur [[Hand der Sache Gottes]] ernannt und als einer der neunzehn [[Apostel Baháʼu&#039;lláhs]] aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hintergrund==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hají Ákhúnd wurde im Dorf S͟hahmírzád, Iran, geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;Balyuzi, Hasan (1985). Eminent Baháʼís in the time of Baháʼu&#039;lláh. The Camelot Press Ltd, Southampton. pp. 265–266. ISBN 0-85398-152-3&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war der Sohn eines Mullá, und nach einigen Vorstudien ging er nach Mashhad, um eine religiöse Hochschule zu besuchen. Im Jahr 1861 begegnete er den Bábís und konvertierte zur Religion des Báb&#039;s, was seinen sofortigen Ausschluss aus dem Hochschulstudium und der Stadt zur Folge hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Balyuzi, Hasan (1985). Eminent Baháʼís in the time of Baháʼu&#039;lláh. The Camelot Press Ltd, Southampton. pp. 265–266. ISBN 0-85398-152-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhaftierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr in sein Heimatdorf wurde auch er von den örtlichen Geistlichen vertrieben und weggeschickt. Er ließ sich in Tihrán nieder, wo er Baháʼu&#039;lláh akzeptierte und ein Baháʼí wurde. Es ist aufgezeichnet, dass er bei einem Ausbruch gegen die Baháʼís in Tihrán seinen Mantel um sich wickelte und darauf wartete, dass die Wachen kamen und ihn verhafteten. &amp;lt;ref&amp;gt;Memorials of the Faithful, p. 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde in Tihrán mehrfach verhaftet: &lt;br /&gt;
1886 auf Befehl von Mulla ʻAli Kani, &lt;br /&gt;
1872 für sieben Monate von Nayibu&#039;s-Saltanih, &lt;br /&gt;
1882 für zwei Jahre von Nayibu&#039;s-Saltanih, &lt;br /&gt;
1887 und 1891 für zwei Jahre mit Hájí Amín. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Balyuzi, Hasan (1985). Eminent Baháʼís in the time of Baháʼu&#039;lláh. The Camelot Press Ltd, Southampton. pp. 265–266. ISBN 0-85398-152-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Reisen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er besuchte ʻAkká, wo Baháʼu&#039;lláh und seine Familie gefangen gehalten wurden, bei drei Gelegenheiten: 1873, 1888 und 1899. Er erhielt die Aufgabe, die Überreste des Báb von verschiedenen geheimen Orten nach ʻAkká zu überführen, wo sie mehrere Jahre blieben, bis sie schließlich im Schrein des Báb begraben wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Balyuzi, Hasan (1985). Eminent Baháʼís in the time of Baháʼu&#039;lláh. The Camelot Press Ltd, Southampton. pp. 265–266. ISBN 0-85398-152-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war einer der vier Hände der Sache, die von Baháʼu&#039;lláh selbst ernannt wurden, und war bis zu seinem Tod am 4. März 1910 für einen Großteil der Aktivitäten von Baháʼí im Iran verantwortlich.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
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		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Datei:Haji_Akhund.jpg&amp;diff=1027</id>
		<title>Datei:Haji Akhund.jpg</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Haji Akhund&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
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		<title>Hají Ákhúnd</title>
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		<updated>2020-05-22T19:41:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ḥají Mullá ʻAlí-Akbar S͟hahmírzádí (Persisch: حاج ملا على أكبر أكبر 1842 - 1910), bekannt als Ḥají Ák͟húnd, war ein bedeutender Anhänger von Baháʼu&#039;lláh, dem Gründer des Baháʼí Glaubens. Er wurde zur [[Hand der Sache Gottes]] ernannt und als einer der neunzehn [[Apostel Baháʼu&#039;lláhs]] aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hintergrund==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hají Ákhúnd wurde im Dorf S͟hahmírzád, Iran, geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;Balyuzi, Hasan (1985). Eminent Baháʼís in the time of Baháʼu&#039;lláh. The Camelot Press Ltd, Southampton. pp. 265–266. ISBN 0-85398-152-3&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war der Sohn eines Mullá, und nach einigen Vorstudien ging er nach Mashhad, um eine religiöse Hochschule zu besuchen. Im Jahr 1861 begegnete er den Bábís und konvertierte zur Religion des Báb&#039;s, was seinen sofortigen Ausschluss aus dem Hochschulstudium und der Stadt zur Folge hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Balyuzi, Hasan (1985). Eminent Baháʼís in the time of Baháʼu&#039;lláh. The Camelot Press Ltd, Southampton. pp. 265–266. ISBN 0-85398-152-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhaftierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr in sein Heimatdorf wurde auch er von den örtlichen Geistlichen vertrieben und weggeschickt. Er ließ sich in Tihrán nieder, wo er Baháʼu&#039;lláh akzeptierte und ein Baháʼí wurde. Es ist aufgezeichnet, dass er bei einem Ausbruch gegen die Baháʼís in Tihrán seinen Mantel um sich wickelte und darauf wartete, dass die Wachen kamen und ihn verhafteten. &amp;lt;ref&amp;gt;Memorials of the Faithful, p. 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde in Tihrán mehrfach verhaftet: &lt;br /&gt;
1886 auf Befehl von Mulla ʻAli Kani, &lt;br /&gt;
1872 für sieben Monate von Nayibu&#039;s-Saltanih, &lt;br /&gt;
1882 für zwei Jahre von Nayibu&#039;s-Saltanih, &lt;br /&gt;
1887 und 1891 für zwei Jahre mit Hájí Amín. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Balyuzi, Hasan (1985). Eminent Baháʼís in the time of Baháʼu&#039;lláh. The Camelot Press Ltd, Southampton. pp. 265–266. ISBN 0-85398-152-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Reisen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er besuchte ʻAkká, wo Baháʼu&#039;lláh und seine Familie gefangen gehalten wurden, bei drei Gelegenheiten: 1873, 1888 und 1899. Er erhielt die Aufgabe, die Überreste des Báb von verschiedenen geheimen Orten nach ʻAkká zu überführen, wo sie mehrere Jahre blieben, bis sie schließlich im Schrein des Báb begraben wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Balyuzi, Hasan (1985). Eminent Baháʼís in the time of Baháʼu&#039;lláh. The Camelot Press Ltd, Southampton. pp. 265–266. ISBN 0-85398-152-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war einer der vier Hände der Sache, die von Baháʼu&#039;lláh selbst ernannt wurden, und war bis zu seinem Tod am 4. März 1910 für einen Großteil der Aktivitäten von Baháʼí im Iran verantwortlich.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
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		<title>Hají Ákhúnd</title>
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		<updated>2020-05-22T19:40:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: Die Seite wurde neu angelegt: „  Ḥají Mullá ʻAlí-Akbar S͟hahmírzádí (Persisch: حاج ملا على أكبر أكبر 1842 - 1910), bekannt als Ḥají Ák͟húnd, war ein bedeuten…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ḥají Mullá ʻAlí-Akbar S͟hahmírzádí (Persisch: حاج ملا على أكبر أكبر 1842 - 1910), bekannt als Ḥají Ák͟húnd, war ein bedeutender Anhänger von Baháʼu&#039;lláh, dem Gründer des Baháʼí Glaubens. Er wurde zur [[Hand der Sache Gottes]] ernannt und als einer der neunzehn [[Apostel Baháʼu&#039;lláhs]] aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hintergrund==&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hají Ákhúnd wurde im Dorf S͟hahmírzád, Iran, geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;Balyuzi, Hasan (1985). Eminent Baháʼís in the time of Baháʼu&#039;lláh. The Camelot Press Ltd, Southampton. pp. 265–266. ISBN 0-85398-152-3&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war der Sohn eines Mullá, und nach einigen Vorstudien ging er nach Mashhad, um eine religiöse Hochschule zu besuchen. Im Jahr 1861 begegnete er den Bábís und konvertierte zur Religion des Báb&#039;s, was seinen sofortigen Ausschluss aus dem Hochschulstudium und der Stadt zur Folge hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Balyuzi, Hasan (1985). Eminent Baháʼís in the time of Baháʼu&#039;lláh. The Camelot Press Ltd, Southampton. pp. 265–266. ISBN 0-85398-152-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhaftierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr in sein Heimatdorf wurde auch er von den örtlichen Geistlichen vertrieben und weggeschickt. Er ließ sich in Tihrán nieder, wo er Baháʼu&#039;lláh akzeptierte und ein Baháʼí wurde. Es ist aufgezeichnet, dass er bei einem Ausbruch gegen die Baháʼís in Tihrán seinen Mantel um sich wickelte und darauf wartete, dass die Wachen kamen und ihn verhafteten. &amp;lt;ref&amp;gt;Memorials of the Faithful, p. 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde in Tihrán mehrfach verhaftet: &lt;br /&gt;
1886 auf Befehl von Mulla ʻAli Kani, &lt;br /&gt;
1872 für sieben Monate von Nayibu&#039;s-Saltanih, &lt;br /&gt;
1882 für zwei Jahre von Nayibu&#039;s-Saltanih, &lt;br /&gt;
1887 und 1891 für zwei Jahre mit Hájí Amín. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Balyuzi, Hasan (1985). Eminent Baháʼís in the time of Baháʼu&#039;lláh. The Camelot Press Ltd, Southampton. pp. 265–266. ISBN 0-85398-152-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Reisen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er besuchte ʻAkká, wo Baháʼu&#039;lláh und seine Familie gefangen gehalten wurden, bei drei Gelegenheiten: 1873, 1888 und 1899. Er erhielt die Aufgabe, die Überreste des Báb von verschiedenen geheimen Orten nach ʻAkká zu überführen, wo sie mehrere Jahre blieben, bis sie schließlich im Schrein des Báb begraben wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Balyuzi, Hasan (1985). Eminent Baháʼís in the time of Baháʼu&#039;lláh. The Camelot Press Ltd, Southampton. pp. 265–266. ISBN 0-85398-152-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er war einer der vier Hände der Sache, die von Baháʼu&#039;lláh selbst ernannt wurden, und war bis zu seinem Tod am 4. März 1910 für einen Großteil der Aktivitäten von Baháʼí im Iran verantwortlich.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
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		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1024</id>
		<title>Adelbert Mühlschlegel</title>
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		<updated>2020-05-22T19:30:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox hand of the cause&lt;br /&gt;
|name          = Adelbert Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|image         = Adelbert_Mühlschlegel.jpg&lt;br /&gt;
|image_size    = 220px&lt;br /&gt;
|caption       = &lt;br /&gt;
|birth_name    = &lt;br /&gt;
|birth_date    = 16. Juni 1897&lt;br /&gt;
|birth_place   = Berlin&lt;br /&gt;
|death_date    = 29. Juli 1980&lt;br /&gt;
|death_place   = Athen&lt;br /&gt;
|resting_place = Athen&lt;br /&gt;
|resting_place_coordinates = &lt;br /&gt;
|known_for     = &lt;br /&gt;
|education     =&lt;br /&gt;
|occupation    = &lt;br /&gt;
|nsa_member    =&lt;br /&gt;
|ibc_member    = &lt;br /&gt;
|custodian     = &lt;br /&gt;
|title         = [[Custodians|Custodian]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Hands of the Cause of God|Hand of the Cause]]&lt;br /&gt;
|appointedby   = [[Shoghi Effendi]], Februar 1952&lt;br /&gt;
|spouse        = [[Herma Mühlschlegel, geb. Weidle]], &lt;br /&gt;
                 [[Ursula Mühlschlegel, geb. Kohler]]  &lt;br /&gt;
|children      = [[Peter Mühlschlegel]], [[Ursula Nicke, geb. Mühlschlegel]], [[Gisela Liedtka, geb. Mühlschlegel]], [[Dieter Mühlschlegel]],  [[Volker Mühlschlegel]] &lt;br /&gt;
|parents       = Albert Mühlschlegel, Doris Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|footnotes     = &lt;br /&gt;
|signature     = Adelbert Mühlschlegel signature.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Adelbert Mühlschlegel&#039;&#039;&#039; (16. Juni 1897 – 29. Juli 1980)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |author = Rabbani, R. (Ed.) |authorlink = Rúhíyyih Khanum |year = 1992 |title = The Ministry of the Custodians 1957-1963 |publisher = Bahá’í World Centre |id = ISBN 085398350X |url = http://bahai-library.com/published.uhj/ministry.custodians.html#xxiii | pages = p. xxiii }}&amp;lt;/ref&amp;gt; war eine [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] und berühmter Deutscher [[Bahá’í]] aus einer evangelischen Familie.  1920 wurde er Bahá’í und übersetzte Literature und diente als Mitglied im [[Nationaler Geistiger Rat]] von Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde als [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] von [[Shoghi Effendi]] im Februar [[1952]] ernannt. Danach reiste er um die Bahá’í in vielen Ländern zu besuchen. Er starb in Athen, [[Griechenland]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
Adelbert Mühlschlegel wurde am 16. Juni 1897 in Berlin geboren. Sein Vater stand als Militärarzt in den Diensten des Königs von Württemberg, seine Mutter war Tochter des Stadtpfarrers von Biberach an der Riß. Während ihm sein Vater, der 1962 hochbetagt starb, den Sinn für Wandern und Geographie, für Ordnung und Pflichterfüllung vermittelte, weckte die Mutter, die 1923, kurz vor Entwicklung des Insulins, der Zuckerkrankheit zum Opfer fiel, in dem jungen Adelbert die Sehnsucht nach geistiger Schau, nach dem beständigen Umgang mit Dichtern, Mystikern und Philosophen und nach selbständigen Bemühungen in dieser Richtung, bei denen ihn seine jüngere Schwester Doris, die in den zwanziger Jahren nach Russland auswanderte und dort 1978 starb, aktiv begleitete. Es muss eine recht fröhliche, urschwäbische Geistigkeit geherrscht haben in diesem Stuttgarter Elternhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam der [[Erste Weltkrieg]]. Der Abiturient meldete sich freiwillig zum Sanitätsdienst in den von seinem Vater  betreuten Frontabschnitten und Lazaretten im Osten. So sammelte er erste Erfahrungen im Beruf des [[Arzt]]es, mit dem ihn später eine eigentümliche Hassliebe verband: die eine der beiden Seelen, die dem jungen Adelbert als echte m Schwaben in der Brust wohnten, schwebte n den weiten Gefilden des Geistes, fragte man den Jungen, was er werden wollte, sagte er Wanderer und Dichter. Die andere Seele setzte sich mit ihrem Sinn für das Praktische und für den Ethos des Dienstes am Nächsten durch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Neben dem [[Medizinstudium]] in Freiburg, Greifswald und Tübingen standen vielschichtige geistige Bemühungen, so vor allem die Auseinandersetzung mit der [[Anthroposophie]] Rudolf Steiners und anderer Strömungen der unruhigen zwanziger Jahre. Ein Höhepunkt, an den er sich gern erinnerte, war eine Tagung in Darmstadt, die Hermann Graf Keyserling für den indischen Dichter und Denker [[Rabindranath Tagore]] ausrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit den Lehren Bahá&#039;u&#039;lláhs==&lt;br /&gt;
Um dieselbe Zeit wurden der suchende Adelbert Mühlschlegel und seine Mutter von Fräulein Viktoria Schütz, der späteren [[Frau von Sixtfeld]], auf die Bahá&#039;í Lehren aufmerksam gemacht. Spontan war er fasziniert von dieser umfassenden Schau und schrieb an [[&#039;Abdu&#039;l-Bahá]], der ihm  mit folgendem Tablet antwortete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tablet &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel.jpg|thumb|left|160px|Sendbrief &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stuttgart zu Händen von Fräulein Viktoria Schütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herrn Adelbert Mühlschlegel - auf ihm sei die Herrlichkeit Gottes des Allherrlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist Gott!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;O Du Sohn des Königreiches!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dein Brief ist eingetroffen. Er war wie ein Duftkissen voller Moschus, und als Ich ihn öffnete, verspürte Ich den Odem der Liebe Gottes. Ich hoffe, dass dein Bächlein zu einem Meere werden und im Hauche göttlicher Führung hohe Wellen gen Osten und gen Westen schlägt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sei deiner Lehrerin höchst verbunden und bekunde ihr herzliche, geisterfüllte Dankbarkeit; denn sie hat den Ruf Gottes deinem Ohr übermittelt und dir ewige Gnade zuteil werden lassen. Erdverbunden warst du und wurdest himmlisch. Im Dunkeln warst du und wurdest erleuchtet. An die Natur warst du gefesselt und wurdet göttlich, und so erlangest du einen Teil an der ewigen Gnade. Sei voll des Glücks und freue dich der Himmlischen Heerscharen und ihrer Melodien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Meine Hoffnung ist, dass du auf dem Pfade Seiner Heiligkeit Bahá&#039;u&#039;lláh wandelst. Deine verehrte Gattin wird einst zu den Begünstigten an der Schwelle der Einheit gehören und mit dem Auge des Erbarmens angesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit dir sei die Herrlichkeit des Allherrlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(gezeichnet in lateinischen Buchstaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abdul Baha abbas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bahji, 16. Oktober 1920&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nahm Adelbert aktiv am Leben der deutschen Bahá&#039;í Gemeinde teil. Die frühesten Sporen finden wir im IV. Jahrgang der &amp;quot;[[Sonne der Wahrheit]]&amp;quot;, wo über einen öffentlichen Vortrag und ein Melodram von ihm anlässlich des dritten deutschen Bahá&#039;í Kongresses im September 1924 in Stuttgart berichtet wird. 1926 heiratet er. Seine Frau [[Herma Mühlschlegel]], geb. Weidle. schenkte ihm zwei Mädchen und drei Jungen, von denen einer als Kind starb. Sie war bis zu ihrem Tod 1964 im Beruf wie in der Bahá&#039;í Arbeit seine engste Mitarbeiterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Ein Höhepunkt ihres Lebens im Glauben Bahá&#039;u&#039;lláhs war für Adelbert und Herma Mühlschlegel ihre Pilgerreise 1936 und ihre Begegnung mit Shoghi Effendi. In den langen Jahren des Verbots und der Verfolgung, während der Wirren des [[Zweiten Weltkrieg]]s zehrten sie von diesem tragenden Erlebnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg==&lt;br /&gt;
Den Krieg konnte Adelbert Mühlschlegel, zeitweise dienstverpflichtet, in seiner Heimatstadt [[Stuttgart]] überstehen, wenn auch mit totalem Bombenschaden und einer Beinnahe-Detonation bei Kriegsende durch die französische Besatzungsmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Dann kam die Zeit des Neubeginns und des Wiederaufbaus. Sie bedeutet für den Dichter und Sprachenfreund neben der Verantwortung im Nationalen Geistigen Rat und vielen Referaten und öffentlichen Veranstaltungen vor allem unermüdliche Übersetzertätigkeit im stillen Studierzimmer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alexanderstrasse==&lt;br /&gt;
In der von Bomben verwüsteten Stadt Stuttgart war die große der Familie Mühlschlegel neu zugewiesene Wohnung zugleich ein Zentrum des Bahá&#039;í Lebens, insbesondere eine Anlaufstelle für viele junge Freunde aus Persien, die nach und nach zum Studium nach Deutschland einreisten. Sicher erinnern sich alle wohl des heiteren, humorvollen Lebens der großen Familie, bei der so manche materielle Not nach dem Krieg durch das frohe Wesen der Eltern Adelbert und Herma Mühlschlegel, auch den Kindern, die im Geiste des Dienstes aufwuchsen, zum Sprungbrett für eine höhere geistige Entwicklung wurde. Rasch war immer ein passendes Zitat aus der Weltliteratur zur Stelle, oder wurde eine eigene Hymne gedichtet - viele mögen sich hier mit Freude an die &amp;quot;Mehlpapp-Hymne&amp;quot; zum immer noch einmal der Anzahl der Hungrigen entsprechend gestreckten Sauerkraut erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sprachen==&lt;br /&gt;
Eine besondere Bereicherung waren die vielen Gäste aus dem Ausland, mit denen neben dem wohltuenden geistigen Austausch Adelbert auch immer gerne seine vielen im Selbstunterricht erlernten Sprachen übte. Oft noch gedachte er in seinen letzten Lebensjahren so mancher lustigen Episode bei gemeinsamen Überprüfen der von ihm übersetzten Bücher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlen==&lt;br /&gt;
Und auch die mit ihm arbeitenden Freunde werden sich immer wieder an Besonderheiten im Wesen dieses nie untätigen Dieners erinnern, wie zum Beispiel sein besonderes Verhältnis zu Zahlen, mit denen er bis zu seinen letzten Tagebuch-Eintragungen all seine Leistungen festhielt und sie in Prozenten auszudrücken vermochte - aber nicht nur den Zahlen blieb er so treu sondern besonders all den vielen durch gemeinsame Arbeit auf dem Pfade Bahá&#039;u&#039;lláhs innig geknüpften Freundschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung==&lt;br /&gt;
Mit seiner Ernennung zur Hand der Sache Gottes im Februar 1952 änderte sich Adelbert Mühlschlegels Leben Schritt für Schritt  bis hin zur beständigen Dienstbereitschaft und der umfassenden Hingabe an die Gesegnete Schönheit, von denen das [[Universale Haus der Gerechtigkeit]] in seiner Botschaft spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Hinscheiden Shoghi Effendis]]== &lt;br /&gt;
Das Schlüsselerlebnis war für ihn der von [[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]] übermittlte Auftrag, den gesegneten Körper von [[Shoghi Effendi]], der am 4. November 1957 in London verstorben war, vor der Beerdigung zu waschen. Über sein Erlebnis dieser letzten Stunde mit dem geliebten Hüter schrieb er&lt;br /&gt;
an [[Rúḥíyyih Khánum]]:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
»Es ist in jener Stunde etwas Neues in mir aufgegangen, über das ich jetzt, nach einigen Tagen, immer noch nicht sprechen kann; wohl aber über die Liebe und Weisheit, die ich auf mich einströmen fühlte. Es war eine so starke geistige Schwingung in diesem für&lt;br /&gt;
weltliche Augen so ganz andersartigen Raum, wie ich sie wohl stärker in meinem Leben nur an den heiligen Schreinen verspürt hatte. Der erste Eindruck ·war der Gegensatz zwischen dem übrigen&lt;br /&gt;
Körper und dem majestätischen, vergeistigten Antlitz, ein die Seele erschütterndes Bild jubelnden Siegens des Ewigen über das Vergängliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite war, daß ich eine Stunde lang betend und zugleich denkend und sorgfältig handelnd war, also, wie sonst, ach, nur allzu selten, in einem bewußten Zustand heiligen, gottverbundenen&lt;br /&gt;
Tuns, als Exercitium, Sinnbild und Extrakt dessen, was ich ,mein&lt;br /&gt;
Leben lang und die Menschheit nun tausend Jahre lang tun soll, um »das Reich« hier auf Erden zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dritte war, daß ich Glied um Glied waschend und salbend dankte, daß jene geliebten Hände für unser Bündnis geschrieben und gehandelt haben, jene Beine für uns gingen, jener Mund zu uns sprach, jene Stirne für uns dachte, und daß ich dabei betete und meditierte, auch meine Glieder mögen in der kurzen Zeit, die mir noch beschieden ist, diesem Dienen nacheifern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vierte war, daß ich entsetzt fühlte, wie ich mit unwürdigen Händen diese erhabene Stirne mit Rosenöl zu salben habe, so wie es einst nur hohe Meister ihren Jüngern taten. Und doch, welches&lt;br /&gt;
Recht, welcher Auftrag kommt uns, den Lebenden zu, über alle Vergangenheit und alles Vergängliche zu walten, seien sie auch noch so erhaben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch viel Gnade, Liebe und Weisheit waren sonst in dieser Stunde verborgen ...... «&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{[[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]]: Das Hinscheiden Shoghi Effendis, Baha&#039;i Verlag, Frankfurt/Main 1958, Seiten 22/23}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interregnum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Image:Hands of the Cause at the Fourth Conclave, 1960.jpg|thumb|left|320px|Hände der Sache Gottes bei der 4. Konklave 1960]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| An den schweren Aufgaben, die den Händen der Sache Gottes als den obersten Sachwaltern des Glaubens mit dem Hinscheiden Shoghi Effendis zufielen, trug Adelbert Mühlschlegel kraftvoll mit. Seine Arztpraxis aufgebend, weilte er mehrere Monate im Heiligen Land, um dann später diejenigen europäischen &lt;br /&gt;
Länder, die noch keine eigenen Nationalen Geistigen Räte hatten, persönlich zu betreuen, bis dort 1962 elf neue Nationale Geistige Räte als weitere Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit gebildet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Mit der ersten Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an Ridván 1963 waren die Hände der Sache Gottes von den weltweiten administrativen Aufgaben befreit, um sich wieder mit all ihren Bemühungen persönlich der Verbreitung und dem Schutz des Glaubens&lt;br /&gt;
zuzuwenden. Nach Tübingen umgesiedelt, widmete sich Adelbert Mühlschlegel zunächst der Pflege seiner inzwischen schwer erkrankten Frau Herma, die im Sommer 1964 verschied, und der Lehrarbeit im süddeutschen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Österreich==&lt;br /&gt;
Im September desselben Jahres verlegte er seinen Wohnsitz nach Österreich, wo der Glauben noch sehr auf Pioniere angewiesen war, und wo er ein Jahr später seine Frau Ursula, geb. Kohler,&lt;br /&gt;
heiratete, die von nun an seine eng vertraute Mitarbeiterin sein durfte. Von Wien aus setzte er durch seine immer zunehmende Korrespondenz und durch viele Reisen in Europa seine unentwegte&lt;br /&gt;
Ermutigung und Vertiefung der Freunde fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Entscheidung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit im Juni 1968 über die Errichtung der Kontinentalen&lt;br /&gt;
Beraterämter befreite sein Herz und erfüllte es mit großer Dankbarkeit gegenüber Bahá&#039;u&#039;lláh und dem Universalen Haus der Gerechtigkeit, dieser Institution, der von Anfang an seine tiefe Ergebenheit und Liebe gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reisen ==&lt;br /&gt;
Freudig nahm er 1969 den Auftrag des Universalen Hauses an, sich nunmehr weltweiten Aufgaben zu widmen und nach Persien, Indien, West- und Ostpakistan sowie nach Nepal zu reisen, um dort als eine Hand der Sache Gottes aus dem Westen die Freunde zu besuchen&lt;br /&gt;
und zu lehren. Dieser Reise folgten noch weitere ehrenvolle&lt;br /&gt;
Aufträge, die ihn durch einen großen Teil Afrikas und Süd-Amerikas&lt;br /&gt;
führten, zu deren Eingeborenen und Pionieren - wie zu den Freunden in Indien und überhaupt im gesamten Osten- er eine tiefe Liebe und Verehrung entwickelte, die seinem nach Wiedervereinigung sehnenden Herzen stets tief empfundene Gebete entströmen, ließ, welche sich am Ende seines Lebens ganz besonders auf die so lange leidende&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde in Persien konzentrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hatte er den Bedürfnissen entsprechend seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt, zu deren aufsteigender Gemeinde so vielfältiger menschlicher Charaktere und landschaftlicher Schönheit ihn bis zum Tode eine innige Liebe verband. Danach, noch einmal für kurze Zeit in Deutschland dienend, empfand er, daß diese, seine Muttergemeinde, durchaus in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen, wenn die Freunde nur lernten, nicht auf ihre eigenen&lt;br /&gt;
Schwächen sondern auf die Macht Bahá&#039;u&#039;lláh zu blicken - was die Freunde in Deutschland dann zu Ridván 1978 auch wirklich bewiesen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Athen==&lt;br /&gt;
Trotz nachlassender Gesundheit siedelte der achtzigjährige Adelbert Mühlschlegel mit seiner Frau nach Griechenland um, in das Land der Wiege der westlichen Zivilisation, dessen alte Philosophen Bahá&#039;u&#039;lláh so hoch gepriesen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier, durch den geschwächten Körper oft bettlägerig und nur noch wenig reisend, widmete er den Hauptteil seiner Zeit dem Studium der Schriften und seinem Buche »Werden und Reifen eines Baha&#039;i«; &amp;lt;ref&amp;gt; Selbsterziehung zum Bahá&#039;í https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/&amp;lt;/ref&amp;gt; zu dem er sich angeregt fühlte durch das dritte Hauptziel des Fünfjahresplanes »der Entwicklung der kennzeichnenden Wesensart des Bahá&#039;í-Lebens, dem umfassenden Thema, zu dem dann auch spontan seine geliebten Freunde in Luxemburg ihn um die Niederschrift seiner Gedanken baten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr sich selbst vergeistigend und seinen zahlreichen Gästen in seinem Athener Heim zur Quelle geistiger Erkenntnis während liebevoller Gespräche geworden, erlebte er einen glücklichen, sehr bewußten, geistig reichen Lebensabend, während dem er in ganz besonderem Ausmaß seine Frau Ursula mit einer Liebe umstrahlte und durchdrang, die es ihr, nun ermöglicht, den Kummer des großen persönlichen Verlustes in dieser zärtlichen Liebe dem Willen Gottes dankbar darzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese immerwährende Dankbarkeit und unbedingte, liebevolle strahlende Unterwerfung unter den Willen Gottes und die Befolgung Seiner Gebote, beherrschte so stark während der letzten Lebensjahre sein ganzes Denken und Fühlen, und es wundert nicht,&lt;br /&gt;
daß, obwohl er kaum mehr Schreiben konnte, seine letzte Eintragung im so treu geführten Tagebuch nach zwei nicht ganz klar lesbaren Zeilen mit den deutlich geschriebenen Worten »Gottes Wille« endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Willen und Ratschluss Gottes liebend durfte Adelbert Mühlschlegel während eines der Wiederholung des [[Größten Namen]]s folgenden kurzen, ruhigen Schlafes die Schwelle zur geistigen Welt überschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am 31. Juli 1980 im protestantischen Sektor des Ersten Friedhofs von Athen stattgefundene blumenreiche Beisetzung wurde von Rolf Haug, dem langjährigen persönlichen Freund des Heimgegangenen in griechischer Sprache durchgeführt und viele der neunzig, aus acht verschiedenen Ländern, anwesenden Freunde verabschiedeten sich dort zum letzten mal mit innig, in&lt;br /&gt;
vielen Sprachen gesungen und gesprochenen Gebeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Telex des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrübten Herzens geben wir das Hinscheiden der geliebten Hand der Sache&lt;br /&gt;
Gottes Adelbert Mühlschlegel bekannt. Die ganze Baha&#039;i-Welt erleidet einen&lt;br /&gt;
schmerzlichen Verlust, der besonders in Europa, der hauptsächlichen&lt;br /&gt;
Stätte seiner hervorragenden Dienste für die Sache Gottes empfunden wird.&lt;br /&gt;
Nachdem er viele Jahre im Nationalen Geistigen Rat von Deutschland gedient&lt;br /&gt;
hatte, wurde er nach seiner Erhebung in den Rang einer Hand der&lt;br /&gt;
Sache einer der Baumeister der allmählich sichtbar werdenden europäischen&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde; er reiste, er ermutigte, er ließ sich nieder, wo immer das&lt;br /&gt;
Dienen am dringendsten nötig war, er pionierte schließlich nach Griechenland&lt;br /&gt;
und gab seine Seele an seinem Pionierort auf. Seine stete Bereitschaft&lt;br /&gt;
zu dienen, seine Fähigkeit, die Zuneigung der Gläubigen und anderer gleichermaßen&lt;br /&gt;
zu geWinnen durch seine liebevolle Güte, seine heitere Demut,&lt;br /&gt;
~eine strahlende Fröhlichkeit, sein nie erlahmendes Streben nach Wissen&lt;br /&gt;
und seine völlige Hingabe an die Gesegnete Schönheit - machen ihn zu&lt;br /&gt;
einem wunderbaren Beispiel des Baha&#039;i-Lebens.&lt;br /&gt;
Wir ersuchen die Freunde, aus Anlaß seines Hinscheidens Gedenkfeiern&lt;br /&gt;
abZuhalten und bitten um gebührende Gedenkandachten in allen Muttertempeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Universale Haus der Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{clear}}&lt;br /&gt;
==Notes==&lt;br /&gt;
{{reflist}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==References==&lt;br /&gt;
*{{cite book&lt;br /&gt;
 |first=Barron&lt;br /&gt;
 |last=Harper&lt;br /&gt;
 |year=1997&lt;br /&gt;
 |title=Lights of Fortitude&lt;br /&gt;
 |edition=Paperback&lt;br /&gt;
 |publisher=George Ronald&lt;br /&gt;
 |location=Oxford, UK&lt;br /&gt;
 |id=ISBN 0853984131&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==External link==&lt;br /&gt;
{{media|Category:Adelbert Mühlschlegel|Adelbert Mühlschlegel}}&lt;br /&gt;
*[http://www.youtube.com/watch?v=Hh8zO4Z480o Video recording of Ugo Giachery and Adelbert Mühlschlegel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hands of the Cause of God}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Muhlschlegel, Adelbert}}&lt;br /&gt;
[[Category:Hands of the Cause of God]]&lt;br /&gt;
[[Category:German Bahá’ís]]&lt;br /&gt;
[[Category:1897 births]]&lt;br /&gt;
[[Category:1980 deaths]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[fr:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[pt:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1023</id>
		<title>Adelbert Mühlschlegel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1023"/>
		<updated>2020-05-22T19:28:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: Änderung 1022 von BarbaraNickeLöffelmann (Diskussion) rückgängig gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox hand of the cause&lt;br /&gt;
|name          = Adelbert Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|image         = Adelbert_Mühlschlegel.jpg&lt;br /&gt;
|image_size    = 220px&lt;br /&gt;
|caption       = &lt;br /&gt;
|birth_name    = &lt;br /&gt;
|birth_date    = 16. Juni 1897&lt;br /&gt;
|birth_place   = Berlin&lt;br /&gt;
|death_date    = 29. Juli 1980&lt;br /&gt;
|death_place   = Athen&lt;br /&gt;
|resting_place = Athen&lt;br /&gt;
|resting_place_coordinates = &lt;br /&gt;
|known_for     = &lt;br /&gt;
|education     =&lt;br /&gt;
|occupation    = &lt;br /&gt;
|nsa_member    =&lt;br /&gt;
|ibc_member    = &lt;br /&gt;
|custodian     = &lt;br /&gt;
|title         = [[Custodians|Custodian]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Hands of the Cause of God|Hand of the Cause]]&lt;br /&gt;
|appointedby   = [[Shoghi Effendi]], Februar 1952&lt;br /&gt;
|spouse        = [[Herma Mühlschlegel, geb. Weidle]], &lt;br /&gt;
                 [[Ursula Mühlschlegel, geb. Kohler]]  &lt;br /&gt;
|children      = [[Peter Mühlschlegel]], [[Ursula Nicke, geb. Mühlschlegel]], [[Gisela Liedtka, geb. Mühlschlegel]], [[Dieter Mühlschlegel]],  [[Volker Mühlschlegel]] &lt;br /&gt;
|parents       = Albert Mühlschlegel, Doris Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|footnotes     = &lt;br /&gt;
|signature     = Adelbert Mühlschlegel signature.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Adelbert Mühlschlegel&#039;&#039;&#039; (16. Juni 1897 – 29. Juli 1980)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |author = Rabbani, R. (Ed.) |authorlink = Rúhíyyih Khanum |year = 1992 |title = The Ministry of the Custodians 1957-1963 |publisher = Bahá’í World Centre |id = ISBN 085398350X |url = http://bahai-library.com/published.uhj/ministry.custodians.html#xxiii | pages = p. xxiii }}&amp;lt;/ref&amp;gt; war eine [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] und berühmter Deutscher [[Bahá’í]] aus einer evangelischen Familie.  1920 wurde er Bahá’í und übersetzte Literature und diente als Mitglied im [[Nationaler Geistiger Rat]] von Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde als [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] von [[Shoghi Effendi]] im Februar [[1952]] ernannt. Danach reiste er um die Bahá’í in vielen Ländern zu besuchen. Er starb in Athen, [[Griechenland]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
Adelbert Mühlschlegel wurde am 16. Juni 1897 in Berlin geboren. Sein Vater stand als Militärarzt in den Diensten des Königs von Württemberg, seine Mutter war Tochter des Stadtpfarrers von Biberach an der Riß. Während ihm sein Vater, der 1962 hochbetagt starb, den Sinn für Wandern und Geographie, für Ordnung und Pflichterfüllung vermittelte, weckte die Mutter, die 1923, kurz vor Entwicklung des Insulins, der Zuckerkrankheit zum Opfer fiel, in dem jungen Adelbert die Sehnsucht nach geistiger Schau, nach dem beständigen Umgang mit Dichtern, Mystikern und Philosophen und nach selbständigen Bemühungen in dieser Richtung, bei denen ihn seine jüngere Schwester Doris, die in den zwanziger Jahren nach Russland auswanderte und dort 1978 starb, aktiv begleitete. Es muss eine recht fröhliche, urschwäbische Geistigkeit geherrscht haben in diesem Stuttgarter Elternhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam der [[Erste Weltkrieg]]. Der Abiturient meldete sich freiwillig zum Sanitätsdienst in den von seinem Vater  betreuten Frontabschnitten und Lazaretten im Osten. So sammelte er erste Erfahrungen im Beruf des [[Arzt]]es, mit dem ihn später eine eigentümliche Hassliebe verband: die eine der beiden Seelen, die dem jungen Adelbert als echte m Schwaben in der Brust wohnten, schwebte n den weiten Gefilden des Geistes, fragte man den Jungen, was er werden wollte, sagte er Wanderer und Dichter. Die andere Seele setzte sich mit ihrem Sinn für das Praktische und für den Ethos des Dienstes am Nächsten durch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Neben dem [[Medizinstudium]] in Freiburg, Greifswald und Tübingen standen vielschichtige geistige Bemühungen, so vor allem die Auseinandersetzung mit der [[Anthroposophie]] Rudolf Steiners und anderer Strömungen der unruhigen zwanziger Jahre. Ein Höhepunkt, an den er sich gern erinnerte, war eine Tagung in Darmstadt, die Hermann Graf Keyserling für den indischen Dichter und Denker [[Rabindranath Tagore]] ausrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit den Lehren Bahá&#039;u&#039;lláhs==&lt;br /&gt;
Um dieselbe Zeit wurden der suchende Adelbert Mühlschlegel und seine Mutter von Fräulein Viktoria Schütz, der späteren [[Frau von Sixtfeld]], auf die Bahá&#039;í Lehren aufmerksam gemacht. Spontan war er fasziniert von dieser umfassenden Schau und schrieb an [[&#039;Abdu&#039;l-Bahá]], der ihm  mit folgendem Tablet antwortete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tablet &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel.jpg|thumb|left|160px|Sendbrief &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stuttgart zu Händen von Fräulein Viktoria Schütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herrn Adelbert Mühlschlegel - auf ihm sei die Herrlichkeit Gottes des Allherrlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist Gott!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;O Du Sohn des Königreiches!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dein Brief ist eingetroffen. Er war wie ein Duftkissen voller Moschus, und als Ich ihn öffnete, verspürte Ich den Odem der Liebe Gottes. Ich hoffe, dass dein Bächlein zu einem Meere werden und im Hauche göttlicher Führung hohe Wellen gen Osten und gen Westen schlägt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sei deiner Lehrerin höchst verbunden und bekunde ihr herzliche, geisterfüllte Dankbarkeit; denn sie hat den Ruf Gottes deinem Ohr übermittelt und dir ewige Gnade zuteil werden lassen. Erdverbunden warst du und wurdest himmlisch. Im Dunkeln warst du und wurdest erleuchtet. An die Natur warst du gefesselt und wurdet göttlich, und so erlangest du einen Teil an der ewigen Gnade. Sei voll des Glücks und freue dich der Himmlischen Heerscharen und ihrer Melodien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Meine Hoffnung ist, dass du auf dem Pfade Seiner Heiligkeit Bahá&#039;u&#039;lláh wandelst. Deine verehrte Gattin wird einst zu den Begünstigten an der Schwelle der Einheit gehören und mit dem Auge des Erbarmens angesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit dir sei die Herrlichkeit des Allherrlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(gezeichnet in lateinischen Buchstaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abdul Baha abbas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bahji, 16. Oktober 1920&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nahm Adelbert aktiv am Leben der deutschen Bahá&#039;í Gemeinde teil. Die frühesten Sporen finden wir im IV. Jahrgang der &amp;quot;[[Sonne der Wahrheit]]&amp;quot;, wo über einen öffentlichen Vortrag und ein Melodram von ihm anlässlich des dritten deutschen Bahá&#039;í Kongresses im September 1924 in Stuttgart berichtet wird. 1926 heiratet er. Seine Frau [[Herma Mühlschlegel]], geb. Weidle. schenkte ihm zwei Mädchen und drei Jungen, von denen einer als Kind starb. Sie war bis zu ihrem Tod 1964 im Beruf wie in der Bahá&#039;í Arbeit seine engste Mitarbeiterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Ein Höhepunkt ihres Lebens im Glauben Bahá&#039;u&#039;lláhs war für Adelbert und Herma Mühlschlegel ihre Pilgerreise 1936 und ihre Begegnung mit Shoghi Effendi. In den langen Jahren des Verbots und der Verfolgung, während der Wirren des [[Zweiten Weltkrieg]]s zehrten sie von diesem tragenden Erlebnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg==&lt;br /&gt;
Den Krieg konnte Adelbert Mühlschlegel, zeitweise dienstverpflichtet, in seiner Heimatstadt [[Stuttgart]] überstehen, wenn auch mit totalem Bombenschaden und einer Beinnahe-Detonation bei Kriegsende durch die französische Besatzungsmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Dann kam die Zeit des Neubeginns und des Wiederaufbaus. Sie bedeutet für den Dichter und Sprachenfreund neben der Verantwortung im Nationalen Geistigen Rat und vielen Referaten und öffentlichen Veranstaltungen vor allem unermüdliche Übersetzertätigkeit im stillen Studierzimmer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alexanderstrasse==&lt;br /&gt;
In der von Bomben verwüsteten Stadt Stuttgart war die große der Familie Mühlschlegel neu zugewiesene Wohnung zugleich ein Zentrum des Bahá&#039;í Lebens, insbesondere eine Anlaufstelle für viele junge Freunde aus Persien, die nach und nach zum Studium nach Deutschland einreisten. Sicher erinnern sich alle wohl des heiteren, humorvollen Lebens der großen Familie, bei der so manche materielle Not nach dem Krieg durch das frohe Wesen der Eltern Adelbert und Herma Mühlschlegel, auch den Kindern, die im Geiste des Dienstes aufwuchsen, zum Sprungbrett für eine höhere geistige Entwicklung wurde. Rasch war immer ein passendes Zitat aus der Weltliteratur zur Stelle, oder wurde eine eigene Hymne gedichtet - viele mögen sich hier mit Freude an die &amp;quot;Mehlpapp-Hymne&amp;quot; zum immer noch einmal der Anzahl der Hungrigen entsprechend gestreckten Sauerkraut erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sprachen==&lt;br /&gt;
Eine besondere Bereicherung waren die vielen Gäste aus dem Ausland, mit denen neben dem wohltuenden geistigen Austausch Adelbert auch immer gerne seine vielen im Selbstunterricht erlernten Sprachen übte. Oft noch gedachte er in seinen letzten Lebensjahren so mancher lustigen Episode bei gemeinsamen Überprüfen der von ihm übersetzten Bücher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlen==&lt;br /&gt;
Und auch die mit ihm arbeitenden Freunde werden sich immer wieder an Besonderheiten im Wesen dieses nie untätigen Dieners erinnern, wie zum Beispiel sein besonderes Verhältnis zu Zahlen, mit denen er bis zu seinen letzten Tagebuch-Eintragungen all seine Leistungen festhielt und sie in Prozenten auszudrücken vermochte - aber nicht nur den Zahlen blieb er so treu sondern besonders all den vielen durch gemeinsame Arbeit auf dem Pfade Bahá&#039;u&#039;lláhs innig geknüpften Freundschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung==&lt;br /&gt;
Mit seiner Ernennung zur Hand der Sache Gottes im Februar 1952 änderte sich Adelbert Mühlschlegels Leben Schritt für Schritt  bis hin zur beständigen Dienstbereitschaft und der umfassenden Hingabe an die Gesegnete Schönheit, von denen das [[Universale Haus der Gerechtigkeit]] in seiner Botschaft spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Hinscheiden Shoghi Effendis]]== &lt;br /&gt;
Das Schlüsselerlebnis war für ihn der von [[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]] übermittlte Auftrag, den gesegneten Körper von [[Shoghi Effendi]], der am 4. November 1957 in London verstorben war, vor der Beerdigung zu waschen. Über sein Erlebnis dieser letzten Stunde mit dem geliebten Hüter schrieb er&lt;br /&gt;
an [[Rúḥíyyih Khánum]]:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
»Es ist in jener Stunde etwas Neues in mir aufgegangen, über das ich jetzt, nach einigen Tagen, immer noch nicht sprechen kann; wohl aber über die Liebe und Weisheit, die ich auf mich einströmen fühlte. Es war eine so starke geistige Schwingung in diesem für&lt;br /&gt;
weltliche Augen so ganz andersartigen Raum, wie ich sie wohl stärker in meinem Leben nur an den heiligen Schreinen verspürt hatte. Der erste Eindruck ·war der Gegensatz zwischen dem übrigen&lt;br /&gt;
Körper und dem majestätischen, vergeistigten Antlitz, ein die Seele erschütterndes Bild jubelnden Siegens des Ewigen über das Vergängliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite war, daß ich eine Stunde lang betend und zugleich denkend und sorgfältig handelnd war, also, wie sonst, ach, nur allzu selten, in einem bewußten Zustand heiligen, gottverbundenen&lt;br /&gt;
Tuns, als Exercitium, Sinnbild und Extrakt dessen, was ich ,mein&lt;br /&gt;
Leben lang und die Menschheit nun tausend Jahre lang tun soll, um »das Reich« hier auf Erden zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dritte war, daß ich Glied um Glied waschend und salbend dankte, daß jene geliebten Hände für unser Bündnis geschrieben und gehandelt haben, jene Beine für uns gingen, jener Mund zu uns sprach, jene Stirne für uns dachte, und daß ich dabei betete und meditierte, auch meine Glieder mögen in der kurzen Zeit, die mir noch beschieden ist, diesem Dienen nacheifern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vierte war, daß ich entsetzt fühlte, wie ich mit unwürdigen Händen diese erhabene Stirne mit Rosenöl zu salben habe, so wie es einst nur hohe Meister ihren Jüngern taten. Und doch, welches&lt;br /&gt;
Recht, welcher Auftrag kommt uns, den Lebenden zu, über alle Vergangenheit und alles Vergängliche zu walten, seien sie auch noch so erhaben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch viel Gnade, Liebe und Weisheit waren sonst in dieser Stunde verborgen ...... «&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{[[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]]: Das Hinscheiden Shoghi Effendis, Baha&#039;i Verlag, Frankfurt/Main 1958, Seiten 22/23}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interregnum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Image:Hands of the Cause at the Fourth Conclave, 1960.jpg|thumb|left|320px|Hände der Sache Gottes bei der 4. Konklave 1960]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| An den schweren Aufgaben, die den Händen der Sache Gottes als den obersten Sachwaltern des Glaubens mit dem Hinscheiden Shoghi Effendis zufielen, trug Adelbert Mühlschlegel kraftvoll mit. Seine Arztpraxis aufgebend, weilte er mehrere Monate im Heiligen Land, um dann später diejenigen europäischen &lt;br /&gt;
Länder, die noch keine eigenen Nationalen Geistigen Räte hatten, persönlich zu betreuen, bis dort 1962 elf neue Nationale Geistige Räte als weitere Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit gebildet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Mit der ersten Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an Ridván 1963 waren die Hände der Sache Gottes von den weltweiten administrativen Aufgaben befreit, um sich wieder mit all ihren Bemühungen persönlich der Verbreitung und dem Schutz des Glaubens&lt;br /&gt;
zuzuwenden. Nach Tübingen umgesiedelt, widmete sich Adelbert Mühlschlegel zunächst der Pflege seiner inzwischen schwer erkrankten Frau Herma, die im Sommer 1964 verschied, und der Lehrarbeit im süddeutschen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Österreich==&lt;br /&gt;
Im September desselben Jahres verlegte er seinen Wohnsitz nach Österreich, wo der Glauben noch sehr auf Pioniere angewiesen war, und wo er ein Jahr später seine Frau Ursula, geb. Kohler,&lt;br /&gt;
heiratete, die von nun an seine eng vertraute Mitarbeiterin sein durfte. Von Wien aus setzte er durch seine immer zunehmende Korrespondenz und durch viele Reisen in Europa seine unentwegte&lt;br /&gt;
Ermutigung und Vertiefung der Freunde fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Entscheidung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit im Juni 1968 über die Errichtung der Kontinentalen&lt;br /&gt;
Beraterämter befreite sein Herz und erfüllte es mit großer Dankbarkeit gegenüber Bahá&#039;u&#039;lláh und dem Universalen Haus der Gerechtigkeit, dieser Institution, der von Anfang an seine tiefe Ergebenheit und Liebe gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reisen ==&lt;br /&gt;
Freudig nahm er 1969 den Auftrag des Universalen Hauses an, sich nunmehr weltweiten Aufgaben zu widmen und nach Persien, Indien, West- und Ostpakistan sowie nach Nepal zu reisen, um dort als eine Hand der Sache Gottes aus dem Westen die Freunde zu besuchen&lt;br /&gt;
und zu lehren. Dieser Reise folgten noch weitere ehrenvolle&lt;br /&gt;
Aufträge, die ihn durch einen großen Teil Afrikas und Süd-Amerikas&lt;br /&gt;
führten, zu deren Eingeborenen und Pionieren - wie zu den Freunden in Indien und überhaupt im gesamten Osten- er eine tiefe Liebe und Verehrung entwickelte, die seinem nach Wiedervereinigung sehnenden Herzen stets tief empfundene Gebete entströmen, ließ, welche sich am Ende seines Lebens ganz besonders auf die so lange leidende&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde in Persien konzentrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hatte er den Bedürfnissen entsprechend seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt, zu deren aufsteigender Gemeinde so vielfältiger menschlicher Charaktere und landschaftlicher Schönheit ihn bis zum Tode eine innige Liebe verband. Danach, noch einmal für kurze Zeit in Deutschland dienend, empfand er, daß diese, seine Muttergemeinde, durchaus in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen, wenn die Freunde nur lernten, nicht auf ihre eigenen&lt;br /&gt;
Schwächen sondern auf die Macht Bahá&#039;u&#039;lláh zu blicken - was die Freunde in Deutschland dann zu Ridván 1978 auch wirklich bewiesen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Athen==&lt;br /&gt;
Trotz nachlassender Gesundheit siedelte der achtzigjährige Adelbert Mühlschlegel mit seiner Frau nach Griechenland um, in das Land der Wiege der westlichen Zivilisation, dessen alte Philosophen Bahá&#039;u&#039;lláh so hoch gepriesen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier, durch den geschwächten Körper oft bettlägerig und nur noch wenig reisend, widmete er den Hauptteil seiner Zeit dem Studium der Schriften und seinem Buche »Werden und Reifen eines Baha&#039;i«; &amp;lt;ref&amp;gt; Selbsterziehung zum Bahá&#039;í https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/&amp;lt;/ref&amp;gt; zu dem er sich angeregt fühlte durch das dritte Hauptziel des Fünfjahresplanes »der Entwicklung der kennzeichnenden Wesensart des Bahá&#039;í-Lebens, dem umfassenden Thema, zu dem dann auch spontan seine geliebten Freunde in Luxemburg ihn um die Niederschrift seiner Gedanken baten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr sich selbst vergeistigend und seinen zahlreichen Gästen in seinem Athener Heim zur Quelle geistiger Erkenntnis während liebevoller Gespräche geworden, erlebte er einen glücklichen, sehr bewußten, geistig reichen Lebensabend, während dem er in ganz besonderem Ausmaß seine Frau Ursula mit einer Liebe umstrahlte und durchdrang, die es ihr, nun ermöglicht, den Kummer des großen persönlichen Verlustes in dieser zärtlichen Liebe dem Willen Gottes dankbar darzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese immerwährende Dankbarkeit und unbedingte, liebevolle strahlende Unterwerfung unter den Willen Gottes und die Befolgung Seiner Gebote, beherrschte so stark während der letzten Lebensjahre sein ganzes Denken und Fühlen, und es wundert nicht,&lt;br /&gt;
daß, obwohl er kaum mehr Schreiben konnte, seine letzte Eintragung im so treu geführten Tagebuch nach zwei nicht ganz klar lesbaren Zeilen mit den deutlich geschriebenen Worten »Gottes Wille« endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Willen und Ratschluss Gottes liebend durfte Adelbert Mühlschlegel während eines der Wiederholung des [[Größten Namen]]s folgenden kurzen, ruhigen Schlafes die Schwelle zur geistigen Welt überschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am 31. Juli 1980 im protestantischen Sektor des Ersten Friedhofs von Athen stattgefundene blumenreiche Beisetzung wurde von Rolf Haug, dem langjährigen persönlichen Freund des Heimgegangenen in griechischer Sprache durchgeführt und viele der neunzig, aus acht verschiedenen Ländern, anwesenden Freunde verabschiedeten sich dort zum letzten mal mit innig, in&lt;br /&gt;
vielen Sprachen gesungen und gesprochenen Gebeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Telex des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Betrübten Herzens geben wir das Hinscheiden der geliebten Hand der Sache&lt;br /&gt;
Gottes Adelbert Mühlschlegel bekannt. Die ganze Baha&#039;i-Welt erleidet einen&lt;br /&gt;
schmerzlichen Verlust, der besonders in Europa, der hauptsächlichen&lt;br /&gt;
Stätte seiner hervorragenden Dienste für die Sache Gottes empfunden wird.&lt;br /&gt;
Nachdem er viele Jahre im Nationalen Geistigen Rat von Deutschland gedient&lt;br /&gt;
hatte, wurde er nach seiner Erhebung in den Rang einer Hand der&lt;br /&gt;
Sache einer der Baumeister der allmählich sichtbar werdenden europäischen&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde; er reiste, er ermutigte, er ließ sich nieder, wo immer das&lt;br /&gt;
Dienen am dringendsten nötig war, er pionierte schließlich nach Griechenland&lt;br /&gt;
und gab seine Seele an seinem Pionierort auf. Seine stete Bereitschaft&lt;br /&gt;
zu dienen, seine Fähigkeit, die Zuneigung der Gläubigen und anderer gleichermaßen&lt;br /&gt;
zu geWinnen durch seine liebevolle Güte, seine heitere Demut,&lt;br /&gt;
~eine strahlende Fröhlichkeit, sein nie erlahmendes Streben nach Wissen&lt;br /&gt;
und seine völlige Hingabe an die Gesegnete Schönheit - machen ihn zu&lt;br /&gt;
einem wunderbaren Beispiel des Baha&#039;i-Lebens.&lt;br /&gt;
Wir ersuchen die Freunde, aus Anlaß seines Hinscheidens Gedenkfeiern&lt;br /&gt;
abZuhalten und bitten um gebührende Gedenkandachten in allen Muttertempeln.&lt;br /&gt;
. :, ..&lt;br /&gt;
. ~· &#039; ·Das Universale Haus der Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{clear}}&lt;br /&gt;
==Notes==&lt;br /&gt;
{{reflist}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==References==&lt;br /&gt;
*{{cite book&lt;br /&gt;
 |first=Barron&lt;br /&gt;
 |last=Harper&lt;br /&gt;
 |year=1997&lt;br /&gt;
 |title=Lights of Fortitude&lt;br /&gt;
 |edition=Paperback&lt;br /&gt;
 |publisher=George Ronald&lt;br /&gt;
 |location=Oxford, UK&lt;br /&gt;
 |id=ISBN 0853984131&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==External link==&lt;br /&gt;
{{media|Category:Adelbert Mühlschlegel|Adelbert Mühlschlegel}}&lt;br /&gt;
*[http://www.youtube.com/watch?v=Hh8zO4Z480o Video recording of Ugo Giachery and Adelbert Mühlschlegel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hands of the Cause of God}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Muhlschlegel, Adelbert}}&lt;br /&gt;
[[Category:Hands of the Cause of God]]&lt;br /&gt;
[[Category:German Bahá’ís]]&lt;br /&gt;
[[Category:1897 births]]&lt;br /&gt;
[[Category:1980 deaths]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[fr:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[pt:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1022</id>
		<title>Adelbert Mühlschlegel</title>
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		<updated>2020-05-22T19:28:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox hand of the cause&lt;br /&gt;
|name          = Adelbert Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|image         = Adelbert_Mühlschlegel.jpg&lt;br /&gt;
|image_size    = 220px&lt;br /&gt;
|caption       = &lt;br /&gt;
|birth_name    = &lt;br /&gt;
|birth_date    = 16. Juni 1897&lt;br /&gt;
|birth_place   = Berlin&lt;br /&gt;
|death_date    = 29. Juli 1980&lt;br /&gt;
|death_place   = Athen&lt;br /&gt;
|resting_place = Athen&lt;br /&gt;
|resting_place_coordinates = &lt;br /&gt;
|known_for     = &lt;br /&gt;
|education     =&lt;br /&gt;
|occupation    = &lt;br /&gt;
|nsa_member    =&lt;br /&gt;
|ibc_member    = &lt;br /&gt;
|custodian     = &lt;br /&gt;
|title         = [[Custodians|Custodian]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Hands of the Cause of God|Hand of the Cause]]&lt;br /&gt;
|ernannt von   = [[Shoghi Effendi]], Februar 1952&lt;br /&gt;
|Ehefrau       = [[Herma Mühlschlegel, geb. Weidle]], &lt;br /&gt;
                 [[Ursula Mühlschlegel, geb. Kohler]]  &lt;br /&gt;
|Kinder        = [[Peter Mühlschlegel]], [[Ursula Nicke, geb. Mühlschlegel]], [[Gisela Liedtka, geb. Mühlschlegel]], [[Dieter Mühlschlegel]],  [[Volker Mühlschlegel]] &lt;br /&gt;
|parents       = Albert Mühlschlegel, Doris Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|footnotes     = &lt;br /&gt;
|signature     = Adelbert Mühlschlegel signature.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Adelbert Mühlschlegel&#039;&#039;&#039; (16. Juni 1897 – 29. Juli 1980)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |author = Rabbani, R. (Ed.) |authorlink = Rúhíyyih Khanum |year = 1992 |title = The Ministry of the Custodians 1957-1963 |publisher = Bahá’í World Centre |id = ISBN 085398350X |url = http://bahai-library.com/published.uhj/ministry.custodians.html#xxiii | pages = p. xxiii }}&amp;lt;/ref&amp;gt; war eine [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] und berühmter Deutscher [[Bahá’í]] aus einer evangelischen Familie.  1920 wurde er Bahá’í und übersetzte Literature und diente als Mitglied im [[Nationaler Geistiger Rat]] von Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde als [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] von [[Shoghi Effendi]] im Februar [[1952]] ernannt. Danach reiste er um die Bahá’í in vielen Ländern zu besuchen. Er starb in Athen, [[Griechenland]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
Adelbert Mühlschlegel wurde am 16. Juni 1897 in Berlin geboren. Sein Vater stand als Militärarzt in den Diensten des Königs von Württemberg, seine Mutter war Tochter des Stadtpfarrers von Biberach an der Riß. Während ihm sein Vater, der 1962 hochbetagt starb, den Sinn für Wandern und Geographie, für Ordnung und Pflichterfüllung vermittelte, weckte die Mutter, die 1923, kurz vor Entwicklung des Insulins, der Zuckerkrankheit zum Opfer fiel, in dem jungen Adelbert die Sehnsucht nach geistiger Schau, nach dem beständigen Umgang mit Dichtern, Mystikern und Philosophen und nach selbständigen Bemühungen in dieser Richtung, bei denen ihn seine jüngere Schwester Doris, die in den zwanziger Jahren nach Russland auswanderte und dort 1978 starb, aktiv begleitete. Es muss eine recht fröhliche, urschwäbische Geistigkeit geherrscht haben in diesem Stuttgarter Elternhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam der [[Erste Weltkrieg]]. Der Abiturient meldete sich freiwillig zum Sanitätsdienst in den von seinem Vater  betreuten Frontabschnitten und Lazaretten im Osten. So sammelte er erste Erfahrungen im Beruf des [[Arzt]]es, mit dem ihn später eine eigentümliche Hassliebe verband: die eine der beiden Seelen, die dem jungen Adelbert als echte m Schwaben in der Brust wohnten, schwebte n den weiten Gefilden des Geistes, fragte man den Jungen, was er werden wollte, sagte er Wanderer und Dichter. Die andere Seele setzte sich mit ihrem Sinn für das Praktische und für den Ethos des Dienstes am Nächsten durch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Neben dem [[Medizinstudium]] in Freiburg, Greifswald und Tübingen standen vielschichtige geistige Bemühungen, so vor allem die Auseinandersetzung mit der [[Anthroposophie]] Rudolf Steiners und anderer Strömungen der unruhigen zwanziger Jahre. Ein Höhepunkt, an den er sich gern erinnerte, war eine Tagung in Darmstadt, die Hermann Graf Keyserling für den indischen Dichter und Denker [[Rabindranath Tagore]] ausrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit den Lehren Bahá&#039;u&#039;lláhs==&lt;br /&gt;
Um dieselbe Zeit wurden der suchende Adelbert Mühlschlegel und seine Mutter von Fräulein Viktoria Schütz, der späteren [[Frau von Sixtfeld]], auf die Bahá&#039;í Lehren aufmerksam gemacht. Spontan war er fasziniert von dieser umfassenden Schau und schrieb an [[&#039;Abdu&#039;l-Bahá]], der ihm  mit folgendem Tablet antwortete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tablet &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel.jpg|thumb|left|160px|Sendbrief &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stuttgart zu Händen von Fräulein Viktoria Schütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herrn Adelbert Mühlschlegel - auf ihm sei die Herrlichkeit Gottes des Allherrlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist Gott!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;O Du Sohn des Königreiches!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dein Brief ist eingetroffen. Er war wie ein Duftkissen voller Moschus, und als Ich ihn öffnete, verspürte Ich den Odem der Liebe Gottes. Ich hoffe, dass dein Bächlein zu einem Meere werden und im Hauche göttlicher Führung hohe Wellen gen Osten und gen Westen schlägt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sei deiner Lehrerin höchst verbunden und bekunde ihr herzliche, geisterfüllte Dankbarkeit; denn sie hat den Ruf Gottes deinem Ohr übermittelt und dir ewige Gnade zuteil werden lassen. Erdverbunden warst du und wurdest himmlisch. Im Dunkeln warst du und wurdest erleuchtet. An die Natur warst du gefesselt und wurdet göttlich, und so erlangest du einen Teil an der ewigen Gnade. Sei voll des Glücks und freue dich der Himmlischen Heerscharen und ihrer Melodien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Meine Hoffnung ist, dass du auf dem Pfade Seiner Heiligkeit Bahá&#039;u&#039;lláh wandelst. Deine verehrte Gattin wird einst zu den Begünstigten an der Schwelle der Einheit gehören und mit dem Auge des Erbarmens angesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit dir sei die Herrlichkeit des Allherrlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(gezeichnet in lateinischen Buchstaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abdul Baha abbas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bahji, 16. Oktober 1920&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nahm Adelbert aktiv am Leben der deutschen Bahá&#039;í Gemeinde teil. Die frühesten Sporen finden wir im IV. Jahrgang der &amp;quot;[[Sonne der Wahrheit]]&amp;quot;, wo über einen öffentlichen Vortrag und ein Melodram von ihm anlässlich des dritten deutschen Bahá&#039;í Kongresses im September 1924 in Stuttgart berichtet wird. 1926 heiratet er. Seine Frau [[Herma Mühlschlegel]], geb. Weidle. schenkte ihm zwei Mädchen und drei Jungen, von denen einer als Kind starb. Sie war bis zu ihrem Tod 1964 im Beruf wie in der Bahá&#039;í Arbeit seine engste Mitarbeiterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Ein Höhepunkt ihres Lebens im Glauben Bahá&#039;u&#039;lláhs war für Adelbert und Herma Mühlschlegel ihre Pilgerreise 1936 und ihre Begegnung mit Shoghi Effendi. In den langen Jahren des Verbots und der Verfolgung, während der Wirren des [[Zweiten Weltkrieg]]s zehrten sie von diesem tragenden Erlebnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg==&lt;br /&gt;
Den Krieg konnte Adelbert Mühlschlegel, zeitweise dienstverpflichtet, in seiner Heimatstadt [[Stuttgart]] überstehen, wenn auch mit totalem Bombenschaden und einer Beinnahe-Detonation bei Kriegsende durch die französische Besatzungsmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Dann kam die Zeit des Neubeginns und des Wiederaufbaus. Sie bedeutet für den Dichter und Sprachenfreund neben der Verantwortung im Nationalen Geistigen Rat und vielen Referaten und öffentlichen Veranstaltungen vor allem unermüdliche Übersetzertätigkeit im stillen Studierzimmer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alexanderstrasse==&lt;br /&gt;
In der von Bomben verwüsteten Stadt Stuttgart war die große der Familie Mühlschlegel neu zugewiesene Wohnung zugleich ein Zentrum des Bahá&#039;í Lebens, insbesondere eine Anlaufstelle für viele junge Freunde aus Persien, die nach und nach zum Studium nach Deutschland einreisten. Sicher erinnern sich alle wohl des heiteren, humorvollen Lebens der großen Familie, bei der so manche materielle Not nach dem Krieg durch das frohe Wesen der Eltern Adelbert und Herma Mühlschlegel, auch den Kindern, die im Geiste des Dienstes aufwuchsen, zum Sprungbrett für eine höhere geistige Entwicklung wurde. Rasch war immer ein passendes Zitat aus der Weltliteratur zur Stelle, oder wurde eine eigene Hymne gedichtet - viele mögen sich hier mit Freude an die &amp;quot;Mehlpapp-Hymne&amp;quot; zum immer noch einmal der Anzahl der Hungrigen entsprechend gestreckten Sauerkraut erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sprachen==&lt;br /&gt;
Eine besondere Bereicherung waren die vielen Gäste aus dem Ausland, mit denen neben dem wohltuenden geistigen Austausch Adelbert auch immer gerne seine vielen im Selbstunterricht erlernten Sprachen übte. Oft noch gedachte er in seinen letzten Lebensjahren so mancher lustigen Episode bei gemeinsamen Überprüfen der von ihm übersetzten Bücher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlen==&lt;br /&gt;
Und auch die mit ihm arbeitenden Freunde werden sich immer wieder an Besonderheiten im Wesen dieses nie untätigen Dieners erinnern, wie zum Beispiel sein besonderes Verhältnis zu Zahlen, mit denen er bis zu seinen letzten Tagebuch-Eintragungen all seine Leistungen festhielt und sie in Prozenten auszudrücken vermochte - aber nicht nur den Zahlen blieb er so treu sondern besonders all den vielen durch gemeinsame Arbeit auf dem Pfade Bahá&#039;u&#039;lláhs innig geknüpften Freundschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung==&lt;br /&gt;
Mit seiner Ernennung zur Hand der Sache Gottes im Februar 1952 änderte sich Adelbert Mühlschlegels Leben Schritt für Schritt  bis hin zur beständigen Dienstbereitschaft und der umfassenden Hingabe an die Gesegnete Schönheit, von denen das [[Universale Haus der Gerechtigkeit]] in seiner Botschaft spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Hinscheiden Shoghi Effendis]]== &lt;br /&gt;
Das Schlüsselerlebnis war für ihn der von [[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]] übermittlte Auftrag, den gesegneten Körper von [[Shoghi Effendi]], der am 4. November 1957 in London verstorben war, vor der Beerdigung zu waschen. Über sein Erlebnis dieser letzten Stunde mit dem geliebten Hüter schrieb er&lt;br /&gt;
an [[Rúḥíyyih Khánum]]:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
»Es ist in jener Stunde etwas Neues in mir aufgegangen, über das ich jetzt, nach einigen Tagen, immer noch nicht sprechen kann; wohl aber über die Liebe und Weisheit, die ich auf mich einströmen fühlte. Es war eine so starke geistige Schwingung in diesem für&lt;br /&gt;
weltliche Augen so ganz andersartigen Raum, wie ich sie wohl stärker in meinem Leben nur an den heiligen Schreinen verspürt hatte. Der erste Eindruck ·war der Gegensatz zwischen dem übrigen&lt;br /&gt;
Körper und dem majestätischen, vergeistigten Antlitz, ein die Seele erschütterndes Bild jubelnden Siegens des Ewigen über das Vergängliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite war, daß ich eine Stunde lang betend und zugleich denkend und sorgfältig handelnd war, also, wie sonst, ach, nur allzu selten, in einem bewußten Zustand heiligen, gottverbundenen&lt;br /&gt;
Tuns, als Exercitium, Sinnbild und Extrakt dessen, was ich ,mein&lt;br /&gt;
Leben lang und die Menschheit nun tausend Jahre lang tun soll, um »das Reich« hier auf Erden zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dritte war, daß ich Glied um Glied waschend und salbend dankte, daß jene geliebten Hände für unser Bündnis geschrieben und gehandelt haben, jene Beine für uns gingen, jener Mund zu uns sprach, jene Stirne für uns dachte, und daß ich dabei betete und meditierte, auch meine Glieder mögen in der kurzen Zeit, die mir noch beschieden ist, diesem Dienen nacheifern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vierte war, daß ich entsetzt fühlte, wie ich mit unwürdigen Händen diese erhabene Stirne mit Rosenöl zu salben habe, so wie es einst nur hohe Meister ihren Jüngern taten. Und doch, welches&lt;br /&gt;
Recht, welcher Auftrag kommt uns, den Lebenden zu, über alle Vergangenheit und alles Vergängliche zu walten, seien sie auch noch so erhaben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch viel Gnade, Liebe und Weisheit waren sonst in dieser Stunde verborgen ...... «&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{[[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]]: Das Hinscheiden Shoghi Effendis, Baha&#039;i Verlag, Frankfurt/Main 1958, Seiten 22/23}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interregnum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Image:Hands of the Cause at the Fourth Conclave, 1960.jpg|thumb|left|320px|Hände der Sache Gottes bei der 4. Konklave 1960]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| An den schweren Aufgaben, die den Händen der Sache Gottes als den obersten Sachwaltern des Glaubens mit dem Hinscheiden Shoghi Effendis zufielen, trug Adelbert Mühlschlegel kraftvoll mit. Seine Arztpraxis aufgebend, weilte er mehrere Monate im Heiligen Land, um dann später diejenigen europäischen &lt;br /&gt;
Länder, die noch keine eigenen Nationalen Geistigen Räte hatten, persönlich zu betreuen, bis dort 1962 elf neue Nationale Geistige Räte als weitere Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit gebildet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Mit der ersten Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an Ridván 1963 waren die Hände der Sache Gottes von den weltweiten administrativen Aufgaben befreit, um sich wieder mit all ihren Bemühungen persönlich der Verbreitung und dem Schutz des Glaubens&lt;br /&gt;
zuzuwenden. Nach Tübingen umgesiedelt, widmete sich Adelbert Mühlschlegel zunächst der Pflege seiner inzwischen schwer erkrankten Frau Herma, die im Sommer 1964 verschied, und der Lehrarbeit im süddeutschen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Österreich==&lt;br /&gt;
Im September desselben Jahres verlegte er seinen Wohnsitz nach Österreich, wo der Glauben noch sehr auf Pioniere angewiesen war, und wo er ein Jahr später seine Frau Ursula, geb. Kohler,&lt;br /&gt;
heiratete, die von nun an seine eng vertraute Mitarbeiterin sein durfte. Von Wien aus setzte er durch seine immer zunehmende Korrespondenz und durch viele Reisen in Europa seine unentwegte&lt;br /&gt;
Ermutigung und Vertiefung der Freunde fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Entscheidung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit im Juni 1968 über die Errichtung der Kontinentalen&lt;br /&gt;
Beraterämter befreite sein Herz und erfüllte es mit großer Dankbarkeit gegenüber Bahá&#039;u&#039;lláh und dem Universalen Haus der Gerechtigkeit, dieser Institution, der von Anfang an seine tiefe Ergebenheit und Liebe gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reisen ==&lt;br /&gt;
Freudig nahm er 1969 den Auftrag des Universalen Hauses an, sich nunmehr weltweiten Aufgaben zu widmen und nach Persien, Indien, West- und Ostpakistan sowie nach Nepal zu reisen, um dort als eine Hand der Sache Gottes aus dem Westen die Freunde zu besuchen&lt;br /&gt;
und zu lehren. Dieser Reise folgten noch weitere ehrenvolle&lt;br /&gt;
Aufträge, die ihn durch einen großen Teil Afrikas und Süd-Amerikas&lt;br /&gt;
führten, zu deren Eingeborenen und Pionieren - wie zu den Freunden in Indien und überhaupt im gesamten Osten- er eine tiefe Liebe und Verehrung entwickelte, die seinem nach Wiedervereinigung sehnenden Herzen stets tief empfundene Gebete entströmen, ließ, welche sich am Ende seines Lebens ganz besonders auf die so lange leidende&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde in Persien konzentrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hatte er den Bedürfnissen entsprechend seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt, zu deren aufsteigender Gemeinde so vielfältiger menschlicher Charaktere und landschaftlicher Schönheit ihn bis zum Tode eine innige Liebe verband. Danach, noch einmal für kurze Zeit in Deutschland dienend, empfand er, daß diese, seine Muttergemeinde, durchaus in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen, wenn die Freunde nur lernten, nicht auf ihre eigenen&lt;br /&gt;
Schwächen sondern auf die Macht Bahá&#039;u&#039;lláh zu blicken - was die Freunde in Deutschland dann zu Ridván 1978 auch wirklich bewiesen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Athen==&lt;br /&gt;
Trotz nachlassender Gesundheit siedelte der achtzigjährige Adelbert Mühlschlegel mit seiner Frau nach Griechenland um, in das Land der Wiege der westlichen Zivilisation, dessen alte Philosophen Bahá&#039;u&#039;lláh so hoch gepriesen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier, durch den geschwächten Körper oft bettlägerig und nur noch wenig reisend, widmete er den Hauptteil seiner Zeit dem Studium der Schriften und seinem Buche »Werden und Reifen eines Baha&#039;i«; &amp;lt;ref&amp;gt; Selbsterziehung zum Bahá&#039;í https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/&amp;lt;/ref&amp;gt; zu dem er sich angeregt fühlte durch das dritte Hauptziel des Fünfjahresplanes »der Entwicklung der kennzeichnenden Wesensart des Bahá&#039;í-Lebens, dem umfassenden Thema, zu dem dann auch spontan seine geliebten Freunde in Luxemburg ihn um die Niederschrift seiner Gedanken baten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr sich selbst vergeistigend und seinen zahlreichen Gästen in seinem Athener Heim zur Quelle geistiger Erkenntnis während liebevoller Gespräche geworden, erlebte er einen glücklichen, sehr bewußten, geistig reichen Lebensabend, während dem er in ganz besonderem Ausmaß seine Frau Ursula mit einer Liebe umstrahlte und durchdrang, die es ihr, nun ermöglicht, den Kummer des großen persönlichen Verlustes in dieser zärtlichen Liebe dem Willen Gottes dankbar darzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese immerwährende Dankbarkeit und unbedingte, liebevolle strahlende Unterwerfung unter den Willen Gottes und die Befolgung Seiner Gebote, beherrschte so stark während der letzten Lebensjahre sein ganzes Denken und Fühlen, und es wundert nicht,&lt;br /&gt;
daß, obwohl er kaum mehr Schreiben konnte, seine letzte Eintragung im so treu geführten Tagebuch nach zwei nicht ganz klar lesbaren Zeilen mit den deutlich geschriebenen Worten »Gottes Wille« endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Willen und Ratschluss Gottes liebend durfte Adelbert Mühlschlegel während eines der Wiederholung des [[Größten Namen]]s folgenden kurzen, ruhigen Schlafes die Schwelle zur geistigen Welt überschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am 31. Juli 1980 im protestantischen Sektor des Ersten Friedhofs von Athen stattgefundene blumenreiche Beisetzung wurde von Rolf Haug, dem langjährigen persönlichen Freund des Heimgegangenen in griechischer Sprache durchgeführt und viele der neunzig, aus acht verschiedenen Ländern, anwesenden Freunde verabschiedeten sich dort zum letzten mal mit innig, in&lt;br /&gt;
vielen Sprachen gesungen und gesprochenen Gebeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Telex des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Betrübten Herzens geben wir das Hinscheiden der geliebten Hand der Sache&lt;br /&gt;
Gottes Adelbert Mühlschlegel bekannt. Die ganze Baha&#039;i-Welt erleidet einen&lt;br /&gt;
schmerzlichen Verlust, der besonders in Europa, der hauptsächlichen&lt;br /&gt;
Stätte seiner hervorragenden Dienste für die Sache Gottes empfunden wird.&lt;br /&gt;
Nachdem er viele Jahre im Nationalen Geistigen Rat von Deutschland gedient&lt;br /&gt;
hatte, wurde er nach seiner Erhebung in den Rang einer Hand der&lt;br /&gt;
Sache einer der Baumeister der allmählich sichtbar werdenden europäischen&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde; er reiste, er ermutigte, er ließ sich nieder, wo immer das&lt;br /&gt;
Dienen am dringendsten nötig war, er pionierte schließlich nach Griechenland&lt;br /&gt;
und gab seine Seele an seinem Pionierort auf. Seine stete Bereitschaft&lt;br /&gt;
zu dienen, seine Fähigkeit, die Zuneigung der Gläubigen und anderer gleichermaßen&lt;br /&gt;
zu geWinnen durch seine liebevolle Güte, seine heitere Demut,&lt;br /&gt;
~eine strahlende Fröhlichkeit, sein nie erlahmendes Streben nach Wissen&lt;br /&gt;
und seine völlige Hingabe an die Gesegnete Schönheit - machen ihn zu&lt;br /&gt;
einem wunderbaren Beispiel des Baha&#039;i-Lebens.&lt;br /&gt;
Wir ersuchen die Freunde, aus Anlaß seines Hinscheidens Gedenkfeiern&lt;br /&gt;
abZuhalten und bitten um gebührende Gedenkandachten in allen Muttertempeln.&lt;br /&gt;
. :, ..&lt;br /&gt;
. ~· &#039; ·Das Universale Haus der Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{clear}}&lt;br /&gt;
==Notes==&lt;br /&gt;
{{reflist}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==References==&lt;br /&gt;
*{{cite book&lt;br /&gt;
 |first=Barron&lt;br /&gt;
 |last=Harper&lt;br /&gt;
 |year=1997&lt;br /&gt;
 |title=Lights of Fortitude&lt;br /&gt;
 |edition=Paperback&lt;br /&gt;
 |publisher=George Ronald&lt;br /&gt;
 |location=Oxford, UK&lt;br /&gt;
 |id=ISBN 0853984131&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==External link==&lt;br /&gt;
{{media|Category:Adelbert Mühlschlegel|Adelbert Mühlschlegel}}&lt;br /&gt;
*[http://www.youtube.com/watch?v=Hh8zO4Z480o Video recording of Ugo Giachery and Adelbert Mühlschlegel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hands of the Cause of God}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Muhlschlegel, Adelbert}}&lt;br /&gt;
[[Category:Hands of the Cause of God]]&lt;br /&gt;
[[Category:German Bahá’ís]]&lt;br /&gt;
[[Category:1897 births]]&lt;br /&gt;
[[Category:1980 deaths]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[fr:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[pt:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1021</id>
		<title>Adelbert Mühlschlegel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1021"/>
		<updated>2020-05-22T19:26:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: /* Interregnum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox hand of the cause&lt;br /&gt;
|name          = Adelbert Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|image         = Adelbert_Mühlschlegel.jpg&lt;br /&gt;
|image_size    = 220px&lt;br /&gt;
|caption       = &lt;br /&gt;
|birth_name    = &lt;br /&gt;
|birth_date    = 16. Juni 1897&lt;br /&gt;
|birth_place   = Berlin&lt;br /&gt;
|death_date    = 29. Juli 1980&lt;br /&gt;
|death_place   = Athen&lt;br /&gt;
|resting_place = Athen&lt;br /&gt;
|resting_place_coordinates = &lt;br /&gt;
|known_for     = &lt;br /&gt;
|education     =&lt;br /&gt;
|occupation    = &lt;br /&gt;
|nsa_member    =&lt;br /&gt;
|ibc_member    = &lt;br /&gt;
|custodian     = &lt;br /&gt;
|title         = [[Custodians|Custodian]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Hands of the Cause of God|Hand of the Cause]]&lt;br /&gt;
|appointedby   = [[Shoghi Effendi]], Februar 1952&lt;br /&gt;
|spouse        = [[Herma Mühlschlegel, geb. Weidle]], &lt;br /&gt;
                 [[Ursula Mühlschlegel, geb. Kohler]]  &lt;br /&gt;
|children      = [[Peter Mühlschlegel]], [[Ursula Nicke, geb. Mühlschlegel]], [[Gisela Liedtka, geb. Mühlschlegel]], [[Dieter Mühlschlegel]],  [[Volker Mühlschlegel]] &lt;br /&gt;
|parents       = Albert Mühlschlegel, Doris Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|footnotes     = &lt;br /&gt;
|signature     = Adelbert Mühlschlegel signature.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Adelbert Mühlschlegel&#039;&#039;&#039; (16. Juni 1897 – 29. Juli 1980)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |author = Rabbani, R. (Ed.) |authorlink = Rúhíyyih Khanum |year = 1992 |title = The Ministry of the Custodians 1957-1963 |publisher = Bahá’í World Centre |id = ISBN 085398350X |url = http://bahai-library.com/published.uhj/ministry.custodians.html#xxiii | pages = p. xxiii }}&amp;lt;/ref&amp;gt; war eine [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] und berühmter Deutscher [[Bahá’í]] aus einer evangelischen Familie.  1920 wurde er Bahá’í und übersetzte Literature und diente als Mitglied im [[Nationaler Geistiger Rat]] von Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde als [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] von [[Shoghi Effendi]] im Februar [[1952]] ernannt. Danach reiste er um die Bahá’í in vielen Ländern zu besuchen. Er starb in Athen, [[Griechenland]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
Adelbert Mühlschlegel wurde am 16. Juni 1897 in Berlin geboren. Sein Vater stand als Militärarzt in den Diensten des Königs von Württemberg, seine Mutter war Tochter des Stadtpfarrers von Biberach an der Riß. Während ihm sein Vater, der 1962 hochbetagt starb, den Sinn für Wandern und Geographie, für Ordnung und Pflichterfüllung vermittelte, weckte die Mutter, die 1923, kurz vor Entwicklung des Insulins, der Zuckerkrankheit zum Opfer fiel, in dem jungen Adelbert die Sehnsucht nach geistiger Schau, nach dem beständigen Umgang mit Dichtern, Mystikern und Philosophen und nach selbständigen Bemühungen in dieser Richtung, bei denen ihn seine jüngere Schwester Doris, die in den zwanziger Jahren nach Russland auswanderte und dort 1978 starb, aktiv begleitete. Es muss eine recht fröhliche, urschwäbische Geistigkeit geherrscht haben in diesem Stuttgarter Elternhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam der [[Erste Weltkrieg]]. Der Abiturient meldete sich freiwillig zum Sanitätsdienst in den von seinem Vater  betreuten Frontabschnitten und Lazaretten im Osten. So sammelte er erste Erfahrungen im Beruf des [[Arzt]]es, mit dem ihn später eine eigentümliche Hassliebe verband: die eine der beiden Seelen, die dem jungen Adelbert als echte m Schwaben in der Brust wohnten, schwebte n den weiten Gefilden des Geistes, fragte man den Jungen, was er werden wollte, sagte er Wanderer und Dichter. Die andere Seele setzte sich mit ihrem Sinn für das Praktische und für den Ethos des Dienstes am Nächsten durch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Neben dem [[Medizinstudium]] in Freiburg, Greifswald und Tübingen standen vielschichtige geistige Bemühungen, so vor allem die Auseinandersetzung mit der [[Anthroposophie]] Rudolf Steiners und anderer Strömungen der unruhigen zwanziger Jahre. Ein Höhepunkt, an den er sich gern erinnerte, war eine Tagung in Darmstadt, die Hermann Graf Keyserling für den indischen Dichter und Denker [[Rabindranath Tagore]] ausrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit den Lehren Bahá&#039;u&#039;lláhs==&lt;br /&gt;
Um dieselbe Zeit wurden der suchende Adelbert Mühlschlegel und seine Mutter von Fräulein Viktoria Schütz, der späteren [[Frau von Sixtfeld]], auf die Bahá&#039;í Lehren aufmerksam gemacht. Spontan war er fasziniert von dieser umfassenden Schau und schrieb an [[&#039;Abdu&#039;l-Bahá]], der ihm  mit folgendem Tablet antwortete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tablet &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel.jpg|thumb|left|160px|Sendbrief &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stuttgart zu Händen von Fräulein Viktoria Schütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herrn Adelbert Mühlschlegel - auf ihm sei die Herrlichkeit Gottes des Allherrlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist Gott!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;O Du Sohn des Königreiches!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dein Brief ist eingetroffen. Er war wie ein Duftkissen voller Moschus, und als Ich ihn öffnete, verspürte Ich den Odem der Liebe Gottes. Ich hoffe, dass dein Bächlein zu einem Meere werden und im Hauche göttlicher Führung hohe Wellen gen Osten und gen Westen schlägt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sei deiner Lehrerin höchst verbunden und bekunde ihr herzliche, geisterfüllte Dankbarkeit; denn sie hat den Ruf Gottes deinem Ohr übermittelt und dir ewige Gnade zuteil werden lassen. Erdverbunden warst du und wurdest himmlisch. Im Dunkeln warst du und wurdest erleuchtet. An die Natur warst du gefesselt und wurdet göttlich, und so erlangest du einen Teil an der ewigen Gnade. Sei voll des Glücks und freue dich der Himmlischen Heerscharen und ihrer Melodien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Meine Hoffnung ist, dass du auf dem Pfade Seiner Heiligkeit Bahá&#039;u&#039;lláh wandelst. Deine verehrte Gattin wird einst zu den Begünstigten an der Schwelle der Einheit gehören und mit dem Auge des Erbarmens angesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit dir sei die Herrlichkeit des Allherrlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(gezeichnet in lateinischen Buchstaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abdul Baha abbas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bahji, 16. Oktober 1920&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nahm Adelbert aktiv am Leben der deutschen Bahá&#039;í Gemeinde teil. Die frühesten Sporen finden wir im IV. Jahrgang der &amp;quot;[[Sonne der Wahrheit]]&amp;quot;, wo über einen öffentlichen Vortrag und ein Melodram von ihm anlässlich des dritten deutschen Bahá&#039;í Kongresses im September 1924 in Stuttgart berichtet wird. 1926 heiratet er. Seine Frau [[Herma Mühlschlegel]], geb. Weidle. schenkte ihm zwei Mädchen und drei Jungen, von denen einer als Kind starb. Sie war bis zu ihrem Tod 1964 im Beruf wie in der Bahá&#039;í Arbeit seine engste Mitarbeiterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Ein Höhepunkt ihres Lebens im Glauben Bahá&#039;u&#039;lláhs war für Adelbert und Herma Mühlschlegel ihre Pilgerreise 1936 und ihre Begegnung mit Shoghi Effendi. In den langen Jahren des Verbots und der Verfolgung, während der Wirren des [[Zweiten Weltkrieg]]s zehrten sie von diesem tragenden Erlebnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg==&lt;br /&gt;
Den Krieg konnte Adelbert Mühlschlegel, zeitweise dienstverpflichtet, in seiner Heimatstadt [[Stuttgart]] überstehen, wenn auch mit totalem Bombenschaden und einer Beinnahe-Detonation bei Kriegsende durch die französische Besatzungsmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Dann kam die Zeit des Neubeginns und des Wiederaufbaus. Sie bedeutet für den Dichter und Sprachenfreund neben der Verantwortung im Nationalen Geistigen Rat und vielen Referaten und öffentlichen Veranstaltungen vor allem unermüdliche Übersetzertätigkeit im stillen Studierzimmer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alexanderstrasse==&lt;br /&gt;
In der von Bomben verwüsteten Stadt Stuttgart war die große der Familie Mühlschlegel neu zugewiesene Wohnung zugleich ein Zentrum des Bahá&#039;í Lebens, insbesondere eine Anlaufstelle für viele junge Freunde aus Persien, die nach und nach zum Studium nach Deutschland einreisten. Sicher erinnern sich alle wohl des heiteren, humorvollen Lebens der großen Familie, bei der so manche materielle Not nach dem Krieg durch das frohe Wesen der Eltern Adelbert und Herma Mühlschlegel, auch den Kindern, die im Geiste des Dienstes aufwuchsen, zum Sprungbrett für eine höhere geistige Entwicklung wurde. Rasch war immer ein passendes Zitat aus der Weltliteratur zur Stelle, oder wurde eine eigene Hymne gedichtet - viele mögen sich hier mit Freude an die &amp;quot;Mehlpapp-Hymne&amp;quot; zum immer noch einmal der Anzahl der Hungrigen entsprechend gestreckten Sauerkraut erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sprachen==&lt;br /&gt;
Eine besondere Bereicherung waren die vielen Gäste aus dem Ausland, mit denen neben dem wohltuenden geistigen Austausch Adelbert auch immer gerne seine vielen im Selbstunterricht erlernten Sprachen übte. Oft noch gedachte er in seinen letzten Lebensjahren so mancher lustigen Episode bei gemeinsamen Überprüfen der von ihm übersetzten Bücher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlen==&lt;br /&gt;
Und auch die mit ihm arbeitenden Freunde werden sich immer wieder an Besonderheiten im Wesen dieses nie untätigen Dieners erinnern, wie zum Beispiel sein besonderes Verhältnis zu Zahlen, mit denen er bis zu seinen letzten Tagebuch-Eintragungen all seine Leistungen festhielt und sie in Prozenten auszudrücken vermochte - aber nicht nur den Zahlen blieb er so treu sondern besonders all den vielen durch gemeinsame Arbeit auf dem Pfade Bahá&#039;u&#039;lláhs innig geknüpften Freundschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung==&lt;br /&gt;
Mit seiner Ernennung zur Hand der Sache Gottes im Februar 1952 änderte sich Adelbert Mühlschlegels Leben Schritt für Schritt  bis hin zur beständigen Dienstbereitschaft und der umfassenden Hingabe an die Gesegnete Schönheit, von denen das [[Universale Haus der Gerechtigkeit]] in seiner Botschaft spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Hinscheiden Shoghi Effendis]]== &lt;br /&gt;
Das Schlüsselerlebnis war für ihn der von [[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]] übermittlte Auftrag, den gesegneten Körper von [[Shoghi Effendi]], der am 4. November 1957 in London verstorben war, vor der Beerdigung zu waschen. Über sein Erlebnis dieser letzten Stunde mit dem geliebten Hüter schrieb er&lt;br /&gt;
an [[Rúḥíyyih Khánum]]:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
»Es ist in jener Stunde etwas Neues in mir aufgegangen, über das ich jetzt, nach einigen Tagen, immer noch nicht sprechen kann; wohl aber über die Liebe und Weisheit, die ich auf mich einströmen fühlte. Es war eine so starke geistige Schwingung in diesem für&lt;br /&gt;
weltliche Augen so ganz andersartigen Raum, wie ich sie wohl stärker in meinem Leben nur an den heiligen Schreinen verspürt hatte. Der erste Eindruck ·war der Gegensatz zwischen dem übrigen&lt;br /&gt;
Körper und dem majestätischen, vergeistigten Antlitz, ein die Seele erschütterndes Bild jubelnden Siegens des Ewigen über das Vergängliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite war, daß ich eine Stunde lang betend und zugleich denkend und sorgfältig handelnd war, also, wie sonst, ach, nur allzu selten, in einem bewußten Zustand heiligen, gottverbundenen&lt;br /&gt;
Tuns, als Exercitium, Sinnbild und Extrakt dessen, was ich ,mein&lt;br /&gt;
Leben lang und die Menschheit nun tausend Jahre lang tun soll, um »das Reich« hier auf Erden zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dritte war, daß ich Glied um Glied waschend und salbend dankte, daß jene geliebten Hände für unser Bündnis geschrieben und gehandelt haben, jene Beine für uns gingen, jener Mund zu uns sprach, jene Stirne für uns dachte, und daß ich dabei betete und meditierte, auch meine Glieder mögen in der kurzen Zeit, die mir noch beschieden ist, diesem Dienen nacheifern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vierte war, daß ich entsetzt fühlte, wie ich mit unwürdigen Händen diese erhabene Stirne mit Rosenöl zu salben habe, so wie es einst nur hohe Meister ihren Jüngern taten. Und doch, welches&lt;br /&gt;
Recht, welcher Auftrag kommt uns, den Lebenden zu, über alle Vergangenheit und alles Vergängliche zu walten, seien sie auch noch so erhaben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch viel Gnade, Liebe und Weisheit waren sonst in dieser Stunde verborgen ...... «&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{[[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]]: Das Hinscheiden Shoghi Effendis, Baha&#039;i Verlag, Frankfurt/Main 1958, Seiten 22/23}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interregnum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Image:Hands of the Cause at the Fourth Conclave, 1960.jpg|thumb|left|320px|Hände der Sache Gottes bei der 4. Konklave 1960]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| An den schweren Aufgaben, die den Händen der Sache Gottes als den obersten Sachwaltern des Glaubens mit dem Hinscheiden Shoghi Effendis zufielen, trug Adelbert Mühlschlegel kraftvoll mit. Seine Arztpraxis aufgebend, weilte er mehrere Monate im Heiligen Land, um dann später diejenigen europäischen &lt;br /&gt;
Länder, die noch keine eigenen Nationalen Geistigen Räte hatten, persönlich zu betreuen, bis dort 1962 elf neue Nationale Geistige Räte als weitere Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit gebildet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Mit der ersten Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an Ridván 1963 waren die Hände der Sache Gottes von den weltweiten administrativen Aufgaben befreit, um sich wieder mit all ihren Bemühungen persönlich der Verbreitung und dem Schutz des Glaubens&lt;br /&gt;
zuzuwenden. Nach Tübingen umgesiedelt, widmete sich Adelbert Mühlschlegel zunächst der Pflege seiner inzwischen schwer erkrankten Frau Herma, die im Sommer 1964 verschied, und der Lehrarbeit im süddeutschen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Österreich==&lt;br /&gt;
Im September desselben Jahres verlegte er seinen Wohnsitz nach Österreich, wo der Glauben noch sehr auf Pioniere angewiesen war, und wo er ein Jahr später seine Frau Ursula, geb. Kohler,&lt;br /&gt;
heiratete, die von nun an seine eng vertraute Mitarbeiterin sein durfte. Von Wien aus setzte er durch seine immer zunehmende Korrespondenz und durch viele Reisen in Europa seine unentwegte&lt;br /&gt;
Ermutigung und Vertiefung der Freunde fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Entscheidung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit im Juni 1968 über die Errichtung der Kontinentalen&lt;br /&gt;
Beraterämter befreite sein Herz und erfüllte es mit großer Dankbarkeit gegenüber Bahá&#039;u&#039;lláh und dem Universalen Haus der Gerechtigkeit, dieser Institution, der von Anfang an seine tiefe Ergebenheit und Liebe gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reisen ==&lt;br /&gt;
Freudig nahm er 1969 den Auftrag des Universalen Hauses an, sich nunmehr weltweiten Aufgaben zu widmen und nach Persien, Indien, West- und Ostpakistan sowie nach Nepal zu reisen, um dort als eine Hand der Sache Gottes aus dem Westen die Freunde zu besuchen&lt;br /&gt;
und zu lehren. Dieser Reise folgten noch weitere ehrenvolle&lt;br /&gt;
Aufträge, die ihn durch einen großen Teil Afrikas und Süd-Amerikas&lt;br /&gt;
führten, zu deren Eingeborenen und Pionieren - wie zu den Freunden in Indien und überhaupt im gesamten Osten- er eine tiefe Liebe und Verehrung entwickelte, die seinem nach Wiedervereinigung sehnenden Herzen stets tief empfundene Gebete entströmen, ließ, welche sich am Ende seines Lebens ganz besonders auf die so lange leidende&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde in Persien konzentrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hatte er den Bedürfnissen entsprechend seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt, zu deren aufsteigender Gemeinde so vielfältiger menschlicher Charaktere und landschaftlicher Schönheit ihn bis zum Tode eine innige Liebe verband. Danach, noch einmal für kurze Zeit in Deutschland dienend, empfand er, daß diese, seine Muttergemeinde, durchaus in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen, wenn die Freunde nur lernten, nicht auf ihre eigenen&lt;br /&gt;
Schwächen sondern auf die Macht Bahá&#039;u&#039;lláh zu blicken - was die Freunde in Deutschland dann zu Ridván 1978 auch wirklich bewiesen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Athen==&lt;br /&gt;
Trotz nachlassender Gesundheit siedelte der achtzigjährige Adelbert Mühlschlegel mit seiner Frau nach Griechenland um, in das Land der Wiege der westlichen Zivilisation, dessen alte Philosophen Bahá&#039;u&#039;lláh so hoch gepriesen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier, durch den geschwächten Körper oft bettlägerig und nur noch wenig reisend, widmete er den Hauptteil seiner Zeit dem Studium der Schriften und seinem Buche »Werden und Reifen eines Baha&#039;i«; &amp;lt;ref&amp;gt; Selbsterziehung zum Bahá&#039;í https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/&amp;lt;/ref&amp;gt; zu dem er sich angeregt fühlte durch das dritte Hauptziel des Fünfjahresplanes »der Entwicklung der kennzeichnenden Wesensart des Bahá&#039;í-Lebens, dem umfassenden Thema, zu dem dann auch spontan seine geliebten Freunde in Luxemburg ihn um die Niederschrift seiner Gedanken baten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr sich selbst vergeistigend und seinen zahlreichen Gästen in seinem Athener Heim zur Quelle geistiger Erkenntnis während liebevoller Gespräche geworden, erlebte er einen glücklichen, sehr bewußten, geistig reichen Lebensabend, während dem er in ganz besonderem Ausmaß seine Frau Ursula mit einer Liebe umstrahlte und durchdrang, die es ihr, nun ermöglicht, den Kummer des großen persönlichen Verlustes in dieser zärtlichen Liebe dem Willen Gottes dankbar darzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese immerwährende Dankbarkeit und unbedingte, liebevolle strahlende Unterwerfung unter den Willen Gottes und die Befolgung Seiner Gebote, beherrschte so stark während der letzten Lebensjahre sein ganzes Denken und Fühlen, und es wundert nicht,&lt;br /&gt;
daß, obwohl er kaum mehr Schreiben konnte, seine letzte Eintragung im so treu geführten Tagebuch nach zwei nicht ganz klar lesbaren Zeilen mit den deutlich geschriebenen Worten »Gottes Wille« endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Willen und Ratschluss Gottes liebend durfte Adelbert Mühlschlegel während eines der Wiederholung des [[Größten Namen]]s folgenden kurzen, ruhigen Schlafes die Schwelle zur geistigen Welt überschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am 31. Juli 1980 im protestantischen Sektor des Ersten Friedhofs von Athen stattgefundene blumenreiche Beisetzung wurde von Rolf Haug, dem langjährigen persönlichen Freund des Heimgegangenen in griechischer Sprache durchgeführt und viele der neunzig, aus acht verschiedenen Ländern, anwesenden Freunde verabschiedeten sich dort zum letzten mal mit innig, in&lt;br /&gt;
vielen Sprachen gesungen und gesprochenen Gebeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Telex des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Betrübten Herzens geben wir das Hinscheiden der geliebten Hand der Sache&lt;br /&gt;
Gottes Adelbert Mühlschlegel bekannt. Die ganze Baha&#039;i-Welt erleidet einen&lt;br /&gt;
schmerzlichen Verlust, der besonders in Europa, der hauptsächlichen&lt;br /&gt;
Stätte seiner hervorragenden Dienste für die Sache Gottes empfunden wird.&lt;br /&gt;
Nachdem er viele Jahre im Nationalen Geistigen Rat von Deutschland gedient&lt;br /&gt;
hatte, wurde er nach seiner Erhebung in den Rang einer Hand der&lt;br /&gt;
Sache einer der Baumeister der allmählich sichtbar werdenden europäischen&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde; er reiste, er ermutigte, er ließ sich nieder, wo immer das&lt;br /&gt;
Dienen am dringendsten nötig war, er pionierte schließlich nach Griechenland&lt;br /&gt;
und gab seine Seele an seinem Pionierort auf. Seine stete Bereitschaft&lt;br /&gt;
zu dienen, seine Fähigkeit, die Zuneigung der Gläubigen und anderer gleichermaßen&lt;br /&gt;
zu geWinnen durch seine liebevolle Güte, seine heitere Demut,&lt;br /&gt;
~eine strahlende Fröhlichkeit, sein nie erlahmendes Streben nach Wissen&lt;br /&gt;
und seine völlige Hingabe an die Gesegnete Schönheit - machen ihn zu&lt;br /&gt;
einem wunderbaren Beispiel des Baha&#039;i-Lebens.&lt;br /&gt;
Wir ersuchen die Freunde, aus Anlaß seines Hinscheidens Gedenkfeiern&lt;br /&gt;
abZuhalten und bitten um gebührende Gedenkandachten in allen Muttertempeln.&lt;br /&gt;
. :, ..&lt;br /&gt;
. ~· &#039; ·Das Universale Haus der Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{clear}}&lt;br /&gt;
==Notes==&lt;br /&gt;
{{reflist}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==References==&lt;br /&gt;
*{{cite book&lt;br /&gt;
 |first=Barron&lt;br /&gt;
 |last=Harper&lt;br /&gt;
 |year=1997&lt;br /&gt;
 |title=Lights of Fortitude&lt;br /&gt;
 |edition=Paperback&lt;br /&gt;
 |publisher=George Ronald&lt;br /&gt;
 |location=Oxford, UK&lt;br /&gt;
 |id=ISBN 0853984131&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==External link==&lt;br /&gt;
{{media|Category:Adelbert Mühlschlegel|Adelbert Mühlschlegel}}&lt;br /&gt;
*[http://www.youtube.com/watch?v=Hh8zO4Z480o Video recording of Ugo Giachery and Adelbert Mühlschlegel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hands of the Cause of God}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Muhlschlegel, Adelbert}}&lt;br /&gt;
[[Category:Hands of the Cause of God]]&lt;br /&gt;
[[Category:German Bahá’ís]]&lt;br /&gt;
[[Category:1897 births]]&lt;br /&gt;
[[Category:1980 deaths]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[fr:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[pt:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1020</id>
		<title>Adelbert Mühlschlegel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1020"/>
		<updated>2020-05-22T19:25:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: /* Interregnum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox hand of the cause&lt;br /&gt;
|name          = Adelbert Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|image         = Adelbert_Mühlschlegel.jpg&lt;br /&gt;
|image_size    = 220px&lt;br /&gt;
|caption       = &lt;br /&gt;
|birth_name    = &lt;br /&gt;
|birth_date    = 16. Juni 1897&lt;br /&gt;
|birth_place   = Berlin&lt;br /&gt;
|death_date    = 29. Juli 1980&lt;br /&gt;
|death_place   = Athen&lt;br /&gt;
|resting_place = Athen&lt;br /&gt;
|resting_place_coordinates = &lt;br /&gt;
|known_for     = &lt;br /&gt;
|education     =&lt;br /&gt;
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|nsa_member    =&lt;br /&gt;
|ibc_member    = &lt;br /&gt;
|custodian     = &lt;br /&gt;
|title         = [[Custodians|Custodian]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Hands of the Cause of God|Hand of the Cause]]&lt;br /&gt;
|appointedby   = [[Shoghi Effendi]], Februar 1952&lt;br /&gt;
|spouse        = [[Herma Mühlschlegel, geb. Weidle]], &lt;br /&gt;
                 [[Ursula Mühlschlegel, geb. Kohler]]  &lt;br /&gt;
|children      = [[Peter Mühlschlegel]], [[Ursula Nicke, geb. Mühlschlegel]], [[Gisela Liedtka, geb. Mühlschlegel]], [[Dieter Mühlschlegel]],  [[Volker Mühlschlegel]] &lt;br /&gt;
|parents       = Albert Mühlschlegel, Doris Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|footnotes     = &lt;br /&gt;
|signature     = Adelbert Mühlschlegel signature.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Adelbert Mühlschlegel&#039;&#039;&#039; (16. Juni 1897 – 29. Juli 1980)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |author = Rabbani, R. (Ed.) |authorlink = Rúhíyyih Khanum |year = 1992 |title = The Ministry of the Custodians 1957-1963 |publisher = Bahá’í World Centre |id = ISBN 085398350X |url = http://bahai-library.com/published.uhj/ministry.custodians.html#xxiii | pages = p. xxiii }}&amp;lt;/ref&amp;gt; war eine [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] und berühmter Deutscher [[Bahá’í]] aus einer evangelischen Familie.  1920 wurde er Bahá’í und übersetzte Literature und diente als Mitglied im [[Nationaler Geistiger Rat]] von Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde als [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] von [[Shoghi Effendi]] im Februar [[1952]] ernannt. Danach reiste er um die Bahá’í in vielen Ländern zu besuchen. Er starb in Athen, [[Griechenland]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
Adelbert Mühlschlegel wurde am 16. Juni 1897 in Berlin geboren. Sein Vater stand als Militärarzt in den Diensten des Königs von Württemberg, seine Mutter war Tochter des Stadtpfarrers von Biberach an der Riß. Während ihm sein Vater, der 1962 hochbetagt starb, den Sinn für Wandern und Geographie, für Ordnung und Pflichterfüllung vermittelte, weckte die Mutter, die 1923, kurz vor Entwicklung des Insulins, der Zuckerkrankheit zum Opfer fiel, in dem jungen Adelbert die Sehnsucht nach geistiger Schau, nach dem beständigen Umgang mit Dichtern, Mystikern und Philosophen und nach selbständigen Bemühungen in dieser Richtung, bei denen ihn seine jüngere Schwester Doris, die in den zwanziger Jahren nach Russland auswanderte und dort 1978 starb, aktiv begleitete. Es muss eine recht fröhliche, urschwäbische Geistigkeit geherrscht haben in diesem Stuttgarter Elternhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam der [[Erste Weltkrieg]]. Der Abiturient meldete sich freiwillig zum Sanitätsdienst in den von seinem Vater  betreuten Frontabschnitten und Lazaretten im Osten. So sammelte er erste Erfahrungen im Beruf des [[Arzt]]es, mit dem ihn später eine eigentümliche Hassliebe verband: die eine der beiden Seelen, die dem jungen Adelbert als echte m Schwaben in der Brust wohnten, schwebte n den weiten Gefilden des Geistes, fragte man den Jungen, was er werden wollte, sagte er Wanderer und Dichter. Die andere Seele setzte sich mit ihrem Sinn für das Praktische und für den Ethos des Dienstes am Nächsten durch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Neben dem [[Medizinstudium]] in Freiburg, Greifswald und Tübingen standen vielschichtige geistige Bemühungen, so vor allem die Auseinandersetzung mit der [[Anthroposophie]] Rudolf Steiners und anderer Strömungen der unruhigen zwanziger Jahre. Ein Höhepunkt, an den er sich gern erinnerte, war eine Tagung in Darmstadt, die Hermann Graf Keyserling für den indischen Dichter und Denker [[Rabindranath Tagore]] ausrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit den Lehren Bahá&#039;u&#039;lláhs==&lt;br /&gt;
Um dieselbe Zeit wurden der suchende Adelbert Mühlschlegel und seine Mutter von Fräulein Viktoria Schütz, der späteren [[Frau von Sixtfeld]], auf die Bahá&#039;í Lehren aufmerksam gemacht. Spontan war er fasziniert von dieser umfassenden Schau und schrieb an [[&#039;Abdu&#039;l-Bahá]], der ihm  mit folgendem Tablet antwortete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tablet &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel.jpg|thumb|left|160px|Sendbrief &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stuttgart zu Händen von Fräulein Viktoria Schütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herrn Adelbert Mühlschlegel - auf ihm sei die Herrlichkeit Gottes des Allherrlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist Gott!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;O Du Sohn des Königreiches!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dein Brief ist eingetroffen. Er war wie ein Duftkissen voller Moschus, und als Ich ihn öffnete, verspürte Ich den Odem der Liebe Gottes. Ich hoffe, dass dein Bächlein zu einem Meere werden und im Hauche göttlicher Führung hohe Wellen gen Osten und gen Westen schlägt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sei deiner Lehrerin höchst verbunden und bekunde ihr herzliche, geisterfüllte Dankbarkeit; denn sie hat den Ruf Gottes deinem Ohr übermittelt und dir ewige Gnade zuteil werden lassen. Erdverbunden warst du und wurdest himmlisch. Im Dunkeln warst du und wurdest erleuchtet. An die Natur warst du gefesselt und wurdet göttlich, und so erlangest du einen Teil an der ewigen Gnade. Sei voll des Glücks und freue dich der Himmlischen Heerscharen und ihrer Melodien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Meine Hoffnung ist, dass du auf dem Pfade Seiner Heiligkeit Bahá&#039;u&#039;lláh wandelst. Deine verehrte Gattin wird einst zu den Begünstigten an der Schwelle der Einheit gehören und mit dem Auge des Erbarmens angesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit dir sei die Herrlichkeit des Allherrlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(gezeichnet in lateinischen Buchstaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abdul Baha abbas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bahji, 16. Oktober 1920&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nahm Adelbert aktiv am Leben der deutschen Bahá&#039;í Gemeinde teil. Die frühesten Sporen finden wir im IV. Jahrgang der &amp;quot;[[Sonne der Wahrheit]]&amp;quot;, wo über einen öffentlichen Vortrag und ein Melodram von ihm anlässlich des dritten deutschen Bahá&#039;í Kongresses im September 1924 in Stuttgart berichtet wird. 1926 heiratet er. Seine Frau [[Herma Mühlschlegel]], geb. Weidle. schenkte ihm zwei Mädchen und drei Jungen, von denen einer als Kind starb. Sie war bis zu ihrem Tod 1964 im Beruf wie in der Bahá&#039;í Arbeit seine engste Mitarbeiterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Ein Höhepunkt ihres Lebens im Glauben Bahá&#039;u&#039;lláhs war für Adelbert und Herma Mühlschlegel ihre Pilgerreise 1936 und ihre Begegnung mit Shoghi Effendi. In den langen Jahren des Verbots und der Verfolgung, während der Wirren des [[Zweiten Weltkrieg]]s zehrten sie von diesem tragenden Erlebnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg==&lt;br /&gt;
Den Krieg konnte Adelbert Mühlschlegel, zeitweise dienstverpflichtet, in seiner Heimatstadt [[Stuttgart]] überstehen, wenn auch mit totalem Bombenschaden und einer Beinnahe-Detonation bei Kriegsende durch die französische Besatzungsmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Dann kam die Zeit des Neubeginns und des Wiederaufbaus. Sie bedeutet für den Dichter und Sprachenfreund neben der Verantwortung im Nationalen Geistigen Rat und vielen Referaten und öffentlichen Veranstaltungen vor allem unermüdliche Übersetzertätigkeit im stillen Studierzimmer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alexanderstrasse==&lt;br /&gt;
In der von Bomben verwüsteten Stadt Stuttgart war die große der Familie Mühlschlegel neu zugewiesene Wohnung zugleich ein Zentrum des Bahá&#039;í Lebens, insbesondere eine Anlaufstelle für viele junge Freunde aus Persien, die nach und nach zum Studium nach Deutschland einreisten. Sicher erinnern sich alle wohl des heiteren, humorvollen Lebens der großen Familie, bei der so manche materielle Not nach dem Krieg durch das frohe Wesen der Eltern Adelbert und Herma Mühlschlegel, auch den Kindern, die im Geiste des Dienstes aufwuchsen, zum Sprungbrett für eine höhere geistige Entwicklung wurde. Rasch war immer ein passendes Zitat aus der Weltliteratur zur Stelle, oder wurde eine eigene Hymne gedichtet - viele mögen sich hier mit Freude an die &amp;quot;Mehlpapp-Hymne&amp;quot; zum immer noch einmal der Anzahl der Hungrigen entsprechend gestreckten Sauerkraut erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sprachen==&lt;br /&gt;
Eine besondere Bereicherung waren die vielen Gäste aus dem Ausland, mit denen neben dem wohltuenden geistigen Austausch Adelbert auch immer gerne seine vielen im Selbstunterricht erlernten Sprachen übte. Oft noch gedachte er in seinen letzten Lebensjahren so mancher lustigen Episode bei gemeinsamen Überprüfen der von ihm übersetzten Bücher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlen==&lt;br /&gt;
Und auch die mit ihm arbeitenden Freunde werden sich immer wieder an Besonderheiten im Wesen dieses nie untätigen Dieners erinnern, wie zum Beispiel sein besonderes Verhältnis zu Zahlen, mit denen er bis zu seinen letzten Tagebuch-Eintragungen all seine Leistungen festhielt und sie in Prozenten auszudrücken vermochte - aber nicht nur den Zahlen blieb er so treu sondern besonders all den vielen durch gemeinsame Arbeit auf dem Pfade Bahá&#039;u&#039;lláhs innig geknüpften Freundschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung==&lt;br /&gt;
Mit seiner Ernennung zur Hand der Sache Gottes im Februar 1952 änderte sich Adelbert Mühlschlegels Leben Schritt für Schritt  bis hin zur beständigen Dienstbereitschaft und der umfassenden Hingabe an die Gesegnete Schönheit, von denen das [[Universale Haus der Gerechtigkeit]] in seiner Botschaft spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Hinscheiden Shoghi Effendis]]== &lt;br /&gt;
Das Schlüsselerlebnis war für ihn der von [[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]] übermittlte Auftrag, den gesegneten Körper von [[Shoghi Effendi]], der am 4. November 1957 in London verstorben war, vor der Beerdigung zu waschen. Über sein Erlebnis dieser letzten Stunde mit dem geliebten Hüter schrieb er&lt;br /&gt;
an [[Rúḥíyyih Khánum]]:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
»Es ist in jener Stunde etwas Neues in mir aufgegangen, über das ich jetzt, nach einigen Tagen, immer noch nicht sprechen kann; wohl aber über die Liebe und Weisheit, die ich auf mich einströmen fühlte. Es war eine so starke geistige Schwingung in diesem für&lt;br /&gt;
weltliche Augen so ganz andersartigen Raum, wie ich sie wohl stärker in meinem Leben nur an den heiligen Schreinen verspürt hatte. Der erste Eindruck ·war der Gegensatz zwischen dem übrigen&lt;br /&gt;
Körper und dem majestätischen, vergeistigten Antlitz, ein die Seele erschütterndes Bild jubelnden Siegens des Ewigen über das Vergängliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite war, daß ich eine Stunde lang betend und zugleich denkend und sorgfältig handelnd war, also, wie sonst, ach, nur allzu selten, in einem bewußten Zustand heiligen, gottverbundenen&lt;br /&gt;
Tuns, als Exercitium, Sinnbild und Extrakt dessen, was ich ,mein&lt;br /&gt;
Leben lang und die Menschheit nun tausend Jahre lang tun soll, um »das Reich« hier auf Erden zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dritte war, daß ich Glied um Glied waschend und salbend dankte, daß jene geliebten Hände für unser Bündnis geschrieben und gehandelt haben, jene Beine für uns gingen, jener Mund zu uns sprach, jene Stirne für uns dachte, und daß ich dabei betete und meditierte, auch meine Glieder mögen in der kurzen Zeit, die mir noch beschieden ist, diesem Dienen nacheifern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vierte war, daß ich entsetzt fühlte, wie ich mit unwürdigen Händen diese erhabene Stirne mit Rosenöl zu salben habe, so wie es einst nur hohe Meister ihren Jüngern taten. Und doch, welches&lt;br /&gt;
Recht, welcher Auftrag kommt uns, den Lebenden zu, über alle Vergangenheit und alles Vergängliche zu walten, seien sie auch noch so erhaben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch viel Gnade, Liebe und Weisheit waren sonst in dieser Stunde verborgen ...... «&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{[[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]]: Das Hinscheiden Shoghi Effendis, Baha&#039;i Verlag, Frankfurt/Main 1958, Seiten 22/23}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interregnum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Hands of the Cause at the Fourth Conclave, 1960.jpg|thumb|left|320px|Hände der Sache Gottes bei der 4. Konklave 1960]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den schweren Aufgaben, die den Händen der Sache Gottes als den obersten Sachwaltern des Glaubens mit dem Hinscheiden Shoghi Effendis zufielen, trug Adelbert Mühlschlegel kraftvoll mit. Seine Arztpraxis aufgebend, weilte er mehrere Monate im Heiligen Land, um dann später diejenigen europäischen &lt;br /&gt;
Länder, die noch keine eigenen Nationalen Geistigen Räte hatten, persönlich zu betreuen, bis dort 1962 elf neue Nationale Geistige Räte als weitere Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit gebildet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Mit der ersten Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an Ridván 1963 waren die Hände der Sache Gottes von den weltweiten administrativen Aufgaben befreit, um sich wieder mit all ihren Bemühungen persönlich der Verbreitung und dem Schutz des Glaubens&lt;br /&gt;
zuzuwenden. Nach Tübingen umgesiedelt, widmete sich Adelbert Mühlschlegel zunächst der Pflege seiner inzwischen schwer erkrankten Frau Herma, die im Sommer 1964 verschied, und der Lehrarbeit im süddeutschen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Österreich==&lt;br /&gt;
Im September desselben Jahres verlegte er seinen Wohnsitz nach Österreich, wo der Glauben noch sehr auf Pioniere angewiesen war, und wo er ein Jahr später seine Frau Ursula, geb. Kohler,&lt;br /&gt;
heiratete, die von nun an seine eng vertraute Mitarbeiterin sein durfte. Von Wien aus setzte er durch seine immer zunehmende Korrespondenz und durch viele Reisen in Europa seine unentwegte&lt;br /&gt;
Ermutigung und Vertiefung der Freunde fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Entscheidung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit im Juni 1968 über die Errichtung der Kontinentalen&lt;br /&gt;
Beraterämter befreite sein Herz und erfüllte es mit großer Dankbarkeit gegenüber Bahá&#039;u&#039;lláh und dem Universalen Haus der Gerechtigkeit, dieser Institution, der von Anfang an seine tiefe Ergebenheit und Liebe gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reisen ==&lt;br /&gt;
Freudig nahm er 1969 den Auftrag des Universalen Hauses an, sich nunmehr weltweiten Aufgaben zu widmen und nach Persien, Indien, West- und Ostpakistan sowie nach Nepal zu reisen, um dort als eine Hand der Sache Gottes aus dem Westen die Freunde zu besuchen&lt;br /&gt;
und zu lehren. Dieser Reise folgten noch weitere ehrenvolle&lt;br /&gt;
Aufträge, die ihn durch einen großen Teil Afrikas und Süd-Amerikas&lt;br /&gt;
führten, zu deren Eingeborenen und Pionieren - wie zu den Freunden in Indien und überhaupt im gesamten Osten- er eine tiefe Liebe und Verehrung entwickelte, die seinem nach Wiedervereinigung sehnenden Herzen stets tief empfundene Gebete entströmen, ließ, welche sich am Ende seines Lebens ganz besonders auf die so lange leidende&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde in Persien konzentrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hatte er den Bedürfnissen entsprechend seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt, zu deren aufsteigender Gemeinde so vielfältiger menschlicher Charaktere und landschaftlicher Schönheit ihn bis zum Tode eine innige Liebe verband. Danach, noch einmal für kurze Zeit in Deutschland dienend, empfand er, daß diese, seine Muttergemeinde, durchaus in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen, wenn die Freunde nur lernten, nicht auf ihre eigenen&lt;br /&gt;
Schwächen sondern auf die Macht Bahá&#039;u&#039;lláh zu blicken - was die Freunde in Deutschland dann zu Ridván 1978 auch wirklich bewiesen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Athen==&lt;br /&gt;
Trotz nachlassender Gesundheit siedelte der achtzigjährige Adelbert Mühlschlegel mit seiner Frau nach Griechenland um, in das Land der Wiege der westlichen Zivilisation, dessen alte Philosophen Bahá&#039;u&#039;lláh so hoch gepriesen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier, durch den geschwächten Körper oft bettlägerig und nur noch wenig reisend, widmete er den Hauptteil seiner Zeit dem Studium der Schriften und seinem Buche »Werden und Reifen eines Baha&#039;i«; &amp;lt;ref&amp;gt; Selbsterziehung zum Bahá&#039;í https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/&amp;lt;/ref&amp;gt; zu dem er sich angeregt fühlte durch das dritte Hauptziel des Fünfjahresplanes »der Entwicklung der kennzeichnenden Wesensart des Bahá&#039;í-Lebens, dem umfassenden Thema, zu dem dann auch spontan seine geliebten Freunde in Luxemburg ihn um die Niederschrift seiner Gedanken baten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr sich selbst vergeistigend und seinen zahlreichen Gästen in seinem Athener Heim zur Quelle geistiger Erkenntnis während liebevoller Gespräche geworden, erlebte er einen glücklichen, sehr bewußten, geistig reichen Lebensabend, während dem er in ganz besonderem Ausmaß seine Frau Ursula mit einer Liebe umstrahlte und durchdrang, die es ihr, nun ermöglicht, den Kummer des großen persönlichen Verlustes in dieser zärtlichen Liebe dem Willen Gottes dankbar darzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese immerwährende Dankbarkeit und unbedingte, liebevolle strahlende Unterwerfung unter den Willen Gottes und die Befolgung Seiner Gebote, beherrschte so stark während der letzten Lebensjahre sein ganzes Denken und Fühlen, und es wundert nicht,&lt;br /&gt;
daß, obwohl er kaum mehr Schreiben konnte, seine letzte Eintragung im so treu geführten Tagebuch nach zwei nicht ganz klar lesbaren Zeilen mit den deutlich geschriebenen Worten »Gottes Wille« endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Willen und Ratschluss Gottes liebend durfte Adelbert Mühlschlegel während eines der Wiederholung des [[Größten Namen]]s folgenden kurzen, ruhigen Schlafes die Schwelle zur geistigen Welt überschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am 31. Juli 1980 im protestantischen Sektor des Ersten Friedhofs von Athen stattgefundene blumenreiche Beisetzung wurde von Rolf Haug, dem langjährigen persönlichen Freund des Heimgegangenen in griechischer Sprache durchgeführt und viele der neunzig, aus acht verschiedenen Ländern, anwesenden Freunde verabschiedeten sich dort zum letzten mal mit innig, in&lt;br /&gt;
vielen Sprachen gesungen und gesprochenen Gebeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Telex des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Betrübten Herzens geben wir das Hinscheiden der geliebten Hand der Sache&lt;br /&gt;
Gottes Adelbert Mühlschlegel bekannt. Die ganze Baha&#039;i-Welt erleidet einen&lt;br /&gt;
schmerzlichen Verlust, der besonders in Europa, der hauptsächlichen&lt;br /&gt;
Stätte seiner hervorragenden Dienste für die Sache Gottes empfunden wird.&lt;br /&gt;
Nachdem er viele Jahre im Nationalen Geistigen Rat von Deutschland gedient&lt;br /&gt;
hatte, wurde er nach seiner Erhebung in den Rang einer Hand der&lt;br /&gt;
Sache einer der Baumeister der allmählich sichtbar werdenden europäischen&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde; er reiste, er ermutigte, er ließ sich nieder, wo immer das&lt;br /&gt;
Dienen am dringendsten nötig war, er pionierte schließlich nach Griechenland&lt;br /&gt;
und gab seine Seele an seinem Pionierort auf. Seine stete Bereitschaft&lt;br /&gt;
zu dienen, seine Fähigkeit, die Zuneigung der Gläubigen und anderer gleichermaßen&lt;br /&gt;
zu geWinnen durch seine liebevolle Güte, seine heitere Demut,&lt;br /&gt;
~eine strahlende Fröhlichkeit, sein nie erlahmendes Streben nach Wissen&lt;br /&gt;
und seine völlige Hingabe an die Gesegnete Schönheit - machen ihn zu&lt;br /&gt;
einem wunderbaren Beispiel des Baha&#039;i-Lebens.&lt;br /&gt;
Wir ersuchen die Freunde, aus Anlaß seines Hinscheidens Gedenkfeiern&lt;br /&gt;
abZuhalten und bitten um gebührende Gedenkandachten in allen Muttertempeln.&lt;br /&gt;
. :, ..&lt;br /&gt;
. ~· &#039; ·Das Universale Haus der Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{clear}}&lt;br /&gt;
==Notes==&lt;br /&gt;
{{reflist}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==References==&lt;br /&gt;
*{{cite book&lt;br /&gt;
 |first=Barron&lt;br /&gt;
 |last=Harper&lt;br /&gt;
 |year=1997&lt;br /&gt;
 |title=Lights of Fortitude&lt;br /&gt;
 |edition=Paperback&lt;br /&gt;
 |publisher=George Ronald&lt;br /&gt;
 |location=Oxford, UK&lt;br /&gt;
 |id=ISBN 0853984131&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==External link==&lt;br /&gt;
{{media|Category:Adelbert Mühlschlegel|Adelbert Mühlschlegel}}&lt;br /&gt;
*[http://www.youtube.com/watch?v=Hh8zO4Z480o Video recording of Ugo Giachery and Adelbert Mühlschlegel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hands of the Cause of God}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Muhlschlegel, Adelbert}}&lt;br /&gt;
[[Category:Hands of the Cause of God]]&lt;br /&gt;
[[Category:German Bahá’ís]]&lt;br /&gt;
[[Category:1897 births]]&lt;br /&gt;
[[Category:1980 deaths]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[fr:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[pt:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1019</id>
		<title>Adelbert Mühlschlegel</title>
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		<updated>2020-05-22T19:22:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox hand of the cause&lt;br /&gt;
|name          = Adelbert Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|image         = Adelbert_Mühlschlegel.jpg&lt;br /&gt;
|image_size    = 220px&lt;br /&gt;
|caption       = &lt;br /&gt;
|birth_name    = &lt;br /&gt;
|birth_date    = 16. Juni 1897&lt;br /&gt;
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|nsa_member    =&lt;br /&gt;
|ibc_member    = &lt;br /&gt;
|custodian     = &lt;br /&gt;
|title         = [[Custodians|Custodian]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Hands of the Cause of God|Hand of the Cause]]&lt;br /&gt;
|appointedby   = [[Shoghi Effendi]], Februar 1952&lt;br /&gt;
|spouse        = [[Herma Mühlschlegel, geb. Weidle]], &lt;br /&gt;
                 [[Ursula Mühlschlegel, geb. Kohler]]  &lt;br /&gt;
|children      = [[Peter Mühlschlegel]], [[Ursula Nicke, geb. Mühlschlegel]], [[Gisela Liedtka, geb. Mühlschlegel]], [[Dieter Mühlschlegel]],  [[Volker Mühlschlegel]] &lt;br /&gt;
|parents       = Albert Mühlschlegel, Doris Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|footnotes     = &lt;br /&gt;
|signature     = Adelbert Mühlschlegel signature.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Adelbert Mühlschlegel&#039;&#039;&#039; (16. Juni 1897 – 29. Juli 1980)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |author = Rabbani, R. (Ed.) |authorlink = Rúhíyyih Khanum |year = 1992 |title = The Ministry of the Custodians 1957-1963 |publisher = Bahá’í World Centre |id = ISBN 085398350X |url = http://bahai-library.com/published.uhj/ministry.custodians.html#xxiii | pages = p. xxiii }}&amp;lt;/ref&amp;gt; war eine [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] und berühmter Deutscher [[Bahá’í]] aus einer evangelischen Familie.  1920 wurde er Bahá’í und übersetzte Literature und diente als Mitglied im [[Nationaler Geistiger Rat]] von Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde als [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] von [[Shoghi Effendi]] im Februar [[1952]] ernannt. Danach reiste er um die Bahá’í in vielen Ländern zu besuchen. Er starb in Athen, [[Griechenland]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
Adelbert Mühlschlegel wurde am 16. Juni 1897 in Berlin geboren. Sein Vater stand als Militärarzt in den Diensten des Königs von Württemberg, seine Mutter war Tochter des Stadtpfarrers von Biberach an der Riß. Während ihm sein Vater, der 1962 hochbetagt starb, den Sinn für Wandern und Geographie, für Ordnung und Pflichterfüllung vermittelte, weckte die Mutter, die 1923, kurz vor Entwicklung des Insulins, der Zuckerkrankheit zum Opfer fiel, in dem jungen Adelbert die Sehnsucht nach geistiger Schau, nach dem beständigen Umgang mit Dichtern, Mystikern und Philosophen und nach selbständigen Bemühungen in dieser Richtung, bei denen ihn seine jüngere Schwester Doris, die in den zwanziger Jahren nach Russland auswanderte und dort 1978 starb, aktiv begleitete. Es muss eine recht fröhliche, urschwäbische Geistigkeit geherrscht haben in diesem Stuttgarter Elternhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam der [[Erste Weltkrieg]]. Der Abiturient meldete sich freiwillig zum Sanitätsdienst in den von seinem Vater  betreuten Frontabschnitten und Lazaretten im Osten. So sammelte er erste Erfahrungen im Beruf des [[Arzt]]es, mit dem ihn später eine eigentümliche Hassliebe verband: die eine der beiden Seelen, die dem jungen Adelbert als echte m Schwaben in der Brust wohnten, schwebte n den weiten Gefilden des Geistes, fragte man den Jungen, was er werden wollte, sagte er Wanderer und Dichter. Die andere Seele setzte sich mit ihrem Sinn für das Praktische und für den Ethos des Dienstes am Nächsten durch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Neben dem [[Medizinstudium]] in Freiburg, Greifswald und Tübingen standen vielschichtige geistige Bemühungen, so vor allem die Auseinandersetzung mit der [[Anthroposophie]] Rudolf Steiners und anderer Strömungen der unruhigen zwanziger Jahre. Ein Höhepunkt, an den er sich gern erinnerte, war eine Tagung in Darmstadt, die Hermann Graf Keyserling für den indischen Dichter und Denker [[Rabindranath Tagore]] ausrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit den Lehren Bahá&#039;u&#039;lláhs==&lt;br /&gt;
Um dieselbe Zeit wurden der suchende Adelbert Mühlschlegel und seine Mutter von Fräulein Viktoria Schütz, der späteren [[Frau von Sixtfeld]], auf die Bahá&#039;í Lehren aufmerksam gemacht. Spontan war er fasziniert von dieser umfassenden Schau und schrieb an [[&#039;Abdu&#039;l-Bahá]], der ihm  mit folgendem Tablet antwortete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tablet &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel.jpg|thumb|left|160px|Sendbrief &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stuttgart zu Händen von Fräulein Viktoria Schütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herrn Adelbert Mühlschlegel - auf ihm sei die Herrlichkeit Gottes des Allherrlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist Gott!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;O Du Sohn des Königreiches!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dein Brief ist eingetroffen. Er war wie ein Duftkissen voller Moschus, und als Ich ihn öffnete, verspürte Ich den Odem der Liebe Gottes. Ich hoffe, dass dein Bächlein zu einem Meere werden und im Hauche göttlicher Führung hohe Wellen gen Osten und gen Westen schlägt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sei deiner Lehrerin höchst verbunden und bekunde ihr herzliche, geisterfüllte Dankbarkeit; denn sie hat den Ruf Gottes deinem Ohr übermittelt und dir ewige Gnade zuteil werden lassen. Erdverbunden warst du und wurdest himmlisch. Im Dunkeln warst du und wurdest erleuchtet. An die Natur warst du gefesselt und wurdet göttlich, und so erlangest du einen Teil an der ewigen Gnade. Sei voll des Glücks und freue dich der Himmlischen Heerscharen und ihrer Melodien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Meine Hoffnung ist, dass du auf dem Pfade Seiner Heiligkeit Bahá&#039;u&#039;lláh wandelst. Deine verehrte Gattin wird einst zu den Begünstigten an der Schwelle der Einheit gehören und mit dem Auge des Erbarmens angesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit dir sei die Herrlichkeit des Allherrlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(gezeichnet in lateinischen Buchstaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abdul Baha abbas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bahji, 16. Oktober 1920&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nahm Adelbert aktiv am Leben der deutschen Bahá&#039;í Gemeinde teil. Die frühesten Sporen finden wir im IV. Jahrgang der &amp;quot;[[Sonne der Wahrheit]]&amp;quot;, wo über einen öffentlichen Vortrag und ein Melodram von ihm anlässlich des dritten deutschen Bahá&#039;í Kongresses im September 1924 in Stuttgart berichtet wird. 1926 heiratet er. Seine Frau [[Herma Mühlschlegel]], geb. Weidle. schenkte ihm zwei Mädchen und drei Jungen, von denen einer als Kind starb. Sie war bis zu ihrem Tod 1964 im Beruf wie in der Bahá&#039;í Arbeit seine engste Mitarbeiterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Ein Höhepunkt ihres Lebens im Glauben Bahá&#039;u&#039;lláhs war für Adelbert und Herma Mühlschlegel ihre Pilgerreise 1936 und ihre Begegnung mit Shoghi Effendi. In den langen Jahren des Verbots und der Verfolgung, während der Wirren des [[Zweiten Weltkrieg]]s zehrten sie von diesem tragenden Erlebnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg==&lt;br /&gt;
Den Krieg konnte Adelbert Mühlschlegel, zeitweise dienstverpflichtet, in seiner Heimatstadt [[Stuttgart]] überstehen, wenn auch mit totalem Bombenschaden und einer Beinnahe-Detonation bei Kriegsende durch die französische Besatzungsmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Dann kam die Zeit des Neubeginns und des Wiederaufbaus. Sie bedeutet für den Dichter und Sprachenfreund neben der Verantwortung im Nationalen Geistigen Rat und vielen Referaten und öffentlichen Veranstaltungen vor allem unermüdliche Übersetzertätigkeit im stillen Studierzimmer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alexanderstrasse==&lt;br /&gt;
In der von Bomben verwüsteten Stadt Stuttgart war die große der Familie Mühlschlegel neu zugewiesene Wohnung zugleich ein Zentrum des Bahá&#039;í Lebens, insbesondere eine Anlaufstelle für viele junge Freunde aus Persien, die nach und nach zum Studium nach Deutschland einreisten. Sicher erinnern sich alle wohl des heiteren, humorvollen Lebens der großen Familie, bei der so manche materielle Not nach dem Krieg durch das frohe Wesen der Eltern Adelbert und Herma Mühlschlegel, auch den Kindern, die im Geiste des Dienstes aufwuchsen, zum Sprungbrett für eine höhere geistige Entwicklung wurde. Rasch war immer ein passendes Zitat aus der Weltliteratur zur Stelle, oder wurde eine eigene Hymne gedichtet - viele mögen sich hier mit Freude an die &amp;quot;Mehlpapp-Hymne&amp;quot; zum immer noch einmal der Anzahl der Hungrigen entsprechend gestreckten Sauerkraut erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sprachen==&lt;br /&gt;
Eine besondere Bereicherung waren die vielen Gäste aus dem Ausland, mit denen neben dem wohltuenden geistigen Austausch Adelbert auch immer gerne seine vielen im Selbstunterricht erlernten Sprachen übte. Oft noch gedachte er in seinen letzten Lebensjahren so mancher lustigen Episode bei gemeinsamen Überprüfen der von ihm übersetzten Bücher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlen==&lt;br /&gt;
Und auch die mit ihm arbeitenden Freunde werden sich immer wieder an Besonderheiten im Wesen dieses nie untätigen Dieners erinnern, wie zum Beispiel sein besonderes Verhältnis zu Zahlen, mit denen er bis zu seinen letzten Tagebuch-Eintragungen all seine Leistungen festhielt und sie in Prozenten auszudrücken vermochte - aber nicht nur den Zahlen blieb er so treu sondern besonders all den vielen durch gemeinsame Arbeit auf dem Pfade Bahá&#039;u&#039;lláhs innig geknüpften Freundschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung==&lt;br /&gt;
Mit seiner Ernennung zur Hand der Sache Gottes im Februar 1952 änderte sich Adelbert Mühlschlegels Leben Schritt für Schritt  bis hin zur beständigen Dienstbereitschaft und der umfassenden Hingabe an die Gesegnete Schönheit, von denen das [[Universale Haus der Gerechtigkeit]] in seiner Botschaft spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Hinscheiden Shoghi Effendis]]== &lt;br /&gt;
Das Schlüsselerlebnis war für ihn der von [[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]] übermittlte Auftrag, den gesegneten Körper von [[Shoghi Effendi]], der am 4. November 1957 in London verstorben war, vor der Beerdigung zu waschen. Über sein Erlebnis dieser letzten Stunde mit dem geliebten Hüter schrieb er&lt;br /&gt;
an [[Rúḥíyyih Khánum]]:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
»Es ist in jener Stunde etwas Neues in mir aufgegangen, über das ich jetzt, nach einigen Tagen, immer noch nicht sprechen kann; wohl aber über die Liebe und Weisheit, die ich auf mich einströmen fühlte. Es war eine so starke geistige Schwingung in diesem für&lt;br /&gt;
weltliche Augen so ganz andersartigen Raum, wie ich sie wohl stärker in meinem Leben nur an den heiligen Schreinen verspürt hatte. Der erste Eindruck ·war der Gegensatz zwischen dem übrigen&lt;br /&gt;
Körper und dem majestätischen, vergeistigten Antlitz, ein die Seele erschütterndes Bild jubelnden Siegens des Ewigen über das Vergängliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite war, daß ich eine Stunde lang betend und zugleich denkend und sorgfältig handelnd war, also, wie sonst, ach, nur allzu selten, in einem bewußten Zustand heiligen, gottverbundenen&lt;br /&gt;
Tuns, als Exercitium, Sinnbild und Extrakt dessen, was ich ,mein&lt;br /&gt;
Leben lang und die Menschheit nun tausend Jahre lang tun soll, um »das Reich« hier auf Erden zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dritte war, daß ich Glied um Glied waschend und salbend dankte, daß jene geliebten Hände für unser Bündnis geschrieben und gehandelt haben, jene Beine für uns gingen, jener Mund zu uns sprach, jene Stirne für uns dachte, und daß ich dabei betete und meditierte, auch meine Glieder mögen in der kurzen Zeit, die mir noch beschieden ist, diesem Dienen nacheifern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vierte war, daß ich entsetzt fühlte, wie ich mit unwürdigen Händen diese erhabene Stirne mit Rosenöl zu salben habe, so wie es einst nur hohe Meister ihren Jüngern taten. Und doch, welches&lt;br /&gt;
Recht, welcher Auftrag kommt uns, den Lebenden zu, über alle Vergangenheit und alles Vergängliche zu walten, seien sie auch noch so erhaben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch viel Gnade, Liebe und Weisheit waren sonst in dieser Stunde verborgen ...... «&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{[[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]]: Das Hinscheiden Shoghi Effendis, Baha&#039;i Verlag, Frankfurt/Main 1958, Seiten 22/23}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interregnum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Image:Hands of the Cause at the Fourth Conclave, 1960.jpg|thumb|left|320px|Hände der Sache Gottes bei der 4. Konklave 1960]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| An den schweren Aufgaben, die den Händen der Sache Gottes als den obersten Sachwaltern des Glaubens mit dem Hinscheiden Shoghi Effendis zufielen, trug Adelbert Mühlschlegel kraftvoll mit. Seine Arztpraxis aufgebend, weilte er mehrere Monate im Heiligen Land, um dann später diejenigen europäischen &lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiel.jpg|Beschreibung1&lt;br /&gt;
Beispiel.jpg|Beschreibung2&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Länder, die noch keine eigenen Nationalen Geistigen Räte hatten, persönlich zu betreuen, bis dort 1962 elf neue Nationale Geistige Räte als weitere Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit gebildet werden konnten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Beispiel&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Image:Enoch Olinga, Abu&#039;l-Qasim Faizi, and Adelbert Muhlschlegel bei der Lehrkonferenz in Plön, Deutschland, 1972.png|thumb|left|320px|3 Hände der Sache Gottes Hand in Hand]] ||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Mit der ersten Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an Ridván 1963 waren die Hände der Sache Gottes von den weltweiten administrativen Aufgaben befreit, um sich wieder mit all ihren Bemühungen persönlich der Verbreitung und dem Schutz des Glaubens&lt;br /&gt;
zuzuwenden. Nach Tübingen umgesiedelt, widmete sich Adelbert Mühlschlegel zunächst der Pflege seiner inzwischen schwer erkrankten Frau Herma, die im Sommer 1964 verschied, und der Lehrarbeit im süddeutschen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Österreich==&lt;br /&gt;
Im September desselben Jahres verlegte er seinen Wohnsitz nach Österreich, wo der Glauben noch sehr auf Pioniere angewiesen war, und wo er ein Jahr später seine Frau Ursula, geb. Kohler,&lt;br /&gt;
heiratete, die von nun an seine eng vertraute Mitarbeiterin sein durfte. Von Wien aus setzte er durch seine immer zunehmende Korrespondenz und durch viele Reisen in Europa seine unentwegte&lt;br /&gt;
Ermutigung und Vertiefung der Freunde fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Entscheidung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit im Juni 1968 über die Errichtung der Kontinentalen&lt;br /&gt;
Beraterämter befreite sein Herz und erfüllte es mit großer Dankbarkeit gegenüber Bahá&#039;u&#039;lláh und dem Universalen Haus der Gerechtigkeit, dieser Institution, der von Anfang an seine tiefe Ergebenheit und Liebe gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reisen ==&lt;br /&gt;
Freudig nahm er 1969 den Auftrag des Universalen Hauses an, sich nunmehr weltweiten Aufgaben zu widmen und nach Persien, Indien, West- und Ostpakistan sowie nach Nepal zu reisen, um dort als eine Hand der Sache Gottes aus dem Westen die Freunde zu besuchen&lt;br /&gt;
und zu lehren. Dieser Reise folgten noch weitere ehrenvolle&lt;br /&gt;
Aufträge, die ihn durch einen großen Teil Afrikas und Süd-Amerikas&lt;br /&gt;
führten, zu deren Eingeborenen und Pionieren - wie zu den Freunden in Indien und überhaupt im gesamten Osten- er eine tiefe Liebe und Verehrung entwickelte, die seinem nach Wiedervereinigung sehnenden Herzen stets tief empfundene Gebete entströmen, ließ, welche sich am Ende seines Lebens ganz besonders auf die so lange leidende&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde in Persien konzentrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hatte er den Bedürfnissen entsprechend seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt, zu deren aufsteigender Gemeinde so vielfältiger menschlicher Charaktere und landschaftlicher Schönheit ihn bis zum Tode eine innige Liebe verband. Danach, noch einmal für kurze Zeit in Deutschland dienend, empfand er, daß diese, seine Muttergemeinde, durchaus in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen, wenn die Freunde nur lernten, nicht auf ihre eigenen&lt;br /&gt;
Schwächen sondern auf die Macht Bahá&#039;u&#039;lláh zu blicken - was die Freunde in Deutschland dann zu Ridván 1978 auch wirklich bewiesen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Athen==&lt;br /&gt;
Trotz nachlassender Gesundheit siedelte der achtzigjährige Adelbert Mühlschlegel mit seiner Frau nach Griechenland um, in das Land der Wiege der westlichen Zivilisation, dessen alte Philosophen Bahá&#039;u&#039;lláh so hoch gepriesen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier, durch den geschwächten Körper oft bettlägerig und nur noch wenig reisend, widmete er den Hauptteil seiner Zeit dem Studium der Schriften und seinem Buche »Werden und Reifen eines Baha&#039;i«; &amp;lt;ref&amp;gt; Selbsterziehung zum Bahá&#039;í https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/&amp;lt;/ref&amp;gt; zu dem er sich angeregt fühlte durch das dritte Hauptziel des Fünfjahresplanes »der Entwicklung der kennzeichnenden Wesensart des Bahá&#039;í-Lebens, dem umfassenden Thema, zu dem dann auch spontan seine geliebten Freunde in Luxemburg ihn um die Niederschrift seiner Gedanken baten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr sich selbst vergeistigend und seinen zahlreichen Gästen in seinem Athener Heim zur Quelle geistiger Erkenntnis während liebevoller Gespräche geworden, erlebte er einen glücklichen, sehr bewußten, geistig reichen Lebensabend, während dem er in ganz besonderem Ausmaß seine Frau Ursula mit einer Liebe umstrahlte und durchdrang, die es ihr, nun ermöglicht, den Kummer des großen persönlichen Verlustes in dieser zärtlichen Liebe dem Willen Gottes dankbar darzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese immerwährende Dankbarkeit und unbedingte, liebevolle strahlende Unterwerfung unter den Willen Gottes und die Befolgung Seiner Gebote, beherrschte so stark während der letzten Lebensjahre sein ganzes Denken und Fühlen, und es wundert nicht,&lt;br /&gt;
daß, obwohl er kaum mehr Schreiben konnte, seine letzte Eintragung im so treu geführten Tagebuch nach zwei nicht ganz klar lesbaren Zeilen mit den deutlich geschriebenen Worten »Gottes Wille« endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Willen und Ratschluss Gottes liebend durfte Adelbert Mühlschlegel während eines der Wiederholung des [[Größten Namen]]s folgenden kurzen, ruhigen Schlafes die Schwelle zur geistigen Welt überschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am 31. Juli 1980 im protestantischen Sektor des Ersten Friedhofs von Athen stattgefundene blumenreiche Beisetzung wurde von Rolf Haug, dem langjährigen persönlichen Freund des Heimgegangenen in griechischer Sprache durchgeführt und viele der neunzig, aus acht verschiedenen Ländern, anwesenden Freunde verabschiedeten sich dort zum letzten mal mit innig, in&lt;br /&gt;
vielen Sprachen gesungen und gesprochenen Gebeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Telex des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Betrübten Herzens geben wir das Hinscheiden der geliebten Hand der Sache&lt;br /&gt;
Gottes Adelbert Mühlschlegel bekannt. Die ganze Baha&#039;i-Welt erleidet einen&lt;br /&gt;
schmerzlichen Verlust, der besonders in Europa, der hauptsächlichen&lt;br /&gt;
Stätte seiner hervorragenden Dienste für die Sache Gottes empfunden wird.&lt;br /&gt;
Nachdem er viele Jahre im Nationalen Geistigen Rat von Deutschland gedient&lt;br /&gt;
hatte, wurde er nach seiner Erhebung in den Rang einer Hand der&lt;br /&gt;
Sache einer der Baumeister der allmählich sichtbar werdenden europäischen&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde; er reiste, er ermutigte, er ließ sich nieder, wo immer das&lt;br /&gt;
Dienen am dringendsten nötig war, er pionierte schließlich nach Griechenland&lt;br /&gt;
und gab seine Seele an seinem Pionierort auf. Seine stete Bereitschaft&lt;br /&gt;
zu dienen, seine Fähigkeit, die Zuneigung der Gläubigen und anderer gleichermaßen&lt;br /&gt;
zu geWinnen durch seine liebevolle Güte, seine heitere Demut,&lt;br /&gt;
~eine strahlende Fröhlichkeit, sein nie erlahmendes Streben nach Wissen&lt;br /&gt;
und seine völlige Hingabe an die Gesegnete Schönheit - machen ihn zu&lt;br /&gt;
einem wunderbaren Beispiel des Baha&#039;i-Lebens.&lt;br /&gt;
Wir ersuchen die Freunde, aus Anlaß seines Hinscheidens Gedenkfeiern&lt;br /&gt;
abZuhalten und bitten um gebührende Gedenkandachten in allen Muttertempeln.&lt;br /&gt;
. :, ..&lt;br /&gt;
. ~· &#039; ·Das Universale Haus der Gerechtigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{clear}}&lt;br /&gt;
==Notes==&lt;br /&gt;
{{reflist}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==References==&lt;br /&gt;
*{{cite book&lt;br /&gt;
 |first=Barron&lt;br /&gt;
 |last=Harper&lt;br /&gt;
 |year=1997&lt;br /&gt;
 |title=Lights of Fortitude&lt;br /&gt;
 |edition=Paperback&lt;br /&gt;
 |publisher=George Ronald&lt;br /&gt;
 |location=Oxford, UK&lt;br /&gt;
 |id=ISBN 0853984131&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==External link==&lt;br /&gt;
{{media|Category:Adelbert Mühlschlegel|Adelbert Mühlschlegel}}&lt;br /&gt;
*[http://www.youtube.com/watch?v=Hh8zO4Z480o Video recording of Ugo Giachery and Adelbert Mühlschlegel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hands of the Cause of God}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Muhlschlegel, Adelbert}}&lt;br /&gt;
[[Category:Hands of the Cause of God]]&lt;br /&gt;
[[Category:German Bahá’ís]]&lt;br /&gt;
[[Category:1897 births]]&lt;br /&gt;
[[Category:1980 deaths]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[fr:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[pt:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1018</id>
		<title>Adelbert Mühlschlegel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1018"/>
		<updated>2020-05-22T19:17:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox hand of the cause&lt;br /&gt;
|name          = Adelbert Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|image         = Adelbert_Mühlschlegel.jpg&lt;br /&gt;
|image_size    = 220px&lt;br /&gt;
|caption       = &lt;br /&gt;
|birth_name    = &lt;br /&gt;
|birth_date    = [[16. Juni 1897]]&lt;br /&gt;
|birth_place   = &lt;br /&gt;
|death_date    = [[29. Juli 1980]]&lt;br /&gt;
|death_place   =&lt;br /&gt;
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|known_for     = &lt;br /&gt;
|education     =&lt;br /&gt;
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|nsa_member    =&lt;br /&gt;
|ibc_member    = &lt;br /&gt;
|custodian     = &lt;br /&gt;
|title         = [[Custodians|Custodian]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Hands of the Cause of God|Hand of the Cause]]&lt;br /&gt;
|appointedby   = [[Shoghi Effendi]], Februar 1952&lt;br /&gt;
|spouse        = [[Herma Mühlschlegel, geb. Weidle]], [[Ursula Mühlschlegel, geb. Kohler]]  &lt;br /&gt;
|children      = [[Peter Mühlschlegel]], [[Ursula Nicke, geb. Mühlschlegel]], [[Giesela Liedtka, geb. Mühlschlegel]], [[Dieter Mühlschlegel]],  [[Volker Mühlschlegel]] &lt;br /&gt;
|parents       = Albert Mühlschlegel, Doris Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|footnotes     = &lt;br /&gt;
|signature     = Adelbert Mühlschlegel signature.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Adelbert Mühlschlegel&#039;&#039;&#039; (16. Juni 1897 – 29. Juli 1980)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |author = Rabbani, R. (Ed.) |authorlink = Rúhíyyih Khanum |year = 1992 |title = The Ministry of the Custodians 1957-1963 |publisher = Bahá’í World Centre |id = ISBN 085398350X |url = http://bahai-library.com/published.uhj/ministry.custodians.html#xxiii | pages = p. xxiii }}&amp;lt;/ref&amp;gt; war eine [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] und berühmter Deutscher [[Bahá’í]] aus einer evangelischen Familie.  1920 wurde er Bahá’í und übersetzte Literature und diente als Mitglied im [[Nationaler Geistiger Rat]] von Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde als [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] von [[Shoghi Effendi]] im Februar [[1952]] ernannt. Danach reiste er um die Bahá’í in vielen Ländern zu besuchen. Er starb in Athen, [[Griechenland]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
Adelbert Mühlschlegel wurde am 16. Juni 1897 in Berlin geboren. Sein Vater stand als Militärarzt in den Diensten des Königs von Württemberg, seine Mutter war Tochter des Stadtpfarrers von Biberach an der Riß. Während ihm sein Vater, der 1962 hochbetagt starb, den Sinn für Wandern und Geographie, für Ordnung und Pflichterfüllung vermittelte, weckte die Mutter, die 1923, kurz vor Entwicklung des Insulins, der Zuckerkrankheit zum Opfer fiel, in dem jungen Adelbert die Sehnsucht nach geistiger Schau, nach dem beständigen Umgang mit Dichtern, Mystikern und Philosophen und nach selbständigen Bemühungen in dieser Richtung, bei denen ihn seine jüngere Schwester Doris, die in den zwanziger Jahren nach Russland auswanderte und dort 1978 starb, aktiv begleitete. Es muss eine recht fröhliche, urschwäbische Geistigkeit geherrscht haben in diesem Stuttgarter Elternhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam der [[Erste Weltkrieg]]. Der Abiturient meldete sich freiwillig zum Sanitätsdienst in den von seinem Vater  betreuten Frontabschnitten und Lazaretten im Osten. So sammelte er erste Erfahrungen im Beruf des [[Arzt]]es, mit dem ihn später eine eigentümliche Hassliebe verband: die eine der beiden Seelen, die dem jungen Adelbert als echte m Schwaben in der Brust wohnten, schwebte n den weiten Gefilden des Geistes, fragte man den Jungen, was er werden wollte, sagte er Wanderer und Dichter. Die andere Seele setzte sich mit ihrem Sinn für das Praktische und für den Ethos des Dienstes am Nächsten durch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Neben dem [[Medizinstudium]] in Freiburg, Greifswald und Tübingen standen vielschichtige geistige Bemühungen, so vor allem die Auseinandersetzung mit der [[Anthroposophie]] Rudolf Steiners und anderer Strömungen der unruhigen zwanziger Jahre. Ein Höhepunkt, an den er sich gern erinnerte, war eine Tagung in Darmstadt, die Hermann Graf Keyserling für den indischen Dichter und Denker [[Rabindranath Tagore]] ausrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit den Lehren Bahá&#039;u&#039;lláhs==&lt;br /&gt;
Um dieselbe Zeit wurden der suchende Adelbert Mühlschlegel und seine Mutter von Fräulein Viktoria Schütz, der späteren [[Frau von Sixtfeld]], auf die Bahá&#039;í Lehren aufmerksam gemacht. Spontan war er fasziniert von dieser umfassenden Schau und schrieb an [[&#039;Abdu&#039;l-Bahá]], der ihm  mit folgendem Tablet antwortete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tablet &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel.jpg|thumb|left|160px|Sendbrief &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stuttgart zu Händen von Fräulein Viktoria Schütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herrn Adelbert Mühlschlegel - auf ihm sei die Herrlichkeit Gottes des Allherrlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist Gott!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;O Du Sohn des Königreiches!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dein Brief ist eingetroffen. Er war wie ein Duftkissen voller Moschus, und als Ich ihn öffnete, verspürte Ich den Odem der Liebe Gottes. Ich hoffe, dass dein Bächlein zu einem Meere werden und im Hauche göttlicher Führung hohe Wellen gen Osten und gen Westen schlägt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sei deiner Lehrerin höchst verbunden und bekunde ihr herzliche, geisterfüllte Dankbarkeit; denn sie hat den Ruf Gottes deinem Ohr übermittelt und dir ewige Gnade zuteil werden lassen. Erdverbunden warst du und wurdest himmlisch. Im Dunkeln warst du und wurdest erleuchtet. An die Natur warst du gefesselt und wurdet göttlich, und so erlangest du einen Teil an der ewigen Gnade. Sei voll des Glücks und freue dich der Himmlischen Heerscharen und ihrer Melodien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Meine Hoffnung ist, dass du auf dem Pfade Seiner Heiligkeit Bahá&#039;u&#039;lláh wandelst. Deine verehrte Gattin wird einst zu den Begünstigten an der Schwelle der Einheit gehören und mit dem Auge des Erbarmens angesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit dir sei die Herrlichkeit des Allherrlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(gezeichnet in lateinischen Buchstaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abdul Baha abbas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bahji, 16. Oktober 1920&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nahm Adelbert aktiv am Leben der deutschen Bahá&#039;í Gemeinde teil. Die frühesten Sporen finden wir im IV. Jahrgang der &amp;quot;[[Sonne der Wahrheit]]&amp;quot;, wo über einen öffentlichen Vortrag und ein Melodram von ihm anlässlich des dritten deutschen Bahá&#039;í Kongresses im September 1924 in Stuttgart berichtet wird. 1926 heiratet er. Seine Frau [[Herma Mühlschlegel]], geb. Weidle. schenkte ihm zwei Mädchen und drei Jungen, von denen einer als Kind starb. Sie war bis zu ihrem Tod 1964 im Beruf wie in der Bahá&#039;í Arbeit seine engste Mitarbeiterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Ein Höhepunkt ihres Lebens im Glauben Bahá&#039;u&#039;lláhs war für Adelbert und Herma Mühlschlegel ihre Pilgerreise 1936 und ihre Begegnung mit Shoghi Effendi. In den langen Jahren des Verbots und der Verfolgung, während der Wirren des [[Zweiten Weltkrieg]]s zehrten sie von diesem tragenden Erlebnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg==&lt;br /&gt;
Den Krieg konnte Adelbert Mühlschlegel, zeitweise dienstverpflichtet, in seiner Heimatstadt [[Stuttgart]] überstehen, wenn auch mit totalem Bombenschaden und einer Beinnahe-Detonation bei Kriegsende durch die französische Besatzungsmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Dann kam die Zeit des Neubeginns und des Wiederaufbaus. Sie bedeutet für den Dichter und Sprachenfreund neben der Verantwortung im Nationalen Geistigen Rat und vielen Referaten und öffentlichen Veranstaltungen vor allem unermüdliche Übersetzertätigkeit im stillen Studierzimmer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alexanderstrasse==&lt;br /&gt;
In der von Bomben verwüsteten Stadt Stuttgart war die große der Familie Mühlschlegel neu zugewiesene Wohnung zugleich ein Zentrum des Bahá&#039;í Lebens, insbesondere eine Anlaufstelle für viele junge Freunde aus Persien, die nach und nach zum Studium nach Deutschland einreisten. Sicher erinnern sich alle wohl des heiteren, humorvollen Lebens der großen Familie, bei der so manche materielle Not nach dem Krieg durch das frohe Wesen der Eltern Adelbert und Herma Mühlschlegel, auch den Kindern, die im Geiste des Dienstes aufwuchsen, zum Sprungbrett für eine höhere geistige Entwicklung wurde. Rasch war immer ein passendes Zitat aus der Weltliteratur zur Stelle, oder wurde eine eigene Hymne gedichtet - viele mögen sich hier mit Freude an die &amp;quot;Mehlpapp-Hymne&amp;quot; zum immer noch einmal der Anzahl der Hungrigen entsprechend gestreckten Sauerkraut erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sprachen==&lt;br /&gt;
Eine besondere Bereicherung waren die vielen Gäste aus dem Ausland, mit denen neben dem wohltuenden geistigen Austausch Adelbert auch immer gerne seine vielen im Selbstunterricht erlernten Sprachen übte. Oft noch gedachte er in seinen letzten Lebensjahren so mancher lustigen Episode bei gemeinsamen Überprüfen der von ihm übersetzten Bücher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlen==&lt;br /&gt;
Und auch die mit ihm arbeitenden Freunde werden sich immer wieder an Besonderheiten im Wesen dieses nie untätigen Dieners erinnern, wie zum Beispiel sein besonderes Verhältnis zu Zahlen, mit denen er bis zu seinen letzten Tagebuch-Eintragungen all seine Leistungen festhielt und sie in Prozenten auszudrücken vermochte - aber nicht nur den Zahlen blieb er so treu sondern besonders all den vielen durch gemeinsame Arbeit auf dem Pfade Bahá&#039;u&#039;lláhs innig geknüpften Freundschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung==&lt;br /&gt;
Mit seiner Ernennung zur Hand der Sache Gottes im Februar 1952 änderte sich Adelbert Mühlschlegels Leben Schritt für Schritt  bis hin zur beständigen Dienstbereitschaft und der umfassenden Hingabe an die Gesegnete Schönheit, von denen das [[Universale Haus der Gerechtigkeit]] in seiner Botschaft spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Hinscheiden Shoghi Effendis]]== &lt;br /&gt;
Das Schlüsselerlebnis war für ihn der von [[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]] übermittlte Auftrag, den gesegneten Körper von [[Shoghi Effendi]], der am 4. November 1957 in London verstorben war, vor der Beerdigung zu waschen. Über sein Erlebnis dieser letzten Stunde mit dem geliebten Hüter schrieb er&lt;br /&gt;
an [[Rúḥíyyih Khánum]]:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
»Es ist in jener Stunde etwas Neues in mir aufgegangen, über das ich jetzt, nach einigen Tagen, immer noch nicht sprechen kann; wohl aber über die Liebe und Weisheit, die ich auf mich einströmen fühlte. Es war eine so starke geistige Schwingung in diesem für&lt;br /&gt;
weltliche Augen so ganz andersartigen Raum, wie ich sie wohl stärker in meinem Leben nur an den heiligen Schreinen verspürt hatte. Der erste Eindruck ·war der Gegensatz zwischen dem übrigen&lt;br /&gt;
Körper und dem majestätischen, vergeistigten Antlitz, ein die Seele erschütterndes Bild jubelnden Siegens des Ewigen über das Vergängliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite war, daß ich eine Stunde lang betend und zugleich denkend und sorgfältig handelnd war, also, wie sonst, ach, nur allzu selten, in einem bewußten Zustand heiligen, gottverbundenen&lt;br /&gt;
Tuns, als Exercitium, Sinnbild und Extrakt dessen, was ich ,mein&lt;br /&gt;
Leben lang und die Menschheit nun tausend Jahre lang tun soll, um »das Reich« hier auf Erden zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dritte war, daß ich Glied um Glied waschend und salbend dankte, daß jene geliebten Hände für unser Bündnis geschrieben und gehandelt haben, jene Beine für uns gingen, jener Mund zu uns sprach, jene Stirne für uns dachte, und daß ich dabei betete und meditierte, auch meine Glieder mögen in der kurzen Zeit, die mir noch beschieden ist, diesem Dienen nacheifern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vierte war, daß ich entsetzt fühlte, wie ich mit unwürdigen Händen diese erhabene Stirne mit Rosenöl zu salben habe, so wie es einst nur hohe Meister ihren Jüngern taten. Und doch, welches&lt;br /&gt;
Recht, welcher Auftrag kommt uns, den Lebenden zu, über alle Vergangenheit und alles Vergängliche zu walten, seien sie auch noch so erhaben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch viel Gnade, Liebe und Weisheit waren sonst in dieser Stunde verborgen ...... «&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{[[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]]: Das Hinscheiden Shoghi Effendis, Baha&#039;i Verlag, Frankfurt/Main 1958, Seiten 22/23}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interregnum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Image:Hands of the Cause at the Fourth Conclave, 1960.jpg|thumb|left|320px|Hände der Sache Gottes bei der 4. Konklave 1960]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| An den schweren Aufgaben, die den Händen der Sache Gottes als den obersten Sachwaltern des Glaubens mit dem Hinscheiden Shoghi Effendis zufielen, trug Adelbert Mühlschlegel kraftvoll mit. Seine Arztpraxis aufgebend, weilte er mehrere Monate im Heiligen Land, um dann später diejenigen europäischen &lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiel.jpg|Beschreibung1&lt;br /&gt;
Beispiel.jpg|Beschreibung2&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Länder, die noch keine eigenen Nationalen Geistigen Räte hatten, persönlich zu betreuen, bis dort 1962 elf neue Nationale Geistige Räte als weitere Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit gebildet werden konnten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Beispiel&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Image:Enoch Olinga, Abu&#039;l-Qasim Faizi, and Adelbert Muhlschlegel bei der Lehrkonferenz in Plön, Deutschland, 1972.png|thumb|left|320px|3 Hände der Sache Gottes Hand in Hand]] ||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Mit der ersten Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an Ridván 1963 waren die Hände der Sache Gottes von den weltweiten administrativen Aufgaben befreit, um sich wieder mit all ihren Bemühungen persönlich der Verbreitung und dem Schutz des Glaubens&lt;br /&gt;
zuzuwenden. Nach Tübingen umgesiedelt, widmete sich Adelbert Mühlschlegel zunächst der Pflege seiner inzwischen schwer erkrankten Frau Herma, die im Sommer 1964 verschied, und der Lehrarbeit im süddeutschen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Österreich==&lt;br /&gt;
Im September desselben Jahres verlegte er seinen Wohnsitz nach Österreich, wo der Glauben noch sehr auf Pioniere angewiesen war, und wo er ein Jahr später seine Frau Ursula, geb. Kohler,&lt;br /&gt;
heiratete, die von nun an seine eng vertraute Mitarbeiterin sein durfte. Von Wien aus setzte er durch seine immer zunehmende Korrespondenz und durch viele Reisen in Europa seine unentwegte&lt;br /&gt;
Ermutigung und Vertiefung der Freunde fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Entscheidung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit im Juni 1968 über die Errichtung der Kontinentalen&lt;br /&gt;
Beraterämter befreite sein Herz und erfüllte es mit großer Dankbarkeit gegenüber Bahá&#039;u&#039;lláh und dem Universalen Haus der Gerechtigkeit, dieser Institution, der von Anfang an seine tiefe Ergebenheit und Liebe gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reisen ==&lt;br /&gt;
Freudig nahm er 1969 den Auftrag des Universalen Hauses an, sich nunmehr weltweiten Aufgaben zu widmen und nach Persien, Indien, West- und Ostpakistan sowie nach Nepal zu reisen, um dort als eine Hand der Sache Gottes aus dem Westen die Freunde zu besuchen&lt;br /&gt;
und zu lehren. Dieser Reise folgten noch weitere ehrenvolle&lt;br /&gt;
Aufträge, die ihn durch einen großen Teil Afrikas und Süd-Amerikas&lt;br /&gt;
führten, zu deren Eingeborenen und Pionieren - wie zu den Freunden in Indien und überhaupt im gesamten Osten- er eine tiefe Liebe und Verehrung entwickelte, die seinem nach Wiedervereinigung sehnenden Herzen stets tief empfundene Gebete entströmen, ließ, welche sich am Ende seines Lebens ganz besonders auf die so lange leidende&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde in Persien konzentrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hatte er den Bedürfnissen entsprechend seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt, zu deren aufsteigender Gemeinde so vielfältiger menschlicher Charaktere und landschaftlicher Schönheit ihn bis zum Tode eine innige Liebe verband. Danach, noch einmal für kurze Zeit in Deutschland dienend, empfand er, daß diese, seine Muttergemeinde, durchaus in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen, wenn die Freunde nur lernten, nicht auf ihre eigenen&lt;br /&gt;
Schwächen sondern auf die Macht Bahá&#039;u&#039;lláh zu blicken - was die Freunde in Deutschland dann zu Ridván 1978 auch wirklich bewiesen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Athen==&lt;br /&gt;
Trotz nachlassender Gesundheit siedelte der achtzigjährige Adelbert Mühlschlegel mit seiner Frau nach Griechenland um, in das Land der Wiege der westlichen Zivilisation, dessen alte Philosophen Bahá&#039;u&#039;lláh so hoch gepriesen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier, durch den geschwächten Körper oft bettlägerig und nur noch wenig reisend, widmete er den Hauptteil seiner Zeit dem Studium der Schriften und seinem Buche »Werden und Reifen eines Baha&#039;i«; &amp;lt;ref&amp;gt; Selbsterziehung zum Bahá&#039;í https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/&amp;lt;/ref&amp;gt; zu dem er sich angeregt fühlte durch das dritte Hauptziel des Fünfjahresplanes »der Entwicklung der kennzeichnenden Wesensart des Bahá&#039;í-Lebens, dem umfassenden Thema, zu dem dann auch spontan seine geliebten Freunde in Luxemburg ihn um die Niederschrift seiner Gedanken baten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr sich selbst vergeistigend und seinen zahlreichen Gästen in seinem Athener Heim zur Quelle geistiger Erkenntnis während liebevoller Gespräche geworden, erlebte er einen glücklichen, sehr bewußten, geistig reichen Lebensabend, während dem er in ganz besonderem Ausmaß seine Frau Ursula mit einer Liebe umstrahlte und durchdrang, die es ihr, nun ermöglicht, den Kummer des großen persönlichen Verlustes in dieser zärtlichen Liebe dem Willen Gottes dankbar darzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese immerwährende Dankbarkeit und unbedingte, liebevolle strahlende Unterwerfung unter den Willen Gottes und die Befolgung Seiner Gebote, beherrschte so stark während der letzten Lebensjahre sein ganzes Denken und Fühlen, und es wundert nicht,&lt;br /&gt;
daß, obwohl er kaum mehr Schreiben konnte, seine letzte Eintragung im so treu geführten Tagebuch nach zwei nicht ganz klar lesbaren Zeilen mit den deutlich geschriebenen Worten »Gottes Wille« endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Willen und Ratschluss Gottes liebend durfte Adelbert Mühlschlegel während eines der Wiederholung des [[Größten Namen]]s folgenden kurzen, ruhigen Schlafes die Schwelle zur geistigen Welt überschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am 31. Juli 1980 im protestantischen Sektor des Ersten Friedhofs von Athen stattgefundene blumenreiche Beisetzung wurde von Rolf Haug, dem langjährigen persönlichen Freund des Heimgegangenen in griechischer Sprache durchgeführt und viele der neunzig, aus acht verschiedenen Ländern, anwesenden Freunde verabschiedeten sich dort zum letzten mal mit innig, in&lt;br /&gt;
vielen Sprachen gesungen und gesprochenen Gebeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Peter und [[Ursula Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{clear}}&lt;br /&gt;
==Notes==&lt;br /&gt;
{{reflist}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==References==&lt;br /&gt;
*{{cite book&lt;br /&gt;
 |first=Barron&lt;br /&gt;
 |last=Harper&lt;br /&gt;
 |year=1997&lt;br /&gt;
 |title=Lights of Fortitude&lt;br /&gt;
 |edition=Paperback&lt;br /&gt;
 |publisher=George Ronald&lt;br /&gt;
 |location=Oxford, UK&lt;br /&gt;
 |id=ISBN 0853984131&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==External link==&lt;br /&gt;
{{media|Category:Adelbert Mühlschlegel|Adelbert Mühlschlegel}}&lt;br /&gt;
*[http://www.youtube.com/watch?v=Hh8zO4Z480o Video recording of Ugo Giachery and Adelbert Mühlschlegel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hands of the Cause of God}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Muhlschlegel, Adelbert}}&lt;br /&gt;
[[Category:Hands of the Cause of God]]&lt;br /&gt;
[[Category:German Bahá’ís]]&lt;br /&gt;
[[Category:1897 births]]&lt;br /&gt;
[[Category:1980 deaths]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[fr:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[pt:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1017</id>
		<title>Adelbert Mühlschlegel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1017"/>
		<updated>2020-05-22T19:04:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: /* Interregnum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox hand of the cause&lt;br /&gt;
|name          = Adelbert Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|image         = Adelbert_Mühlschlegel.jpg&lt;br /&gt;
|image_size    = 220px&lt;br /&gt;
|caption       = &lt;br /&gt;
|birth_name    = &lt;br /&gt;
|birth_date    = [[June 16]], [[1897]]&lt;br /&gt;
|birth_place   = &lt;br /&gt;
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|death_place   =&lt;br /&gt;
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|known_for     = &lt;br /&gt;
|education     =&lt;br /&gt;
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|nsa_member    =&lt;br /&gt;
|ibc_member    = &lt;br /&gt;
|custodian     = &lt;br /&gt;
|title         = [[Custodians|Custodian]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Hands of the Cause of God|Hand of the Cause]]&lt;br /&gt;
|appointedby   = [[Shoghi Effendi]], February 1952&lt;br /&gt;
|spouse        =&lt;br /&gt;
|children      = &lt;br /&gt;
|parents       = &lt;br /&gt;
|footnotes     = &lt;br /&gt;
|signature     = Adelbert Mühlschlegel signature.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Adelbert Mühlschlegel&#039;&#039;&#039; (16. Juni 1897 – 29. Juli 1980)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |author = Rabbani, R. (Ed.) |authorlink = Rúhíyyih Khanum |year = 1992 |title = The Ministry of the Custodians 1957-1963 |publisher = Bahá’í World Centre |id = ISBN 085398350X |url = http://bahai-library.com/published.uhj/ministry.custodians.html#xxiii | pages = p. xxiii }}&amp;lt;/ref&amp;gt; war eine [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] und berühmter Deutscher [[Bahá’í]] aus einer evangelischen Familie.  1920 wurde er Bahá’í und übersetzte Literature und diente als Mitglied im [[Nationaler Geistiger Rat]] von Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde als [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] von [[Shoghi Effendi]] im Februar [[1952]] ernannt. Danach reiste er um die Bahá’í in vielen Ländern zu besuchen. Er starb in Athen, [[Griechenland]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
Adelbert Mühlschlegel wurde am 16. Juni 1897 in Berlin geboren. Sein Vater stand als Militärarzt in den Diensten des Königs von Württemberg, seine Mutter war Tochter des Stadtpfarrers von Biberach an der Riß. Während ihm sein Vater, der 1962 hochbetagt starb, den Sinn für Wandern und Geographie, für Ordnung und Pflichterfüllung vermittelte, weckte die Mutter, die 1923, kurz vor Entwicklung des Insulins, der Zuckerkrankheit zum Opfer fiel, in dem jungen Adelbert die Sehnsucht nach geistiger Schau, nach dem beständigen Umgang mit Dichtern, Mystikern und Philosophen und nach selbständigen Bemühungen in dieser Richtung, bei denen ihn seine jüngere Schwester Doris, die in den zwanziger Jahren nach Russland auswanderte und dort 1978 starb, aktiv begleitete. Es muss eine recht fröhliche, urschwäbische Geistigkeit geherrscht haben in diesem Stuttgarter Elternhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam der [[Erste Weltkrieg]]. Der Abiturient meldete sich freiwillig zum Sanitätsdienst in den von seinem Vater  betreuten Frontabschnitten und Lazaretten im Osten. So sammelte er erste Erfahrungen im Beruf des [[Arzt]]es, mit dem ihn später eine eigentümliche Hassliebe verband: die eine der beiden Seelen, die dem jungen Adelbert als echte m Schwaben in der Brust wohnten, schwebte n den weiten Gefilden des Geistes, fragte man den Jungen, was er werden wollte, sagte er Wanderer und Dichter. Die andere Seele setzte sich mit ihrem Sinn für das Praktische und für den Ethos des Dienstes am Nächsten durch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Neben dem [[Medizinstudium]] in Freiburg, Greifswald und Tübingen standen vielschichtige geistige Bemühungen, so vor allem die Auseinandersetzung mit der [[Anthroposophie]] Rudolf Steiners und anderer Strömungen der unruhigen zwanziger Jahre. Ein Höhepunkt, an den er sich gern erinnerte, war eine Tagung in Darmstadt, die Hermann Graf Keyserling für den indischen Dichter und Denker [[Rabindranath Tagore]] ausrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit den Lehren Bahá&#039;u&#039;lláhs==&lt;br /&gt;
Um dieselbe Zeit wurden der suchende Adelbert Mühlschlegel und seine Mutter von Fräulein Viktoria Schütz, der späteren [[Frau von Sixtfeld]], auf die Bahá&#039;í Lehren aufmerksam gemacht. Spontan war er fasziniert von dieser umfassenden Schau und schrieb an [[&#039;Abdu&#039;l-Bahá]], der ihm  mit folgendem Tablet antwortete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tablet &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel.jpg|thumb|left|160px|Sendbrief &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stuttgart zu Händen von Fräulein Viktoria Schütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herrn Adelbert Mühlschlegel - auf ihm sei die Herrlichkeit Gottes des Allherrlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist Gott!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;O Du Sohn des Königreiches!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dein Brief ist eingetroffen. Er war wie ein Duftkissen voller Moschus, und als Ich ihn öffnete, verspürte Ich den Odem der Liebe Gottes. Ich hoffe, dass dein Bächlein zu einem Meere werden und im Hauche göttlicher Führung hohe Wellen gen Osten und gen Westen schlägt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sei deiner Lehrerin höchst verbunden und bekunde ihr herzliche, geisterfüllte Dankbarkeit; denn sie hat den Ruf Gottes deinem Ohr übermittelt und dir ewige Gnade zuteil werden lassen. Erdverbunden warst du und wurdest himmlisch. Im Dunkeln warst du und wurdest erleuchtet. An die Natur warst du gefesselt und wurdet göttlich, und so erlangest du einen Teil an der ewigen Gnade. Sei voll des Glücks und freue dich der Himmlischen Heerscharen und ihrer Melodien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Meine Hoffnung ist, dass du auf dem Pfade Seiner Heiligkeit Bahá&#039;u&#039;lláh wandelst. Deine verehrte Gattin wird einst zu den Begünstigten an der Schwelle der Einheit gehören und mit dem Auge des Erbarmens angesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit dir sei die Herrlichkeit des Allherrlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(gezeichnet in lateinischen Buchstaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abdul Baha abbas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bahji, 16. Oktober 1920&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nahm Adelbert aktiv am Leben der deutschen Bahá&#039;í Gemeinde teil. Die frühesten Sporen finden wir im IV. Jahrgang der &amp;quot;[[Sonne der Wahrheit]]&amp;quot;, wo über einen öffentlichen Vortrag und ein Melodram von ihm anlässlich des dritten deutschen Bahá&#039;í Kongresses im September 1924 in Stuttgart berichtet wird. 1926 heiratet er. Seine Frau [[Herma Mühlschlegel]], geb. Weidle. schenkte ihm zwei Mädchen und drei Jungen, von denen einer als Kind starb. Sie war bis zu ihrem Tod 1964 im Beruf wie in der Bahá&#039;í Arbeit seine engste Mitarbeiterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Ein Höhepunkt ihres Lebens im Glauben Bahá&#039;u&#039;lláhs war für Adelbert und Herma Mühlschlegel ihre Pilgerreise 1936 und ihre Begegnung mit Shoghi Effendi. In den langen Jahren des Verbots und der Verfolgung, während der Wirren des [[Zweiten Weltkrieg]]s zehrten sie von diesem tragenden Erlebnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg==&lt;br /&gt;
Den Krieg konnte Adelbert Mühlschlegel, zeitweise dienstverpflichtet, in seiner Heimatstadt [[Stuttgart]] überstehen, wenn auch mit totalem Bombenschaden und einer Beinnahe-Detonation bei Kriegsende durch die französische Besatzungsmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Dann kam die Zeit des Neubeginns und des Wiederaufbaus. Sie bedeutet für den Dichter und Sprachenfreund neben der Verantwortung im Nationalen Geistigen Rat und vielen Referaten und öffentlichen Veranstaltungen vor allem unermüdliche Übersetzertätigkeit im stillen Studierzimmer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alexanderstrasse==&lt;br /&gt;
In der von Bomben verwüsteten Stadt Stuttgart war die große der Familie Mühlschlegel neu zugewiesene Wohnung zugleich ein Zentrum des Bahá&#039;í Lebens, insbesondere eine Anlaufstelle für viele junge Freunde aus Persien, die nach und nach zum Studium nach Deutschland einreisten. Sicher erinnern sich alle wohl des heiteren, humorvollen Lebens der großen Familie, bei der so manche materielle Not nach dem Krieg durch das frohe Wesen der Eltern Adelbert und Herma Mühlschlegel, auch den Kindern, die im Geiste des Dienstes aufwuchsen, zum Sprungbrett für eine höhere geistige Entwicklung wurde. Rasch war immer ein passendes Zitat aus der Weltliteratur zur Stelle, oder wurde eine eigene Hymne gedichtet - viele mögen sich hier mit Freude an die &amp;quot;Mehlpapp-Hymne&amp;quot; zum immer noch einmal der Anzahl der Hungrigen entsprechend gestreckten Sauerkraut erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sprachen==&lt;br /&gt;
Eine besondere Bereicherung waren die vielen Gäste aus dem Ausland, mit denen neben dem wohltuenden geistigen Austausch Adelbert auch immer gerne seine vielen im Selbstunterricht erlernten Sprachen übte. Oft noch gedachte er in seinen letzten Lebensjahren so mancher lustigen Episode bei gemeinsamen Überprüfen der von ihm übersetzten Bücher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlen==&lt;br /&gt;
Und auch die mit ihm arbeitenden Freunde werden sich immer wieder an Besonderheiten im Wesen dieses nie untätigen Dieners erinnern, wie zum Beispiel sein besonderes Verhältnis zu Zahlen, mit denen er bis zu seinen letzten Tagebuch-Eintragungen all seine Leistungen festhielt und sie in Prozenten auszudrücken vermochte - aber nicht nur den Zahlen blieb er so treu sondern besonders all den vielen durch gemeinsame Arbeit auf dem Pfade Bahá&#039;u&#039;lláhs innig geknüpften Freundschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung==&lt;br /&gt;
Mit seiner Ernennung zur Hand der Sache Gottes im Februar 1952 änderte sich Adelbert Mühlschlegels Leben Schritt für Schritt  bis hin zur beständigen Dienstbereitschaft und der umfassenden Hingabe an die Gesegnete Schönheit, von denen das [[Universale Haus der Gerechtigkeit]] in seiner Botschaft spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Hinscheiden Shoghi Effendis]]== &lt;br /&gt;
Das Schlüsselerlebnis war für ihn der von [[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]] übermittlte Auftrag, den gesegneten Körper von [[Shoghi Effendi]], der am 4. November 1957 in London verstorben war, vor der Beerdigung zu waschen. Über sein Erlebnis dieser letzten Stunde mit dem geliebten Hüter schrieb er&lt;br /&gt;
an [[Rúḥíyyih Khánum]]:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
»Es ist in jener Stunde etwas Neues in mir aufgegangen, über das ich jetzt, nach einigen Tagen, immer noch nicht sprechen kann; wohl aber über die Liebe und Weisheit, die ich auf mich einströmen fühlte. Es war eine so starke geistige Schwingung in diesem für&lt;br /&gt;
weltliche Augen so ganz andersartigen Raum, wie ich sie wohl stärker in meinem Leben nur an den heiligen Schreinen verspürt hatte. Der erste Eindruck ·war der Gegensatz zwischen dem übrigen&lt;br /&gt;
Körper und dem majestätischen, vergeistigten Antlitz, ein die Seele erschütterndes Bild jubelnden Siegens des Ewigen über das Vergängliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite war, daß ich eine Stunde lang betend und zugleich denkend und sorgfältig handelnd war, also, wie sonst, ach, nur allzu selten, in einem bewußten Zustand heiligen, gottverbundenen&lt;br /&gt;
Tuns, als Exercitium, Sinnbild und Extrakt dessen, was ich ,mein&lt;br /&gt;
Leben lang und die Menschheit nun tausend Jahre lang tun soll, um »das Reich« hier auf Erden zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dritte war, daß ich Glied um Glied waschend und salbend dankte, daß jene geliebten Hände für unser Bündnis geschrieben und gehandelt haben, jene Beine für uns gingen, jener Mund zu uns sprach, jene Stirne für uns dachte, und daß ich dabei betete und meditierte, auch meine Glieder mögen in der kurzen Zeit, die mir noch beschieden ist, diesem Dienen nacheifern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vierte war, daß ich entsetzt fühlte, wie ich mit unwürdigen Händen diese erhabene Stirne mit Rosenöl zu salben habe, so wie es einst nur hohe Meister ihren Jüngern taten. Und doch, welches&lt;br /&gt;
Recht, welcher Auftrag kommt uns, den Lebenden zu, über alle Vergangenheit und alles Vergängliche zu walten, seien sie auch noch so erhaben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch viel Gnade, Liebe und Weisheit waren sonst in dieser Stunde verborgen ...... «&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{[[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]]: Das Hinscheiden Shoghi Effendis, Baha&#039;i Verlag, Frankfurt/Main 1958, Seiten 22/23}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interregnum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Image:Hands of the Cause at the Fourth Conclave, 1960.jpg|thumb|left|320px|Hände der Sache Gottes bei der 4. Konklave 1960]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| An den schweren Aufgaben, die den Händen der Sache Gottes als den obersten Sachwaltern des Glaubens mit dem Hinscheiden Shoghi Effendis zufielen, trug Adelbert Mühlschlegel kraftvoll mit. Seine Arztpraxis aufgebend, weilte er mehrere Monate im Heiligen Land, um dann später diejenigen europäischen &lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiel.jpg|Beschreibung1&lt;br /&gt;
Beispiel.jpg|Beschreibung2&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Länder, die noch keine eigenen Nationalen Geistigen Räte hatten, persönlich zu betreuen, bis dort 1962 elf neue Nationale Geistige Räte als weitere Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit gebildet werden konnten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Beispiel&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Image:Enoch Olinga, Abu&#039;l-Qasim Faizi, and Adelbert Muhlschlegel bei der Lehrkonferenz in Plön, Deutschland, 1972.png|thumb|left|320px|3 Hände der Sache Gottes Hand in Hand]] ||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Mit der ersten Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an Ridván 1963 waren die Hände der Sache Gottes von den weltweiten administrativen Aufgaben befreit, um sich wieder mit all ihren Bemühungen persönlich der Verbreitung und dem Schutz des Glaubens&lt;br /&gt;
zuzuwenden. Nach Tübingen umgesiedelt, widmete sich Adelbert Mühlschlegel zunächst der Pflege seiner inzwischen schwer erkrankten Frau Herma, die im Sommer 1964 verschied, und der Lehrarbeit im süddeutschen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Österreich==&lt;br /&gt;
Im September desselben Jahres verlegte er seinen Wohnsitz nach Österreich, wo der Glauben noch sehr auf Pioniere angewiesen war, und wo er ein Jahr später seine Frau Ursula, geb. Kohler,&lt;br /&gt;
heiratete, die von nun an seine eng vertraute Mitarbeiterin sein durfte. Von Wien aus setzte er durch seine immer zunehmende Korrespondenz und durch viele Reisen in Europa seine unentwegte&lt;br /&gt;
Ermutigung und Vertiefung der Freunde fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Entscheidung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit im Juni 1968 über die Errichtung der Kontinentalen&lt;br /&gt;
Beraterämter befreite sein Herz und erfüllte es mit großer Dankbarkeit gegenüber Bahá&#039;u&#039;lláh und dem Universalen Haus der Gerechtigkeit, dieser Institution, der von Anfang an seine tiefe Ergebenheit und Liebe gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reisen ==&lt;br /&gt;
Freudig nahm er 1969 den Auftrag des Universalen Hauses an, sich nunmehr weltweiten Aufgaben zu widmen und nach Persien, Indien, West- und Ostpakistan sowie nach Nepal zu reisen, um dort als eine Hand der Sache Gottes aus dem Westen die Freunde zu besuchen&lt;br /&gt;
und zu lehren. Dieser Reise folgten noch weitere ehrenvolle&lt;br /&gt;
Aufträge, die ihn durch einen großen Teil Afrikas und Süd-Amerikas&lt;br /&gt;
führten, zu deren Eingeborenen und Pionieren - wie zu den Freunden in Indien und überhaupt im gesamten Osten- er eine tiefe Liebe und Verehrung entwickelte, die seinem nach Wiedervereinigung sehnenden Herzen stets tief empfundene Gebete entströmen, ließ, welche sich am Ende seines Lebens ganz besonders auf die so lange leidende&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde in Persien konzentrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hatte er den Bedürfnissen entsprechend seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt, zu deren aufsteigender Gemeinde so vielfältiger menschlicher Charaktere und landschaftlicher Schönheit ihn bis zum Tode eine innige Liebe verband. Danach, noch einmal für kurze Zeit in Deutschland dienend, empfand er, daß diese, seine Muttergemeinde, durchaus in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen, wenn die Freunde nur lernten, nicht auf ihre eigenen&lt;br /&gt;
Schwächen sondern auf die Macht Bahá&#039;u&#039;lláh zu blicken - was die Freunde in Deutschland dann zu Ridván 1978 auch wirklich bewiesen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Athen==&lt;br /&gt;
Trotz nachlassender Gesundheit siedelte der achtzigjährige Adelbert Mühlschlegel mit seiner Frau nach Griechenland um, in das Land der Wiege der westlichen Zivilisation, dessen alte Philosophen Bahá&#039;u&#039;lláh so hoch gepriesen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier, durch den geschwächten Körper oft bettlägerig und nur noch wenig reisend, widmete er den Hauptteil seiner Zeit dem Studium der Schriften und seinem Buche »Werden und Reifen eines Baha&#039;i«; &amp;lt;ref&amp;gt; Selbsterziehung zum Bahá&#039;í https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/&amp;lt;/ref&amp;gt; zu dem er sich angeregt fühlte durch das dritte Hauptziel des Fünfjahresplanes »der Entwicklung der kennzeichnenden Wesensart des Bahá&#039;í-Lebens, dem umfassenden Thema, zu dem dann auch spontan seine geliebten Freunde in Luxemburg ihn um die Niederschrift seiner Gedanken baten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr sich selbst vergeistigend und seinen zahlreichen Gästen in seinem Athener Heim zur Quelle geistiger Erkenntnis während liebevoller Gespräche geworden, erlebte er einen glücklichen, sehr bewußten, geistig reichen Lebensabend, während dem er in ganz besonderem Ausmaß seine Frau Ursula mit einer Liebe umstrahlte und durchdrang, die es ihr, nun ermöglicht, den Kummer des großen persönlichen Verlustes in dieser zärtlichen Liebe dem Willen Gottes dankbar darzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese immerwährende Dankbarkeit und unbedingte, liebevolle strahlende Unterwerfung unter den Willen Gottes und die Befolgung Seiner Gebote, beherrschte so stark während der letzten Lebensjahre sein ganzes Denken und Fühlen, und es wundert nicht,&lt;br /&gt;
daß, obwohl er kaum mehr Schreiben konnte, seine letzte Eintragung im so treu geführten Tagebuch nach zwei nicht ganz klar lesbaren Zeilen mit den deutlich geschriebenen Worten »Gottes Wille« endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Willen und Ratschluss Gottes liebend durfte Adelbert Mühlschlegel während eines der Wiederholung des [[Größten Namen]]s folgenden kurzen, ruhigen Schlafes die Schwelle zur geistigen Welt überschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am 31. Juli 1980 im protestantischen Sektor des Ersten Friedhofs von Athen stattgefundene blumenreiche Beisetzung wurde von Rolf Haug, dem langjährigen persönlichen Freund des Heimgegangenen in griechischer Sprache durchgeführt und viele der neunzig, aus acht verschiedenen Ländern, anwesenden Freunde verabschiedeten sich dort zum letzten mal mit innig, in&lt;br /&gt;
vielen Sprachen gesungen und gesprochenen Gebeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Peter und [[Ursula Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{clear}}&lt;br /&gt;
==Notes==&lt;br /&gt;
{{reflist}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==References==&lt;br /&gt;
*{{cite book&lt;br /&gt;
 |first=Barron&lt;br /&gt;
 |last=Harper&lt;br /&gt;
 |year=1997&lt;br /&gt;
 |title=Lights of Fortitude&lt;br /&gt;
 |edition=Paperback&lt;br /&gt;
 |publisher=George Ronald&lt;br /&gt;
 |location=Oxford, UK&lt;br /&gt;
 |id=ISBN 0853984131&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==External link==&lt;br /&gt;
{{media|Category:Adelbert Mühlschlegel|Adelbert Mühlschlegel}}&lt;br /&gt;
*[http://www.youtube.com/watch?v=Hh8zO4Z480o Video recording of Ugo Giachery and Adelbert Mühlschlegel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hands of the Cause of God}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Muhlschlegel, Adelbert}}&lt;br /&gt;
[[Category:Hands of the Cause of God]]&lt;br /&gt;
[[Category:German Bahá’ís]]&lt;br /&gt;
[[Category:1897 births]]&lt;br /&gt;
[[Category:1980 deaths]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[fr:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[pt:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
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		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1016</id>
		<title>Adelbert Mühlschlegel</title>
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		<updated>2020-05-22T19:04:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: /* Interregnum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox hand of the cause&lt;br /&gt;
|name          = Adelbert Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|image         = Adelbert_Mühlschlegel.jpg&lt;br /&gt;
|image_size    = 220px&lt;br /&gt;
|caption       = &lt;br /&gt;
|birth_name    = &lt;br /&gt;
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|birth_place   = &lt;br /&gt;
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|custodian     = &lt;br /&gt;
|title         = [[Custodians|Custodian]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Hands of the Cause of God|Hand of the Cause]]&lt;br /&gt;
|appointedby   = [[Shoghi Effendi]], February 1952&lt;br /&gt;
|spouse        =&lt;br /&gt;
|children      = &lt;br /&gt;
|parents       = &lt;br /&gt;
|footnotes     = &lt;br /&gt;
|signature     = Adelbert Mühlschlegel signature.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Adelbert Mühlschlegel&#039;&#039;&#039; (16. Juni 1897 – 29. Juli 1980)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |author = Rabbani, R. (Ed.) |authorlink = Rúhíyyih Khanum |year = 1992 |title = The Ministry of the Custodians 1957-1963 |publisher = Bahá’í World Centre |id = ISBN 085398350X |url = http://bahai-library.com/published.uhj/ministry.custodians.html#xxiii | pages = p. xxiii }}&amp;lt;/ref&amp;gt; war eine [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] und berühmter Deutscher [[Bahá’í]] aus einer evangelischen Familie.  1920 wurde er Bahá’í und übersetzte Literature und diente als Mitglied im [[Nationaler Geistiger Rat]] von Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde als [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] von [[Shoghi Effendi]] im Februar [[1952]] ernannt. Danach reiste er um die Bahá’í in vielen Ländern zu besuchen. Er starb in Athen, [[Griechenland]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
Adelbert Mühlschlegel wurde am 16. Juni 1897 in Berlin geboren. Sein Vater stand als Militärarzt in den Diensten des Königs von Württemberg, seine Mutter war Tochter des Stadtpfarrers von Biberach an der Riß. Während ihm sein Vater, der 1962 hochbetagt starb, den Sinn für Wandern und Geographie, für Ordnung und Pflichterfüllung vermittelte, weckte die Mutter, die 1923, kurz vor Entwicklung des Insulins, der Zuckerkrankheit zum Opfer fiel, in dem jungen Adelbert die Sehnsucht nach geistiger Schau, nach dem beständigen Umgang mit Dichtern, Mystikern und Philosophen und nach selbständigen Bemühungen in dieser Richtung, bei denen ihn seine jüngere Schwester Doris, die in den zwanziger Jahren nach Russland auswanderte und dort 1978 starb, aktiv begleitete. Es muss eine recht fröhliche, urschwäbische Geistigkeit geherrscht haben in diesem Stuttgarter Elternhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam der [[Erste Weltkrieg]]. Der Abiturient meldete sich freiwillig zum Sanitätsdienst in den von seinem Vater  betreuten Frontabschnitten und Lazaretten im Osten. So sammelte er erste Erfahrungen im Beruf des [[Arzt]]es, mit dem ihn später eine eigentümliche Hassliebe verband: die eine der beiden Seelen, die dem jungen Adelbert als echte m Schwaben in der Brust wohnten, schwebte n den weiten Gefilden des Geistes, fragte man den Jungen, was er werden wollte, sagte er Wanderer und Dichter. Die andere Seele setzte sich mit ihrem Sinn für das Praktische und für den Ethos des Dienstes am Nächsten durch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Neben dem [[Medizinstudium]] in Freiburg, Greifswald und Tübingen standen vielschichtige geistige Bemühungen, so vor allem die Auseinandersetzung mit der [[Anthroposophie]] Rudolf Steiners und anderer Strömungen der unruhigen zwanziger Jahre. Ein Höhepunkt, an den er sich gern erinnerte, war eine Tagung in Darmstadt, die Hermann Graf Keyserling für den indischen Dichter und Denker [[Rabindranath Tagore]] ausrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit den Lehren Bahá&#039;u&#039;lláhs==&lt;br /&gt;
Um dieselbe Zeit wurden der suchende Adelbert Mühlschlegel und seine Mutter von Fräulein Viktoria Schütz, der späteren [[Frau von Sixtfeld]], auf die Bahá&#039;í Lehren aufmerksam gemacht. Spontan war er fasziniert von dieser umfassenden Schau und schrieb an [[&#039;Abdu&#039;l-Bahá]], der ihm  mit folgendem Tablet antwortete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tablet &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel.jpg|thumb|left|160px|Sendbrief &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stuttgart zu Händen von Fräulein Viktoria Schütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herrn Adelbert Mühlschlegel - auf ihm sei die Herrlichkeit Gottes des Allherrlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist Gott!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;O Du Sohn des Königreiches!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dein Brief ist eingetroffen. Er war wie ein Duftkissen voller Moschus, und als Ich ihn öffnete, verspürte Ich den Odem der Liebe Gottes. Ich hoffe, dass dein Bächlein zu einem Meere werden und im Hauche göttlicher Führung hohe Wellen gen Osten und gen Westen schlägt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sei deiner Lehrerin höchst verbunden und bekunde ihr herzliche, geisterfüllte Dankbarkeit; denn sie hat den Ruf Gottes deinem Ohr übermittelt und dir ewige Gnade zuteil werden lassen. Erdverbunden warst du und wurdest himmlisch. Im Dunkeln warst du und wurdest erleuchtet. An die Natur warst du gefesselt und wurdet göttlich, und so erlangest du einen Teil an der ewigen Gnade. Sei voll des Glücks und freue dich der Himmlischen Heerscharen und ihrer Melodien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Meine Hoffnung ist, dass du auf dem Pfade Seiner Heiligkeit Bahá&#039;u&#039;lláh wandelst. Deine verehrte Gattin wird einst zu den Begünstigten an der Schwelle der Einheit gehören und mit dem Auge des Erbarmens angesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit dir sei die Herrlichkeit des Allherrlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(gezeichnet in lateinischen Buchstaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abdul Baha abbas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bahji, 16. Oktober 1920&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nahm Adelbert aktiv am Leben der deutschen Bahá&#039;í Gemeinde teil. Die frühesten Sporen finden wir im IV. Jahrgang der &amp;quot;[[Sonne der Wahrheit]]&amp;quot;, wo über einen öffentlichen Vortrag und ein Melodram von ihm anlässlich des dritten deutschen Bahá&#039;í Kongresses im September 1924 in Stuttgart berichtet wird. 1926 heiratet er. Seine Frau [[Herma Mühlschlegel]], geb. Weidle. schenkte ihm zwei Mädchen und drei Jungen, von denen einer als Kind starb. Sie war bis zu ihrem Tod 1964 im Beruf wie in der Bahá&#039;í Arbeit seine engste Mitarbeiterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Ein Höhepunkt ihres Lebens im Glauben Bahá&#039;u&#039;lláhs war für Adelbert und Herma Mühlschlegel ihre Pilgerreise 1936 und ihre Begegnung mit Shoghi Effendi. In den langen Jahren des Verbots und der Verfolgung, während der Wirren des [[Zweiten Weltkrieg]]s zehrten sie von diesem tragenden Erlebnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg==&lt;br /&gt;
Den Krieg konnte Adelbert Mühlschlegel, zeitweise dienstverpflichtet, in seiner Heimatstadt [[Stuttgart]] überstehen, wenn auch mit totalem Bombenschaden und einer Beinnahe-Detonation bei Kriegsende durch die französische Besatzungsmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Dann kam die Zeit des Neubeginns und des Wiederaufbaus. Sie bedeutet für den Dichter und Sprachenfreund neben der Verantwortung im Nationalen Geistigen Rat und vielen Referaten und öffentlichen Veranstaltungen vor allem unermüdliche Übersetzertätigkeit im stillen Studierzimmer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alexanderstrasse==&lt;br /&gt;
In der von Bomben verwüsteten Stadt Stuttgart war die große der Familie Mühlschlegel neu zugewiesene Wohnung zugleich ein Zentrum des Bahá&#039;í Lebens, insbesondere eine Anlaufstelle für viele junge Freunde aus Persien, die nach und nach zum Studium nach Deutschland einreisten. Sicher erinnern sich alle wohl des heiteren, humorvollen Lebens der großen Familie, bei der so manche materielle Not nach dem Krieg durch das frohe Wesen der Eltern Adelbert und Herma Mühlschlegel, auch den Kindern, die im Geiste des Dienstes aufwuchsen, zum Sprungbrett für eine höhere geistige Entwicklung wurde. Rasch war immer ein passendes Zitat aus der Weltliteratur zur Stelle, oder wurde eine eigene Hymne gedichtet - viele mögen sich hier mit Freude an die &amp;quot;Mehlpapp-Hymne&amp;quot; zum immer noch einmal der Anzahl der Hungrigen entsprechend gestreckten Sauerkraut erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sprachen==&lt;br /&gt;
Eine besondere Bereicherung waren die vielen Gäste aus dem Ausland, mit denen neben dem wohltuenden geistigen Austausch Adelbert auch immer gerne seine vielen im Selbstunterricht erlernten Sprachen übte. Oft noch gedachte er in seinen letzten Lebensjahren so mancher lustigen Episode bei gemeinsamen Überprüfen der von ihm übersetzten Bücher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlen==&lt;br /&gt;
Und auch die mit ihm arbeitenden Freunde werden sich immer wieder an Besonderheiten im Wesen dieses nie untätigen Dieners erinnern, wie zum Beispiel sein besonderes Verhältnis zu Zahlen, mit denen er bis zu seinen letzten Tagebuch-Eintragungen all seine Leistungen festhielt und sie in Prozenten auszudrücken vermochte - aber nicht nur den Zahlen blieb er so treu sondern besonders all den vielen durch gemeinsame Arbeit auf dem Pfade Bahá&#039;u&#039;lláhs innig geknüpften Freundschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung==&lt;br /&gt;
Mit seiner Ernennung zur Hand der Sache Gottes im Februar 1952 änderte sich Adelbert Mühlschlegels Leben Schritt für Schritt  bis hin zur beständigen Dienstbereitschaft und der umfassenden Hingabe an die Gesegnete Schönheit, von denen das [[Universale Haus der Gerechtigkeit]] in seiner Botschaft spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Hinscheiden Shoghi Effendis]]== &lt;br /&gt;
Das Schlüsselerlebnis war für ihn der von [[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]] übermittlte Auftrag, den gesegneten Körper von [[Shoghi Effendi]], der am 4. November 1957 in London verstorben war, vor der Beerdigung zu waschen. Über sein Erlebnis dieser letzten Stunde mit dem geliebten Hüter schrieb er&lt;br /&gt;
an [[Rúḥíyyih Khánum]]:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
»Es ist in jener Stunde etwas Neues in mir aufgegangen, über das ich jetzt, nach einigen Tagen, immer noch nicht sprechen kann; wohl aber über die Liebe und Weisheit, die ich auf mich einströmen fühlte. Es war eine so starke geistige Schwingung in diesem für&lt;br /&gt;
weltliche Augen so ganz andersartigen Raum, wie ich sie wohl stärker in meinem Leben nur an den heiligen Schreinen verspürt hatte. Der erste Eindruck ·war der Gegensatz zwischen dem übrigen&lt;br /&gt;
Körper und dem majestätischen, vergeistigten Antlitz, ein die Seele erschütterndes Bild jubelnden Siegens des Ewigen über das Vergängliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite war, daß ich eine Stunde lang betend und zugleich denkend und sorgfältig handelnd war, also, wie sonst, ach, nur allzu selten, in einem bewußten Zustand heiligen, gottverbundenen&lt;br /&gt;
Tuns, als Exercitium, Sinnbild und Extrakt dessen, was ich ,mein&lt;br /&gt;
Leben lang und die Menschheit nun tausend Jahre lang tun soll, um »das Reich« hier auf Erden zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dritte war, daß ich Glied um Glied waschend und salbend dankte, daß jene geliebten Hände für unser Bündnis geschrieben und gehandelt haben, jene Beine für uns gingen, jener Mund zu uns sprach, jene Stirne für uns dachte, und daß ich dabei betete und meditierte, auch meine Glieder mögen in der kurzen Zeit, die mir noch beschieden ist, diesem Dienen nacheifern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vierte war, daß ich entsetzt fühlte, wie ich mit unwürdigen Händen diese erhabene Stirne mit Rosenöl zu salben habe, so wie es einst nur hohe Meister ihren Jüngern taten. Und doch, welches&lt;br /&gt;
Recht, welcher Auftrag kommt uns, den Lebenden zu, über alle Vergangenheit und alles Vergängliche zu walten, seien sie auch noch so erhaben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch viel Gnade, Liebe und Weisheit waren sonst in dieser Stunde verborgen ...... «&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{[[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]]: Das Hinscheiden Shoghi Effendis, Baha&#039;i Verlag, Frankfurt/Main 1958, Seiten 22/23}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interregnum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Image:Hands of the Cause at the Fourth Conclave, 1960.jpg|thumb|left|320px|Hände der Sache Gottes bei der 4. Konklave 1960]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| An den schweren Aufgaben, die den Händen der Sache Gottes als den obersten Sachwaltern des Glaubens mit dem Hinscheiden Shoghi Effendis zufielen, trug Adelbert Mühlschlegel kraftvoll mit. Seine Arztpraxis aufgebend, weilte er mehrere Monate im Heiligen Land, um dann später diejenigen europäischen Länder, die noch keine eigenen&lt;br /&gt;
Nationalen Geistigen Räte hatten, persönlich zu betreuen, bis dort 1962 elf neue Nationale Geistige Räte als weitere Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit gebildet werden konnten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Beispiel&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Image:Enoch Olinga, Abu&#039;l-Qasim Faizi, and Adelbert Muhlschlegel bei der Lehrkonferenz in Plön, Deutschland, 1972.png|thumb|left|320px|3 Hände der Sache Gottes Hand in Hand]] ||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Mit der ersten Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an Ridván 1963 waren die Hände der Sache Gottes von den weltweiten administrativen Aufgaben befreit, um sich wieder mit all ihren Bemühungen persönlich der Verbreitung und dem Schutz des Glaubens&lt;br /&gt;
zuzuwenden. Nach Tübingen umgesiedelt, widmete sich Adelbert Mühlschlegel zunächst der Pflege seiner inzwischen schwer erkrankten Frau Herma, die im Sommer 1964 verschied, und der Lehrarbeit im süddeutschen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Österreich==&lt;br /&gt;
Im September desselben Jahres verlegte er seinen Wohnsitz nach Österreich, wo der Glauben noch sehr auf Pioniere angewiesen war, und wo er ein Jahr später seine Frau Ursula, geb. Kohler,&lt;br /&gt;
heiratete, die von nun an seine eng vertraute Mitarbeiterin sein durfte. Von Wien aus setzte er durch seine immer zunehmende Korrespondenz und durch viele Reisen in Europa seine unentwegte&lt;br /&gt;
Ermutigung und Vertiefung der Freunde fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Entscheidung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit im Juni 1968 über die Errichtung der Kontinentalen&lt;br /&gt;
Beraterämter befreite sein Herz und erfüllte es mit großer Dankbarkeit gegenüber Bahá&#039;u&#039;lláh und dem Universalen Haus der Gerechtigkeit, dieser Institution, der von Anfang an seine tiefe Ergebenheit und Liebe gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reisen ==&lt;br /&gt;
Freudig nahm er 1969 den Auftrag des Universalen Hauses an, sich nunmehr weltweiten Aufgaben zu widmen und nach Persien, Indien, West- und Ostpakistan sowie nach Nepal zu reisen, um dort als eine Hand der Sache Gottes aus dem Westen die Freunde zu besuchen&lt;br /&gt;
und zu lehren. Dieser Reise folgten noch weitere ehrenvolle&lt;br /&gt;
Aufträge, die ihn durch einen großen Teil Afrikas und Süd-Amerikas&lt;br /&gt;
führten, zu deren Eingeborenen und Pionieren - wie zu den Freunden in Indien und überhaupt im gesamten Osten- er eine tiefe Liebe und Verehrung entwickelte, die seinem nach Wiedervereinigung sehnenden Herzen stets tief empfundene Gebete entströmen, ließ, welche sich am Ende seines Lebens ganz besonders auf die so lange leidende&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde in Persien konzentrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hatte er den Bedürfnissen entsprechend seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt, zu deren aufsteigender Gemeinde so vielfältiger menschlicher Charaktere und landschaftlicher Schönheit ihn bis zum Tode eine innige Liebe verband. Danach, noch einmal für kurze Zeit in Deutschland dienend, empfand er, daß diese, seine Muttergemeinde, durchaus in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen, wenn die Freunde nur lernten, nicht auf ihre eigenen&lt;br /&gt;
Schwächen sondern auf die Macht Bahá&#039;u&#039;lláh zu blicken - was die Freunde in Deutschland dann zu Ridván 1978 auch wirklich bewiesen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Athen==&lt;br /&gt;
Trotz nachlassender Gesundheit siedelte der achtzigjährige Adelbert Mühlschlegel mit seiner Frau nach Griechenland um, in das Land der Wiege der westlichen Zivilisation, dessen alte Philosophen Bahá&#039;u&#039;lláh so hoch gepriesen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier, durch den geschwächten Körper oft bettlägerig und nur noch wenig reisend, widmete er den Hauptteil seiner Zeit dem Studium der Schriften und seinem Buche »Werden und Reifen eines Baha&#039;i«; &amp;lt;ref&amp;gt; Selbsterziehung zum Bahá&#039;í https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/&amp;lt;/ref&amp;gt; zu dem er sich angeregt fühlte durch das dritte Hauptziel des Fünfjahresplanes »der Entwicklung der kennzeichnenden Wesensart des Bahá&#039;í-Lebens, dem umfassenden Thema, zu dem dann auch spontan seine geliebten Freunde in Luxemburg ihn um die Niederschrift seiner Gedanken baten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr sich selbst vergeistigend und seinen zahlreichen Gästen in seinem Athener Heim zur Quelle geistiger Erkenntnis während liebevoller Gespräche geworden, erlebte er einen glücklichen, sehr bewußten, geistig reichen Lebensabend, während dem er in ganz besonderem Ausmaß seine Frau Ursula mit einer Liebe umstrahlte und durchdrang, die es ihr, nun ermöglicht, den Kummer des großen persönlichen Verlustes in dieser zärtlichen Liebe dem Willen Gottes dankbar darzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese immerwährende Dankbarkeit und unbedingte, liebevolle strahlende Unterwerfung unter den Willen Gottes und die Befolgung Seiner Gebote, beherrschte so stark während der letzten Lebensjahre sein ganzes Denken und Fühlen, und es wundert nicht,&lt;br /&gt;
daß, obwohl er kaum mehr Schreiben konnte, seine letzte Eintragung im so treu geführten Tagebuch nach zwei nicht ganz klar lesbaren Zeilen mit den deutlich geschriebenen Worten »Gottes Wille« endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Willen und Ratschluss Gottes liebend durfte Adelbert Mühlschlegel während eines der Wiederholung des [[Größten Namen]]s folgenden kurzen, ruhigen Schlafes die Schwelle zur geistigen Welt überschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am 31. Juli 1980 im protestantischen Sektor des Ersten Friedhofs von Athen stattgefundene blumenreiche Beisetzung wurde von Rolf Haug, dem langjährigen persönlichen Freund des Heimgegangenen in griechischer Sprache durchgeführt und viele der neunzig, aus acht verschiedenen Ländern, anwesenden Freunde verabschiedeten sich dort zum letzten mal mit innig, in&lt;br /&gt;
vielen Sprachen gesungen und gesprochenen Gebeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Peter und [[Ursula Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{clear}}&lt;br /&gt;
==Notes==&lt;br /&gt;
{{reflist}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==References==&lt;br /&gt;
*{{cite book&lt;br /&gt;
 |first=Barron&lt;br /&gt;
 |last=Harper&lt;br /&gt;
 |year=1997&lt;br /&gt;
 |title=Lights of Fortitude&lt;br /&gt;
 |edition=Paperback&lt;br /&gt;
 |publisher=George Ronald&lt;br /&gt;
 |location=Oxford, UK&lt;br /&gt;
 |id=ISBN 0853984131&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==External link==&lt;br /&gt;
{{media|Category:Adelbert Mühlschlegel|Adelbert Mühlschlegel}}&lt;br /&gt;
*[http://www.youtube.com/watch?v=Hh8zO4Z480o Video recording of Ugo Giachery and Adelbert Mühlschlegel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hands of the Cause of God}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Muhlschlegel, Adelbert}}&lt;br /&gt;
[[Category:Hands of the Cause of God]]&lt;br /&gt;
[[Category:German Bahá’ís]]&lt;br /&gt;
[[Category:1897 births]]&lt;br /&gt;
[[Category:1980 deaths]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[fr:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[pt:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1015</id>
		<title>Adelbert Mühlschlegel</title>
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		<updated>2020-05-22T19:02:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: /* Interregnum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox hand of the cause&lt;br /&gt;
|name          = Adelbert Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|image         = Adelbert_Mühlschlegel.jpg&lt;br /&gt;
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|caption       = &lt;br /&gt;
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|signature     = Adelbert Mühlschlegel signature.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Adelbert Mühlschlegel&#039;&#039;&#039; (16. Juni 1897 – 29. Juli 1980)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |author = Rabbani, R. (Ed.) |authorlink = Rúhíyyih Khanum |year = 1992 |title = The Ministry of the Custodians 1957-1963 |publisher = Bahá’í World Centre |id = ISBN 085398350X |url = http://bahai-library.com/published.uhj/ministry.custodians.html#xxiii | pages = p. xxiii }}&amp;lt;/ref&amp;gt; war eine [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] und berühmter Deutscher [[Bahá’í]] aus einer evangelischen Familie.  1920 wurde er Bahá’í und übersetzte Literature und diente als Mitglied im [[Nationaler Geistiger Rat]] von Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde als [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] von [[Shoghi Effendi]] im Februar [[1952]] ernannt. Danach reiste er um die Bahá’í in vielen Ländern zu besuchen. Er starb in Athen, [[Griechenland]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
Adelbert Mühlschlegel wurde am 16. Juni 1897 in Berlin geboren. Sein Vater stand als Militärarzt in den Diensten des Königs von Württemberg, seine Mutter war Tochter des Stadtpfarrers von Biberach an der Riß. Während ihm sein Vater, der 1962 hochbetagt starb, den Sinn für Wandern und Geographie, für Ordnung und Pflichterfüllung vermittelte, weckte die Mutter, die 1923, kurz vor Entwicklung des Insulins, der Zuckerkrankheit zum Opfer fiel, in dem jungen Adelbert die Sehnsucht nach geistiger Schau, nach dem beständigen Umgang mit Dichtern, Mystikern und Philosophen und nach selbständigen Bemühungen in dieser Richtung, bei denen ihn seine jüngere Schwester Doris, die in den zwanziger Jahren nach Russland auswanderte und dort 1978 starb, aktiv begleitete. Es muss eine recht fröhliche, urschwäbische Geistigkeit geherrscht haben in diesem Stuttgarter Elternhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam der [[Erste Weltkrieg]]. Der Abiturient meldete sich freiwillig zum Sanitätsdienst in den von seinem Vater  betreuten Frontabschnitten und Lazaretten im Osten. So sammelte er erste Erfahrungen im Beruf des [[Arzt]]es, mit dem ihn später eine eigentümliche Hassliebe verband: die eine der beiden Seelen, die dem jungen Adelbert als echte m Schwaben in der Brust wohnten, schwebte n den weiten Gefilden des Geistes, fragte man den Jungen, was er werden wollte, sagte er Wanderer und Dichter. Die andere Seele setzte sich mit ihrem Sinn für das Praktische und für den Ethos des Dienstes am Nächsten durch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Neben dem [[Medizinstudium]] in Freiburg, Greifswald und Tübingen standen vielschichtige geistige Bemühungen, so vor allem die Auseinandersetzung mit der [[Anthroposophie]] Rudolf Steiners und anderer Strömungen der unruhigen zwanziger Jahre. Ein Höhepunkt, an den er sich gern erinnerte, war eine Tagung in Darmstadt, die Hermann Graf Keyserling für den indischen Dichter und Denker [[Rabindranath Tagore]] ausrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit den Lehren Bahá&#039;u&#039;lláhs==&lt;br /&gt;
Um dieselbe Zeit wurden der suchende Adelbert Mühlschlegel und seine Mutter von Fräulein Viktoria Schütz, der späteren [[Frau von Sixtfeld]], auf die Bahá&#039;í Lehren aufmerksam gemacht. Spontan war er fasziniert von dieser umfassenden Schau und schrieb an [[&#039;Abdu&#039;l-Bahá]], der ihm  mit folgendem Tablet antwortete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tablet &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel.jpg|thumb|left|160px|Sendbrief &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stuttgart zu Händen von Fräulein Viktoria Schütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herrn Adelbert Mühlschlegel - auf ihm sei die Herrlichkeit Gottes des Allherrlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist Gott!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;O Du Sohn des Königreiches!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dein Brief ist eingetroffen. Er war wie ein Duftkissen voller Moschus, und als Ich ihn öffnete, verspürte Ich den Odem der Liebe Gottes. Ich hoffe, dass dein Bächlein zu einem Meere werden und im Hauche göttlicher Führung hohe Wellen gen Osten und gen Westen schlägt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sei deiner Lehrerin höchst verbunden und bekunde ihr herzliche, geisterfüllte Dankbarkeit; denn sie hat den Ruf Gottes deinem Ohr übermittelt und dir ewige Gnade zuteil werden lassen. Erdverbunden warst du und wurdest himmlisch. Im Dunkeln warst du und wurdest erleuchtet. An die Natur warst du gefesselt und wurdet göttlich, und so erlangest du einen Teil an der ewigen Gnade. Sei voll des Glücks und freue dich der Himmlischen Heerscharen und ihrer Melodien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Meine Hoffnung ist, dass du auf dem Pfade Seiner Heiligkeit Bahá&#039;u&#039;lláh wandelst. Deine verehrte Gattin wird einst zu den Begünstigten an der Schwelle der Einheit gehören und mit dem Auge des Erbarmens angesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit dir sei die Herrlichkeit des Allherrlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(gezeichnet in lateinischen Buchstaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abdul Baha abbas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bahji, 16. Oktober 1920&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nahm Adelbert aktiv am Leben der deutschen Bahá&#039;í Gemeinde teil. Die frühesten Sporen finden wir im IV. Jahrgang der &amp;quot;[[Sonne der Wahrheit]]&amp;quot;, wo über einen öffentlichen Vortrag und ein Melodram von ihm anlässlich des dritten deutschen Bahá&#039;í Kongresses im September 1924 in Stuttgart berichtet wird. 1926 heiratet er. Seine Frau [[Herma Mühlschlegel]], geb. Weidle. schenkte ihm zwei Mädchen und drei Jungen, von denen einer als Kind starb. Sie war bis zu ihrem Tod 1964 im Beruf wie in der Bahá&#039;í Arbeit seine engste Mitarbeiterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Ein Höhepunkt ihres Lebens im Glauben Bahá&#039;u&#039;lláhs war für Adelbert und Herma Mühlschlegel ihre Pilgerreise 1936 und ihre Begegnung mit Shoghi Effendi. In den langen Jahren des Verbots und der Verfolgung, während der Wirren des [[Zweiten Weltkrieg]]s zehrten sie von diesem tragenden Erlebnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg==&lt;br /&gt;
Den Krieg konnte Adelbert Mühlschlegel, zeitweise dienstverpflichtet, in seiner Heimatstadt [[Stuttgart]] überstehen, wenn auch mit totalem Bombenschaden und einer Beinnahe-Detonation bei Kriegsende durch die französische Besatzungsmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Dann kam die Zeit des Neubeginns und des Wiederaufbaus. Sie bedeutet für den Dichter und Sprachenfreund neben der Verantwortung im Nationalen Geistigen Rat und vielen Referaten und öffentlichen Veranstaltungen vor allem unermüdliche Übersetzertätigkeit im stillen Studierzimmer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alexanderstrasse==&lt;br /&gt;
In der von Bomben verwüsteten Stadt Stuttgart war die große der Familie Mühlschlegel neu zugewiesene Wohnung zugleich ein Zentrum des Bahá&#039;í Lebens, insbesondere eine Anlaufstelle für viele junge Freunde aus Persien, die nach und nach zum Studium nach Deutschland einreisten. Sicher erinnern sich alle wohl des heiteren, humorvollen Lebens der großen Familie, bei der so manche materielle Not nach dem Krieg durch das frohe Wesen der Eltern Adelbert und Herma Mühlschlegel, auch den Kindern, die im Geiste des Dienstes aufwuchsen, zum Sprungbrett für eine höhere geistige Entwicklung wurde. Rasch war immer ein passendes Zitat aus der Weltliteratur zur Stelle, oder wurde eine eigene Hymne gedichtet - viele mögen sich hier mit Freude an die &amp;quot;Mehlpapp-Hymne&amp;quot; zum immer noch einmal der Anzahl der Hungrigen entsprechend gestreckten Sauerkraut erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sprachen==&lt;br /&gt;
Eine besondere Bereicherung waren die vielen Gäste aus dem Ausland, mit denen neben dem wohltuenden geistigen Austausch Adelbert auch immer gerne seine vielen im Selbstunterricht erlernten Sprachen übte. Oft noch gedachte er in seinen letzten Lebensjahren so mancher lustigen Episode bei gemeinsamen Überprüfen der von ihm übersetzten Bücher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlen==&lt;br /&gt;
Und auch die mit ihm arbeitenden Freunde werden sich immer wieder an Besonderheiten im Wesen dieses nie untätigen Dieners erinnern, wie zum Beispiel sein besonderes Verhältnis zu Zahlen, mit denen er bis zu seinen letzten Tagebuch-Eintragungen all seine Leistungen festhielt und sie in Prozenten auszudrücken vermochte - aber nicht nur den Zahlen blieb er so treu sondern besonders all den vielen durch gemeinsame Arbeit auf dem Pfade Bahá&#039;u&#039;lláhs innig geknüpften Freundschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung==&lt;br /&gt;
Mit seiner Ernennung zur Hand der Sache Gottes im Februar 1952 änderte sich Adelbert Mühlschlegels Leben Schritt für Schritt  bis hin zur beständigen Dienstbereitschaft und der umfassenden Hingabe an die Gesegnete Schönheit, von denen das [[Universale Haus der Gerechtigkeit]] in seiner Botschaft spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Hinscheiden Shoghi Effendis]]== &lt;br /&gt;
Das Schlüsselerlebnis war für ihn der von [[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]] übermittlte Auftrag, den gesegneten Körper von [[Shoghi Effendi]], der am 4. November 1957 in London verstorben war, vor der Beerdigung zu waschen. Über sein Erlebnis dieser letzten Stunde mit dem geliebten Hüter schrieb er&lt;br /&gt;
an [[Rúḥíyyih Khánum]]:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
»Es ist in jener Stunde etwas Neues in mir aufgegangen, über das ich jetzt, nach einigen Tagen, immer noch nicht sprechen kann; wohl aber über die Liebe und Weisheit, die ich auf mich einströmen fühlte. Es war eine so starke geistige Schwingung in diesem für&lt;br /&gt;
weltliche Augen so ganz andersartigen Raum, wie ich sie wohl stärker in meinem Leben nur an den heiligen Schreinen verspürt hatte. Der erste Eindruck ·war der Gegensatz zwischen dem übrigen&lt;br /&gt;
Körper und dem majestätischen, vergeistigten Antlitz, ein die Seele erschütterndes Bild jubelnden Siegens des Ewigen über das Vergängliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite war, daß ich eine Stunde lang betend und zugleich denkend und sorgfältig handelnd war, also, wie sonst, ach, nur allzu selten, in einem bewußten Zustand heiligen, gottverbundenen&lt;br /&gt;
Tuns, als Exercitium, Sinnbild und Extrakt dessen, was ich ,mein&lt;br /&gt;
Leben lang und die Menschheit nun tausend Jahre lang tun soll, um »das Reich« hier auf Erden zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dritte war, daß ich Glied um Glied waschend und salbend dankte, daß jene geliebten Hände für unser Bündnis geschrieben und gehandelt haben, jene Beine für uns gingen, jener Mund zu uns sprach, jene Stirne für uns dachte, und daß ich dabei betete und meditierte, auch meine Glieder mögen in der kurzen Zeit, die mir noch beschieden ist, diesem Dienen nacheifern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vierte war, daß ich entsetzt fühlte, wie ich mit unwürdigen Händen diese erhabene Stirne mit Rosenöl zu salben habe, so wie es einst nur hohe Meister ihren Jüngern taten. Und doch, welches&lt;br /&gt;
Recht, welcher Auftrag kommt uns, den Lebenden zu, über alle Vergangenheit und alles Vergängliche zu walten, seien sie auch noch so erhaben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch viel Gnade, Liebe und Weisheit waren sonst in dieser Stunde verborgen ...... «&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{[[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]]: Das Hinscheiden Shoghi Effendis, Baha&#039;i Verlag, Frankfurt/Main 1958, Seiten 22/23}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interregnum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Image:Hands of the Cause at the Fourth Conclave, 1960.jpg|thumb|left|320px|Hände der Sache Gottes bei der 4. Konklave 1960]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Beispiel&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| An den schweren Aufgaben, die den Händen der Sache Gottes als den obersten Sachwaltern des Glaubens mit dem Hinscheiden Shoghi Effendis zufielen, trug Adelbert Mühlschlegel kraftvoll mit. Seine Arztpraxis aufgebend, weilte er mehrere Monate im Heiligen Land, um dann später diejenigen europäischen Länder, die noch keine eigenen&lt;br /&gt;
Nationalen Geistigen Räte hatten, persönlich zu betreuen, bis dort 1962 elf neue Nationale Geistige Räte als weitere Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit gebildet werden konnten. ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Image:Enoch Olinga, Abu&#039;l-Qasim Faizi und Adelbert Mühlschlegel bei der Lehrkonferenz in Plön, Deutschland, 1972.png|thumb|left|320px|3 Hände der Sache Gottes Hand in Hand]] ||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Mit der ersten Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an Ridván 1963 waren die Hände der Sache Gottes von den weltweiten administrativen Aufgaben befreit, um sich wieder mit all ihren Bemühungen persönlich der Verbreitung und dem Schutz des Glaubens&lt;br /&gt;
zuzuwenden. Nach Tübingen umgesiedelt, widmete sich Adelbert Mühlschlegel zunächst der Pflege seiner inzwischen schwer erkrankten Frau Herma, die im Sommer 1964 verschied, und der Lehrarbeit im süddeutschen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Österreich==&lt;br /&gt;
Im September desselben Jahres verlegte er seinen Wohnsitz nach Österreich, wo der Glauben noch sehr auf Pioniere angewiesen war, und wo er ein Jahr später seine Frau Ursula, geb. Kohler,&lt;br /&gt;
heiratete, die von nun an seine eng vertraute Mitarbeiterin sein durfte. Von Wien aus setzte er durch seine immer zunehmende Korrespondenz und durch viele Reisen in Europa seine unentwegte&lt;br /&gt;
Ermutigung und Vertiefung der Freunde fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Entscheidung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit im Juni 1968 über die Errichtung der Kontinentalen&lt;br /&gt;
Beraterämter befreite sein Herz und erfüllte es mit großer Dankbarkeit gegenüber Bahá&#039;u&#039;lláh und dem Universalen Haus der Gerechtigkeit, dieser Institution, der von Anfang an seine tiefe Ergebenheit und Liebe gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reisen ==&lt;br /&gt;
Freudig nahm er 1969 den Auftrag des Universalen Hauses an, sich nunmehr weltweiten Aufgaben zu widmen und nach Persien, Indien, West- und Ostpakistan sowie nach Nepal zu reisen, um dort als eine Hand der Sache Gottes aus dem Westen die Freunde zu besuchen&lt;br /&gt;
und zu lehren. Dieser Reise folgten noch weitere ehrenvolle&lt;br /&gt;
Aufträge, die ihn durch einen großen Teil Afrikas und Süd-Amerikas&lt;br /&gt;
führten, zu deren Eingeborenen und Pionieren - wie zu den Freunden in Indien und überhaupt im gesamten Osten- er eine tiefe Liebe und Verehrung entwickelte, die seinem nach Wiedervereinigung sehnenden Herzen stets tief empfundene Gebete entströmen, ließ, welche sich am Ende seines Lebens ganz besonders auf die so lange leidende&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde in Persien konzentrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hatte er den Bedürfnissen entsprechend seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt, zu deren aufsteigender Gemeinde so vielfältiger menschlicher Charaktere und landschaftlicher Schönheit ihn bis zum Tode eine innige Liebe verband. Danach, noch einmal für kurze Zeit in Deutschland dienend, empfand er, daß diese, seine Muttergemeinde, durchaus in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen, wenn die Freunde nur lernten, nicht auf ihre eigenen&lt;br /&gt;
Schwächen sondern auf die Macht Bahá&#039;u&#039;lláh zu blicken - was die Freunde in Deutschland dann zu Ridván 1978 auch wirklich bewiesen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Athen==&lt;br /&gt;
Trotz nachlassender Gesundheit siedelte der achtzigjährige Adelbert Mühlschlegel mit seiner Frau nach Griechenland um, in das Land der Wiege der westlichen Zivilisation, dessen alte Philosophen Bahá&#039;u&#039;lláh so hoch gepriesen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier, durch den geschwächten Körper oft bettlägerig und nur noch wenig reisend, widmete er den Hauptteil seiner Zeit dem Studium der Schriften und seinem Buche »Werden und Reifen eines Baha&#039;i«; &amp;lt;ref&amp;gt; Selbsterziehung zum Bahá&#039;í https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/&amp;lt;/ref&amp;gt; zu dem er sich angeregt fühlte durch das dritte Hauptziel des Fünfjahresplanes »der Entwicklung der kennzeichnenden Wesensart des Bahá&#039;í-Lebens, dem umfassenden Thema, zu dem dann auch spontan seine geliebten Freunde in Luxemburg ihn um die Niederschrift seiner Gedanken baten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr sich selbst vergeistigend und seinen zahlreichen Gästen in seinem Athener Heim zur Quelle geistiger Erkenntnis während liebevoller Gespräche geworden, erlebte er einen glücklichen, sehr bewußten, geistig reichen Lebensabend, während dem er in ganz besonderem Ausmaß seine Frau Ursula mit einer Liebe umstrahlte und durchdrang, die es ihr, nun ermöglicht, den Kummer des großen persönlichen Verlustes in dieser zärtlichen Liebe dem Willen Gottes dankbar darzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese immerwährende Dankbarkeit und unbedingte, liebevolle strahlende Unterwerfung unter den Willen Gottes und die Befolgung Seiner Gebote, beherrschte so stark während der letzten Lebensjahre sein ganzes Denken und Fühlen, und es wundert nicht,&lt;br /&gt;
daß, obwohl er kaum mehr Schreiben konnte, seine letzte Eintragung im so treu geführten Tagebuch nach zwei nicht ganz klar lesbaren Zeilen mit den deutlich geschriebenen Worten »Gottes Wille« endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Willen und Ratschluss Gottes liebend durfte Adelbert Mühlschlegel während eines der Wiederholung des [[Größten Namen]]s folgenden kurzen, ruhigen Schlafes die Schwelle zur geistigen Welt überschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am 31. Juli 1980 im protestantischen Sektor des Ersten Friedhofs von Athen stattgefundene blumenreiche Beisetzung wurde von Rolf Haug, dem langjährigen persönlichen Freund des Heimgegangenen in griechischer Sprache durchgeführt und viele der neunzig, aus acht verschiedenen Ländern, anwesenden Freunde verabschiedeten sich dort zum letzten mal mit innig, in&lt;br /&gt;
vielen Sprachen gesungen und gesprochenen Gebeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Peter und [[Ursula Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{clear}}&lt;br /&gt;
==Notes==&lt;br /&gt;
{{reflist}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==References==&lt;br /&gt;
*{{cite book&lt;br /&gt;
 |first=Barron&lt;br /&gt;
 |last=Harper&lt;br /&gt;
 |year=1997&lt;br /&gt;
 |title=Lights of Fortitude&lt;br /&gt;
 |edition=Paperback&lt;br /&gt;
 |publisher=George Ronald&lt;br /&gt;
 |location=Oxford, UK&lt;br /&gt;
 |id=ISBN 0853984131&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==External link==&lt;br /&gt;
{{media|Category:Adelbert Mühlschlegel|Adelbert Mühlschlegel}}&lt;br /&gt;
*[http://www.youtube.com/watch?v=Hh8zO4Z480o Video recording of Ugo Giachery and Adelbert Mühlschlegel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hands of the Cause of God}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Muhlschlegel, Adelbert}}&lt;br /&gt;
[[Category:Hands of the Cause of God]]&lt;br /&gt;
[[Category:German Bahá’ís]]&lt;br /&gt;
[[Category:1897 births]]&lt;br /&gt;
[[Category:1980 deaths]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[fr:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[pt:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1014</id>
		<title>Adelbert Mühlschlegel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=1014"/>
		<updated>2020-05-22T18:57:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: /* Interregnum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox hand of the cause&lt;br /&gt;
|name          = Adelbert Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|image         = Adelbert_Mühlschlegel.jpg&lt;br /&gt;
|image_size    = 220px&lt;br /&gt;
|caption       = &lt;br /&gt;
|birth_name    = &lt;br /&gt;
|birth_date    = [[June 16]], [[1897]]&lt;br /&gt;
|birth_place   = &lt;br /&gt;
|death_date    = [[July 29]], [[1980]]&lt;br /&gt;
|death_place   =&lt;br /&gt;
|resting_place = &lt;br /&gt;
|resting_place_coordinates = &lt;br /&gt;
|known_for     = &lt;br /&gt;
|education     =&lt;br /&gt;
|occupation    = &lt;br /&gt;
|nsa_member    =&lt;br /&gt;
|ibc_member    = &lt;br /&gt;
|custodian     = &lt;br /&gt;
|title         = [[Custodians|Custodian]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Hands of the Cause of God|Hand of the Cause]]&lt;br /&gt;
|appointedby   = [[Shoghi Effendi]], February 1952&lt;br /&gt;
|spouse        =&lt;br /&gt;
|children      = &lt;br /&gt;
|parents       = &lt;br /&gt;
|footnotes     = &lt;br /&gt;
|signature     = Adelbert Mühlschlegel signature.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Adelbert Mühlschlegel&#039;&#039;&#039; (16. Juni 1897 – 29. Juli 1980)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |author = Rabbani, R. (Ed.) |authorlink = Rúhíyyih Khanum |year = 1992 |title = The Ministry of the Custodians 1957-1963 |publisher = Bahá’í World Centre |id = ISBN 085398350X |url = http://bahai-library.com/published.uhj/ministry.custodians.html#xxiii | pages = p. xxiii }}&amp;lt;/ref&amp;gt; war eine [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] und berühmter Deutscher [[Bahá’í]] aus einer evangelischen Familie.  1920 wurde er Bahá’í und übersetzte Literature und diente als Mitglied im [[Nationaler Geistiger Rat]] von Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde als [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] von [[Shoghi Effendi]] im Februar [[1952]] ernannt. Danach reiste er um die Bahá’í in vielen Ländern zu besuchen. Er starb in Athen, [[Griechenland]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
Adelbert Mühlschlegel wurde am 16. Juni 1897 in Berlin geboren. Sein Vater stand als Militärarzt in den Diensten des Königs von Württemberg, seine Mutter war Tochter des Stadtpfarrers von Biberach an der Riß. Während ihm sein Vater, der 1962 hochbetagt starb, den Sinn für Wandern und Geographie, für Ordnung und Pflichterfüllung vermittelte, weckte die Mutter, die 1923, kurz vor Entwicklung des Insulins, der Zuckerkrankheit zum Opfer fiel, in dem jungen Adelbert die Sehnsucht nach geistiger Schau, nach dem beständigen Umgang mit Dichtern, Mystikern und Philosophen und nach selbständigen Bemühungen in dieser Richtung, bei denen ihn seine jüngere Schwester Doris, die in den zwanziger Jahren nach Russland auswanderte und dort 1978 starb, aktiv begleitete. Es muss eine recht fröhliche, urschwäbische Geistigkeit geherrscht haben in diesem Stuttgarter Elternhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam der [[Erste Weltkrieg]]. Der Abiturient meldete sich freiwillig zum Sanitätsdienst in den von seinem Vater  betreuten Frontabschnitten und Lazaretten im Osten. So sammelte er erste Erfahrungen im Beruf des [[Arzt]]es, mit dem ihn später eine eigentümliche Hassliebe verband: die eine der beiden Seelen, die dem jungen Adelbert als echte m Schwaben in der Brust wohnten, schwebte n den weiten Gefilden des Geistes, fragte man den Jungen, was er werden wollte, sagte er Wanderer und Dichter. Die andere Seele setzte sich mit ihrem Sinn für das Praktische und für den Ethos des Dienstes am Nächsten durch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Neben dem [[Medizinstudium]] in Freiburg, Greifswald und Tübingen standen vielschichtige geistige Bemühungen, so vor allem die Auseinandersetzung mit der [[Anthroposophie]] Rudolf Steiners und anderer Strömungen der unruhigen zwanziger Jahre. Ein Höhepunkt, an den er sich gern erinnerte, war eine Tagung in Darmstadt, die Hermann Graf Keyserling für den indischen Dichter und Denker [[Rabindranath Tagore]] ausrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit den Lehren Bahá&#039;u&#039;lláhs==&lt;br /&gt;
Um dieselbe Zeit wurden der suchende Adelbert Mühlschlegel und seine Mutter von Fräulein Viktoria Schütz, der späteren [[Frau von Sixtfeld]], auf die Bahá&#039;í Lehren aufmerksam gemacht. Spontan war er fasziniert von dieser umfassenden Schau und schrieb an [[&#039;Abdu&#039;l-Bahá]], der ihm  mit folgendem Tablet antwortete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tablet &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel.jpg|thumb|left|160px|Sendbrief &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stuttgart zu Händen von Fräulein Viktoria Schütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herrn Adelbert Mühlschlegel - auf ihm sei die Herrlichkeit Gottes des Allherrlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist Gott!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;O Du Sohn des Königreiches!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dein Brief ist eingetroffen. Er war wie ein Duftkissen voller Moschus, und als Ich ihn öffnete, verspürte Ich den Odem der Liebe Gottes. Ich hoffe, dass dein Bächlein zu einem Meere werden und im Hauche göttlicher Führung hohe Wellen gen Osten und gen Westen schlägt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sei deiner Lehrerin höchst verbunden und bekunde ihr herzliche, geisterfüllte Dankbarkeit; denn sie hat den Ruf Gottes deinem Ohr übermittelt und dir ewige Gnade zuteil werden lassen. Erdverbunden warst du und wurdest himmlisch. Im Dunkeln warst du und wurdest erleuchtet. An die Natur warst du gefesselt und wurdet göttlich, und so erlangest du einen Teil an der ewigen Gnade. Sei voll des Glücks und freue dich der Himmlischen Heerscharen und ihrer Melodien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Meine Hoffnung ist, dass du auf dem Pfade Seiner Heiligkeit Bahá&#039;u&#039;lláh wandelst. Deine verehrte Gattin wird einst zu den Begünstigten an der Schwelle der Einheit gehören und mit dem Auge des Erbarmens angesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit dir sei die Herrlichkeit des Allherrlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(gezeichnet in lateinischen Buchstaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abdul Baha abbas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bahji, 16. Oktober 1920&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nahm Adelbert aktiv am Leben der deutschen Bahá&#039;í Gemeinde teil. Die frühesten Sporen finden wir im IV. Jahrgang der &amp;quot;[[Sonne der Wahrheit]]&amp;quot;, wo über einen öffentlichen Vortrag und ein Melodram von ihm anlässlich des dritten deutschen Bahá&#039;í Kongresses im September 1924 in Stuttgart berichtet wird. 1926 heiratet er. Seine Frau [[Herma Mühlschlegel]], geb. Weidle. schenkte ihm zwei Mädchen und drei Jungen, von denen einer als Kind starb. Sie war bis zu ihrem Tod 1964 im Beruf wie in der Bahá&#039;í Arbeit seine engste Mitarbeiterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Ein Höhepunkt ihres Lebens im Glauben Bahá&#039;u&#039;lláhs war für Adelbert und Herma Mühlschlegel ihre Pilgerreise 1936 und ihre Begegnung mit Shoghi Effendi. In den langen Jahren des Verbots und der Verfolgung, während der Wirren des [[Zweiten Weltkrieg]]s zehrten sie von diesem tragenden Erlebnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg==&lt;br /&gt;
Den Krieg konnte Adelbert Mühlschlegel, zeitweise dienstverpflichtet, in seiner Heimatstadt [[Stuttgart]] überstehen, wenn auch mit totalem Bombenschaden und einer Beinnahe-Detonation bei Kriegsende durch die französische Besatzungsmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Dann kam die Zeit des Neubeginns und des Wiederaufbaus. Sie bedeutet für den Dichter und Sprachenfreund neben der Verantwortung im Nationalen Geistigen Rat und vielen Referaten und öffentlichen Veranstaltungen vor allem unermüdliche Übersetzertätigkeit im stillen Studierzimmer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alexanderstrasse==&lt;br /&gt;
In der von Bomben verwüsteten Stadt Stuttgart war die große der Familie Mühlschlegel neu zugewiesene Wohnung zugleich ein Zentrum des Bahá&#039;í Lebens, insbesondere eine Anlaufstelle für viele junge Freunde aus Persien, die nach und nach zum Studium nach Deutschland einreisten. Sicher erinnern sich alle wohl des heiteren, humorvollen Lebens der großen Familie, bei der so manche materielle Not nach dem Krieg durch das frohe Wesen der Eltern Adelbert und Herma Mühlschlegel, auch den Kindern, die im Geiste des Dienstes aufwuchsen, zum Sprungbrett für eine höhere geistige Entwicklung wurde. Rasch war immer ein passendes Zitat aus der Weltliteratur zur Stelle, oder wurde eine eigene Hymne gedichtet - viele mögen sich hier mit Freude an die &amp;quot;Mehlpapp-Hymne&amp;quot; zum immer noch einmal der Anzahl der Hungrigen entsprechend gestreckten Sauerkraut erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sprachen==&lt;br /&gt;
Eine besondere Bereicherung waren die vielen Gäste aus dem Ausland, mit denen neben dem wohltuenden geistigen Austausch Adelbert auch immer gerne seine vielen im Selbstunterricht erlernten Sprachen übte. Oft noch gedachte er in seinen letzten Lebensjahren so mancher lustigen Episode bei gemeinsamen Überprüfen der von ihm übersetzten Bücher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlen==&lt;br /&gt;
Und auch die mit ihm arbeitenden Freunde werden sich immer wieder an Besonderheiten im Wesen dieses nie untätigen Dieners erinnern, wie zum Beispiel sein besonderes Verhältnis zu Zahlen, mit denen er bis zu seinen letzten Tagebuch-Eintragungen all seine Leistungen festhielt und sie in Prozenten auszudrücken vermochte - aber nicht nur den Zahlen blieb er so treu sondern besonders all den vielen durch gemeinsame Arbeit auf dem Pfade Bahá&#039;u&#039;lláhs innig geknüpften Freundschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung==&lt;br /&gt;
Mit seiner Ernennung zur Hand der Sache Gottes im Februar 1952 änderte sich Adelbert Mühlschlegels Leben Schritt für Schritt  bis hin zur beständigen Dienstbereitschaft und der umfassenden Hingabe an die Gesegnete Schönheit, von denen das [[Universale Haus der Gerechtigkeit]] in seiner Botschaft spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Hinscheiden Shoghi Effendis]]== &lt;br /&gt;
Das Schlüsselerlebnis war für ihn der von [[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]] übermittlte Auftrag, den gesegneten Körper von [[Shoghi Effendi]], der am 4. November 1957 in London verstorben war, vor der Beerdigung zu waschen. Über sein Erlebnis dieser letzten Stunde mit dem geliebten Hüter schrieb er&lt;br /&gt;
an [[Rúḥíyyih Khánum]]:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
»Es ist in jener Stunde etwas Neues in mir aufgegangen, über das ich jetzt, nach einigen Tagen, immer noch nicht sprechen kann; wohl aber über die Liebe und Weisheit, die ich auf mich einströmen fühlte. Es war eine so starke geistige Schwingung in diesem für&lt;br /&gt;
weltliche Augen so ganz andersartigen Raum, wie ich sie wohl stärker in meinem Leben nur an den heiligen Schreinen verspürt hatte. Der erste Eindruck ·war der Gegensatz zwischen dem übrigen&lt;br /&gt;
Körper und dem majestätischen, vergeistigten Antlitz, ein die Seele erschütterndes Bild jubelnden Siegens des Ewigen über das Vergängliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite war, daß ich eine Stunde lang betend und zugleich denkend und sorgfältig handelnd war, also, wie sonst, ach, nur allzu selten, in einem bewußten Zustand heiligen, gottverbundenen&lt;br /&gt;
Tuns, als Exercitium, Sinnbild und Extrakt dessen, was ich ,mein&lt;br /&gt;
Leben lang und die Menschheit nun tausend Jahre lang tun soll, um »das Reich« hier auf Erden zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dritte war, daß ich Glied um Glied waschend und salbend dankte, daß jene geliebten Hände für unser Bündnis geschrieben und gehandelt haben, jene Beine für uns gingen, jener Mund zu uns sprach, jene Stirne für uns dachte, und daß ich dabei betete und meditierte, auch meine Glieder mögen in der kurzen Zeit, die mir noch beschieden ist, diesem Dienen nacheifern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vierte war, daß ich entsetzt fühlte, wie ich mit unwürdigen Händen diese erhabene Stirne mit Rosenöl zu salben habe, so wie es einst nur hohe Meister ihren Jüngern taten. Und doch, welches&lt;br /&gt;
Recht, welcher Auftrag kommt uns, den Lebenden zu, über alle Vergangenheit und alles Vergängliche zu walten, seien sie auch noch so erhaben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch viel Gnade, Liebe und Weisheit waren sonst in dieser Stunde verborgen ...... «&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{[[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]]: Das Hinscheiden Shoghi Effendis, Baha&#039;i Verlag, Frankfurt/Main 1958, Seiten 22/23}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interregnum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Image:Hands of the Cause at the Fourth Conclave, 1960.jpg|thumb|left|320px|Hände der Sache Gottes bei der 4. Konklave 1960]] ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| An den schweren Aufgaben, die den Händen der Sache Gottes als den obersten Sachwaltern des Glaubens mit dem Hinscheiden Shoghi Effendis zufielen, trug Adelbert Mühlschlegel kraftvoll mit. Seine Arztpraxis aufgebend, weilte er mehrere Monate im Heiligen Land, um dann später diejenigen europäischen Länder, die noch keine eigenen&lt;br /&gt;
Nationalen Geistigen Räte hatten, persönlich zu betreuen, bis dort 1962 elf neue Nationale Geistige Räte als weitere Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit gebildet werden konnten. ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Image:Enoch Olinga, Abu&#039;l-Qasim Faizi und Adelbert Mühlschlegel bei der Lehrkonferenz in Plön, Deutschland, 1972.png|thumb|left|320px|3 Hände der Sache Gottes Hand in Hand]] ||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Mit der ersten Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an Ridván 1963 waren die Hände der Sache Gottes von den weltweiten administrativen Aufgaben befreit, um sich wieder mit all ihren Bemühungen persönlich der Verbreitung und dem Schutz des Glaubens&lt;br /&gt;
zuzuwenden. Nach Tübingen umgesiedelt, widmete sich Adelbert Mühlschlegel zunächst der Pflege seiner inzwischen schwer erkrankten Frau Herma, die im Sommer 1964 verschied, und der Lehrarbeit im süddeutschen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Österreich==&lt;br /&gt;
Im September desselben Jahres verlegte er seinen Wohnsitz nach Österreich, wo der Glauben noch sehr auf Pioniere angewiesen war, und wo er ein Jahr später seine Frau Ursula, geb. Kohler,&lt;br /&gt;
heiratete, die von nun an seine eng vertraute Mitarbeiterin sein durfte. Von Wien aus setzte er durch seine immer zunehmende Korrespondenz und durch viele Reisen in Europa seine unentwegte&lt;br /&gt;
Ermutigung und Vertiefung der Freunde fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Entscheidung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit im Juni 1968 über die Errichtung der Kontinentalen&lt;br /&gt;
Beraterämter befreite sein Herz und erfüllte es mit großer Dankbarkeit gegenüber Bahá&#039;u&#039;lláh und dem Universalen Haus der Gerechtigkeit, dieser Institution, der von Anfang an seine tiefe Ergebenheit und Liebe gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reisen ==&lt;br /&gt;
Freudig nahm er 1969 den Auftrag des Universalen Hauses an, sich nunmehr weltweiten Aufgaben zu widmen und nach Persien, Indien, West- und Ostpakistan sowie nach Nepal zu reisen, um dort als eine Hand der Sache Gottes aus dem Westen die Freunde zu besuchen&lt;br /&gt;
und zu lehren. Dieser Reise folgten noch weitere ehrenvolle&lt;br /&gt;
Aufträge, die ihn durch einen großen Teil Afrikas und Süd-Amerikas&lt;br /&gt;
führten, zu deren Eingeborenen und Pionieren - wie zu den Freunden in Indien und überhaupt im gesamten Osten- er eine tiefe Liebe und Verehrung entwickelte, die seinem nach Wiedervereinigung sehnenden Herzen stets tief empfundene Gebete entströmen, ließ, welche sich am Ende seines Lebens ganz besonders auf die so lange leidende&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde in Persien konzentrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hatte er den Bedürfnissen entsprechend seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt, zu deren aufsteigender Gemeinde so vielfältiger menschlicher Charaktere und landschaftlicher Schönheit ihn bis zum Tode eine innige Liebe verband. Danach, noch einmal für kurze Zeit in Deutschland dienend, empfand er, daß diese, seine Muttergemeinde, durchaus in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen, wenn die Freunde nur lernten, nicht auf ihre eigenen&lt;br /&gt;
Schwächen sondern auf die Macht Bahá&#039;u&#039;lláh zu blicken - was die Freunde in Deutschland dann zu Ridván 1978 auch wirklich bewiesen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Athen==&lt;br /&gt;
Trotz nachlassender Gesundheit siedelte der achtzigjährige Adelbert Mühlschlegel mit seiner Frau nach Griechenland um, in das Land der Wiege der westlichen Zivilisation, dessen alte Philosophen Bahá&#039;u&#039;lláh so hoch gepriesen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier, durch den geschwächten Körper oft bettlägerig und nur noch wenig reisend, widmete er den Hauptteil seiner Zeit dem Studium der Schriften und seinem Buche »Werden und Reifen eines Baha&#039;i«; &amp;lt;ref&amp;gt; Selbsterziehung zum Bahá&#039;í https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/&amp;lt;/ref&amp;gt; zu dem er sich angeregt fühlte durch das dritte Hauptziel des Fünfjahresplanes »der Entwicklung der kennzeichnenden Wesensart des Bahá&#039;í-Lebens, dem umfassenden Thema, zu dem dann auch spontan seine geliebten Freunde in Luxemburg ihn um die Niederschrift seiner Gedanken baten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr sich selbst vergeistigend und seinen zahlreichen Gästen in seinem Athener Heim zur Quelle geistiger Erkenntnis während liebevoller Gespräche geworden, erlebte er einen glücklichen, sehr bewußten, geistig reichen Lebensabend, während dem er in ganz besonderem Ausmaß seine Frau Ursula mit einer Liebe umstrahlte und durchdrang, die es ihr, nun ermöglicht, den Kummer des großen persönlichen Verlustes in dieser zärtlichen Liebe dem Willen Gottes dankbar darzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese immerwährende Dankbarkeit und unbedingte, liebevolle strahlende Unterwerfung unter den Willen Gottes und die Befolgung Seiner Gebote, beherrschte so stark während der letzten Lebensjahre sein ganzes Denken und Fühlen, und es wundert nicht,&lt;br /&gt;
daß, obwohl er kaum mehr Schreiben konnte, seine letzte Eintragung im so treu geführten Tagebuch nach zwei nicht ganz klar lesbaren Zeilen mit den deutlich geschriebenen Worten »Gottes Wille« endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Willen und Ratschluss Gottes liebend durfte Adelbert Mühlschlegel während eines der Wiederholung des [[Größten Namen]]s folgenden kurzen, ruhigen Schlafes die Schwelle zur geistigen Welt überschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am 31. Juli 1980 im protestantischen Sektor des Ersten Friedhofs von Athen stattgefundene blumenreiche Beisetzung wurde von Rolf Haug, dem langjährigen persönlichen Freund des Heimgegangenen in griechischer Sprache durchgeführt und viele der neunzig, aus acht verschiedenen Ländern, anwesenden Freunde verabschiedeten sich dort zum letzten mal mit innig, in&lt;br /&gt;
vielen Sprachen gesungen und gesprochenen Gebeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Peter und [[Ursula Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{clear}}&lt;br /&gt;
==Notes==&lt;br /&gt;
{{reflist}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==References==&lt;br /&gt;
*{{cite book&lt;br /&gt;
 |first=Barron&lt;br /&gt;
 |last=Harper&lt;br /&gt;
 |year=1997&lt;br /&gt;
 |title=Lights of Fortitude&lt;br /&gt;
 |edition=Paperback&lt;br /&gt;
 |publisher=George Ronald&lt;br /&gt;
 |location=Oxford, UK&lt;br /&gt;
 |id=ISBN 0853984131&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==External link==&lt;br /&gt;
{{media|Category:Adelbert Mühlschlegel|Adelbert Mühlschlegel}}&lt;br /&gt;
*[http://www.youtube.com/watch?v=Hh8zO4Z480o Video recording of Ugo Giachery and Adelbert Mühlschlegel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hands of the Cause of God}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Muhlschlegel, Adelbert}}&lt;br /&gt;
[[Category:Hands of the Cause of God]]&lt;br /&gt;
[[Category:German Bahá’ís]]&lt;br /&gt;
[[Category:1897 births]]&lt;br /&gt;
[[Category:1980 deaths]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[fr:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[pt:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=984</id>
		<title>Adelbert Mühlschlegel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=984"/>
		<updated>2020-05-21T22:54:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox hand of the cause&lt;br /&gt;
|name          = Adelbert Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|image         = Adelbert_Mühlschlegel.jpg&lt;br /&gt;
|image_size    = 220px&lt;br /&gt;
|caption       = &lt;br /&gt;
|birth_name    = &lt;br /&gt;
|birth_date    = [[June 16]], [[1897]]&lt;br /&gt;
|birth_place   = &lt;br /&gt;
|death_date    = [[July 29]], [[1980]]&lt;br /&gt;
|death_place   =&lt;br /&gt;
|resting_place = &lt;br /&gt;
|resting_place_coordinates = &lt;br /&gt;
|known_for     = &lt;br /&gt;
|education     =&lt;br /&gt;
|occupation    = &lt;br /&gt;
|nsa_member    =&lt;br /&gt;
|ibc_member    = &lt;br /&gt;
|custodian     = &lt;br /&gt;
|title         = [[Custodians|Custodian]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Hands of the Cause of God|Hand of the Cause]]&lt;br /&gt;
|appointedby   = [[Shoghi Effendi]], February 1952&lt;br /&gt;
|spouse        =&lt;br /&gt;
|children      = &lt;br /&gt;
|parents       = &lt;br /&gt;
|footnotes     = &lt;br /&gt;
|signature     = Adelbert Mühlschlegel signature.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Adelbert Mühlschlegel.jpg|thumb|right|320px|Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Adelbert Mühlschlegel&#039;&#039;&#039; (16. Juni 1897 – 29. Juli 1980)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |author = Rabbani, R. (Ed.) |authorlink = Rúhíyyih Khanum |year = 1992 |title = The Ministry of the Custodians 1957-1963 |publisher = Bahá’í World Centre |id = ISBN 085398350X |url = http://bahai-library.com/published.uhj/ministry.custodians.html#xxiii | pages = p. xxiii }}&amp;lt;/ref&amp;gt; war eine [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] und berühmter Deutscher [[Bahá’í]] aus einer evangelischen Familie.  1920 wurde er Bahá’í und übersetzte Literature und diente als Mitglied im [[Nationaler Geistiger Rat]] von Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde als [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] von [[Shoghi Effendi]] im Februar [[1952]] ernannt. Danach reiste er um die Bahá’í in vielen Ländern zu besuchen. Er starb in Athen, [[Griechenland]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
Adelbert Mühlschlegel wurde am 16. Juni 1897 in Berlin geboren. Sein Vater stand als Militärarzt in den Diensten des Königs von Württemberg, seine Mutter war Tochter des Stadtpfarrers von Biberach an der Riß. Während ihm sein Vater, der 1962 hochbetagt starb, den Sinn für Wandern und Geographie, für Ordnung und Pflichterfüllung vermittelte, weckte die Mutter, die 1923, kurz vor Entwicklung des Insulins, der Zuckerkrankheit zum Opfer fiel, in dem jungen Adelbert die Sehnsucht nach geistiger Schau, nach dem beständigen Umgang mit Dichtern, Mystikern und Philosophen und nach selbständigen Bemühungen in dieser Richtung, bei denen ihn seine jüngere Schwester Doris, die in den zwanziger Jahren nach Russland auswanderte und dort 1978 starb, aktiv begleitete. Es muss eine recht fröhliche, urschwäbische Geistigkeit geherrscht haben in diesem Stuttgarter Elternhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam der [[Erste Weltkrieg]]. Der Abiturient meldete sich freiwillig zum Sanitätsdienst in den von seinem Vater  betreuten Frontabschnitten und Lazaretten im Osten. So sammelte er erste Erfahrungen im Beruf des [[Arzt]]es, mit dem ihn später eine eigentümliche Hassliebe verband: die eine der beiden Seelen, die dem jungen Adelbert als echte m Schwaben in der Brust wohnten, schwebte n den weiten Gefilden des Geistes, fragte man den Jungen, was er werden wollte, sagte er Wanderer und Dichter. Die andere Seele setzte sich mit ihrem Sinn für das Praktische und für den Ethos des Dienstes am Nächsten durch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Neben dem [[Medizinstudium]] in Freiburg, Greifswald und Tübingen standen vielschichtige geistige Bemühungen, so vor allem die Auseinandersetzung mit der [[Anthroposophie]] Rudolf Steiners und anderer Strömungen der unruhigen zwanziger Jahre. Ein Höhepunkt, an den er sich gern erinnerte, war eine Tagung in Darmstadt, die Hermann Graf Keyserling für den indischen Dichter und Denker [[Rabindranath Tagore]] ausrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit den Lehren Bahá&#039;u&#039;lláhs==&lt;br /&gt;
Um dieselbe Zeit wurden der suchende Adelbert Mühlschlegel und seine Mutter von Fräulein Viktoria Schütz, der späteren [[Frau von Sixtfeld]], auf die Bahá&#039;í Lehren aufmerksam gemacht. Spontan war er fasziniert von dieser umfassenden Schau und schrieb an [[&#039;Abdu&#039;l-Bahá]], der ihm  mit folgendem Tablet antwortete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tablet &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel.jpg|thumb|left|160px|Sendbrief &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stuttgart zu Händen von Fräulein Viktoria Schütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herrn Adelbert Mühlschlegel - auf ihm sei die Herrlichkeit Gottes des Allherrlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist Gott!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;O Du Sohn des Königreiches!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dein Brief ist eingetroffen. Er war wie ein Duftkissen voller Moschus, und als Ich ihn öffnete, verspürte Ich den Odem der Liebe Gottes. Ich hoffe, dass dein Bächlein zu einem Meere werden und im Hauche göttlicher Führung hohe Wellen gen Osten und gen Westen schlägt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sei deiner Lehrerin höchst verbunden und bekunde ihr herzliche, geisterfüllte Dankbarkeit; denn sie hat den Ruf Gottes deinem Ohr übermittelt und dir ewige Gnade zuteil werden lassen. Erdverbunden warst du und wurdest himmlisch. Im Dunkeln warst du und wurdest erleuchtet. An die Natur warst du gefesselt und wurdet göttlich, und so erlangest du einen Teil an der ewigen Gnade. Sei voll des Glücks und freue dich der Himmlischen Heerscharen und ihrer Melodien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Meine Hoffnung ist, dass du auf dem Pfade Seiner Heiligkeit Bahá&#039;u&#039;lláh wandelst. Deine verehrte Gattin wird einst zu den Begünstigten an der Schwelle der Einheit gehören und mit dem Auge des Erbarmens angesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit dir sei die Herrlichkeit des Allherrlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(gezeichnet in lateinischen Buchstaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abdul Baha abbas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bahji, 16. Oktober 1920&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nahm Adelbert aktiv am Leben der deutschen Bahá&#039;í Gemeinde teil. Die frühesten Sporen finden wir im IV. Jahrgang der &amp;quot;[[Sonne der Wahrheit]]&amp;quot;, wo über einen öffentlichen Vortrag und ein Melodram von ihm anlässlich des dritten deutschen Bahá&#039;í Kongresses im September 1924 in Stuttgart berichtet wird. 1926 heiratet er. Seine Frau [[Herma Mühlschlegel]], geb. Weidle. schenkte ihm zwei Mädchen und drei Jungen, von denen einer als Kind starb. Sie war bis zu ihrem Tod 1964 im Beruf wie in der Bahá&#039;í Arbeit seine engste Mitarbeiterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Ein Höhepunkt ihres Lebens im Glauben Bahá&#039;u&#039;lláhs war für Adelbert und Herma Mühlschlegel ihre Pilgerreise 1936 und ihre Begegnung mit Shoghi Effendi. In den langen Jahren des Verbots und der Verfolgung, während der Wirren des [[Zweiten Weltkrieg]]s zehrten sie von diesem tragenden Erlebnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg==&lt;br /&gt;
Den Krieg konnte Adelbert Mühlschlegel, zeitweise dienstverpflichtet, in seiner Heimatstadt [[Stuttgart]] überstehen, wenn auch mit totalem Bombenschaden und einer Beinnahe-Detonation bei Kriegsende durch die französische Besatzungsmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Dann kam die Zeit des Neubeginns und des Wiederaufbaus. Sie bedeutet für den Dichter und Sprachenfreund neben der Verantwortung im Nationalen Geistigen Rat und vielen Referaten und öffentlichen Veranstaltungen vor allem unermüdliche Übersetzertätigkeit im stillen Studierzimmer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alexanderstrasse==&lt;br /&gt;
In der von Bomben verwüsteten Stadt Stuttgart war die große der Familie Mühlschlegel neu zugewiesene Wohnung zugleich ein Zentrum des Bahá&#039;í Lebens, insbesondere eine Anlaufstelle für viele junge Freunde aus Persien, die nach und nach zum Studium nach Deutschland einreisten. Sicher erinnern sich alle wohl des heiteren, humorvollen Lebens der großen Familie, bei der so manche materielle Not nach dem Krieg durch das frohe Wesen der Eltern Adelbert und Herma Mühlschlegel, auch den Kindern, die im Geiste des Dienstes aufwuchsen, zum Sprungbrett für eine höhere geistige Entwicklung wurde. Rasch war immer ein passendes Zitat aus der Weltliteratur zur Stelle, oder wurde eine eigene Hymne gedichtet - viele mögen sich hier mit Freude an die &amp;quot;Mehlpapp-Hymne&amp;quot; zum immer noch einmal der Anzahl der Hungrigen entsprechend gestreckten Sauerkraut erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sprachen==&lt;br /&gt;
Eine besondere Bereicherung waren die vielen Gäste aus dem Ausland, mit denen neben dem wohltuenden geistigen Austausch Adelbert auch immer gerne seine vielen im Selbstunterricht erlernten Sprachen übte. Oft noch gedachte er in seinen letzten Lebensjahren so mancher lustigen Episode bei gemeinsamen Überprüfen der von ihm übersetzten Bücher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlen==&lt;br /&gt;
Und auch die mit ihm arbeitenden Freunde werden sich immer wieder an Besonderheiten im Wesen dieses nie untätigen Dieners erinnern, wie zum Beispiel sein besonderes Verhältnis zu Zahlen, mit denen er bis zu seinen letzten Tagebuch-Eintragungen all seine Leistungen festhielt und sie in Prozenten auszudrücken vermochte - aber nicht nur den Zahlen blieb er so treu sondern besonders all den vielen durch gemeinsame Arbeit auf dem Pfade Bahá&#039;u&#039;lláhs innig geknüpften Freundschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung==&lt;br /&gt;
Mit seiner Ernennung zur Hand der Sache Gottes im Februar 1952 änderte sich Adelbert Mühlschlegels Leben Schritt für Schritt  bis hin zur beständigen Dienstbereitschaft und der umfassenden Hingabe an die Gesegnete Schönheit, von denen das [[Universale Haus der Gerechtigkeit]] in seiner Botschaft spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Hinscheiden Shoghi Effendis]]== &lt;br /&gt;
Das Schlüsselerlebnis war für ihn der von [[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]] übermittlte Auftrag, den gesegneten Körper von [[Shoghi Effendi]], der am 4. November 1957 in London verstorben war, vor der Beerdigung zu waschen. Über sein Erlebnis dieser letzten Stunde mit dem geliebten Hüter schrieb er&lt;br /&gt;
an [[Rúḥíyyih Khánum]]:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
»Es ist in jener Stunde etwas Neues in mir aufgegangen, über das ich jetzt, nach einigen Tagen, immer noch nicht sprechen kann; wohl aber über die Liebe und Weisheit, die ich auf mich einströmen fühlte. Es war eine so starke geistige Schwingung in diesem für&lt;br /&gt;
weltliche Augen so ganz andersartigen Raum, wie ich sie wohl stärker in meinem Leben nur an den heiligen Schreinen verspürt hatte. Der erste Eindruck ·war der Gegensatz zwischen dem übrigen&lt;br /&gt;
Körper und dem majestätischen, vergeistigten Antlitz, ein die Seele erschütterndes Bild jubelnden Siegens des Ewigen über das Vergängliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite war, daß ich eine Stunde lang betend und zugleich denkend und sorgfältig handelnd war, also, wie sonst, ach, nur allzu selten, in einem bewußten Zustand heiligen, gottverbundenen&lt;br /&gt;
Tuns, als Exercitium, Sinnbild und Extrakt dessen, was ich ,mein&lt;br /&gt;
Leben lang und die Menschheit nun tausend Jahre lang tun soll, um »das Reich« hier auf Erden zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dritte war, daß ich Glied um Glied waschend und salbend dankte, daß jene geliebten Hände für unser Bündnis geschrieben und gehandelt haben, jene Beine für uns gingen, jener Mund zu uns sprach, jene Stirne für uns dachte, und daß ich dabei betete und meditierte, auch meine Glieder mögen in der kurzen Zeit, die mir noch beschieden ist, diesem Dienen nacheifern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vierte war, daß ich entsetzt fühlte, wie ich mit unwürdigen Händen diese erhabene Stirne mit Rosenöl zu salben habe, so wie es einst nur hohe Meister ihren Jüngern taten. Und doch, welches&lt;br /&gt;
Recht, welcher Auftrag kommt uns, den Lebenden zu, über alle Vergangenheit und alles Vergängliche zu walten, seien sie auch noch so erhaben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch viel Gnade, Liebe und Weisheit waren sonst in dieser Stunde verborgen ...... «&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{[[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]]: Das Hinscheiden Shoghi Effendis, Baha&#039;i Verlag, Frankfurt/Main 1958, Seiten 22/23}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interregnum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Hands of the Cause at the Fourth Conclave, 1960.jpg|thumb|left|320px|Hände der Sache Gottes bei der 4. Konklave 1960]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den schweren Aufgaben, die den Händen der Sache Gottes als den obersten Sachwaltern des Glaubens mit dem Hinscheiden Shoghi Effendis zufielen, trug Adelbert Mühlschlegel kraftvoll mit. Seine Arztpraxis aufgebend, weilte er mehrere Monate im Heiligen Land, um dann später diejenigen europäischen Länder, die noch keine eigenen&lt;br /&gt;
Nationalen Geistigen Räte hatten, persönlich zu betreuen, bis dort 1962 elf neue Nationale Geistige Räte als weitere Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit gebildet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:3 Hände der Sache Gottes Hand in Hand.jpg|thumb|left|320px|3 Hände der Sache Gottes Hand in Hand]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Mit der ersten Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an Ridván 1963 waren die Hände der Sache Gottes von den weltweiten administrativen Aufgaben befreit, um sich wieder mit all ihren Bemühungen persönlich der Verbreitung und dem Schutz des Glaubens&lt;br /&gt;
zuzuwenden. Nach Tübingen umgesiedelt, widmete sich Adelbert Mühlschlegel zunächst der Pflege seiner inzwischen schwer erkrankten Frau Herma, die im Sommer 1964 verschied, und der Lehrarbeit im süddeutschen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Österreich==&lt;br /&gt;
Im September desselben Jahres verlegte er seinen Wohnsitz nach Österreich, wo der Glauben noch sehr auf Pioniere angewiesen war, und wo er ein Jahr später seine Frau Ursula, geb. Kohler,&lt;br /&gt;
heiratete, die von nun an seine eng vertraute Mitarbeiterin sein durfte. Von Wien aus setzte er durch seine immer zunehmende Korrespondenz und durch viele Reisen in Europa seine unentwegte&lt;br /&gt;
Ermutigung und Vertiefung der Freunde fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Entscheidung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit im Juni 1968 über die Errichtung der Kontinentalen&lt;br /&gt;
Beraterämter befreite sein Herz und erfüllte es mit großer Dankbarkeit gegenüber Bahá&#039;u&#039;lláh und dem Universalen Haus der Gerechtigkeit, dieser Institution, der von Anfang an seine tiefe Ergebenheit und Liebe gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reisen ==&lt;br /&gt;
Freudig nahm er 1969 den Auftrag des Universalen Hauses an, sich nunmehr weltweiten Aufgaben zu widmen und nach Persien, Indien, West- und Ostpakistan sowie nach Nepal zu reisen, um dort als eine Hand der Sache Gottes aus dem Westen die Freunde zu besuchen&lt;br /&gt;
und zu lehren. Dieser Reise folgten noch weitere ehrenvolle&lt;br /&gt;
Aufträge, die ihn durch einen großen Teil Afrikas und Süd-Amerikas&lt;br /&gt;
führten, zu deren Eingeborenen und Pionieren - wie zu den Freunden in Indien und überhaupt im gesamten Osten- er eine tiefe Liebe und Verehrung entwickelte, die seinem nach Wiedervereinigung sehnenden Herzen stets tief empfundene Gebete entströmen, ließ, welche sich am Ende seines Lebens ganz besonders auf die so lange leidende&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde in Persien konzentrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hatte er den Bedürfnissen entsprechend seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt, zu deren aufsteigender Gemeinde so vielfältiger menschlicher Charaktere und landschaftlicher Schönheit ihn bis zum Tode eine innige Liebe verband. Danach, noch einmal für kurze Zeit in Deutschland dienend, empfand er, daß diese, seine Muttergemeinde, durchaus in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen, wenn die Freunde nur lernten, nicht auf ihre eigenen&lt;br /&gt;
Schwächen sondern auf die Macht Bahá&#039;u&#039;lláh zu blicken - was die Freunde in Deutschland dann zu Ridván 1978 auch wirklich bewiesen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Athen==&lt;br /&gt;
Trotz nachlassender Gesundheit siedelte der achtzigjährige Adelbert Mühlschlegel mit seiner Frau nach Griechenland um, in das Land der Wiege der westlichen Zivilisation, dessen alte Philosophen Bahá&#039;u&#039;lláh so hoch gepriesen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier, durch den geschwächten Körper oft bettlägerig und nur noch wenig reisend, widmete er den Hauptteil seiner Zeit dem Studium der Schriften und seinem Buche »Werden und Reifen eines Baha&#039;i«; &amp;lt;ref&amp;gt; Selbsterziehung zum Bahá&#039;í https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/&amp;lt;/ref&amp;gt; zu dem er sich angeregt fühlte durch das dritte Hauptziel des Fünfjahresplanes »der Entwicklung der kennzeichnenden Wesensart des Bahá&#039;í-Lebens, dem umfassenden Thema, zu dem dann auch spontan seine geliebten Freunde in Luxemburg ihn um die Niederschrift seiner Gedanken baten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr sich selbst vergeistigend und seinen zahlreichen Gästen in seinem Athener Heim zur Quelle geistiger Erkenntnis während liebevoller Gespräche geworden, erlebte er einen glücklichen, sehr bewußten, geistig reichen Lebensabend, während dem er in ganz besonderem Ausmaß seine Frau Ursula mit einer Liebe umstrahlte und durchdrang, die es ihr, nun ermöglicht, den Kummer des großen persönlichen Verlustes in dieser zärtlichen Liebe dem Willen Gottes dankbar darzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese immerwährende Dankbarkeit und unbedingte, liebevolle strahlende Unterwerfung unter den Willen Gottes und die Befolgung Seiner Gebote, beherrschte so stark während der letzten Lebensjahre sein ganzes Denken und Fühlen, und es wundert nicht,&lt;br /&gt;
daß, obwohl er kaum mehr Schreiben konnte, seine letzte Eintragung im so treu geführten Tagebuch nach zwei nicht ganz klar lesbaren Zeilen mit den deutlich geschriebenen Worten »Gottes Wille« endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Willen und Ratschluss Gottes liebend durfte Adelbert Mühlschlegel während eines der Wiederholung des [[Größten Namen]]s folgenden kurzen, ruhigen Schlafes die Schwelle zur geistigen Welt überschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am 31. Juli 1980 im protestantischen Sektor des Ersten Friedhofs von Athen stattgefundene blumenreiche Beisetzung wurde von Rolf Haug, dem langjährigen persönlichen Freund des Heimgegangenen in griechischer Sprache durchgeführt und viele der neunzig, aus acht verschiedenen Ländern, anwesenden Freunde verabschiedeten sich dort zum letzten mal mit innig, in&lt;br /&gt;
vielen Sprachen gesungen und gesprochenen Gebeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Peter und [[Ursula Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{clear}}&lt;br /&gt;
==Notes==&lt;br /&gt;
{{reflist}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==References==&lt;br /&gt;
*{{cite book&lt;br /&gt;
 |first=Barron&lt;br /&gt;
 |last=Harper&lt;br /&gt;
 |year=1997&lt;br /&gt;
 |title=Lights of Fortitude&lt;br /&gt;
 |edition=Paperback&lt;br /&gt;
 |publisher=George Ronald&lt;br /&gt;
 |location=Oxford, UK&lt;br /&gt;
 |id=ISBN 0853984131&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==External link==&lt;br /&gt;
{{media|Category:Adelbert Mühlschlegel|Adelbert Mühlschlegel}}&lt;br /&gt;
*[http://www.youtube.com/watch?v=Hh8zO4Z480o Video recording of Ugo Giachery and Adelbert Mühlschlegel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hands of the Cause of God}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wikipedia|http://en.wikipedia.org/wiki/Adelbert_M%C3%BChlschlegel|Adelbert Mühlschlegel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Muhlschlegel, Adelbert}}&lt;br /&gt;
[[Category:Hands of the Cause of God]]&lt;br /&gt;
[[Category:German Bahá’ís]]&lt;br /&gt;
[[Category:1897 births]]&lt;br /&gt;
[[Category:1980 deaths]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[fr:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[pt:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=983</id>
		<title>Adelbert Mühlschlegel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://de.bahaipedia.org/index.php?title=Adelbert_M%C3%BChlschlegel&amp;diff=983"/>
		<updated>2020-05-21T22:53:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BarbaraNickeLöffelmann: /* Interregnum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox hand of the cause&lt;br /&gt;
|name          = Adelbert Mühlschlegel&lt;br /&gt;
|image         = Adelbert_Mühlschlegel.jpg&lt;br /&gt;
|image_size    = 220px&lt;br /&gt;
|caption       = &lt;br /&gt;
|birth_name    = &lt;br /&gt;
|birth_date    = [[June 16]], [[1897]]&lt;br /&gt;
|birth_place   = &lt;br /&gt;
|death_date    = [[July 29]], [[1980]]&lt;br /&gt;
|death_place   =&lt;br /&gt;
|resting_place = &lt;br /&gt;
|resting_place_coordinates = &lt;br /&gt;
|known_for     = &lt;br /&gt;
|education     =&lt;br /&gt;
|occupation    = &lt;br /&gt;
|nsa_member    =&lt;br /&gt;
|ibc_member    = &lt;br /&gt;
|custodian     = &lt;br /&gt;
|title         = [[Custodians|Custodian]]&amp;lt;br&amp;gt;[[Hands of the Cause of God|Hand of the Cause]]&lt;br /&gt;
|appointedby   = [[Shoghi Effendi]], February 1952&lt;br /&gt;
|spouse        =&lt;br /&gt;
|children      = &lt;br /&gt;
|parents       = &lt;br /&gt;
|footnotes     = &lt;br /&gt;
|signature     = Adelbert Mühlschlegel signature.png&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Adelbert Mühlschlegel.jpg|thumb|right|320px|Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Adelbert Mühlschlegel&#039;&#039;&#039; (16. Juni 1897 – 29. Juli 1980)&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |author = Rabbani, R. (Ed.) |authorlink = Rúhíyyih Khanum |year = 1992 |title = The Ministry of the Custodians 1957-1963 |publisher = Bahá’í World Centre |id = ISBN 085398350X |url = http://bahai-library.com/published.uhj/ministry.custodians.html#xxiii | pages = p. xxiii }}&amp;lt;/ref&amp;gt; war eine [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] und berühmter Deutscher [[Bahá’í]] aus einer evangelischen Familie.  1920 wurde er Bahá’í und übersetzte Literature und diente als Mitglied im [[Nationaler Geistiger Rat]] von Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde als [[Hand der Sache Gottes|Hand der Sache Gottes]] von [[Shoghi Effendi]] im Februar [[1952]] ernannt. Danach reiste er um die Bahá’í in vielen Ländern zu besuchen. Er starb in Athen, [[Griechenland]].  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kindheit und Jugend==&lt;br /&gt;
Adelbert Mühlschlegel wurde am 16. Juni 1897 in Berlin geboren. Sein Vater stand als Militärarzt in den Diensten des Königs von Württemberg, seine Mutter war Tochter des Stadtpfarrers von Biberach an der Riß. Während ihm sein Vater, der 1962 hochbetagt starb, den Sinn für Wandern und Geographie, für Ordnung und Pflichterfüllung vermittelte, weckte die Mutter, die 1923, kurz vor Entwicklung des Insulins, der Zuckerkrankheit zum Opfer fiel, in dem jungen Adelbert die Sehnsucht nach geistiger Schau, nach dem beständigen Umgang mit Dichtern, Mystikern und Philosophen und nach selbständigen Bemühungen in dieser Richtung, bei denen ihn seine jüngere Schwester Doris, die in den zwanziger Jahren nach Russland auswanderte und dort 1978 starb, aktiv begleitete. Es muss eine recht fröhliche, urschwäbische Geistigkeit geherrscht haben in diesem Stuttgarter Elternhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam der [[Erste Weltkrieg]]. Der Abiturient meldete sich freiwillig zum Sanitätsdienst in den von seinem Vater  betreuten Frontabschnitten und Lazaretten im Osten. So sammelte er erste Erfahrungen im Beruf des [[Arzt]]es, mit dem ihn später eine eigentümliche Hassliebe verband: die eine der beiden Seelen, die dem jungen Adelbert als echte m Schwaben in der Brust wohnten, schwebte n den weiten Gefilden des Geistes, fragte man den Jungen, was er werden wollte, sagte er Wanderer und Dichter. Die andere Seele setzte sich mit ihrem Sinn für das Praktische und für den Ethos des Dienstes am Nächsten durch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Neben dem [[Medizinstudium]] in Freiburg, Greifswald und Tübingen standen vielschichtige geistige Bemühungen, so vor allem die Auseinandersetzung mit der [[Anthroposophie]] Rudolf Steiners und anderer Strömungen der unruhigen zwanziger Jahre. Ein Höhepunkt, an den er sich gern erinnerte, war eine Tagung in Darmstadt, die Hermann Graf Keyserling für den indischen Dichter und Denker [[Rabindranath Tagore]] ausrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Begegnung mit den Lehren Bahá&#039;u&#039;lláhs==&lt;br /&gt;
Um dieselbe Zeit wurden der suchende Adelbert Mühlschlegel und seine Mutter von Fräulein Viktoria Schütz, der späteren [[Frau von Sixtfeld]], auf die Bahá&#039;í Lehren aufmerksam gemacht. Spontan war er fasziniert von dieser umfassenden Schau und schrieb an [[&#039;Abdu&#039;l-Bahá]], der ihm  mit folgendem Tablet antwortete:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Tablet &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel.jpg|thumb|left|160px|Sendbrief &#039;Abdu&#039;l-Bahás an Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Stuttgart zu Händen von Fräulein Viktoria Schütz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Herrn Adelbert Mühlschlegel - auf ihm sei die Herrlichkeit Gottes des Allherrlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Er ist Gott!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;O Du Sohn des Königreiches!&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dein Brief ist eingetroffen. Er war wie ein Duftkissen voller Moschus, und als Ich ihn öffnete, verspürte Ich den Odem der Liebe Gottes. Ich hoffe, dass dein Bächlein zu einem Meere werden und im Hauche göttlicher Führung hohe Wellen gen Osten und gen Westen schlägt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sei deiner Lehrerin höchst verbunden und bekunde ihr herzliche, geisterfüllte Dankbarkeit; denn sie hat den Ruf Gottes deinem Ohr übermittelt und dir ewige Gnade zuteil werden lassen. Erdverbunden warst du und wurdest himmlisch. Im Dunkeln warst du und wurdest erleuchtet. An die Natur warst du gefesselt und wurdet göttlich, und so erlangest du einen Teil an der ewigen Gnade. Sei voll des Glücks und freue dich der Himmlischen Heerscharen und ihrer Melodien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Meine Hoffnung ist, dass du auf dem Pfade Seiner Heiligkeit Bahá&#039;u&#039;lláh wandelst. Deine verehrte Gattin wird einst zu den Begünstigten an der Schwelle der Einheit gehören und mit dem Auge des Erbarmens angesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit dir sei die Herrlichkeit des Allherrlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(gezeichnet in lateinischen Buchstaben)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
abdul Baha abbas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bahji, 16. Oktober 1920&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nahm Adelbert aktiv am Leben der deutschen Bahá&#039;í Gemeinde teil. Die frühesten Sporen finden wir im IV. Jahrgang der &amp;quot;[[Sonne der Wahrheit]]&amp;quot;, wo über einen öffentlichen Vortrag und ein Melodram von ihm anlässlich des dritten deutschen Bahá&#039;í Kongresses im September 1924 in Stuttgart berichtet wird. 1926 heiratet er. Seine Frau [[Herma Mühlschlegel]], geb. Weidle. schenkte ihm zwei Mädchen und drei Jungen, von denen einer als Kind starb. Sie war bis zu ihrem Tod 1964 im Beruf wie in der Bahá&#039;í Arbeit seine engste Mitarbeiterin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pilgerreise==&lt;br /&gt;
Ein Höhepunkt ihres Lebens im Glauben Bahá&#039;u&#039;lláhs war für Adelbert und Herma Mühlschlegel ihre Pilgerreise 1936 und ihre Begegnung mit Shoghi Effendi. In den langen Jahren des Verbots und der Verfolgung, während der Wirren des [[Zweiten Weltkrieg]]s zehrten sie von diesem tragenden Erlebnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg==&lt;br /&gt;
Den Krieg konnte Adelbert Mühlschlegel, zeitweise dienstverpflichtet, in seiner Heimatstadt [[Stuttgart]] überstehen, wenn auch mit totalem Bombenschaden und einer Beinnahe-Detonation bei Kriegsende durch die französische Besatzungsmacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übersetzungen==&lt;br /&gt;
Dann kam die Zeit des Neubeginns und des Wiederaufbaus. Sie bedeutet für den Dichter und Sprachenfreund neben der Verantwortung im Nationalen Geistigen Rat und vielen Referaten und öffentlichen Veranstaltungen vor allem unermüdliche Übersetzertätigkeit im stillen Studierzimmer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alexanderstrasse==&lt;br /&gt;
In der von Bomben verwüsteten Stadt Stuttgart war die große der Familie Mühlschlegel neu zugewiesene Wohnung zugleich ein Zentrum des Bahá&#039;í Lebens, insbesondere eine Anlaufstelle für viele junge Freunde aus Persien, die nach und nach zum Studium nach Deutschland einreisten. Sicher erinnern sich alle wohl des heiteren, humorvollen Lebens der großen Familie, bei der so manche materielle Not nach dem Krieg durch das frohe Wesen der Eltern Adelbert und Herma Mühlschlegel, auch den Kindern, die im Geiste des Dienstes aufwuchsen, zum Sprungbrett für eine höhere geistige Entwicklung wurde. Rasch war immer ein passendes Zitat aus der Weltliteratur zur Stelle, oder wurde eine eigene Hymne gedichtet - viele mögen sich hier mit Freude an die &amp;quot;Mehlpapp-Hymne&amp;quot; zum immer noch einmal der Anzahl der Hungrigen entsprechend gestreckten Sauerkraut erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sprachen==&lt;br /&gt;
Eine besondere Bereicherung waren die vielen Gäste aus dem Ausland, mit denen neben dem wohltuenden geistigen Austausch Adelbert auch immer gerne seine vielen im Selbstunterricht erlernten Sprachen übte. Oft noch gedachte er in seinen letzten Lebensjahren so mancher lustigen Episode bei gemeinsamen Überprüfen der von ihm übersetzten Bücher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlen==&lt;br /&gt;
Und auch die mit ihm arbeitenden Freunde werden sich immer wieder an Besonderheiten im Wesen dieses nie untätigen Dieners erinnern, wie zum Beispiel sein besonderes Verhältnis zu Zahlen, mit denen er bis zu seinen letzten Tagebuch-Eintragungen all seine Leistungen festhielt und sie in Prozenten auszudrücken vermochte - aber nicht nur den Zahlen blieb er so treu sondern besonders all den vielen durch gemeinsame Arbeit auf dem Pfade Bahá&#039;u&#039;lláhs innig geknüpften Freundschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ernennung==&lt;br /&gt;
Mit seiner Ernennung zur Hand der Sache Gottes im Februar 1952 änderte sich Adelbert Mühlschlegels Leben Schritt für Schritt  bis hin zur beständigen Dienstbereitschaft und der umfassenden Hingabe an die Gesegnete Schönheit, von denen das [[Universale Haus der Gerechtigkeit]] in seiner Botschaft spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Hinscheiden Shoghi Effendis]]== &lt;br /&gt;
Das Schlüsselerlebnis war für ihn der von [[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]] übermittlte Auftrag, den gesegneten Körper von [[Shoghi Effendi]], der am 4. November 1957 in London verstorben war, vor der Beerdigung zu waschen. Über sein Erlebnis dieser letzten Stunde mit dem geliebten Hüter schrieb er&lt;br /&gt;
an [[Rúḥíyyih Khánum]]:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
»Es ist in jener Stunde etwas Neues in mir aufgegangen, über das ich jetzt, nach einigen Tagen, immer noch nicht sprechen kann; wohl aber über die Liebe und Weisheit, die ich auf mich einströmen fühlte. Es war eine so starke geistige Schwingung in diesem für&lt;br /&gt;
weltliche Augen so ganz andersartigen Raum, wie ich sie wohl stärker in meinem Leben nur an den heiligen Schreinen verspürt hatte. Der erste Eindruck ·war der Gegensatz zwischen dem übrigen&lt;br /&gt;
Körper und dem majestätischen, vergeistigten Antlitz, ein die Seele erschütterndes Bild jubelnden Siegens des Ewigen über das Vergängliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite war, daß ich eine Stunde lang betend und zugleich denkend und sorgfältig handelnd war, also, wie sonst, ach, nur allzu selten, in einem bewußten Zustand heiligen, gottverbundenen&lt;br /&gt;
Tuns, als Exercitium, Sinnbild und Extrakt dessen, was ich ,mein&lt;br /&gt;
Leben lang und die Menschheit nun tausend Jahre lang tun soll, um »das Reich« hier auf Erden zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dritte war, daß ich Glied um Glied waschend und salbend dankte, daß jene geliebten Hände für unser Bündnis geschrieben und gehandelt haben, jene Beine für uns gingen, jener Mund zu uns sprach, jene Stirne für uns dachte, und daß ich dabei betete und meditierte, auch meine Glieder mögen in der kurzen Zeit, die mir noch beschieden ist, diesem Dienen nacheifern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vierte war, daß ich entsetzt fühlte, wie ich mit unwürdigen Händen diese erhabene Stirne mit Rosenöl zu salben habe, so wie es einst nur hohe Meister ihren Jüngern taten. Und doch, welches&lt;br /&gt;
Recht, welcher Auftrag kommt uns, den Lebenden zu, über alle Vergangenheit und alles Vergängliche zu walten, seien sie auch noch so erhaben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch viel Gnade, Liebe und Weisheit waren sonst in dieser Stunde verborgen ...... «&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{[[Amatu&#039;l-Bahá Rúḥíyyih Khánum]]: Das Hinscheiden Shoghi Effendis, Baha&#039;i Verlag, Frankfurt/Main 1958, Seiten 22/23}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Interregnum==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:Hands of the Cause at the Fourth Conclave, 1960.jpg|thumb|left|320px|Hände der Sache Gottes bei der 4. Konklave 1960]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den schweren Aufgaben, die den Händen der Sache Gottes als den obersten Sachwaltern des Glaubens mit dem Hinscheiden Shoghi Effendis zufielen, trug Adelbert Mühlschlegel kraftvoll mit. Seine Arztpraxis aufgebend, weilte er mehrere Monate im Heiligen Land, um dann später diejenigen europäischen Länder, die noch keine eigenen&lt;br /&gt;
Nationalen Geistigen Räte hatten, persönlich zu betreuen, bis dort 1962 elf neue Nationale Geistige Räte als weitere Pfeiler des Universalen Hauses der Gerechtigkeit gebildet werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Image:3 Hände der Sache Gottes Hand in Hand.jpg|thumb|left|320px|3 Hände der Sache Gottes Hand in Hand]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit==&lt;br /&gt;
Mit der ersten Wahl des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an Ridván 1963 waren die Hände der Sache Gottes von den weltweiten administrativen Aufgaben befreit, um sich wieder mit all ihren Bemühungen persönlich der Verbreitung und dem Schutz des Glaubens&lt;br /&gt;
zuzuwenden. Nach Tübingen umgesiedelt, widmete sich Adelbert Mühlschlegel zunächst der Pflege seiner inzwischen schwer erkrankten Frau Herma, die im Sommer 1964 verschied, und der Lehrarbeit im süddeutschen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Österreich==&lt;br /&gt;
Im September desselben Jahres verlegte er seinen Wohnsitz nach Österreich, wo der Glauben noch sehr auf Pioniere angewiesen war, und wo er ein Jahr später seine Frau Ursula, geb. Kohler,&lt;br /&gt;
heiratete, die von nun an seine eng vertraute Mitarbeiterin sein durfte. Von Wien aus setzte er durch seine immer zunehmende Korrespondenz und durch viele Reisen in Europa seine unentwegte&lt;br /&gt;
Ermutigung und Vertiefung der Freunde fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die historische Entscheidung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit im Juni 1968 über die Errichtung der Kontinentalen&lt;br /&gt;
Beraterämter befreite sein Herz und erfüllte es mit großer Dankbarkeit gegenüber Bahá&#039;u&#039;lláh und dem Universalen Haus der Gerechtigkeit, dieser Institution, der von Anfang an seine tiefe Ergebenheit und Liebe gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reisen ==&lt;br /&gt;
Freudig nahm er 1969 den Auftrag des Universalen Hauses an, sich nunmehr weltweiten Aufgaben zu widmen und nach Persien, Indien, West- und Ostpakistan sowie nach Nepal zu reisen, um dort als eine Hand der Sache Gottes aus dem Westen die Freunde zu besuchen&lt;br /&gt;
und zu lehren. Dieser Reise folgten noch weitere ehrenvolle&lt;br /&gt;
Aufträge, die ihn durch einen großen Teil Afrikas und Süd-Amerikas&lt;br /&gt;
führten, zu deren Eingeborenen und Pionieren - wie zu den Freunden in Indien und überhaupt im gesamten Osten- er eine tiefe Liebe und Verehrung entwickelte, die seinem nach Wiedervereinigung sehnenden Herzen stets tief empfundene Gebete entströmen, ließ, welche sich am Ende seines Lebens ganz besonders auf die so lange leidende&lt;br /&gt;
Baha&#039;i-Gemeinde in Persien konzentrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hatte er den Bedürfnissen entsprechend seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt, zu deren aufsteigender Gemeinde so vielfältiger menschlicher Charaktere und landschaftlicher Schönheit ihn bis zum Tode eine innige Liebe verband. Danach, noch einmal für kurze Zeit in Deutschland dienend, empfand er, daß diese, seine Muttergemeinde, durchaus in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen, wenn die Freunde nur lernten, nicht auf ihre eigenen&lt;br /&gt;
Schwächen sondern auf die Macht Bahá&#039;u&#039;lláh zu blicken - was die Freunde in Deutschland dann zu Ridván 1978 auch wirklich bewiesen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Athen==&lt;br /&gt;
Trotz nachlassender Gesundheit siedelte der achtzigjährige Adelbert Mühlschlegel mit seiner Frau nach Griechenland um, in das Land der Wiege der westlichen Zivilisation, dessen alte Philosophen Bahá&#039;u&#039;lláh so hoch gepriesen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier, durch den geschwächten Körper oft bettlägerig und nur noch wenig reisend, widmete er den Hauptteil seiner Zeit dem Studium der Schriften und seinem Buche »Werden und Reifen eines Baha&#039;i«; &amp;lt;ref&amp;gt; Selbsterziehung zum Bahá&#039;í https://www.bahai-verlag.de/shop/bahai/apply/viewdetail/id/3597/&amp;lt;/ref&amp;gt; zu dem er sich angeregt fühlte durch das dritte Hauptziel des Fünfjahresplanes »der Entwicklung der kennzeichnenden Wesensart des Bahá&#039;í-Lebens, dem umfassenden Thema, zu dem dann auch spontan seine geliebten Freunde in Luxemburg ihn um die Niederschrift seiner Gedanken baten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr sich selbst vergeistigend und seinen zahlreichen Gästen in seinem Athener Heim zur Quelle geistiger Erkenntnis während liebevoller Gespräche geworden, erlebte er einen glücklichen, sehr bewußten, geistig reichen Lebensabend, während dem er in ganz besonderem Ausmaß seine Frau Ursula mit einer Liebe umstrahlte und durchdrang, die es ihr, nun ermöglicht, den Kummer des großen persönlichen Verlustes in dieser zärtlichen Liebe dem Willen Gottes dankbar darzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese immerwährende Dankbarkeit und unbedingte, liebevolle strahlende Unterwerfung unter den Willen Gottes und die Befolgung Seiner Gebote, beherrschte so stark während der letzten Lebensjahre sein ganzes Denken und Fühlen, und es wundert nicht,&lt;br /&gt;
daß, obwohl er kaum mehr Schreiben konnte, seine letzte Eintragung im so treu geführten Tagebuch nach zwei nicht ganz klar lesbaren Zeilen mit den deutlich geschriebenen Worten »Gottes Wille« endet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Willen und Ratschluss Gottes liebend durfte Adelbert Mühlschlegel während eines der Wiederholung des [[Größten Namen]]s folgenden kurzen, ruhigen Schlafes die Schwelle zur geistigen Welt überschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am 31. Juli 1980 im protestantischen Sektor des Ersten Friedhofs von Athen stattgefundene blumenreiche Beisetzung wurde von Rolf Haug, dem langjährigen persönlichen Freund des Heimgegangenen in griechischer Sprache durchgeführt und viele der neunzig, aus acht verschiedenen Ländern, anwesenden Freunde verabschiedeten sich dort zum letzten mal mit innig, in&lt;br /&gt;
vielen Sprachen gesungen und gesprochenen Gebeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Peter und [[Ursula Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{clear}}&lt;br /&gt;
==Notes==&lt;br /&gt;
{{reflist}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==References==&lt;br /&gt;
*{{cite book&lt;br /&gt;
 |first=Barron&lt;br /&gt;
 |last=Harper&lt;br /&gt;
 |year=1997&lt;br /&gt;
 |title=Lights of Fortitude&lt;br /&gt;
 |edition=Paperback&lt;br /&gt;
 |publisher=George Ronald&lt;br /&gt;
 |location=Oxford, UK&lt;br /&gt;
 |id=ISBN 0853984131&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==External link==&lt;br /&gt;
{{media|Category:Adelbert Mühlschlegel|Adelbert Mühlschlegel}}&lt;br /&gt;
*[http://www.youtube.com/watch?v=Hh8zO4Z480o Video recording of Ugo Giachery and Adelbert Mühlschlegel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hands of the Cause of God}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{wikipedia|http://en.wikipedia.org/wiki/Adelbert_M%C3%BChlschlegel|Adelbert Mühlschlegel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Muhlschlegel, Adelbert}}&lt;br /&gt;
[[Category:Hands of the Cause of God]]&lt;br /&gt;
[[Category:German Bahá’ís]]&lt;br /&gt;
[[Category:1897 births]]&lt;br /&gt;
[[Category:1980 deaths]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[fr:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;br /&gt;
[[pt:Adelbert Mühlschlegel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>BarbaraNickeLöffelmann</name></author>
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